Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 54 (7.7.1933)
- Date
- 1933-07-07
- Page
- Seite 310 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 308 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 54, 7. VII. 1933 gleichgültig, oh sie die Staatsangehörigkeit besitzen oder nicht. Es wird immer Ausländsdeutsche geben, die einer fremden Staatsgewalt unterworfen sind. Die eigene Staatsgewalt erstreckt sich eben nur auf die Staatsangehörigen. Auch diese können nicht alle Staatsbürgerrechte ausüben. Auszuscheiden sind schon aus natürlichen Gründen die Minderjährigen und durch irgendwelche Krankheit Be* hinderten. Darüber hinaus soll aber dem Rechte der Mit- Wirkung an der Staatsgewalt nach unseren Grundsätzen eine Bewährung vorausgehen. Erst, wenn Pflichten erfüllt werden, können hieraus Rechte entstehen. Es ist also aus der allgemeinen Staatsangehörigkeit die Staatsbürgerschaft herauszuheben. Dieser Unterschied besteht heute nicht, er ist also hervorzuheben und dabei festzusetzen, daß nur Deutsche die Staatsbürgerschaft erhalten dürfen. Die Verfassungsbestimmung würde also lauten: . ״Reichsbürger kann nur sein, wer deutscher Abstammung ist.“ Meiner Meinung nach genügt es, wenn in der Verfassung diese kurzen Feststellungen getroffen werden. Das Nähere kann dann in einem Reichsgesetz geregelt werden. Die nach völkischen Gesichtspunkten notwendige Abänderung unseres Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetzes vom 22. Juli 1913 (RGBl. 5. 583) ist eine unserer dringendsten Aufgaben. In ihm ist festzusetzen, wie die deutsche Staatsangehörigkeit erworben und verloren wird, wer von ihrem Erwerb überhaupt auszuschließen ist und vor allem, im Gegensatz zu der bisherigen Regelung, unter welchen Vorapssetzungen die staatsrechtliche Mündigkeitserklärung durch Verleihung der Rcichsbürgcrschaft erfolgt. Dem völkischen Grundsatz entsprechend, daß das Gesamtvolk und folglich der Gesamtstaat, also das Reich, das Wesentliche äst, nicht aber die geschichtlich gewordenen Territorien (Bundes- Staaten, Länder), muß der Erwerb und Verlust der Reichsangehörigkeit unmittelbar bestimmend werden und nicht, wie jetzt, die Staatsangehörigkeit, die dann erst den Erwerb der Keichsangehörigkeit nach sich zieht. Aus der bisherigen geschichtlichen Entwicklung wird damit das rechtliche Ergebnis gezogen. An diese Gesetzgebung schließt sich dann die Fremd e n g e s e t z g c b u n g an. Die fremden Reiclisangebörigen sind aus dem Blutskörper des deutschen Volkes auszuseneiden und einem besonderen Minderheitenrechte zu unterwerfen. Es ist zunächst genau festzustellen, wer nichtdeutscher Staatsangehöriger ist. Zur Durchführung werden besondere Behörden einzurichten sein, denen die Aufstellung und Führung von Stammrollen obliegt, in denen die Fremden und ihre Nationalität eingetragen werden. Die so festgestellten Fremden werden dann, ihrer Verschiedenheit entsprechend, verschieden zu behandeln sein. Praktisch werden wir vor allem drei Gruppen zu unterscheiden haben: die Juden, die Polen und die sonstigen Fremden. Für jede dieser Gruppen wird ein besonderes Gesetz ihre Pflichten und Rechte regeln, zu denen insbesondere auch die Fest- Stellung einer Autonomie auf kulturellem Gebiet gehören wird. In einem Rassenschutzgesetz werden dann die Eheschließung und sonstige Beziehungen zwischen Deutschen und Fremden zu regeln sein, mit dem Ziele, das Einsickern fremden Blutes in den deutschen Volkskörper fortan unmöglich zu machen und das deutsche Volk vor weiterer Bastardierung zu schützen.“ Wenn diese Gesetzgebung Wirklichkeit wird — und rn?n sieht nicht, was dem entgegenstände —, dann ist dies, das sei offen gesagt, ein schwerer Schlag für die deutschen Juden. Nachdem sie sich seit der Emanzipation als Söhne des Vaterlandes und Vollbürger gefühlt haben, werden sie plötzlich als ״Fremde״ erklärt. Im stillen Kämmerlein wird — angesichts dieser Veränderung — so mancher Jude die schwersten inneren Kämpfe und Prüfungen durchzumachen haben. Wir schämen uns dieses Leides nicht. Aber wir wollen es auch nicht zur Schau tragen. Wir müssen bedenken, daß das Verhalten der Juden in diesem kritischen Moment unter historischer Perspektive steht. Noch späte Oeschlechter werden uns danach beurteilen, wie wir diese Stunde der Wendung unseres Schicksals ertragen und gestaltet haben. Es wäre unwürdig, zu jammern und zu ,.winseln“, und es hat auch keinen Sinn, mit Argumenten zu kommen, die die Position des Gegners nicht treffen; denn die Ueberzeugung von der Schicksalbestimmenden Macht des Blutes ist so tief im Nationalsozialismus verankert, daß weder Hinweis auf patriotische Gesinnung, noch auf Kulturgemeinschaft, und am allerwenigsten auf kulturelle Leistungen, diese Grundlage erschüttern können. Eindeutig wird dies von einem der führenden Ideologen des Nationalsozialismus, Prof. Alfred Baeumler, in einer bedeutsamen Polemik gegen die ״Jüdische Rundschau“ im Rahmen der am 17. Mai 1933 in Berlin gehaltenen Vorlesung (jetzt ererschienen in der ״Sächsischen Schulzeitung“) ausgesprachen. Wenn die Juden, so sagt er, als Patrioten empfinden, ״so ist das das Aeußerste, was sie tun können, aber sie können nie die Fähigkeit haben, unser Schicksal zu teilen und mitzubestimmen. ... Wir sind nicht Patrioten, wir sind Menschen des deutschen Schicksals.“ Baeumler wendet sich darum auch gegen den auf die Psalmen, Spinoza und andere jüdische Leistungen hinweisenden Aufsatz Prof. Wolfgang Köhlers in der ״D. A. Z.“ (vgl. ״Jüdische Rundschau“ Nr. 35) der eine ״unpolitische Denkweise“ verrate, ״die das Private vermischt mit den großen Aufgaben des Staatsmannes“. Ohne hier auf die ausführlichen Darlegungen Prof. Baeumlers eingehen zu können (das wird noch geschchen), erwähnen wir seinen Vortrag als Zeugnis für die Lehre, daß die Zugehörigkeit zum Volke ״nicht von Gesinnung und Gesinnungserklärung“, sondern von der ״Gemeinschaft von Blut und Natur“ abhängig ist. Gegen das liberale Judentum, so sagt er, ver* lohne sich gar keine Polemik; nicht der individuelle Jude stehe dem Deutschen gegenüber, sondern es gebe ״eine Judenschaft und ein deutsches Volk“. Es gibt eine ״Judenschaft“. Wo ist sie? Sollen wir angesichts der harten Tatsachen zulassen, daß ‘die jüdische Sache durch Klagen, ja sogar durch Beteuerung yon Gesinnungen vertreten wird? Der in Deutschland lebende Jude wird mit Deutschland verknüpft sein und er wird alle Pflichten, die ihm der Staat zuweist, er* füllen. Das sind Selbstverständlichkeiten. Auch sie werden wir mit SHrkung erst dann geltend macken können, wenn wir zunächst selbst existieren. Schon gibt es ein neues, arbeitendes jüdisches Volk auf eigener Seholle in Palästina. In Deutschland sollen wir ״Fremde“ heißen. Aber Juden wollen wir heißen. Die ״Judenschaft“ zu konstituieren, das ist unsere Aufgabe. Noch immer hört man veraltete Einwendungen, die aus dem Sprachschatz eines versunkenen Zeitalters stammen, die von ״Gleichberechtigung“, von Verfassungsparagraplien, von der ״Gefahr“ einer ״Minderheits“position usw. faseln. Das ist in den Wind gedacht. Es ist ein großes Wecken. Man hat die Ahnen in den Gräbern beschworen. Wohlan, auch wir schämen uns unserer Ahnen nicht. Nicht derer, die Dichter, Könige und Propheten waren, und auch derer nicht, die das Päckel auf dem Rücken übers Land getragen, die ״geschachert“ und gehandelt und in ihren müden Herzen sich nach Ruhe gesehnt haben. Aber ihr Erbe lebendig zu machen, es zu gestalten, es so zu erhöhen, daß wir stolz sein können und unsere Kinder den Stolz lehren können, das ist keine leichte Aufgabe. Es ist die einzige, die wir heute haben. Den Raum, den rnan uns im Deutschen Staat zuweist oder zuweisen wird, so auszubauen, daß er dem Judentum Ehre macht und vor jedem menschlichen Kritiker bestehen kann. Es ist eine Wende in unserem jüdischen Sein. Es wird viele Opfer kosten. Aber sorgen wir dafür, daß das Erreichte der Opfer wert gewesen ist, daß nicht alle Opfer vergeblich gewesen sind. Zur Frage der Mischehe Wir erhielten eine Reihe von Zuschriften aus verschiedenen Kreisen, die sich mit der Frage der Mischehe beschäftigen, die jetzt durch die offizielle Politik der Reichsregierung aktuell geworden ist. In einigen dieser Zuschriften wird darauf hingewiesen, daß wir Juden keineswegs an einer Begünstigung der Mischehe interessiert sind, schon aus dem Grunde nicht, weil erfahrungsgemäß bei Mischehen die Kinder meist nicht mehr dem Judentum angehören. Es werden uns aber auch eine Reihe konkreter Fälle geschildert, wo nichtjüdische Mädchen und Frauen Ehen mit Juden eingehen, um dadurch eine materielle Versorgung zu finden, dabei aber manchmal ihre Abneigung gegen das Judentum nicht verbergen. In manchen Fällen dieser Art treten diese Nichtjüdinnen auch der jüdischen Religionsgemeinschaff bei. Ein Einsender macht uns darauf aufmerksam, daß die letzte Nummer des Breslauer und Frankfurter Gemeindeblattes eine Reihe von derartigen Eintritten ins. Judentum verzeichnen/ Es werden uns auch^ Fälle angegeben, wo nach Abschluß der Ehe später die Frau und Kinder wieder aus dem Judentum ausgetreten sind. Ebenso wird darauf hingewiesen, daß auch Nachkommen von jüdischen Theologen getauft und mit Nichtjuden verheiratet sind. Das alles sind bekannte Tatsachen, Folgen der liberalen Assimilationsperiode, die wir durchlebt haben. Wir können uns mit solchen Einzelfällen nicht beschattigen. Es ist ein sehr subtiles Gebiet, das persönlichstc Leben zweier Menschen betreffend, die sich über die Schranken verschiedener Herkunft hinweg unvviderstehlich zueinander gezogen fühlen. Diese menschliche Seite der Sache muß jeder respektieren. Die Sache hat jedoch durch die heutige deutsche Gesetzgebung eine neue Wendung erhalten. Die Kinder aus Mischehen und sogar Enkel aus Mischehen werden bekanntlich als ״N i c h t a r i e r“ behandelt. Die Frage, was mit diesen unglücklichen Menschen geschehen soll, die nur negativ als ״Nichtarier“, aber zugleich auch als ״Nichtjuden", zu definieren sind, während sie positiv keiner Gruppe angehören, ist vorläufig vollständig ungeklärt. Weder hat der Staat über seine Absichten in dieser Beziehung־ etwas verlauten lassen, noch haben die Betroffenen selbst — außer einigen Ausnahmefällen — ein positives Bekenntnis abgegeben. Wenn früher bedauert wurde, daß Kinder aus Mischehen ,,dem Judentum verloren gehen“, so kann dies zumindest in Deutschland in Zukunft nicht mehr in der Weise verstanden werden, daß sie nun gleichberechtigt unter den Nichtjuden leben können. In zahlreichen Fällen (trotzdem wohl als Ausnahmen zu werten), über die uns berichtet wurde, haben Kinder aus Mischehen, bei der Geburt getauft, sich in reifen Jahren unter dem Eindruck der Vorgänge wieder zum Judentum bekannt. Solchen Menschen kann inan den Eintritt ins Judentum zweifellos ermöglichen. Wir glauben, daß dieses tief aufwühlende Erlebnis, das die Menschen an ihre, wenn auch nur teilweise, jüdische Abkunft erinnert, konstitutiv gemeinschaftsbildend wirken kann. Häufig sind solche zum Bewußtsein des Judentums erwachten getauften Juden oder Mischehe-Sproßlinge in jüdischer Beziehung nicht schlechter als viele ungetaufte Juden, die vom Judentum keine Ahnung mehr haben und sich innerlich völlig davon losgesagt haben, ohne die formelle äußere Bindung zu lösen. Sie alle, die Lauen und Gleichgültigen, die Abgefallenen und Halbabgefallcnen, werden jetzt ins jüdische Lager zurück ge stoßen. Damit sind sie aber noch nicht Juden geworden. Es gilt, sie jüdisch zu erfassen, an das bessere Ich in ihnen zu appellieren, einen Zugang zu ihren Herzen zu finden, sie in einem großen Er* Ziehungsprozeß so umzuformen, daß aus ihnen jüdische Menschen werden, deren wir uns nicht zu schämen haben. Es gibt andere Völker, die lebensfroher sind als wir, lebenshungriger, aber keines, das wie das unsere im tiefsten lebensbejahend ist. Nicht der ist ein Optimist, der dem Rate des römischen Dichters folgt und des Tages Genüsse pflückt, unbekümmert um die Mühsal der kommenden Stunden. Lebensbejahend ist das Volk, das im schwersten Leid und herbsten Kummer an der Erlösung nicht verzweifelt, für die Erlösung sich möht, das unter den blutigsten Verfolgungen sich und der Weit unaufhörlich sagt: ״Währt cs auch noch so lange, harre aus, die Erlösung wird, sie muß kommen!״ H. PjfChaJcs (1920) Geschichte gleicht vielleicht einem großen Stammbuch der Menschheit. An besonderen Tagen schreibt jedes Volk seine Erinnerungsworte in dieses Buch. Das jüdische Volk hat in dieses Stammbuch dereinst ein Wort von Ewigkeitswert eingetragen. Während der ״langen Nacht", die darauf folgte, hat es stets davon geträumt, daß dieses Wort nicht sein letztes sein werde. Nun ist das Stammbuch der Menschheit wieder autge* schlagen und harrt einer neuen Eintragung durch das jüdische Volk. Adolf Böhm, Die tionistisdie Bewegung (Berlin 1920121) Die Mischehe-Frage und die Frage, was mit den Abkömmlingen aus Mischehen geschehen soll, ist im Grunde nur eine Frage nach der inneren Kraft der jüdischen Gemeinschaft So wie es heute aussieht, haben wir wenig Hoffnung, aus diesen erschüttertcn und suchenden Menschen etwas zu machen und ihnen einen Halt zu geben. Denn unsere offiziellen jüdischen Repräsentanzen zeigen in ihren Aeußerungen und in ihrem Gebaren, daß sie das Problem, um das cs sich handelt, überhaupt nicht verstehen. Sie meinen, man könnte heute so wie vorgestern mit einigen bürokratischen Maßnahmen und einigen an die Außenwelt gerichteten Deklarationen über Patriotismus auskommen und im übrigen ein (nicht mehr existierendes!) ungestörtes Leben führen. Ein solches Judentum kann niemanden wecken und niemandem die Kraft geben, auch schweres Schicksal zu ertragen. Menschen, die sich jetzt auf ihr Jude-Sein besinnen und zu uns zurückkehren wollen, müssen ein innerlich erfülltes, glaubensstarkes, seines Wertes und seiner schöpferischen Kraft bewußtes 'Judentum vorfinden. Es muß heute trotz aller äußeren Leiden und Zurücksetzungen — Begeisterung erwecken können, als Jude zu leben. Das ist die Aufgabe, die vor uns steht, und sie ist nicht unlösbar, denn das Judentu nt bietet in seiner ungeheuren geistigen Tradition und in seinen Zukunftsaspekten genug, was der Bcgeistcrung der Besten wert ist. Werden wir cs nicht zu ergreifen wissen, dann werden wir auch seelisch zugründe gehen. Wenn hier ״Wir“ gesagt wird, so denken wir hierbei an die jüdische Gesamtheit; denn dal) einzelne Juden den Weg finden werden, ist sicher. Aber in einer solchen Krise der Gesamtheit muß die Gesamt heit den Weg finden. Schon in dem Wir-Sagen steckt ein Anfang. Wir alle müssen Zusammengehen. Kein Staatsbürfierrecht lOr fremdrassige? Wie der ״Frankfurter Zeitung“ aus Dresden gemeldet wird, entwickelte der sächsische Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Reichstagsabgeordneter Stichler, Chemnitz, auf einer Riesenkundgebung der Dresdener nationalsozialistischen Betricbszellenorganisation vor mehr als 70 000 Zuhörern das Programm des Auibaus der Deutschen Arbeitsfront. Hiernach solle die Arbeitsfront das Fundament der künftigen Volksgemeinschaft bilden. Jeder schaffende Deutsche gehöre ihr kraft Gesetzes als Arbeiter, Angestellter oder Beamter an, so daß die Arbeitsfront die drei Säulen der Arbeiter. Angestellten und Beamten umfasse. Mit der Mitgliedschaft verbunden sei das Staatsbürgerrecht. F r e in d r a s s i ge können der Arbeitsfront nicht an ge hören und werden also kein Staatsbürgerrecht u 11 d damit auch kein Wahlrecht besitzen. Sie dürften auch keine öffentlicher! Aemter bekleiden. ״Ja*sagen zum Judentum!“ Eine Aufsoizreihe der ״Jüdischen Rundschau“ Von zahlreichen Lesern ist uns die Anregung zugegangen, die wichtigsten Aufsätze der ,Jüdischen Rundschau“ seit dem S. März 1933 in einem Buch zu sammeln. Dieses Buch soll einen dokumentarischen Wert haben: Es soll zeigen, wie «in maßgebender Teil des deutschen Judentums auf die Vorgänge der großen Umwälzung reagiert hat. Die Tatsache, daß weit über die zionistischen Kreise hinaus der ״Jüdischen Rundschau" Zustimmungen zu ihrer Haltung ausgesprochen wurden, beweist, daß es erlaubt ist, hier von einer repräsentativen Stimme des deutschen Judentums zu sprechen. Es wurde in der ״Jüdischen Rundschau“ gesagt, was eine große Zahl der deutschen Juden fühlte. Diese Aeußerungen sollen, wie man uns schrieb, nicht mit dem Tage vergehen, sondern in der haltbareren Form einer Buch-Publikation aufbewahrt werden. Wir haben uns entschlossen, diese Anregung aufzugreifen. Demnächst erscheint ein Sammelbuch unter dem Titel ״Ja-sagen zum Judentum", das die wichtigsten Artikel der ״Jüdischen Rundschau“ aus der letzten Zeit enthält. Wir glauben, daß alle unsere Leser diese Veröffentlichung begrüßen werden. Die Leser der ״Jüdischen Rundschau“ können das Buch unter Vorzugsbedingungen erhalten, wenn sie es sofort besteifen. Wir verweisen diesbezüglich aut das Inserat in der heutigen Nummer, worin die Subskriptionsbedingungen angegeben sind.