Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 77 (26.9.1933)
- Date
- 1933-09-26
- Page
- Seite 584 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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.fesgaj-:' Seite 582 jüdische Rundschau Nr. 77. 26 IX 1933 i*| /! ך j: I Opfergeist hatte er den Acker für die zionistische Saat be- . reitet. _ Die Bedeutung, die heute die Danzigcr Zionistische | Organisation für die Danzigcr Juden und darüber hinaus hat, ist in hohem Maße der Erfolg seiner Tatkraft und seiner Führerbegabung. — Ein Jahrzehnt hat Ravv Jakob Saga 10witsch als religiöser Führer der Danzigcr orthodoxen Oe• meinde gewirkt. Er bewies in Wort und Tat seine glühende Liebe für Zion und Zionismus. Erfüllt von tiefer Religiosität, Meister des Wortes, ist er allen Widerständen trotzend unbeirrt den Weg gegangen, den seine zionistische Ueberzetigung ihm wies. Er hat nunmehr Danzig verlassen, um einem ehrenvollen Ruf als Rabbiner der orthodoxen Gemeinde in Brüssel zu folgen. Essen-Steclc. Am 16. September waren 50 Jahre verpangen, da fl die Synagoge zu Steele ihrer Bestimmung übergeben wurde. Aus diesem Anlaß wurde am Sonntag, dem 17. 9״ in der Synagoge eine Feier veranstaltet. Nach einleitendem Gesang und Gebet trug Kantor Mendel (Bochum) ernste Melodien aus Kirschners Festgesängen vor. Die Festpredigt hielt Prediger Katzenstein (Steele). Chorgesänge und Gehet schlossen die Weihestiinde. Koblenz. Der R.J.F. veranstaltete am 18. 0. einen Vortragsabend des Herrn Lehrer Stiebei (Andernach) über ,,Eindrücke einer Palästinareisc 1033“. Der Vorstand des R.J.F. halte sich zur Wald dieses Vortrags entschlossen, weil er der Auffassung war, daß der Aufbau Palästinas heute keine Parteiamzelegeiiiieit mehr ist, vielmehr jeden Juden, gleich welcher Richtung, angeht. Daß diese Auffassung honte in weiten Kreisen des deutschen Judentums geteilt wird, bewies die außerordentlich große Tcilnehincr/alil von 230 Personen, die .null nur annähernd bei keiner jiidischen Veranstaltung der letzten Jahre in Koblenz zu verzeielmen war. Dem Redner gelang es, den Zuhörern ein anschauliches Bild vom mito'nbiickiiehcn Stand des Palästina- »ufbamverks zu vermitteln. Der Vortrag fand starken Beifall und wird in nächster Zeit in einigen ländlichen Nachbargemeinden wiederholt. Oberhäusern Am 16. 0. fand in der hiesigen Svnagogc ein Fesfgottesdinist statt /u Ehren des Seelsorgers der Gemeinde lind 1. eil rer s der hiesigen jüdischen Volksschule, Herrn Siegfried Jäckel, anläßlich seines 25jährigen Jubiläums. Herr Rabbiner Dr. N e 11 m a r k (Duisburg) hielt die Festpredigt. Er be/eic linele den Jubilar;1is einen Pionier der jiidisenen Sehule im Westen. Hierauf sprach Herr Jäckel Worte des Danke-׳. In dem darauffolgenden Empfang sprachen die Vertreter des Gemeindevorst arides, der Repräsentanten, der Zionistischen Ortsgruppe und des Agudas .Achim. — Die K K L - R o s c 11 llasclunrdi - A k t i o n, tiie gut organisiert war, hat ein günstiges Resultat erbracht. Die diesjährige Aktion (die übrigens noch nicht angeschlossen ist) hat bis jetzt das Dreifache der vorjährigen eingebracht und somit die Hälfte des Jahres-Kontingcnts überschritten. — ln der Zionistischen Ortsgruppe sprach am 18. 0. Herr Dr. Asch über Achad Haam. Die Veranstaltung war gut besucht, und es entwickelte sich eine rege Diskussion. Palästina ~ Hinweise Mitteilung des Palästina-Amtes. Das Palästina-Amt weist darauf hin, daß alle diejenigen Palästina-Interessenten, die eine über £ 1000 hinausgehende Vermögensausfuhrgenelimigung erhalten hahen, sich zwecks Kapitaltransfers im Rahmen des Runderlasses d« Herrn Reichswirtschaftsministers vom 28. August 1933 (abgedruckt in der ״Jüdischen Rundschau“ Nr. 71) an die ״Palästina-Treuliandstelle zur Beratung deutscher Juden O.m.b.H.“, Berlin SW68, Friedrichstr. 218, wenden mögen. Dagegen ist es vollkommen zwecklos, diese Steile für allgemeine Palästina-Beratungen in Anspruch zu nehmen und sich iiber die Wege dort unterrichten zu wollen, die zur Freigabe von Kapital für Palästina führen. Hierüber unterrichten nach wie vor lediglich die Abteilungen des Palästina-Amtes der Jewish Agency for I'alestine, Berlin W 15, Mcinckestr. 10. Direkter Dampfer Hamburg-Haifa. Die Atlantic Express G. m. h. H. teilt mit: Der Ucberseedampfer Espafia der Hamburg-Südarnerikanischen Dampfschiffahrts-Gesel!schaft macht am 18. Oktober eine direkte Sonderfahrt Hamburg-Haifa. Der Dampfer führt ausschließliche rituelle Verpflegung untCT Aufsicht des Hamburger Oberrabbinats. Bei mäßigen Passagepreisen erhält jeder Reisende 100 kg Freigepäck. Außerdem bietet sich vorzügliche Gelegenheit zur Beförderung von Um/ugsgut. Der Dampfer verkehrt sonst im regelmäßigen Passagierverkehr nach Südamerika. Da nur eine begrenzte Zahl von Passagieren zur Beförderung gelangen kann, wird die Anmeldung bis zum 5. Oktober bei der Atlantic Express O.m.b.H., Berlin N 24, Friedrichstr. 100, sowie bei den übrigen Agenturen erbeten, die in dem in dieser Ausgabe er• scheinenden Inserat genannt sind. U.O.B.B. Haifa. Mitglieder des U.O.B.B., die nach Haifa kommen, werden gebeten, sich in der Bank af Landlords (Merkas) bei Br. Schichmann (nachm. 3—5) oder bei Br. Dr. Schachtel (vorm. 9—11) zu melden, wo ihnen auch gerne Auskünfte erteilt werden. Regelmäßige Zusammenkünfte jeden Donnerstag Abend von 8ז׳י Uhr ab im Cafe Companicz, Her/l-Slraße (Separates Zimmer). Für Inserenten aus Palästina. Wir geben bekannt, daß die Buchhandlung Leo Blumstcin, Tel-Awiw Nachlath- Benjamin Street 48, Inserate für die ״jüdische Rundschau“ aufnimmt. Nächste Abfahrten nach Palästina Mitgeteiit vom Palestine 8: Orient Lloyd, Berlin. Adria (Extrafahrt) 3. 10. ab Triest lialia 4. 10. ab Triest Ccphee 7. 10. ah Marseille Martha Washington 11. 10. ah Triest Compicgne (Extrafaiirt) 11. 10. ab Marseille Providcncc 13. 10. ab Marseiile Italia 18. 10. ab Triest Espafia 18. 10. ab Hamburg Adria (Extrafahrt) 19. 10. ab Triest Sphinx 20. 10. ab Marseille Martha Washington 25. 10. ab Triest Theophile Gautier 26. 10. ab Marseille Maricttc Pacha 27. 10. ab Marseille Vulcania (21 000 tons) 3. 11. ab Neapel Weitere Auskünfte erteilt der Palestine ft Orient L.lovd, Berlin N 24, Friedrichstr, 121, Tel. Norden Dl 215556׳ (ab 1. Oktober: Friedrichstr. 100, Tel. Merkur Afi 2915). Aus der hebräischen Arbeit Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Or. Hamburger Str. 27 und Klopstockstr. 58. Die Hebräische Lehranstalt bietet Erwachsenen und Schülern Gelegenheit zu einer gründlichen Ausbildung im Hebräischen. In einer Anzahl von aufsteigenden Klassen wird Hebräisch von der Einführung in die Sprache bis zu ihrer vollständigen Beherrschung gelehrt. Es wird ebenso Wert gelegt auf die praktische Erlernung von Wort und Schrift als auch auf die Kenntnis des hebräischen Schrifttums der Vergangenheit und Gegenwart. Der Unterricht findet für Schüler am Nachmittag, für Erwachsene am Nachmittag und an den Abenden statt, und zwar in jeder Klasse zweimal wöchentlich zweistiindig. Das Schulgeld beträgt monatlich 1 M. Minderbemittelten kann das Schulgeld ermäßigt oder erlassen werden. Die nächsten Anfängerklassen werden nach Beginn des Wintersemesters 1m Oktober eröffnet. Genaueres darüber wird baldmöglichst an dieser Stelle bekanntgegeben werden. Fortgeschrittene können jederzeit in den bestehenden Klassen Aufnahme finden. Sprechzeit des Leiters der Hebräischen Lehranstalt Herrn N. Berggrün während der Schulzeit in der Schule Or. Hamburger Str. 27: Montag und Mittwoch 17*1—18'/’ חי der Schule Klopstockstr. 58: Dienstag und Donnerstag 17«/!—18»'* Uhr. Zuschriften sind an die Adresse des Leiters der Hebräischen Lehranstalt, Grunewald, Trabener Str. 2, zu richten. Die hebräische Sichah am nächsten Sonnabend-Ausgang fällt wegen des Feiertages aus. Ort und Thema der darauf toigenderi Sichah am 7'. Oktober, 8.30 Uhr (Chol hamoed Sukkoth), wird an dieser Stelle noch bekanntgegeben. — Die hebräischen Sichoth, die bereits zu einer ständigen Einrichtung geworden sind, finden auch in Zukunft jede Woche zu Sabbatausgang statt, und zwar ist beabsichtigt, sic alternierend einmal im Westen und einmal im Osten Berlins abzuhalten. Der Wa'ad, i. A.: Dr Hans J. Salomon. Wirtschafts ״ Notizen Die Volksbank Iwrla e.G. m. b. H. teilt mit: Am 13. September erfolgte in Leipzig die Gründung der Volksbank Iwria e. O.m.b.H. Leipzig. Die Gründungsversammlung, die sehr gut besucht war, hat die sofortige Aufnahme des Geschäftsbetriebes beschlossen und einen Aufsichtsrat und Vorstand gewählt. Dem Aufsichtsrat gehören an: Hans Baum i. Fa. L. Hirsch, N, Frankel in Fa. Rabinowicz. fk Co., Willy Hofstein in Fa. S. Hodes, Siegfried Jacob, Erich Kaufmann in Fa. Kaufmann jun., Berthold Levy in Fa. R. Frank, Georg Kareski, Berlin, Aron Magat, Simon Margulies, R.-A. Dr. L. Lehrfreund, R.-A. und Notar Dr. Paul Zander. Aut der Griindungsvcrsammlung sprachen als Vertreter der Volksbank Iwria e. O.m.b.H., Berlin, Herr Dr. B. Silbert und der Volksbank Iwria e. O.m.b.H., Chemnitz, Herr Weißkopf. In der konstituierenden Aufsichtsratssitzung am 18. September 1933 sind einstimmig die Herren Direktor Siegfried Jacob zum Aufsichtsratsvorsitzenden, Direktor Georg Kareski zum 1. stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden und R.-A. und Notar Dr. Paul Zander ztim 2. Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt worden. Der Vorstand ist zusammengesetzt aus Herrn Dr. jur. Heinrich Fleiß und einem noch zu bestimmenden versierten Bankfachmann, der seine Tätigkeit erst Mitte Oktober aufnehmen wird. Die Bank wird ihre Schalter spätestens am 15. Oktober 1933 eröffnen. — Die Volksbank hvria e. O, m. b. H., Berlin, Dircksen- Straße 26 27, hat ihrer neu eingerichteten Passage-Abteilung jetzt auch eine Speditions-Abteilung angegliedert. Das Arbeitsgebiet umfaßt die Vermittlung von Umzügen und Transporten jeglicher Art nach allen Ländern unter besonderer Pflege der Umzüge nach Palästina. Die Beratung und Bereit- Stellung einwandfreier und preiswürdiger Angebote erfolgt durch sachverständige Mitarbeiter ohne Berechnung einer Gebühr. Durch diese Einrichtung ist eine wichtige Stelle geschaffen worden, deren Wirksamkeit eine wesentliche Vereinfachung der zeitraubenden und kostspieligen Vorbercitungen und Ermittelungen für jeden Domizilwechsel bedeutet. Vom Stellen-Marki Der Verband jüdischer Ingenieure und Chemiker, Berlin SW 19, Lindenstr. 48 50, teilt mit, daß er eine Vakanz für einen Fachmann für Verarbeitung von Bleicherden vermitteln kann. Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachweise, Berlin C 2, Rosenstr. 2/4. Wir haben eine perfekte Strumpfrepassiererin vorgemerkf, die Privataufträge übernimmt Ferner suchen wir für eine Dame, die eine Pension zu eröffnen beabsichtigt, eine Partnerin mit etwas Kapital. Gesucht werden: eine Schneidermeisterin mit Befugnis zur Lehrlingsausbildung, perfekte Putzzuarbeiterinnen für eleganten Genre, perfekte Pelznäherinnen, eine Schäftevorrichterin. Wir suchen handwerkliche Lehrstellen jeder Art, insbesondere im Bau- und Metallgewerbe. Bei besonders guten Lehrstellen können evtl, kleine Zu- Schüsse gezahlt werden. Ferner suchen wir für die Ausbildung unserer Jugendlichen in handwerklichen Berufen Paten, die diesen jungen Menschen die handwerkliche Ausbildung durch Zahlung von Lehrbeihilfen ermöglichen. Dp. s. jacBöowitz, Daüimannstrasse 11 Bsr ■ empfiehlt seine Drogerie zur H Deckung Ihres gesamte« Bedarfs Si ChemUthe B « t a tu n g und Begutachtung kostenlos. Mod. Renlenhaus Selbtl-Käuler hi* 4 Zimmer- Wohnunsjen mit Bad vrm hi» 40Ö00 Mk. Bsrauizah!ung t t t tt c 11 t ״ Nur direkte higeים iimet-OHersen unter F 737 «n die Jüdische Rundschau, Her kn W 15, Meintkcatr. 10 Einfamilienhaus große Zirnmtr mit c». 1000 qm Gerten (Nahe Lete rgrundb ) Verfügbares Barkapital 10—12000 RM. Vermittler verbeten. Ausführlich« Angeh, unt. F 711 an die Jüdische Rundschau, Berlin W 15, Meioekettrsße 10. SPANIEN Schloßgtat mit großer Landwirt-! schaft, Wald• u. Obstbestand, t•jenen Wasterquellen in herrlicher klimatisch. 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