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Jüdische Rundschau · 1933-07-14 · Heft 56 (14.7.1933) · p. Seite 333

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 56 (14.7.1933)
Date
1933-07-14
Page
Seite 333 (sequence 3)
Language
German
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1933 Nr. 56,14 VII. 1933 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 33t :hält von tn Sied- und EI- Aussicht B große orderlich rigkeiten frika zustion an. r Errich- Insbesonn Kischi- י I e h w e : für Erd Unteriber Ent- Uganda. Zionismus t a 1 i e 11, Versöhen, unter mgresses. 1g Herzls gellt zuo er am!uerkundon weiter es wurde lung der in, durch 1t wurde, von 1917 er ״Natiolit konnte beginnen, in seinem e in ihrer und ihre n als eine ständiger mit den aller jüdiludenfrage gesagt Vorbereischaftsutnte Kondiese Kongiert wird, der Juden in der Tat Reihe von age soweit geil, sowie 1, andererleschaffung 11־ man von :re Organi- , wenn die erlügenden as man von ber nicht 1 Anschein, ndung) mit Demone r s on e n gesell sind, der eng- : d e n h e i t Demon• da eines Soykotts eicht ist es Judentums ickzuführen, | ii d i s c h c land betrie-;ammenhänmimen. iß in einem :n, daß die der Boy■ ihre Methoiber in folber die Meigkeiten gelit den Füllvegen deren liwer unzu- , der seinen;knechte für ubenbesitzer :s Londoner egen Hitler aust organieher waren pf des Lon-!den an, die vollen, aber len und sich oner Juden- 1 verkaufent und Hetzrill jetzt mit l anfassen“• ited Defence aschistischr 11 , Bisher mit .-Dienst“ h nicht so!en die jüdi- Rasseafrage und ״Ha$gesänge" Im ״Deutschen Aerzteblatt“ vom 1. Juli veröffentlieht Ministerialrat Dr. Conti einen Aufsatz ״Staat, Volk und Rasse“, worin er über die Stellung des Judentums im deutsehen Staate längere Ausführungen macht. Conti gibt eine Dcfinition des Begriffs Volk: ״Ein Volk ist eine Gemeinschaft von Menschen rassischer Verwandtschaft, durch Sprache, Kultur und Geschichte verbunden, das sich als zusammengehörig empfiudet“. Die rassische Verwandtschaft sei vom Willen unabhängig, die anderen Kriterien dagegen seien teilweise vom Willen abhängige, erwerbbare Kennzeichen. Was aber die Juden betrifft, so kommt der Verfasser zu folgenden Ergebnissen: ״Dem Judentum als einer nichtarischen Rasse kann nicht die in ihm liegende Möglichkeit ziigesprochcn werden, trotz staatlicher, sprachlicher und, soweit es seine innere Wesensart zuläßt, äußerlich kultureller Gemeinschaft, volkszugehörig in seinem Wirtsvolke zu werden. Ein Teil des Judentums weiß dies und bekennt es offen, ein Teil weiß es und täuscht uns, und ein anderer Teil fühlt es nur unklar und ergibt sich einer Selbsttäuschung. Diese Selbsttäuschung mag tragiscli sein für diesen Teil des Judentums. Wir können sie nicht anerkennen und zur Grundlage Staatlicher Regelungen machen, um unserer Selbsterhaltung willen.“ Dementsprechend verlangt Dr. Conti eine gesetzliche Klar- Stellung, bei der die Wirklichkeit der rassischen Verschiedenheit berücksichtigt wird. Bekanntlich hat Dr. Conti in einer Pressekonferenz einmal Ausführungen darüber gemacht, daß die Haß gesäugt gegen die jüdische Rasse auf hören sollen. Die Juden seien zwar als Rasse andersartig, aber nicht minderwertig. In ähnlichem Sinn schrieb einmal der nationalsozialistische Aerzteführer Dr. Claus, daß niemand sicli seiner Almen zu schämen habe. Wenn tatsächlich der neue deutsche Staat auf rassisch-völkischen Grundlagen aufgebatit wird, wie es ja beschlossene Sache zu sein scheint, dann können wir als Juden keinen Einspruch dagegen erheben, daß man uns die rassische Zugehörigkeit zum Deutsch-Ariertum abspricht. Der einzige Weg zur Lösung, um auch uns das Leben erträglich zu machen, liegt jedoch darin, daß man uns als besonderer, eigenartiger Gruppe mit Objektivität begegnet und uns im Staatsgefüge einen Platz anvveist, der auch uns den ehrlichen Erwerb des Lebensunter- 11 a i t e s möglich macht. Leider ist die Mahnung von Dr. Conti, daß H a ß g e - sänge vermieden werden sollen, nicht ־zur Kenntnis aller daran interessierten Stellen gelangt. Wir finden in manchen Zeitungen Auslassungen, die überaus kränkend und beleidigend für das Judentum sind. So veröffentlicht am 2, Juli der ״Dortmunder Generalanzeiger“ einen Artikel ״So sind die Juden“, der sich in den beleidigendsten Schmähungen ergeht. Es wird darin das angebliche Aeußere der Juden und ihre moralische Gesinnung in einer cras’tischen Weise, die wir gar nicht wiedergeben wollen, beschrieben. In der Gleiwitzer ״Ostfront‘‘ finden wir am 9. Juli einen kleinen Artikel ״A u s r ot t e n“, worin es zum Schluß heißt: ״Das jüdische Volk ist ein Teufelsvolk. Es ist ein Volk von Verbrechern und Mördern, darum muß das jüdische Volk ausgerottet werden unter der Sonne.“ Die Beispiele könnten vermehrt werden. Häßliche Karikaturen von Juden sind gleichfalls an der Tagesordnung. Die Schreiher solcher Artikel machen sich offenbar gar keine Vorstellung davon, in welche seelische Verfassung Juden geraten müssen, die solches lesen und die wissen, daß dies die geistige Kost ihrer Mitbürger und Nachbarn ist. Nachdem der National- Sozialismus heute die gesamte Macht in Deutschland in Hä!1den hat und erst kürzlich durch unzweideutige Kundgebung des Reichskanzlers und durch einen Erlaß des Reichsinnenministers die Revolution als abgeschlossen erklärt worden ist, sollten — auch bei strikter Einhaltung der nationalsozialistischen Prinzipien der Rassenscheidung — derartige von Ministerialrat Dr. Conti verurteilte ״Haßgesänge“ vermieden werden, schon weil in solcher — wenn auch nur lokaler — Aufreizung von Leidenschaffen stets ein Keim für die Gefährdung der Ordnung erblickt werden muß, eine Möglichkeit, die nicht mit den Intentionen der Regierung übereinstimmen würde. ״Niemals bodenständig" Der ״Berliner Beobachter“ vom 12. Juli berichtet über eine Versammlung im Berliner Sportpalast unter der Ueberschritt ״Am deutschen Wesen wird die Welt genesen“. In dieser Versammlung sprach der nationalsorialistischc Reichstagsabgeordnete Wilhelm Börger, zu dessen in einer Reibe von Zeitungen abgedruckten Artikel über das Weltjudentum wir in Nr. 52 der ״Jüdischen Rundschau“ Stellung genommen haben. Nach dem Bericht des ״Berliner Beobachters“ hat Börger u. a. ausgeführt: ״Das deutsche Lebensgesetz sei die Bodenständigkeit und nicht das Wandern der Nomaden und Zigeuner. Durch das internationale Judentum, das immer unseßhaft und niemals bodenständig sei, sei schließlich Grund. Boden, Arbeit und Brot verschachert und verhandelt worden. Der Jude sei der Geist der Verneinung und der Zerstörung, während der Germane immer aufgebaut habe, wo er auch hingekommen sei. Der Jude, der keine Be- Ziehung zu Blut und Boden habe, mache alles beweglich, alles verkäuflich.“ Dazu ist zu bemerken, daß der Jude keinesfalls freiwillig das Wandern zu seiner Lebensform gewählt hat, sondern aus seinem Lande durch feindliche Uebermacht vertrieben wurde und später, so sehr er auch die Sehnsucht nach Ruhe in sich trug, nirgends bodenständig werden konnte, weil man ihm stets den Boden, auf dem er sich niedergelassen hatte, streitig machte. Wenn der Redner die moderne Judenfragc wirklich kennte, so würde er wissen, daß in unserer heutigen Zeit das Streben des Juden zur Verwurzelung 1m Boden ganz konkrete Formen angenommen hat. Und in der Verzweiflung, die das Judentum ergriffen hat. leuchtet wegweisend die Hoffnung voran, daß es auf dem alten Boden von der Wanderschaft erlöst wird. Antisemitische Hetze in Marokko. Iin Hinblick auf die in letzter Zeit mit einer gewissen Regelmäßigkeit wiederkehrenden Ueberfälle von Arabern auf Juden in Marokko, die allgemein als die Folge einer vom Ausland her mit großen Mitteln geführten Hetzpropaganda aufgefaßt werden, hat die Jüdische Gemeinde von Tanger eine Erklärung veröffentlicht. in der es 11. a. heißt: ״Fremde Elemente bemühen -i 11, Konflikte zwischen Mohammedanern und Juden zu provozieren. Die Jüdische Gemeinde fordert die jüdische Bevölkerung auf, derartige Provokationen, die nur darauf berechnet sind, die zwischen den verschiedenen Teilen der Bevölkerung herrschenden guten Beziehungen zu trüben, unbeachtet zu lassen.“ Ein deutscher Minderheiten- Politiker äußert sich In der deutschen Zeitschrift für das europäische Minoritätenproblem ״Nation und Staat“ veröffentlicht der Herausgeber der Zeitschrift, Baron Ferdinand von U c x k ü i 1, einen Aufsatz ״Deutschlands volkspolitischcs Programm“, worin er auch zur Judenfrage Stellung nimmt. Baron Ucxküll ist einer der hervorragendsten Vertreter der deutschen Mi 11 der heite 11 be w e gun g. Gerade dieser Tage haben die Zeitungen gemeldet, daß er als Nachfolger des bekannte״ Paul Schiemann zum Chefredakteur der ״Rigaer Post“ berufen wurde. Ucxküll versucht, objektiv die sich aus der eigentümlichen Situation der Juden in Deutschland ergebenden Probleme zu überblicken und weist schließlich darauf hin, daß die Judenpolitik der jetzigen deutschen Regierung in starkem Maße die Aufmerksamkeit der ganzen Welt und auch der internationalen Gremien auf sich gezogen hat. Abschließend bemerkt der Verfasser: ״Wie die Ziehung klarer und eindeutiger Grenzen zuischeu deutschem Volkstum und Judentum im Reich von vornherein auf rein evolutionärem Wege vom Volk aus hätte vor sich gehen können, ist heute müßig zu erwägen. Sie wurde aut revolutionärem Wege als Akt der deutschen Staatsmacht eingeleitet. Das in der Revolution entstandene Ausnaliincreginic kann mir ein vorläufiges sein, ins einzelne gellende Rezepte für die endgültige Lösung der Judenfragc im Deutschen Reich, die befolgt werden müssen, können hier nicht gegeben werden. Demi die Frage ist viel zu kompliziert dazu. Es sei hier nur darauf hingewiesen, daß das Judentum Deutschlands sich selbst in -1 Gruppen sicht: als ״Theodor Herz! lebt“ Zwei Gedenkfeiern 2um Jahrzeittag des Schöpfers der Zionistischen Bewegung Dienstäg, den 18. Juli, 201/2 Uhr, im Bachsaal, LützowatraBe 76 Redner: ELIAS AUERBACH Mittwoch, den 19. Juli, 20 V׳j Uhr, im Lehrervereinshaus Alexanderplatz Redner: SIEGFRIED KANOWITZ In beiden Feiern: El mole rachamim: Leo Gollanln Rezitation: Meinhard Maur. Orchester der Gemeinschaft jüdischer Musiker. Leitung: Michael Taube kariert zu RM 2.-0.50 ,—.1 ,1-50 ,־, im Büro Meinokestr. 10 füt B smarck 7165 70 ־) und an der Abendkasse. Reservierte Karten müssen für die Dienstag-F«|«r bis spätestens Montag, für die Mittwoch-Feier bis spätestens Dienstag mittag 2 Uhr im Büro abgeholt werden. Für die Abendkasse keine Reservierungen Berliner Zionistische Vereinigung nationaldeutsche Juden, als Zwischenscliichtler vielleicht nicht mehr voll jüdischen, wohl aber gewiß nicht schon deutschen Geistes, als Zionisten und als eingewanderte noch volksnahe Ostjuden. Sollen für diese vier sicher noch nicht genügend differenzierten Gruppen viererlei rechtliche Situationen erdacht und vorgeschlagen werden? Eine Frage, die eigentlich erst dann gestellt werden kann, wenn solche Fragen, wie die soeben gestellte, geklärt sein werden, ist die, wie weit bestimmte Grundsätze, die den Forderungen der Natio 11 alitä teil ko 11g resse entnommen sind, unmittelbar oder analoger Weise für Menschen, die sich größtenteils gar nicht als nationale Minderheit betrachtet sehen wollen und in diese Lage vielleicht erst gedrängt werden oder hineinwachsen müssen, Geltung finden sollen. Die bislu-r hierfür gemachten Vorschläge haben innerhalb der Juclenschaft Deutschlands durchaus kein einheitliches Echo gefunden. Die revolutionäre Regelung der Judenfrage in Deutschland kann, wie gesagt, nur eine vorläufige sein. Ihr wird zweifellos eine dauernde Neuregelung folgen. Grundsätzlich stehen wir auf dem Standpunkt, daß es bei dieser Regelung sich 11m eine Frage handelt, die nicht nur nach formal völkerrechtliehen Gesichtspunkten gelöst werden will. In ihrer vollen Tragweite berührt sie die tiefsten Grundlagen allen menschlichen Zusamme n s c i ti s und mu ß deshalb in erster Reihe nach sittlichen Prinzipien beurteilt und gelöst werden. Im Sinne einer sich von den vorübergehenden Erscheinungen einer stürmischen Gegenwart dem Aufbau einer besseren Zukunft zuwendetideii Be- Pachtung erkennen wir die Notwendigkeit an, nach Wegen zu suchen, wie die von uns vertretenen Grundsätze in der Nationalitätenfrage sinngemäß auf das Judentum in Deutschland angewandt werden können.“ Aus dieser vorsichtigen Formulierung ist zu ersehen, daß der Verfasser sich zwar nicht auf eine bestimmte Anschauung jetzt schon festlegen will, daß er aber das Empfinden hat, wie sehr das heutige Judenproblem für die gesamte europäische Minderheitenbewegung, die ihren Ausdruck in den ״Nationallläten-Kongresscn“ findet und in der die deutschen Minderheiten eine überragende Rolle spielen, von Bedeutung ist. Die Situation der Juden in Deutschland läßt sich in der Tat nicht leicht mit der der ״nationalen Minderheiten“ in anderen Ländern vergleichen, aber wie schon kürzlich in der ״Neuen Züricher Zeilung“ und auch in verschiedenen deutschen Zeitschriften (z.B. im ״Ring“, vgl. ״Jüdische Rundschau“, Nr. 38) bervorgeliohen wurde, gibt cs eine ״gcf ü bis!11 ä ß i g c“ Analogie, und die Prinzipien der Nationalilätenbcwegung müßten, falls sie auf die deutschen Juden Anwendung finden, ״sinngemäß“, d. h. unter Berücksichtigung der spezifischen Ver h ä 1111 i s s c dieses Einzelfalles, angewendet werden. Was die verschiedenen parteipolitischen Gruppierungen im deutschen Judentum, die der Verfasser erwähnt, betrifft, so müßte in diesem Punkt sicherlich ein Ausweg gefunden werden, da eine Vergcvaltigung nach Religion oder kulturellen Gesichtspunkten auch innerhalb einer organisierten Minderheit vermieden werden soll. In den politischen und juristischen Hauptfragen, sofern sich nämlich die deutsche Gesetzgebung gegen die ״Fremdrassigen“ richtet, würde indes dieser Unterschied, so wichtig er vom jüdischen Standpunkt auch ist, belanglos sein. Jedenfalls liegt es im Wesen der Sache, daß den Juden, denen das Bewußtsein der gleichberechtigten Staatsbürgerschaft und der Verwurzelung in ihrem Geburtsland und ihrer Heimafskultur genommen wurde, ein seelisches Aequivalent und eine Rettung vor entwurzeltem Desperadotum dadurch gegeben wird, daß ihnen in der Pflege jüdischer Kultur und jüdischen Bewußtseins und in einem zur Verantwortung erziehenden Gemeinschaftsleben die Fundamente für eine menschlich würdige Existenz gesichert werden. So spricht ER: Eine Stimme ist in Rama zu hören, ein Wehgesang, ein Weinen der Bitternis. Rachel verweint sich um ihre Söhne, weigert, sich trösten zu lassen um ihre Söhne, ach, keiner ist da! So spricht ER: Wehre deiner Stimme das Weinen, deinen Augen die Träne, denn es west ein Lohn deinem Werk - SEIN Erlaufen Aus dem Feindesland kehren sie heim! Eine Hoffnung west deiner Zukunft - SEIN Erlaufen ־־: Söhne kehren in ihre Gemarkung! /irmejahti 31,13 ff. (Verdeutscht von Martin Buberf Das ״Niederländische Dankgebei״ Unter Bezugnahme a::; : unsere t x'otizcn ״Zu e iricin Li oderbuch“ in Nr. 51 und Nr. 30 de 1״ ׳Jüdischen Rtindsc hau“ werden wir von mehr ereil Lesern darauf aniii icrk: ווו ו. s gemacht. daß auch der Te■־ .1 des ״N i e d e r 1 a n d i $ 1 heu I) a n k g e b c t“ von ei 11 cm luden verfaßt ist, n.im lieb von dem W 'jener j o s e p 11 W e vl. De r Theologe D. 1. h e k e n hat in der ״Christlich» 1 n׳. ׳reihen“ gegen die Vcrwen dang dieses Textes Stellung t:c! nominell und u. a. mit t'ini gemacht, daß die hciiluß- ■Stro plie ״D all Deine Gei nein de nicht Opfer der Feinde —1 י lerr, mach uns frei'־‘ ni uhts;1 11 derer ausdrüc kt als ״die zionistisch• t Ii 0 1 f 11 u 11 g auf die 1!cia!;Hosting Israel s aus der Völkei 'weit und ai 11' seine Viedi M־V) r vhii g»‘'g zu c iueni selbständig en Volk״. Ge gen diese Kritik 1.1! ekuns 1 lat in der 1' 1 mu״ •111: ׳ .:•.die der ״K öliiischen Zeituni '1 ‘ e in Linsender namens! 1' < ׳ i j ׳Stob lung g< .־nominell und 11. a. l:;eschriel icn: ,Gerade der Sei duf> in utet das deutsch(. ' hi :!1: )1 Inder! ,.V IV I clUc VC V 1 .n hllliz III UU 1 UU י IIV uuw 1,1 1.1-M ״INH' 11 nicht fremdartig rur. er Hat ja auch immer wieder zu dem Gesang des Liedes angeregt, weil er in Verbindung mit der schönen ,Melodie das Bekenntnis eines gottvertrauenden Volkes ergreifend und wuchtig absehli :Ul.“ Golz meint im Gegensatz zu Lucken, daß die jaliielangc Verwendung dieses Textes einen Beweis dafür bietet, daß cs dem volksmäßigen Fühlen entspricht. Die Tatsache, daß man für eine derartige Hymne einen von einem Juden verfaßten Text verwendet hat, zeigt aber, ebenso wie die Aufnahme von Heines ״Loreley“ in ein nationalsozialistisches Liederbuch, daß bei einer so verschlungenen Symbiose, wie sie seit Jahrhunderten zwischen Juden und Deutschen besteht, nicht alle Erscheinungen sielt so einfach nach den Methoden einer Sclnvarz-weiß-Technik einordnen lassen wie manche glauben. _ Der Arierparagraph in der Arbeitsfront Die ״Frankf. Ztg.“ meldet: Die Neuaufnahme in die B c - rufsverbände der deutschen Arbeitsfront und die Fortführung der Mitgliedschaft aller inzwischen von den aufgelösten Verbänden über führten Mitglieder wird, wie mehrfach erwähnt, von dem Nachweis der arischen Abstammung althängig gemacht. Der d e t! t s c h e H a!1 d I u n g s g c 11 i I f e n - Verband, der Berufsverband der deutschen Kau!n1:n1r1s״cl'ilfen innerhalb der Angestelltensäule der deutschen Arbeitsfront, hat jetzt ungeordnet, daß vor der ersten Beitrags/•)״laug bei Neuaufnahmen u n d b ei ri e n ii b e r g e f ü!1 r t e n M i t ״ g I i e d e r n a 11 s d e 11 a u f g e I ö sten V e r b ä 11 d c n folgende Erklärung abgegeben werden mußt: ״Ich erkläre, arischer A b s t a 111 in u n g zu sein. Weder meine Eltern, noch meine Großeltern sind iiichtarisclic-r Herkunft." (Nichtarische Abstammung gilt — wie erinnerlich — dann als gegeben, wenn ein Elternteil oder ein Großclternte.il nichtarisch ist. Dies ist insbesondere dann anzuncinticn, wenn ein Elternteil oder ein CirnfHt'־-n,־׳ß d i>״üs '•m Religion angehört hat.) - und iu den Bcrutsschuieu Der preußische Minister für Wirtschaft und Arbeit u eist in einem Erlaß darauf bin, daß das Gesetz, zur Wjedc-rlter- Stellung des Berulsbeamtentums nunmehr unverzüglich auch für die Leiter und Lehrer b/w. Leiterinnen und Lehrerinnen der n i c h t s t 3 a 11 i c 11 cn off e n 11 i c h e n Berufsu n d F a c 11 s c h u 1 e!1, die dem Minister unterstehen, durih/.utüliren ist. Die Schulträger haben umgehend die Fragebogen an sämtliche Leiter und Lehrer der in Frage kommenden Schulen zu übersenden. Die Frist für die Berichterstattung der Schulträger an die Regierungspräsidenten ist aut den 1. August festgesetzt worden. Der Minister hat auch die naehgeordneten Behörden ersucht, die Kuratorien, Vorstände und Prüfungsausschüsse der staatlichen und nichtstaatlic 11e!1 Fachschulen daraufhin nachzuprüfen, ob sie in ihrer Zusammensetzung den gegenwärtigen Verhältnissen entsprechen. Soweit dies nicht der Fall sein sollte, sind diese Gremien mit möglichster Beschleunigung neu zu besetzen. Die Ernennung der auf Zeit berufenen Mitglieder der Kuratorien und Vorstände hat von jetzf ab auf die Dauer von vier Jahren zu erfolgen. — und in der Filmproduktioii Der Deutsche Bühnenriaeliweis gibt jetzt Richtlinien für alle Filmschaffenden heraus. Danach!iahen Produklionsleiter, Regisseure, Autoren, Komponisten, Aufnahmeleiter, Kameraleute Architekten, Tonmeister und Cutter sofort ihre Staatsangehörigkeit und arische Abstammung beim Biiluiennachwcis anzugeben. Für den Nachweis der arischen Abstämmling sind Geburtsurkunden der Eitern beizubringen. Aus diesen Geburtsurkunden muß auch die Religionszugehörigkeit der Großeltern hervorgeben. Den Prodnktionstirmen wird empfohlen schon jetzt alle Produktioiisvorhahen beim Bühiiemiachweis zu melden und sich durch die Tonfiimahteilung bezüglich der Besetzung beraten zu lassen, da alle Filmschaffenden, die die erforderlichen Nachweise nicht erbracht haben, von der Vermittlung ausgeschlossen werden. Der Vorsitzende der ln1mig1ations-K01n111i.-v-.ijn des Amerikanischen Kongresses, Dickstein, erklärte, daß nach einer evt!. Aufhellung des vom Präsidenten Hoover erlassenen Dekretes auch ohne gesetzliche Aenderungcn etwa 25 000 Einwander ungserla u bnisse für V trwandtc amerikanischer Bürger gegeben werden könnten.

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