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Jüdische Rundschau · 1933-09-29 · Heft 78 (29.9.1933) · p. Seite 604

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 78 (29.9.1933)
Date
1933-09-29
Page
Seite 604 (sequence 16)
Language
German
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Seite 602 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 78, 29. IX. 1933 Mitteilung des PalSstlna-Amtes: Auf Grund einer Ver• ständigung mit der Hitachduth Olej Germania bitten wir, Anfragen über Uebersiedlungsmöglkhkeiten nach Pallstina und wegen sonstiger Informationen über Palästina ausschließlieh an das Palästina-Amt, Berlin W15, Melnekestr. 10, zu richten. Das Palästina-Amt wird diejenigen Anfragen, die es selbst beantworten kann, direkt beantworten, wodurch viel Zeit erspart werden wird, Anfragen, die nicht von Berlin aus beantwortet werden können, werden vom Palästina-Amt an die Hitachduth Olej Germania weitergeleitet werden. In diesem Fall erhält der Absender eine Mitteilung des Palästina-Amtes Uber die Weitergabe seines Schreibens nach Palästina. Der Paiestine fi: Orient Lloyd teilt mH: Die General- Vertretung für Deutschland, Reisebüro Atlantic Express, ladet alle Freunde 7un1 Besuch ihrer neuen komfortablen Räume im Hause Friedrichstr. 100, direkt am Bahnhof Friedrich- Straße, ein, Die neue Telefonnummer lautet: A6 Merkur 2915. Wirtschafts - Notizen Die Volksbank iwria eGmbH., Berlin C 25, Dircksen- Straße 26/27, eröffnet am 28. September 1933 eine Depositenkasse im Westen Berlins, und zwar in der Fasanenstr. 18, zwischen Kurfürstendamm und Kantstrafle. Sie bezweckt hiermit, ihrer im Westen wohnenden Kundschaft den geschäftliehen Verkehr mit der Volksbank iwria eOmbli. zu erleichtern. Vom Stellen-Markt Angebot an Arbeitskräften. Mineraiogin (Kristallographie, Morpho!(•׳.:>>, iVtrograpliiiT, Spezialistin für Edelsteine, (syntlnii'i'he und erbte SelimucksleiiK•). Zucht und N'aturperleii- Imitation, sucht geeignet(■ Tätigkeit. Tüchtige Bürokräfte aller Art, ti. a aus dem Spedition■:- und Anwaltsfach. Lehrkrähe für I'!!(erricht in sänitliehen Sprachen. Meldungen sind zu richten an den Jüdischen Arbeitsnachweis, Abt. f. kaitfm. u. freie berufe, Berlin SW 1<), Lindenstr. ■18/50. Tel, 15511iioff 307')118, Kulturbund Deutscher Juden. Für das Orchester des Kulturbundes Deutscher Juden werden noch Bläser aller Kategorien gesucht. Qualifizierte Bewerber werden gebeten, sieb sofort schriftlich beim Büro des Kulturbundes im Der’;::׳■! ITif.'ib’r, (iharlottenstr. 02,93, zu melden. Für eine einmalige, kurzfristige bibliographische Arbeit befr. jüdische und zionistische Literatur der letzten Jahre, wird ein .Mitarbeiter b/'.v. Mitarbeiterin gesucht. Meldungen erbeten an die Werbe■ Abteilung der Jüdischen Rundschau, Berlin W15, Meinckestr. 10. Vermischte• Mitteilung des Palästina-Amtes. Es werden einige Damen und Herren für freiwillige Mitarbeit bei Recherchen gesucht. Meldungen hei Herrn PreifS, Berlin W15, Meinckestr. 10, abends zwischen 7 und 8 Uhr. Prof. Dr. Heinrich Loewe hält am Sonntag, dem 1. Oktober, abends 8 Uhr, in der Synagoge Lessingstr. 19 vor seiner Abreise nach Ere־z Israel ־einen Abschiedsvortrag. Todesfall. Aus Li bau (Lettland) wird uns geschrieben: Einen herben Verlust bat die Ortsgruppe der Wiza in Li bau, durch den Tod ihrer Sekretärin, Frau Dr. Lea Schlesinger, erlitten. Sie ist in der Vollkraft ihres Schaffens der Organisation entrissen worden. Ihre ein!1 ehmende Persönlichkeit wurzelte seit frühester Jugend in der jüdischen Tradition und jüdischer Kultur. Das Wirken von Frau Dr. Schlesinger gipfelte in der Verwirklichung' unseres nationalen Ideals, eine eigene Heimstätte in Palästina zu besitzen. Sie verstand es meisterhaft, durch ihre gelassene, geistreiche und liebenswürdige Art überzeugend zu wirken. Auch als Pädagogin hat sich die Verstorbene einen ehrenvollen N'anaen erworben. Deutscher Makkabikreis J11biläutm-Sportf«*t In Frankfurt ft. M. Alle, die sich am Sonntag, den 1?. September, auf de» Sportplats ״Am Buchrainwciher“ eingefunden hatten, waren begeistert von «lein geleigten Sport. Sowohl die Spiele wie auch die leichtathletischen Wettkämpfe fanden regstes Interesse bei den überrasclicnd tehl reich erschienenen Zuschauern. Als die über 150 aktiven Teilnehmer hinter der wehenden blau-weißen Fahne zu einer Begrüßungsrunde in das Kampffeld einliefen, zeugte der Beifall der Zuschauer von der engen Verbundenheit aller Anwesenden. Umgeben von den Sportlern und den Gästen hielt Richard Schließer, Vorstandsmitglicd des Bar Kochba Frankfurt, eine zündende Ansprache. Das Programm des Sportfestes wurde eröffnet mit dein Fußballspiel der Schülermannschaft von Bar Korhba Frankfurt gegen die des Jüdischen Jugendbundes Offtnbach, das die wesentlich kräftigeren und älteren Offenbacher 2 zu 1 gewannen. Die Bar Kochba angeschlossene Firmenmannschaft Jaeosco spielte gegen die Alt-Herren des Leipziger Bar Kochba 0 zu 0. Die Reservemannschaft von Bar Kochba Frankfurt konnte gegen die II. des Mannheimer Bar Kochba nur ein 3 zu 3 erzielen. Das Spiel der II. Handballmannschaften von Bar Kochba Frankfurt und Mannheim konnte Frankfurt nach überlegenem Spiel 6 zu 3 gewinnen. Auch die erste Handballmannschaft von Bar Kochba Frankfurt schlug nach schönem und fairen Spiel die des Bar Kochba Mannheim, die eine flinke und schußkräftige Elf stellte, 8 zu 4. Das Treffen der 1. Fußballmannschaften von Frankfurt und Leipzig wurde von Frankfurt unverdient 3 zu 2 gewonnen, trotzdem Leipzig technisch bessere Leistungen zeigte. Die umrahmenden Leichtathletik-Kämpfe zeigten teilweise hervorragende Leistungen, die auch stärkste Anteilnahme bei den Zuschauern fanden. Es starteten neben dem Jubilarverein noch Bar Kochba Mannheim, Ilnkoah Köln, Jüdischer Jugendbund Hanau und der R. j. F. Darm- Stadt. Für den Endkampf der 100 m Herren qualifizierten sich noch?chnifen Vorkämpfen Drever-Köln, May-Darmstadt und Kalz. und Hcnninger, Unr Kochba Frankfurt. In einem wundervollen Rennen wurde Wilhelm Katt, Bar Kochba Frankfurt, in der in Anbetracht der schlechten Balm guten Zeit von 11,3 Erster vor seinem Kluhknmernden Henninge!■, der die Strecke in 11.5 lief. Dritter Dreycr-Kciln mit 11,7. 100 nt Damen: 1. Rosi Goldberg, Bar Kochba Frankfurt, 13,8; 2. I.ily Münzer, Hakoah Köln, 14; 3, M. I.ee■er, Hakoah Köln; 4. Trudel llönigsberg, R. j. F. Darmstadt. 200 m Jugend: 1. Franz Orgler, Hakoah Köln, 23,9; 2. S. Adler, R. j. F. Darms!adt, 27. 4 mal 100-m-Staficl, Herren: 1. Bar Kochba Frankfurt 46,9 (mit der Mannschaft Kntz, Hcnninger, Rudawer, L'hlfdder); 2. Hakoah Köln 47,1; 3. R. j. F. Darmstadt 47,2. Oivnipische Staffel: 1. Hakoah Köln (Hauptverdienst des wundervoll laufenden 800-m-Mann« Franz Orgler, der die Strecke in der hervorragenden Zeit von 2.03 lief und so seiner Mannschaft einen nicht cinzuholcndcn Vorsprung schuf); 2. Bar Kochba Frankfurt; 3. R. j. F. Darmstadt. Per 11 e g r ii ß u!1 g s a be n d der auswärtigen Gaste, der gleichzeitig als Jubiläumsfeier gedacht war, vereinte einen Kreis von Menschen, die sicli bedingungslos zur Makkabi-Idee bekannten. Alfred Adler, der 1. Vorsitzende des Bar Kochba, erüffnete den Abend mit einer Ansprache mit einem Rückblick auf die Arbeit der 20 Jahre seit Gründung. Mit dem Gelöbnis für sich und die übrigen Vorstandsmitglicdcr, an den allen Zielen unverbrüchlich festzuhalten, schloß er seine Ansprache. Herbert Nußbaum las dann aus der Eröffnungsrede Ilcrzls zum 1. Kongreß und ein Gedicht von üialik unter großem Beifall. Fritz Lcwisohn, Köln, der als Vertreter des Präsidiums des Deutschen Kreises des Makkabi anwesend war, überbrachtc die Wünsche des Präsidiums. Max Flörsheim leitete dann zu dem anschließenden gemütlichen Beisammensein über, das die Frankfurter und ihre Gäste noch lange Stunden vereinte. Tttchtenuta Im Bar Kochba Jjrankfutt |m Main. Die Tischtenms-Äbtcifting eröffnet in der ersten"ÖktoÜc'rwoche die cÜcäjährign Spielzeit. Vorgesehen ist als Trainingsraum ein zentral gelegenes Lokal, in dem zweimal in der Woche die Herren- und Damenabteilungcn spielen sollen. Außerdem ist ein Spiclnachmittag für Schiller und Jugendliche vorgesehen. Anfänger werden durch die Gestellung eines Trainers die Möglichkeit haben, sportgerechtes Tischtennis zu erlernen. Die Leitung hat Jakob Bienet, Zeit 23, an den sich auch die Interessenten wegen Auskunftserteilung und Anmeldung wenden können. Ente deutsche Mikkabl-Melstcnchaiten im Tenn!«. Der Deutsche Kreis hatte zum ersten Maie eine Tennismeisterschaft ausgeschrieben und die Durchführung des Turniers dem Tennis-Klub ״Bar Kochba“ (Berlin) übertragen. Bei rund 50 Meldungen nahmen die Wettkämpfe vom Freitag bis Sonntag auf den Platzen in der Karlsruher Straße einen harmonischen and intereseantea Verlauf. Die Jagend siegte auf der ganzen Linie, Der stark verbesserte Ebner sorgte für die erste Ueberraschung and schlug Dr. Hochwald nach hartem Kampfe gan* knapp. In der Vorschlußrunde mußte er allerdings dem angemein elegant and agressiv spielenden 19jährigen Nathan Lieber weichen. Die Schlußrunde brachte die erneute Begegnung von Lieber und Günther Plaut. Lieber spielte viel zu befangen, um dem sicheren Flugballspicl Plauts entscheidenden Widerstand leisten zu können. Günther Plaut gewann die erste deutsche Makkabi-Meisterschaft überraschend leicht mit 6:1, 8:0, 6:4. Mit Lieber zusammen errang er auch den Doppeltitel. Durch schöne Serien von Flug- und Schmettcrbälkn wurden Elsncr-Fleischer überlegen geschlagen. Die Damenrunde bildete den Abschluß des Turniers. Makkabi-Meisterin wurde Frl. Eidinger, die mit ihren langen und harten Triebschlägen ihren Gegnerinnen bei weitem überlegen war. Anläßlich der Preis- Verteilung gab Dr. Rabau der Hoffnung Ausdruck, daß es der Klubleitung gelingen möge, für die kommende Saison die jüdischen Tennis- Spieler auf großer Basis zu sammeln und den T. C. Bar Kochba damit auch zum gesellschaftlichen Mittelpunkt des jüdischen Sportlebens zu machen. Der Flrfolg der ersten Deutschen Makkabi-Tennismeisterschalten *olle der Ansporn für eine großzügig« Werbearbeit im Winter sein. — Ergebnisse: Herrenmeisterschaft: Plaut (Berlin) gegen Lieber (Berlin) 0:1, 8 10, 6:4. Doppelmeisterschaft: Lieber- Plaut gegen Elsncr-Fleischer (Berlin) 0:3, 6:1, 6:2. Damenmeisterschaft: F'rl. Eidinger (Berlin) gegen Frl. Bernstein (Berlin) 6:0, 6 r 0. Herreneinzel mit Vorgabe: Günther Plaut (—30) gegen Nesselrath (O) 6:2, 8:6. Bar Kochba Hazair, Breslau. Am letzten Sonntag veranstaltete der hiesige Hazair in der Aula der Jüdischen Schule eine I’cgijath- Rosch-Haschanah. Der Bund, der in seiner jetzigen Konstitution erst kurze Zeit besteht, konnte bei dieser Feier »eine 120 Chawerim, die in 11 Kwuzoth arbeiten, vereinigen. Bar Kochba—Hakoah Berlin. Fußball: Am Sonntag, dem 1. Oktober 1933, findet auf dem Sportplatz am Bahnhof Grunewald ein Fußball-Blitzturnier der I. Mannschaften der Vereine Bar Kochba- Hakoah, Verein ehemaliger Schüler und Berliner Sportgemeinschaft 33 statt. Die Spiele finden in Hin- und Rückspielen statt, in welchen die Mannschaften gegeneinander in halbstündigen Spielen anzutreten haben. Dar Turnier verspricht sehr interessant zu werden, da die Vereine mit ihren stärksten Mannschaften antreten. Beginn des Turniers 2, Uhr. In einem Fußballkitibkampf zwischen der Fußhailabteilung des Bar Kochba-Hakoah und der Berliner Sportgemeinschaft 1933 standen sich am 17. September je 7 Mannschaften der beteiligten Vereine gegenüber. Sämtliche Mannschaften des Bar Kochba-Hakoah konnten ihre Spiele mit mehr oder weniger Ueberlegenheit gewinnen, wie folgende Resultate zeigen: 1. Senioren B. K.-Hakoah—B. S. G. 33 5:3; 2. Senioren B. K.-Hakoah—It. S. G. 33 3:0; 3. Senioren B. K.- Hakoah—B, S. G. 33 6:1; Alte Herren B. K.-liakoah—B. S. G. 33 7:3; I. Jugend B. K.•Hakoah —B. S. G. 33 4:3; I. Schüler B.K.. Ilnkoah—B. S. G. 33 5:0; II. Schüler B. K.-Ifahoah—B. S. G. 33 4:0. — Im Spiel der I. Mannschaften zeigte B. K. If. von Anfang an, trotzdem er mit 4 Ersatzleuten angetreten war, eine ständige Ueberlegenheit, bis Kleinmann verletzt atisscheiden mußte. Mit 2 : 0 wurde gewechselt und konnte Rand, der für Kieinmann einsprang, auf 3:0 erhöhen. Die B. S. G. holte nun ein Tor auf, aber Sattler erhöhte auf 4 :1. Durch verwandelten Elfmeter und ein weiteres Tor stellte die B. S. G. das Resultat auf 4 : 3, aber Neumann konnte durch ein fünftes Tor den Sieg sicherstellen. Das Debüt als jüngster Makkabi-Vcrein gab der Verein ehern. Schüler am Sonntag, dem 24. September 1033, in einem Klubkampf mit 4 Mannschaften gegen die Berliner Sport-Gemeinscluift 33. Nachstehende Resultate legen Zeugnis für einen vollen Erfolg des V. e. S. ab. V. e. S. alte Herren gegen B, S. G. alte Her■ ren 3:2; V.e. S. 3. Sen. gegen B. S. G. 3. Sen, 1:1; V. e. S. 2. Sen. gegen B. S. G. 2. Sen. 5 :2. Um 4 Uhr stieg da» Hauptspiel der beiden 1. Mannschaften, Nachdem der Sportsgruß verklungen war, stellte sich der V. e. S. dem Schiedsrichter mit folgender Mannschaft: Cohn, Schulmann, Kieinmann, E. Wind. Sirigermanri, Götzel, Silber• stein, Seiden, Korn, Haber, H. Wind. Der V. e. S. mußte das Spiel mit 10 Mann beginnen, da Simon nicht erschienen war, wofür Götze! ״ach 20 Minuten Spielzeit einsprang. Da führte B. S.G. bereits durch einen Strafstoß, der vom Pfosten ins Tor prallte, mit 1 :0. Trotz mehreren Torchancen konnten die ehern. Schüler an diesem Resultat bis zu Halbzeit nichts ändern. Es gelang sogar B. S. G. durch einen Nachschuß den Vorsprong auf 2:0 zu erhöhen. Nun verlegte sich die Mannschaft des V. e. S. aufs Kämpfen; der famos spielende Haber konnte durch Umspielen der gegnerischen Verteidigung das nüaHIWEEI EN/ ESUCHE oauerpe&sian?™*nuh7^. T1< r;:dm>nu.Zao. K-tuh«', Z»־mrai-I l?p.,il.Wa5Sf*1,'lW. i. )?nf ZimmcT, pvtl. m eig. Mobpln, v. 110-150 Mk. Ehop. 220-2S0 ML B<־׳«!<• RHeren?•!!. Steinthal, B3rlin־Ch1rlottsnbürg, Bismarcks*?. 102. TMMon: Cl Steinplatx 12 71 Pension Rosen bäum Gut möblierte Minimer. Biiiijsie Pfp’so, Tel: J1 Biimarek 5934. In guter Indischer Familie f'tdto Daueruieter(ia) «vtl* auch Erboluagaeackaade in beeter freier Lage angenehmes Heim mit vouüd. Verpflegung, Zentralheizung, Bad, Teleloc. Frei• 100,— bi! 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