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Jüdische Rundschau · 1937-12-28 · Heft 103 (28.12.1937) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 103 (28.12.1937)
Date
1937-12-28
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Professor Samuel Landauer Von Bezirksrabbiner Dr. Ernst Jacob Professor Samuel Landauer ist im höchsten Greisenalter von fast 92 Jahren von uns gegangen. Mit ihm ist ein Pa* triarch Israels zu seinem Volke versammelt worden. Sein Lebenslauf spiegelt ein ganzes Jahrhundert jüdischer und allgemeiner Geschichte. Er war noch vor der vollen Emanzipstion der Juden in Bayern geboren, ein Sohn des schwäbischen Judentums in seiner vollen Strenggläubigkcit und Bodenständigkeit in dem kleinen Krumbach, das dem baverischen Judentum viele tüchtige Männer geschenkt hat. Damais war Talmuclgelehrsainkeit das Ideal des Juden, und so wurde auch er schon als Kind auf die Jeschiwa, die Talmudhochschule, nach Eisenstadt geschickt. Er erweiterte und vertiefte sein allgemeines Wissen, er studierte die orientalischen Sprachen und wurde schließlich in diesem Fache der Wissenschaft ein Meister von Weltruf. Wie sein Lehrer Nöldecke, dessen Andenken bis zuletzt in ihm lebendig war, war er einer der größten Kenner der Welt des Islam und vielleicht der größte Sachverständige auf dem Gebiete der aramaischen Sprache. Die wissenschaftlichen Arbeiten Landatiers sind ihrer Natur nach einem allgemeinen Publikum kaum zugänglich. Es sei hier nur das Wichtigste erwähnt: die für die Kenntnis der jüdischen Philosophie so bedeutsante Ausgabe des arabischen Originaltextes von Saadjas ״Glauben und Wissen“, die Kataloge der hebräischen, arabischen, persischen und türkischen Handschriften der kaiserliebes Landesbibliothck zu Straßburg und der orientalischen Handschriften der Karlsruher Bibliothek, die Mitarbeit an der noch un voll endeten Ausgabe von Firdusis persischem Heldengedicht ״Scltahnäme“, die Targumstudien, die ihre Bekrönung fanden in einer durch die Not der Zeit leider noch nicht zum Druck gelangten fertig vorliegenden Ausgabe des Prcphetcntargunis und die wichtigen Beiträge zur Aristotelesforseluing. Landauer nahm das Amt eines Oberbibliothekars an der Universitätsbibliothek und Professors an der Universität in Straßburg ein. Nach dem unglücklichen Ausgang des Krieges mußte er Straßburg verlassen und kam nach Augsburg, ln seinen letzten Lebensjahren wendete er sich immer mehr von den allgemeinen Wissenschaften zurück zur Wissenschaft des Judentums, zum Talmud, und auch auf diesem Gebiete war er einer der größten lebenden Gelehrten. Der tiefste (]rund seiner Persönlichkeit war seine Fröminigkeit. Er machte das Wort wahr: ״Der Anfang aller Weisheit ist Gottesfurcht!“ Er hat hierüber ein ergreifendes Bekenntnis abgelegt, als er mich an sein Sterbebett rufen ließ. Da lag er wie einst unser Erzvater Jakob, eine Greisenestalt, das edle Antlitz umwallt von weißem Haar und art. Diese Züge, die von einem langen Leben, das ganz von Geist erfüllt gewesen war, geprägt waren, die aber auch voller Energie waren, die sieh mit seiner Güte naarte. Als sein letztes Bekenntnis sagte er: ״Ich habe mein Leben lang ein treuer Sohn meines Volkes und meines Glaubens sein wollen und so, wie ich gelebt hahe, will ich sterben und begraben sein!“ — Er reiht sich in jene Fülle bedeutender Persönlichkeiten ein, die für das wahre Wesen des Judentums Zeugnis ablegen. _ Zionistische Frauenarbeit in Amerika. Aus USA. wird uns geschrieben: Es ist in Europa nicht allgemein bekannt, daß in Amerika neben der ״Hadassah“, der größten zionistisehen Frauenorganisation, noch die im allgemeinen weniger reiche, aber volkstümliche Vereinigung der ״Pioneer Women“ arbeitet. Sie wurde 1925 gegründet und umfaßt mehrere tausend Mitglieder in rund 120 Klubs in den Vereinigten Staaten und Kanada, mit dem Hauptsitz in New York. Ihre Aufgabe ist, die ״Moczath Hapoaloth“ in Palästina in all ihren Schulungs* und Wohifahrtscinrichtungen für Frauen und Kinder zu stützen. Im Berichtsjahr 1936—1937 wurden für diesen Zweck 41 000 Dollar nach Palästina überwiesen. Zahlreiche Lehrfarmen für Einvvanderinnen, Kindergärten u. a. werden in Palästina teils selbständig, teils getneinsam mit der ״Wizo“ unterhalten. In Amerika selbst ist der Einfluß der Organisation deutlich zu spüren. Sie hat z. B. das Verlagsrecht der englischen Ausgabe des bekannten Buches ״Was Arbeiterinnen erzählen“. Die vollendete Uebersetzung stammt von Maurice Samuel. Einige meisterhafte Uebertragungen der Gedichte Rachels sind ein willkommener Anhang des Werkes. Jiddische Ausgaben des Arbeiterinnen-Btiches sowie aller Lieder Rachels sind gleichfalls erschienen. Die ״Pioneer Women’s Organization“ erfaßt gerade die jiddisch sprechenden Frauen Amerikas. Ihre Monatsschrift erscheint zweisprachig, jiddisch und englisch, im gleichen Heft. Sie bemüht sich auch sonst in jeder weise, z. B. durch Sammelhcfte zu den Feiertagen, durch Berichte über Tagesereignisse usw., das Verständnis und die Bildung der Frauen zu vertiefen. Manch klarer Kopf mit praktischem Sinn, lebendiger Energie und warmem Herzen findet sieh unter den Mitgliedern. Auch haben viele von ihnen Verwandte in Erez Israel und wissen daher Bescheid. Aber es bleiben doch Tausende von Frauen, denen die so ganz anderen Verhältnisse in Palästina — die niedrigen Löhne der Frauen, die harten Arbeitsbedingungen, die gesundheitlichen Gefahren, die schwierige Unterbringung der Klein- und Schulkinder und der Kampf um Anerkennung gleicher Rechte --,erst mühselig erklärt werden müssen. Helene Lubowski (Oakland) Der bekannte amerikanisch - jüdische Schlagerkomponist George Gershwin, von dessen Tod wir vor einiger Zeit berichteten, war nicht mir ein benähter Musiker, sondern, wie jetzt bekannt wird, auch ein Maler. In der Harriinan Gallery in New York wird jetzt eine Ausstellung seiner Bilder gezeigt. Z5 fakte MMdUafe* In der Jerusalemer ״Palestine Post“ wird folgende nette Geschichte erzählt: Ein Beamter des sozialen Dienstes besuchte nach den letzten Uebcrschweinmungcn ein besonders stark mitgenommen« Gebiet des Beerschewa-Distrikts, um Unterstützungen zu verteilen. Als der Mann wieder abreiste, trat ein alter Beduinenscheich an ihn 11%1'an und sagte: ״Wenn Sie nach Istanbul zurückkchren, sagen Sie bitte dem Sultan, daß diese Ueberschwemmung die größte Katastrophe war, die wir je erlebt haben.“ Der Mann wußte anscheinend noch nicht, daß Palästina nicht mehr der Regierung des Sultans in Konstantinopel (den es überhaupt nicht mehr gibt) untersteht. — Uebrigens stellt die Geschichte nicht vereinzelt da. Man kann, so unglaubhaft es klingt, auch Juden in Deutschland (und wahrscheinlich auch anderswo) begegnen, die noch nie etwas davon gehört haben, daß z. 1). am 8. Juli 1937 die englische Regierung dem Parlament offiziell ihre Absicht, einen Judenstaat zu gründen, unterbreitet hat, ein Unterfangen, das für jeden Juden, denke ' er in Einzelfragen wie er wolle, zweifellos nicht gleichgültig ist. Manche Juden benehmen sich so, als ob sie manten, daß in punkto Judenfrage noch immer ״der Sultan regiert“. Dabei muß gesagt werden, daß der Beduinenscheich, der nicht lesen und schreiben kann' und jahraus jahrein seine Herde auf die Weide treibt, so glücklich ist, keine Zeitung zu kennen, während man das von europäischen Juden im allgemeinen annimmt. Postschlüsse nach Uebersee Vom 28. Dezember bis zum 5. Januar (ohne Gewähr) Die angegebenen Zeiten sind die Abgangszeiten der Züge bzw. Flugzeuge aus Berlin. Die Sendungen müssen 1—ll/2 Stunden vor Abgang bei der zuständigen Bahnhofspostanstalt (Flugpost beim Postamt SW 11) vorliegen oder unmittelbar zu den angegebenen Zügen oder Flugzeugen gebracht werden. Anschluß im Reich entweder bei Durchgang der Züge bzw. Flugzeuge oder durch Sendung nach Berlin oder direkt an die Zwischenstationen. Bei der Aufschrift empfiehlt sich die Anbringung von Leitvermerken. Palästina (ab Anh. Bhf., Abgang München ca. 12 Std. später): 28. (22.12) via Brindisi mit ״Galiiea“; 3. Haifa. — 29. (21.58) via Belgrad; 4. Haifa. — 31. (21.58) via Belgrad: 5. Haifa. — 2. (21.29) via Belgrad; 7. Haifa. — 4. (22.12) via Brindisi mit ״Geriisaffinni('“; 10. Haifa. — 5. (22.12) via Brindisi mitl: ״Contc Rosso“; 10. Haifa. Luftpost: Jeden Sotg., Di., Do. Fiug 8.30, 11.25 München, an Haifa nach 2Tagen (Linie Brindisi—Haifa über Rom). — Jeden Fr. Flug 0.30. Sobd. I.vdda (Linie Amsterdam—Bandoeng II iiner Athen). — Jeden Sobd. Flug 8.30. 11.25 München, Mo. Lydda (Linie Amsterdam —Bandoeng III über Neapel). USA. (ab Bhf. Charloticnhurg 11.20): 29. via Le Havre mit .AVa• shington“: 6. New York. — 30. via Cherbourg mit .,Hansa"; 7. XTw York. — 5. via Cherbourg mit. ״Europa“; 11. New York. Südamerika: 29. (11.20 Charlottcnhurg) via Lissabon mit ״Aleautiira": 12. Rio; 16. Buenos Aires. — 30,' (22.12 Anh. Bhf.) via Neapel mit ״N'eplunia“; 13. Rio; 17. Buenos Aires. — 2. (11.20 ChatloUenburg) via Lissabon mit ״Ilighi. Patriot“; 17. Rio: 21. Burnus Aires. — 4. (23.42 Potsd. Bhf.) via Genua mit. ״Conte Grande"; 18. Rio; 22. Buenos Aires. Luftpost (auch nach Mittel-Amerika und West-Indien): Jeden Mi. (deutsche Luftpost) Postschluß 21.00; Do. 5,00 Frankfurt-M.; Sobd. Rio; Sotg. B. A. — Jeden Sobd. (französische Luftpost) Post sohl. 9.30, 14.55 Köln; Di. Rio; Mi. B. A. (nicht nach Bolivien). Südafrika: 30. (13.58 Friedrichstraße) via Southampton mit ״Amudcl C“; 14. Kapstadt. Luftpost: Jeden Di. und Sobd. Fiug 8.30. 11.25 München, an Kapstadt nach 7 Tagen (Linie London—Kapstadt über Brindisi). Bnchleunlgte Bricfiendungen nach Südamerika. Ks besteht die M lichkeit־, Briefsendungcn nach Südamerika auf einem besrhh ui.igten, weniger teurem Wege zu befördern. Die Sendungen ״!ii-cn mit dem Schiff naeh New York und von dort weiter mit I.ultpost gc.unli werden. Die Luftpost von New York nach Brasilien mul A׳geutin:eti braucht fünf bis sechs Tage, so daß gegrnülx-r der gewöhnlichen Schiffspost eine Ersparnis von etwa eine!' Woche ei nt 1 i11. Die Sendüngen müssen die Aufschrift tragen: .,Ueber New York. Mit L!1;tpost ab New York.“ Ueber die Gebührensätze g<d>en die Po.dümur .Auskunft. Verbilligte Fernsprechgebühren nach Südamerika. Von! 5. Januar an werden die Gebühren für Gespräche mit Argentinien, Chile. Paraguav. Peru und Uruguay uni etwa ein Drittel gesenkt. Es werden kiinitig erhoben für ein Drci-Minuten-Gcspräch mit Argentinien 82 -87 RM., mit Chile 95 RM., mit Paraguay 93 RM., mit Peru 61 RM. und mit Uuguay 87 RM. Für Gespräche an Sonnabenden sind etwa 20 UM. wenige! zu bezahlen. Kleine Nachrichten Bundespräsident Miklas hat dem Generaldirektor der Skodawerke Wetzler A. G. Ing. Isidor Pollak in Wien das Komturkreuz des österreichischen Verdienstordens verliehen. George Bäcker, ein junger amerikanischer Jude, der im jüdischen Leben Amerikas in letzter Zeit stärker hervortritt, erhielt das Ritterkreuz der französischen Ehrenlegion. Frau Frieda W a r b u r g, die Witwe von Felix Warbürg und Tochter von Jacob Schiff, wurde an Stelle von Felix Warburg zur Ehrenpräsidentin des Joint Distribution Committee in USA. ernannt. Dr. Isidore G oldst ein, ein bekannter Augenarzt, staTb in New York im Alter von 58 Jahren. Dr. Goldstein gehörte zu den fiktiven Freunden der Hebräischen Universität Jerusalcm. Prof. Alexander Cu za, der Führer der rumänischen Antisemiten, wurde zum Senator auf Lebenszeit ernannt. Der 20 Jahre alte jüdische Schneider Isaak Messer, der in Warschau bei Zusammenstößen mit antisemitischen Organisationen verwundet worden war, ist seinen Wunden erlegen. Der polnische Senat nahm ein Gesetz an, wodurch es Juden verboten wird, Gegenstände christlich-religiöser Natur herzustcllen und zu handeln. Die Druckerei der jüdisch-polnischen Tageszeitung ״C h w i 1 a“ in Lemberg wurde wegen unsanitärer Anlage von den Behörden geschlossen. In Algier starb infolge eines Verkehrsunfalls Dr. Charles A b o u I k c r, ein Führer der algerischen Juden. Die Londoner Wochenschrift ״Great B r i t a i n and the East“ veröffentlicht jetzt eine Artikelserie über die Entstehung des Zionismus, beginnend mit Herz!. Der Verfasser, Nevill Barbour, ist ein in Palästina wohnender englischer Publizist und Historiker; er hat vor einem fahr auch durch eine (damals in der ״J. R,“ besprochene) Broschüre zugunsten einer jüdisch-arabischen Verständigung die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Jüdisches aus Jugoslawien. Unser Belgrader J. H.-Berichterstatter schreibt: in Zagreb (Agram) sprach eine Delegatian rechtsstehender Studenten beim Rektor der Universität vor und forderte die Einführung von Ghettobänken an der Universität. Der Rektor sagte in seiner Erwiderung׳, daß eine Berücksichtigung einer solchen Forderung nicht in Frage komme. Einige Tage darauf kam es zu antisemitischen Straßendemonstrationen derselben rechtsstehenden Studenten. — In ganz Jugoslawien wird zur Zeit mit sehr großem Elan die Qalil-Aktion des Keren Kajcmeth aurchgeführt. Uebera.ll wurden Vorträge und Ver- Sammlungen abgehalten. Nach den bisherigen Resultaten wird diese Aktion in Jugoslawien sehr erfolgreich abschließen. In Beograd wurde vom Keren Kajcmeth eine Palästina- Ausstellung veranstaltet. S. Wininger, Herausgeber der Großen ״Jüdischen National-Biographie“, drückt allen Freunden für die ihm anläßlich seines 60. Geburtstages übermittelten Glückwünsche den herzlichsten Dank aus und gibt bekannt: Von vielen Seiten hierzu aufgefordert, gehe ich daran, einen weiteren Nachtrags- und Ergänzungsband vorzubereiten. Ich möchte nun die jtidische wissenschaftliche und literarische Welt zur Mitarbeit an diesem Band einladen. Wer im Werke Fehler oder Mängel an veröffentlichten Biographien findet, wer vergeblich eine bedeutende jüdische Persönlichkeit im Werke nachsucht, möge sich die Mühe nicht verdrießen lassen und mir dies (nitteilen. Dann wird die J. N. B. erst recht auf Gründlichkeit und Genauigkeit Anspruch erheben dürfen. Zuschriften an S. Wininger, Cernauti, Rumänien, str-Reg. Ferdinand Nr. 16. Briefe an die Redaktion Eine ärztlidie Tat Berlin, den 25. Dezember 1937 Sehr geehrte Redaktion! In Nr. 102 Ihrer Zeitung geben Sie einen Bericht Ihre» Osloer Koiropomh-uten wieder, in dem von einer sensationellen Operation eines aus Pau-eiiland stammenden jüdischen Arztes die Rede ist. Darf ich Sie darauf aufmcrk.am tjtnchen, daß es sii!1 bei dem bc-ehriebeneu Fall weder um eine sensationelle T.i:, «och tim ein neti.irtige- Verfahren h.mdeltc? I >cr bettet, (ende Arzt hat sieh liier einer Methode bedient, die Unter dem Namen Figenbluttran-hminh seit langem bekannt ist und bei Blutungen in die 1:111.-,*- mal hauchin'ihle unter best imm ten Beding״! iigen von Chirurgen umj Gvnäkt>!ogcn recht oft angewendet worden ist and noch aneiet. wird. Du.- Verfuhren stammt vun Thier und Urhvn-tcm. Ich >e!b-t habe s׳T״n 1921 in der ,.Therapie der Gegenwart'* darüber beneidet, Mit voizüg'iilier Hochachtung Dr. O s 1. r o w s k i *,* Liner Heiiehterst.iiter hat i!l kurzer Form die 1 ).nntcllung der׳ uiinngiciwu Presse wie- (],,״)״eben: die meTzinisehert Eiozelhiiieii 1Ks Falles können iti der ״|. R," keine Kiörtermig 1 Ul den. Was eins lllis.ti hvei.-tiindigf groß(׳ Pah' ikum interessiert, ist d'e ״tu.׳:!׳ u he A leikeimung, die die Feh11:!־g eine- Juden liier gefunden Lat. (Red.) qt i*t Weit Die Jüdische Rundschau hilft Adressen suchen (Unter dieser Rubrik t'ens T.bcn wir Auhagen ans un.e:rm Leierkreise betreitend den Verbleib vermißter Freunde,!oder •Anfrage sind zwei Briefmarken (bzw, aus dem AuTc.!!■ t-ac: inte! nee ire.ee Antwoitäeheine) bcizulegen, Dit-jenigeri Leser, die über den Verbleib der Gesuchten Auskunft geben können, v.euleu tim M>(:«ihing ersucht.) Nr. 51. Ison Seheftelovitz, Breslau Fi, MüiYlicnstr. 6-1, sucht die Nachkommen von Isaak Lpstcin ans Tauroggen, Sohn des Ber Mannes, der in den 80er Jahren nach Dublin und daun nach Südafrika ausgewandert ist. Nr. 55. Hans Tischler, Breslau, Kopisch-tr. 62, sucht den Großvater seiner Mutter Marie Tischler, Bre-ktu, llerdain- Straße 50, Abraham Poscncr ans Zerkow, und dessen Bruder Ephraim Posener, die beide nach New York zogen. — Ferner: die Geschwister des Vaters seiner Mutte!: Salomon Posener, der nach Portland gezogen sein soll; Julius Poscncr, Elias Posener, Dorothea Falk, geh. Posener (die vorstehend Genannten sind Kinder des Abraham Posener). Nr. 56. Else Gold ineier, geh. Strauß, Bei! in-Wilmersdorf, Hclmstedtcrstr.!2 1, sucht Seniler Strauß, Clnkago (Illinois), zuletzt 8037 Eberliarl Ave., oder dessen Nachkommen. Nr. 57. Albert Weinberg, Hagen (Westfalen'•, sucht Verwandte, bzw. deren Nachkommen, d;e aus Westernkotten (Westfalen) ausgewandert sind, und zwar: Beiulix Weinberg, etwa 1835 nach Cliarlcstown, Abraham Weinberg, etwa 1865. Levy und Leeser Weinberg, etwa 187! nach Cincinnati. Nr. 58. San.-Rat Dr. Jacques Ostreiche!׳ sucht die Nachkommen seines Onkels Simon Ocstreieher, geb. 23. November 1836, Buchdrucker, um 1S68 nach Ante; iha ansgcwaiulert. Nr. 59. Frau Betty Laserstcin-L.a/arus, Bcrliti-Schonebcrg, Heilbronner Str. 10, sucht ihren Sohn Kurt Bernhard Lazarus, früher b. d. Texas Comp. Ltd, Rio de Janeiro, zuletzt bei der Firma Cottipagnia Telefonia, Bage (Brasilien). Nr. 60. Hanna Flieh« (früher Oels i. Schl.), jetzt verheiratet Hanna Loewenstein, Berlin W 13, Einser Str. 3 / a, sucht Ghana Soltschaiiskv, letzte Adresse 1620 Kibbuz Kittereth (Palästina). C ״ד פ * ם״ הובלת Hebräische Lese- und Lernhefte, heratisgegeben von Dr. S. Kaie ko. Die /weite Nummer der ״דפים״ ist soeben erschienen (Verlag de! ״Jüdischen Rundschau“, Berliu). Es ist bei der Zgisaminetts'eihing darauf geachtet worden, den Lesestoff leichter zu. halten und den punktierten Teil 7u vergrößern. Das Heft enthält neuen einen! Chronik-Teil und aktuellen Notizen Aufsätze, Er- Zählungen, Gedichte usw.: ״Auf dem Berge Lplirnim, in J״ktieani“, Ballade von D. Sehimonowic/, ״Die historische Stadt Dschah“ von E. HaItrccht, ״Die Wüste und ihre Bewohner“ (aus dem!.eben der Beduinen) von Blijahu Epstein, ״Janßcns“ und ״Zwei Schuhe“, Erzählungen von Bizn-Llul, ״Auf dem Wege der Verwirklichung“ (zur Jugcnd-Aiijaii aus Deutschland) von J, Eichenstein. Ferner bringt die N'ttmmer Märchen, Gedichte von Rachel, Stcinberg, Lew und Fania sowie Noten und Liedertexte, Theater- und Radiozettel und ein Vokabularium. Bestellungen an das Tarbutli-Dezernat der ZV! (Meinckcstr. 10. Zusendung gegen Vorein- Sendung von 0,30 RM. pro Heft zii/.üglieil Porto. Heft 1 ist vergriffen. Der Wettbewerb für die ״blaue Karte“. Iti diesen Tagen berief die Zentralwohlfahrtsstclle eine Jury. Es sollte, entschieden werden über die eingelaufenen Entwürfe für die ,.blatte Beitragskarte“. Wie soll die blaue Karte von 1938 391 aussehen? Die Bestimmungen des Preisausschreibens über« ließen den Teilnehmern die Wahl des Darstellungsstoffes. Man sah Köpfe hervorragender jüdischer Männer, die Stern- Zeichen, die uns nicht bloß von den antiken Mosaiken pakistinensischer Synagogen, sondern auch vom illustrierten Gehetbuch und manchem Kultgerät her bekannt sind, man sah denkwürdige Kunststätten und Symbole der Feste und des Brauchtums. Jeder Stoff erschien interessant und bedeutsam. Ausschlaggebend für die Wahl war die künstlerisch gültige Form der Lösungen, die die Stimmen der Jury einmütig vereinigten. Den ersten Preis erhielt Heinz Wallenberg, Berlin, den zweiten Fred Goldberg, Berlin, der dritte Preis wurde in geradezu salomonischer Weise, nachdem er erhöht worden war, zwei Künstlern zugesprochen, Grete Wiese 11 thal, Berlin, und Georg Pariser in Dortmund. Raitel W.-B. Sonderveranstaltungen für die jüdische Jugend. Der Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde wird gemcinschaftlieh mit dem Reichsausschuß der Jüdischen Jtigendverhände und dem Jugendpflegedezernat der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Sonderveranstaltungen für die jüdische Jugend durchführen. Aufgabe dieser monatlich geplanten Veranstaltungen ist es, Themen musikalischer und literarischer Art der jiidisehen Jugend nalieztibriiigen und sie zu eigener Kunstbetätigt!ng anzuregen. Es soll der Versuch gemacht werden, erste Künstler heranzuziehen, die sich in den Dienst dieser Sache stellen. Die erste Veranstaltung soll anläßlich des 90. Todestages von Felix McndclssoHn-Bartholdy ein ״Mendelsso)tn-Abend“ sein. Zwei jiddische Filme laufen jetzt in N e w York mit großem Erfolg, und zwar ״Grüne Felder“ nach Perez Hirsch- Beins Drama und ״Onkel Moses“.

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