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Jüdische Rundschau · 1933-09-20 · Heft 75-76 (20.9.1933) · p. Seite 573

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 75-76 (20.9.1933)
Date
1933-09-20
Page
Seite 573 (sequence 29)
Language
German
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1933 Nr. 75/76, 20. IX. 1933 jüdische Rundschau Seite 571 h sichtraus za fSchluß- T V? 1 diesen ändliche, sind die i Brand Künstlers!teilt hat. Illlll!llll(llillll|j| gewandte einzige« esonders :hwierig- •scheinen n Interten jüdimannten P. 0. Heraus- Mitgliecnsischen aluz die lebräisch ide Ausstellen, :iteti mit Klarheit jr selten ׳, hat es!nden, in :eilt fiel- , einiges der mo- Ile Titel typische Großteil!escnichte chte von Halevi), Arbeiter- , Kaztlel- Nichtiges sind unschiedene :n kann; net. Den Jugend, :ziel! aus die Pa- )hne daß achlässigt ger Notist et dies :rson. Sefatlienu :bräisches :hrer der u Berlin, :schlagen, autregeln jnet. Auf 1 schnell, llung des hne Voren Trancn, jeder ntnis der!eiten des htspunlrte Ibst- und Aus der indischen Sportwelt Makkabi und R. J. F. Offener Brief an Herrn Walter Beck Sportdezernenten des Rcichsbundes jüdischer Frontsoldaten. Sehr geehrter Herr Beck! Ihr Aufsatz ״Klarheit“ in der letzten Nummer des ״Schild“ hat wohl in allen Kreisen der jüdischen Sportler in Deutschland beruhigend gewirkt. Schien es doch nach den Ereignissen der letzten Wochen und Monate so zu sein, daß der R. J. F. die Gründung von Sportsgruppen dazu benutzen wolle, um einen energischen Kampf gegen die Vereine des Deutsehen Makkabikreises aufzunehmen. Anders wären Ereignisse wie die, die sich in verschiedenen deutschen Städten abgcspielt haben, nicht zu erklären. So haben zahlreiche Ihrer Gruppen in den verschiedensten Städten den Brief vom Sekretariat des Reichssportführers an die Bundesleitung des R. J. F., in dem zum Ausdruck gebracht wurde, daß gegen eine vorläufige Tätigkeit der Sportgruppen des R. J. F. nichts einzuwenden sei in der jüdischen Oeffentlichkeit, in Ver- Sammlungen, Zirkularen, jüdischen Zeitungen dahin ausgelegt, als ob n u r dem R. J. F. die Erlaubnis Sport zu treiben von der Behörde gegeben sei. Jeder Sportler im Reich wußte, daß die Makkabivereine mit Wissen und Billigung der Behörden und des Reichssportführers fast überall ihren Sportbetrieb weiterführten. Es wird Ihnen auch nicht unbekannt sein, daß diese Irreführung der jüdischen Oeffentlichkeit uns in unserem Verhältnis zu den jüdischen Gemeinden und Institutionen sehr geschadet hat. Nachdem der Reichssportfiihrer den vorerwähnten Brief an Sie nunmehr zurückgezogen hat, werden Sie selbst einschen, daß Bescheidenheit und Zurückhaltung in dieser Sache am Platz gewesen wäre. Wie ist es zu entschuldigen, daß in einer wichtigen Stadt Deutschlands eine kleine Sportgruppe des R. J. F. auf dem Sportplatz des Bar Kochba sitzt, den dieser selbst nicht benutzen darf, obwohl er ihn mit unendlicher Mühe, in jahrelanger Arbeit und mit ungeheuren Kosten erbaut hat? Halten Sie es für richtig, daß in einer anderen großen Stadt Deutschlands der R. J. F7 mit vieler Mühe erreicht hat, daß die dortige jüdische Schule ihren Schülern Jede Mitarbeit im Bar Kochba verboten hat? Oder wie beurteilen Sie die Erklärungen eines Ihrer Vertrauensleute, daß man nicht in den Bar Kochba gehen soll, weil dieser nur aus ausländischen Juden bestehe? Ich könnte Ihnen, sehr geehrter Herr Beck, eine lange Liste von Fällen aus dem gesamten Deutschen Reich aufstellen, um Ihnen zu zeigen, daß nicht den deutschen Makkabikreis die Schuld trifft, wenn die Beziehungen zu den Sportgruppen des R. J. F.zu wünschen übrig lassen. Ich bin aber gern bereit, unter die Vergangenheit einen Strich zu ziehen, wenn sich die Möglichkeit ergibt, daß wir in Zukunft einen Weg zur Zusammenarbeit finden. Auch wir würden gern zu einem gemeinsamen Sportgeist kommen. Hierbei sehe ich allerdings noch erhebliche Schwierigkeiten, In Ihrem Aufsatz schreiben Sie mit Recht: ״ftn Sport gilt nicht die Herkunft, sondern nur die Leistung!“ Wie ist es dann mit diesem Standpunkt zu vereinigen, daß der R, J. F. Juden, die in Deutschland leben, aber im Besitz eines ausländischen Passes sind, den Eintritt in seine Sportgruppen verweigert, auch wenn sie in Deutschland geboren sind und angesehene Mitglieder der jüdischen Gemeinde sind? Warum entscheidet liier die Herkunft und nicht die Leistung? Mit welchem!Recht entscheidet hier der R. J. F. anders als die jüdischem Gemeinden? Sie wissen ferner, daß nach großen Schwierigkeifen eine Einigung der jüdischen Jugend im Rdchsausschuß der jüdischen Jugendverbände erfolgt ist, von der sich der R. J.r. mit seinen Sportgmppen und — Herr Naumann mit seinem Häuflein Anhängern ausgeschlossen haben. Und damit komme ich zum schwierigsten Punkt unserer Beziehungen. Unbestritten ist — und ich will mich nur auf ganz niiehterne Tatsachen beschränken — daß Sie zusammen mit Naumann im Amt des Reichsjugendführers erschienen sind, um dort in die Verhandlungen des Reichsausschusses der jüdisehen Jugendverbände einzugreifen. Ich weiß nicht, ob Ihnen die Empörung bekannt ist, die in den Kreisen der jüdischen Jugend Deutschlands über diese Bundesgenossenschaft herrscht? Man muß also zunächst abwaiten, welche Konsequenzen Ihre Organisation hieraus ziehen wird ttnd in welcher Linie sich Ihre Arbeit nach außen und innerjfldisch in den nächsten Wochen entwickeln wird. Die jüdische Oeffentlichkeit Deutschlands wird kritisch die Entwicklung einer Organisation verfolgen, die gegründet wurde zur kameradschaftlichen Vereinigung der jüdischen Frontkämpfer und heute versucht, in allen Bezirken des jüdischen Lebens einen Platz cinzunehmen, der zumindestens im jüdischen Sportleben noch ein sehr bescheidener sein muß. ich bin mit jüdischem Sportgruß Ihr sehr ergebener Hans Friedenthal (Deutscher Makkabikreis.) Der Verlaut des Prager Makkabi •Kongresses London, 14. September. (]. T. A.) Ueber den Verlauf des Prager Makkabi-Kongresses gibt das Londoner Makkabi- Büro ein Communiqud aus, in dem mitgeteilt wird, daß an der Tagung 97 Delegierte aus 18 Ländern teilnahmen. Vertreten waren die Kreise Belgien, Bulgarien, Dänemark, Danzig, England, Finnland, Frankreich, Holland, Jugoslawien, Lettland, Litauen, Oesterreich, Palästina, Polen, Rumänien, Tschechoslowakei und Ungarn. Nach dem von Kurt Jacobowitz erstatteten Arbeitsbericht für die Zeit von 1929 bis 1933 Umriß Dr. Leie wer in einem mehrstündigen Referat die gegenwärtige Situation und die Aufgaben des Makkabi. Im ersten Teil befaßte er sich mit der Entwicklung der letzten vier Jahre von Mährisch-Ostrau bis Prag, im zweiten Teil behandelte er die Fragen ״Judentum und Sport“, ״Palästina und Sport“, ״Zionismus und Makkabi“ und ,,Palästina und Makkabi“, im dritten Teil schilderte er die kürfftigen Aufgaben, die Einrichtung einer instruktoren-Sctiule, die Durchführung der zweiten Makkabiah, die Beteiligung an der Frauen-Qlympiade in London und an den westasiatischen Spielen i!1 Nju Delhi. Die Vorsitzende des Eraucnkomitces, Lady Erleigh, referierte über die Vorbereitungen der paiästinensischen Beteiligung an der Londoner Frauen-Olympiade. Nach zweitägigen Beratungen wurde beschlossen, in Pa- Iästina ein Amt einzurichten, das für die Unterbringung der nach Erez-Israel kommenden Makkabim zu sorgen hat. Ferner wurde beschlossen, die ״Lelewer-Instruktoren-Schiile“ zu gründen und die zweite Makkabiah 1m Jahre 1935 in Erez-Israel abzuhalten. Es wurde schließlich eine neue Verfassung angenomin en, derzufolge dem Präsidenten der Exekutive, Dr. Leiewer,' die gesamte Exekutiv- und Legislative-Oewalt übertragen wurde. Dr. Leiewer wurde bevollmächtigt, sich Personen seines Vertrauens als ihm verantwortliche Exekutivmitglieder beizuordnen. Nächste Abfahrten nach Palästina Mitgeteilt vom Palcstine 8t Orient Lloyd, Berlin. Patria Carnaro (Extrafahrt) Cephce Martha Washington CompRgne (Extrafahrt) Provldence Italia Carnaro (Extrafahrt) Sphinx Martha Washington Theophile Gauticr Mariette Pacha Vulcanla (24000 tons) Weitere Auskünfte erteilt Berlin 24 א, Friedrichstr. 121, 28. 9. ab Marseille 3. 10. ab Triest 7. 10. ab Marseille 11. 10. ab Triest 11. 10. ab Marseille 13. 10. ab Marseille 18. 10. ab Triest 19. 10. ab Triest 20. 10. ab Marseille 25. 10. ab Triest 26. 10. ab Marseille 27. 10. ab Marseille 3. 11. ab Neapel der Palestine 8t Orient Lloyd, Tel. Norden Dl 2455/56. Vermischtes Mitteilung des Palästina-Amtes. Es wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß die Sprechstunden des Palästina- Amtes für Fragen allgemeiner Art von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 12 Uhr stattfinden. Es wird dringend gebeten, diese Stunden cinzuhalten. Audi auswärtige Besucher können nachmittags nicht abgefertigt werden. Wir bitten, auf die Ueberlastung unseres Büros Rücksicht zu nehmen. Das Palästina-Amt, Berlin W 15, Mcinekestr. 10, weist darauf hin, daß allen Anfragen, auch an die einzelnen Abteilungen des Palästina-Amtes, Rückporto beigefüd werden muß. Bei Anfragen, die ausführliche Antwort verlangen, muß 1 RM. in Briefmarken beigeiegt werden. Wir bitten alie Interessenten, unbedingt hierauf zu achten, da die Spesen des Palästina-Amtes sonst ins Ungemcssenc wachsen. Jüdisches Schuhverk Siegmundshof (Adass Jisroel). Anmeklungen sowohl fiir die Grund- und Volksschule (t׳,it Sprachkursen) als auch die je 9 Klassen des Real g y m - nasiums (mit Französisch als Hauptsprache) und des Oberlyzeums werden täglich von 10 — 1 Uhr im Schulgebäude, Siegtnundshof 11, entgegengciiommcn. Mitteilungen des K. J. V. P a 1 ii s t i 11 a r e i s e. Fiir die am 3. November mit D. Vulkania geplante Reise kommt in Kürze ein neuer Prospekt heraus. Die Reise ist wieder ab Neapel geplant mit anschließender Gesellschaftsreise im Lande zuzüglich einem Aufenthalt von einigen Tagen im l ande, der zur freien Verfügung des Reisender! bleibt. Geschlossene Abfahrt von Berlin und ab Haifa ist die Voraussetzung für den Preis von 630 RM. Es Ist aber auch möglich, die reine Schiffsreise zu buchen. Da nur eine beschränkte Anzahl von Personen gebucht werden kann, bitten wir, jetzt schon die Anmeldung vorzunehinen. Wir bemerken noch, daß es sich bei der Vulkania uin das Schiff handelt, mit dem schon seinerzeit die erste K. J. V.-Reise in diesem Jahr stattfand. Die Preise fiir die reine Schiffsreise sowie alle sonstigen näheren Einzelheiten sind im Büro des K. J. V., Bleibtreu- Straße 50 in Berlin-Charlottenburg 2, zu erfahren. Aus Kunst und Wissscnsdhaft Freie Jüdische Volkshochschule. Als Auftakt zu einem nach allen Anzeichen reichhaltig bewegten Winterprogramm, ging jüngst im großen Logensaal an der Kleiststraße der Er- Öffnungsabend der unter dem Patronat der Jiidiscnen Gemeinde wirkenden Freien Jüdischen Volkshocbs cli 111 e vor sich. Der Saal war derart überfüllt, daß hunderte Einlaßbegehreude wieder umkehren mußten und eine Wiederholung erfolgen soll; ein vielsagendes Symptom für die erfreulich rege Anteilnahme der Berliner Juden- Zu riet, Feinerta?eB Erholung im Kurhaus KonradshOhe bei Tegel Nußhaherstr. 47. Aller Komfort, eigener Park. Bootssteg, Bade* strand, rituelle, auch Dilt-Köche. Telefon: Tegel 397 Shrt$eal>ahn 3* Verbringen Sie die KltTfeitfelertag• in WIESBADEN^ Das Kurhotel Kronprinz bietet Ihnen io jeder Weise R uise und Erholung bei eretkUe.ijer Verpfl<*,unjr. Jede Diät — Thermalbäder — Ermäßigte Fwtte Teiafan 27ea». ins. ü. Runder «Bers. 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Einzige in Ostdeutschland Gründung der Breslauer Ortsgruppe des jüdischen Frauenbundes Beginn de« Hevea Sdtalfahres Oktober 1933 JpB Ausbildung für die eigen« Hfiuslldikeit H Berafsaaibildtxng: Der einjährige Schulbesuch bietet folgeode Ausbi!dungsmoglid1k«ite□: a) VoikMdl&ierinneB können erlernen den Beruf d#r Hausgehilfin, HauahaHspflegcrin, Wirtschafterin. b) Sdaüleii&xien mlHlerer Reife and Übersektmda« reife den der Kindergärtnerin, Hortnerin, SoziaJbeamtin, Diätassistentin. «) AbUarien Hauen dem der Gewerbelchrerin. Hnlbfibrl. Karte für Palltbna Halbf&hrl. Korse für Bemhraxnge«dbfchlele Schneiderand ZaKhneldrfcarac Anmeldung umgebend an das Büro der Schute, Klrschntle« 36« Schönstes Knabe&heim Paris Monail. 150 RM einschl. häuaiiehe Nachhilfe. Unmittelbar« Nähe besteck Gymnasiums (kosten l«tk. Gesunde Lage in Gärten. OK tat. F 632 m db JSd. Raadsdbiu, BerÜmWl5* Meiaekettr« 10

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