Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 73 (12.9.1933)
- Date
- 1933-09-12
- Page
- Seite 514 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 512 JÜDISCHE RUNDSCHäO Kr. 73, 12. K. 1933 Kinderheim ״Ahawah" geht nach Palästina I>ie ״Ahawah“ (Ji'id. Kinder- und Jugendheime) hat sich entschlossen, in Palästina ein Heim ähnlich dem hiesigen zu errichten und dort den Kindern eine freie Entwicklung^- möglichkeit zu schaffen. Das Berliner Heim hlcibt selbstverständlich ■weiter bestehen. In Anerkennung der wichtigen religiösen und bewußt-jüdischen Erziehungsarbeit, die das Berliner Kinderheim ״Ahawah“ seit mehr als 10 Jahren leistet, sind ihm vom Keren Kaiemeth Lejisrael 15 Dunam Land in der Haifa-Bucht zum Bau eines Erziehungsheimes zur Verfügung gestellt worden. Dieses Heim ist als Stadtram'hi'dltmg gedacht. Die ״Ahawah“ will einen Teil der Kinder — die Ae!- feiten — möglichst bald hinüberbringen. Ihre Leiterin hat bis zum Bau des Heimes in Neeveh Schaanan auf dem Karmel einige kleinere wohnliche Häuser gemietet, die herrlieh gelegen und für das Gewöhnen der Kinder an die veränderten klimatischen Verhältnisse besonders günstig sind. Sein Charakter als Stadlrandsiedlung wird es dem Heim ermöglichen, einen im Lande noch nicht vorhandenen Ansfaltstvp zu verkörpern, der vor allem die individuelle Veranlagung der Kinder berücksichtigt. Durch die unmittelbare Nähe Haifas können neben der landwirtschaftlichen Ausbildnng alle die vielfältigen Möglichkeiten für die Schul- und Beruf sau sbildung der Kinder nutzbar gemacht werden, die eine Stadt bietet Gleichzeitig ist den Kindern aber die gesunde und freie Entwicklung auf dem Lande gesichert. Die Kontinuität der Erziehungsarbeit der ״Ahawah“ wird in Pnlä-fina dadurch gewährleistet, daß die bisherige Oberin, deren ,Wirken die schone Entwicklung der hiesigen Anstalt ha1!nt־.:i. hl ich zuzuschreiben ist, das palästinensis״he Heim persünfi. h cinrirhmt und vorläufig leiten wird. Ihr zur Seite steht ein Stamm von Mitarbeitern, den sie selbst erzogen hat -- junge Menschen, die als Erzieher oder in Hachschar,1h im Berliner Heim [gearbeitet haben und schon seit jnlnen 111 piHiagogLelieri ober hausvirtsclufiiichen und handwerblichen Steilungen in Palästina tätig sind. Die Auswahl der Kinder, die mit hinübcrgPnommen wer- Jen, geschieht mit äußerster Sorgfalt nach den Gesichtsnun',tu! der persönlichen Eignung, der Vorbereitung für das Land und dem für eine llcbersiedlung günstigsten Alter (nur!■führ 12 16 Jahre). Einige Piat/e sind noch für geeignete KimJu verfügbar, es kommen dafür Jungen und Mädchen im Aiter von 12 -15 fahren in Betracht. Eltern, die ihre Kinder in Pa'ästiua erziehen lassen wollen und die für die I■’n(erhaltsk osten aufkomincn können, werden gebeten, sich möghth d umgehend mit dem Heinibüro, Berlin N 24, Ajng 11 s t s t r. M 15־, in Verbindung 71! setzen. Um den Kim lern das EiDeben in die neuen Verhältnisse zu erleichfern, so'len auch palästinensische Kinder in das Heim aufgencurien werden. Es muß besonders betont werden — angesichts zahlreich ausgesprochener Befürchtungen —, daß das hiesige Heim unbedingt weiterbestehen soll. Denn seine Existenz wird angesichte der derzeitigen Verhältnisse, w#so viele ehemals gesicherte Famiücnexistcnzen zerbrechen, mehr als je notwendig sein. Nach Ucbersiedlung der ersten Gruppe bleiben noch 05 Kinder zurück, aus denen bereits 25 für eine Alijah des nächsten Jahres ausgesucht und vorbereitet werden; aber vermutlich wird die Zahl der Zöglinge vom neuen Zustrom heimatlos gewordener Kinder bald wieder aufgefüllt werden. LJnd aus dem lebendigen Zusammenhang mit dem palästinensischen Hause werden neue Impulse und Kräfte in die hiesige Arbeit fließen. Den Freunden der Ahawah bleibt in verstärktem Maße die Pflicht, die Fortführung der Berliner Arbeit zu sichern und damit der stets wachsenden Kindernot zu begegnen. Der Be ruf su m sch ichtun g und der Notwendigkeit hauswirtschaftlicher Ausbildung unserer weiblichen Jugend soll dadurch Rechnung getragen werden, daß ein sechsmonatiger Hauswirtschaftskursus eingerichtet wird, iri dem die Schülerinnen in allen Zweigen der Wirtschaftsführung gründliche Ausbildung erfüllten sollen. Heber die näheren Bedingungen gibt die HeimH'ifung Auskunft. Zar frage einer jüdischen Arbeitnehmerorganisation Die Reichsvertretung der Jüdischen L a n - d c s v e r b ä n ci e Deutschlands teilt mit: ״Die Reichsvertrelung hat Anfang Juli unter Bezugnahme aut einen Aufruf des Blindes der jüdischen Arbeitnehmer in einer Pressenotiz darauf hingewiesen, daß der Augenblick zur Verwirklichung einer jüdischen Arbeitnchmerorganisation nicht geeignet erscheine. Zahlreiche Anfragen voran:• lassen uns, auf folgendes hinzuweisen: Die Schaffung einer jüdischen Arbeifnehmerorganisation, die de,! jüdischen Arbeitnehmern den notwendigen rechtlichen und wirtschaftlichen Halt gewährt, muß unbedingt angestrebt werden. Alle jüdischen Sleilen sind sich der Wichtigkeit der liier bestehenden Aufgabe voll bewußt und tun das Mögliche, um sie zu fördern. Die Gründung einer großen und zu fruchtbarer Arbeit befähigten Organisation ist jedoch nur im Ein- Verständnis rtiit der Regienntg angebracht und möglich. Im jetzigen Augenblick erscheint das Aufziehen einer derartigen Organisation nach wie vor nicht angängig, im besonderen kann eine Förderung des .Bundes der jüdischen Arbeitncluner* nicht empfohlen werden.“ BeteiligungsmÖglichkeiien Die■ Pafäsfina-Wirtschaftsstelle teilt mit: Es bestehen Bet e i I «g n n g s rn ö g I i c 11 k e i t c n in Palästina auf folgenden Gebielen: 1. Papierindustrie, 2. Ziegelei, 3. Silberwarenfabrik, 4. Kistenfabrik und an verschiedenen weiteren Projekten. — Wir suchen: Maschinisten, Matrosen und Leichtmatrosen möglichst mit deutschem Secfahrtsbuch. — Nur Schriftlieh c Anfragen an Palästina ־Wirtschaftsstelle, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Theodor Fritsch gestorben. Am 8. September ist in Gautzsch bei Leipzig der Gründer des ״Hammerbundes“ und des ״Hammerverlages“ Theodor Fritsch, einer der VorkSmpter des Antisemitismus in Deutschland, im Alter von 83 Jahren gestorben. Der von Fritsch gegründete Hammerverlag hat eine große Zahl antisemitischer Schriften, von den .1 sein ״Handbuch der Judenfrage“ die bekannteste ist, hcrauspegeben. Im Hammerverlag sind auch die sögenanr/en ״Protokolle der Weisen von Zion" erschienen, die 1921 in der ״Times“ als Fälschung nachgewiesen wurden. Auch Fords von ihm selbst später zurückgezogenes Buch ״Der internationale Jude" hatte der Hammerverlag mit gewissen Abänderungen in deutscher Uebersdzung herausgebracht. _______ l>en jüdischen Abonnenten der Landestheater In Stuttgart wurde schriftlich mitgeteüt, daß sie von einem ferneren Besuch der Theater absehen möchten. Der Mannheimer Theaterausschuß hat beschlossen, nichtarischen Presseberichterstattern den freien Eintritt in das Natienaltheater nicht mtht zu gestatte» Ortsgruppen Guben. Am 5. September fand eine Werbeveranstaltung der Ortsgruppe statt, die sehr gut besucht war. Dr. Lichtwitz sprach über ״Zionismus und Palästina für die deutschen Juden“. An den grundsätzlichen Vortrag schloß sich die Beantwortung einiger speziellen Fragen, welche von den Besuchem aufgeworfen wurden. Die Anzahl der Neumeldungen zur Ortsgruppe war ansehnlich. Hamburg. Am Sonntag, dem 3. September, fand fn Hamburg der diesjährige Gruppenverbandstag des Nordwestdeutschen Oruppenverbandes der Zionistischen Vereinigung für Deutschland statt. Die Veranstaltung, an der sich auch in diesem Jahre ein großer Kreis der aktiven Hamburger Zionisten beteiligte, wurde von acht Gruppen des Bezirkes beschickt. — Am Vormittag hielt Dr. Bruno Cohn- Berlin ein besonders instruktives Referat über: ״Was ist heute zionistische Arbeit in Deutschland?״, an das sich eine rege Aussprache mit vielen praktischen Vorschlägen für die Bezirksarbeit anschloß. Es wurde einstimmig beschlossen, die Zusammenarbeit innerhalb des Bezirkes zu intensivieren und Arbeitsbesprechungen der Ortsgruppen-Vorstände in kürzeren Zwischenräumen stattfinden zu lassen. Als Bezirksleitung wurde der Vorstand der Hamburger Zionistischen Vereinigung e. V. gewählt. — Nach der Mittagspause hielt Sch au 1 Weinberg - Hambürg ein Referat über Hachscharahfzagen, an das sich ebenfalls eine rege Aussprache anknüpfte. Zurzeit besteht außer in Hamburg und Rissen auch in Kiel ein Beth Chaluz. Die Gründung weiterer Bathe Chaiuz in verschiedenen anderen Bezirksorten soll möglichst bald in die Wege geleitet werden. Außerdem wurde beschlossen, Hachscharah-Vereine, deren Hauptaufgabe in der Gründung und finanziellen Stützung von Chaluzheimen liegt, in den( Orten ins Leben zu rufen, in denen solche Vereine noch nicht bestehen. Eine kurze Aussprache über Palästinaberater- Fragen schloß sich hieran an. — Am Abend veranstaltete die Hamburger Zionistische Vereinigung eine sehr gut besuchte Mitgliederversammlung, aut der Dr. Benno Cohn über das Thema: ״Der Palästina-Aulbau und das deutsche Judentum“ sprach. Herne. Am 30. August veranstaltete der lüd. Jugend- Verein einen Ausspracbc-Abend über praktische Palästinafragen. Herr O erschenowitz (Essen) hatte sich zur Verfügunr׳ gestellt und verstand es, allen Fragestellern Auskunft zu geben. _______ Vermischte* Der 17. Sepfember (Sonntag) ist in Berlin und vielen Städten des Reiches der Hauptsammeltag des Keren Kajemeth. Alle werden gebeten, den Sammler freundlich zu empfangen. Er bringt die Neujahrsgrüße Palästinas und er gibt aem Besuchten eine Gelegenheit, am Aufbau mitzuwirken. Jüdische Schule Klopstockstraße. Um den Bedarf an neuen Parallelklassen für Oktober rechtzeitig zu übersehen, kann die Schule Knaben und Mädchen auf allen Stufen nur noch bis zum 20. September aufnehmen. Sprechstunden der Leiterin, Frau Nathan, täglich, außer Sehabbath und Sonntag, von 11 bis 13 Uhr, Kiopstockstr. 58 (Tel.: Tiergarten 2084). Gottesdienste anläßlich der hohen Feiertage. Die Berliner Zionistische Vereinigung veranstaltet aucn in diesem Jahre gemeinsam mit der Berliner Gruppe des Misrachi einen Gottesdienst in den Räumen der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Mefnekestr._ 10. Karten sind im Büro der B. Z. V. zu. haben. Die Bgzffiksgruppe TatinoWitzbriteke der B. Z. V. veransialtet ebenfalls einen Gottesdienst Irt den Räumen des Instituts Connard, Brückenstr. 6. Karten zum Preise von 0,50—3 RM. bei Herrn Alfred Ordo, Wallnertheaterstraße 40. Synagoge Passauer Straße E. V. Der Kartenverkauf der Synaoogenplätze für das Jahr 5694 findet jeden Sonntag vormittag, von 11—1 Uhr, im Vorraum der Synagoge Passauer Strafte 2 statt. An den hohen Feiertagen haben nur Karteninhaber Zutritt. (Näherej s. Inserat.) — Gleichzeitig wird mitgeteilt, daß Herr Rabbiner Dr. Alt mann einen Kurs in die Ideenwelt und Gebräuche der Feiertage eingerichtet hat. Interessenten für die Teilnahme können sich telephonisch oder schriftlich mit ihm in Verbindung setzen (Regensburger Straße 32, Barbarossa 5710). Gottesdienst des Verbandes russischer Juden. Der Verband russischer luden veranstaltet, wie alljährlich, Gottesdienste an den hohen Feiertagen für die russisch-jüdische Kolonie. Die Gottesdienste finden im I.ogenhaus, Kleistsfraßc 10, statt. Platzverkauf im Büro des Verbandes (Steglitzer Str. 9, Tel. Lüizow 4552) am 20. und 29. Septbr. im Logenhaus. Die Einnahmen (abzüglich der Unkosten) fließen dem Wohlfahrtswerk des Verbandes zu. Gottesdienst in Westend. Ein Gottesdienst zu den hohen Festtagen (Ritus Synagoge Pestalozzistraße) findet in Charlottenburg-Westend, Königin-Elisabeth-Straße 6, Restaurant Schellbach-Saal statt. Die Andacht- Zeiten sind die gleichen wie in den Gemeinde-Synagogen. Damen- und Herrenplätze in beschränkter Anzahl noch frei. Interessenten wenden sich an: M. Horenrsyk, Berlin-Charlottenburg 9, Kastanienallee 32. Vereinigung jüdischer Frauen Groß-Berlins. Mittwoch, 13. September 1933 , 20 Uhr, Konditorei J. Dobrin, Jeru• salemer Str. 16. Dr. Erich L i c h t e 11 s t e i n: Jüdische Seele — Deutsches Buch. Rosklnscher Gemischter Chor» Berlin E. V. (Jüdische Chorgemeinschaft). Dirigent Janot S. Ros k in hat seine Proben wieder aufgenommen, und zwar finden diese jetzt in der Synagoge Levetzowstraße (Eingang Jagowstraße), Don• nersfag abend, pünktlich 8V! Uhr, statt. Da für die kommende Saison zwei klassische Programme für den ״Kulturbund Deutscher Juden“ in Vorbereitung sind, werden stimmbegabte Damen und Herren gebeten, sich bei dem Dirigenten, Berlin- Wilmersdorf, Bayerische Str. 23 pt., zu melden. (Oliva 6683 von 8 bis 10 und 2 bis 4 Uhr.) Aii die Jüdischen Frauen! Wir werden um Abdruck des nachstehenden Aufrufs ersucht: In dieser Schicksalszeit ist die äußere und innere Haltung jeder jüdischen Frau bedeutsamer denn je. Sie verjangt erhöhtes Verantwortungsbewußtsein und Besinnung auf echtes jüdisches Wesen. Sie fordert Einfachheit der Formen, Ab- Stimmung aller Töne auf die Stimmung der Zeit, ein Auftreten, das der Würde des Judentums entspricht. Alles, was hinausdrängt aus wahrer Schlichtheit, schädigt den Einzelnen und die Allgemeinheit, macht verächtlich und unbeliebt, stößt ab und fördert feindliche Einstellung, gibt Anlaß zu Ausschluß und Sonderstellung Einzelner, wie der Gemeinschaft! Darum wahre die Jüdin in dieser Zelt Schlichtheit und Zurückhaltung. jüdischer Frauenbund Deutschland, Schock es-Afmanach, Der Schocken-Verlag bi Berlin, woteren Kreisen als der Verlag der Buber-Rosenzweigschen Schriftverdeutschung bekannt, veröffentlicht in diesen Tagen einen Verlagsalmanach eigener Art, mit Beiträgen von: Martin Buber, Leo Baeck, Franz Rosenzweig, A. D. Gordon, Richard Beer-Hofmann, Franz Werfel, Franz Kafka, Ludwig Strauß, Gerhard Scholcm u. a., eine große Erzählung von S. J. Agnon (aus dem Hebräischen), ausgewählte Stücke aus dem aftjüdisehen Schrifttum (Talmudische Gespräche, Jehuda Halevi, Mose ihn Esra usw.), schließlich im Anhang eine kurze statistische Information über Palästina. Der mehr als 130 Seiten starke, gut ausgestattete Almanach wird vom Verlag, um weiteste Verbreitung zu ermöglichen, zum Verkaufspreis von 60 Pf. abgegeben. Eine schöne und wertvolle Gabe zum neuen jüdischen Jahr. , Mitteilung des K. J. V. Wir bitten sämtliche Bundesbrüder, die Zertifikatsanträge gestellt haben, uns die Nummern aufz.ugeben, unter denen ihre Zertifikatsanträge registriert worden sind. Das bezieht sich auch auf diejenigen Anträge, die von uns an das Palästina-Amt weitergeleitet worden sind, und den Antragstellern dann die Nummern mitgeteilt werden. — Nächste Sprechstunde für Zertifikatssteller, die sich in Berlin befinden, ist am Montag, den 11. er., nachmittags ab & Uhr, im Kartell Jüdischer Verbindungen. — Bundesbrüder, die ein Zertifikat erhalten haben, wollen uns dies auf alle Fälle bitte mitteilen. י Das 25jShrlge Dienstjubiläum begeht am 1. Oktober 1933 die wissenschaftliche Erzieherin im Reichenheinischert Waisenhaus in Berlin, Fr Au lein Anna Laudon. M.it großer Liebe und freudiger Pflichterfüllung hat sie sich der ihr anvertrauten Jugend gewidmet und eine ganze Generation heranwachsencfer junger Mädchen jahrelang für ihren Beruf herangebifdet. Möge!» der verdienten Dame noch viele Jahre gedeihlicher Erziehungsarbeit in ihrem Wirkungskreise beschert sein. Jüdische Schwerhörige Groß-Berlins! Am Dienstag, dem 19. September, abends 8 Uhr, findet eine Zusammenkunft der Jüdischen Schwerhörigen Berlins zwecks Zusammenschlusses statt: hierzu werden alle Interessenten jeden Alters und Geschlecht« herzlichst eingeladen mit der Bitte um recht zahlreiches Erscheinen. Die Zusammenkunft findet im jüdischen Gemeindehaus, Rosenstr. 2—4, statt. Der Einberuf er: Erwin Kaiser, Schlossermeister, Berlin NO 55, Drunselweg 1. Hebräisch Sprechende In Berlin! Der ״Chaluz“ lädt alle hebräisch Sprechenden, auch Mitglieder der Bünde außerhalb des ״Chaluz“, zur ersten hebräischen Sichah ein, dfe stattfindet am Sonnabend, dem 16. September, abends 20.30 Uhr pünktlich, in der Kiopstockstr. 53. Chawer Dr. Salotnon wird die Sichah einleiten und über seine Eindrücke in Erez Israel sprechen. Ein Teil der Diskussion soll der zukünftigen Arbeit gewidmet sein. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten. Gesucht: Techniker-Instrukteur mit langjähriger Praxis (möglichst auch theoretischer Ausbildung) für die jüdische Handwerkerschule (Metallbearbeitung) in Vilkaviskis (Litauen). Eilzuschriften an J. Dimenstein, Vilkaviskis (Litauen), Vytauto g־ve 3. Vom Herzl-Buntf. Der Herzt •Club, Breslau, kurz vor dem Kriege gegründet, konnte im Vormonate auf ein zwanzigjähriges Bestehen und ununterbrochenes Arbeiten zurückblicken. Aus diesem Anlasse ist man von den verschiedensten Seiten an ihn herangetrden, den Wiederaufbau des Herzl-Bundes, der im wesentlichen ein Opfer der Inflationszeit geworden ist, in die Hand zu nehmen. Man hat sehr richtig erkannt, daß dem zionistischen Nachwuchs, soweit er keine akademischen Berufe ausübt, künftig eine erhöhte Bedeutung als Mitarbeiter auf allen zionistischen ,Gebieten zukommt, es aber keine Organisation gibt, die für eine diesen Kreisen entsprechende geistige Durchbildung Sorge trägt. Dagegen läßt sich einwenden, daß es einen speziellen kaufmännischen Zionismus nicht gibt. Das ist richtig, jedoch niemals behauptet worden. Es handelt sich vielmehr darum, nach vorausgegangener Unterweisung in Geschichte und Literatur sowie über Struktur und Verhältnisse Palästinas, als besondere Note die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Landes aufzuzeigen und ständig sorgfältig zu verfolgen; man denke an die allein durch die Levantemessen sich eröffnen-■ den Perspektiven. Daß wir mit in erster Reihe stehenj wollen, wenn der kenntnisreiche, zuverlässige Kaufmann ge-l braucht wird, wird uns gern jeder zubilligen. Auch darin! sehen wir eine uns von selbst zukommende Erziehungsauf• gäbe und Verpflichtung. Weiter heißt es heute mehr denn je, denjenigen von uns, die sieb dem Handwerk oder der Landwirtschaft zuwenden wollen, wozu wir ständig mannigfache Anregungen bieten, bei ihrer Umschichtung behilflich zu sein und gemeinschaftliche Siedehing zu fördern. Wie dem auch sei, haben wir in jedem Falle das Ziel, die Unserigen mit dem reinen Idealismus des zionistischen Gedankens so zu erfüllen, daß sie den Schwierigkeiten, die die veränderten palästinensischen Lebensbedingungen mit sich bringen, voll gewachsen sind. Fern von jeder Einmischung in inner zionistische Politik verfolgt der Herzl-Club, Breslau, seinen ganz klaren Weg, der lautet; ״Junge J uden nichtakademischer Berufe in enger Zu• sammenarbeit zionistisch erziehen und zur Teilnahme am jüdischen Palästina-Aufbau• werke befähigen.“ Daß wir auf die gezeigte Weise Schritt für Schritt weiterkommen, beweist die beträchtliche Zahl derer, die uns in Erez Israel bereits alle Ehre machen! Der Herzl-Club, Breslau, antwortet daher allen denen, die ihn zur Erneuerung des Herzl-Bundes aufforderten: ״Wir sind dazu bereit, helft mit, denn wir brauchen Euch!“ Walter Danziger, Breslau 5, Freiburger Str. 32. Berliner Kniender Arti Bild der die deul Auf! Inte u n< die deu׳ der leite Bef! tierl freu aus zur Die für gun milf Wci wer sam die Erz; Sch! lieh■ sch< die dem Gru run; und neu׳ tum Schi geh׳ der sehe sind einh der geia besi Schi stim Schi Vor! zur Aus Eria Neu für das höh׳ Kim sehe just des Anu arisi gen ZIIW mut! zur Ver! vort Bcsi wer׳ Gru keil׳ d i s Dur Seht erm zug1 zwe won gfg׳־ zu sc gleii Berliner Zionistische Vereinigung. Bezirksgruppe Wittenberg• platz: Dienstag, der, 12. September, geschlossene Mitglieder- Versammlung, Logenbaus, Klciststr. 10. — Bezirksgruppe S c h m a r gendorf: Mittwoch, den 13. September, abends 8.30 Uhr, bei Hirschweh, Carionweg X, Dr. Sally Lewin über: ,.Jüdische Geschichte von Mendelssohn bis Herzl“. Brtth Chaluilm Dsthllm. Donnerstag, den 13. September 1933, S n 1 f, Rosenthaler Str. 55, pünktlich 7.45 Uhr. GeschStUiche Mitteilungen Ney eröffnet! Pension Arminia, Kurfürstendamm 189, bietet un• aeren Lesern *u zeitgemäßen Preisen angenehme Familicnpension bei erstklassiger Verpflegung. Beachten Sie bitte das heutige Inserat. Der Verein Achim Rachmonim veranstaltet zu den hoben Feiet• tagen Gottesdienst in den Musikenälen, Kauer-Wilbelm-Str. 91. Näheres siehe Inserst. Wir machen Sie auf das Inserat der Bachhandhing Stclnmatikp Jerusalem, aufmerksam. Dieses enthält die wichtigsten ,Werke! die ' jeder Rechtsanwalt ia FalSstit» bxweht. jüdi Kult sam 1933 sind meb dtrs wirc h c 1 Frei geia Ueb 16. sehe niui) gegi auss die dies! licht