Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 47 (13.6.1933)
- Date
- 1933-06-13
- Page
- Seite 254 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 252 Nr. 47, 13. Vt 1933 Neue Bauten in Palästina Wir veröffentlichen heute zwei Rildcr von neuen Baut e n in Palästina, die zwar ihrem Charakter und Wesen nach rundverschieden sind, aber doch das eine gemeinsam haben, aß sie zeigen, wie Landschaft und Aussehen dos Landes sich durch die starke Bauaktivität ständig verändern. Das Gebäude der Young Men Christian Association (Y. M.C. A.) wurde bekanntlich zu Ostern vorn Eroberer Palästinas, Feldmarschall Lord Alienby, unter großen Feierlichkeiten cingevceiht, Es ist eine überaus prunkvolle Anlage mit eigenen Sport- und Badeanlagen, Klubräumen usw, Die Eröffnungszeremonien wurden in englischer, arabischer und hebräischer Sprache vorgenommen (siehe Bericht in Nr. 33 der ״Jüdischen Rundschau“). Das Gebäude der Hotel-Pension Käthe Dan in Tel-Awiw wird einen großen Kreis von deutschen Zionisten interessieren, da die Besitzerin, aus dem deutschen Zionismus hervorgegangen, hier viele persönliche Freunde hat. Das neue Pensionsgebäude ist ein ganz eigenartiger Bau unmittelbar am Strande von Tel-Awiw. יי־־’־"• ^IPSPlPip^lfPPR! 1,vי •ד ׳,־ JPJdSSf JteiS ■ .;׳ Ri Id links : Das neue 7, BL C. A.-Gebäude in Jerusalem .־ ’ ־>*׳‘ ' * י«־. **״ *4״f fe’fe?» וו*#%יי rj’lii BUS reehtt! Neues Gebäude der Rotel-Pension Käthe Dan, Tel-Atriw ktäa *י 'ß.v-*■•-. t׳׳ - 1W M״' 1■ «L ״ ‘ ' ׳rv •; vl'׳v i^Sufs■ ..... Sport und Judenfrage Mit großer < jciiugtiiuiig wiid von der gesamt en deutschen Presse der Wiener Beschluß des () I v m pi .1 - K o m i t 0 e s, wonach die Abheilung der olympischen Spiele l'H(1 in Berlin bestätigt wird, vor/ei ebnet. Vorher hatte cs geheißen, dal) mau von der Abhaltung in Deutschland nbselicii wolle, da man befürchtete, dal'» gewiw Prinzipien der deutschen Innenpolitik, die tust dm (irumls.it/en der olympischen Spiele in Widerspruch stellen, auch hei dieser Gelegenheit angoweiidet werden könnten. Die Zeitungen berichten nun, dal) der Füllrer der deutscher! Delegation, Exzellenz bewald, erklärt habe, dal» alle olympischen Vorschriften auf das genaueste beachtet werden wurden und ״daß grundsätzlich die deutschen Juden aus der deutschen Mannschaft für die 11. olympischen Spiele nicht ausgeschlossen sein würden“. Darauf wurde der oben erwähnte Beschluß gefaßt. Zu der deutschen Erklärung bemerkt der ,,Völkische Be* obachter“: ,,Diese Erklärung ist ja für uns nichts neues. Sie entspricht der Auffassung, die der Reichssportkommissar von Anfang an vertreten hat und in mehrfachen Veröffentlichungeii zum Ausdruck brachte. Nur böser Wille und Mißgunst haben ihm anzudichten vermocht, daß er die Olympischen Spiele organisieren wolle. Wie es das Olympisclie Protokoll fordert, steht einer der Delegierten des Komitees an der Spitze. Daß der Reichssportkommissar in seiner Eigenschaft als Präsident des Deutschen Olympischen Komitees auch diesem Organisationskomitee angehört, ist selbstverständlich und ist in der Konferenz des I.O.C. sehr begrüßt worden. Nach den Erklärungen des Reichskanz* lers und des Reichsinnenministers stand der § 2 ja niemals in Frage. War es daher verwunderlich, daß die internationale Pre-.se die Juden frage benutzen würde, um gegen Deutschland zu arbeiten? Aber auch dieser A g i t a t i n n s s t o f f ist ihnen ת a c h der F r k 1 ä - rnng der deutschen Delegation in Wien g c - jnmnuii. Auch im Sport, wie überall in Deutschland, gibt es keine grundsätzliche Schlechterstellung des Judenturn-. Es sei nur auf das Beamtengesetz, verwiesen. Unser Berichterstatter hatte Gelegenheit, unmittelbar nach der entscheidenden Sitzung des Komitees, den Verfreier Amerikas, fieucral S 111׳ rill, zu sprechen, von dem behauptet wurde, daß er die Juden frage zu einem starken Vorst o ß benutz e n w ii r d e, (Jener,11 Sheriil betonte ausdrücklich, daß er ein l'reund Deutsch- Jands se i. Fr gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Spiele nunmehr für Berlin ge-ichert seien und betonte, daß er sich von der Veröffentlichung der Frklärmig der deutsehen Delegation in d> r Weit für Deut-rhlainl großen Erfolg verspreche, nicht nur sportlich, sondern mich politisch.“ (Hervorhebungen von. uns. — Red. ״J. R.“) Durch die Bemerkung des ״Völkischen Beobachters“ bekommt das Wort ״grundsätzlich“ eine* eigentümliche Interpretation. Wenn sämtliche Sportvereine den Arier-Paragraphen einfuhren, so hält das der ״Völkische. Beobachter“ Tür keine ,,grundsätzliche“ Schlcchterstellung der Juden. Hier wird wohl noch manches zu klären sein. Wir würden es gewiß begrüßen, wenn auf einem so neutralen und völkerverbindenden Gebiet wie dem des Sportes der Gegensatz zwischen Juden und Nichtjuden verschwinden würde. Ais Juden sind wir weit davon entfernt, unseren Stolz gerade darein zu setzen, daß ein tüchtiger Sportler Jude oder jüdischer Abstammung ist. Aber da min einmal diese Unterscheidung eingeführt wurde, wird sie mtiirlieh auch von jüdischer Seite beachtet. Und so erhalten die Triumphe, die der jüdische Segelflieger Krönte Id soeben in Italien feierte, ungewollt auch ein ,,jüdisches“ Interesse. Ebenso ist von manchen Seiten z. Ii. der Sieg des Boxers Max Baer über den Deutsche»! Max Sch m e - fing unter diesem Gesichtspunkt betrachtet worden. Wir denken nicht daran, einen Boxer zu einer repräsentativen Figur des Judentums zu stempeln; aber eigentümlich ist es doch, daß der ״Völkische Beobachter“ vom 10. Juni in seinem Sportbericht über den Boxkampf Baer — Schmeiing erklärt, Schmeiing sei in New York von dem ״Deutsch- Amerikaner Max Baer“ besiegt worden. Ob wohl der ״Völkische Beobachter“ hier den Arier-Paragraphen genau anwendet, wenn Max Baer ״Deutsch-Amerikaner“ ist? Warum darf Daniel Prenn, der im Vorjahre Deutschlands Sieg im Davis Cup-Turnier herheiführte, nicht in der deutsehen Tennismannschaft spielen? Vielleicht hätte dann Deutsch- ]and auch beim diesjährigen Turnier besser abgeschnitten. Wir sagen das nicht, um das Verhalten der deutschen Mann- Schaft zu kritisieren, denn w׳ir haben alles Verständnis dafür, daß unter den heutigen Verhältnissen gerade der deutsche Stolz cs ablehnt, einen etwaigen Sieg Deutschlands einem Juden zu verdanken. Aber eine affektfreie Ueberlegung all dieser Tatsachen sollte zu der Erkenntnis führen, daß man vielleicht doch auf diesem Gebiet des Sportes in der Unter- Streichung der Rassen- und Volkszugehörigkeit zu weit gegangen ist. Gegen wilde Kampfbünde Der ״Volk. Beobachter“ vom 10. Juni bericlitet: ״Der Preußische Ministerpräsident Goering und der Preu- Rische׳ Kommissar für Wirtschaft und Arbeit, Dr. Hugenborg, hatten, wie berichtet, kürzlich an den Vorsitzenden des Kampfhundes des gewerblichen Mittelstandes, Dr, von Renfein, ein Schreiben gerichtet, in dem gegen Eingriffe in das Wirtschaftsleben Stellung genommen wurde. Nunmehr hat der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages, Dr. von Rente ln, in seiner Eigenschaft als Reichsführer des Deutschen Wirtschaftshuiules (früher Kampfbund des gewerblichen Mittelstandes) an Ministerpräsident Goering und Minister Hilgenberg ein Antwortschreiben gerichtet. Darin bittet er insbesondere, ihm die Vorkommenden Klagefälle■ mitzuteikn, damit er unverzüglich das nötige veranlassen könne. Dr. Rentetn weist darauf hin, daß er bereits seit vielen Wochen Eingriffe in W i r f s c 11 a f t s- Organisationen verboten habe. Es hätten sich mancherorts wilde Kampf blinde gebildet, die mit dem Kampfbund des gewerblichen Mittelstandes nichts zu tun haften. Von Maßnahmen solcher Kampfbünde Kenntnis zu erhalten, sei für ihn von großer Wichtigkeit, urre auch in so!- eher! Fällen citigreifen zu können.“ Wir hoffen, daß durch diese entschiedene Stellungnahme gegen wilde Eingriffe an die Wirtschaft auch die Lage von jüdischen Unternehmungen in verschiedenen Orten konsolidiert werden wird; sollten irgendwo wilde Bovhottaktionen, Einwirkungen zur Entlassung jüdischer Angestellter o. ä. Vorkommen, so ist zu empfehlen, diese Fälle sofort zu melden, damit im Sinne der vorstehenden Erklärung Ahhiife geschaffen wird. Die Regierung hat 1m Falle Epa-Bielefeid gezeigt, daß sie «entschlossen ist, entschieden durchzugreifen. Eine konsequente Politik der Beruhigung und der Ausschaltung von Wirtsehaftsstörungen ist auch angesichts der Londoner Wirtschaftskonferenz, die Wirtschafts- Störungen ״fm Großen״ zu beseitigen berufe« ist, im allgemeinen Interesse zu Je grüßen. * Das Wirtschaftsamt der Stadt Frankfurt a. Main veröffentlicht in der ״Frankfurter Zeitung“ eine Erklärting, in der es die vor einiger Zeit erschienene (auch vor! uns in der ״Jiid. Rundschau“ Nr. 43/4-1 wiedergegebene) Nachrieht, auf der letzten Frankfurter Ostermesse sei den jiidisehen Händlern eine besondere ״J u d e n r e i h e“ zugewiesen worden, richtiggestellt. Diese Nachricht war im Zusammenhang mit einem Bericht über eine Gautagung -des Verbandes ambulanter Gewerbetreibender, auf der die Forderung nach völliger Ausmerzung jüdischer Händler auf Messen und Markten erhoben worden war, gebracht worden. Das Wirtschaftsamt erklärt hierzu: ״Bei der Ostermesse sind die Anmeldungen der Händler so zahlreich gewesen, daß wegen Platzmangels neben der Hauptreihe noch eine zweite Budenreihe eingerichtet werden mußte. Die jüdischen Geschäfte sind zum Teil in der Hauptreihe, zum Teil, soweit sie es wünschten, zusammen mit christlichen Geschäften in der Nebenreihe untergehracht worden. Da in der Nebenreihe mehr christliche wie jüdische Geschäfte gestanden haben, kann von einer besonderen ״Judenreihe“ keine Rede s e i n.“ Zum Kampf gegen ״undeufsche״ Bücher Anläßlich der Eröffnung der Tagung deutscher Bibliothekare in Darmstadt hielt der hessische Ministerpräsident Dr. Werner eine Ansprache, in der er sich gegen die Forderung jener ״wilden Konventikc!" wandte, die angekündigt hätten, man solle auch die wissenschaftlichen Bibliotheken einmal ״ausräuchern“. Wenn man auch verstehen könne, daß aus Volksbüchereien aus politische« .Gründen verdächtige und negative Schriften entfernt wouden seien, so bedeute doch die Forderung nach Entfernung gewisser Bücher aus wissenschaftlichen Bibliotheken eine Verk«ennung wissenschaftlicher Arbeit überhaupt. Der Vorsitzende des Kongresses dankte dem Ministerpräsidenten im Namen der deutschen Bibliothekare für seine Worte. Das erste fachliche Referat auf der Tagung■ erstattete der Direktor der Rothschild-Bibliothek in Frankfurt, Dr. Kirchner, über das Thema ״Die Aufgaben des Bibliothekars im nationalsonaIistischen«*Staat“. Er erklärte u. a., wichtiger als die Bücherverbrennung sei der positive Aufbau nationaler Volksliterattir. Wie aus Prag gemeldet wird, kündigt der tschechoslowakische Buchhändler- und Verlegerverband die Abhaltung einer ״Woche de» verbrannten Bücher“ an. In dieser Woche sollen im den Schaufenstern alier Buchhandlungen ausschließlich die Werke solcher Schriftsteller ausgestellt werden, die in Deutschland verfemt wurden. Ang<sicnts der Tatsache, daß die Verfemung von Büchern in fetzter Zeit auch von offiziellen deutschen Stellen gemildert worden ist und daß eine Veröffentlichung der maßgebenden Richtlinien des Propagandaministeriums erst bevorsteht, scheint die Aktion der tschechoslowakischen Buchhändler etwas vorschnell. Aus der Schweiz Wer die Vorgängein der Schweiz beobachtet, dem konnte es nicht entgehen, daß in den deutschen Kantonen in der letzten Zeit eine Bewegung hervortritt, die große Aehnlichkeit mit dem deutschen Nationalsozialismus hat und scharf« antisemitische Propaganda betreibt. Obwohl die Schweizer ein Volk mit alten demokratischen Traditionen sind und den per• sönlicheii Freiheitsbegrilf hochhalten, ist doch nicht zu ver• kennen, daß, gefördert insbesondere durch die auch in der Schweiz herrschende Wirtschaftskrise, die antisemitische Bo• weguiig der ״Nationalen Front“ an Raum gewinnt, Obwohl die seriöse Schweizer Presse geschlossen gegen den Antisemitismus auffritt, finden wir doch so manches Anzeichen, das unsere Vermutung des wachsenden Antisemitismus be■?,tätigt. Bezeichnenderweise findet sidi ein solcher Beweis in der wohl bedeutendsten Schweizer Zeitung, der ״Neuen Züricher Z e i t u n g“ vom Pfingst-Sonntag, nicht im redak• tionellen Teil, sondern!111 Inseratenteil, In einem halb• seifigen Inserat wird dort von dem Inhaber eines Geschäfts• hatiscs ״The London llotise“, Zürich, Bahnhofstr. 16, einen gewissen Friedrich Wittmann, gegen den ״Vorwurf“ Stellung■ genommen, der Inhaber 1y:s Geschäfts sei ein Jude. Er hat gegen den Verbreiter dieser Nachricht Klage eingereicht und vor Gericht nacligewk-sen, daß er rein arischer Abstarnmung ist. Aus dem in dem Inserat zitierten Gerichtsbeschluß sei hier folgender Teil angeführt: ״Der Beklagte hat sich davon überzeugt, daß seine Behauptung, der Kläger sei ein Jude, in keiner Weise zutrifft, sondern daß Herr Fr. Wittniann (Inhaber der Firma: ״The London-House“, Bahnhofstraße 16, Zürich) rein de ulscher Abstammung ist und wie seine Vorfahren katholisch getauft wurde. Der Beklagte nimmt, gestützt auf seine obige Fest- Stellung, die in seinem Brief vom 2. SepL 1032 an den Kläger aufgestellte Behauptung, dieser sei ein Jude, mit welcher Bezeichnung■ er gleichzeitig eine Herabsetzung verband, mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück und erteilt dem Kläger volle Satisfaktion,“ Es wird also hier offen zugegeben, daß die Bezeichnung Jude als ״Herabsetzung“ gemeint war. Aber die Klage dürfte nicht nur wegen dieser ״Elirenkränkung“ erfolgt sein, sondern weil der Geschäftsinhaber wahrscheinlich auch geschäftliche Nachteile befürchtete, woraus zu schließen ist, daß sich auch in der Schweiz ein unterirdischer Boykott gegen ן üdi sehe Geschäfte ausbreitet. Zu" verwundern ist nur, daß ein Blatt vom Range der ״N. Z. Z.“ ein derartiges verhetzendes Inserat aufnimmt. Die Schweizer Regierung nimmt zwar in durchaus korrekter Weise gegen den Antisemitismus in jeder Form Steilung, vom Gesichtspunkt der Beurteilung der Judenfrage aber interessiert das Volks empfinden, das in solcher Weise auf eine gegebene Situation reagiert. De Schweiz erscheint manchem deutschen Juden heute als ein erstrebenswertes Einwatiderungsland, wobei die Betreffenden meinen, ihre altgewohnte Lebensweise forfsetzen zu können. Wir als Zionisten wissen, daß eine nennenswerte Aus- Wanderung jüdischer Händler und Intelligenzler in ein anderes Land nur den Antisemitismus dorthin verschleppen würde. Nur durch eine durchgreifende Bcrufsumschichtung der Juden und durch Konzentration der jüdischen Auswanderung nach Palästina können die Begleiterscheinungen vermieden oder gemildert werden, die sich im Gefolge einer Krise der jüdischen Galuth-Position allenthalben zeigen. ______ Kein Verkehr mit jüdischen Studenten Am schwarzen Breit sämtlicher Breslauer Universitätskliniken und medizinischen Institute hat die Kiinikerschaft folgenden Erlaß bekanntgegeben: ״fm Einvernehmen mit dem Führer der Deutschen Stu- •dentenschaft empfehle ich allen Kollegen, die sich hinter die Deutsche Studentenschaft stellen, den Umgang mit den jüdischen Studierenden zu vermeiden. Andern-■ falls müßte die Deutsche Studentenschaft zu der Ansicht I kommen, daß diese betreffenden Kollegen nicht zu ihr stehen. fl Sie müßte daraus ihre Konsequenzen ziehen, Aufführung von I Namcnslisten jüdischer Studenten an unmöglichem Orte hat 1:1 zu unterbleiben. Ebenso haben die öffentlichen Anpöbe-Jj Jungen jüdischer Studenten innerhalb des Vorlesungshe-1 t riebes wegzufaü e n. Wer gegen diese Anordnungen ver- H stößt, hat ein disziplinarisches Einschreiten gegen sich zu I erwarten. fl Der Herr Dekan hat einer Anzahl von Privatdozenten (cs H handelt sich um jüdische Dozenten. Die Red.) angeraten, bis fl zur völligen Klärung der Sachlage keine Vorlesungen ab?u- I halten. Eine Anzahl von Kollegen haben versucht, diese Her- I ren zum Abhalten ihrer Vorlesungen zu veranlassen. Derfl artige Einzelaktionen haben in Zukunft zu unterbleiben.“ fl