Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVIII (1933)
- Issue
- Heft 12 (10.2.1933)
- Date
- 1933-02-10
- Page
- Seite 57 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 12, 10. II. 1933 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 57 Frühlingsbeginn 1 Heute, am 15. Schwaf, feiern wir ein Frühltngsfesf. Hierzulande kann man meist den Pelz noch gut gebrauchen, sofern man einen besitzt, und den geheizten Ofen, sofern man Kohlen hat, nicht minder. Ein Frühlingsfest um diese Jahreszeit das gellt uns nicht recht ein — zumal wenn die Quecksilbersäule der politischen Atmosphäre so tief unter dem Kulipunkt steht. ״Im starrenden Frost, in Eis und Schnee das Banner der Iloffmmg aufzupflan/en“, klingt recht erbaulich, aber wenig plausibel zur Motivierung eines Frühlingsfestes. Nun — Tradi- ■tion ist immer heimattreu; und in Palästina bricht jetzt wirklieti schon echte Frühlingssoiine durch die graue Wolkendecke «les Winters. — Der palästinensische Frühling beginnt ungef.ifir um diese Zeit; aher die kalendarische Terminisierung des!)atimis ist damit doch noch nicht erklärt. Dazu bedarf es einer kleinen, Ueberlegung über die Relation von Mond und Sonnenjahr. Nach dem jüdischen Kalender ist der 1. Nissan der Tag, der an dem Fnihlingsaequinoctium orientiert ist, der um die Tag- und Nachfgleiche pendelt, d. 11. er fallt manchmal vor, manchmal nach diesem Datum, aber immer in begrenztem Abstand. Für den Fall, daß das Fnihlingsaequinoctium mit dem Neumond zusammen fällt, müßte dieser Tag der 1. Nissan sein. Wollte man ein solches Jahr als ideale Koincidenz von Sanrnen- und Mondjahr bezeichnen, so kann man sagen: irr! idealjahr ist der 1. Nissan der Tag des Aequinoetiums. Analog pendelt der 1. Tischri um die Herbsttag- und Naditgleiche, der 1. Tamuz um die Sommersonnenwende, und der 1, Tevveth um die Wintersonnenwende. Nun beginnt aber — rein astronomisch gesehen — etwa ■der Winter nicht mit dem kürzesten Tage (der Sonnenwende), dieser Tag ist vielmehr schon der Höhepunkt des Winters, ähnlich wie der 21. J 11 fi, der längste Tag — astro- :nomisch der Höhepunkt des Sommers ist. L ediglich klimatische Gründe haben in unseren Zonen zu einer anderen volkstümlichen Einteilung geführt. Für Palästina fällt das fort. Also der Winter beginnt 1 >4׳ Monate vor und endei Lg nach dem 1. _ Tevveth, d. i. genau am 15. Scliwat. Hier endet der Winter und beginnt der Frühling, ebenso der Herbst 6 Wochen nach dem I. Tamuz, d. i. am 15. A w. So finden die beiden Volksfeste ihre astronomische Bedeutung, ilirc kalendarische Einordnung, als Herbst- und Frühlingsbeginn. Die Erinnerung an ein Fest des Sommerbeginns kann man im ]8. Ijar, unserem Lag Beomer, sehen, den Beginn des Winters aber festlicii zu begehen, dazu bestand kein klimatischer Anreiz. Soviel zu unserem Festkalendarium. Also astronomisch gesehen stimmt alles. Und wenn es uns trotzdem z. Zt. gar nicht so nach Frühling und Feier zu Mute ist, — ein Blick nach Palästina gerade an diesem Tage der ״Baumpflanzung“ gibt uns Zuversicht und Zukunftshoffnung. Harry H. L < v y. Schulabbau der Gemeinde? Aus Leserkreisen erhalten wir folgende Zuschrift, der ־wir vollinhaltlich beipflichtcn: Videant Consules . . . Die Behörden mögen Zusehen, daß •das Gemeinwesen keinen Schaden erleidet. Schwersten Schaden würde unsere jüdische Gemeinschaft hier in Berlin erleiden, wenn sich wirklich das in den Kreisen der Elternschaff größte Bestürzung hervorrufende Gerücht bewahrheiten sollte und der A b b ander J ii d i s c h e n Volksschule R y 1; c s t r a ß e beschlossene Sache wäre. Diese Schule, die seit 1022 besteht und in 13 Klassen 469 jüdische Kinder unterrichtet, hat ihre besondere, äußerst wichtige Aufgabe: Kinder aus der Drngonerstraße, der ürenadierstraße und den anliegenden Vierteln macht sie fähig für den Lebenskampf in der modernen Großstadt und rüstet sie zugleich seelisch und und chnraktcrlic.il zur Abwehr aller der Angriffe, die ihnen die Umgebung entgegenwirft. Vortreffliche Arbeit wird dort — das ist allbekannt — von den für ihre Aufgabe begeisterten Lehrern und Lehrerinnen, die allen jüdischen Partcirichtiingen angeboren, geleistet. Gewiß — die Not ist groß und wird alle Tage größer; und die Verpflichtungen der Jüdischer! Gemeinde sind manjugfacher Art. Keiner weiß das besser als wir, die wir gerade in diesen Tagen die neue Steuerliähung der Jüdischen Gemeinde ohne Murren zu tragen uns anschicken. Dennoch mochten wir in aller Bescheidenheit fragen: ist es unbedingt notwendig, mit den gewiß dringend notwendigen Sparmaßnahmen gerade an diesem wundesten Punkte anzufangen? — Es ist sicherlich wichtig und lobenswert, daß die Gemeinde in neuerer Zeit mit Wcrbimgsveranstaftungen wie den Gemeinde- Abenden und den Sonntags-Vorträgen an die Oeffentlichkeit tritt; der reiche Besuch zeigt, wie willkommen vielen diese Unternehmungen sind. Dennoch: Werbung in allen Eliren — aber das jüdische Schulkind geht allem voran. Denn hier liegt unsere Zukunft. Mussolini über Antisemitismus. Die amerikanische Presse berichtet über ein Gespräch, das Rabbi Abba Hillel Sil v er aus Clcveland vor kurzem in Rom mit Mussolini ge Im 11t hat. Im Verlauf des Gesprächs kam Mussolini auch aut den Antiscmitis'inus, seine Ursachen und seine Möglichkeilen zu sprechen. In Italien, sagte Mussolini, gibt es Leinen Antisemitismus, hier herrscht religiös« Toleranz, Juden bekleiden im faschistischen Staat hohe Pasten. Die jüdischen Bürger Italiens besitzen volle bürgerliche Gleichberechtigung. Wir erziehen unsere Jugend streng nationai und religiös und ertüchtigen sie physisch, gleichzeitig aber k'liren wir sie auch Toleranz üben. 'Das Anwachsen des Antisemitismus in mehreren Ländern der Welt, schloß Mussolini, ist aut die anormal gesteigerte wirtschaftliche Not zurückzuführen. Kehren einmal wirtschaftlich normale Zeiten wieder, so wird die antisemitische Welle — aueft in D e 11 f s c 111 a n d — ziinickfhiten. Informationen über Palästina-Investitionsmögllchkeiten. Herr Heinz Boß aus Tel-Awiw, zur Zeit Berlin-CharJattenbürg 2, Lcibnizstr. 87, bittet uns, folgendes mitzuteilen: Er ist in der Lage, ernsthaften Interessenten konkrete Uebcrsiedfiingsinöglichkeiten sowie Investienumsmöglichkeiten für neuztigründende, nachweislich lukrative Unternehmungen in Erez Israel anzugeben. Die Objekte beziehen sich: erstens auf ein Sanatorium in der Nähe von Tel-Awiw, für das ein kaufmännischer Leiter als Teilhaber gesucht wird, zweitens auf ein Handelsunternehmen auf m e d i 2, i n i - sc 11 ein Gebiet, drittens auf die Erweiterung einer bereits bestellenden P f I a n 7. u n g zur Erzeugung eines Markenartikds auf dem Gebiet der Schädlingsbekämpfung, viertens auf die bereits durch die ״Jüdische Rundschau‘1 bekanntgewordene Gründung einer Ziegelei in der Nähe von Haifa. Interessenten mögen sich direkt mit dem Genannten unter obiger Adresse in Verbindung setzen. Zum Kongref) für das ״Freie Wort'״ Ein Komitee von Schriftstellern, Journalisten und anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lehens händigt die Veran- Stellung eines ״Kongresses für das freie Wort“ an, der am 18. und 19. Februar in Berlin zusammentreten soll. Unter den voraussichtlichen Teilnehmern, deren Namen in den Ankändigungen mitgeteilt werden, sind eine beträchtliche Anzahl Juden. C. Z. Klötzel, der gleichfalls eine Einladung zur Teilnähme erhielt, stellt uns den Brief zur Verfügung, den er an das Initiativ Komitee des Kongresses, zu Händen des Herrn Rudolf Olden, gerichtet hat. Wir geben den Brief nach• stehend wieder.■ Berlin, den 8. Februar 1933. Lieber Kollege Olden! Sie hatten namens des ״Initiativkomitees des Kongresses für das freie Wort“ die Liebenswürdigkeit, mich aufzufordern, an diesem Kongresse teilzunehmen und auf ihm zu sprechen. Sie kennen mich aus gemeinsamer journalistischer Arbeit lange genug, um zu wissen, wie sehr ich mit dem Ziel des Kongresses, das geschriebene und gesprochene freie Wort zu schützen, übereinstimme als mit einer Kulturnotwendigkeit, für die sich niemand so sehr einsetzen muß wie derjenige, der den Gebrauch des freien Wortes zu seiner Berufung und zu seinem Beruf gemacht hat. Wenn ich dennoch Ihre Auf- Forderung ablehne, so aus zwei Gründen — einem primzipieilen und einem mehr praktischen —, die Sie bitte dem Kongreß nicht vorenthalten wollen. Ich lehne ab, weil ich Jude bin. Das mag Ihnen absurd erscheinen angesichts der Tatlache, daß die Liste derer, die sich bisher zur Verfügung des geplanten Kongresses gestellt haben, eine Mehrzahl von jüdisehen Namen enthält. Unnötig zu sagen, daß mein Verhalten keine Kritik der jüdischen Kongreßteilnehmer darstellen soll, sie haben ihre Entscheidung zweifellos nach bestem Gewissen getroffen. Mir stellt sich die Situation in Deutschland folgendermaßen dar: Die im Besitz der Macht befindlichen Kräfte führen den Kampf gegen die Demokratie betont als einen Kampf gegen die Anteilnahme der deutschen Juden an der deutschen Politik und am deutschen Kulturleben. Sie betrachten die Demokratie in erster Linie als eine ״jüdische Erfindung“ zum Zweck der ״Verjudung“ des deutschen Volkes. Auch die Losung des ״freien Wortes“ sehen sie nur als einen Deckmantel für angebliche jüdische Machtpläne an. Angesichts dieser Tat- Sache verschiebt sich für «len deutschen Juden die Kampfbasis auch dort, wo er sich im Ziele solidarisch weiß mit den nichtjüdischen Kreisen Deutschlands. Er vermag erfolgreich nur zu kämpfen auf dem Boden seiner eigenen, der jüdischen Gemeinschaft. Denn im Gegensatz zu seinen nichtjüdischen Mitkämpfern ist es meinem Gefühl nach für ihn unerläßlich, Konsequenzen aus der Tatsache zu ziehen, daß die oben angedeutete These, die Demokratie sei nichts als ein jüdischerTrick, um den Deutschen eine politische und kulturelle Daseinsform aufzuzwingen, unter der sie nicht zu leben vermögen, als Kernstück heutiger deutscher Weltanschauung zur Debatte steht. Es ist meine Ueberzcugung, daß sich die deutschen Juden an dieser Debatte nicht beteiligen sollten, weil dies unter ihrer Würde und völlig nutzlos wäre. Der Kampf Ihres ,,Kongresses um das freie Wort“ ist ein Teil dieser Diskussion, aus diesem Grunde vermag ich nicht, daran teiizunehmen. Für mich als Juden ist die demokratische Freiheit des Wortes ein Lebensbedürfnis. Ob sie es auch für die Mehrheit des deutschen Volkes ist, muß diese selbst entscheiden. Ich glaube weder das Recht, noch die Pflicht zu haben, diese Entscheidung zu beeinflussen. Endlich das praktische Moment: bei der gegenwärtigen Geisteslage in Deutschland kann ich mir keinerlei Nutzen für welche Bestrebung allgemeiner Art auch immer versprechen, wenn Juden an ihr in nennenswerter Zahl und an leitender Stelle teilnehmen. Sie sind dadurch von vornherein kompromittiert. Die Sache des freien Wortes ist für mich eine zu wichtige Angelegenheit, als daß ich sie unter den heutigen Umständen mit meinem jüdischen Namen belasten möchte. In geistigen Fehden äst nichts so notwendig, als daß der Standort der Kämpfenden mit der größten Schärfe erkennbar ist. Ich habe das unabweisbare Bedürfnis, gegen Argumente, deren Schwergewicht die antisemitische Betonung ausmacht, nur zu kämpfen auf dem Boden jüdischer Solidarität und jüdischer Würde. ln bin g'evviß, in meinen Motiven von Ihnen gewürdigt zu werden. Mit kollegialen Grüßen Ihr ergebener C. Z. Klötzel. Die Presse -Verordnung Die Pressenotverordnung des Reichspräsidenten vom 6. Februar, die eine starke Einschränkung der Pressefreiheit verfügt, ist von der Linkspresse scharf kritisiert worden. Es wird darauf hingewiesen, daß gewisse Bestimmungen der Notverordnung so vage formuliert sind, daß sie die Handhabe für jedes Einschreiten gegen Zeitungen, deren Stellungnahme den gegenwärtigen Machthabern nicht paßt, bieten. Auf der anderen Seite hat die rechtsstehende Presse, also die der Regierungskoalition nahestehenden Zeifungen, mit Befriedigung von dieser Notverordnung Notiz genommen. Das Regierungsorgan ״Der A n g r i f f“ berichtet über die Notverordnung sogar unter der aufreizenden lieberschrift ״Den H e t z j u (1 e n das Handwerk g e I e g t־‘. In Wahrheit enthält jedoch die Notverordnung Bestimmungen, deren wort- und sinngemäße Anwendung zu einem Verbot fast jeder Nu in in e r des ״Angriff״ und des ״Völkischen Beobachters“ f ii h r e n müßt e, ganz zu schweigen von Organen wie etwa dem jüngst von dem Parteigenossen Gregor Strasscr höchst verächtlich charaktcrisierten Nürnberger ״Stürmer“ des Abg. Streicher, ln 8 9 der Notverordnung hejßt es nämlich, periodische Druckschriften können verboten werden, 3״. wenn in ihnen zu Gewalttätigkeiten auf gefordert oder angereizt wird oder wenn in ihnen Gewalttätigkeiten, nachdem sie begangen worden sind, verherrlicht werden; 6. wenn in ihnen eine Reügionsgesellschaft des öffentlichen Rechts, ihre Einrichtungen, Gebräuche oder Gegenstände ihrer religiösen Verehrung beschimpft oder böswillig verächtlich gemacht werden.“ Wir begnügen uns mit der Erwähnung dieser beiden Absätze, obwohl auch andere Punkte zweifellos auf die nationalsozialistische Presse Anwendung finden können. Es wird interessant sein festzustelien, wann die Behörden den Tatbestand der hier zitierten Artikel als gegeben anseben und gegen die Juden hetze der nationalsozialistischen Presse einschreiten werden. Eine neue Bibelübersetzung Zu gleicher Zeit mit Buber-Roscnzweigs Umdichtung eine weitere neue Bibelübersetzung zu unternehmen, ist ein Wagnis von großer Kühnheit. Dr. Harry Torczvner, zum Redaktor dieser Kollektivarbeit vierzehn discher Gelehrter bestellt, berichtete im über t Hörsaal der ״Hochschule für die Wissenschaft d» , die als Herausgeber zeichnet, über die Prinzij 1 und Ergebnisse. Einleitend rechtfertigte er : nacii einem neuen Uebfrsetzungswerke. Die fr Setzungen, von «lenen Dr. Torc/yner die Zum : lebendigste bezeichnet, dienten nur der wortt Übertragung, wurden aber vielfach den dichte beiten der Bibel und den Stilerfordernissen 1 Sprache nicht vollauf gerecht. Die christlichen l 1 waren wegen ihrer Tendenz für Juden uuhra 1 auch sie stilistisch nicht hervorragten. Die Au daktors der neuen Ueberset/nng war: die stili: hcitlichung der Ucbertragung,!he Stelhiugnahm gäbe des Gottesnamcns, zu den sogen. Dnbletti schätz, zur Literatur usw. Torczvner hat eil Haltung zu der! Problemen, sein Vokabular tmt« in vielen Punkten von dem herrschenden. Die liseh-logisehen Kategorien z. B. treffen für!1 . nicht zu (Substantiv, Verbum usw.). Viele Wc etwas ganz anderes als man denkt. Zu derartige kommt 'der Verfasser im Gegensatz zu Buber jedoch nicht auf Grund etymologischer Studien geblichkeit für die Uebersetzung er ablehnt. Neubildung eines Wortes ist gerade, daß es e und alt erscheint, — Es ist hier natürlich nie aut diese Stellungnahme, gegen die sieh bek, zipieiles einweuden läßt, riii/ngchen; zudem n Uebersetzung als Ganzes vorliegen, um ein emh (sofern ein solches überhaupt möglich ist) Die dichterischen Partien der Bibel wer! schiebsei in eine Prosa - Geschichtschronik aut Text wird poetisch, jedoch nicht rhythmisch w da die beiden Sprachen zu verschiedenartig sind Im Anschluß an dieses interessante und lebe las Mein hart Al a 11 r Proben vor (Lied des Mn- Fabel, Jeremia, Hiob, Liedersang des Sdilomol!eitler feststellen, daß das gehämmerte Pathos! in diesem Fall 'die Beurteilung des Sprachlichen lieh erschwerte: es entstanden unbegründete . Dehnungen, die!licht unbedingt günstige Lind ließen, im ״Jcrcmia“ gibt es fraglos starke sehr oft störte dort die Ucbernahme der kt Theologensprache mit ihren klischeehaften We Satzkonstrukfi 011 en. Schluß der Winter-Makkabiad! Zakopane, 6. Februar, (J.T, A.) Der Wojwodc Kvvasznicwski, traf in Zakopane e fing eine vom Präsidenten des polnischen Maki• zecki geführte Abordnung der Makkabiade. Dii gab dem Wojwoäen Bericht über den bisherigen Makkabiade. Abends fand ein Bankett zu Ehre gierten des A 11 I! e 11 m i n i s t e r i u m s Czosnow dem zahlreiche «!er Makkabiade beiwohnende ho Beamte und die gesamte Exekutive des Makkab lieber 200 Makkabi-fnsfrukfeure aus ganz PGc Zakopane ihre Tagung ab. Nachher fand eine K des W c 11 m ,ף!c k a b i statt, in «ler das Progr: Juli 1933 in Owmowifz, der Hauptstadt der rumä vinz Bukowina, strittfindenden Sommer-Makkabiac worden ist. In einer Presse-Konferenz, an der c den polnischen und ausländischen Journalisten dankte Ruszecki der polnischen Regierung und!len a Regierungen, die die Makkabiade durch Gewährim crleichterungm förderten. Einzig die italienisch« deren Grenzen!gegen Polen gesperrt sind, und di Regierung erlaubten nicht die Ausreise der M gationen ihrer Länder. Die ungarische Behörde die Makkabiade als eine ״jüdische Internationale“ 11 i s c h e A 11 Ben m i!1 i s t e r i u in v!׳ran-talt!-te fang Ihr die Führer des Makkahi und die a Korrespondenten. Unter dem Vorsitz des Vizepräsident eil des V Dr. Alexander RosenfeUl fand in Zakopane ein! der Kommissare für den Fonds ״K f a r Hai: der auch Vertreter aus Palästina beiwohnten, statt beschlossen, alle Kräfte in Bewegung zu setzen, un möglich die Kolonie ״Kfar Hamakkabi“ in Paläs gründen. Die Makkabiade wurde nach Durchführung < Teils ihres Programms — einzelne Spiele mußten getretener schlechter Witterung ausbleiben -- mit lichkcit geschlossen, bei der die Preise für die h« kämpfer und -Kämpferinnen verteilt wurden. Cs •« Führung des Ehrenpräsidenten der I.emberger Hast Senator Dr, Ringe!, eine Aktion zum Wietier während der antisemitischen Unruhen in Lemb! gebrannten Sportstadions der l lasmonaea eingelcit! Das schlechte Wetter, durch das die mehrerer Sportlcämpfe der Winter-Makkkahiade ir verhindert worden ist, ließ auch die Sportspiele nica, wohin sich ein großer Teil der Makkabiahbegeben hafte, nicht zu. Die verschiedenen I an tionen haben sich sämtlich auf die Rückreise in < begeben. 1 'eher die V e r t e i I u n g der Preise ist : Den ersten Preis — eine von Lord Melcheti die jüdische Sportbegeisterung symbolsierciide silb« — erhielt der polnische Makkabi, der mit 131 Punk Spitze der Delegationen stellt. Den zweiten Prc: Welt-Makkabi gestiftet — erhielt die tschechos Mannschaft (32 Punkte), den dritten Preis die ö$U Mannschaft (2t) Punkte), den vierten Preis die Mannschaft (S Punkte). Der polnische Makkabi-Verb ferner die vorn polnischen staatlichen Amt für ph\ tiiehtigung, von polnischen Sportverbänden, der Krakauer Tageszeitung ״Nowv Dziennik“ gestiftet Ing. Wurzel (Tschechoslowakei) erhielt als Sieger i lauf den vor! den jüdischen akademischen fnstitutio! gestifteten Pokal. Die österreichische Mannschaft « Wanderpokal «ler Krakauer Bne BiKs und den Poka; berger Zeitung ״Oiwila“ für Siege bei den ff« icurrenzen. Einige Preise bleiben un vergeben, da i! Wittcrungsumschlags die Konkurrenzen nicht ausgeh den konnten. Die Wiener Israelitische Kultusgemeinde hat lieber Sitzung «ine scharfe Protestresolution gegen den antisemitischen Inhalt des Hirtenbriefes des Linzer Bischofs D r. G f ö I f n e r (s. vorige Nummer der ״J. R.“) angenommen. Die Entschließung wurde mit anderen ähnlichen der österreichischen Regierung, dem Erz- •Ö bischof von Wien, sowie anderen weltlichen und kirchlich«;! אל Behörden übermittelt. -