Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 67 (25.8.1933)
- Date
- 1933-08-25
- Page
- Seite 452 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 450 todische kundschau Nr. 67, 25. VIII. 1933 Nr. T it •; Jfc 6, ..:ו I'. 11 fr« li: fi•־ 4־:; 'Pf i Die Herkunft der deutschen Juden Die Not der Kleingemeinden Bei der Beschäftigung mit den durch die Ereignisse der leiden Monate cingctretenen Sorgen des deutschen Judentums wird oft eine Erscheinung übersehen, die von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist: Die Lage der Juden in den Kleinstadt- und Landgemeinden ist wirtschaftlich und seelisch besonders schwer. Es fehlt ihnen der Zusammenhalt, die Beziehung zu den lebendigen Interessen der jüdischen Gegenwart, und der wirtschaftliche Druck ist für die isoliert lebenden Juden oft besonders stark. Und wenn auch die Zahl derjenigen deutschen Juden, die mehr oder weniger zerstreut auf dem Lande leben, heule weit geringer ist als noch vor einigen Jahrzehnten, so ergibt sich doch ein nicht zu unterschätzendes Problem. Wir veröffentlichen, nachstehend zwei Zuschriften, die sich mit diesem Fragenkreis beschäftigen. Unsererseits glauben wir, uns heute mit dem Hinweis begnügen zu können, daß eine Lösung der besonderen Nöte des kleinstädtischen und ländlichen Judentums nur im Zusammenhang mit den allgemeinen Aufgaben möglich ist, die vor dem gesamten deutschen Judentum stehen. Die Erfahrung der letzten Monate zeigt mit aller Deutlichkeit, daß die Verbindung mit Palästina auch für diese Menschengruppe in jeder Hinsicht von entscheidender Bedeutung ist, und daß überall dort, wo der Gedanke des Wiederaufbaus eines echten jüdischen Lebens in Palästina Eingang gefunden hat, neuer Mut auch unter den ländlichen Juden eingezogen ist. Hcd. Von Ernst Kahn. In der Londoner ״Times“ gab kürzlich «in Engländer seinen Landsleuten Eindrücke von einer Deutschlandreisc wie• der; er versicherte, daß der Antisemitismus nicht den 400 000 alteingesessenen, sondern der Million seit dein Krieg ein• gewanderten Juden gelte. Mit diesem angeblich krassen Miß- Verhältnis zwischen beiden Gruppen gab der Einsender lediglieh den Eindruck wieder, der in weiten — vielleicht sogar in manchen jüdischen — Kreisen über die Invasion namentlich aus dem Osten herrscht. Hier bestätigt sich die alte Erfahrung, «laß nur den wenigsten Menschen das Gefühl für Größenverhältnisse gegeben ist. Gerade bei dem Studium der Judeufragc kann man ja diesen Mangel deutlich feststellen. Wer z. B, hätte geglaubt, daß es in Deutschland neben den konfessionell gebundenen Juden nur 170000 bis 250 000 Nichtaricr gebe, wie das heute auf Grund von sehr verschiedenen Untersuchungen anzunehmen ist? Wer würde So ohne weiteres glauben, daß einschließlich der ״Juden- Stämmiinge“ nur 1 0״ der Gesamtbevölkerung ״Nichtarier“ sind? Wer würde beim Anblick der Geschäftsstraßen in Berlin oder Frankfurt a. M. den jüdischen Einschlag dieser Städte mit nur annehmen? Und wer würde glauben, daß in Deutschland heute kaum 50 000 O s t j u d e n leben, wenn man darunter Menschen versteht, die in der ersten oder zweiten Generation aus Polen, Rußland, Rumänien und den haitischen Provinzen stammen, und kaum 70CXX), wenn man auch die Einwanderer und deren Kinder und Enkel aus der Tschechoslowakei, Deutsch-Oesterreich und Ungarn dazurechnet — eine Definition, die weder die aus Deutsch-Böhmen noch die aus Wien Kommenden ohne weiteres gelten lassen. Von diesen ist ein sehr großer, wahrscheinlich der größte Teil, bereits vor dem Krieg in Deutschland gewesen. Und doch sind diese Zahlen leicht zu belegen. Wiederum ■dient uns dabei das gar nicht genug zu rühmende Werk von Sil her gleit ״Die Bevölkerungs- und Berufsverhältnisse der Juden im Deutschen Reich“ als Unterlage. Danach lebten 1925 in Preußen 76'187 ausländische und staatenlose Juden, deren Herkunft vermutlich interessieren wird. Es gab 1025 in Preußen jüdische Reichsausländer und Staatenlose; Polen 35 385 Deutsch-Oesterreicher 9 .)98 Russen 6 ÜS6 Tschcchoslowaken 3 574 Ungarn 2 480 Rumänen 2 156 Holländer 1 791 Litauer 1350 Letten 1 037 Türken 862 Briten 627 Nordamerikaner 379 sonstige und Staatenlose 10 259 zusammen 76 387 Es ist nicht schwer, aus diesen preußischen Zahlen diejenigen für das Deutsche Reich zu schätzen; denn man weiß, daß in Sachsen unverhältnismäßig viele Ausländer (1925 wohl 14 000), in den übrigen ־ Bundesstaaten aber außerordentlich wenige Wohnten, so daß man mit einer Gesa mtzahl von hunderttausend annähernd das Richtige treffen wird. Zwei Fehlerquellen dürften sich dabei annähernd kompensieren: Einerseits sind 1925 einige Tausend auslän- «fische Juden bereits naturalisiert gewesen, andererseits enthält die Statistik eine kaum viel kleinere Zahl von deutschen Juden, die durch Heirat oder irgendwelche Zufälle Ausländer geworden sind oder aus rein deutschen Gebieten stammen. Seit 1925 bis!teilte sind erhebliche Auswanderungen erfolgt, die mit 60 000 eher zu niedrig gegriffen sein mögen. Es ist allgemein bekannt, daß darunter naturgemäß ein außerordentlich hoher Prozentsatz Ausländer ist. Das ist nur zu natürlich. Denn unter ihnen finden sich unvergleichlich mehr Arbeiter und auch Angestellte als unter den deutschen Juden, also Kategorien, die früh unter den Schwierigkeiten des Stellenmarktes litten; außerdem sind natürlich die Neuankömmlinge auch sonst weniger in Deutschland verwurzelt als die Alteingesessenen. Aus allen diesen Gründen nehmen wir an, daß mindestens die Hälfte der jüdischen Auswanderung auf die Ausländer entfiel und dadurch nurmehr 70 000 von jenen 100 000 anwesend sind, worunter etwa 500(» Ostjuden im engeren Sinne zu suchen wären, die, wie schon erwähnt, vorwiegend bereits vor dem Krieg in Deutschland lebten. Woher aber stammt der große Rest der deutschen Juden? Offensichtlich ist die heutige Verteilung ein Ergebnis äußerst lebhafter Binnenwanderungen. Denn die gegenwärtige Verteilung mit etwa einem Dritte! aller Juden in Berlin, mit etwa drei Viertel in Preu ß en, mit fast 80 °0 in den Großstädten ist grundverschieden •etwa von dem Zustand vor 100 Jahren; Das Bild von damals zeigt uns klar, woher die deutschen Juden kommen; die Provinz, Posen zählte damals 73 000 Juden, die von dort, wo sie bekanntlich zu den Deutschen sprachlich und kulturell sich geschlagen halten, fast restlos, und zwar vor allein nach Berlin abgewandert sind. Süddeutschland, nämlich Bayern, Württemberg, Baden und Hessen, faßte damals etwa 30 °/0 der deutschen Juden, heute kaum mehr als ein Fünftel. Es ist natürlich nicht einfach, für die Gesamtheit der deutschen Juden eine exakte statistische Darstellung für die weiter zurückliegende Zeit zu geben. Hier hört der Aufgabenkreis des Statistikers auf und es beginnt das Problem des Historikers. Während vermutlich namentlich in den ostdeutsehen Provinzen zahlreiche Familien ursprünglich von Polen und den baltischen Ländern eingewandert waren (wohin sie bekanntlich zum erheblichen Teil aus Deutschland gekommen waren), handelt es sich im Süden und Westen des Reiches meistens um Familien, die dort seit Jahrhunderten ansässig sind; Stammbäume aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind sehr häufig und in so alten Gemeinden wie etwa Frankfurt a. M. leben heute noch ausgebreitete Stämme, die einwandfrei 500—600 Jahre zurückverfolgt werden können. Gerade die Ereignisse der letzten Monate haben das Interesse für die Vorfahren unter der» deutschen Juden außergewöhnlich belebt. Zusammenfassend darf gesagt werden, daß die deutschen Juden zum erdrückenden Teil seit Generationen — teilweise Jahrhunderten — hier ansässig sind, daß namentlich die heute noch in Deutschland lebenden Ostjuden erster und zweiter Generation weniger als ein Tausendstel der Bevölkerung betragen. Helft dem Kleinstadtjudentum! Im Ringen um ein neues Leben droht die Kleinstadtjudenheit ins Hintertreffen zu geraten. Nicht nur, daß die Uebersicht über die umwälzenden Geschehnisse der Gegenwart sich hier erst langsam durchsetzen, auch die Durchführung irgendweicher Pläne scheitert häufig daran, daß der Kleinstadtjude zu den großen jüdischen Organisationen nicht die rechte Verbindung hat. Keine Vereine, jüdisches Leben nur in einzelnen Familien, hier und dort in einem Jugendbund, aber auch da nur spärlich. In der Großstadt plant man jüdische Schulen; in der Kleinstadt muß der Religionsunterricht die jüdische Schule ersetzen. Aber dieser Religionsunterricht bedarf einer gründlichen Umgestaltung. Es genügt nicht mehr, daß jüdische Jugend mit der Vollendung des 13. Lebensjahres den Religionsunterricht verläßt und von da ab sich kaum wieder mit jüdischen Dingen befaßt, daß sie mit Mühe dem Gottesdienst ״folgen“ kann und mit geringschätzigem Bedauern auf die wenigen ״frommen“ Gemeindemitglieder herabsieht, die noch am Althergebrachten hängen. Mag man über die Formen des Gottesdienstes streiten, unzeitgemäß ist heute in erster Linie die Loslösung vom Judentum, welche die vorige Generation und ein Teil der heutigen Jugend vollzogen hat. Heute, wo uns die lebendige Anteilnahme an der Kultur unserer Umweit erschwert ist, läßt man noch immer eine jüdische Jugend aufwachsen, die keine andere Bindung zum Judentum hat, als die ihr von der Umwelt aufgedrängte. Glauben wirklich die Eltern, glauben die Gemeindevorstände, dies länger verant- Worten zu können? Glauben die Lehrer der Kleingemeindcn, daß cs so weitergehen soll? Das alte Argument, das wir immer und immer wieder hören, die Nach sicht des Elternhauses gegenüber dem jüdisch en Religionsunterricht, dürfte heute versagen. Keine jüdische Mutter, kein jüdischer Vater werden ihr Kind der seelischen und geistigen Wurzellosigkeit anheimfallen lassen wollen. Wir Jungen aber, die durch den Umbruch der Gegenwart zutiefst aufgerüttelt sind, sind nicht gesonnen, die Generationen, die nach uns kommen, seelisch verkrüppeln zu lassen, weil die Verantwortlicheti zu gleichgültig ,waren. Trotz und gerade wegen der ״anderen Sorgen“, die!ins heute bedrücken, haben wir die Verpflichtung, unhaltbare ■Zustände abzuändern, zumal dazu kaum finanzielle Opfer, sondern nur etwas guter "Wille und Energie erforderlich sind. Wir fordern da 11 er auch für die Kleingemtinden: 1. Angieicliung der Pflicht zum Besuch des Religionsunterrichtes an die allgemeine Schulpflicht. 2. Dreistündigen Religionsunterricht in der Woche. 3. Aufstellung eines festen Pensums, das umfaßt: Bibel, jüdische Geschichte mit Palästinakunde, Alt- und Neuhebräisch. 4. Straffste Beaufsichtigung des Unterrichts seitens der verantwortiiehen Instanzen. Ich bin darauf gefaßt, daß man sagt, dies Programm sei in den Gemeinden X und Y längst durchgeführt. Das ist nie geleugnet worden. Tatsache ist aber, daß in einer übergroßen Zahl von Gemeinden der Religionsunterricht katastrophal darniederliegt. Die Emigranten im EIsa$ Der ״Matin“ veröffentlicht lt. ״Frankfurter Zeitung“ vom 18. August die Ansichten der Präfekten der elsaß-lothringischen Departements über die Lage, die durch die deutschen Fluchtlinge geschaffen worden ist. Die Vertreter der Zentralbehörde sind übereinstimmend der Auffassung, daß die eisaßlothrin gische Wirtschaftskrise die Gefahr, die ihnen von der wirtschaftlichen Betätigung der deutschen Flüchtlinge drohen könnte, stark überschätzen. Es ist zwar eine große Anzahl deutscher Flüchtlinge durch Elsaß-Lothringen passiert, aber nur ein kleiner Teil ist im Lande geblieben, während die bei weitem größte Mehrheit nach dem Innern Frankreichs weitergezogen ist. Dafür werden folgende Zahlen geliefert: Im Moseldepartement (Lothringen) wurden etwa 4000 F1 ü c h t - linge gezählt; davon sind ungefähr 400 im Departement geblieben. Im Departement Oberrhein (Colmar) trafen etwa 3000 bis 4000 Flüchtlinge ein, und zwar ztim größten Teil I uden, wovon sieh etwa 600 noch jetzt dort aufhalten. Im Departement Unterrhein (Straßburg) scheint der Andrang besonders groß gewesen zu sein, eine genaue Zahl wird jedoch nicht genannt, und es ist lediglich von einigen Tausenden die Rede, Davon halten sich nur 722 noch jetzt im Departement auf. Die Politik, welche die Behörden gegenüber diesen zurückgebliebenen Flüchtlingen zu verfolgen gedenken, geht aus den Erklärungen, welche die Präfekturen dem französischen Blatte zur Verfügung gestellt haben, deutlieh hervor: Nur diejenigen Flüchtlinge, welche Verwandte in Elsaß- Lothringen haben, sollen die Erlaubnis zum ständigen Aufenthalt bekommen, ferner diejenigen, welche Industrien oder Handelsunternehmungen zu schaffen beabsichtigen, die in dieser Gegend noch nicht vorhanden sind und die also für die bestehenden Betriebe keine Konkurrenz bedeuten könnten. Die übrigen sollen nach und nach nach dem Innern Frankreichs abgeschoben werden, da man eine Ansammlung von deutschen Flüchtlingen in größerer Zahl gerade in diesen Grenzgebieten für unerwünscht hält. Der Straßburger Präfekt, Har Rolland-Marcel, hat Im Kampf um die Durchsetzung dieser Forderungen erwarten wir vor allem, daß die Bünde und Jugendvereinc ihren Einfluß restlos für ihre Verwirklichung einsetzen. Edmund Jacobsohn, Rostock. Was wird aus den jüdischen Landbewohnern? Die jüdischen Gemeinden und Organisationen in den größeren Städten versuchen, den Zusammenhalt zu festigen, Öfters als früher zusammenzukommen und gemeinsam die Sorgen des Tages und der Zukunft zu besprechen. Die Tat- Sache allein, daß man nicht verlassen dasteht und Tausende von Gleichbetroffenen um sich hat, ist immerhin ein Trost. Dieser Zusammenhalt fehlt den auf dem Lande lebenden jüdischen Menschen vollkommen. Sie sind völlig auf sich angewiesen, und die jüdische Zeitung, die ihnen der Brietträger ins Haus bringt, ist oft. neben aem Besuch des Gottesdienstes ihre einzige Verbindung mit dem Judentum. Ihnen fehlt die jüdische Organisation, die sie zu gemeinsamer Aussprache ruft, ihnen fehlt der Zusammenhalt, ihnen fehlt die Unterrichtung über das, was in der Welt vor geht. Ungezählte Gemeinden sind so klein geworden, daß sic nur an den hohen Feiertagen Gottesdienst abhalten. Und die wenigen Landgemeinden, die sich noch einen eigenen Beamten halten können, sind durch den Wegzug guter Steuer- Zahler in den letzten Monaten ebenfalls in dieser Hinsicht zurückgeworten worden. Versetzen wir uns in die Lage dieser jüdischen Händlerfamilien, die seit Monaten geschäftlich schwer zu kämpfen haben. Was sollen diese Menschen anfangen? Eine Umschiclitung kommt in der kleinen Stadt oder dem Dorf kaum in Frage. Und der Wegzug in die Stadt, was nützt er? Wohl hätte man dort zu anderen Juden Fühlung, aber eine neue Lebcnsmögiichkeit gibt es für den jüdischen Händler auch in der Stadt nicht. Der jüdische Landbewohner sieht keinen Ausweg. Die jüdischen Organisationen, allen voran die Landesverbände und die Reichsvertretung, müssen ernstlich erwägen, was geschehen kann, um hier tausenden im ganzen Reich zerstreut lebenden jüdischen Familien in geistiger und materieller Hinsicht neue Möglichkeiten zu 'geben. Was kann trotz’ aller wirtschaftlichen Not geschehen und was nicht? Es hat keinen Zweck, wenn man die Regelung dieser Frage lokalen Verbauden überläßt, sie muß einheitlich geregelt werden. Es gilt, in materieller Hinsicht dahin zu gelangen, daß es den jüdischen Landbewohnern durch Hergabe billiger oder zinsfreier Kredite seitens jüdischer Institute z. B. ermöglicht wird, ihren teils vorhandenen kleinen Landwirtschaftsbetrieb ausztibauen und dadurch die Lebenshaltung zu verbilligen. Jedenfalls müssen die bestehenden jüdischen Existenzen auf dem Lande zu erhalten versucht werden. In geistiger Hinsicht müßten jüdische Wanderbibliotheken geschaffen werden, die es ermöglichen, den Landbewohnern jüdische Lektüre für wenig Geld zur Verfügung zu stellen. So oft wie möglich müssen auf dem Lande — man lasse zu diesem Zweck die Juden verschiedener Orte an einem zentral gelegenen Punkt Zusammenkommen — Vortragsabende stattfinden. Rabbiner und Lehrer müssen sich mehr als bisher um die Landbewohner kümmern und sie zu bewußten luden machen. Man kanm es verstehen, daß Menschen seelisch zugrunde gehen, wenn sie jahrelang nichts von den jüdischen Organisationen gehört haben. Max Reinheimer, Frankfurt a. M. seine Ansicht folgendermaßen umschrieben: ״Wir haben der! Gesetzen der Menschlichkeit und der Gastfreundschaft Rech nung getragen. Wir werden aber auch den uns obliegenden patriotischen Pflichten nachkomm en, indem wir die Niederfassung von Verdächtigen oder von Unerwünschten in diesem Grenzlande verhindern.“ ״Der Arzt im Dritten Reich״ Der Nationalsozialistische Deutsche Aerztebund vcransfaltete in der Berliner Philharmonie einen Vortragsabend: ״D e r Arzt ltn Dritten Reich“. Bei dieser Gelegenheit hielt Ministerialrat Dr. Conti ein Referat, in dem er u. a. auch auf die J u d e n f r a g e zu sprechen kam. Nach einem Bericht des ״Volk. Beob.“ vom 24. 8. führte Dr. Conti hierbei aus, die ״rassischen Oru n d s ä t z e seien beinahe vollkommen vergessen worden, was sich bitter rächen könne. Schon allein, wenn man von der Seite der Judenfrage die Vergiftung der Rassen in unserm Deutschland betrachte, so müsse inan fcststcllen, daß nicht nur beim Adel und beim Bürgertuni, sondern Leider auch in die Kreise der Handarbeiterschaft jüdisches Blut aus danklen K j nälen eingedrungen sei. In unserer Zeit müsse das Volkiiche wieder in den Vordergrund gerückt werden.“ Weiter betonte Dr. Conti, ״die Lage der Berliner Aerzteschaff habe sich in letzter Zeit verbessert. Dies sei hauptsächlich auf die wachsende Kollegialität unter den arischeu Aerzten zurückzuführen, und auf das Eli minierender-jüdischen Aerzteschaft. Er habe persönlich nichts gegen jüdische Aerzte einzuwenden, aber er verwahre sich an dieser Steile ganz energisch dagegen, daß in weitesten Kreisen noch immer die Meinung vertreten sei, daß d er jüdische Arzt tausendmal besser als der deutsehe sei. Der Rassenvermischung müsse um jeden Preis, und sei es auch mit drakonischen Mitteln, Einhalt geboten werden." 1111111111111111m111u11111111111n11m;111111111:n11n111111111iT11n11111111111111111111t1M1111111111111n1111111unmn111111Hi11;11111111111111mn ... Lei 1 w Jarkon haben Boden! nen, B; gescha Als vo der Mi sich d« sfigenc v a n t gend j am am sich g׳ wände; genüg' I), heute ob sic Zuerst lächerl gen M lien, C einen Sc größei meldui hungri Unten von d! drung! takt n ßungs Fi punkt ström! ist di! Nah! Markt satzpu Markt Irak, deren noch unaufl Weste! e u m Comp nahmt öffenf kerun! witter Vcrbii werte dieses die T ten A pagan Mai b neten Depar viel ( wie d villon« früher nehmt lern g stein Messe s t e I Parall anstal Regie die ir! also i Ansin wollt« rein r lehnt« bisch« Nachl ein g: arabi< der Fi säintli und 1 weise 11 beson rung n 1 s i Schor derni; mäße an di! hat s haber die C bend« bis zi die A auf g kahle das e dions ders alles Kiins gen s Seite Wun! 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