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Jüdische Rundschau · 1933-09-05 · Heft 71 (5.9.1933) · p. Seite 488

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 71 (5.9.1933)
Date
1933-09-05
Page
Seite 488 (sequence 4)
Language
German
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ז Seite 486 TO DIS CHE RUNDSCHAU Nr. 71, 5. IX. 1933 1' נ1 Die nationalsozialistische Rassenlehre Rassen- und Judenfrage auf dem Nürnberger Parteikongreß Zwei Reden Hitlers Im Rahmen des Parlcihongresscs der NSDAP, in Nürnberg fand eine Kulturtagung statt, bei welcher Adolf Hitler eine Hede über ״Na iionalsozialismus als Welt ans cliauu n g'' hielt. Diese Rede gewinnt für uns besondere Bedeutung, weil in ihr der Reichskanzler seine grundsätzliche Auffassung des Rassenproblems darlegt. Wir geben aus diesem Grunde einige Abschnitte des Vortrages, die sich mit dieser Frage beschäftigen, nachstehend im Wortlaut wieder. (Red.) ״So wie der natürliche, gesunde und unverbildete Mensch als Einzelwesen die seinem Sein zuträglichste Einstellung zu den ihn bewegenden und angehenden Fragen hat, aus dem Innersten als vollkommen natürliche Reaktion unbewußt schöpft, so wird auch das gesunde Volk die den Bedürfnissen seines eigenen klaren Wesens entsprechendste Stellungnahme zu allen Lebeiisiordcrungeu, die ihm bewußt werden, einfach aus dem ihm angeborenen Selbsterhaltungstrieb instinktsicher finden. Die Gleichheit der Lebewesen einer bestimmten Art erspart damit förmlich die Aufstellung bindender Regeln und verpflichtender Gesetze. Erst (I i e p 11 y s i $ c h c Ver tri e!1 gu n g innerlich verschiedenartiger Einzelwesen verwirrt die Stellungnahme und führt nun Zwang, den sonst zersplitterten verschiedenartigen Reaktionen eines solchen Volkes auf die Einwirkungen und Anforderungen des Lebens durch Gesetz und Rege! einen einheitlichen Ausdruck zu ermöglichen. Da die von der V״rsehm!g gewollten und verschiedenen Arten der Menschen keine gleiche Zweckbestimmung erhalten haben, wird hei der Vermischung derselben für die Führung und Gestaltung des Lebens einer solchen Mischung entscheidend sein, welche Teile auf den verschiedenen Gebieten des Existenzkampfes die ihnen natürlich zu eigene Auffassung als allgemein verpflichtende aufzustclleu vermögen. Alle geschichtlich feststellbaren Welta n s c 11 a tui n g e n sind nur verständlich in ihrer Verbindung mit den Lebenszwecken und der Lebensauffassung bestimmter Rassen. Es ist daher sehr schwer, zu der Richtigkeit oder Unrichtigkeit solcher Auffassungen Stellung zu nehmen, wenn man nicht ihre Aus- Wirkung den Menschen gegenüber prüft, auf die man sie angewendet wissen will oder nicht. Denn was einem Volke natürlichste, weil ihm angeborene und damit zukommende Lebensäußerung ist, bedeutet für ein anderes wesensfremde Volk unter Umständen nicht nur eine schwere Bedrohung, sondern sogar das Ende. Auf keinen Fall aber kann ein Volk, das sich aus verschiedenen Rassenkernen zusammensetz{, sein Leben in den wichtigsten Belangen auf die Dauer von zwei oder drei Auffassungen zu gleicher Zeit bestimmen lassen und nach ihnen aufhauen. Dies führt zwangsläufig früher oder später zur Auf- Iösung einer solchen widernatürlichen Vereinigung. Soll dies daher vermieden werden, dann ist entscheidend, weleher rassische Bestandteil sich durch sein Wesen weltanschaulich durch zu setzen verm a fr. Das bestimmt dann aber die Linie, in der •die Entwichlung eines solchen Volkes weiterhin verläuft. Jede Rasse handelt in der Behauptung ihres Daseins aus den Kräften und Werten heraus, die ihr natürlich gegeben sind. Nur der heroisch geeignete Mensch denkt und handelt heroisch. Die Vorsehung bat ihm die Voraussetzungen hierzu gegeben. Die von der Natur ans schon rein sachlich, also zun! Beispiel physisch unheroischen Wesen tragen auch in der Führung ihres Lebenskampfes nur unheroische Züge an sich. So sehr es aber möglich ist, daß 7. B. die unheroischen Elemente einer Volksgcmeinsclwft in diese Richtung des U!1 heroischen die an sich heroisch Veranlagten hineinerziehen und damit ihres innersten Wesens entäuiiern, so sehr kann auch das betont Heroische anderswertige Elemente ziel bewußt seiner Tendenz unterordnen. Der Nationalsozialismus ist eine W e 11 a n - s c 11 a 11 11 n g. Indem er die ihrer innersten Veranlagung nach zu dieser Weltanschauung gehörenden Menschen erfaßt und in eine organisch(׳ Gemeinschaft bringt, wird er zur Partei .derjenigen, die eigentlich ihrem Wesen nach einer bestimmten Rasse zuzusprechen sind. Er erkennt dabei die Gegebenheit der verschiedenen rassischeu Substanzen in unseren! Volke. Er ist auch •weit entfernt, diese Mischung, die das Gesamtbild des Lebensausdruckes unscres Volkes gestaltet, an sich abzulehnen. Er weilt, daß die normale Spanne unserer Fähigkeiten durch die innere rassische Gliederung unseres Volkes bedingt ist. Er wünscht aber, daß die politische und kulturelle Führung unseres Volkes das Gesicht und den Ausdruck j c n er Rasse erhält, die durch ihren Heroismus allein dank ihrer inneren Veranlagung aus einem Konglomerat verschiedener Bestandteile das deutsche Volk überhaupt erst ges c h a f f e n hat. Der Nationalsozialismus bekennt sich damit zu einer heroischen Lehre der Wertung des Blutes, der Rasse und der Persönlichkeit, sowie der ewigen Auslesegesetze und tritt somit bewußt in unüberbrückbare Gegensätze zur Weltanschauung der pazifistisch-internationalen Demokratie und ihren Aus- Wirkungen. Diese nationalsozialistische Weltanschauung führt Zwangsläufig zu einer Neuorientierung auf fast sämtlichen Gebieten des völkischen Lehens. Die Größe der Auswirkungen dieser gewaltigen geistigen Revolution läßt sich heute noch nicht annähernd abschätzen. So wie erst im Laufe einer langen Entwicklung den Mensehen der Zusammenhang zwischen Zeugung und Geburt klar wurde, so beginnt heute erstder Menschheit die Bedeutung der Gesetze der Rasse und ihrer Vererbung aufzudämm ern. Diese klare Erkenntnis und bewußte Berücksichtigung wird der kommenden Entwicklung einst als Grundlage dienen. Ausgehend von der Erkenntnis, daß aber auf die Dauer alles Geschaffene nur durch dieselben Kräfte zu erhalten ist, die vorher die Träger der Schöpfung waren, wird der National- Sozialismus im deutschen Volk das Wesen derjenigen Bestandteile zu dominierendem Einfluß und damit zur sichtbarsten Aus- Wirkung bringen, die die Bildung unseres deutschen Volkskörpers im Laufe vieler Jahrhunderte angeregt und durchgeführt haben. Wenn aber die nationalsozialistische Mission ihre Innere Berechtigung erhalten soll, dann wird sie den deutschen Mensehen aus der Tiefe einer nur materialistischen Lebensauffassung herausheben müssen in die Höhe einer würdigen Vertretung dessen, was .wir witet dem Begriff ״Mensch^ verstehen sollen. Denn soll dieser wirklich einer höheren Lebensform zuzurechnen sein, dann muß er sich selbst vom Tier abheben. WSre er in seinem Streben immer nur innerhalb der Grenzen der primitiven Bedürfnisse geblieben, so hätte er sich nie über die Sphäre des nur Animalischen erhoben. Der Mensch muß auch hier seinem ihm von der Vorsehung auferlegten Gebot gehorchen. Denn, daß nun tatsächlich ein Teil der menschlichen Arten die Erfüllung seiner Lebensaufgaben schon in der Befriedigung der niedrigsten Lebensbedürfnisse erreicht, ist bei diesen Völkern genau so natürlich, wie es unnatürlich sein würde, wenn die von der Vorsehung zu Höherem ausersehenen Rassen entgegen der mahnenden Stimme ihres Gewissens, ja dem brennenden Zwange ihres Wesens, sich zu dieser primitivsten Lebensauffassung zurückentwickeln sollten, oder gar, was dasselbe ist, sich dazu vergewaltigen ließen• Da die Natur in einem solchen Falle nun ihren lebendigen Widerspruch anwendet, zog der Zwiespalt in jene Völker ein, in denen zwei ihrem Wesen nach verschiedene Rassenbestandteile sich nebeneinander ausleben wollen. Der Mensch, der zur Befriedigung und Ausfüllung seines Lebens nichts benötigt als Essen und Trinken, hat nie Verständnis besessen für den, der lieber am täglichen Brot kargt, um den Durst seiner Seele und den Hunger seines Geistes zu stillen. Es ist dabei auch falsch, zu denken, daß der Mensch jemals fähig sein wird, zu begreifen oder zu fassen, was selbst zu fassen die Vorsehung nicht in seine Art gelegt hat. So wie aber zur Aufrechterhaltung jeder menschlichen Gesellschaft gewisse Prinzipien vertreten werden müssen ohne Rücksicht darauf, ob alle einzelnen sich damit einverstanden erklären, so muß auch das kulturelle Bild eines Volkes geformt werden nach seinen besten Bestandteilen und, dank ihrer Art, einzig dazu geborenen Trägern der Kultur. Was aber den dazu nicht Geborenen dann an innerem Verständnis fehlt, was sie an Herz und Seele nie zu fassen vermögen, das muß durch bewußte Erziehung sie zum mindesten in scheuen Respekt versetzen. Im übrigen müssen sie ja nur lernen, diese Lebensäußerungen der einen Seite ihres Volkes genau so anzuerkennen, wie die andere sich auch mit ihrer Mentalität abfinden muß. Es haben daher zu allen Zeiten die Weltanschauungen nicht nur das Wesen der Politik, sondern auch das Bild des kultureilen Lebens bestimmt. Die Dichter haben Helden besungen, wenn heldische Zeitalter diese in Erscheinung treten ließen, oder sie stiegen in die Niederungen des alltäglichen Lebens, wenn die Zeit unheroisch wurde und ihr entsprechende Menschen den Ton angaben. Denn niemals kann man die Kunst vom Menschen trennen. Das Schlagwort, daß gerade Sie international sei, ist hohl und dumm. Wenn man schon andere Sektionen des Lebens noch irgendwie durch Erziehung angelernt erhalten kann, zur Kunst muß man geboren sein, das heißt: Die außer aller Erziehung liegende grundsätzliche Veranlagung und damit Eignung ist von entscheidendster Bedeutung. Diese Veranlagung aber ist ein Bestandteil einer Erbmasse. Nicht jeder braucht deshalb schöpferischer Künstler zu sein, weil er, rassisch gesehen, zu dieser befähigsten Art zu rechnen ist, wohl aber wird sich nur aus einer solchen das wirkliche Genie erheben können und nur diese Rasse allein wird es empfinden und verstehen. Es ist das Zeichen der grauenhaften geistigen Dekadenz den vergangenen Zeit, daß sie von Stilen redeten, ohne ihre rassischen Bedingtheiten zu erkennen. Der Grieche hat nie international gebaut, sondern griechisch, das heißt, jede klar ausgeprägte Rasse hat ihre eigene Handschrift im Buche der Kunst, sofern säe nicht, wie z. B. das Judentum, überhaupt ohne eigene künstlerisch produktive Fähigkeit ist. Wenn Völker aber eine artfremde Kunst kopieren, so ist das nicht der Beweis für die Internationalität der Kunst, sondern nur der Beweis für die Möglichkeit, etwas intuitiv Erlebtes und Geschaffenes abschreiben zu können. Nur dort kann man von einem wirklich verständnisvollen Eingehen eines Volkes in die Kunst eines anderen reden, wo über alle zeitlichen und sprachlichen Entfernungen hinweg ein und dieselbe rassische Wurzel vorhanden ist. le mehr daher in einem Volke äußerliche Weltanschauung und damit Innerlich tatsächlich ein bestimmter Rassenkem dominierenden Einfluß erhält, um so mehr wird dann nicht nur politisch, sondern auch kulturell gesehen sofort die Annäherung erfolgen an den Lebensausdruck rassisch ähnlich bedingter Völker und Staaten ohne Rücksicht auf die zeitgemäße Distanz. Denn was immer sich auch im äußeren Weltbild verändern mag, die innere Veranlagung der Rassen selbst verändert sich nicht. Jahrtausende sind einflußlos, solange nicht die Erbmasse selbst blutmäßig verdorben wird.“ Auch in seiner Rede auf dem Parteikongrefi selbst am Sonntag nachmittag beschäftigte Adolf Hitler sich mit der rassischen Grundlage der nationalsozialist ischen Lehre. Er führte u. a. folgendes aus: ״Um die Krankheiten eines Volkes zu erkennen, Ist es aber zuerst nötig, seinen Aufbau zu begreifen. Fast alle Völker der Welt bauen sich heute aus verschiedenen rassischen Grundstoffen auf. Diese Urelemente sind die Träger voneinander abweichender Fähigkeiten. Nur in primitiven Funktionen des Lebens kann eine Gleichheit für alle Menschen angenommen werden. Die Differenz zwischen den einzelnen Rassen kann z. T. sowohl äußerlich als damit selbstverständlich auch innerlieh ganz enorm sein — und ist es auch• Die Spanne, die zwischen dem niedersten, noch sogenannten Menschen und unseren höchsten Rassen liegt, ist größer als die zwischen dem tiefsten Menschen und dem höchsten Affen. Würde es auf dieser Welt einige Rassen nicht geben, die zur Zeit ihr kulturelles Antlitz bestimmen, dann würde von einer menschlichen Kultur überhaupt wohl kaum zu reden sein. Nicht das Klima oder die Erziehung sind dafür verantwortlich zu machen, sondern nur der Mensch selbst, der von der Vorsehunp mit dieser Fähigkeit begabt wurde. Wenn nun auch diese kulturelle Befähigung bestimmten Rassen an siel! grundsätzlich zu eigen ist, so erfolgt ihre drastische Auswirkung doch nur unter bestimmten dafür günstigen Umständen. ז Beachten Sie unseren Inseratenteil Der Mensch wird als Einzelwesen, ganz gleich, welche Kräfte er in 8ic(t birgt, unfähig sein, höhere Leistungen zu vollbringen, solange er nicht die Kräfte vieler in den Dienst einer Idee, einer Vorstellung, eines Willens und zu einer Handlung vereinen kann. Ein Blick in die Natur zeigt uns nun, daß die Geschöpfe einer reinen Rasse nicht nur körperlich, sondern auch im ,Wesen und in den Fähigkeiten mehr oder weniger gleichwertig sind. Diese Gleichheit ist das größte Hindernis der Bildung einer höheren Arbeitsgemeinschaft; denn wenn jede höhere Kultur ihre Ausprägung durch Leistungen erhält, die nur einer Zusammenfassung menschlicher Arbeitskraft verdankt werden können, dann muß eine. Vielzahl von Individuen einen Teil ihrer individuellen Freiheit opfern und sich dem Willen eines Einzelnen unterordnen. So sehr nun auch die Vernunft dazu raten müßte, würde es doch in der Wirklichkeit schwer sein, unter ganz Gleichen die Gründe klarzumachen, warum am Ende dennoch einer seinen Willen über den der anderen erheben muß. Die beiden Begriffe ״Befehlen“ und ״Gehorchen“ erhalten aber in dem Augenblick einen ganz anderen zwingenderen Sinn, wenn Menschen verschiedener Wertigkeit auf- oder zueinanderstoßen und nun durch den stärkeren Teil eine gemeinsame Zweckbindung geschaffen wird. Die höhere Rasse — zunächst höher im organisationsfähigen Sinne gesehen — unterwirft sich eine niedere und geht damit ein Verhältnis ein, das nunmehr nicht gleichwertige Rassen umfaßt. Damit erst erfolgt die Unterstellung einer Vielzahl von Menschen unter den willen von nur wenigen, hergeleitct einfach aus dem Recht des Stärkeren, einem Recht, das, in der Natur gesehen, als einzig vorstellbar, weil vernünftig, gelten kann. Allein im Laufe einer langen Entwicklung ist trotzdem sehr oft aus diesem Zwang für alle ein Segen geworden. Es bildeten sich jene Gemeinwesen, die durch das Zusammenschmieden verschiedencr Rassen das Wesen der Organisation begründeten. Diese aber erfordert Unterordnung des Willens und der Tätigkeit vieler unter den Willen und die Tatkraft immer eines. Einzelnen! In eben dem Maße, in dem aber die Menschen die staunenerregenden Ergebnisse dieser Zusammenballung ihrer Fähigkeit und Arbeitskraft entdecken, erkennen sie nicht nur die Zweckmäßigkeit, sondern auch die Notwendigkeit eines solchen Vorgehens. Und so Ist nicht dort eine arische Kultur von Größe und Bedeutung entstanden, wo Arier rein und ausschließlich unter sich lebten, sondern überall dort, wo .sie mit andersgearteten Rassenein e leb endige Verbindung eingingen, nicht »m Sinne einer blutmäßigen Vermischung, sondern einer organischen Zweckgemeinschaft. Und was für den Besiegten zunächst sicherlich als harter Zwang empfunden wurde, ist später trotzdem auch sein Segen geworden. Unbewußt wurde in dem Herrenvolk immer schärfer als Moral die Erkenntnis lebendig, daß sein Herrentum nicht Willkür sein darf, sondern edle Vernunft. Die Fähigkeit, andere zu unterwerfen, wurde ihnen von der Vorschung nicht gegeben, um diese sinnlos den Herrn fühlen zu lassen oder zu quälen, sondern um aus der Verbindung seiner Genialität und der Kraft des anderen für beide gemeinsam ein menschenwürdiges, weil ihnen nützliches Dasein zu gestalten.“ ״Das Fermen( der Dekomposition“ In der Proklamation des Reichskanzlers Adolf Hitler, die in der Eröffnungssitzung des Parteikongresses der NSDAP, in Nürnberg verlesen wurde, wird u. a. über die Rolle des Judentums im deutschen Volk folgendes gesagt: ״Der rapide Absturz im letzten Winter schien sich zu einem vollkommenen Zerfall ausdehnen zu wollen. Wenn der große Geschichtsforscher M o m m s e n das Judentum im Völkerleben als ein ״Ferment der Dekomposition“ bezeichnet hat. so war diese Dekomposition In Deutschland schon sehr weit fortgeschritten. Und wie im einzelnen menschliehen Leben eine Erkrankung ein Stadium erreichen kann, in dem eine Rettung schwer oder überhaupt nicht mehr möglich wird, so auch im Völkerleben. Wenn sich daher der Nationalsoziaiismus in grimmer Entschlossenheit gegen den Schleichenden ״Untergang des Abendlandes“ zur Wehr gesetzt hat, dann allerdings getragen von der Ueberzeugung der auch heute noch nicht gänzlich zerstörten großen inneren Werte, die den europäischen Kulturvölkern zu eigen sind und die wir besonders auch in unserem deutschen Volke sehen. Wenn der Faschismus als beispielgebende geschichtliche Tat die Rettung des italienischen Volkes vollbrachte, dann hat der Nationalsozialismus die Erfüllung der gleichen Mission am deutschen Volk übernommen. Wir werden daher auch nicht dulden, daß die Träger der früheren Zerstörung unseres Volkes durch ihre ewig negative Tätigkeit der Zersetzung das deutsche Volk weiterhin willenlos oder auch nur unsicher machen in einer Zeit, in der sein ganzer Wille mithelfen muß, die Katastrophe zu vermeiden, die Krise zu überwinden. Es wird daher eine der wichtigsten Aufgaben der Bewegung sein, diesen Zerstörern *der Widerstandskraft unseres Volkes einen unerbittlichen Kampf an Zusagen und durchzuführen bis zu ihrer vollständigen Vernichtung oder Unterwerfung. Als einzige Trägerin der Staatsgewalt muß die Partei erkennen, daß von nun ab die gesamte Verantwortung für den Lauf des deutschen Schicksals auf ihr lastet. Angesichts der internationalen Verbreitung der hauptsächlichsten Fermente dieser Dekomposit i o n und der daraus resultierenden besonderea Gefahren für Deutschland werden wir um so mehr dafür sorgen müssen, aus dem Innern unseres Volkes den Geist des Zweifels genau so wie den der Zaghaftigkeit oder den des Sichgehenlasseirs restlos auszutreiben. Wir Nationalsozialisten sind durch eine zu lange Periode an Verfolgungen und Unterdrückungen gegangen, um den wirklichen Wert der schillernden demokratischen Menschheitsphrasen unserer politischen Gegner nicht genau zu erkennen. Wir sind entschlossen, nach dieser Kenntnis zu handein! Die Erziehungsarbeit, die die Bewegung dabei zu leisten hat, Ist eine ungeheure. Denn es genügt nicht, nach bestimmten Prinzipien den Staat zu organisieren, sondern es ist nötig, das Volk nach ihnen zw erziehen. Nur wenn das Volk dauernd einen Inneren Anteil nimmt an den Grundsätzen und Methoden, die seine staatliche Organisatioa tragen und bewegen, wird ein lebendiger Organismus erwachsen, statt einer totea, weil nur formalen meehanistischen Organisation. Nur das vom Leben Erfüllte wird aber zu seiner Erhaltung, wenn nötig, auch Leben beanspruchen können und eiszusetzen vermögen i* 4 i

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