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Jüdische Rundschau · 1933-07-04 · Heft 53 (4.7.1933) · p. Seite 306

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 53 (4.7.1933)
Date
1933-07-04
Page
Seite 306 (sequence 4)
Language
German
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Seite 304 }ODISCHE RUNDSCHAU Nr. 53, 4. VII. 1933 Die Trauer um Ariosoroll Vor dem Stadthaine: Bürgermeister Dieengoff J15JI, umgehen von Vertretern der Regierung und des diplomatischen Korps, seine Traueransprache. ״ז*■ yk.*i..j£iS4üi.«A JslÜ-ilÄ; 3m ■ * rf , >' '1 s,? ־#*j <• ':׳•“» ״ft״,־<;*׳ '-'4' 1 i . '׳£! *׳*׳• ׳ .«־ ן' * c”״ ■ 1;afw. Neue Verhaftungen in Palästina Jerusalem, 28. Juni. (J. T. A.) In einem Polizei- Communfquö wird jnitgeteilt, daß die Untersuchung im Zusammenhang mit dem Mord an Dr. Arlosoroff in Jerusalem, Tel-Awiw, Jaffa und Haifa energisch fortgesetzt wird. Es wurde eine große Anzahl von Personen vernommen, mehrere Personen wurden zwecks weiterer Vernehmung in Haft genommen. * Der Korrespondent des Warschauer ״Hajnt“, J. Orawitzkv, übermittelt aus Tel-Awiw telephonisch nachstehende Einzelheiten über die Untersuchung in der Mordsache Arlosoroff: Es wird jetzt bekannt, daß man sofort in der Nacht nach dem Morde zwei verdächtige Juden verhaftet hat. Man hat diese beiden der Witwe des Ermordeten vorgeführt, sie erklärte jedoch, daß diese nicht die Mörder seien. Man hat ihr dann das ganze Album mit Photor a p h i e 11 von Verbrechern vorgelegt, das hei der olizei geführt wird, und Frau Arlosoroff hat kategorisch erklärt, daß unter diesen die Mörder nicht zu finden sind. Sic gab eine ganz genaue Personenbeschrelbung desjenigen Mannes, der hei der Begegnung am Strande von Tel-Awiw dem Opfer mit einer elektrischen Taschenlampe ins Gesicht geleuchtet hat, während der andere Mann die Schüsse abgab. Auf Grund dieser Beschreibung wurde der Verdacht der Polizei auf Stawsky gelenkt. Man hat dies jedoch streng geheim gehalten und hat Stawskys Photographie zusammen mit zwanzig anderen Photographien jüdischer junger Leute der Frau Arlosoroff vorgelegt. Frau Ariosoroft hat ohne das geringste Schwanken sofort auf Stawsky gewiesen und ihn als den Mann erkannt, der Ariosoroft mit der Lampe beleuchtet hat. Später hat mau dann Stawsky selbst zusammen mit mehr als zehn anderen jüdischen jungen Männern der Frau Arlosoroff vorgeführt. Auch diesmal hat sie ihn sofort bezeichnet. Sie hat sogar auch seine Kleider erkannt. Stawsky hingegen leugnet, der Täter zu sein und erklärt, er sei Freitag abend in Jerusalem gewesen und habe dort in dem Hotel des marokkanischen Juden Turgemann übernachtet. Der Eigentümer des Hotels sagt aus, daß Stawsky bei ihm genächtigt hat, dasselbe bestätigt noch eine andere Person. Das Hotel Turgemann — heißt es in Grawitzkys Bericht weiter — ist in Jerusalem übel beleumundet. Turgemann selbst war vor dem Krieg zum Islam übergetreten, später ist er dann wieder zürn Judentum z.urückgetreten. Er wird mit einem gewissen .Mißtrauen betrachtet. T u r g e m a n n s Tochter hat bei ihrem Verhör angegeben, daß in der Nacht vom Freitag auf Sonnabend nach Mitternacht zwei Personen ins Hotel eingelassen wurden. Ferner sind sechs Zeugen vorhanden, die kategorisch behaupten, sie hätten Stawsky Freitag abend in Tel-Awiw׳ gesehen. 111 Jerusalem haben sieb mehrere Zeugen gerne!- det, die erklären, daß sie nach Mitternacht ein Automobil gesehen haben, das mit a 11 s g c 1 ö sc h t e n Laternen von der Chaussee aus T e 1 - A w i w ankam. Die Untersuchungsbehörde ist der Ansicht, daß angesichts dieser Umstände der Alibibeweis für Stawsky noch nicht erbracht ist. Die Untersuchung wird mit größter Energie unter Beteiligung der besten Polizeikräfte geführt. Obwohl der Hauptverdacht auf Stawsky ruht, wird die Untersuchung gleichzeitig noch in anderen Richtungen geführt. Der High Commissioner Sir Arthur Wauchope interessiert sich persönlich für den Gang der Untersuchung und man ist allgemein der Meinung, daß die Regierung mit allen Mitteln bemüht ist, eine restlose Aufklärung der Sache herbeizuführen. * Warschau, 26. Juni. (J.T.A.) Trotz der von der Liga für das arbeitende Palästina und der revisionistischen Partei erlassenen Aufrufe wächst der infolge des Mordes an Dr. Arlosoroff verschärfte Gegensatz zwischen den beiden Gruppen. Aus der Provinz treffen immer mehr Berichte über Zusammenstöße von Anhängern der beiden Parteien ein. ln Radom wurde ein Vortrag des Scjindeputiertcn Jizchak Grünbaum durch Angehörige des dem Jabotinskyfügel der revisionistischen Bewegung angeschlossenen Brith Hachajil gestört. Die Versammlung mußte polizeilich aufgelöst werden. ln einem Teil der jüdischen Presse, besondere Polens, wird die Angelegenheit Stawsky zu einer scharfen Part eipole mik ausgenützt. Alle möglichen revisionistischen Partei-Instanzen geben Erklärungen ab, vor allem mit Rücksicht auf den in einigen Ländern im Gange befindlichen Wahlkampf zum Zionisfcnkongreß. Die Arbeitergruppen ant- Worten mit Gegenerklärungen. Dieses Schauspiel 1m Angesicht der Majestät des Todes ist nicht sehr erbaulich, und es scheint uns richtiger, darüber hinwegzugehen. Dr. Karl Schwarz, der bisherige Leiter des Jüdischen Museums in Berlin, ist zum Direktor des Museums in Tel- Awiw ernannt worden und befindet sich bereits auf dem Wege nach Palästina. Der Begrälmisatg in der Allenbyslraße; den Sarg tragen Mitglieder des Makkabi (weiß) und des liapoel (dunkel).!uijrdii ■ *\י• •<־.׳-JL־’ ■<׳ Ein Fünfjahresplan Dr. Wcizmanm New York, 29. Juni. (J.T.A.) Anläßlich eines Empfanges, der in der Carnegie-Hall In Anwesenheit von 3000 Personen zu Ehren Dr. Chaim Wclzmanns stattfand, entwickelte dieser einen Plan zur Ansiedlung von 25 000 jüdischen Familien auf dem Lande In PalUstina Innerhalb der nächsten fünf Jahre. 25 000 neuangesiedelte Familien jüdischer Landwirte, erklärte Dr. Welzmann, würden Lebensmöglichkdten für weitere 25 000 Familien in änderen Berufen schaffen. Abgesehen hiervon könnte Palästina jetzt noch 5000 junge Juden aus Deutschland, die bereit wären, als Chaluzlm zu arbeiten, aufnehmen. — Der amerikanische Zionistenführer Louis Lipsky erklärte, das Ausscheiden Dr. Weizmanns aus seiner zionistischen Tätigkeit nach dem letzten Kongreß sei ein großer Verlust für den Zionismus gewesen, der wieder gut- Bemacht werden müsse. Weitere Ansprachen hielten Sairuiel htermycr, Morris Rothenberg und Samuel Shulman. Es wurde beschlossen, sich im Sinne der Vorschläge Dr. Welzmanns an der Aufbringung eines Fonds von 5 Millionen Pfund zur Verwirklichung des 5-Jahre-SicdlungspIans zu beteiligen. Der Auswanderungsdrang Wie außerordentlich groß der Auswanderung!■ drang unter der jüdischen Bevölkerung Deutschlands ist, geht aus Aeußerungen hervor, die ein leitender Beamter der Gemeinnützigen öffentlichen Auswanderungsberatungsstelle zu Berlin Pressevertretern gegenüber machte. ״In den zehn Jahren, da ich hier diese Stelle leite“, erklärte der Beamte, ״kann ich mich eines solchen Ansturmes von Auswanderungsaspiranten nicht entsinnen. Es gibt Tage, wo man 80 Besucher und mehr zählt, von delten etwa 50 am gleichen Tage abgefertigt werden können; der Anmeldungskalendcr ist auf Tage hinaus voll besetzt, und eine Auskunft ohne vorherige Anmeldung einzuholen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Es mußte zur Bewältigung des starken Puhlikumsverkehrs sogar neues Persona! eingestellt werden. Im Augenblick scheint der Höhepunkt erreicht zu sein, man zählt jetzt ungefähr das Fünffache der zu Beratenden gegenüber der Zeit vor drei Monaten. Der Hauptprozentsatz der Auswanderer sind Nichtarier, die als Reiseziel Paliistina erwählt haben. Stark ist auch die Auswanderung nach Frankreich, den Niederlanden, Spanien und England.“ Jüdische Aerzte in Palästina Aut der vor kurzem in Tel-Awiw abgehaltenen Jahres- Versammlung des jüdischen Acrzteverbandes Palästinas wurde eine Resolution angenommen, in der gegen jeden Versuch, die Zulassung jüdischer Aerzte aus Deutschland nach Palästina einzuschränken, Einspruch erhoben wird. Das Zentralkomitee des Verbandes wurde beauftragt, ein Informations- und Stellennachweis-Büro für aus dem Ausland kommende jüdische Aerzte einzurichten. Der Tcl-Awiwer Arzt Dr. A. Metra an hat einen interessanten Vorschlag, wie eine möglichst große Zahl jüdischer Aerzte aus Deutschland in Palästina Unterkommen finden könnte, gemacht. Dr. Metman schlägt vor, daß jede jüdische Siedlung, die mindestens 25׳ Familien umfaßt, ein Grundstück zur An Siedlung eines jüdischen Arztes aus Deutschland zur Verfügung stellen solle. Die so angesiedelten Aerzte sollen gegen ein kleines festes Gehalt und Naturalversorgung durch die auf ihrem Grundstück gezogenen Produkte die ärztliche Betreuung der betreffenden Siedlung und ihrer Umgebung übernehmen. Pressesctaan Die ״Baseler N a t i o n al z e i t u n g“ veröffentlicht am 16. Juni einen Auszug aus dem in der ״Jüdischen Rundschau“ erschienenen Kapitel aus dem neuen Roman von Max Brod. Hierzu schreibt die Zeitung eine Einleitung, worin auf die Probleme hingewiesen wird, die sich durch die Teilnähme am deutschen Kulturleben ergeben, Probleme, die man eine Zeitlang nicht sehen wollte, ״obwohl van nichtjüdischer, wie von jüdischer Seite immer wieder betont wurde, dieses Nicht-sehen-woHcn bereite Entladungen vor, die eines Tages katastrophale Tatsachen schaffen könnten.“ Bis vor kurzem scheute man sich, über diese Fragen öffentlieh zu sprechen, heute tut man es mit Selbstverständlichkeit. Die Zeitung vermerkt, daß ״mit Mut und Unabhängigkeit sich das gegenwärtige Hauptorgan der deutschen Judenschaft, die ,Jüdische Rundschau‘, zum Träger dieser Auseinandersetzungen“ gemacht hat. Die ״Rhein-Mainische Volkszeitung“, das große katholische Blatt Südwesldcutschlands, bringt in ihrer Ausgabe vom 21. Juni die Beiträge Martin B ubers ״Das Erste“ und ״Die Kinder“ aus der ״Jüdischen Rundschau“ zum Abdruck und begleitet diese Veröffentlichung mit einigen sehr freundlichen und ehrenden Bemerkungen über die Haitung der ״Jüdischen Rundschau“. ln aller Kurze Die Exekutive der Zionistischen Organisation teilt mit, daß der für den 16. August 1933 einberufene Zionistenkongreß in Prag stattfinden wird. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien hat mit Stinuneneinltcit beschlossen, Dr. David Feuchtwang zum Oberrabbiner von Wien zu ernennen. Dr. Fcuchtwang (geh. 1864 in Nikolsburg, Mähren), war seit dem Tode von Dr. Cha jes i. J. 1927 provisorisch mit der Leitung des Oberrabbinats betraut. Gleichzeitig wurde ' Dr. Israel Taglicht ztun Titularoberrabbiner ernannt. Eine Gesellschaft von 20 Professoren und 180 Studenten der Madrider Universität, die sich auf einer Mittelmeerrase befinden, haben dieser Tage die Hebräische Universität in Jerusalem besucht. Bei dieser Gelegenheit hielt der Dekan der philosophischen Fakultät in Madrid Professor M 0 r e n t e einen Vortrag über das Thema ״Spanien — seine Naturschönheiten und Kunstschätze“, Professor Obermayer hielt einen Vortrag über ״Die Höhle von Altmaria, ihre diluvianischen Bewohner und ihre Kunstwerke“. Am 1. Juli ist aus Amerika eine Gruppe amerikan i s c h er Juden nach Palästina abgereist, um sich dort niedcrzulasseti. Es wird berichtet, daß die Auswanderer über ein Kapital von 750 000 Dollar verfügen und verschiedene Unternehmungen zu begründen beabsichtigen. Es ist die größte Gruppe, die jemals aus Amerika nach Palästina ausgewandert ist. Die Exekutive des Allgemeinen jüdischen Arbeiterverbandes Palästinas kündigt für den 20. Tamus, den Jahrestag des Todes Theodor Hcrzls, die Abhaltung eines großen Jugendtreffens an, an dein sich die gesamte jüdische Arbeiterjugend Palästinas beteiligen soll. In der Londoner ״Times“ vom 1. Juli veröffentlicht der bekannte Bankier Sir RobertWaleyCohen eine längerc Zuschrift über die Zukunft Palästinas, worin er auf den großen Aufschwung von Landwirtschaft und Industrie hinweist und die Möglichkeit günstiger Kapitalanlagen unterstreicht. Im Alter von 73 Jahren starb in Wien der langjährige Generaldirektor und Vizepräsident der österreichischen Krcditanstalt Dr. Paul H a m m e r sc 111 ag. Dr. Hammerschlag hat sich wiederholt an größeren jüdischen Aktionen beteiligt. Bei der Konstituierung der erweiterten Jewish Agency in Zürich 1929 vertrat Dr. Hammerschlag die Österreichs sehen Nichtzionisten. Der vor kurzem verstorbene jüdische Einwohner Johannesbnrgs (Südafrika) Jacob Senior hat dem Jüdischen Nationalfonds 1000 Pfund für Bodenkauf in Palästina hinterlassen. Das für den Nationalfonds bestimmte Legat macht fast seinen gesamten Nachlaß aus. Mit Rücksicht auf den wachsenden Antisemitismus in Mitteleuropa empfiehlt Dr. Michael Ringel in einem dieser Tage veröffentlichten Aufsatz den Beschluß, die in Wien ruhenden Gebeine Theodor Herzls nach Pa- 1 ä s t i n a zu überführen, jetzt unbedingt auszuführen. Das ungarische Ministerium des Innern hat dem Ansuchen des Theaters auf dem Bethlen-tdr, Nordaus Schauspiel ״Dr. Kolm“ in neuer Form auffUhren zu dürfen, nicht stattgegeben. Bei der in Warschau abgehaltenen Internationalen Solotanzkonkurrenz hat die jüdische Tänzerin Ruth Sorel- Abrahamowitz, die bis vor einiger Zeit als Solotänzerin an der Berliner Oper engagiert war, den vom Präsidenten der polnischen Republik gestifteten ersten Preis von 3000 Zloty errungen. Die Jüdische Gemeinde Konstanz, die zu überwiegender Mehrheit aus Nichtzionisten besteht, hat, wie uns miteteilt wird, eine jährliche Subvention für den ״Hcchauz“ bewilligt. Wie Volkssdiuilehrer denken In der >;Sächsischeu Schul zeit 11 ng“ findet sich der Bericht über eine ״Fahnenweihe der Fachschaften Volksschule, Berufsbildende Schule und Höhere Schule des Nationalsozialistischen Lehrerbundes von Chemnitz.“. Darin wird die Rede des Gauobmanns Göpfert wiedergegeben, der u. a. auch einige Bemerkungen über die Juden machte. Dazu sagte er: ״Wie oft hörten wir aus Kollegcnkreiscn: der J u d e 1 s t auch ein Mensch. Schämt euch, daß ihr Judengegner seid. Es gibt keinen Großen unserer Geistesgeschichte, der sich nicht vom Judentum abgewandt hätte. Der Jude ist eben das zerstörende Prinzip, der Schieber, der Händler, der gewissenlose und skrupellose Dämon der Menschheit. So haben ihn die größten Söhne unseres Volkes genannt. Unser Lehrer aber träumte von Menschlieitsvcrbrüderung, von Eingliederung dieses Schädlings in das Volksganze. Es sprangen die Führer der Organisationen auf und verteidigten den zersetzenden, artfremden Geist. Illusion, Träumerei, Phantasmen! Woher stammen sie? Es gibt nur eine Antwort: das ist ein schlimmes Erbe der idealistischen und humanistisehen Philosophie.“ Wir wollen nicht polemisieren, daher auch nicht auf den Widerspruch hinweisen, der zwischen dieser Ablehnung der humanistischen und idealistischen deutschen Philosophie und der Berufung auf die dieser Philosophie angehörigen Geistesf"" di sehen Kinder Schulen besuchen, deren L.ehrcr äerartige Auffassungen von Juden und Judentum haben. Es kann uns nicht wundern, daß in der am Schluß des Heftes empfohlenen Literatur sich neben den rassentheoretischen Büchern von Günther, H. St. Chamberlain, auch Fritschs ״Handbuch zur Judenfrage“, Meister ״Judas Schuldbuch“ Rosenberg ״Die Protokolle der Weisen von Zion und die jüdische Wcltpolitik“ und ähnliche Werke befinden, deren Anschauungen offenbar auch den Schülern vermittelt werden dürfen. Aber die deutschen Juden sollen künftig unter Menschen leben, die aus diesen Quellen ihre Ansichten über Judentum beziehen. Aus der Sportwelt. Der jüdische Tennismeister Daniel P r e n n hat in Wimbledon einen eindrucksvollen Sieg über den Tennischampion Turnbull errungen. Daniel Prenn ist der einzige Teilnehmer am Turnier in Wimbledon, der keinem Landesverband angehört, Da ihm als Jude der Eintritt in die deutsche Mannschaft nicht möglich war, erhielt er die Erlaubnis, als Unabhängiger an den Wettspielen teilzunehmen. — Die ehemalige Weltmeisterin im Fechten, Helene Mayer, bekanntlich die Tochter eines jüdischen Arztes in Deutschland, hat die Meisterschaft Amerikas im Florettfechten errungen. ii1H1nUl!ltHIHltllilili)fifMUifiltiMlllllMlliiMlfif!fllf1ntlUiijHllllHIJtMti1n11illlUilHli1n1ifiiillifHHllll>«llllHHIilHrMlililtMflllMIIIII!n1ill»iMlllHI!tiiiil»|[|inUllllilitllliJM;1lll|iHll;1;1lll||t!lijlMJ|itlilH1jin«|||tt1ii||M|||||ittiU111i|iinJliMllJniilll1m1tliHIHitlltllJJII

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