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Jüdische Rundschau · 1933-04-21 · Heft 32 (21.4.1933) · p. Seite 154

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVIII (1933)
Issue
Heft 32 (21.4.1933)
Date
1933-04-21
Page
Seite 154 (sequence 2)
Language
German
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Seite 154 JÜDISCHE RUNDSCHAU heiten. Obwohl auf allen anderen Gebieten die Gesetze des organisch Gewordenen als wesentlich gegenüber einer starren Formel anerkannt werden, sieht man nicht, daß auch im jüdischen Leben, in der jüdisehen Berufsschichtung usw. vieles organisch geworden ist, was einer allmählichen Entwirrung bedarf, nicht aber zur Einzvängung in eine starre Formel geeignet ist. Man sieht auch nicht, daß neben dem rein biologisehen rassenmäßigen Faktor und neben dem deutschen Willen zu rein deutsch-arischem Volksleben noch die Frage der Beziehung des Juden zu seinem Judentum besteht, ohne deren Beachtung die Jüdenfrage auf die Dauer auch fiir den Deutschen nicht zu lösen ist. Aber abgesehen von all dem, muß man befürchten, daß das U eher handnehmender antijüdischen Komponente in der deutschen Renaissance-Bewegung zu einer Psychose wird, die den Blick fiir das Wesentliche trübt. Dies zu vormeiden, ist ein Interesse, das dem nationalen Deutschland und den Juden gemeinsam ist. Und — man mag uns glauben oder nicht, — wenn wir dies sagen, dann sprechen wir nicht nur von einem jüdischen Interessen- Standpunkt, sondern auch um Deutschlands willen. Viele objektive Beobachter, und gerade wohlwollende Beobachter, begreifen nicht, warum Deutschlands Erneuerung mit einer so vehementen Aktion gegen die deutschen Juden verbunden sein muß. Aus diesem Nichtbegreifen ergeben sich Komplikationen, die niemand wünschen kann. Wir Juden sind nicht loszusprechen von der Mitschuld an diesen Verhältnissen. Allzu lange wollte die Mehrheit der deutschen Juden sich um die Judenfrage h e r u m d r ii c k e n. Eiine Unaufrichtigkeit aber, die aus dem Bewußtsein verdrängt wird, erzeugt krankhafte neurotische Erscheinungen. Schon der Arzt Pinsker hat vor mehr als fünfzig Jahren von der ״Psycho- Pathologie“ der Judenfrage gesprochen. Wir juden haben die Verpflichtung, an ihrer Entwirrung mitzuarbeiten, im eigenen Interesse ebenso wie im Interesse unserer nichtjiidischen Mitbürger. Bedarf es dazu eines Beweises’ Betrachten wir den Aufruf, mit dem in der Osterwoche die ״Deutsche Studentenschaft“ ihre Neugründung feierte. Ihre zwölf Thesen, die in Berlin öffentlieh angeschlagen waren, fanden in der Presse keinen Widerhall und verschwanden auch bald von den Litfaß- Säulen. Vielleicht ist das kein Zufall; man wird daher gut daran tun, aus dieser Sache kein Politikum zu machen. Aber als geistiges Symptom, als ein Beitrag zur Diagnose der Judenfrage, bleibt die Sache bedeutsam. Es heißt darin, um nur einige Beispiele zu erwähnen: ״Der Jude kann nur jüdisch denken; schreibt er deutsch, dann lügt er. Wir fordern van der Zensur: Jüdische Werke erscheinen in hebräischer Sprache. Erscheinen sie in deutscher Sprache, sind sie als Uebersetzungen zu kennzeichnen. Schärfstes Einschreiten gegen den Mißbrauch der deutschen Schrift! Deutsche Schrift steht nur dem Deutschen zu,“ Welche maßlosen Uebcrtreibungen kommen in diesen Sätzen zum Vorschein! Auch wer einen Unterschied, sogar einen tiefgehenden Unterschied, im völkischen Sinne zwischen deutscher und jüdischer Art statuiert, selbst wer meint, daß dieser Unterschied in jeder geistigen Aeußcrung zutage tritt, müßte sich nicht zu den hier zitierten Folgerungen versteigern Kein Volk, auch das deutsche Volk nicht, hat ein Interesse an so vollständiger Isolierung. Andere Nationen machen Kulturpropaganda selbst unter ganz rassefremden Völkern; es kann doch nicht ernst sein, wenn man sagt, es sei ein ״Mißbrauch“ der deutschen Schrift, wenn sich auch andere ihrer bedienen. Gerade aber, weil wir überzeugt sind, daß diese überspitzten Formulierungen gar nicht so gemeint sein können, sehen wir in ihnen einen Beweis dafür, daß durch das Uebergewicht der judenfrage das ״Ringen um den neuen deutschen Menschen“ in eine unproduktiv affektgetrübte Athmosphäre gestoßen wird. In der ״Täglichen Rundschau“, die ganz hinter der nationalen Regierung steht, tritt Hans Zehrer dafür ein, daß nach dein politischen Sieg die Menschen der ״Deutsehen Auferstehung“ sich auch darin bewähren, daß sie Verständnis für die in ihrer Nachbarschaft sich abspielenden persönlichen Tragödien haben und mildernd und helfend im Sänne einer ״nicht liberalistischen, sonderen menschlicheren“ Humanität eingreifen. Obwohl das Judentum in dem Aufsatz nicht erwähnt wird, darf man annchmen, daß dieser Hinweis sich auch auf Juden bezieht. Und man muß sich wundern, daß Hans Zehrer nicht begreift, daß es sich den Juden gegenüber nicht nur um ״Humanität“ und um nachbarliche Hilfe handelt, sondern um die Ehre. Man wird von deutscher Seite dem Problem nicht näherkommen können, solange man nicht einsieht, daß der Jude genau wie der Deutsche eine Ehre zu verteidigen hat. Erst unter diesem Gesichtspunkt kann sich ein Versuch zur produktiven Lösung der Judenfrage anbahnen. Eine Eingliederung der Juden in die neue Ordnung ohne Verletzung ihrer Ehre, ohne Verleitung zu Kriecherei und ohne moralische Verkrüppelung müßte auch vom nationalen Deutschland als das Ziel auf diesem Gebiete anerkannt werden. Heute ist die Situation, die man den Juden zumutet, eine unhaltbare. Die Juden sind lediglich Objekt der Gesetzgebung, man stellt sie außerhalb des Staates und man schreitet nicht dagegen ein, wenn sie in dem maßgebenden Teil der Presse schlechthin als ״Staatsfeinde“ bezeichnet werden; in Presse und Rundfunk nennt man uns ״Schädlinge“, wir müssen dies alles hinnehmen. Durch diese Abstempelung geraten wir auch in <äne schiefe Lage, wenn wir ein offenes ffiort sprechen wollen. Da uns in so unmißverständlicher Weise erklärt wird, daß man uns nicht traut, müssen unsere Worte wirkungslos verhallen. Und trotzdem halten wir es für unser Recht und unsere Pflicht, mitzusprechen. Wir stehen in einem Zeitalter, wo die alten Begriffe europäischer Gemeinsamkeit ihre Geltung verlieren. Die Völker suchen wieder eine ihren volkstümlichen Traditionen gemäße Lebensform zu finden; sie lassen sich nur von dem Gesetz ihres eigenen Werdens regieren und schließen sich von der Außenwelt ab. Aber dennoch wird kein Staatsmann übersehen können, daß die Beziehungen zu anderen Völkern auch für das eigene Land schließlich von entscheidender Bedeutung sein können. Auch in einer Welt, in der die Völker eine geistige Autarkie bevorzugen und Mauern gegenüber dem Ausland errichten, sind Brücken des Verständnisses von Volk zu Volk unerläßlich. Unter diesem Gesichtspunkt glauben wir, muß man die letzte Debatte im englischen Unterhaus betrachten, die in der ganzen Welt so viel Staub aufgewirbelt hat. Der Reichskanzler legt den großten Wert auf gute Beziehungen zu England, und es ist bemerkenswert, daß auch der Chef des außenpolitischen Amtes der NSDAP., Alfred Rosenberg, in einem zu Ostern veröffentlichten Interview deutlich den Wunsch erkennen läßt, die deutsch-englischen Beziehungen freundlich zu gestalten, ln seinen Erklärungen heißt es unter anderem: ״Wir sehen in der britischen Politik verschiedene Riehtungen. In weiten englischen Kreisen betrachtet man eine gerechte Behandlung Deutschlands als eine politische und moralische Notwendigk e i t. Diese Kreise ringen gegenwärtig mit jenen, die eine Fortführung enger Beziehungen zu Frankreichs Hegemonie- Politik als eine politische Notwendigkeit betrachten.“ Es wäre aber hinzuzufügen, daß die Kreise, die ״eine gerechte Behandlung Deutschlands“ befürworten, gerade mit denen identisch sind, die jetzt über die Juden- Politik der deutschen Regierung irritiert sind. Wir wollen hier nicht jene englischen Zeitungen erwähnen, die mit besonderer Energie jahrelang für die Revision von Versailles und für Deutschlands Gleichberechtigung eingetreten sind. Aber als Juden möchten wir darauf hinweisen, daß unter diesen von Herrn Rosenberg erwähnten Kreisen auch viele prominente Juden waren. Lord Read in g, vor kurzem noch Englands Außenminister, hat jetzt das Amt eines Präsidenten der deutsch-englischen Gesellschaft niedergelegt, ganz im Sinne des neuen Deutschland, das sicher nicht gern einen juden auf diesem Platz gesehen hätte; aber die englische Oeffentüchkeit denkt hierüber anders, und für sie ist Lord Reading ein Mann, der Oberster Richter Englands, Vizekönig von Indien und Außenminister war. In der Unterhaus-Debatte, die ja teilweise um die deutsehe Judenfrage kreiste, konnte man merken, wie schwer es gerade jüdischen Politikern fällt, ihre Anschauungen bezüglich Deutschlands zu revidieren. Das ist eine tragisehe Verstrickung, die für die deutsche Außenpolitik nicht belanglos ist. Wir deutschen Juden bedauern, daß es zu dieser englischen Unterhaus-Debatte kommen konnte. Aber man wird derartige Ereignisse nur dann abwenden können, wenn man sich über ihren wahren Charakter im klaren ist. Und darum ist es bedauerlieh, daß die deutsche Presse ihre Leser so unzulänglieh über Auslandsmeinungen unterrichtet. Es entspricht dem oben erwähnten Grundsatz des Primats der Innenpolitik, wenn die nationalsozialistische Presse sich in solchen Fällen überhaupt mit ganz kurzen Berichten begnügt und hauptsächlich das hervorhebt, was ihr innenpolitisch verwertbar scheiijt. Aber auch unter jenen Organen, die ausführlich über außenpolitische Ereignisse berichten, wurde die jüdische Seite der Sache nicht entsprechend dargestellt. Der Korrespondent der ״D.A.Z.“ begnügte sich damit, über die Rede des jüdisehen Abgeordneten Jänner zu sagen: ״Wir bescheinigen diesem Juden, daß seine Rede nicht bis auf das Niveau der unerhörten und im Verkehr zwischen Völkern beispiellosen Frechheiten herabgesunken ist, die sich Sir Austen Chamberlain leistete.“ In seinem nächsten Bericht hebt dieser Korrespondent hervor, daß in der Debatte ״nicht weniger als drei jüdische Abgeordnete“ sprachen. Was diese Juden aber gesprochen haben, wird nicht bekanntgegeben. Und doch sind gerade diese Reden überaus interessant und wichtig, wenn man unvoreingenommen die Bedeutung der Judenfrage für die deutsche Außenpolitik beurteilen will. Zunächst; Alle drei jüdischen Redner distanzierten sich ausdrücklich von jeder Greuelhetze und nahmen lediglich Bezug auf die offiziellen Verlautbarungen der deutschen Regierung. Besonders charakteristisch war die Rede des prominentesten der drei jüdischen Sprecher, Sir Herbert Samuel, ehemals Oberkommissär fiirPalästina und noch vor kurzem britischer Innenminister. Sir Herbert hat, was wohl auch von deutscher Seite als selbstverständlich empfunden wird, gegen die Behändlung der judenfrage in Deutschland Stellung genommen. Zugleich aber hat er im zweiten Teil seiner Rede sich als Freund einer Revision von Versailles bekannt und bedauert, daß durch die im Ausland herrschende Stirnmung der Gedanke einer Revision heute einen Rückschlag erlitten habe. Sir Herbert hat ferner (nach dem Bericht der ״Times“) u. a. gesagt, er gehöre nicht zu denen, die einem Boykott deutscher Waren das Wort reden und eine derartige Bewegung wurde von keiner verantwortlichen jüdischen Organlsatlon In England autorisiert. Er wünsche, daß nichts geschehen solle, was die Beziehungen zwischen der britischen und der deutschen Regierung erschweren körne. Es handle sich lediglich um eine Aeußerung der öffentlichen Meinung Im Parlament und außerhalb des- Klbea __ Nr. 32, 21. IV. 1933 Obwohl Herbert Samuel in England eine Person* lichkeit von größtem Ansehen ist, hat, soweit \vi* übersehen, lediglich die ״Frankfurter Zeitung“ eine korrekte Inhaltsangabe seiner Rede gebracht. Warum diese Mauer? Würde man diese und andere Reden in Deutschland kennen, dann könnte die Atmosphäre leichter entgiftet werden. Das wesentliche aber in dieser Debatte war die Bemerkung des Außenministers Sir John Sim o n, daß die Debatte das allgemeine Gefühl in England ausdrücke. Als Mitglied der Regierung erkläre er, es wäre ein tiefer Irrtum, wenn irgend jemand in irgendeinem Land annähnie, daß dieses Gefühl auf die Mitglieder der jüdisehen Gemeinschaft beschränkt oder von ihnen hervorgerufen ist. Im Gegenteil, es war ein spontaner und unvermeidlicher Ausdruck des Bekenntnisses zum Prinzip der Rassentoleranz. In dieser Beziehung gäbe es keinen Unterschied innerhalb des britischen Volkes. Es handle sich nicht um eine ״jüdische“ Haltung oder nur um die Haltung einer bestimmten Partei, sondern es handle sich um das, was der Redner die ״angelsächsische Haltung“ nennen wolle. Es kann wohl kaum eine wirksamere Widerlegung der Vorwürfe geben, die in Deutschland gegen deutsche juden oder das Judentum schlechthin erhoben worden sind. Aus kompetentem Munde wird hier bestätigt, daß die angelsächsische Welt ihre eigenen Grundsätze verteidigt, keineswegs sich zum Spielball angeblicher jüdischer Propaganda hergibt. Daß sich diese Meinungs- Verschiedenheiten gerade an der Judensache entzünden, ist nicht Schuld der Juden. In Anbetracht der gegebenen Sachlage muß man sich wirklich fragen, wem damit gedient sein soll, wenn von nationalsozialistischer Seite eine (in der ״D.A.Z.“ vom 16. April veröffentlichte) Stellungnahme verbreitet wird, in der folgender Satz vorkommt: ״Im Braunen Hause in München befrachte man cs als ein erfreuliches Zeichen daß gerade in allerjiingster Zeit eine allerdings noch sehr kleine aber energische Gruppe sich in England gebildet habe, die einen ähnlichen antisemitischen Fascismus predige und die sicher in absehbarer Zeit auch zu einer großen Anhängerschaft ge• langen werde.“ Wir wissen nicht, auf welche Gruppe hier angespielt wird. Sollte die Partei von Sir Oswald Mosiey gemeint sein, so wäre daran zu erinnern, daß diese Partei ihren Mitgliedern strengstens jede antisemitische Betätigung untersagt hat. Aber abgesehen hiervon entspricht diese Darstellung nicht der Bewertung der deutsch-englischen Beziehungen, die in den Worten des Reichskanzlers und führender Männer der Regierung so eindrucksvoll zur Geltung kam. Das deutsche Volk kann seine Be- Ziehungen zu anderen Völkern nur dann in Freiheit nach bester Art regeln, wenn es weiß, wie diese Völker wirklich denken. Die deutsche Judenfrage ist heute ein Element der Außenpolitik geworden, dessen sich auch die Gegner Deutschlands bedienen. Die deutschen Juden würden an einer Entwirrung mithelfen, wenn sie erst wieder in Deutschland ehrlich gemacht werden. Denn so wie die Dinge jetzt stehen, sind wir in eine Position gedrängt, wo wir nicht sprechen und nicht handeln können. Man muß in Deutschland merken, daß wir in der Judenfrage zu einem toten Punkt gekommen sind. Eine neue Erörterung tut not. Das neue Deutschland bedarf um seiner selbst willen dieser neuen Initiative auf einem überaus dornigen Gebiet. Wir Juden aber können diese Erörterung führen, wenn wir selbst uns des Wesens der Judenfrage bewußt sind und ohne Furcht und Selbsttäuschung, aber auch mit Stolz und Lebenswillen an sie herangehen. Resolution der italienischen Juden Zur Lage in Deutschland. Rom, 20. April, (J.T. A.) Die neue Exekutive der auf Grund eines Regierungsdekrets organisierten und als offizielle Vertretung der italienischen Judenheit anerkannten Union der jüdischen Gemeinden Italiens hat in ihrer unter Vorsitz des Regieritngs-Kommissars, Advokat Felice Ravenna, abgehaltenen ersten Sitziing folgende Resolution, betreffend die Lage der Juden in Deutschland, gefaßt: ״Die Union der jüdischen Gemeinden Italiens, in dieser traurigen Stunde mit den so sehr zurückgesetzten deutschen Juden aus brüderlichem Herzen verbunden, bringt den innigen Wunsch zum Ausdruck, daß so rasch als möglich normale Leben sbedt 11 gungen für die deutschen juden wieder hergestellt, ungerechte Beschränkungen gegen sic aufgehoben werden und daß sie sich w׳ieder derselben Rechte wie alle übrigen Bürger erfreuen mögen. Die Union der jüdischen Gemeinden Italiens bringt den Wunsch zum Ausdruck, daß alle zivilisierten Nationen ein bindendes Uebcreinkommen treffen mägen, das die Wiederholung gewaltsamer Zurücksetzung der Juden unmöglich macht und sie vor Verfolgungen schützt. Die Exekutive der Union der jüdischen Gemeinden Italiens hat alle Rabbiner Italiens aufgefordert, diese Resolution in den Synagogen zu verlesen und sie ihrer nächsten Predigt, die sich mit der schwierigen Lage der deutschen Judenheit zu befassen hat und in der das Empfinden der Solidarität der italienischen Juden, mit ihren z u r ü c k g e s e t z t e ה Glaubensgenossen in Deutschland zum Ausdruck kommen soll, zugründe zu legen.“ Die Resolution gewinnt besondere Bedeutung im Hinblick aut den Besuch des Ministerpräsidenten Göring und des Vizekanzlers von Papen in Rom und ihre Unterband- Jungen mit Mussolini, der den italienischen Judenverband legalisiert hat. Herr von Papen hat gelegentlich seines Besuches in Rom auch dem Vatikan Zusicherungen, betreffend die Lage der Katholiken und Juden in Deutschland, gegeben. Ueber den genauen Inhalt dieser Zusicherungen ist bisher noch nichts bekannt. Es verlautet, daß der Papst seine Besorgnis bezüglich der Behandlung der Juden in Deutschland zum Ausdruck gebracht habe.

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