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Jüdische Rundschau · 1933-06-16 · Heft 48 (16.6.1933) · p. Seite 264

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 48 (16.6.1933)
Date
1933-06-16
Page
Seite 264 (sequence 8)
Language
German
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Seite 262 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 48, 16. VL1933 ,4• Vermischtes Feier der Jüdischen Jugend. Sonntag, den 18. Juni, vormittags 11.15 Uhr pünktlich, im Lelirervereinshaus, Atexanderplatz. Tombola. Hauptgewinn eine Palästinareise. Jedes Los kostet 10 Pf.! Habonim, noar chaluzi-Esra-Makkabi Hazair-Werkleute, Bund jüd. Jud. — I. P. D. — Hanoar Haowed — Haschomer Hazair — B. l.P. — Brith Hanoar. Karten für Jugendliche und Erwachsene ausverkauft. Die Feier beginnt pünktlich. Die Saaltüren werden zur angegebenen Zeit geschlossen und während der Vorführung nicht mehr geöffnet. Ohne Karten kein Einlaß. Personen ohne Karten werden im Interesse der Veranstaltung gebeten, den Platz vor dem Lehrcrvercinshaus nicht unnötig zu besetzen. Lose noch vorhanden! Die Feier wird wiederholt! Schule der jüdischen Jugend. Wegen der Ueberfüllung der hebräischen Kurse wird noch ein elementarer Anfängerkurs eröffnet. Ort: Auguststr. 13. Zeit: Montag, 20—22 Uhr. Beginn: Montag, 19. Juni 1933. Leiter: Meir Rosenberg. Elternhilfswerk für die jüdische Jugend. Am 22. Juni, abends 8 Uhr pünktlich, soll im großen Saal des Logenhauses, Kiciststr. 10. ein Elternhilfswerk für cfle jüdische jugend ins Leben gerufen werden. Persönliche Einladung gilt als Ausweis. Eltern und am Erziehungswerk Interessierte erhalten auf schriftlichem Wege nähere Auskunft bei Herrn Dr. Helft, Halensee. Joachim-Friedrich-Str. 4. Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Sprechzeit: Montag und Mittwoch, 18—18.30 Uhr, Große Hamburger Str. 27 (Bhf. Börse); Dienstag und Donnerstag, 18 bis 18.30 Uhr, Klopstockstr. 58 1 (Bhf. Tiergarten). Tel. Aus■ kunft: Berggrün, J 7, Hochmeister 2501, morgens 7.30 bis 8 Uhr, außer Sonnabend. Jüdische Schule Klopstockstraße. Montag, den 19. Juni, 8.30 Uhr abends, im Großen Sitzungssaal der Synagoge Fasanenslraße: 2. Vorlesung zur Palästinakunde von Dr. Hans L e v.- v. Mädchenvolksschule Auguststraßc schreibt: Wer stellt uns in einem Hause iri der Nähe von Berlin für Juli ein geeignete* Unterkommen für ein Ferienlager unserer Schiilerinnen zur Verfügung? Wir brauchen 1—2 Schlafräumc, einen Aufcnthaltsraum und Kochgelegenheit für Gruppen von etwa 15 Kindern mit zwei Lehrern für jedesmal 6—8 Tage. Für Angebote wäre dankbar: Kaplian. N 24, August- Straße 11/13, D 2, 4128. Hebräischer Kurs. Unter der Leitung von Barasch findet ein hebräischer Kurs für Fortgeschrittene statt, und zwar einmal wöchentlich zwei Stunden (vorläufig Freitags 6—8 Uhr) im Hause von Weitzmann, Halcnsee, Nestorstr. 4. Es wird neue hebräische Literatur, palästinensische Zeitung T’nach gelesen. Außerdem Stilübungen und Aufsätze. Interessenten werden gebeten, sich zwecks näherer Auskunft an Mirjam Weitzmann, Hochmeister 2757, zu wenden. Jung-Wizo-Arbeit in Deutschland. Um die bestehenden deutschen Jung-Wizo- Gruppen zusammenzuschiießcn, ihre Arbeit auszubaucn und zu festigen, hat sich in Frankfurt a. M. eine Zentralstelle gebildet, deren Leitung Hertha Schleif e r übertragen wurde. Die Jung-Wizo Gruppen werden gebeten, sich wegen alsbaldiger Fühlungnahme an die Zentralstelle zu wenden. Anschrift: Hertha Schleifer, Frankfurt a. M., Adiekes-Allee 33. Konzert jüdischer Musiker. Die unter Leitung von Dr. Kurt Singer und Michael Taube stehende ״Gemeinschaff jüdischer Musiker“ setzt ihre im Mai mit zwei überaus erfolgreichen Konzerten begonnene Reihe musikalischer Veranstaltungen am Dienstag, den 20. Juni, fort. Auf dem Programm dieses 3. Synagogenkonzertes, das wiederum in der Synagoge Prinzregentenstraße stattfindet, stellen Orchesterwerke von Locateiii, Vivaldi (Konzert für vier Soloviolinen und Streichorchester) und die Schubert- Symphonie in B-Dur. (Dirigent Michael Taube.) Der Chor unter Leitung!■ von Dr. Kurt Singer bringt achtstimmige a capella-Werke und Chöre mit Örgelbegleitung von Gluck, Brahms, Franck, Mendelssohn und Schubert zu Gehör. — Vom Echo, das diese Veranstaltungen auslösen, vom Zustrom des Publikums hängt die Weiterentwicklung eines kulturellen Werkes ab, das auf die sich aus der gegenwärtigen Lage des Judentums ergehenden Fragen in ׳Künstlerischer und geistiger Beziehung Antwort erteilen soll. 13 i e Gemeinschaft jüdischer Musiker erwartet daher, hei ihrem 3, Konzert am Dienstag, ci e n 20. Juni, eine umfassende Gemeinschaft j ü d ischer Zuhörer versammelt zu finden, die so ihre Zustimmung zum Werke bekunden. Jüdische Kunstausstellung. Herr Josef Jacobov/itz, Berlin, teilt uns mit, daß er beabsichtige, jüdische Maler und Kunstgewerbier zusammenzuschließen und bei genügender Beteiiigung deren Erzeugnisse in seinem Laden, Ritterstr. 33, auszustellen. Der Laden ist 150 qm groß und hat drei große und vier kleine Schaufenster. Interessenten wollen sich direkt an den Genannten wenden, und zwar täglich nachmittags zwischen 3—6 Uhr, Ritterstr. 33. Der Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe in Verbindung mit der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, N 24, Oranienburger Str. 31, ist eine Beratungsstelle für Apotheker angegiiedert worden. Alle dem Apothekerstande angehörigen deutschen Juden werden gebeten, der Zentralstelle (Äbt. Apotheker-Beratung) ihre Adresse mitzuteilcn. Sprechstunde der Beratungsstelle: Dienstag und Freitag 1—2 Uhr. Besucht jüdische Hotels und Speisehäuser! Man schreibt uns: Eine solche Aufforderung sollte eigentlich in der heutigen Zeit als überflüssig betrachtet werden. Dennoch ist es leider eine Tatsache, daß immer noch viele unserer Glaubensgenossen jüdische Hotels und Speisehäuser meiden, auch wenn diese in jeder Beziehung es mit nichtjüdischen Häusern aufnehmen können. Auch wer seiner persönlichen Einstellung nach keinen Wert auf rituelle Verpflegung legt, sollte sich sagen, daß der jüdische Wirt heute einen verzweifelten Kampf um seine Existenz führt, einen Kampf, der die moralische und wirtschaftliche Hilfe eines jeden Juden erheischt. Sie finden auch in diesem Blatte verschiedene Empfehlungen von jiic’ischen Hotels und Wirten im Inland, sowohl an Verkehrsplatzen, wie auch in Kurorten. Es sei in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hingewiesen, daß eine ganze Anzahl von Kurverwaltungen ausdrücklich erklärt und Zugesichert haben, daß Kurgäste ohne Unterschied von Religion und Rasse an den betr. Kurplätzen willkommen sind. Das bekannte Adlerabzeichen des Vereins zur Förderung ritueller Speisehäuser bietet Gewähr dafür, daß die betr. Unternehmer unter zuverlässiger Rabbinatsaufsicht stehen, daher auch in ritueller Beziehung unbedenklich sind. Frankfurt a. M. Hebräische Sprachkurse. Im Laufe des Monats Juni werden weitere Anfängerkurse eröffnet werden. Anmeldungen im Sekretariat, Eseln•!sh. Landstr. 65 II, Dienstag und Donnerstag von 18—19,30 Uhr. Die Habima sucht, wie uns aus Palästina mitgeteilt wird, für ihren technischen Apparat noch zwei Spezialarbeiter, und zwar einen erprobten Theaterbeleuchter und einen perfekten Theater-Perückenmacher, Es handelt sich hier nicht An unsere beserl Die ״Jüdische Rundschau“ vom 30. Mai d. J. mit dem Leitartikel ״Mach’ unsere Rücken wieder gerade“ ist trotz vergrößerter Auflage vollständig vergriffen. Da neueintretende Abonnenten häufig die Nachlieferung verlangen, bitten wir diejenigen unserer Leser, die die Nummer noch besitzen und sie nicht selbst aufbewahren wollen, dem Verlag die Nummer wieder zur Verfügung zu stellen, damit sie an andere weitergeleitet werden kann. Wir danken den Einsendern im voraus. VERLAG ״JÜDISCHE RUNDSCHAU“ Berlin W, 15, Meinekestr. 10. iiiiiiinniiinimuiiiiffliiiiimininnimniiiiiiiiiiuiiiimiiiiimiiiuiiniiinihtiiiiHiiniHuiininuniiiutuiuiiHiiiimiiiiinniiuiii um festbesoldete Posten im Stab des Habima-Ensemhles, sondern die Betreffenden würden je nach Bedarf beschäftigt werden. Bewerbungen zur Weiterleitung erbeten an die Rcdaktion der ״Jüd. Rundschau“. Paris. Die Societe des Amis de Nordau et Marmorek veranstaltet am 2. Juli einen Gang zum Grabe Marmorcks auf dem Friedhofe zu Bagneux und eine Feier in Boulognc sur Seine, dem letzten Wohnorte des Verstorbenen, und am 3. Juli, gemeinsam mit dem Keren Kajemeth, eine Gedenkfeier im Saale der Föderation der jüdischen Gesellschaften. Niederlassungsmöglichkeit, Einem deutschen jüdischen Arzt von Ruf, möglichst mit Professur, wird im neutralen Ausland, mit größtem Stemdenverkehr, von der Regierung die Erlaubnis zur AusOb«M>tp der ärztlichen Praxis erteilt. An einem Platz, welcher zentral und idyllisch liegt (500 ni hoch) soll, da die klimatischen Verhältnisse besonders giinstig liegen, ein Herz- und Ncrven-Sanatorium eingerichtet werden. Das Unternehmen soll von der Regierung und den maßgebenden Stellen besonders gefördert werden. (Siehe Inserat.) Nlederlassungsmöglichkeit. An einem größeren Platz Nord- Westdeutschlands bietet sich für einen besonders tüchtigen Arzt (Internist) •die Möglichkeit zur Erlangung einer guten Privatpraxis. Betreffender würde nach dem Fortzug des •bisher dort ansässigen Arztes der einzige jüdische Arzt am Orte sein. Schriftliche Bewerbungen zur Wciterleitung erbeten an die Z. V. f. D., Berlin W 15, Meinekestr. 10. Arbeitsunterricht. Aus Lübeck wird uns geschrieben: in den nächsten Tagen beginnt hier ein Unterricht, der sich erstreckt auf Arbeiten an Werkzeugmaschinen, Auseinanderneilmeu und Reparieren von Getrieben und Verbrennungsmotoren verschiedener Systeme, Unterricht auf dem Versuchsstand, Fahrunterricht auf verschiedenen Booten und Kraftfahrzeugen und nautischen Unterricht. Dauer des Kursus 3—4 Monate. Preis 65 RM. inkl. Unterkunft und Verpflegung (gemeinschaftlich). Am Schabbath frei, Verpflegung rituell. Es können noch 3—4 Teilnehmer angenommen werden. Bewerbungen umgehend an Dr. Roth- Schild, Lübeck, Breitestr. 84. Beverungen a. d. Weser. Am 31. Mai sprach hier in der Synagoge Herr Dr. Edgar Kaufmann (Berlin) über: ״Palästina-Fragen“ und über ״Entstehung und Grundfragen des Zionismus“. Das zahlreich erschienene Publikum nahm das Referat mit größtem Interesse auf, und es ist zu hoffen, daß nun auch an unserem Platze der Palästina-Gedanke Wurzel gefaßt hat. Gottesdienste. Freitag, den 16. Juni, abends: Synagogen mit altem Ritus und Alterversorgungsanstaitcn: 7.30 Uhr; Syn. Prinzregentenstraße: 7.15 Uhr, übrige Synagogen mit neuen•. Ritus und Syn. Schmargendorf (Altersheim): 7 Uhr. Predigten: Syn. Lützow- Straße: Dr. Wiener; Syn. Fasancnstraße: Dr. Bergmann; Syn. Levetzowstraße: Dr. Lewkowitz; Syn. Friedenstempel: Dr. Prinz; Syn. l’rinzregenteristraße: Dr, Galliner; Syn. Schmargendorf: Dr. Hirschfaerg. Sonnabend, den 17. Juni, morgens (Neuniondweihe): Alte Synagoge und Syn. Peslalozzistraße: 8.30 Uhr; übrige Synagogen mit altem Ritus und Alterversorgungsanstaitcn: 9 Uhr; Friihgotiosdienst: Syn. Rykestraße und Kottbusser Ufer-Aliawas Reim: 6,45 Uhr; Synagogm mit neuem Ritus: Hauptgottesdienst: 10 Uhr; Frühgottesdienst, Synagogen LindenstraSe, Levctzowstraße, l’imzregontenstraße: 7.30 Uhr. Predigten: Alte Synagoge: Dr. Freier; Syn. Kaiserstraße: Dr. Jakobovits; Syn. Rykestraße: Dr. Swarsensky; Svn. Pestalozzi- Straße: Dr. F.. Levy; Syn. Kottbusser Ufor-Ahawas Reim: Dr. W. Lcwv; Syn. Münchener Straße: Dr. A. I.evy; Syn. Grunewaldi Dr. Cohn; Neue Synagoge: Dr. Biumenthal; Syn. Lindenstraße: Dr. •Salomonski. Jugendgottesdienst: 4 LTir: Syn. Kaiserstraße: Dr. Freier; Syn. i’estaiozzistra&e: Dr. E. 1; Syn. Kottbusser Ufer-Ahawas Reim: Dr. Singermann; 4.30 Uhr: Svn. Münchener Straße: Dr. A. Levy. Sonnabend, den 17. Juni, Feierstunde: Syn. Lützowstraße zwischen Mincha und Maariw: Dr. Wiener; Syn. Fasancnstraße: 7.30 Uhr: Dr. Saiomonski: ״Gibt es moderne Frömmigkeit?■‘ (Sologesang, Orgelspiel). Sabbat-Ausgang: 9.32 Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Synagogen: 7.30 Uhr; morgens: Alte Synagoge, Syn. Kaiserstraße und Rykestraße: 6.30 Uhr; übrige -Synagogen mit altem Ritus: 7 Uhr; Synagogen mit neuem Ritus: 7.30 Uhr. Scelsorgerische Sprechstunde in den Wohnungen der Herren Gemeinderabbiner täglich 10—11 Uhr; in dringlichen Fällen nach vorherigem Anruf. Gottesdienst des Beth Hamidrasch, Rosonthaler Str. 55, begründet vom Misrachi, Freitagabend und Sonnabend. Zeiten wie in den Gemeindesynagogen mit altem Ritus. Synagoge ״Beth Zion“, Brurmenstr. 33. Freitag abend 7.30. Sonnabend morgen (Neumondweihe) 8.30. Mincha 8.30. Lehrvortrag: Ralib. Dr. Landau. Wochentags morgens 6.30. Wochentags abends 7.30. Berliner KLetlexider Eintritt zu allen Veranstaltungen nur für Mitglieder und geladene Gäste. Berliner Zionistische Vereinigung. Reinickendorf: 19. Juni, 20!'! Uhr, in der Wohnung von Herrn Kochanowski, Sansibar- Straße 64; R.-A. Dr. Hans Prinz: ״Die Forderung der Stunde — Jüdische Schule!“ — Friedrichshain und Jannow itzbrücke: 20. Juni, 20■/! Uhr, Schule, Kaiscrstr. 29/30; Dr Elias Auerbach: ״Die Forderung der Stunde — Jüdische Schule!“ Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina- Gruppe Nord und Ost: 20, Juni, abends 8'! Uhr, Vortrag von Herrn Fritz Pollak: ״Aktuelle Palästinafragen“. Frau Dr. Marie Mayer berichtet über ihre Falästinareise. Im Gemeindehaus, Rosen«,tr. 2/4. — Studienzirkei Charlottcnburg: 20. Juni, nachm. 4'4 Uhr, Frau Dr. Taubes spricht über Theodor Ilerzl. Bei Frau Jacobus, Ansbachcr Str. 24/25. Klub junger Zionisten. Am 20. Juni findet keine Vcranslaltung statt. Verband Deutscher Zionisten-Revislonisten. Gruppe West: ,20- Juni, 8'/« Uhr abend■!, im Restaurant Kaufmann, Kleist str. 14, Vortrag von Herrn Dr. Hubert Pollak über ״Wirtschaftsaussichten des Mitleiständlers in Palästina“, Vereinigung für die Interessen der Altzn Synagoge. Extra-VeranstaUung, Montag, 19. d. M., abends 8 Uhr, Roscnstr. 2/4. Vortrag Dir. Georg Kareski: ״Wirtsdiaftspioblemc der deutschen Jude»“. MA^MAgl WELTV BAND Dentscher Makkabikreis Makkabim und Makkabioth! In seiner schwersten Zeit rüstet der Deutsche Makkabikrcis zu den ״Makkabi-Kamptspiclcn“ des Makkabi-Weit Verbandes, die vom 3. bis 6. August 1933 in Cernautl (Rumänien) stattfinden■ Niemals seit Bestehen unserer Organisation haben sich die Verhältnisse so gegen uns verschworen wie heute. Aus allen Sportverbänden ausgeschlossen, keine Möglichkeit zur Austragung von Wettkämpfen gegen fremde Vereine, die Sportplätze verloren, die Turnhallen versperrt: so führen wir den härtesten und schwierigsten Kampf wie noch nie. Und dennoch: trotz aller Not, allen Schwierigkeiten zum Trotz, ungebrochen ist der Kampfeswille unserer Vereine, geschlossener denn je steht die Organisation, und in dieser Stunde rufen wir auf zu den Kampfspielen von Cernauti. Cernautl muü zu einer machtvollen Demonstration jüdischen Lebenswillens werden, muß in schwerster Zeit allen Völkern den Beweis einer stolzen, kraftvollen und lebendigen jüdischen Jugend liefern. Die Augen der jüdischen Welt sind in diesen Tagen auf uns als Träger des jüdischen Zukunftsideals gerichtet. Vom ältesten Mann bis zum jüngsten Knaben — wir wissen, daß Ihr uns nicht im Stich lassen werdet, und daß Ihr bereit seid, für unsere Idee Euch einzusetzen. Und deshalb rufen wir Euch jetzt zu: Rüstet zur Teilnähme! Folgt unseren Parolen, Cernauti heißt die Lösung! Mobilisiert jeden Pfennig! Denkt an den Schwur der ersten Makkabiah! Chasak weemaz) Präsidium des Deutschen Makkablkreise». Anmeldungen im Sekretariat des Deutschen Makkabikreiscs. Internationale indische Meisterschaften von Holland Erfolge deutscher Makkabim. Zum ersten Male fand am 4. und 5. Juni im Haag ein Sportfest aller jüdischen Sportvereine Hollands statt, an dem die jüdischen Meisterschaften des Larides ausgetragon wurden. Der Einladung des Veranstalters, des J. G. V. *s-Gravcnhage, hatten die Makkabi-Organisation Englands, vertreten durch dem Bar Korhba London, Belgiens, vertreten durch den Makkabi Antwerpen sowie eine kleine deutsche Makkabi-Gruppc unter Führung von Martin Siedncr (Köln) Folge geleistet. Unter großer Antcihiähme der jüdischen Bevölkerung aus dem Haag wurden bei glühender Sonnenhitze die Meisterschaften im Turnen, in der Leichtathletik, im Korbball, Fußball und Tennis ausgetragen. Dank einer vorzüglichem Organisation wickelten sich die Wettkämpfe, an denen 500 jüdische Sportler Hollands teilnahmen, reibungslos ab. Die leichtathletischen Wettkämpfe wurden auf einer in schlechter Verfassung befindlichen Grasbahn ausgetragen; die ungewohnten Bodenverhältnisse stellten besonders ar> die deutschen Makkabim hohe Anforderungen. Es gelang der kleinen Schar der deutschen Makkabim aus Berlin, Leipzig und Köln ausgezeichnete Erfolge zu erzielen. In dem spannendsten Rennen des Tages holte sich der 17jährige Schattmann (Ilar Kochba Berlin) die 100-m-Meisterschaft in der fiir die schwere und unebene Grasbahn ausgezeichneten Zeit von 11,4 Sekunden. Die 1500-rrt-Mcisterschaft lief Bergmann I (Bar Kochba Berlin) in vorbildlichem Stil unangefochten nach Hause. An zweiter und dritter Stelle placierten sich Fcchner (Bar Korhba Leipzig) und Schwarz (Hakoah Köln). Wenige Minuten später mußte Bergmann zur Entscheidung des 400-m-I.aufes antreten. Unter den 11 Teilnehmern konnte er, da er im Feld cingeschlossen war, zum Schluß nur bis zum 2. Platz: auflaufen. Ucbcrraschcndcrweise gewann Schwarz (Hakoah Köln) die Meisterschaft ira Hochsprung sowie der deutsche Mnkkabi-Sportwart Lewinsohn (Köln) die .Dreikampf-Meisterschaft (100 m, WVitsprung, Speerwerfen), ln der 4 X 100-m-Staffcl, die als letzte Konkurrenz ausgetragen wurde, mußte sich die in der Aufstellung Kolm (Leipzig), Schattmann (Berlin), Lewinsohn (Köln), Bergmann I (Berlin) laufende deutsche Makkabi- Staffel trotz, glänzenden Laufes von Schattmann mit Brustbreite vom Makkabi-Antwerpen infolge schlechten Wechsels geschlagen bekennen. Eine ausgezeichnete Gesamtleistung zeigte Mirjam Lceser (Hakoah Köln). Zum ersten Male an einer internationalen Konkurrenz teilnehmend, überraschte sie im turnerischen Fünfkampf der Frauen unter 61 Teilnehmerinnen mit einem hervorragenden 3. Platz. Besonderen Beifall fanden ihre Kürübungen und eine vorbildlich ausgeführte Zweckgymnastik. Auch in den Leichtathletik-Konkurrenzen konnte Mirjam Lceser trotz einer Fußvcrlctzung erfolgrevh abschneiden. Im 80-m-Laufen wurde!sie hinter Rothstein (Makkabi- Antwerpen) zweite. Ebenso belegte sie im Weifsprung den 2, Platz. Prachtvolles Tennis sah man in der Schlußrunde zwischen Bar Cochba London und Makkabi-Antwerpen, das von 'den englisrhen Makkabim, in deren Mannschaft der Meister der Cambridger Universität mitwirkte, mit 6:2, 7:5 gewonnen wurde. Die Mannschaft des Makkabi-Antwerpen errang einige bemerkenswerte Erfolge. GIänzende Leistungen sah man von seiner Tumerrioge, die den Mannschaftsfünfkampf gewann. Außerdern konnte die belgische Makkabi- Mannschaft in einigen leichtathletischen Konkurrenzen erfolgreich abschneiden. Eine Reihe von Veranstaltungen umrahmte das Sportfest. Die deutschen Teilnehmer waren Gäste eines Festdiners, an dem mehr als 500 Personen teilnahmen und an das sich eine Theater, auffiihrimg, die von ca. 1000 Personen besucht war, ansrhlaß. Hier begrüßte S. ITuisman, der Organisator der Joodsche Sportfesten, die Teilnehmer und Gäste; im Namen der Exekutive des Makkabi- Weltverbandes und der teilnehmenden Landesorganisationen des Makkabi überbrachte Fritz Lewinsohra (Köln) die Grüße des Welt- Makkabi. Die Festrede hielt der Obcrrabbiner von Holland, Maarsen, Im Anschluß an den Festabend blieben die Teilnehmer noch bis zum frühen Morgen zusammen. Di«e fiir Holland höchst bemerken«- werte Veranstaltung führte zum ersren Male die neutrale jüdische Jugend des Landes mit Makkabi-Mitglicdem zusammen. Der starke Eindruck, den die disziplinierten und sportlich eine ausgezeichnete Haltung zeigenden Makkabigruppen hinterließ, von denen die 'deutsche besonders imponierte, spiegelte sich in dem starken Besuch der Vorführung des Makkabiahfilms, als Abschluß der zwei Tage dauernden Sportveranstaltungen wieder. (Mehr als 500 Personen wohnten der Filmaufführung bei, die von der jungen und sehr aktiven Makkabi. gruppe, aus dem Haag organisiert wurde. Hier begrüßte der Vorsitzende des Makkabi Haag, Ing. Pataky, in holländischer Sprache die Erschienenen und forderte sie auf, die Makkahibewegung in Hol-!and zu unterstützen. Im Anschluß referierte Dr. Kurt Jarobowilz, Mitglied der Exekutive des M. W.V. London, über Aufgaben und Ziele der Makkahibewegung. Die Zuschauer verfolgten den Film, der von Amateuren des Bar Cochba London gedreht war, mit großem Interesse. Diese Aufführung stellte einen würdigen Abschluß der in allem glänzend gelungenen Veranstaltung dar. Es verdient noch hervorgehoben zu werden, daß die israelitische Kultusgemeinde einen Empfang für die Führer der Sportgruppcn aus Holland und aus dem Ausland veranstaltete, dem für die Londoner Exekutive des M, W. V. Dr. K. Jacobowitz und Fritz Lewinsohn (Köln) für das deutsche Makkabipräsirfium beiwohnten. Die Aufnahme der deutschem Makkabim war über Erwarten herzlich. In aufopfernder Weise waren sowohl die Veranstalter des Sportfestes als auch die Haager Makkabim um sie bemüht. Die Teilnahme der Makkabigruppen an diesem von neutralen jüdischen Vereinen organisierten Meisterschaften bezweckte, die holländisclie Jugend für den Makkahigcdankrn zu gewinnen. Es dürfte nur noch kurze Zeit dauern, bis diese Jugend — aufs stärkste durch

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