Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 45-46 (9.6.1933)
- Date
- 1933-06-09
- Page
- Seite 243 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 45/46, 9. VI. 1933 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 241 Zur Frage der Berufsumschichtung Von S. Adler-Rudel I. Die wirtschaftlichen Grundlagen des deutschen Judentums sind durch die Ereignisse der letzten Monate auf das schwerste erschüttert worden. Es wäre jedoch verfehlt, diese Erschüfterungen lediglich als eine Folge der veränderten politischen Verhältnisse anzusehen; haben doch aufmerksame Betrachter der jüdischen Wirtschaft seit Jahren die Verdrängung der Juden aus allen Sparten des wirtschaftlichen Lebens beob■ achtet und in der jüdischen Oeffentlichkeit auf den Boykott in den verschiedenen Berufen hingewiesen. Die Verdrängung der Juden ist nicht nur durch die allgemeine Krise der Wirtschaff bedingt, sondern vielmehr eine Folge der eigenartigen Berufsstruktur der Juden, die das Anwachsen antijüdischer Tendenzen in der Wirtschaft begünstigte. Neu jedoch ist die schlagartige Plötzlichkeit, mit der die Wirtschaftskalastrophe über uns hereingebrochen ist; neu ist auch die Tatsache, daß erstmalig der Gesetzgeber an Stelle des jahrelang latent wirkenden Boykotts in die Erscheinung getreten ist, der die Ausschaltung der Juden aus zahlreichen Berufen sanktionierte. Noch können wir den wirklichen Umfang der Eliminier ung der Juden aus der Wirtschaft nicht feststellen, noch kommen täglich neue Verfügungen und Veränderungen, die uns daran hindern, den genauen Umfang unserer wirtschaftlichen Verlustliste zu übersehen. Ebenso wenig, wie wir den vollen Umfang des wirtschaftlichen Zusammenbruchs übersehen können, sind wir heute schon in der Lage, ein konstruktives Rettungsprogramm für die von den Maßnahmen der Regierung Betroffenen aufzustellen. Voraussetzung für ein solches Programm müßte die Entscheidung der Regierung darüber sein, auf welchen Gebieten die wirtschaftliche Betätigung der Juden in Deutschland in Zukunft geduldet werden wird. Bisher wissen wir lediglich, in welchen Berufen wir nicht erwünscht sind. Solange wir in Unkeumtnis darüber sind, welche wirtschaftlichen Funktionen uns in der Zukunft zugewiesen werden, vermögen wir nicht, Maßnahmen zu treffen, die eine Erhaltung unserer Existenz auf einem verengten wirtschaftlichen L.ebensrautn gewährleisten. So bleibt lediglich die Tatsache bestehen, daß das deutsche Judentum auf längere Zeit hinaus in seiner wirtschaftlichen Betätigung bis zum äußersten behindert sein wird, und daß jetzt schon alle Schritte getan werden müssen, um den bisherigen Lebensstandard auf die geringen wirtschaftlichen Möglichkeiten der Zukunft umztist eilen. II. Es spricht für den Lebenswillen des deutschen Judentums, daß es sich trotz der Schwere der Situation nach einer verhältnismäßig kurzen Zeit bereits damit beschäftigt, nicht nur die durch die Katastrophe gesteigerte Not des Tages zu lindern, sondern auch nach Wegen sucht, um unsere berufliche und wirtschaftliche Zukunft neu zu gestalten. Vordringlich ist die Sorge um die Erhaltung aller jener Existenzen, die zurzeit von den gesetzlichen Maßnahmen noch nicht betroffen worden sind. Hier lassen sich noch Wege tätiger gegenseitiger Selbsthilfe finden, die geeignet sind, eine weitere wirtschaftliche Schwächung der Juden dort zu verhindern, wo sie selbst als Produzenten und Konsumenten in der Wirtschaft in Erscheinung treten. Im Rahmen der Maßnahmen, die für eine weitere wirtschaftliche Betätigung geplant werden, wird die Berufs- Umschichtung von größter Bedeutung sein. Diese kann aber nur dann zu einem wirklichen Hilfsmittel werden, wenn wir uns davor hüten, aus ״Bcrufsumschlchtung“ ein Schlagwort zu machen, das überall dort eingesetzt wird, wo man keine Antwort auf wirtschaftliche Notstände weiß. Die Möglichkeiten einer Berufsumschichtung sind beschränkt, aus wirtschaftlichen und finanziellen Gründen sind hier gewisse Grenzen gezogen, die nicht überschritten werden dürfen, wenn man nicht das Gesamtwerk der Berufsumschichtung gefährden will. Sinnvoll und produktiv kann sie nur dann gestaltet werden, wenn diese Grenzen erkannt und eingehalten w׳erden. Der erste Schritt zur Erhaltung dieses Ziels ist die Klärung des Begriffs der Berufsumschichtung überhaupt. Diese Klärung darf jedoch nicht unter dem Druck der gegenwärtigen Katastrophenstimmung erfolgen, sondern muß an die Grundsätze anknüpfen, die Leitmotiv für die Arbeit auf diesem Gebiete im letzten Jahrzehnt waren. III. Die Erkenntnis von der anormalen Berufsstruktur der Juden und der Erfordernis einer beruflichen Umschichtung ist im deutschen Judentum seit mehr als 100 Jahren vorhanden. Immer wieder sind Versuche einer Aendcrung dieser Berufsstruktur unternommen worden. Diesen Versuchen konnten jedoch nur geringe Erfolge beschieden sein, denn die Möglichkeiten der wirtschaftlichen Betätigung auf anderen Gebieten waren so zahlreich und verlockend, daß es der wirtschaftlichen Vernunft des Einzelnen widersprochen hätte, Berufe zu ergreifen, die sowohl sozial als auch wirtschaftlich minder bewertet wurden. ln den Nachkriegsjahren erhielten die Tendenzen zur bcruflichen Umschichtung ein anderes Gepräge: Sie waren bestimmt durch die veränderte politische und soziale Situation der Juden in Deutschland sowie des Judentums überhaupt, das durch die realen Möglichkeiten Palästinas vor die neue große Aufgabe des nationalen und sozialen Aufbaus gestellt hvurde. Diese neue Epoche der Berufsumschichtung, die mit Beendigung des Krieges einsetzte, erhielt ihr besonderes Gepräge dadurch, daß hier zum ersten Male nicht Berufsumschichtung von jüdischen Führern für andere gepredigt wurde, sondern daß die Jugend selbst zum Träger und Voll- Strecker dieser Idee wurde. Sie konnte es nur werden durch die eigenartige geistige und wirtschaftliche Situaton der Nachkriegsjahre, in der sie, erfüllt von neuen sozialen und nationalen Ideen, in der Berufsumschichtung nicht nur die Lösung ihrer wirtschaftlichen Not, sondern die Erfüllung ihres jüdischen und persönlichen Lebens sah. Aut diesem Boden ist die Idee der Chaluziuth in Deutschland erstanden, die viel weitere Kreise gezogen hat, als man in der jüdischen Gesellschaft annehmen und auch heute noch zugeben will. DeT ״Hechaluz“ ist die vorbildliche Umschichtungsbewegung der Gegenwart, nicht nur in seiner Einstellung •uf Palästina, sondern auch als Pionier jeglicher Berufs- Umschichtung in Deutschland. Entscheidend für den Chaluz ist, daß die Berufswahl nicht individualistisch erfolgt, sondern den Erfordernissen der Gemeinschaft angepaßt und von ihren Interessen bestimmt wird. Das Bewußtsein, durch die Berufswahl dienend am Werk der Gemeinschaft mit tätig sein zu dürfen, hat den Uebergang junger bürgerlicher Menschen zu einem ihnen ungewohnten Berufe in außerordentlichem Maß erleichtert. Hier erhielt die Idee der Arbeit neuen Wert und neuen Inhalt. Die Hingabe an diese neue Art der Berufswahl und die Kon- Sequenz, mit der sie körperlich und geistig־ durchgeführt wurde, mußte beispielgebend auch für jenen Teil der jüdisehen Jugend sein, der ohne diese weltanschauliche Bindung nur aus der Unsicherheit der wirtschaftlichen Situation nach einem Halt und einem Inhalt für sein Leben suchte. Unter dem Einfluß der chaluzischen Idee erwuchs parallei zur Bewegung des Hechaluz in Deutschland die allgemeine jüdische Berufsberatung. Auch sie, die weitanschaulich nicht gebunden, jedoch in ihrer Konsequenz notwendigerweise ähnliche Wege gehen mußte, um der jiidischen Jugend Lebensmöglichkeiten in den von Juden bisher nicht ergriffenen Berufen zu geben und eine gesunde Berufs- Struktur anstrebte, hatte mit erheblichen Widerständen von Seiten der jüdischen Gesellschaft zu kämpfen. Die Erfolge dieser Arbeit zeigen jedoch, daß sich auch Fei der Jugend, die nicht den Kreisen des Hechaluz angehörle, der gesunde Sinn für die Umgestaltung des Berufslebens durchgesetzt hat, wodurch eine tiefgreifende Wandlung der Berufsstruktur der jüdischen Jugend bewirkt werden konnte. Neben den etwa 1500 Chaluzim, die umgeschichtet wurden und in Palästina ihre Arbeit aufnahmen, stehen die mehr als 8000 jüdischen Jugendlichen, die in den letzten 10 Jahren durch die Berufsberatung der Berliner Jüdischen Gemeinde dem Berufsleben zugeführt wurden und die zum größten Teile handwerkliche, industrielle und landwirtschaftliche Berufe ergriffen haben. IV. Auch unter dem Druck der Verhältnisse, die uns zwingen, das Tempo der Berufsumschichtung zu beschleunigen und ihren Umfang zu erweitern, müssen wir erkennen, daß die Berufsumschichtung vor allem das Problem der Altersgruppen zwischen 15 und 20 Jahren Ist, also aller jener, die, schulentlassen, zum ersten Male einen Beruf ergreifen. Ihnen stehen die akademischen und die freien Berufe nicht mehr offen. Sie müssen daher produktiven Berufen zugeführt werden, in denen für eine geordnete und gut qualifizierte Ausbildung gesorgt werden muß. Hier liegt die wesentliche Aufgabe des deutschen Judentums für die nächste Zeit, denn die Berufsumschichtung der Jugend ist zum großen Teil ein finanzielles Problem. Wenn die finanziellen Möglichkeiten vorhanden sind, so werden sich auch, trotz aller Erschwernisse, die Wege für eine vernünftige Berufsausbiidung finden lassen. Berufswahl und Berufsausbildung der Jugend müssen auch jetzt unter den allgemein geltenden Gesichtspunkten einer vernünftigen Berufsberatung erfolgen, d. h.: es müssen Eignung und Neigung zum Berufe festgestellt werden, es muß dafür gesorgt werden, daß nicht irgendeine Lehrstelle gefunden wird, sondern daß eine wirklich qualitativ hochwertige Ausbildung im gewählten Berufe ermöglicht wird. Dies gilt sowohl für die industriellen, handwerklich-technischen sowie auch für die landwirtschaftlich-gärtnerischen Berufe, und zwar gleichmäßig für weibliche und männliche Jugendliche. Weniger günstig als für die schulentlassene Jugend liegt das Problem der beruflichen Umschichtung für die Altersstufen zwischen 20 u n d 30 Jahren, d. h. jener Mensehen, die bereits einen Beruf erlernt haben und heute zu seiner Ausübung nicht mehr zugclassen werden oder aus anderen Gründen kein Unterkommen in ihrem Berufe finden. Auch hier sind noch gewisse Möglichkeiten vorhanden, wenngleich sie viel geringer sind als bei den Altersstufen zwisehen 15 und 20, denn die Umstellungsmöglichkeitcn des Einzelnen sind geringer, das Finden geeigneter Ausbildungsstellen ist wesentlich schwieriger. Im Rahmen der äugenblicklichen Verhältnisse wird man sich in allen diesen Fällen auf Anlernling für bestimmte, nicht allzu schwer zu erlernende Berufe einstcllen müssen. Es lassen sich jedoch keine allgemeinen Grundsätze aufstellen, sondern auch hier muß in jedem Einzelfalle die Eignung und die Neigung des Betreffenden berücksichtigt werden. Ziel muß sein, für jeden Einzelnen eine Lösung zu finden, die ihn, soweit man das heute übersehen kann, in die Lage versetzt, später seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. In allen diesen Fällen, sowohl bei der schulentlassenen Jugend als auch bei den Altersstufen zwischen 20 und 30 Jahren müssen wir n eben den wirtschaftlichen Gegebenheiten in Deutschland auch die Betätigung in anderen Ländern in Betracht ziehen. Es ist unnötig zu betonen, daß die Vorbereitung und die Einstellung auf ein Leben in Palästina hierbei eine entscheidende Rolle werden spielen müssen. Das all er sch verste Problem bildet die Sorge für die Menschen, die das dreißigste Lebensjahr bereits überschritten haben und infolge der äugenblicklichen Verhältnisse aus ihren Berufen geschleudert worden sind. Hier muß einmal ausgesprochen werden, «laß es für diese eine Berufsumschiclitung ln größerem Umfange kaum gibt. Wohl wird in Einzelfällcn eine Umschulung möglich sein, sei es, daß auf bestimmte vorhandene Berufe hingewiesen werden kann, sei es, daß eine Anlernling für einen lekhteren handwerklichen Beruf möglich ist. Aufgabe einer jüdisehen Sozialpolitik ist es jedoch, für diese Menschen andere Wege und Möglich ketten zu finden. Hier muß auf die verstärkte jüdische Stellen Werbung für Angestellte, für bisher selbständige Kaufleule, für Beamte usw. hingewiesen werden. Etwas günstiger als die Lage der Männer ist in diesem Falle die Situation der Frauen zu beurteilen, weil es auch für die höheren Altersstufen mehr Möglichkeiten gibt und weil man hier auf vorhandenen Anlagen und erworbenen Fähigkeiten leichter aufbauen kann. Aber auch hier sollte man sich von übertriebenen Hoffnungen nicht täuschen lassen. V. Immer wieder muß betont werden, wie sehr das ganze Problem der Bcrufsuinschichtimg nicht nur eine Frage der Wahl und der Erlernung eines bestimmten Berufes ist, sondern wie sehr es sich hier um die Frage des gesamten Mensehen, um seine innere Haltung und seine Einsteilang zu den Fragen des Berufs sowohl als auch des ganzen Lebens handelt. Wer seinen neuen Beruf nur unter dem Druck des äußeren Zwanges erlernt, kann wohl manuelle Fähigkeiten erwerben und sich vielleicht auch später ernähren; er wird cs jedoch unvermeidlich viel schwerer haben als der, der seine innere Haltung verändert, sich positiv zu dem neuen Beruf einstellt und infolgedessen wirkliche Berufsfreude entpfangt, die ihm die Kraft zu dieser schweren Umstellung gibt. Die Erkenntnis vom Adel der Arbeit, von der Rolle und Bedeutung des schaffenden Menschen und des Arbeiters im Staate, die gerade unter den neuen Bedingungen in Deutschland besondere Bedeutung gewonnen hat, muß von den umschichtenden Menschen restlos Besitz ergreifen. Für jede Auswanderung, besonders aber für die Uebcrsiedlung nach Erez Israel ist die Erkenntnis vom Werte der Arbeit und die Einstellung auf ein Leben der Arbeit unerläßlich. Nur so kann man sich freudig mit den veränderten Verhältnissen abfindcrt. Wir haben schwer unter den augenblicklichen Verhältnissen zu leiden und die materielle und seelische Not der letzten Zeit ist fiir die gesamte jüdische Bevölkerung ungeheuer; jedoch, wenn das deutsche Judentum die Zeichen der Zeit verstehen wird, und wenn alle jene Maßnahmen getroffen werden, die notwendig sind, um sich nicht nur beruflich umzuschichten, sondern zu erkennen, daß der äugen- Wirkliche Zustand jüdisches Schicksal ist, dessen positive Gestaltung für die jüdische Gesellschaft von historischer Bedeutung ist, wird auch die Schwere dieser Zeit zum Segen für die jüdische Gemeinschaft werden. Besonders gilt das für jenen Teil unserer Jugend, der schon früher auf ein Leben der Werktätigkeit und des Dienstes am jüdischen Volke eingestellt war. Die ״Brücke" des ״B. T." Das ״Berliner T a g 0 b I a 11“ widmet seine Beilage ״Die Brücke“ vom 4. Juni dem Thema ״Staatshiirgertum und Volkstum“ und speziell der Juden frage in Deutschland. Hatte es noch eines Beweises bedurft, daß das ״Berliner Tageblatt•‘, das jetzt sich zu einer Art Zwittcrprodukt aus seiner Vergangenheit und seiner gegen* wärtigen Richtung zu entwickeln strebt, den meisten brennenden Problemen der Gegenwart, vor allem aber der Judenfrage, nicht gerecht zu werden vermag, so hat das Tageblatt diesen Beweis mit der letzten ״Brücke“ vollgültig erbracht. Die deutsche Juden frage ist seit Monaten in Deutschland und weit über die deutschen Grenz.cn hinaus Gegenstand der Erörterung, es sind bereits beachtliche Gedanken dazu geäußert worden und mit einigem guten Willen könnte sich eine Klärung anbahnen, wenn man bereit ist, den wirklichen Problemcn ins Gesicht zu sehen. Gerade in dem Titel, den das ״Berliner Tageblatt“ wählte, ,,Staatsbiirgcrtum und Volkstum“, liegt ein Hinweis darauf, von welcher Seite das Problem angefaßt werden könnte. In den Beiträgen, die das ,,Berliner Tageblatt“ veröffentlicht, ist aber gar kein Ansatz dazu zu finden, diese Problemstellung ernstzunehmen. Die T endenz wird so kraß zur Schau getragen, daß nicht ein einziger Beitrag eines Andersdenkenden ausgenommen wurde, obwohl doch wahrscheinlich auch andere Zuschriften bei der Redaktion eingegangen sind. Hat man bisher ein liberal orientiertes A s s i m i I a n t e n t u m betrieben, so glaubt man jetzt durch ein ״nationaldeutsc h“ getünchtes Assimilantentum besser zu fahren. Dr. Max Naumann ist jetzt anscheinend der Fachmann des ״Berliner Tageblatts“ für Judenangelegenheiten. So ist denn auch neben einem der üblichen Naumann- Artikel eine Predigt eines assimilatorischen Berliner Reformrabbiners ahnedruckt, ferner eine Anzahl anderer Beiträge, die unter Anführung von verschiedenen historischen Episoden und Gestalten den Nachweis erbringen, daß die Juden in Deutschland keine Fremden sind. Sonst hat man nichts zu sagen. Die wirklichen Sorgen um Juden und Judentum sind den Veranstaltern der Enquete ebenso fremd wie die jüdische Geschichte und die Schicksaiszusammenhänge. Diese *״Brücke“ ist eine direkte Fortsetzung der alten Methoden der Verschleiern n g. Nur eine echte, w a 11 r 11 a f t e, ehrliche Aussprache zwischen selbstbewußten Juden und selbstbewußten Deutschen könnte uns weiterbringen. Diesem Zweck ist durch die ״Brücke des ״Berliner Tageblatts“ nicht gedient worden. üeneralsekretariai de* ״Zentralausschusses" Der Zentralausschuß der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau hat in seiner Sitzung vom '25. Mai d. J. ein O c n e r a I- Sekretariat errichtet und die Herren Dr. Waller A I e x a nder, Dr. Werner Senator, Dr. Ludwig T i et z mit der Verwaltung des Generalsekretariats beauftragt. Das neugesehaffenc üeneralsckretariit soll eine zusatnmenfassende riehiunggebende Stelle fiir die gesamte Arbeit sein, die Pianungsarbeit im Großen leisten, sowie die Beschlüsse des Zentralausschusses vorbereiten und ausführen. Die Geschäftsstelle befindet sich Berlin-Charlottenburg, Kanistraße 158, H Treppen. Der ZentraLiussohuß weist erneut darauf hin, daß Einzelanträge nicht an ihn zu stellen sind und daß Zahlungen nur aut die Bankkonten der Rcichsvertretung (Zentralausschuß der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau): Gebrüder Heymann, Berlin, Französische Str. 47, und A. E. Wassermann, Berlin, Wilhelmplatz 7, und auf das Postscheckkonto Berlin 70 577 des Preußischen Landesverbandes zu leisten sind. + 40% Das ist das Resultat der Jjar-Aktion fiir die J ö d i s c h e Rundschau 40% mehr Abonnenten — dank der unermüdlichen Arbeit unserer Leser und Freunde im ganzen Reich Der Jjar ist vorbei — die Aktion geht weiter Helft uns und macht die JÜDISCHE RUNDSCHAU zu der jüdischen Zeitung Deutschlands ^+:::.^.+.-.:+.+++../.++.::+$:.+::+.:/:B