Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 26 (31.3.1933)
- Date
- 1933-03-31
- Page
- Seite 126 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 126 Nr. 26, 31. TIT. 1933 JÜDISCHE RUNDSCHAU Gegen antideutschen Boykott Die Abwehr der antideutschen Propaganda In der ganzen Welt steht noch immer im Vordergründe der deutschen Politik und des deutschen Interesses. Die energisehen Schritte der Reichsregierung, die Aeußerungen mehrerer Minister, die Berichte einer Reihe von ausländischen Korrespondenten, sowie die unzähligen Telegramme, die von Privatleuten, Gesehäftsfirmen und privaten Organisationen aller Art ins Ausland geschickt wurden, haben unverkennbar eine Besinnung bei den denkenden und verantwortlichen Kreisen des Auslandes zur Folge gehabt. Von besonders starker Wirkung waren nachweisbar die Erklärungen der großen j ü - dischen Organisationen Deutschlands. Man beginnt jetzt, die übertriebenen Greuelnachrichten, die auf ver•.! : •denen Umwegen ins Ausland dringen, kritisch unter die Lupe zu nehmen. Gerechterweise muß man aber zugeben, daß es für Menschen und Gruppen im Auslande überaus schwierig ist, sich ein selbständiges Urteil zu bilden und nicht der Suggesfion von Zeitungsnachrichten aller Art zu erliegen. Die Rcaktion, die an manchen Orten auf die Nachrichten aus Deutschland erfolgte, muß zu einem großen Teil auf das Konto des neuesten, auf Massenwirkung abgestellten politischen Stils gesetzt werden. Im vergangenen Zeitalter waren politische Kundgebungen meist wohlabgewogen, man versuchte im vorhinein mit ihrer Wirkung zu rechnen. I)ies ist heute ganz anders geworden. Vernunft ist verfemt. Wo es sich um die Mobilisierung von Massen handelt, erhält die Sprache und der politische Ausdruck unwillkürlich den Charakter einer Maßlosigkeit und Vergröberung, die aufreizende Wirkungen hat. Diese Tatsache kann man überall beobachten. So ist es auch zu erklären, daß in jenen Ländern, wo sich auf Grund der sensationell aufgemachten Greuelnachrichten der jüdischen Massen eine Erregung bemächtigt hat, Uebertreibungen und Geschmacklosigkeiten zutage traten, die vielleicht den Applaus kritikloser Massenversammlungen finden, von verantwortlicher Seite aber aufsäußerste mißbilligt werden sollten. Wenn z. B. in London durch die Judcnviertel Aufschriften getragen werden ״Judäa erklärt Deutschland den Krieg“, so ist das eine bombastische Großsprccherei, deren kindische Dummheit auf der Hand liegt. Es müßte genau untersucht werden, von wem eigentlich diese Tafeln in die Judenviertel getragen werden. Schon berichtet der ״Völkische Beobachter“, daß die kommunistische Propaganda sich des Judenarguments bemächtigt habe und die Juden für ihre Ziele einspanne. Auf alle Fälle fordern wir mit aller Entschiedenheit — und diese Forderung richten wir auch öffentlich an die verantwortlichen Instanzen der engliehen Judenheit —daß derartige verbrecherische Tollheiten unterbleiben. Leider haben es die Juden nicht in der Hand, zu verhüten, daß man sich ihrer zu Sensationszwecken bedient. Hierzu gehören auch die albernen Photomontagen, die das Boulevardblatt ״Daily Express“ u. a. veröffentlicht haben. Auch ist durch jüdische Instanzen zu verhindern, daß Kundgebungen jüdischer Arbeiterin England und Amerika stattfinden. Diese Kreise lassen sich ebensowenig dort wie anderswo durch ״bürgerliche“ Einflüsse dirigieren. Wenn heute, unter Berufung auf die Verdrängung der deutschen Juden aus dem Wirtschaftsleben in Deutschland, ein Boykott deutscher Waren in der Welt propagiert wird, so müssen die deutschen Juden und die verantwortlichen Juden überall dem entgegen treten. Das Judentum hat die Waffe des Boykotts stets abgelehnt. Von einem Boykott deutscher Waren würden auch die Juden in Deutschland in gleicher Weise betroffen werden wie alle anderen Deutschen; schon diese ehfache Ueberlegung zeigt, wie widersinnig es ist, wenn man meint, durch antideutschen Boykott die Lage der deutsehen Juden zu verbessern. Aber es wäre eine völlige Verkennung der Tatsachen, wollte man annehmen, daß eine derartige Boykottbewegung in erster Linie auf Konto der ausländischen Juden selbst zu setzen ist. Bei jeder Boykottbewegung, so schrieb dieser Tage der ״Berliner Lokal-An- Zeiger“, spielen ״dunkle Geschäftsmotive“ eine große Rolle; es ist klar, daß Deutschlands geschäftliche Konkurrenten von einem Boykott deutscher Waren profitieren würden. Der deutsche Export ist bekanntlich seit langer Zeit vielen Völkern und wirtschaftlichen Interessenten ein Dorn im Auge. D i e Juden in der ganzen Welt haben deutsche Waren stets besonders bevorzugt. Besonders deutlieh wird das z. B. in Palästina, einem relativ kleinen und handelspolitisch unbedeutenden Land, wo jedoch — gemäß den offiziellen deutschen Konsularberichten — nach der jüdischen Einwanderung der deutsche Export außerordentliche Fortschritte machte, so daß Deutschland in den letzten Jahren oft an der Spitze der nach Palästina importierenden Länder stand. Die Qualität und Billigkeit der deutschen Waren bahnte ihnen den Weg, und der Geschäftsverkehr mit Juden wurde dadurch erleichtert, daß die meisten Juden die deutsche Sprache beherrschen. Die gegenwärtige Erregung über den deutschen Antisemitismus, dessen Aeußerungen überall verbreitet werden, schien den Konkurrenten Deutschlands wohl der richtige Augenblick, um der Beliebtheit der deutschen Waren und Firmen einen Hieb zu versetzen. Die deutsehen Juden sind daran nicht interessiert, sie haben uingekehrt dasgröBtelnteresseda ran, daß Deutschlands Rang in der Weltwirtschaft ebenso wie das außenpolitische Ansehen des Deutschen Reiches so schnell wie möglich wieder hergestellt wird. Die erforderlichen Schritte müssen natiirlieh mit aller Beschleunigung geschehen, denn wenn die Boykott-Agitation längere Zeit andauert, so ist zu fürchten, daß ihre Wirkungen sich auch dann noch geltend machen, wenn durch eine energische Gegenaktion und zweckmäßige Maßnaiimen dieser Hetze der Wind aus den Segeln genommen wird. Es ist außerordentlich bedauerlich, daß die NSDAP, auf eine falsche Aktion mit einer unzweckmäßigen Gegenaktion antwortet. Die wirtschaftliche Vernichtung der deutschen Juden ist kein Mittel, der Auslandshetze ein Ende zu bereiten und ihr die verdiente Antwort zu geben. Die Proklamation dieser Ziele ist nur eine peinliche Erschwerung der Bemühungen der deutschen Juden, eine Beruhigung anderer jüdischer Grünpen, mit denen naturgemäß ohnedies nur eine sehr lose Verbindung aufTechterhalten werden kann, herbeizuführen. London, den 30. März. (J. T. A.) Auf der am 28. März in London abgehaltenen Jabrestagung des Verbandes der jüdischen Fürsorgestellen (Jcwish Board of Guardian) erklärte die Präsidentin, Miß Hanna Cohen, sie bedauere den von manchen Stellen gemachten Vorschlag eines Boykotts deutscher Waren durch jüdische Kaiiflente. Im Namen einer der ältesten und größten jüdischen Organisation Englands wolle sie betonen, wie sehr die Juden jede Boykott- und sonstige Repressiv maßna h men bedauern. Diese Erklärung werde nicht bloß aus Zweckmäßigkeitsgründen, sondern aus höheren Motiven abgegeben. Wer für Gerechtigkeit und fair play 1m Auslande cintrcte, müsse auch selbst ausschließlich ehrenhafte Waffen benützen. die ganze Welt rechnen muß. Auch die deutschen Juden rechnen mit dieser Tatsache. Was die außenpolitische und wirtschaftspolitische Stellung anbelangt, sind die deutschen Juden naturgemäß solidarisch mit allen Deutsehen. So z. B. erhielten wir von deutschen Juden die Mitteilung, daß sie aus Amerika Briefe ihrer Vertretcr erhalten haben, worin ihnen die Oeschäftsverbindüng gekündigt wird. So schwer es sein mag, auch bei der Behandlung der jüdischen Frage ist eine affektfreie Betrachtung unerläßlich. Die Führer des Nationalsozialismus und des neuen Deutschland werden den ganzen Ernst der Angelegenheit ermessen. Wir glauben, daß die deutschen Juden wichtige Dienste leisten können, indem sie bei der Entwirrung der Situation mit helfen. Aber die deutsche Regierung muß einsehen, daß die deutschen Juden allein dazu nicht imstande sind, wenn sie von der Regierung desavouiert werden. Den deutschen Juden fehlt es in diesen Tagen an einer einheitlichen, entschlossenen und aktionsfähigen Führung. Vielleicht wäre manches anders gekommen, wenn diese Führung vorhanden wäre. Es muß eine Führung sein, die Mut und politischen Weitblick mit Loyalität vereinigt. Durch assimilatorische Katzbuckeleien kann man vielleicht vorübergehende Erleiehterungen, aber keine Klärung und Lösung der Frage erreichen. Die Judenfrage steht auf der Tagesordnung. Sie ist akut in einem Ausmaß, das niemand vorhergesehen und vorhergeahnt hätte. Es kann keinen Aufschub und kein Ausweichen geben. Diejenigen, die behaupteten, es gäbe keine Judenfrage und die Sache werde sich stillschweigend lösen, sind in furchtbarer Weise Lügen gestraft worden. Nun ist die Stunde, wo es sich erweisen wird, ob das deutsche Judentum auf der Höhe seiner Aufgaben steht und wenigstens die jüdische Ehre unbefleckt aus den Verwirrungen dieser Tage retten wird. In letzter Stunde Trotz der unverkennbaren, zweifellos auch den Reichsbehörden bekannten beruhigenden Wirkung der jüdisehen Aufkläruugsaktion, die im Ausland gegen die Deutschlandhetze auftriti und die unwahren Greuelberichte zum Verstummen brachte, schreibt der ״Angriff“ am 30. d. M. abends ״Kein Abflauen der a 11 j ü d i s e h e n Greuel- Propaganda“; dazu werden New Yorker Presscstimmen zitiert, die ge״cn die nationalsozialistische Boykottparole in Deutschland Stellung nehmen. Ferner schreibt der ״Angriff“: ״Es scheint so, als seien die letzten Warnungen von der internationalen Judenschaft nicht beachtet worden. Nun gut, dann werden sie zu spüren bekommen, was es heißt, dem Deutschland der nationalen Erhebung Kampf anzusagen. Das Weltjudentum versteht es ausgezeichnet, ln kürzester Frist derartige Aktionen wie die verbrecherische Greuel- Propaganda zu organisieren. Noch sind beinahe W Stunden Zeit, die genügen würden, um diesen beispieHosen Liiger.feldzug emzustelien. Verstreichen sh ungenützt, dann wird das Weitjudentum einen Schlag erhallen, von dem cs sich so leicht nicht erholen wird. . . . Gnade kann in einem solchen Fall, wo es sich um einen unerhört verbrecherischen Anschlag auf das Leben des deulschen Volkes bandelt, nicht gewährt werden. Entweder das Welt- Judentum stellt sofort sämtliche Anschläge auf die deutsche Aufbauarbeit ein, oder der Boykott setzt mit aller Schärfe ein und wird dann dazu führen, daß das Judentum in Deutschland moralisch und geschäftlich erledigt wird.“ * Cie ״Nachtausgabe“ veröffentlicht folgendes Telegramm aus New York vom 30. d. M,: Der amerikanische Jüdische Kongreß, der die Profestbewegung gegen die »geblichen in Deutschland an Juden begangenen Grcueltatcn organisiert hatte, will jetzt das amerikanische Staatsdepartement um Vertu i t! - Jung bei der deulschen Regierung zur Einstellung des von der NSDAP, proklamierten Boykotts gegen die jüdischen Geschäfte in Deutschland bitten. Ferner hat der amerikanische ,,Ausschuß für die religiösen Minderheiten“ beschlossen, in der nächsten Woche eine Delegation nach Deutschland zu entsenden, die die Verhältnisse an Ort und Stelle prüfen und sich davon überzeugen soll, dali die Grcuelmeldungen tatsächlich unbegründet sind. Die Delegation soll paritätisch aus einem Katholiken, einem Protestanten und einem Juden bestehen. Erklärung der Z.V. f. D. Die Z. V. f.D. hat am 26. d. M. der Presse und den Nachrichtenbüros folgende Erklärung übergeben: Zu dem Mißbrauch, der im Ausland mit Nachrichten über die Lage der deutschen Juden zwecks deutschfeindlicher Propaganda getrieben wird, erklärt die Zionistische Vereinigung für Deutschland: Wir haben uns bereits am 17. März in einer durch die Jüdische Telegraphen-Agentur an die gesamte jüdische Presse der Welt weitergegebenen Erklärung gegen jede deutschfeindliehe Propaganda mit großer Entschiedenheit gewandt. Wir haben gegen alle der Wahrheit nicht entsprechenden Greuelmeldungen und gewissenlosen Sensationsnachrichten Einspruch erhoben und wiederholen heute unseren Protest in aller Oeffentlichkeit. Wir protestieren ferner gegen jeden Versuch, die jüdische Sache der Interessenpolitik anderer Staaten oder Gruppen dienstbar zu machen. Die Verteidigung der Staatsbürgerliehen Rechte der Juden und die Wahrung ihrer Wirtschaftliehen Position kann und darf nicht verknüpft werden mit politischen Aktionen, die sich gegen Deutschland und die außenpolitische Geltung des Deutschen Reiches richten. Wenn nationalsozialistische Zeitungen schreiben, die deutsehen Juden hätten ״aus Angst“ die üreueimeldungen dementiert, so ist dies eine bedauerliche Abschwächung der Wirkung unserer Erklärungen; es ist aber auch nachweisbar unrichtig, denn unsere Richtigstellungen erfolgten spoiM. tau» lange benot die offizielle Abwehr stasfitzte, ] Noch keine Einreisezertifikaic Im Palästina-Amt laufen täglich mündlich und schrittlieh eine große Anzahl von Bewerbungen für Einreise- Zertifikate nach Palästina ein. Obwohl in Palästina selbst ein gewisser Arbeltcrmangel sich in den letzten Wochen bemerkbar gemacht hat und das Berliner Palästina-Amt sich mit allen Kräften bemüht, durch die zuständigen Behörden ln Palästina mit Beschleunigung neue Einrelsezcrtifikate zu erhalten, so ist doch nicht damit zu rechnen, daß solche vor dem Monat Mal eint reffen, die dann in der üblichen Form durch die Palästlna-Amts-Kormnission zurVerteilung gelangen. Die Zertifikate, die für das Halbjahr 1932/33 zur Verfügung standen, sind In Deutschland selbstverständlieh alle ausgenutzt worden und die Zertifikatsempfänger befinden sich, von wenigen Ausnahmen abgesehen, die in diesen Tagen reisen, bereits in Palästina. Arabische Non-Cooperation Jerusalem, 27. März. (J. T. A.) In Jaffa fand heute eine Konferenz mehrerer hundert arabischer Persönlichkeiten statt, die als eine Fortsetzung der Beratungen vom 24. und 25. Februar (s. ״Jüd. Rdschau Nr. 17) anzusehen ist. Auf der Konferenz wurde prinzipiell Non-Cooperation mit der Palästina-Regierung beschlossen. Einzelheiten betreffend Durchführung der Non-Cooperation sollen vorerst nicht bekanntgegeben werden. Die Konferenz beschloß ferner, innerhalb zwei Monaten einen Kongreß einzuberufen, der eine umfassende Aktion zur Durchführung der Non-Cooperation-Bewegung organisieren soll. Auf der Konferenz kam die scharte Opposition gegen den Mufti offen zum Ausdruck. Viele Delegierte beschuldigten ihn, ein Agent der Palästina-Regierung zu sein, der die Non- Cooperation-Bewegung zu unterbinden versuche, ln einer eingehenden Verteidigungsrede wies der Mufti auf sein Wirken für die arabische Sache hin und bot seinen Rücktritt von der Präsidentschaft des Obersten Moslemischen Rates an, sofern dies gewünscht werde. Er konnte seine Ausführungen jedoch nicht beendigen, ds die Opposition ihn daran hinderte. Führer der Opposition erklärten später, daß eine Non-Cooperation faktisch Nichtzahlung der Steuern, sowie Ausscheiden der arabischen Beamten aus den Regierungsämtern bedeuten würde. In aller Kürze Dr. W ei z mann ist in Palästina eingetroffen. Die Exekutive des f aad Leumi hatte in Ludd eine Zusammenkunft mit ihm. Dr. Weizmann begab sich von Ludd aus, ohne Jerusalem zu berühren, nach Haifa zu seiner alten Mutter. Am 5. April veranstaltet die Exekutive der Jcwish Agency einen Empfang zu Ehren Weizmanns in Jerusalem. Die nationaldemokratische antisemitische Organisation Obwiepol (Großpolnisches Lager) wurde von der polnischen Regierung in ganz Polen aufgelöst. In der Verlautbarung wird mitgeteilt, es sei festgestellt worden, daß die Tätigkeit des Obwiepol darauf abzielte, Exzesse herbeizuführen und Rassenhaß sowie politische!! Haß zu verbreiten. Am 27. März sind 650 Chaluzim von Warschau nach Palästina abgereist. Auf dem Bahnhof hatten sich viele hunderte Mitglieder von Jugendorganisationen und zionistischen Verbänden eingefunden, um von den Palästina- Pionieren Abschied zu nehmen. Bei Abgang des Zuges kam es zu begeisterten Kundgebungen der angesammelten Menge. Am 25. März haben 320 Teilnehmer an der von der Zionistischen Organisation Rumäniens veranstalteten P a ־ lästina-Reise an Bord des Dampfers ״Dada“ die Ueberfahrt nach Palästina angetreten. Anläßlich der Abfahrt fand in Constanza eine eindrucksvolle zionistische Kundgebung statt. Mit der ״Dada" sind auch die letzten Chaluzim aus Rumänien, die Einwanderungszertifikate aus der letzten Halbjahrsquotc besaßen, nach Palästina abgereist. Die arabische Presse teilt mit, daß die Palästina-Regierung der bevorstehenden arabischen Landesausstellung keine Förderung angedeihen lassen werde, obwohl sie die jüdischen Ausstellungen in Tel-Awiw und London unterstützt habe. Wie die J. T. A. erfährt, hatte die Regierung sich Dercit erklärt, die Ausstellung zu fördern, unter der Bedingung, daß die Juden zur Teilnahme eingeladen werden. Anläßlich der ersten Jahrzeit nach dem Tode des Gründers der Kunstgewcrbeschule Bezalel in Jerusalem Prof. B jris Schatz wurde im Bezalel eine Gedenkausstellung der Werke des Verstorbenen eröffnet. Sie umfaßt das gesamte von dem verstorbenen Künstler im Verlauf von 50 Jahren geschaffene Werk: über 500 Gemälde, Basreliefs und sonstige bildhauerische Arbeiten,