Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 54 (7.7.1933)
- Date
- 1933-07-07
- Page
- Seite 311 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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1933 Nr. 54, 7. VII. 1933 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 309 1er sind wie das ficht der »mischen pflückt, imenden das im an der ung sich gen sich cs auch wird, sie 20) großen n tagen /orte in 1 dieses;eitswert cht", die imt, daß Nun ist ׳ autge* 1g durdi 1920/21) mit den ., ist im :1 Kraft es heute esen ermachen )ffiziellen Berungen um das meinen, en büroußenwelt skommcn 1!) unge-;ann nie-!en, auch sich jetzt ckkehren seines aft 1 Leiden erwecken!abe, die js Juden- Tradition der Benicht zu lisch zuo denken lenn dal! 1er. Aber die Oe- /’ir-Sagen rehen. ge? gemeldet sdien Armitz, auf alistischen lörern das t s f ro n t. künftigen he gehöre Beamter Arbeiter, jliedschaft rassige renund u n d da-;c dürften r dsdiau" ing zugeundschau“ In. Dieses oll zeigen, 1s auf die Tatsache, der ״Jütung aushier von :n Judenundschau“ en fühlte, nicht mit orm einer uns enterscheint udentum“, :hau“ aus >erc Leser Leser der :r Vorlofort beat in der gen ange- Unser Bildungsziel Ich habe — bisher ohne Erfolg -־!■ vorgesehlagen, zu einer bei aller Mannigfaltigkeit einheitlich bestimmten Ordnung des jüdischen Bildungswesens in Deutschland ein Bildungsamt der deutschen Juden zu errichten. Damit meine ich keine Notstandsbaracke, sondern ein standfestes Haus, wenn’s auch die Not ist, die drängt es zu bauen. So meine ich ja auch mit der jüdischen Schule selbst, auf deren Erstehen ich hoffe, nicht ein Asyl für Kinder, die in der allgemeinen nicht verweilen dürfen oder nicht gedeihen können, sondern ein echtes Heim, auf Urgrund gesetzt, unserm Wesen gerecht und zu dauern bestimmt. Das heißt: ich stelle in dieser Stunde und in sie die Frage nach unserem Bildungsziel. Unterrichtsnot treibt uns an, aber die Schau des Bildungsziels muß uns leiten, wollen wir uns nicht im Kreis drehen, sondern einen Weg abschreiten. Von der Situation aus mtis:;2n wir handeln, aber nicht ihr verhaftet. Freilich, wenn wir uns jetzt erst ein Ziel zurechtzumaehen hätten, stünde es übel um uns. Ein wahres Ziel im Leben der Gemeinschaft wird nicht aufgesteckt wie eine Stange beim Rennen: es war schon da und wird nun wahrgenommen. Wir haben ein Bildungsziel. Wir brauchen es nur wahrzunehmen. Bildung kommt von bilden und bilden von Bild. ״Bilden“ heißt ein geschautes Bild im irdischen Stoff verwirklichen, so daß es in die Welt der Dinge tritt. Menschen bilden heißt ein geschautes Menschenbild in lebenden Personen verwirklichen. Der Erzieher ist dann ein Menschenbildner, wenn er an den ihm anvertrauten bildsamen Wesen, ihre Personhaftigkeit achtend, ja fördernd, eben dies vollbringt. Er kann es aber nur dann vollbringen, wenn das Bild, dem er dienen will, nicht seiner individuellen Phantasie entstammt: wenn es ein allgemein gültiges ist. Ein ״allgemein“, richtiger: für die Allgemeinheit eines Zeitalters gültiges Bild nenne ich eines, das einem Volk oder mehreren Völkern in diesem Zeitalter ״vorschwebt“ als das des rechten Menschen. Begrifflich braucht es keineswegs formuliert zu werden. Es steht gleichsam über aller Köpfen in der Luft, man schaut zu ihm auf; so ist der rechte Mensch beschaffen, so will ich, so wollen wir sein. Je wurzelechter eine Kultur, um so sichtbarer ist ihr Bild: der Polites des klassischen Athen, der Christenmensch des abendländischen Mittelalters. Eins der letzten Bilder im modernen Europa war, in der Welt Rousscaus entstanden, aber in der Lcssings und Herders zur vollkommenen Gestalt geklärt, der weltoffene Mensch, der ״Weltbürger“, der die Gegenstände und Werte einer ganzen Menschheit aufnimmt und in seine eigentümliche, organische, volksbedingte Form verarbeitet. Aus dem Zerfall dieses Bildes — denn auch Bilder zerfallen — ist das hervorgegangen, was wir ״allgemeine Bll* düng“ nennen; eine Bildung ohne Bild, eine Unbildung. Nicht länger organisch eingeformt, liegen hier die Gegenstände und Werte der Menschheit in einem scheinbar systematisch gegliederten, tatsächlich aber verworrenen, weil nicht mehr in lebendige Gestalt gebundnen Haufen beisammen. Das Zerfallsprodukt ״allgemeine Bildung“ beherrscht ein Jahrhundert ungeheurer Stofferweiter־ .-g, ungeheurer technischer Bezwingung, aber niedergehenden Geistes und niedergehenden Bildnertums. Unsere Zeit, die am Ende cl... es Jahrhunderts steht, ist durch Versuche gekennzeichnet, ein neues Menschenbild zu erzeugen, vom bewußten Willen her also den Mangel des unwillkürlichen Wachstums zu füllen. Einer dieser Versuche ist der, den ״völkischen Menschen“ zu schaffen. Die deutschen Juden leben heute im Angesicht solch eines Versuchs, der sie, weil er auf eine blut.näßige Reinkultur des deutschen völkischen Menschen gerichtet ist, ablehnen und ausschließen muß. Das vom bewußten deutschen Volkswillen unserer Tage gesetzte Bildungsziel kann seinem Wesen nach nicht das ihre werdet. Haben sie ein eigenes? Oder sind sic ziellos, ricbtungslos dem Wirbel preisgegeben? Sinnlos und nichtig wäre das Unterfangen, dem völkischen Bild gegenüber uns als Hüter der ״allgemeinen Bildüng“, etwa einer durch etliche jüdische Inhalte verbrämten, zu behaupten, in einem Raum bewußter Bild-Eizeugung das bildlose Zerfallsprodukt als unser Monopol bewahren zu wollen. Aber es steht uns auch nicht an, auf die Aktivität, die uns umgibt, reaktiv: mit einem jüdischen völkischen Bild zu antworten. Es steht 1ms nicht an, weil wir durch keinen völkischen Begriff zu umreißen sind, — einst als Glaubensgemeinschuft volkgeworden, als Glaubensvolk seither dauernd, so daß unsere ״nationale“ Bindung an Natur, und Geschichte von unserer ״religiösen“ Bindung an die Manifestation, die unsere Volkswerdung und unsere Volks- Bürgschaft ist, nicht abgetrennt werden kann. Zu dem Bild Israels gehört unwegdenkbar die Hand, die von drüben her die Tafeln uns reicht, unwegdenkbar die sichtbare Majestas unseres unsichtbaren Königs. Jenes steht uns aber auch deshalb nicht an, weil wir zwar dem Blute nach, wenn auch nicht ״rein“, so doch wesentlich selbständig, aber g Istseeliseh hundertfältig vermischt sind, eingemengt in das Leben, die Sprachen, die Strukturen, die Geschicke der Völker, — eine Tatsache das nicht der flüchtigen Oberfläche, sondern der gesehichtlichen Tiefe unserer Existenz, in besonderer Steigerung bei den deutschen Juden, deren Begegnung mit dem deutschen Volk eine elementar ernste, schicksalhafte, fruchtbare und tragische gewesen ist. Es wäre leichtfertige Willkür, sich über dieses großartig und unheimlich Faktische hinwegzusetzen. Auch die von hier nach Palästina gehen, um in hebräischer Gemeinschaft hebräisch zu leben, tragen in ihrer Beschaffenheit deutsches Seelengut mit i;her. Unser Bildungsziel kann keins der völkischen sein. Aber es wäre auch vergeblich, uns vorzunehmen, jenes allgemeingültige jüdische Menschenbild zu erneuen, das unseren abendländischen Ahn er;eschlechtern bis zur Emanzipation vorgeleuehtet hat: das Bild des zugleich wahrhaft frommen und wahrhaft gelehrten Mannes, der, in Israel naiv beheimatet, der ״Weisung“ in all ihrer Kasuistik kundig ist und zugleich ihrer Verwirklichung in Gottes- und Menschenliebe unbefangen-gelassen obliegt. Wohl hat dieses Bild sich noch in unsere Zeit hin in manchen nachgeborenen kindlich mächtigen Personen dargestellt; aber ein Bildungsziel läßt sich daraus nicht mehr holen: an jener unangefochtenen Naivität hing alles, und sie ist nicht wiederherzustellen. Dennoch sage ich, daß wir ein Bildungsziel haben und es nur wahrzunehmen, es nur zu entdecken brauchen. Diese Entdeckung kann ..A’.it romantisch, sondern nur realistisch vollzogen werden, also vom heutigen Mensehen und seiner Lage aus. Wir nehmen unser Bildungsziel wahr, wenn wir die gegenwärtige Weltsituation und uns in ihr wahmehmen. Die Situation kann etwa dahin ausgesprochen werden, daß die Geschichte der Erdbevölkerung wieder ״labil“ geworden ist, und anscheinend labiler als je. Die ״festen Verhältnisse“, die vor zwei Jahrzehnten noch den einigermaßen gleiehbleibenden Hintergrund all der wechselnden Ereignisse, Entwicklungen, Konflikte und Krisen abgaben, sind allsamt mit ins Gleiten geraten. Die ״Sicherheit der Voraussetzungen“, das Werk der von der französischen Revolution emporgetragenen bürgerlichen Gesellschaft, ist entschwunden. Der Mensch ist exponiert. Die exponierteste Mensehensippe aber sind die Juden. Die bürgerliche Gesellschaft hatte ihnen um den Preis einer Selbstentäußerung, die zu Triumphen des individuellen Geistes, aber auch zu schweren typologischen Entartungen geführt hat, eine Sekurität verliehen, die sich nun als eitel erweist. Am Juden entladen sich die Spannungen der Gegenwart, die äußeren und inneren, am stärksten, sie drohen ihn zu zersprengen. Die Labilität geht ihm an den Kern des Wesens. Hier wird der Kampf des Menschen exemplarisch ausgefochten. Was wird daraus werden? Hier, wenn irgendwo, entdecken wir unser Bildungsziel, das Bild, das wir verwirklichen sollen. Es ist der der Situation an dem exponiertesten Punkt gewachsene Mensch. Es ist der überwindende Jude. Ueberwinden aber können •wir nur von einem Unüberwindlichen her, das der Labilität nicht untertan ist, das von ihr nicht erlaßt werden kann, das ihr unbedingt überlegen bleibt. Einzig von den Urkräften seines jüdischen Daseins, von der Urverbundenheit ״Israels“ her, untereinander und mit dem Ursprung, untereinander, weil mit dem Ursprung, wird der Jude auf bebendem Boden standhalten und sein bebendes Herz zur Ruhe bringen. Daß der jetzt heranvvaehsende Jude sich auf den Urbestaad seines geschichtlichen Wesens besinne und sich aus ihm neu aufbaue zu dem Menschen, der die Problematik der Gegenwart am exponiertesten Punkte bewältige, das ist das Ziel unseres Bildens, ihr jüdischen Erzieher auf deutscher Erde! Wir wollen ungespaltene, unbefangene, unabhängige Geschlechter erziehen. Wodurch' sonst sollten sie es weiden als durch die Wiedererweckung der Urkräfte in ihnen, durch die Wiederkniipfung der Urverbundenheit? Als dadurch, daß die Urkräfte ihnen normativ wurden und ihrem Leben eine selbständige Ordnung spenden, daß die Urverbundenheit ihnen fundamental wird und ihrem Leben einen unerschütterlichen Halt schenkt, eine Gewißheit, die nicht zerstört werden kann? Wir wollen ein neues Israel erziehen, das ״mit Gottheit und mit Menschheit streitet und überwindet“. Man frage nicht, für welches Land wir erziehen wollen. Für Palästina, wem es das Land sein darf. Für irgendeine Fremde, wem sie das Land sein muß. Für Deutschland, wem es das Land sein kann, Es ist ein Bild, ein Ziel, eine Erziehung. Martin Bubcr. Lloyd George über jüdische Erziehung ״Stammesverleugnung ist verSchtlfd»״ London, 4. Juli. (J.T. A.) Der frühere englische Ministerpnisident, Lloyd George, hielt auf einem Bankett des Jewish Religious Education Board, das unter dem Vorsitz von Major F. C. Stern in London stattfand, als Ehrengast des Abends eine Rede, in der er sich eingehend mit der Lage der Juden in Mitteleuropa befaßte, den Unterricht in jüdischer Geschichte und jüdischer Literatur als ein Mittel zur Erhöhung jüdischer Widerstandskraft bezeichnete und in scharfen Worten Verleugnung von Rasse- und Stammeszugehörigkeit verurteilte. Lloyd George brachte bei dieser Gelegenheit mit Nachdruck die Gefühle der englischen Ocffentljclikeit gegenüber einer Politik der Zurücksetzung von luden zum kmdruck. Der Präsident des Jewish Board of Deputies, Nevillc Laski, und der Präsident der Jewish Agency, Na hum Sokolow, hielten Ansprachen, in denen sie Lloyd Georges Eintreten für die Juden würdigten. Lloyd George führte u. a. aus: Ich bin selbst Angehöriger einer kleinen Nationalität, einer Nationalität, die kleiner ist als die Ihrige und die nicht so bemerkenswerte Beiträge zur allgemeinen Kultur geliefert hat wie die Ihrige, wenigstens bis jetzt׳ noch nicht. Aber wenn es jemanden gibt, den ich mehr verachte als einen Juden, der behauptet, kein Jude zu sein, so ist es ein Waliser, der sich als ״Anglosachse“ ausgeben möchte. Lloyd George würdigte die Leistungen des Jewish Religious Education Board m der Erziehung der jüdischen Jugend und erklärte in diesem Zusammenhang, daß — abgesehen von geistigen Erwägungen — jüdischer Unterricht die Selbstachtung der Kinder hebe, was ihnen für ihr ganzes Lehen einen starken Rückhalt gewähre. Durch diesen Unterricht werden sie mit der größten L iteratur der Welt vertraut gemacht, einer Literatur, die von Menschen ihrer eigenen Rasse und ihres Blutes geschaffen wurde. Dies stelle er fest als einer, der die jüdische Literatur noch früher als die seines eigenen Landes kennen gelernt habe. Vergessen Sie nicht, sagte Lloyd George, welclie Bedeutung es hat, daß Sie den Kindern von den großen Heroen Ihrer Geschichte erzählen; das wird sie instand setzen, den Schwierigkeilen des Lebens ins Auge zu sehen. Kein Riislwcrk ist so zuverlässig wie die Kenntnis der unschätzbaren nationalen Schöpfungen der eigenen Rasse. Die Verfolgungen, denen Sie von Generation zu Generation ausgesetzt waren, haben Sic zu gutem Stahl gehämmert, den nichts zerbrechen kann. Mit Stolz darf ich sagen, daß in England nicht die Gefahr besteht, daß solche Verfolgungen versucht werden könnten; aber solche Bewegungen haben Rückwirkungen; nicht nur besteht hier keine Gefahr dieser Art, sondern vielmehr tiefer Unwille über das, was in anderen Ländern geschieht. I c!1 habe um fair play für Deutschland während der Verhandlungen in Versailles und nachher gekämpft; ich habe während des Krieges mein Möglichstes getan, den Sturz Deutschlands herbeizuführen, und ich habe später mein Möglichstes getan, einen fairen Frieden für Deutschland 71! erziele״. Deutschland ist ein großes Land, sein Volk ein großes Volk mit großen Leistungen, Traditionen und Eigenschaften; ich bin überzeugt, daß viele Deutsche nicht billig;en. was dort jetzt in bezug auf die Juden geschieht. Es darf nicht vergessen werden, daß die Deutschen im dreißigjährigen Krieg den größten Kampf aller Zeiten um religiöse F r ei 11 e i t geführt haben. Ich glaube nicht, daß die Ablehnung der Rasse, zu der der Stifter von Luthers Religion gehörte, das letzte Wort sein wird, das «las deutsche Volk der Welt in der Frage menschlicher Freiheit zu sagen hat. Schließlich kann man nicht eine Rasse ächten und gleichzeitig dem Glauben ihrer Lehrer anhängen. Richtet weiter Eure Botschaft an die Welt, sagte Lloyd George zum Schluß. Ihr wart stets auf die Wohlfahrt aller Nationen bedacht. Heute, da der Nationalismus aufgehört hat, ein Glaube zu sein, und ein Fieber geworden ist, braucht die Welt mehr als je Eure übernationale Bet rachtungsweise von VTcltfragen. Wieder und wieder werdet Ihr Eure Botschaft uns zu verkünden haben, unter Donner und Blitz, wie einst vom Sinai. Neville Leskf der Präsident des Jewish Board of Deputies, dankte Lloyd George für seine Rede und erklärte, die Juden wünschten, sich die nichtjüdischen Sympathien zu erhalten. Dies könne nicht geschehe.!!, indem von jüdischer Seite auf t h e a 11׳ a - 1 i s c h e Art durch Veranstaltung von D e ni 1ז ס - strati o n s in ä rs c h e n Zehntausender Juden reagiert werde. Auch n i c 111 durch Boykott. Wir wollen, sagte Neville Laski, auf Kampf nicht mit Kampf antworten. Wir müssen still und würdevoll unser bestes tun. Solange wir eine gef - stige Botschaft zu verkünden haben, werden wir geachtet; ohne sic könnten wir ebensogut unter die übrigen Nationen versinken. Nahum Sokolow führte aus: Ich überbringe Lloyd George Grüße aus Palästina und insbesondere von Ramath David, der jüdischen Siedlung, die David Lloyd George zu Ehren so benannt ist. Ich gedenke des Augenblicks, da ich im Jahre 1917 auf den Schluß der Ministerratssitzung wartete, in der das Schicksal Palästinas entschieden werden sollte. Mein alter Freund Sir Mark Sykes kam aus dem Beratungssaal und ich fragte ihn, was gc schehen sei. Er antwortete: ״Es ist ein Junge!“ Dieser Junge ist zur Freude seiner Eltern groß geworden. Zur Besprechung der Aufgaben jüdischer Erzieh u n g übergehend, erklärte Sokolow, Geistigkeit sei das wesentliche Merkmal jüdischen Lebens. Nur durch eine Wiederbelebung der jüdischen Geistigkeit könne die schreckliehe Krise, die di« Juden ergriffen habe, überwunden werden. Es sprachen noch Abgeordneter Ramsbotham, Parlamentssekretär des Erziehungsausshusses. und der Präident des Jewish Religious Education Board, Dr. N. S. Lucas, Beide Redner betonten die Notwendigkeit des religiösen Moments in der Erziehung. Eine Rasse ohne Glauben, erklärte Abg. Ramsbotham, hat keine Zukunft. Haltet eure Traditionen aufrecht und ihr werdet überall gedeihen! , Jerusalem, 25. Juni. (J. T. A.) Wie in einem offiziehen Communique mitgeteilt wird, hat der Direktor der Regierungsabteilung für Handel und Zölle, K. W. Stead, anläßlich seines letzten Besuches in England eine starke Bewegung zur Ausbreitung der englisch-palästinensischen Handelsbeziehungen festgestclli Herr Stead ist mit den Handelskammern von London, Manchester und anderen Städten, sowie mit 83 Firmen in Verbindung gctreten, die in Palästina Niederlassungen errichten oder txstehende Niederlassungen «,Weilern wollen.