Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 53 (4.7.1933)
- Date
- 1933-07-04
- Page
- Seite 307 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 53, 4. VT!. 1933 JÜDISCH* RUNDSCHAU Seite 305 Kann man schnell Hebräisch lernen? Ein Brief statt einer Buchbespredmng Lieber David! Du hast an mich in Deinem letzten Briefe zugleich mit der Mitteilung von Deiner kurz bevorstehenden Öebersiedlung die Frage gerichtet, wie Du schnell soviel hebräisch lernen könntest, daß Du Dich bei Deiner Ankunft im Lande wenigstens einigermaßen im täglichen Leben, auf der Straße, beim Einkauf, bei Besuchen usw. verständigen kannst, una welches Buch ich Dir für diesen Zweck empfehlen könnte. Hätte ich Deine Anfrage vor etwa zwei Wochen erhalten, so wäre ich wirklich verlegen gewesen um die Beantwortung dieser Frage. Denn wenn ich natürlich auch die großen und kleinen Grammatiken des biblischen Hebräisch und die zahlreichen Lehrbücher der neuhebräischen Sprache kenne — sie alle hätte ich Dir nicht empfehlen können, weil ihre Durcharbeitung und die Aneignung des in ihnen gebotenen Lern- Stoffes doch eben viele Wochen erfordert. Seit zwei Wochen aber haben wir ein Buch, das für Falle wie den Deinigen — daß Menschen, die gerade hebräisch lesen können, aber sonst keinerlei Vorkenntnisse der Sprache besitzen, sich in ein paar Wochen sprachlich für das Leben in Palästina vorbereiten wollen — wirklich ungewöhnlich brauchbar ist. Emil Cohn, an dessen hebräischen Sprachunterricht im V.J.St.- Berlin in unseren ersten Studiensemestern Du Dich gewiß noch ebenso gern wie ich erinnern wirst, hat in diesen Tagen im Verlag Siegfried Scholem, Berlin, unter dem Titel ״Neuhebräisch schnell gelernt" ein kleines Büchlein erscheinen lassen, das wirklich im Umtange des Lehr- Stoffes, in seiner Anordnung und in der Auswahl des grammatikalischen Materials, des Wortschatzes, der LJcbungssätze und Redewendungen gerade das bringt, was der Palästina- Einwanderer sofort braucht und was er wirklich schnell 1ernen muß und kann, um sich mit den hebräischsprechenden Juden Palästinas sofort verständigen zu können. Wenn Du Dir etwa vorstellst, daß Du bald nach Deiner Ankunft in Palästina notwendigerweise Einkäufe in einem Geschäft zu machen hast, oder daß Du Dich rasieren lassen oder bei der Post Marken kaufen willst, oder daß Deine Frau die Dinge des täglichen Bedarfs zu besorgen hat, oder daß Ihr bereits mit Menschen 1m Lande, die nur hebräisch verstehen, in schriftlichen Verkehr treten müßt — für a(1e diese doch wahrlich nicht außergewöhnlichen Fälle wirst Du in Emil Cohns Buch nicht nur im Glossarium die Worte, sondern in den Uebungssätzen die in solchen Fallen erfahrungsgemäß üblichen Redewendungen finden, und zwar in einem Hebräisch, daß ebenso stark mit der klassischen Form der Sprache unseres Volkes wie mit ihrer neuzeitlichen Ent- Wicklung in Palästina verbunden ist. Ich kann Dir also nur dringend empfehlen. Dir dieses Büchlein schnellstens anzuschaffen. Du wirst in den wenigen Wochen, die Dir für die Vorbereitung Deiner Uebersiedlung noch zur Verfügung stehen, aus ihm soviel Hebräisch lernen, wie Du für den ersten Anfang im Lande notwendigerweise brauchst. Das Büchlein ist auch nicht teuer — es kostet 2,35 RM., so daß Du es auch jedem, der sich in ähnlicher Lage wie Du befindet, zur Anschaffung empfehlen kannst. Es ist das hebräische Lehrbuch, das uns für diese Zeit der schnellen Uebersiedlung wirklich gefehlt hat. Herzliche Grüße an Dich und die Deinen Dein Georg Herlitz. ״Die einzige Lösung" in neuem Gewände Einen Riesenerfolg errang die Premiere der ״Einzigen Lösung“ in der Koninklijke Schauburg (Kgl. Theater) im H a ag, die bis auf den letzten Platz ausverkauft war. Unter der Regie des hochbegabten Architekten Pataky in Zusammenarbeit mit dem talentvollen Komponisten Vredenbürg ist hier auf Grund der deutschen Textvorlage eine völlige Neuschöpfung entstanden: ein künstlerisch angelegtes, in gutem Sinne repräsentatives Lehrstück mit schlagkräftigen Sprechchören, wunderschönen Bühnenbildern und Lichteffekten und verblüffenden choreographishcen Wirkungen. Die Regie ist vor keinem Experiment zurückgeschreckt und völlig neue Wege gegangen: alle Mitwirkenden, auch der Regisseur, waren Laien. Mit bewunderungswürdiger Zähigkeit und Energie formte Pataky aus einer heterogenen Masse ostjüdischer, deutscher, holländischer und spaniolischer Jugend aller Gesellschaftsschichten im Laufe von viereinhalb Monaten ein Ensemble, das imstande war, eine eindrucksvolle Dar- Stellung in fast fehlerfreiem Deutsch zustande zu bringen. Da die wenigsten der Mitwirkenden Noten lesen konnten, mußte eine für jeden musikalischen Analphabeten verständliehe Notenschrift geschaffen werden. Der Regisseur, der Chor, Solisten, Musik, Choreographie und Lichteffekte unter seinem Stabe zentral verwaltete, war gezwungen, sich eine spezielle Partiturschrift auszuarbeiten, deren Anblick allein schon ein ästhetisches Vergnügen bereitet. Alle Mittel fort* peschrittenster Bühnentechnik wurden Sinnvoll angewandt. So ist ein für Holland sensationell neues und artistisch hochstehendes Genre von Tendenzkunst entstanden, das auch den uneingeschränkten Beifall des nichtjüdischen Publikums und das Lob der Tagespresse fand. Ein wesentliches Hilfsmittel war Vredenburgs Musik, die der neuartigen Regie angepaßt war. Diese Musik will nichts Absolutes sein; sie ist dem chorischen Wort unterlegt, ergänzt es aufpeitschend, befreit sich in geeigneten Momenten und ist durch ostinate Rhythmik und Monotonie charakterisiert. Die Melodik ist volkstümlich, ohne sich irgend* welche Banalitäten zu gestatten. Der Neo-Bechstein — vom Komponisten selber gespielt — ergab einen flexiblen Untergrund für das szenische Geschehen. Es ist zu hoffen, daß diese Kollektivgemeinschaft, die ln aufopferungsvoller Hingabe zu so einem hinreißenden Ausdrucksorgan geworden ist, einen Dichter findet, der für sie die adäquaten Bühnenwerke verfaßt. Die Veranstaltung — die auch von beträchtlicher propagandistiseher Wirkung war — ging vom J. N.-F, aus. Die vorbildliche Zusammenarbeit der beiden künstlerischen Leiter fand ihre Symbolik darin, daß ihnen zusammen ein Dunam Land gespendet wurde. A. J.-L. Nach dem großen Erfolg der Erstaufführung fand am 25. Juni im Freilichttheater in Amersfoort auf dem jährlichen Landtag der ״Jüdischen Jugend-Föderation“ vor der gesamten holländischen Jugend eine zweite Aufführung statt; eine dritte folgte am 2. Juli im Stadttheater zu Lochern, dem Qst-Niederlindisehen Landtag. Zur gefl- Beachtung! Wir bitten unsere Abonnenten, uns bei Mitteilung Ihres Wohnungswechsels stets auch die bisherige Adresse sulzu gehen. Administration der ״Jüdischen Rundschau“, Berlin W.15, Meinekestr. 10» Wo lltgt die ״JOdischo Rundschau“ aus? Ab 1. August 1933 beabsichtigen wir unter dieser Rubrik alle Hotels, Restaurants, Kaffees und sonstigen Gaststätten zu veröffentlichen, in denen die ״Rundschau“ regelmäßig! aru fliegt. Die Veröffentlichung erfolgt einmal wöchentlich nach Orten in alphabetischer Reihenfolge gegen einen Zuschuß von M. 5,— zum Quartalsabonnement. Veröffentlicht werden lediglich die Namen und Adressen der betreffenden Gaststätten ohne jeden weiteren Zusatz. Wir bitten alle Gesinnungsgenossen, Freunde und Leser der ״Jßdischen Rundschau“ die in Betracht kommenden Gaststätten aut diese neue Einrichtung aufmerksam zu machen und dafür Sorge zu tragen, daß ein möglichst lückenloses Verzeichnis aller Lokale, in denen die ,JOditche Rundschau“ aufliegt, regelmäßig erscheint. VEftLAQ ״JÜDISCH■ RUNDSCHAU«• Berlin W15, Meinekestr. 10. ArbeUsvermitlliing für jfldlsclic Auswanderer Die internationale Arbeitskonferenz in Genf hat mit 80 gegen die 2 Stimmen des portugiesischen Regierungsvertreters und des finnischen Arbeitgebervertreters 101■ gende Resolution angenommen: ״Infolge der politischen Umwälzungen, die kürzlich In Deutschland cingetreten sind, waren zahlreiche Personen, deren Anzahl in die Tausende geht, gezwungen, das Land zu verlassen. Tatsächlich sind unter der neuen Ordnung deutsche Bürger, infolge der Rassen Unterscheidungen, entweder nicht in der Lage, ihre Arbeit auszuüben oder ihrer Beschäftigung beraubt worden. Da sie auf diese Weise dem Elend ausgesetzt sind, ist ein großer Teil bereits ins Ausland geflüchtet, während die anderen diesem Beispiel zu folgen versuchen. Angesichts dieser Tatsachen sind für die angrenzenden Länder, in die sich der Strom dieser Fluchtlinge ergießt, schwere Rückwirkungen zu erwarttn. Die überall ungesunde Arbeitsmarktlage verschärft sich immer mehr, ttnd es ergibt sich für diese Länder ein Anwachsen der Arbeitslosigkeit, die die Internationale Arbeitsorganisation zu bekämpfen bemüht Ist. Da da■ Internationale Arbeitsamt sich unter ähnlichen Voraussetzungen schon mit der Möglichkeit der Arbeltsvermittlung für russische und armenische Flüchtlinge zu befassen hatte, ersucht die Konferenz den Verwaltungsrat, das Internationale Arbeitsamt zu beauftragen, die notwendigen Untersuchungen durchzuführen, ohne sich indessen in die inneren Angelegenheiten, die der deutschen Staatshoheit zustehen, einzumisctien, um die in Rede stehenden deutschen Flüchtlinge in den verschiedenen Lindem unterzubringen, ohne Schaden für die Volkswirtschaft der betreffenden Länder. Die Konferenz beschließt ferner, diese Entschließung dem Völkerbund zu unterbreiten.“ Von der Woche Durch die vom Reichsarbeitsminister erlassene zweite Durchführungsverordnung zum Gesetz über Ehrenämter in der sozialen Versicherung und der Reichsversorgung wird angeordnet, daß die Sachverständigen bei den Oberversiclierungsämtern und Versorgungsgerichten unter Beachtung der Grundsätze des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums mit Wirkung vom 1. August 1933 neu auszuwählen sind. Weiter wird bestimmt, daß als Vortrauens- und Durchgangsärzte sowie in gleichartige Stellunten auch solche Aerzte nichtarischer Abstammung nicht erufen werden dürfen, für die im Gesetz zur Wiedcrher- Stellung des Berufsbeamtentums eine Ausnahme wegen der Kriegsteilnehmer-Eigenschaft vorgesehen ist. Soweit niehibeamtete nichtarische Aerzte zurzeit eine solche Stelle noch innehahen, ist das Anstellungsverhäitnis zum 1. August 1933 zu lösen. Das gilt aber nicht für Aerzte, die infolge einer Kriegsdienstbeschädigung schwer beschädigt sind. Der Vorsitzende des Verbandes privater Kranketi Versicherungs-Unternehmen Deutschlands. Dr» Max Teichmann, erklärte auf einem im Hotel Kaiserhof veranstalteten Empfang, auch in der privaten Krankenver Sicherung sei in enger Zusammenarbeit mit der Aerzfeschaft der Einschränkung der Tätigkeit nichtarrscher Aerzte entsprechend Geltung zu verschaffen. Der Reichsverband deutscher Hausfrauenvereine erläßt ein Rundschreiben, demzufolge Jüdinnen in Vorständen und Ausschüssen unter dankbarer Anerkennung bisher geleisteter verdienstvoller Arbeit zum Rücktritt zu veranlassen sind. Jüdische Mitglieder dürfen nicht mehr aufgenommen werden. In der Stadtverordnetenversammlung in Tilsit wurde ein Dringlichkeitsantrag angenommen, dem deutschnationalen Rechtsanwalt und Notar Dr. Jacoby keine städtischen Rechtsaufträge mehr zu erteilen, weil er dadurch, daß er in einer Anwaltsversammlung das gegen einen jü* dlschert Rechtsanwalt erlassene Vertretungsverbot bedauerte, seine Judenfreundlichkeit zu erkennen gegeben habe. Wie die ״Frankfurter Zeitung“ meldet, ist der Central* Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens im Lande Thüringen durch Verfügung des thüringischen Ministeriums des Innern auf Grund von § 1 der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk Und Staat vom 28. Februar 1933 verboten und aufgelöst worden. Amtsjubiläum. Am 1. Juli feierte Regierungsrat Dr. Bernhard W a c h s t e 1 n, der Direktor der Bibliothek der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde, sein 30jähriges Amtsjubiläum. Von philosophischen Studien ausgegangen, konzentrierte Wachstein seine Arbeit hauptsächlich auf historische und bibliographische Gegenstände. Schon seine frühesten größeren Publikationen: ״Die Inschriften des alten Wiener Judenfriedhofs“ und die Kataloge über zwei große Schenkungen an die Bibliothek (die Sammlungen Halberstamm und Friedmann) erweisen die methodische Akribie seiner Arbeiten. Kulturhistorisch bedeutsam sind die mit Alfred Landau ge• meinsam herausgegebenen ״Jüdischen Privatbriefe“ aus der Zeit des dreißigjährigen Kriegs und die umfangreichen Studien zur Geschichte der Juden in Eisenstadt. Im Rahmen der Bibliothek schuf und schafft er durch Anlegung zahlreicher Gesamt- und Spezialkataloge nach modem-technischen Prinzipiea willkommene Grundlagen für historisch-Wissenschaftliehe Forschung, in Zusammenhang damit sind auch seine eigenen zahlreichen biographisch-genealogischen und bibiiographischen Arbeiten entstanden, darunter seine Bibliographie der ״Hespedim“, eine Bibliographie der jüdischen Frau, der die Haskala-Literatur betreffende Teil der von ihtn herausgegebenen ,,Hebräischen Publizistik in Wien“, Bibliographien von Gerson Wolf, Oüdemann u. a, und wertvolle Bei■ träge zur Geschichte der Juden in Mähren (in dem Sammel-!werket Die Juden in MährenV Emst Müller. Ortsgruppen Frankfurt a- M. Die Palästina-Interessenten aus dem Bezirk Süddeutschland, die die Sprechstunde des Palästina- Amtes Frankfurt besuchen wollen, werden im eigenen Interesse dringend um vorherige Anmeldung gebeten, da der Andrang während der regulären Sprechstunden,_ Montag, Dienstag und Donnerstag abend zu stark ist. Die Frankfurter Besucher des Palästina-Amtes werden gebeten, sich möglichst strikte an die angesetzten Sprechstunden zu halten. Glogau. In Glogau wurde eine Unterstelle des Palästina- Amtes Berlin gegründet, deren Leitung Herr Dr. Cohn, Glogau, Langestr. 42, übernommen hat. Interessenten wollen sich vorher mündlich oder schriftlich bei Herrn Dr. Cohn an melden, da feste Sprechstunden nicht angesetzt werden können. Guben. Vor ca. 20 Besuchern sprach Herr Referendar Sefdenberg über ״Die Bedeutung Palästinas für die deutschen luden“. Das Referat erregte großes Interesse, es schloß sich eine rege Diskussion an. Halle. Am 24. Juni sprach Herr Walter Heinemann (Magdeburg) im Rahmen einer KKL-Aktion in den Logenräumen über: ״Jüdische Arbeit auf jüdischem Boden“. Die Veranstaltung war von Zionisten und Nichtzionisten, insbesondere von der Jugend, gut besucht. Nach einleitenden Worten des Gedenkens für unseren unvergeßlichen Ariosoroft sprach der Referent über die Bedeutung des KKL. für den Aufbau Palästinas. Hannover. Die Beratung der Palästina-Auswanderer findet von jetzt ab durch Herrn Rechtsanwalt Hans Block, Hannover, Prinzenstr. 1, jeden Dienstag und Donnerslag von 5—1/27, statt. Mainz. (Stammtisch.) Wir geben bekannt, daß bereits seit einigen Wochen sich alle Zionisten und Palästina-lnteressenttn Mittwoch- und Samstagabend, ab 21 Uhr, im Restaurant Goldschmidt, Kiaraslraße 13, treffen. Dit Palästina-Beratungsstelle für Ostfriesland befindet •ich bei Herrn Max de Beer, Emden (Ostfrsl.), Am Brauersgraben 2, Telephon 3385. Wuppertal-Elberfeld. Die Palästina-Beratung wird jetzt von Herrn Rabb. Dr. Alfred Philipp, Elberfeld, Briller- Straße 50, geleitet. Die Sprechstunden sind: Montag und Donfierstag von 10—11 Uhr in der Wohnung des Herrn Dr. Philipp. _ Vermischte! Hebräische Sprachkurse der BZV. Für dit nächste Zelt sind folgende Anfängerkurse in Aussicht genommen: Baverischer Platz, Hansa-Platz, Reichstagsufer, Alexanderplatz, Wedding, Tempclhof und Neukölln. Die Kurse finden in Privatwohnungen statt. Teilnehmerzahl 14—16. Die Kurse werden zweimal wöchentlich abgehaiten, je U/s Stunden. Preis 3 M. monatlich. Anmeldungen täglich zwischen 4 bis 6 Uhr auch telephonisch (Bismarck 7165, Apparat 32) im Büro der BZV., Meinekestr. 10, 111. Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Bcrlln. Während der Sommerferien wird dieses Mal in fast allen Klassen der Unterricht fortgesetzt. Der Unterricht findet für die Schüler der Klopstockstraße im Nebengebäude der Synagoge Fasanenstr. 79/80 statt. Der Stundenplan ist zum Teil geändert. Am Dienstag, dem 8. August, um 17 Uhr wird In der Schule Klopstöckstr. 58 eine neue Anfängerklasse für Erwachsene eröffnet. Am Mittwoch, dem 9. August, um 20(4 Uhr, wird in der Gr. Hamburger Str. 27 gleichfalls eine neue Anfängerklasse für Erwachsene eröffnet. Anmeldungen nur schriftlich an den Unterzeichneten. Während der Ferien fällt die Sprechstunde aus. N. Berggrün, Grunewald, Trabener Straße 2. Frankfurt a. M. Es lernen jetzt in zehn Sprachkursen ca. 120 Schüler. Im Monat Juli werden weitere Anfänger* kurse eröffnet werden. Anmeldung: Sekretariat der Hebräischen Sprachgesellschaft, Eschersheimer Landstr. 65 (Zimmer!1), Dienstag und Donnerstag von 18,30 bis 19,30 Uhr. — Chug Iw־ri: Es ist beabsichtigt, ein Cliug Iwri zu gründen. Interessenten, die über Sprachkenntnisse verfügen, werden gebeten, sich umgehend im Sekretariat der Henräischen Sprachgesellschaft anzumeldcn. — Hebräischer liigcndchor: Stimmbegabte Jugendliche, die regelmäßig kommen wollen, können noch Aufnahme finden. Anschrift: Fritz Saalberg, Frankfurt a. M., Eppsteincrstr. 32. — Hachscharahstellenbeschaffung: Wir suchen noch Ausbildungsstellen für landwirtschaftliche und handwerkliche Berufe, Anschrift: Hans Münchhausen, Frankfurt a. M., Arndt- Straße 3. Berliner Kalender Eintritt «u allen Veranstaltungen nur für Mitglieder und geladene Gäste. Berliner Zionistische Vereinigung. F r i e d r i ch s h a i ri: 6 Juli, 20.30 Uhr, bei Gerecht, Am Königsgraben 3, Dr. E. Seren 1: ״Aus dem Leben einer jüdischen Siedlung in Palästina“. — Jannowitzbrücke: 6. Juli, 20.30 Uhr, im Jathrerveteinshaus (Müllersaät), Fritz Pollak: ״Aktuelle Palästina-Fragen“. — Nordring-Pankow: Die für den 4. Juli angesetzte Veranstaltung Im Wohlfahrtsamt Prenzlauer Berg findet aus technischen Gründen nicht statt. -— S a v i g n y p 1 a t z: 4. Juli, 20.30 Uhr, Lögenhaus, Kleiststr. 10: ״Zionistischer Querschnitt“. — Sch mar- §* . _ — Steglitz! 4. jtlli, 20.30 Uhr, bei Krcschowfr, Steglitz, Schloßstr. 67, R.-A. A. Gundermann: ״Die jüdische Aufgabe“. — Süd: 5. Juli, 2Ö.3Ö Uhr, in der Wohnung von R.-A. Gumiermann, Oranienstr. 10-11, Dr. M. Bandmann: ״Abkehr von der Assimilation“. — Tempelhof: 5. Juli, 20.30 Uhr, in der SchultheiBbrauerei, Liehterfelder Str. 11 (am Kreutberg), Dr. Joachim Prinz: ״Unser Weg zum Judentum"- — W i t tc n b e r g |>! a t z: 6. Juli, 20.30 Uhr, Sitzungssaal, Meinekestr. 10, Josef Dir sein ״Eindrücke einer Palästinarcisc“. Geschäftliche Mitteilangen Paliitfna-GeseilsehiftsreisC. Palästina steht im Mittelpunkt des Interesses der deutschen Juden. Viele würden wenigstens eins ln. forfttatiön-rr-'e dorthin unternehmen, wenn ihnen eine sachgemäße Führung durch dos Land geboten würde. Diesem Wunsche kommen die Mio-Reisen entgegen, deren erste von! 17. Juli bis zum 16. August dauert. Unter sachgemäßer Führung wird das ganze Land durchreist. Für die Möglichkeit genauester Information in jeder Hinsicht ist Sorge getragen worden. Endgültiger Meldeschluß: Dienstag, den 11. Juli. Genaueres siehe Inserat-