Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 42 (26.5.1933)
- Date
- 1933-05-26
- Page
- Seite 223 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 42, 26. V. 1933 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 221 Neue Siedlung auf altem Boden Pressesdiau Die Zeitschrift ״The Near East and f n d i a“ widinet den Leitartikel ihrer Nummer vom 18. Mai den gegenwärtijgen־ Verhältnissen in Palästina. Diese Tatsache ist vielleicht gerade darum bemerkenswert, weil gegenwärtig auch der High Commissioner Sir Arthur Waucnopc in London weilt, so daß sich dort den Palästinaproblemen «in natürliches Interesse zuwendet. Die Zeitschrift, die stets ein sehr weitgehendes Entgegenkommen für den arabischen Standpunkt gezeigt hat, nimmt in diesem Artikel sehr scharf gegen die Politik der arabischen Führer Stellung, die sie für weltfremd und töricht bezeichnet. In Eng-!and, so heißt es in diesem Artikel, neigt man dazu zu glauben, daß, weil in der letzten Zeit keine Unruhen in Palästina_ vorgekomincn sind, die Hochspannung des Gefühls, die wieder zu Explosionen führen könnte, geschwunden ist. Leider gibt es aber Anzeichen dafür, daß dieser wünsehenswerte Zustand noch nicht erreicht ist. Der Versuch der arabischen Führer, eine Politik der Non-Cooperation zu erzwingen, zeigt, daß sie durch Erfahrung noch nicht klug Geworden sind. Wenn sie derzeit den Versuch, schärfere lethoden der Feindseligkeiten zu ergreifen, aufgegeben haben, so nur darum, weil sie unter den gegenwärtigen Verhältnissen nicht die geringste Aussicht auf Erfolg haben, sondern nur sich selbst Schaden zufügen könnten, Inr beleidigender Boykott des K o 1 o n i a lm in i s t er s anläßlieh des letzten Besuches in Palästina hat wenigstens das Gute, daß er diese Menschen in ihrem wahren Wesen zeigt, nicht nur den völligen Mangel an politischer Klagheit, sondern auch an Verantwortungsgefühl. Jedenfalls muß man sagen, dab der Fortschritt zu einer politischen Befriedung im Lande bisher nur ein sehr geringer ist. Trotzdem dürfe man nicht an der Herbeiführung eines besseren Zustandes in Palästina verzweifeln. Die Fürsorge, die die Regierung• der Landwirtschaft angedeihen läßt, wird von den arabischen Bauern anerkannt, und die palästinensischen Fellachen werden immer weniger geneigt sein, um gewisser vager politischer Ziele willen auf konkrete materielle Vorteile zu verzichten. Je weniger Intelligenz aber die Handvoll arabischer Führer zeigt, um so mehr muß der Versuch zu einer Festigung jener Gruppe unterstützt werden, der man ׳ Mangel an Intelligenz nicht meht vorwerfen kann. Unter diesem Gesichtspunkt ist cs nicht sehr klug, daß die jüdische Presse stets einen stereotypen Protest gegen die Bewilligung von weniger Einwanderungs-Zertifikaten als gefordert wurde erhebt. Die Erhaltung eines Friedenszustandes im Lande liegt doch vor allem im jiidisehen Interesse. Die Zeitschrift geht so weit, zu fordern, daß die Regierung künftig den Juden verbietet, die Zahl der von ihnen geforderten Zertifikate zu veröffentlichen und nur die wirklich bewilligte bekanntgibt. Das Geschrei, das in dieser Frage gemacht wird, trägt nicht dazu bei, den Juden mehr Zertifikate zu verschaffen, verschlechtert aber die arabisch-jüdischen Beziehungen. Vielleicht hat die Beschränkung der Einwanderung den endlichen Erfolg des Jüdischen Nationalheims weit mehr erleichtert, als die jiidisenen Kritiker der Regierung zugeben wollen. Dieses Unverständnis für die Methoden der Regierung erklärt die Zeitschrift damit, daß die große Mehrheit der jüdischen Ein- Wanderer aus Osteuropa stammt, wo man andere politische Methoden hat als im Westen. * Die Berliner Zeitung ״Industrie und Handel“ berichtet aus Tel Awiw: Das letzte Halbjahr stand iiri Zeidien fortgesetzten Z uf 1 u s se s n e u e r Menschen und neuen Kapitals, das im wesentlichen in Orangenplantagen und in Bauten und zum kleineren Teile in der übrigen Industrie Anlage fand. Diesem Kapitalzufiuß, der auch in dem für das Land beträchtlichen Depotstand in den Banken in Erscheinung tritt, ist es zuzuschreiben, daß das Land trotz der passiven Handelsbilanz in seiner Zahlungsbilanz aktiv ist. Die Entwicklung der letzten Jahre führt allerdings auch zu einer Verbesserung der Han• delsbilanz, eieren Passivität von 75 Prozent und höher Ende 1932 auf 55—50 Prozent zurückgehen dürfte. Die Barclays-Bank ־teilt in ihrem Bericht zur Wirtschaftslage im Monat März mit, daß die Grapefruchtpreise auf den ausländischen Märkten von 13 auf 19 Schilling für die Kiste gestiegen sind. Die Ernteaussichten seien, wenn noch genügend Regen kommt, befriedigend und der Touristenbesuch habe sich trotz der Krise im Auslande verbessert. Die Einwanderung bewege sich auf der Höhe von über 2000 Personen im Monat. * Die ״V o ss is c h e Zeitung״ vom 21. ii. M. veröffent« licht in ihrer Rubrik ״Briefe an die Vossische Zeitung‘‘ auch die Zuschrift eines Herrn Alfred Glocdc, der auf einen in der ״Vossischen Zeitung“ veröffentlichten Bericht über Palästina, wo von den Möglichkeiten einer jüdischen Einwanderung ins Ostjordanland die Rede war, Bezug nimmt. Der Briefschreiber beruft sich darauf, daß er das Land aus einem halbjährigen Aufenthalt während des Krieges kennt; er schildert die Geographie des Landes und kommt zu dem Ergebnis, daß man sich dort infolge der Höhenunterschiede leicht eine Erkältung holt und daß dieses Land eine Masseneinwanderung nicht aufnehmen kann. Es könne nicht genug davor gewarnt werden, einer Einwanderung in dieses Land das Wort zu reden. — Herr Alfred Gloede würde wohl sehr erstaunt sein, wenn Er jetzt nach Palästina käme und die Verhältnisse dort mit dem vergleicht, was er während des Krieges gesehen hat. Vor zwanzig Jahren hätte er wahrscheinlich genau dieselben apodiktischen Meinungen in bezug auf Palästina geäußert wie jetzt über das benachbarte Trans- Jordanien. ______ Projekt einer Ziegelei bei Haifa Zu diesem schon mehrfach erwähnten Projekt erhalten wir folgende Ausführungen: Das Projekt stammt von Herrn Huppert, Breslau, einem ehemaligen Ziegelei-Besitzer, welcher bereit ist, mit dem größten Teil seines 'Vermögens sich an demselben zu beteiligen und auch die Leitung zu übernehmen. Der Boden ist 6 km von Haifa entfernt, und iin Besitz des Keren Kajemeth. Herr Ussischkin, Direktor des Keren Kajemeth, hat Herrn Huppert diesen Boden zugesichert. Der Lehm ist untersucht und für sehr gut geeignet befunden. Dachziegel und Hohbsteine werden bis jetzt aus Marseille bezogen und kosten das Doppelte, als diese von der Ziegelei verkauft werden können. Der Absatz kann daher als sicher betrachtet werden, weil die Bautätigkeit im ganzen Lande stark ist. Der Lehm reicht für viele Jahrzehnte aus. Laut Kostenanschläge soll die Ziegeleianlage 200 000 RM. kosten. Es sollen 750 Aktien von je 20 Pfund (zirka 300 RM.) ausgegeben und durch die Anglo-Palästinlsche Bank in Haifa una in Tel-Awiw verkauft werden. Sobald dieser Betrag aufgebracht wird, wird sofort mit dem Bau begonnen, welcher Ungefähr 6 Monate dauern wird. Nähere Informationen erteilt der Initiator Herr Marcus Huppert aus Breslau, Schweitzer Str. 23. (Bis zum 5. Juni d. J. in Breslau, ab 6. Juni in Tel-Awiw, postlagernd.) In Palästina wächst ein neues Geschlecht jüdlscher Bauern auf eigener Scholle heran. Aus Stadtmenschen und Händlern werden arbeitende Landmenschen, die verwahrlosten Boden wieder fruchtbar und bewohnbar machen, um sich eine neue Zukunft zu bauen. Hier wird der Jude nicht nur von tausendjähriger Wanderschaft und äußerer Bedrängnis, sondern vor allem von dem Fluche der Fernhaltung von Boden und Arbeit befreit. Ein Gebiet nach dem Gruppe von Baracken der ersten Siedler in Wadi Chawaritk agf Sjj ' ׳ '*V F *־-fei -;Vr 3mmmm skIIifcis C,״ 'tc'rifC •V*/«, IsiSi# WEZ fiSl «*fr' ■ r ׳ Wasserleitung für Jerasalem Jerusalem, 22. Mal. (J. T. A.) ln einem Regierungs- Communiquö wird verlautbart, daß die technische Abteilung des Colonial Office den Plan einer großen Wasserleitung für Jerusalem, die Wasser aus dem Yarkon-Fluß nach Jerusalem leiten soll, genehmigt hat. Eine Gruppe jüdischer Fina^izleute hat sich bei der Regierung um_ Erteilung der Konzession für die Errichtung der Wasserleitung beworben und sich bereit erklärt, ein Kapital von 300 009 Pfund in dieses Unternehmen zu Investieren. Libanon wünscht Einwanderung deutscher Jaden Jerusalem, 22. Mai. (J. T. A.) Wie dem Jerusalemer ״Doar Hajom“ aus Beirut gemeldet wird, hat sich eine Delcgation angesehener libanesischer Kaufleutc an den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Beirut, Salim Harrari, mit der Bitte gewandt, seinen Einfluß bei der Jeu'ish Agency dahin geltend zu machen, daß ein Teil des jüdischen Auswanderungsstromes aus Deutschland nach dem Libanon- Gebiet gelenkt werde. Der Sprecher der Delegation erklärte, das Libanon-Gebiet brauche die Energie und den Unternehmungsgeist der fleißigen deutsehen Juden, um zu wirtschaftlicher Blüte gelangen zu können. Um die jüdische Einwanderung nach Trans|ordanlen Jerusalem, 19. Mai. (J.T. A.) Am 16. Mai hätte in Es Salt eine Konferenz transjordanischer Nationalisten zwecks Vorbereitung einer Aktion zur Verhinderung der An siedlung von Juden in Transjordanien stattfinden sollen. Zwischen den Veranstaltern der Konferenz und ihren dem Gedanken einer jüdischen Einwanderung freundlich gegenüberstehenden Gegnern kam es zu einem heftigen Kampf, in dessen Verlauf Anhänger beider Parteien erhebliche Verletzungen erlitten. Es wurden mehrere Ver- Haftungen vorgenommen. Die Konferenz wurde auf den 5. Juni vertagt. — Ein« Delegation transjordanischer Bürger hat bei Emir Abdullah vorgesprochen und Abhilfe gegen die unter der Bevölkerung herrschende Hungersnot verlangt. Der Emir versprach, sich an die britische Regierung um Hilfe zu wenden. Hüfer des indischen Religioisgeselzes Die ״Rhein- und Ruhr-Zeitung“ (Duisburg) vom 18. Mai berichtet: ״Am Mittwochnachmittag und Abend fand in Mülheim der von über 500 Teilnehmern besuchte 52. Bezirkstag Rheinfand und Westfalen im Deutschen F I e i s c h e r v e r - bande statt, mit dem gleichfalls in der Stadthalle eine Feier aus Anlaß des 50jährigen Bestehens der Mi'ilheimer Fleischer- Innung und des 25jährigen Bestehens der Gesangabteilung der Innung verbunden war.... Der wichtigste Beschluß war die Annahme eines Antrages Köln, den jüdischen Metzgern den Verkauf von Schweinefleisch und Wurstwaren zu verbieten, um dadurch den Vorkriegszustand wieder herzustellen. Der Antrag wurde damit begründet, daß die jüdische Religion den Genuß von Schweinefleisch verbietet. Unter lebhaftem Beifall wurde von dem Antragsteiler weiter gefordert, daß die jüdischen Metzger hin fort den Sabbat h alten und deshalb ihre Geschäfte von Freitagabend bis Samstagabend schließen müssen.“ Wie der ״Observer“ mitteilt, wird demnächst im Sondno-Verlag in London eine vollständige englische Uebersetzung des Talmud unter der Chefredaktion von Dr. Isidor Epstein zu erscheinen beginnen. Das Gesamtwerk soll innerhalb von vier Jahren vorlicgen. Bei dieser Gelegenheit wird daran erinnert, daß im Jahre 1239 Excmplare des Talmud verbrannt worden sind. — Gleichzeitig wird uns — in anderem Zusammenhang — von einem Leser geschrieben, daß im Jahre 1242 auf einem öffentlichen Platz, in Paris Talmud-Exemplare und verwandte Schriften, die man den Besitzern gewaltsam fortgenommen hatte, verbrannt wurden. Es waren so viele, daß man sic in 24 Wagen auf den Platz, hatte fahren müssen. (״Schibbole Leket“.) Im ״Archiv für Sozial Wissenschaft und Sozialpolitik" (Verlag Mohr, Tübingen) 69.. Band, 1. Heft (April 1933) veröffentlicht Alfred Bonne (Jerusalem) eine Abhandlung ״Das Fellachen pro b le m im Vorderen Orient“, In diesem Aufsatz, der auf eingehenden Studien an Ort und Stelle beruht, wird die orientalische Agrarfrage in den einzelnen Lindern dargestellt. Ein spezielles Kapitel gilt Palästina, wobei die besonderen Probleme dieses Landes, die aus dem Zusammentreffen ganz verschieden strukturierter Wirtschaften entstehen, aufgezeigt werden und auch auf die politischen Komplikationen hingewiesen wird. Die Abhandlung Bonnes ist für das Verständnis der palästinensischen. Entwicklung sehr wesentlich, anderen ist in den letzten Jahren urbar gemacht worden. Einer der wichtigsten neuen Siedlungsrayons Ist der dem Keren Kajemeth (Jiid. Nationalfonds) gehörige Boden von Wadi Cnawarlth ln Mittelpalästina, wo erst vor kurzem die Arbeit begonnen hat. Dort werden vor allem Angehörige des sogen. ״Mittelstandes“ angesiedelt. Unsere Bilder zefgen ein beginnendes Dorf und eine Gruppe von jugendflehen Insassen, — Kinder, an denen viele Hoffnungen hängen. /n Palästina geborene Kinder in Wadi Chawanth frsKSi ׳. ־, ,*'ןi'־'». •- י יי Kleine Nachrichten Die Palästina-Regierung hat beschlossen, eine Summe von £ 30 00(1 bis 35(XX) zum Ausbau der zum Hafen von | aff a führenden Straßen zur Verfügung zu stellen. Die Stadtgemeinde Jaffa hat ebenfalls £ 20000 für diesen Zweck bewilligt. Wie die arabische Zeitung ״El Dschamea elArabia“ berichtet, hat die Regierung den Einspruch der in Wadi Chaw .1 r i t h auf einem ihnen im Herbst 1031 verpachteten, 3000 Dunam großen Grundstück des Keren Kajemeth vorübergehend angesiedelten Araber gegen ihre Umsiedlung auf (las von der Regierung für sie im Beisan-Distrikt bereitgestellte Gebiet a b g e w i e s e n. Das American Joint Distribution Committee hat einen auf das ücsamtgebict der Vereinigten Staaten sich erstreckenden Drive proklamiert. Es soll ein Betrag von 2 Millionen Dollar für die Aktion zur ״Rettung deutscher Juden“ aufgebracht werden. Anläßlich des Wahlsieges der Nationalsozialisten (hier ,,Christlich-Sozialistische Arbeitsgemeinschaft“ genannt) in Memel berichtet die ״Frankf. Ztg.“ aus K 0 w n o, in litauischcn Kreisen werde erklärt, die Anwendung des Rassen- Paragraphen würde mit den Bestimmungen der litau-!sehen Verfassung und der Memeler Konvention im Wider- Spruch stehen. In der Stadthalle von Sidney fand ein durch den Bürgermcister einberufenes Meeting statt, zu dem über 4000 christliche und jüdische Bürger erschienen waren, um Ein- Spruch gegen die Zurücksetzung der Juden in Deutschland zu erheben. Der Ministerpräsident von Neu-Süd-Wales Stevens legte eine Resolution vor, in der die gegen die Juden getroffenen Maßnahmen bedauert w׳erden. Die Stadtverwaltung von T cl-Awiw hat £ 5000 zum Bau billiger Wohnhäuser ausgesetzt. Unter der Leitung der ״Unione delia comunita Israelische“ in Rom wurden, wie uns von dort geschrieben wird, in Italien Komitees für eine Hilfsaktion zugunsten der deutsehen Juden geschaffen, die deutschen Emigranten materielle und moralische Hilfe zu geben bereit sind. Der Professor an der juridischen Fakultät der Czernowitzer Universität Dr. Ra du lesen hat seine Vorlesungen zum Protest dagegen eingestellt, daß die cuzistisehen Studenten beschlossen haben, jüdische Hörer nicht mehr zu den Vorlesungen zuzulassen. Der Direktor des hebräischen Lehrerseminars und Dozent für hebräische Literatur an der Hebräischen Universität Jerusalcin David Yellin feierte dieser Tage das 50jährige Jubiläum seiner pädagogischen Tätigkeit. Zu der Notiz in Nr. 39 der ״Jüd. Rundschau“ über die Grundsteinlegung zu einem zweiten Gebäude der Mädchen* farm in Nahala! feilt uns die Wizo berichtigend mit, daß die Mittel zur Errichtung des Gebäudes von der Wizo-Exekutive mit besonderer Unterstützung von Mrs. Henrietta 1 r w e i 1 und Mrs. S i ei f aufgebracht wurden. in Haifa fand die feierliche Grundsteinlegung zu dem neuen Gebäude der Misrachi-Schulc ״Nezah Israel“ statt. Das Grundstück, auf dem das neue Gebäude errichtet werden soll, wurde von Baron und Baronin Edmond de Rothschild zur Verfügung gestellt; aus dem Nachlaß von Herrn Marx (Königsberg) sind 1100 Pfund zum Baufonds beigesteuert worden. Aut der Anglo-Palästina Ausstellung, die demnächst in London eröffnet wird, werden 47 Stände ausschließlich palästinensischen Industrien, Wirtschaftszweigen mtd fnstitutionen gewidmet sein. 45 Beamte ausländischer Staatsangehörigkeit sind soeben von der transjordanische 11 Regierung entlassen worden und sollen durch Transjordanier ersetzt werden. Das palästinensische Amtsblatt veröffentlicht eine Liste von 206 Dörfern, die neu in die sogenannte Kollektivstratenzone einbezogen werden. Diese Zone umfaßt solche Ortschaften, in denen nach Ansicht der Behörden ״gefährliche und unruhige Verhältnisse“ herrschen. Im Fall von Unruhen können diese Ortschaften init Kollektivstrafen belegt werden. Die Londoner hochkonservative ״Moming Post“ berichtet über eine Predigt des berühmtesten Londoner Kanzelredners Dean Inge an der Londoner St. Pauls Kathedrale, worin er seinem tiefen Bedauern über die antijüdischen Maßnahmen in Deutschland Ausdruck gab. — Bei einer Veranstaltung der konservativen Prime Rose League, bei der Baldwin ein; Ansprache hielt, sagte der Ackerbau-Minister Eiliot, es sei heute besonders wichtig, des Gründers der League, Disraeli, zu gedenken, der niemals seinen Namen oder seine Abstammung verbarg. Der Senat von N e w York hat ein Gesetz beschlossen, demzufolge denjenigen, die die Sab bat ruhe beobachten, die Ausübung ihrer Beschäftigung an Sonntagen gestattet wird. 1 iniiiiiimiiiiiiiiimiiumitiiiniiimו1111וו111ו1וו11111ו111וו1ווווווו1111111ו1[1111111111ו111וו1וווו1וו1וווווו1וח1ווווו1ווו111ו11(ו1ו1וו1(וו1!ווווו1ו1ווו1ווו11]11ו<ו1וווווו1ו1וווווו1וווו1<11וווווו!?וו?וווווו11]1וו1(1ווו1וווווווו1]1ווווו1וווווווווווו^ו1ו1וווווו1וו1וווווו11וו1וו1וו1))1ווו1וו11ו1)1ו111ווווו111]וו1וו1)11 t 1