Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 98 (10.12.1937)
- Date
- 1937-12-10
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 98,10. DEZEMBER 1937 Knapp - aber verdient! Frankfurt Handballmeister — Zwischenfälle beim Fußballspiel Leider waren, als die beiden Meisterschaftsanwärter im Handball am letzten Sonntag den Grunewald-Sportplatz betraten, die nötigen Voraussetzungen für einen vollendeten Kampf nicht gegeben. Durch den Regen war der Rasen glatt, so daß die 22 Spider nicht ihr volles Können unter Beweis stellen konnten. Wenn der Spielverlauf dennoch zeigte, daß Technik, Taktik und Beherrschung des Balles letzten Endes den Ausschlag zum Siege gaben, so ist damit der Beweis erbracht, daß zwei Meistermannschaf■ ten um den höchsten Titel, den der Deutsche Makkabikreis zu vergeben hat, kämpften. Der Sieg der Frankfurter war zwar denkbar knapp, aber es kann festgestellt werden, daß die bessere und überlegenere Mannschaft den Titel ״Deutscher Makkabimeister 1937“ tragen wird. Packender Spielverlauf Schon in den ersten 10 Miauten fielen 6 Tore. Durch zwei Strafwürfe des Frankfurter Stürmers Stein, der auch im späteren Spielverlauf zu gefallen wußte, stand es im Nu 2:0 für Frankfurt. Der JSK.-Sturjn, der sich anfangs mit dem glatten Boden schlecht abfand, dann aber, durch den Vorsprung der Gegner angestachelt, durch ebenfalls zwei Tore den Ausgleich erzielen konnte, machte während des ganzen Spiels einen höchst unsicheren Eindruck, wie man ihn bei dieser Mannschaft selten gewohnt war. Der sonst so zu. verlässige'Model v erpaßte mehrere Chancen, was um so mehr ins Gewicht fiel, als jeder Ball, der der Stürmerreihe der Oiste in die Hände fiel, eine Oefahr für das Berliner Tor bedeutete. Es ist besonders dem Frankfurter Mittelläufer ,Wellwärth, der der beste Mann des Feldes war, zu verdanken, daß der Ball immer wieder, wunderbar verteilt, an den Frankfurter Sturm gelangte, und so gelang es den Gästen bis zur Halbzeit, noch zwei weitere Tore zu landen. Nach der Pause wurde das Spiel etwas härter, jedoch nicht unfair, und es gelang der JSK. *Mannschaft gleich in der ersten Minute, ein drittes Tor zu schießen, dein kurz der Ausgleichstreffer folgte. Nach wechselndem Spielverlauf, in dem immer wieder Wellwarth überragte, gelang es den Frankfurtern, einen weiteren Trelfcr zu erzielen; jedoch konnten sich die Gäste dieses Vorsprungs nicht lange erfreuen. Zehn Minuten vor Schluß glich der JSK. ׳'rncut aus, und es schien, daß eine Verlängerung nötig sei, um den Meister zu ermitteln. In der letzten Minute jedoch konnte der Frankfurter Mittelstürmer Stein mit einem Weitwurf den Sieg und der! Meistertitel sicherstellen. Das 6 :5-Ergebnis (nicht, wie irrtümlich am Dienstag berichtet, 5:4) wird der Ueberlcgenheit der Frankfurter nicht ganz gerecht. Der JSK. ent¬ Bar Kochba Frankfurt am Main verwandelt einen Strafstoß täuschte insofern, als seine Mannschaft sich mit dem schweren Boden nicht so gut abfinden konnte wie die Gäste. Bar Kochba«Hakoah enttäuscht fn der Frankfurter Fußball-Elf spielte statt des Mittel läufers Herrsch Köhler im Sturm, während Orünebaum in die Läuferreihe zurückging. Die Berliner Hakoah hatte es der schnellen Arbeit des ne« errichteten Schiedsgerichts des Reichsausschusses Jüdischer Sportverbände ru verdanken, daß der Verteidiger Sperber noch in letzter Minute in der Mann■ schaff mitspielen konnte. Sperber könnte übrigens mit diesem Spiel auf sein zehnjähriges Mitwirken in der Berliner Hakoah-Mannschaft zurücksehen. Man vermutete vor dem Spie! mit Recht, daß ein ausgeglichener Kampf zu sehen sein wird, jedoch sahen sich die Anhänger des Berliner Bar Kochba enttäuscht, als es bereits nach wenigen Minuten 3:1 für die Gäste stand. Nachdem der Berliner Rohrstock in der ersten Minute einen 1 :Ö-Vorsprung sichergcstellt hatte, übernahmen die Frank• furter das Kommando. Rücksichtslos deckten die Frankfurter die Schwächen der Berliner Mannschaft auf, und eine Flanke wird unhaltbar zum Ausgleich verwandelt. Nach vveiteren zwei Minuten liegen die Frankfurter bereits in Führung. Die Berliner י iuferreihe bekommt den Ball nicht aus dem Strafraum heraus. Der Frankfurter Mittelstürmer gelangt in den Besitz des Bailes und schießt aus dein Stand ein weiteres Tor. Nach weiteren drei Minuten steht es sogar 3:1 für Frankfurt, als der Halbrechte eine wunderbare Flanke durch einen Schrägschuß verwandeln kann. Die Frankfurter sind auch weiterhin im Angriff, doch endlich kommt die Berliner Deckung ins Spiel und kann jeden weiteten Erfolg bis zur Pause verhindern. Mit 3:1 für Frankfurt geht es in die Halbzeit. Nach der Pause ist Frankfurt drückend überlege«, und in den ersten zwanzig Minuten spielt nur eine Mannschaft: Bar Kochba Frankfurt. Der Berliner Torwächter Korn macht einen sehr unsicheren Eindruck, so daß für Berlin das Schlimmste zu befürchten ist. Einige Entlastungsvorstöße der Berliner Stürmerreihe scheitern an der guten gegnerisehen Verteidigung. Der Berliner Mittelläufer sperrt den Mittelstürmer der Gäste an der Strafraumgrenze unkorrekt, und der Strafstoß wird von den Frankfurtern unhaltbar verwandelt. Jetzt beginnt die Berliner Stürmeireihe ihre Angriffe gegen das Frankfurter Tor planmäßiger vorzubereiten, die Frankfurter Hintermannschaft wird unsicher, und eine Flanke des Linksaußen wird von Rohrstock zum zweiten Treffer für die Hakoah verwandelt. Der Kampf wird jetzt hart. Der Berliner Mittelstürmer Hilkowitz überläuft die Frankfurter Verteidigung und wird kurz vor dem Tor gelegt. Der Schiedsrichter gibt einen Elfmeter, der von Hilkowitz unhaltbar verwandelt wird. Bedauerlicher Spielabbruch Nur noch 4:3 für Frankfurt und zelrn Minuten Spielzeit. Die Frankfurter Mannschaft fällt völlig zusammen, der Verteidiger Gigursky begeht einen Foul und sein Platzverweis folgt. Auch der Frankfurter Mittelstürmer Meyer wird des Feldes verwiesen; die Berliner.dräu- P. . telstürmer der Hakoah“ blitzschnell zum Ausgleich ausgenutzi Nach dem Anstoß ist das Spiel auch gleich beendet. Ein Frankfurter Spieler gibt sich mit der Schiedsrichter-Ent- Scheidung nicht zufrieden. Eine bedauerliehe Unaisziplinierthcit, die den Schiedsrichter zwingt, das Spiel beim Stande von 4:4 ab zu brechen. — Das Präsidium des Deutschen Makkabikreises hat sofort eine Untersuchung eingeleitei und eine Kommission beauftragt, die Schul dlgen dieser Zwischenfälle zur Rechenschaft zu ziehen und sie strengstens zu bestrafen, um die Wiederholung eines derartigen Ver- Foto: Martin D,״b״ fall■ zu unterbinden. Schwimmen und Fußbail in Palästina Internationales Schwimmfest der Haokah Wien Wie bereits kurz in der Dicnsfagsausgahe berichtet, veranstaitete die Hakoah Wien am Wochenende ein internatio na!cs Schwimmfest, das neben den besten Schwimmern des Veranstalters eine Beteiligung des Bar Kochba Bratislawa und des Hagibor Prag aufwies. Bei ausgezeichnetem Besuch waren bemerkenswert gute Leistungen zu sehen. Den Dam en- Kltibkampf gewann die Hakoah gegen Bar Kochba mit 46 :29 Punkten, im Herren -Damen-KIubka in pf war ebenfalls Hakoah Wien mit 85:82 Punkten siegreich, wäh- Terid Bar Kochba Bratislawa im Klubdreikampf mit 149 Punkten vor Hakoah mit 113 und Hagibor mit 91 Punkten siegreich blieb. K a r p e I e s, Bar Kochba Bratislawa, konnte Ober 200 m Brust mit 3:11,8 Min. einen neuen MakkablWeltrekord schwimmen, während Hcdi Wertheimer, die auf der gleichen Strecke den Makkabiweltrekord hält, infolge eines Schwächeanfalles aufeben mußte. Besonders spannend verlief der Was serba IIam p f zwischen der Hakoah und dem tscheclioslowakischeu Meister Hagibor. Die Wiener konnten ein Unentschicden erreichen, nachdem die Gäste bereits mit drei Toren geführt hatten. Ergebnisse! Ilerren-Crawlsfliwimmen. 400 Meter: 1. Frucht (Bar Kochba, Prcbburg) 6:19! 2. Kulka (tlakoah) 5:20,2. - Damen- Cra»־Ucl»win!!״en, 100 Meter: 1, I'iek (Ilakoal!) 1:19; 2. Back (II al-.oali) 1:19,0. — I lorren-Riickcnschnimmen. 100 Meter: 1. Baderle (Bar JmxUxi) 1:14.9: 2. Heran (liagibor) 1:19.8. — Herren-Brust* schviri/iicn, 2C0 Meter: 1. Kihogfn (Hakoah) 2:50; 2. Craumann (H :::.:be;]׳ .3:02,4 (״— I!erren-Crawü!At[d. vierrra.11 200 Meter: 1. Bar Kod.ha (Ii.1:Ic:'c, Dr. S!,1:״er. FOHes. Frucht) 10:09,3; 2, Hakoah (!)!:!יד•!;.;!׳, Iib!:..tr!n, Feing׳>M. Kulka) 10:19.8. — Da:ncn-I..a״cn<naffel: Hakoah (K! < ־;׳:dl er, VVerilu'nier, Pickj disqualifiziert, Bir Kochlra (Kcp|u.'h. Sieger. K.u:h::cs) 4:27. — 4CO 'Meter Crawl, Damen {Klubkarrpt); 1. Rek (Ha'k׳'ah) 0:22,4; 2. Fichtner (Hakoah! 6:30,8.-- loa Meter Crawl, Herren (Klubkamp!): 1. Frucht (BICB.) 1:02,8: 2. 10! des (!(KR.) 1:04,2. — 100?Meter Rücken (Klubkampf): 1. Kreimüer (il.ikoa!;) 1:28; 2. Keppkl: (BKB.) 1:32.2. — 100 Meter Brust. Juiwmanoen: 1 F;!״rgtr. (Hnkoal!) 1:18,4. — 200 Meter Crawl, Jünglin1 :•-)״. i)u;c;!er (tlikoa!!) 2:32.9, — 200 Meter Brust, Herren (K!:!’C cnpf): 1. ' K,1r:-׳!,-i (HKR.l 1:11.2 (Makkabi-MVbrckord); 2. Lu tag (Hakoah) 3:22,3. — 100 Meter Crawl, Herren (3. Klasse): 1. Herr (KW'ASK.t und 2. KOrpncr (HKB.) totes Rennen 1:07,4. — Drei.100!1:1 ״ Mrter L,gvn,:aitcl. 1 lenen (K'.ubkampt): l.BiCR 3:39,4; 2. flakce.h 3:4•״!. — Vicrrna! 100 Meter CrawLtnffel. Daunen (Klubk»mp(): 1. Hake::!! 5:28.9: 2.!SKR. 5:50,8. — \V;1.5serbr»!I: Hagibor ge-ecii Bar Kivhba 3:5 (4:5); Hagibor (Prag) gegen Hakoah 4:4. Rundblick auf die Sportplätze Berlin. Enli ball: Hakoah A. 11. gegen Hagibor 2:1; HaRoah I. Jgd. gegen JSO. II. Jgd. 5:0; Hagibor II. Jgd. gegen Hakoah II. Jgd. 2:1; |5K. II. Jgd. gegen JSG. III. Jgd. 6:3; Hakoah IV. Sch.'gegen JSG. III. Sch. 1:0. — Handball; Dar Kochba A. H. 1 gegen Makkabi I 6:2; Frauen Kanu I gegen Bar Kochba V 1:1; Frauen JSK. 1 gegen Bar Kochba HI 10:0. — Hockey: Damen Bar Kochba I gegen JSG. 1 1:1; Herren Bar Kochba I gegen Bar Kochba!17:0. ’* Dresden. Fußball: Bar Kochba Dresden gegen Schild Dresden 3:0. — Handball: Damen Bar Kochba Dresden gegen Schild Dresden 2 :1. * Frankfurt. Ein Jugend ■Bosekampfabend des Philanthropin erbrachte bei Beteiligung von Philanthropin, Schild Frankfurt, Schild Wiesbaden, Bar Kochba Frankfurt, Hakoah Frankfurt und Mainz schöne Makkabisiege. lötvy (Hakoah Frankfurt) wurde Punktsieger über Rothschild (Philanthropin), Lilienfeld (Bar Kochba Frankfurt) Punktsieger über Preis (Wiesbaden), Griinfekl (Hakoah Mainz) Punktsieger über Reis (Schild Frankfurt), W. Stern (Hakoah Frankfurt) Punkt- Sieger über Frank (Bar Kochba Frankfurt). Technisch besonders schönes Boxen sah man zum Schluß noch in einem spannenden Schaiikatupf des Jugendboxers Neubauer (Bar Kocht),! Frankfurt) gegen den Schild-Reichsmeister im Bantaingewicht I.angitiatm (Schild Frankfurt). — Im Tischtennis schlug die Hakoah Frankfurt der! Schirls portverein Philanthropin Frankfurt überlegen mit folgenden Ergebnissen: Hakoah Frankfurt 1! gegen Philanthropin Frankfurt 1 10:5 Punkte in 23 : 16 Sätzen; Hakoah Frankfurt 1II gegen Philanthropin Frankfurt II 13:2 Punkte in 26:7 Sätzen, Was bringt der Sonntag? Berlin. Fußball. Grunewald: 14 Uhr: JSG, I gegen Hakoah II; 12.50 Uhr: JSG. I. Sch. gegen Hakoah I. Sch. — Schäfersee: 0 Uhr: JSG. fl. Jgd. gegen Hakoah II. Jgd.; 10.30 Uhr: JSK. II. Jgd. gegen Hakoah III. Jgd.; 12 Uhr: JSG. I. Jgd. gegen Hagibor 11. Jgd.; 13.30 Uhr:־ JSK. I. Jgd. gegen Hagibor I, Jgd. — 0 Uhr: Hagibor III. Jgd. gegen Hagibor IV. |gd.: 10.30 Uhr: ISO. 1IL Sch. gegen Hakoah V, Sch.; 11.40'Uhr: Hagibor IIL Sch. gegen JSK, IV. Sch.; 1150 Uhr: JSO. IV. Sch. gegen Hakoah IV. Sch.; 14 Uhr: Hagibor IV. Sch. gegen JSK. Hl. Sch.; 15.10 Uhr: Hagibor I. Sch. gegen JSO, 11. Sch. — Mariendorf: 0.15 Uhr: Hakoah V gegen JSO. V; 10.55 Uhr: Hakoah IV gegen Hagibor A. H.; 12.35 Uhr: Hagibor III gegen JSG. III; 14.15 Uhr: JSK. 11 gegen JSO. II. — Handball. 10 Uhr: Männer Hagibor I gegen Bar Kochba II; 9 Uhr: Männer Undine I gegen Bar Kochba IV; 10.15 Uhr: Männer Kann II gegen Bar Kochba A. H. II; 12.45 Uhr: Frauen Bar Kochba I gegen JSG. II; 13.45 Uhr: Frauen Bar Kochba II gegen Bar Kochba III; 14.45 Uhr: Frauen Bar Kochba V gegen Bar Kochba VI; 0 Uhr: Jugend Bar Kochba II gegen Boxclub 11; 10.15 Uhr: Jugend Bar Kochba III gegen Boxe! 11 b I; 11.30 Uhr: Frauen Kanu I gegen JSG. V; 12 Uhr: Mädchen Bar Kochba 1 gegen Bar Kochba III; 13 Uhr: Knaben Bar Kochba IV. Jgd. gegen lioxelub II. Frankfurt a. M, SondershauserStraße: Fußball. 10Uhr; Bar Kochba Frankfurt II. Jgd. gegen Schild Frankfurt II. Jgd. Hanau. FuBball. 13.30 Uhr: JJB. Hanau Schüler gegen Hakoah Frankfurt Schüler;. 14.45 Uhr: JJB. Haj!3u Jugend gegen Hakoah Frankfurt Jugend B. Ottenbach. Fußball. 10 Öhr: Bar Kochba Offenbach Schüler gegen Bar Kochba Frankfurt I. Sch.; 11 Uhr: Bar Kochba Offenbach Jugend gegen Bar Kochba Frankfurt I. Jgd. Im Zeichen der III. Makkablah: Makkabl-Leistungsschau In Frankfurt am 11. Dezember, 20 Uhr, im Philanthropin, Hebelstr. 15. Im Programm: Turnen, Gymnastik, Boxen, Hockey, Fußball, Handball, Pyramiden, Lustiges Faustball- Bpiel u.8. m. Es spielt die Kapelle Eger. Schwimmen Nach Schluß der Schwimmsaison ist es möglich, einen kurzen Ueberblick über die Ereignisse und Fortschritte, aber auch über die Schwächen des palästinensischen Schwimm- Sports zu geben. Der Länderkampf gegen Griechenland und die Tournee nach Aegypten waren jüdische Sportereignisse. Was die Tournee nach Aegypten anbelangt, so wird der Erfolg der palästinensischen Wasserballer dazsr angetan sein, den so wertvollen Sportverkehr mit den Nachbarländern ras fördern und produktiv für die eigene Sportarbeit auszuwerten. Die Wasserballmannschaft des Makkabi Erez Israel hat aber darüber hinaus noch weitere Erfolge erzielt. Die internatioaalen Kämpfe gegen ״Enfants de Nepturie“ Beyrouth (Meister von Syrien und Libanon), gegen die griechische Auswahl- Sieben, gegen Hellenigne Sportclub (Alexandrien), gegen Rowing-Club (Port Said) Und gegen Sclection (Cairo) konnten sämtlich zu Siegen ausgestaltet werden. Lediglich das Match gegen den Meister von Aegypten ging verloren; allerdings muß hier in Betracht gezogen werden, daß dies das vierte Spiel innerhalb einer Woche war und die Reise die beteiligten Spider stark überanstrengt hatte. Auch der Schwimmsport konnte in der letzten Zeit garte Erfolge zeitigen. Mehrere Rekorde sprechen für das Interesse und die Intensivierung dieses Sportzweiges in Erez Israel. Erzl verbesserte die 50-m־Crawl-Zcit auf 27,5 Sek., Tinshemet die KW-m-Crawl-Zeit auf 1:03 Min. und die 200-m- Crawl-Zeit auf 2:27,6 Min. Varo stellte einen neuen Rekord über 400 m auf (5:28,8 Minuten) und schwamm die 1500 m ln 22:34,2 Min. Erwähnenswert ist auch noch der neue 4x50-m- Crawl-Rekord mit 1:56 Min., das bedeutet einen Durchschnitt von 29 Sekunden. Sehr gut ist es mit dem Nachwuchs bestellt. Hier sind besonders Musil Falkenbaum und Leska Biger hervorzuheben. Bei den Frauen konnte Tehitla Reichert den 50-m-Crawl-Rekord auf 35,8 Sek. verbessern und schwamm die 100 m in 1:21,7 Min. und die 200 m in 3:04,6 Min. Di* Zeiten sind für jugendliche außerordentlich gut Der Frauen-Schwimmsp»rt steckt freilich noch sehr in den Anfängen, uni wenn auch zwei oder drei gute Leistungen erzielt worden sind, so darf das nicht ־über die allgemeine Schwäche himwegtäuschen. Es mangelt die richtige Schu- Jung. Das vorhandene Material ist zwar hervorragend, aber es fehlt noch ein geeigneter Sprungtrainer. Einen anschaulichen Einblick in die Lage des palästinensischen Schwimmsportes vermittelt ein Brief aus Palästina, in dem es u. a. heißt: ״Wenn wir 1ms die Frag« vorlegen: können wir mit dem Erzielten zufrieden sein, oder hatte es noch besser sein müssen, so glaube ich behaupten zu können, daß wir das Maximum des Möglichen •erreicht haben. Es soll das natürlieh absolut nicht heißen, daß wir uns jetzt zufrieden geben werden und uns auf unseren Lorbeeren ausruhen _ wollen. Nein, wir werden weiter arbeiten und wir wollen _ weiter vorwärts kommen. Wenn ich vorher sagte, daß wir zufrieden sein dürfen, so ziehe ich die schweren Bedingungen in Betracht, unter welchen unser Sport leidet. Wir haben z. B. keine Möglichkeit, im Winter zu trainieren, was eine unfreiwillige Pause von fünf Monaten im Jahre ausmacht. Hinzu kommt, daß wir nur ein Stadion im Lande haben. Man denkt endlich ernstlich daran, auch in Tel Aviv ein Sportbad zu errichten. Dann erhoffen wir uns allerdings für den Schwimmsport in Erez Israel den großen Aufschwung.“ FuBball Die Spiele um die Meisterschaft des Fußball verbände« von Palästina naben ihr Ende erreicht. Durch den Sieg über Makkabi Petach-Tikwah sicherte sich Makkabi Tel Aviv eindeutig die Fußball-Meisterschaft von Palästina 1937. Liebster und Bergmann sichern Oesterreich den Tischtennissieg. Erwartungsgemäß konnten die österreichischen Tischtennisspieler diesmal den Linderkampf mit 5:4 Punkten evvinnen. Liebster siegte gegen Hazi, Bergmann schlug ellak und Soos, während Bellak (Ungarn) gegen den Oesterreicher Schedivy siegen konnte.