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Jüdische Rundschau · 1933-09-20 · Heft 75-76 (20.9.1933) · p. Seite 555

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 75-76 (20.9.1933)
Date
1933-09-20
Page
Seite 555 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 75/76, 20• IX. 1933 jüdische Rundschau Seite 553 Palast ina -Wirtschaft Zur Wirtschaftslage Palästinas mitgeteiit von der Palästin a-Wirtschaf tssteile, Berlin W 15, Meinekestr. 10. I. Landwirtschaft Citrusfrucht handel: Die Preise für Orangen sind unverändert; die Früchte werden noch Immer am Baume mit 4> 1•—5 sh pro Kiste verkauft. Hierbei handelt es sich um kleine Frucht. Noch nie war die Spanne zwischen der großen und kleinen Frucht so bemerkbar wie dieses Jahr. Im vorigen, Jahr haben manche kontinentale Märkte in Europa die große Frucht bevorzugt. Dieses Jahr fordern auch diese Märkte die kleine Frucht; der deutsche, holländische und skandinavische Markt will in größerem Ausmaße mit kleinerer Frucht, d. h. solcher, die von alten Plantagen stammt, versorgt werden. Dadurch wird die Lage der jungen Orangen-Plantagen erschwert, da die grolle Frucht zu einein Preise von 3 sh pro Kiste verkauft wird. Die Aussichten auf dem kanndischen Markt haben sich etwas verschlechtert, da durch den Dollar-Fall die Produktionskosten der kalifornischen Plantagen herabgesetzt wurden. Allerdings wird dieser Vorteil der kalifornischen Citrusfrüchte durch die Befreiung der paiäsiinensisehen Frucht vom Zoll in Canada aufgewogen, ln der vorigen Saison haben die palästinensischen Exporteure nach Canada trotz der Zollsätze, die noch in Kraft waren, gut abgeschnitten. Die Transportkosten von Kalifornien nach Ost- Canada sind dieselben wie von Palästina, da der Seeweg keineswegs kürzer ist und der Landweg die Transporte sehr verteuert. Als Hauptmarkt für die Citrusfrüchte kommt jedoch nicht West-Canada, sondern Ost-Canada in Betracht. Die Transporte nach Canada werden durch die Zentrale aller jüdischen Citnisfrucht-Exporteure, die Citrus-Exchange, organisiert. Es wird nur eine einzige Marke, die ,.Citrcx‘* auf den Weg gebracht und der Transport sowie die Verpackung werden mit besonderer Sorgfalt vorbereitet, da die Konkurrenz gegen die ausgezeichnete kalifornische Standard-Marke nicht leicht ist. Man hofft aut die F.rweiterung der Aufnahmefähigkeit des englischen Marktes. Die palästinensische Frucht wurde bisher hauptsächlich in Nord-England abgesetzt. Erst in den letzten zwei Saisons bat man den Absatz in Süd- England erweitert. Trotzdem nimmt noch heute London nur die Hälfte der Quantität auf, die von Glasgow konsumiert wird. Die palästinensische Frucht hatte jedoch auf dem Londoner Markt einen sehr großen Erfolg und es wird die Hoffnung gehegt, daß dieses Jahr der südenglische Markt für den palästinensischen Export sehr aufnahmefähig sein wird, so daß sich der Prozeß der Verdrängung der spanischen Orange durch die palästinensische weiter fortsetzen wird. Die Orangenernte wurde durch die Hitze geschädigt; man schätzt, daß sie nur 414—5 Millionen Kisten betragen wird, während die frühere Schätzung 56—2/י Millionen betrug. Einige Millionen Kisten wurden von dieser Ernte bereits verkauft. Die spanischen Orangen haben in Europa ihren guten Rut verloren, erstens infolge der schlechten Organisation des Transportes und zweitens infolge der Verschlechterung der Qualität. Die Früchte sollen eine zu dicke Schale und zu wenig Saft haben, sollen auch schlecht verpackt sein. Die Verschlechterung der Qualität wird auf eine zu häufige Benutzung des chemischen Düngers zurückgeführt, doch ist es noch nicht klar, ob diese Erklärung ganz zutrifft. Weiterhin wird die Ausfuhr der spanischen Orangen durch die Schwierigkeiten des Transportes mit der Eisenbahn er- Schwert. Die Jaffa-Orange hat in der vorigen Saison ihre Lage auf dem Weitmarkt dank ihrer Qualität behauptet, während die Preise der italienischen und südalrikanischen Früchte fefallen sind. In dieser Saison wird die spanische Konurrenz sich mehr fühlbar machen, da die spanische Regierung einen Betrag von £ 50 000 angewiesen hat, der für Reklamezwecke verwendet werden soll. Man weist darauf hin, daß von den 150 Millionen Kisten Orangen, die in der Welt produziert werden, nur 40 Millionen auf dem Weltmarkt erscheinen und der Rest in den Ländern der Orangenkultur selbst verbraucht wird. Der Anteil der palästinensischen Frucht am Weltmarkt wird sehr gesteigert werden, da man im Laufe von 10 Jahren eine Steigerung der palästinensischen Orangenproduktion auf 20 Millionen Kisten erwartet. Andererseits hofft man, daß auch der Verbrauch an Orangen weiter steigen wird, rür die nächste Saison rechnet man, ■daß sich Absatz-Schwierigkeiten für höchstens 300000 Kisten ergeben werden. Selbstverständlich kann auch eine kleinere Menge bei der Preisgestaltung den Ausschlag geben und zu einem Preisfall führen. Es wird geschätzt, daß im August/September dieses Jahres ungefähr 20 000 Dunam Orangengärten neu gepflanzt werden. Auch werden Vorbereitungen für neue Pflanzungen im Frühjahr nächsten Jahres getroffen. Neue landwirtschaftliche Maschinen. Es wurden neue Traktoren eingeführt, die mit einem Diese!- Motor an getrieben und mit Rohöl statt Benzin geheizt werden. Dabei handelt es sich um amerikanische Traktoren, die durch den Fall des Dollars verbilligt sind. Sie wurden zuerst im Jahre 1031 in Belgien eingeführt, man hofft, daß die Ersparnis an Feuerungsmaterial sehr groß sein wird. Die gemischten Wirtschaften im Jesreel-Tale und im Jordan-Tale erweitern die mit Gemüse bebauten Flächen, da sich die Preise auf dem Markte dank dem erweiterten Verbrauch günstig gestalten. Fruchtbäume, Es sind mehrere Gesellschaften im Entstehen, die die Pflanzung von Fruchtgärten fördern sollen, um Palästina auch mit anderen Früchten außer Orangen zu versorgen. Der Import von verschiedenen Früchten stellt sich auf £P 35 340 pro Jahr. Es könnte sich auch die Möglichkeit ergeben, außer den üblichen Saisonfrüchten palästinensisches Obst auf dem Markte in anderen Ländern anzubicten. Der Anbau von Früchten anderer Art würde auch die Entwicklung der Fruchtkonserven- und Marmeladen- Industrie fördern. Die Rentabilitätsberechnungen, die veröffentlicht werden, zeigen, daß ein Nettoertrag von £P 20 pro Dunam bei solchen Pflanzungen möglich ist. Die Entwicklung dieser Fruchtbaumpflanzungen wurde auch die Verwendüng des Bodens im gebirgigen Gelände, das bisher vernachlässigt wurde, ermöglichen. Kartoffelanbau. Der Kartoffelanbau entwickelt sieh in Palästina in schnellem Tempo; die Erträge sind von 400 kg pro Dunam im Laufe der Zeit auf 3 Tonnen pro Dunam gestiegen. Dieser Erfolg wurde besonders auf leichtem Boden erreicht. II. Baubeweguitg Die Regierung schätzt das in privaten und öffentlichen Gebäuden im Jahre 1932 Investierte Kapital auf £ 2945000, d. h. £ 225 000 mehr als im vorigen Jahr«. Davon wurden in-, vestlcrt; £ 1750000 in Jerusalem £ 101000 in Jaffa £ 600000 in Tel-Awiw £ 318 00O in Haifa. Der Rest wurde in einer Reihe von jüdischen Kolonien und in gemischten arabisch-jüdischen Städten investiert. Aus der von der Regierung veröffentlichten Tabelle ist zu ersehen, daß Jerusalem, Tel-Awiw und Haifa den Vorrang in der Baubewegung hatten. Es wurden größere und komfortable Gebäude errichtet und auch eine Menge von kleinen Häusern. In Tel-Awiw allein betrug die Steigerung im Jahre 1932 im Vergleich zum Jahre 1931 £ 290000. Auch in Haifa ist eine Steigerung von £ 105 000 zu verzeichnen. Die gesteigerte Baubewegung ist die Folge der Tendenz zu Investitionen in stabilen, permanenten Werten, der großen Anfrage nach Wohnungen, Büros usw., d. h. die Baubewegung steht in direktem Zusammenhang mit der jüdischen Einwanderung ins Land. Die Regierung hat alles in allem nur £ 262000 in Gebäuden, Wegbau, wasserversorgung, Erhaltung von Gebäuden usw. investiert. Die Militärbehörde hat £ 44 000 investiert. Die murizipalen Arbeiten weisen einen Betrag von £ 115 000 auf. Wenn man in Betracht zieht, daß diese Summen auch Investitionen für Wegebau, Wasserversorgung usw. einschließen kann festgesteilt werden, daß der weitaus überwiegende Teil der im Baugewerbe investierten Summen von privater Seite herriihrt. In Tel-Awiw wurden im Monat Juli 1933 32603 qm Baubcwiiligungen erteilt. Es handelt sieh dabei um 1009• Zimmer und 15 Geschäfte in 59 Häusern, sowie 140 Aufstockungen und Reparaturen. Es wurden weitere Eingaben um Bau- Bewilligungen für 1794 Zimmer und 73 Geschäfte mit einer Fläche von insgesamt 60000 qm eingereicht. Es Werden neue Stadtviertel in Tel-Awiw sowohl im Norden wie auch im Osten und Süden gegründet. So wird die Gründung eines solchen Stadtviertels zwischen Ramath- Gan und Bne-Brak gemeldet. Dort sollen 100 Häuser gebaut werden, die größtenteils Arbeitern, die in Tel-Awiw und Umgebting beschäftigt sind, gehören sollen. Es wird eine Straße ebaut, die dieses neue Viertel mit der Tel-Awiw—-Betachikwah-Straße verbinden soll. Der Bodenpreis sowie die Bauinvestition sollen in Raten abgezahlt werden. In der Nähe von Rischon-le-Zion, aut dem Wege von Rischon-le-Zion nach Tel-Awiw, wurden 50 Dunam durch die Gesellschaft für die Entwicklung Tel-Awiws für Industriegelände erworben. Sie werden zu mäßigen Preisen an industrielle Interessenten in Verbindung mit der Industrielien- Vereinigung abgegeben. Demgegenüber kann man feststelien, daß die Entwicklung Ramath-Gans als Industrieviertel behindert wird. Die Preise für Boden haben dort in den letzten 6 Wochen so angezogen, daß man einen Dunam Boden nicht unter £P 300—400 bekommen kann. Als Folge dieser Boden- Spekulationen, die sich nun bis auf Ramath-Gan erstrecken, und des Anschweliens der Preise in Tel-Awiw und Umgebung ist die Gründung der verschiedenen Stadtviertel südlich Jaffas und Tel-Awiws und das Erwerben von Bodenflächen für industrielle Unternehmungen in einer gewissen Entfernung von Tel-Awiw zu verzeichnen, ln Haifa steigen die Mieten in schnellem Tempo, obwohl Hunderte von Familien in die neuen Stadtviertel, insbesondere nach ״Kirjath Chajim" in der Haifa-Bucht übersiedeln. Es werden jetzt Piäne für kooperative Häuser in Angriff genommen. In Haifa ist ein Mangel an Facharbeitern fühlbar, da die Baubewegung sich in raschem Tempo erweitert hat und der Bedarf an geschulter Bauarbeit das Angebot übersteigt. Das Bauunternehmen der Arbeiter-Organisation hat einen Kontrakt mit der Gesellschaft ,.Mis’cbar Wetaassijah“ geschlossen, wonach sie Bauarbeiten für eine Summe von wenigstens £P 32 000 für die Frühjahrsmesse 1934 in Tel-Awiw übernimmt. Auf dieser Messe ist eine besondere Ausstellung des Baugewerbes vorgesehen. Es sollen neue Baumaterialien ausgestellt und neue Baumethoden demonstriert werden. Die Ausstellung soll nicht nur Häuserbau, sondern auch Wasser- Versorgung, Kanalisation, Baumaschinen, Baupläne und vieles mehr umfassen. in. Entwicklung der Städte Safed ist eine Stadt Palästinas, die von der Welle der Immigration noch fast gar nicht berührt wurde. Neben Safed sind am Har Kanaan größere Bodenflächen in jüdischen Händen; diese sollen jetzt entwickelt werden. Frau Sarah Lew aus Singapore will ihr ganzes Vermögen, das ungefähr £ 100 000 beträgt, diesem Ziele widmen. Sie hat eine größere Summe für den Bau eines Stadtviertels und den Bau einer neuen Schule gegeben. Es wurde ein Komitee gegründet, das sich mit dieser Tätigkeit befassen soll. Für die Verwirklichung der ersten Pläne werden £ 16 000 investiert. Die zu gründende Schule wird aus drei Gebäuden bestehen; eines für Lehrräume, Konferenzen und Vorträge, eines für das Internat und eines für die Wohnungen der Lehrer. T e 1 - A w i w. Um der Bodenspekulation wenigstens für die Arbeilerkrcise einen Riegel vorzuschieben, hat die Arbeiter-Organisation beschlossen, im Süden der Stadt ein größeres Arbeiterviertel zu gründen und Boden zu niedrigsten Preisen an Arbeiterfamilien, die sich dort niederlassen wollen, abzu-׳ geben. Der Boden wird dort zu 40 Mils pro Pick netto (1600 Pick — 1000 qmt verkauft. Der Preis soll im Laufe von 2*/9 Jahren vom Käufer abgezahlt werden. Es handelt sich um einen zusammenhängenden Bodenkomplex, und es werden bereits Vorbereitungen für Wasserversorgung und Straßenbau getroffen. IV. Verkehr Der Plan einer Autoverbindung zwischen Palästina und Aegypten, der bereits im Stadium der Verwirklichung war, ist gescheitert. Während eines Jahres wurde die Linie aufrechterhalten, aber es ergaben sich große Schwierigkeiten wegen des Mangels an entsprechenden Straßen. Die Gesellschaff, die die Verbindung geschaffen hat, wollte den Bau einer Straße, der £P 15 090 kosten sollte, unter der Bedingung übernehmen, daß sie eine Konzession für die Auto- Verbindung erhalten würde. Die ägyptische Regierung hat jedoch diesen Vorschlag zurückgewiesen. Sie war zwar bereit, die Konzession für den Passagierverkehr, keineswegs aber für den Warenverkehr der Gesellschaft zu erteilen, da sonst die ägyptische Eisenbahn geschädigt würde. V. Handelsregister In den ersten sechs Monaten des Jahres 1933 wurden bei der Regierung davon jüdisch arabisch 171 Sozietäten 140 24 66 Kooperativen 64 2 31 Gesellschaften 23 3 14 ausländische Gesellschaften 4 , — registriert. Die Sozietäten sind größtenteils zwecks industrieller Produktion gegründet worden. — Von den Kooperativen sind 23 Sicdlungskooperativen auf dem Lande. 31 neue Gesellschäften haben ein Kapital von £ 336 000. Im Laufe der letzten Wochen wurden 20 neue Gesellschäften bei der Regierung eingetragen. Das Kapital dieser neuen Gesellschaften beträgt insgesamt £P 95 000. Davon sind: mit einem Kapital von; 6 Handelsgesellschaften £P 34 000 4 Siedlungs- und Bodengesellschaften £P 12 003 5 Industriegesellschaften £P 35 000 2 Verkehrsgesellschaften £P 6 000 1 Vcrkaufsgesellschaft 1 Filmgesellschaft 1 Seetransportgesellschaft Zur selben Zeit wurden 5 kooperative Gesellschaften registriert, nämlich: 5 Gesellschaften für landwirtschaftliche Siedlung 1 Konsum-Verein. VI. Außenhandel Sowohl Export als auch Import sind bedeutend gestiegen. Für die Steigerung des Exportes ist hauptsächlich die erweiterte Produktion von Citrus fruchten verantwortlich, obwohl auch in einigen Industriezweigen, /. B. in der Ausfuhr von Süßigkeiten, Zement, Strümpfen (nach einer Periode der Stagnation in dieser Branche), Handtaschen, künstlichen Zähnen leichte Steigerungen zu verzeichnen sind. Die Vergleich «zahlen im Jahre 1932 1933 sind in den Monaten 1932 1933 Januar 509 062 779 422 Import 503 922 668 467 Export Februar 452 076 691 428 Import 527 489 626865 Export Von den Exportsummen müssen 83 500 im Januar und 99 400 im Februar abgezogen werden, da diese auf Rechnung des Goidexportes entfallen, der mit der palästinensischen Wirtschaft nichts zu tun hat. VII. Industrie 1. M e t a 1 i f a b r i k: In Tel-Awiw׳ w׳ird eine Mcfa'lfabrik gebaut, die Drahtzieherei aller Art, Drahtprodukte, galvanisiebten Draht, verzinkten Draht, Kuptcrdraht, Nägel, Federn, Briefklammern usw. produzieren wird. Die Produktionsfähigkeit wird 10 t bei achtstündiger Arbeitszeit betragen. Die Fabrik wird 15—20 Arbeiter beschäftigen. 2. Hohlzimmerdecken: Es wurde eine Fabrik zur Herstellung von Hohlzimmerdeckcn, die schalltmdurchlässig und leichter als die gewöhnlichen Zimmerdecken sein sollen, gegründet. Die Fabrik beschäftigt 20 Arbeiter. 3. _ Kartonfabrik: Die Stadtverwaltung von Tel-Awiw hat ein Gelände zur Gründung einer Kartonfabrik verpachtet. 4. Bierbrauerei: Es besteht der Plan zur Gründung einer Bierbrauerei, die 15 —20 000 111 im Jahre produzieren wird. Die Wasseranalyse ist noch nicht beendet. Die Fabrik will auch Beiproduktc wie Futtermittel, Malzkaffee, Hefe sowie Kohlensäure für Mineral- und Sodawasser-Fabrikation erzeugen. 5. Oele und Fette. Eine neue Gesellschaft mit einem Kapital von £ 2000 wurde durch die Regierung registriert. Auch die Produktion einiger pharmazeutischer Artikel ist ins Auge gefaßt w׳orden. 6. C i t r u s - P r o d u k t c׳. In der Nähe von Petach-Tikwah bei Biie Brak wird nun die vierte Fabrik gegründet. Der Export der Citrussäftc steigt von Jahr zu Jahr und betrug bereits im Jahre 1932 £ 4500. Diese Säfte •wurden in viele Länder nach allen Erdteilen exportiert, insbesondere nach lndien und einigen europäischen Ländern. 7. Petroleumkocher. Eine Fabrik wird in der Nähe von Haifa in der Haifa-Bav gegründet. Außer Petroleumkochern soll eine Reihe von Metallartikeln durch Stanzarbeit produziert werden. Die Fabrik wird für palästinensische Verhäitnisse in ziemlich großem Format aufgezogen werden. 8. Gießerei, In Haifa wurde eine neue Gießerei gegründet. 9. Nahrungsmittel. Zwischen Tel-Awiw und Jaffa wurde eine Fabrik für verschiedene Nahrungsmittel, die bisher aus dem Auslände importiert wurden, eröffnet. Der erste Artikel, der von der Fabrik auf den Markt gebracht wurde, ist Puddingpulver. 10. Blumentöpfe. Es wurde eine Werkstatt für Beton- Blumentöpfe, die sich für Balkons und Veranden besonders eignen sollen und die bisher verwendeten Holztöpfe ersetzen, gegründet. _ 11. Seidenfabriken. Die Seidenfabrik Delfiner wurde in eine Limited Company umgewandelt. Das Kapital der Ge- Seilschaft beträgt £P 4000, jede Aktie kostet £P 1009. Oie Fabrik beschäftigt jetzt 15 Arbeiter, der Betrieb soll jedoch noch erweitert werden. Die Montage der neuen Maschinen in der Seidenfabrik Sachs schreitet vor. 12. Fruchtsäfte und Ode. In der Regierungszeitung wird die Registrierung einer Gesellschaft mit einem Kapital von £P 10060 gemeldet, die Fruchtsäfte und Oeie produzieren soll. . 13. Rasierklingen. Die Fabrik ״Lapid" produziert 500 Dutzend Klingen wöchentlich. Der Markt erweist sich als aufnahmefähig. 14. S p i r i t u s f a b r i k. ln Baith Wagan beginnt eine neue Fabrik zu arbeiten. Es sollen noch zwei weitere Spiritusfabiiken gegründet werden, eine in Haifa und eine in’ Petach-Tikwah. 15. Schuhfabrik. Die Fabrik ״Keter״, die als Sohlenleder Landesprodukte verwendet, entwickelt sich in letzter Zeit befriedigend dank der Erweiterung des Verbrauches. Die Fabrik beschäftigt 40 Arbeiter. 16. Kistenfabrik. Eine Kooperative, die Orangenkisten hersteilt, hat ein eigenes Gebäude errichtet und neue Maschinen montiert. Es wird auch eine neue Maschine für Druck auf Holz eingefuhrt, um die Handelsmarke auf den Holzkisten anzubringen. Die Fabrik hat eine Produktionsfähigkeit von 400 000 Kisten im Laufe von 8 Monaten. 17. Metallsch melze. Es wurde eine Metallschmelze gegründet, die auch Lötzinn erzeugen wird. Nur schriftliche Anfragen sind zu riehten an die Palästina-Wirtschaftsstelle, Rerlin W. 15, Meinekestr, 10,

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