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Jüdische Rundschau · 1937-12-07 · Heft 97 (7.12.1937) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 97 (7.12.1937)
Date
1937-12-07
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 97 7. XII. 1937 JÜDISCHE RUNDSCHAt Seife 7 jCefote SpoiUwQM&se’ Berlin: Die Emlrundcn der 'Makkabi-Meisterschaften im' Handball und Fußball sahen im Handball Bar Kochba Frankfurt über JSK. mit 5:4 als Sieger, während das Fußb a 11 s p i e 1 zwischen Bar Kochba-Hakoah Berlin und Bar Kochba Frankfurt mit 4 : 4 unentschieden endete. Frankfurt a. M.: Boxen: jugendkämpfe des Pliilanthropin Frankfurt. Die Boxer der Hakoah Frankfurt, •des Bar Kochba Frankfurt und der Hakoah Mainz erfolgreich. England: David Weichcrt von der Universität Statnford übersprang im Stabhochsprung 4,11 m. Tschechoslowakei: Die 4x400-m-Staffel des Hagibor Prag unterbot den tschechischen Rekord mit der Zeit von 4:34,7 Minuten. Oesterreich: Im Wiener Diana-Bad fand am Sonntag das Schwimm fest der Hakoah Wien statt unter Beteiligung der besten Schwimmer des Bar Kochba Bratislava, des Hagibor Prag, der Hakoah Wien. Die 400-m-Herren-Crawl gewann Frucht vor Kuika, Frl. Pic'ka gewann das Damen-Crawl- Schwimmen über 100 m, im Herren-Rückenschwimmen siegte über 100 m Baderle, Eibogen gewann die 2ÜO-m-Herren-Brus1 und Baderle, Dr. Steiner, Foldes und Frucht konnten die 4x200-m-Crawl-Staffel siegreich beenden. Das Wasserballspiel zwischen Hagibor Prag und Hakoah Wien endete 4:4 unentschieden. Ungarn: Das T i s c h t e n n i s - L ä n d e itr e f f e n zwisehen Oesterreich und Ungarn nahm am Sonntag in Budapest seinen Anfang. Auf österreichischer Seite spielen u. a. Weltmeister Bergmann und der Staatsmeister Liebster, während Be Hak die ungarischen Farben nütvertritt, Südafrika: Sidney Kiel lief die 1I0 m in 14,6 Sekunden. Der Weitrekord über diese Strecke steht auf 14,4 Sekunden. USA.: Sam Levy warf den Diskus 52,57 in weit. Postschlüsse nach Uebersee Vom 7■ bis 15• Doseniber (ohne Gewähr) Die angegebenen Zeilen sind die A b g a n g s Zeiten der Züge bzw. Flugzeuge aus Berlin. Die Sendungen müssen in Berlin so rechtzeitig aufgegeben werden, daß sie 1—1'5 Stunden vor Abgang bei der zuständigen Bnhnhofspostansialt (Flugpost beim Postamt SW 11) vorliegeri, oder unmittelbar zu den angegebenen Zügen oder Flugzeugengebracht werden. Anschluß im Reich entweder bei Durchgang der Züge bzw. Flugzeuge oder durch Sendung naih Berlin oaer direkt an die Zwischenstatior.cn. Bei der Aufschrift empfiehlt sich die Anbringung von Leitvermerken. Palästina: 7. Anh. Bhf. 22,12, (״< ierusalemtne“), 13. Haifa; 8. An!.. Bhf. 21.58, 14. Haifa; 10. Anh. Bhf. 21.58. 15, Haifa; 11. Anh, Bhf. 21.58, 17. Haifa; 12. Anh. Bhf. 21.29. 17. Haifa; 14. Anh, Bhf. 22.12, (״Galilea“), 20. Haifa; 15. Anh. Bhf. 21.58, 21. Haifa. Luftpost: Jeden Sonntag, Dienstag, Donnerstag. Flug 8.30 nach Ront. 11.25 München, an Haifa nach 2 Tagen (Linie Brindisi— Haifa über Rom—Brindisi). Jeden Freitag. Flug 0.30 nach Bagdad, an Palästina nach 2 Tagen (Linie Berlin—Athen—Bagdad). Jeden Sonnabend. Flu8.30 ״ nach Rom. 11.25 München, an Lvdda nach 2 Tagen (Linie Amsterdam-—Bandocng III über Neapel). Vereinigte Staaten von Nordamerika! 8. Charl. 11.20, 9. Cherbourg (״Europa"), 14. New York; 9.Charl. 11.20, 10.Chetboarg (״Deutschland"), 17. New York; 10. Charl. 11.20, 11. Le Havre (״Champ- 18. New York: 14. Charl. 11.20, 15. Le Havre (״Manhnttau"), 22. New York. Südamerika: 9, Anh. Bhf. 22.12, 11. Neapel (״Oceania“), 23. Rio, 27. IS. Aires; 11. Charl. 11.20, 14. Lissabon (״Almanzora“), 27. Rio, 31. B. Aires. Luftpost (auch nach Mittclamerika und We-tindion): Jeden Mit.twach (DcutKrhe Luftpost), Flug 23.35 (Postschluß 21.00), Donnerstag 5.00 Frank für;-Main, Sonnabend Rio, Sonntag Buenos Air«. Jeden Sonnabend (Fraitziiäsche Luftpo-tf. Flug 12.00 (Postschluß 9.30) nach l'aiis, 14.55 Köln, Dienstag Rio, Mittwoch Buenos Aires (nicht nach Bolivien). Südafrikat 9. ]■'ricdrichslraßc 13.58 nach Hannover, 10. Southampton (״AtMmie C"). 24. Kapstadt. Luftpost: Jeden Dienstag und Sonnabend: Flug 8.30 nach Rom, 11.25 München, an Kapstadt nach 7 Tagen (Linie London—Kap- Stadt über Brindisi). Aenderungen im Luitpostverkehr nach Palästina. Der Luftpostverkehr von Deutschland nach Palästina ist einer vollständigen Neuordnung unterzogen worden. Au drei Tagen der Woche werden die Luftpost- Sendungen künftig mit der neu in Betrieb genommenen Linie lirindisi—Haifa befördert werden. Die Post wird dieser Linie mit de־.! Flugzeug Berlin—Rom zugeführt. Auch die neue Linie Berlin— Athen—Bagdad wird künftig Post nach Palästina befördern. Dafür kommt für Luftpost aus Deutschland die Linie London —Singapore gänzlich in Fortfall. Im ganzen wird jetzt wöchentlich fünfmal, sta.lt wie bisher viermal, die Post nach Palästina befördert. Auf jeder der verbleibenden 3 Linien gelangt, die Post in 2 Tagen nacli Palästina. Aufschriften bei Paketen nach Palästina. Die Fostverwaltung von Palästina bat in letzter Zeit wiederholt darüber Klage geführt, daß Absender von Paketen sogenannte Vorausverfügungen für den ],'all der Unzustellbarkoit in einer Sprache abfassen, die in Palästina unbekannt ist. Die einzelnen Postamt alten werden daher von jetzt an darauf zu achten haben, daß etwaige Vorausvcrb'igungen auf Postpaketen nach Palästina iri französischer oder englischer Sprache gehalten sind. Flugzeug mit PalSstinaposf verunglückt. Das am letzten Freitag von Berlin ge-tarlete Flugzeug der Linie Berlin—Athen—Bagdad, das auch Post nach Palästina mit sich führte, ist bei München verunglückt. Die Post konnte geborgen werden, wird at>er in ihrer Zustellung eine gewisse Verzögerung erfahren. Schulungstagung der Pflegestellen und Adoptionsvermittlungszentrale. Anfang November fand in Düsseldorf eine Schulungstagnng der Zentrale für jüdische Pflegestellen und Adoptionsvermittlung statt, die sowohl die verantwortlichen jüdischen Instanzen wie Zeutralwohifahrtsstelle, Frauenbund, Reichs Vertretung, Anstaltsleiter, Vertreter des Lehrer• und Rabbinerverbandes u. a. m., wie auch vor allen Dingen zum erstenmal die Pflegemütter zusammenrief. Fräulein Proi. Meyer rollte die Frage einer normalen Erziehung der Kinder auf, und die Damen Blank, Silber mann, Berlin, und Dr. Tisch, Elberfeld, machten mit den Schwierigkeiten und Problemen der Fiirsorgearbeii bekannt. Von Bedeutung waren ferner die Referate von Frau Grzymisch, Bruchsal, und Frau Levy, Mayen, die über die Erfahrungen mit den Jugendlichen wie auch mit den Pfleg«- und Adoptivmüttern sprachen. Den Höhepunkt aller Besprechungeri bildeten die Worte einiger Pflegemütter. Hier empfand jeder, daß es noch Möglichkeiten gibt, die Frage der Betreuung alleinstehender jüdischer Kinder durch den persönlichen Einsatz jüdischer Pflegeeltern vorbildlich 7.11 lösen. Die Leitung der Zentrale und an ihrer Spitze Frau Samuel, Elberfeld, hat mit der Zusammenführung der amtlichen jüdischen Stellen und den freiwilligen Mitarbeitern eine glückliche Atmosphäre für die Winterarbeit dieser notwendigen Kinderfürsorge geschaffen. Briefe an die Redaktion Einwanderung nach Paraguay Asuncion, 30. Oktober Sehr geehrte Redaktion? In Ihrer Nummer vom 17. 9. bringen Säe unter ״Briete an die Redaktion״ einen ilm<m vom Hilfsvercüi der Juden in Deut* hkjnd zugug.mgcmm Hiief betr. Kin Wanderung nacli Lara» guay, auf den wir folgendes zu erwidern haben: 1. Unser s»eincrmtiger Be• rieht über Puraguav imd die himvandcnings- und Erwerbsmüglichkoiten (siehe ..j. K.“ Nr. 63 vom 21937 ,8 .7־) wurde keineswegs ergebe;!, um grobe Auswaudcrernins’scn hierher zu ziehen. Es lag uns vielmehr wesentlich d.nrap. die vielen un• wahren Ucriiuhte zu widerlegen, die über Paragnuv als die ..grüne Hülfe“ in Europa zirkulieren. 2. Wir stellen fest, daß in dun von Europäern besiedelten 'Beilen des Südens und Süd• Ostens von Pamguav das gedin- (feste* Klima ganz Südamerikas heriseht. Wir verweisen auf die Gutachten der französischen Profcssnrenkoinmi'Won und eines ita■!Umsehen Exjrcramausschusses zur Pniiung der klimatischen Verhaitukse Südamerikas. 3• Es ist ni'.'ht dun Tatsachen entsprechend. cM> Paraguay keine jüriis he Zuwanderung wünscht. Richtig ist, daß Paraguay als Agrikulfur.-taat E;md wirte und nur Landwirte braucht, und unter diesen keinen Unterschied der Re! igionszugehörigkeit Uriivzcl, den 26. November Sehr gcehric Redaktion! Der in Nr. 93 veröffentlichte Bericht üben ״Die jüdische Emi* gration in Belgien‘* bedarf in seinem Ab-viU: Rechts■ und wirtschaftliche I-uge folgender .Ergänzung: Das Touristenv i s u 111. mit de!!! <.{!<.: me! -,Ion nach Belgien ein reisen, berochtigt nicht zum ständigen Auf. kennt. Dagegen wird sonst nur Angehörigen von AnsUbgeii augenblicklich der RuUchem er׳ teilt. Dien.: Gesetzgebung gilt aber für Juden wie für Nicht- Juden unturscl licdslo־• 4. Wir wissen wohl, dali manche andere Länder hü lauterika.־■. für vee-ahirdtme Beruf.-.- zweige mit gleichem Kapital befere Chan en bieten, aber wir wi •srii ebeis-oguh wie sehr sich andere Staaten dir Kinwan leimig von Juden vers׳!!ließen. Wir wollten mit unseren Angaben. Einzelnen hellen, denen eine andere Möglichkeit zur Auswandeiung ne iit gegeben ist. Hocha ehimig'voll D e 11 t n ׳׳ h - I s r a c 1 i t i 5 r h e O e m e i 11 ת c Asun e i <׳׳ n (Pnraguav) I. A. Der S: hrittfuh!er Dans Schlesinger Arm, der Red.! Mit den letzten Auslühnmgen des obigen Briefes dürlle die eigentii he Itedeutung des Problem-, um das es hier geht, bezeichnet sein. Einzelnen luden eine Ein- Wanderung-.־ und N u d< rb Möglichkeit zu ver-chatfen. durfte in sehr vielen Umbern m *gl: ־h .-ein, wo im־ eine großue Zahl von ]nnnigiaiilen aus ן " bbisUiei s oder wirtseh attlicla n Gründen kein Platz Et. in dieser Rieh״ tung bewegen ■Th daher auch vieltaeh die Benmhungfii de*( Hilfsvercins. Wir sMilEffen damit, die Debatte. enthalt im I. mde. AVer in Belgien .-.einen VWhn-mz nehmen will, muh. nach den ictz’cn Bestimmungen, mm AuMand her ein entsprechendes Gesuch an die belgische Gesandtschaft rieh• ten. Die Sürete Publique ist angewiesen, auf genaue Erftil- Iung dieser Vertilgung zu achten. Von Ausv eiMingen werden die• jenigen beholfen, die gegen die.-1־ Bestimmungen verstoßen. Wer in Belgien ein sclhsiandiges Unternehmen zu betreihen wünscht, muß beim Ministere des Attaiic- Econmiüque•, einen <fefa filierten Antrag einreichen. Diewr wird nicht nur von dem GeT'lit spunkt auge• prüi:, ob ein soi.־-:lu־> Untermh• men eine! ber׳dm Ixotehenden Firma Konkiurau macht, son- Breslau. 26. November Sehr geehrte Redaktion! Um den Terror öer Araber Pa.läuina wi.L atu l)ek.1mj)f-.׳u 7u können. dürft:־ es .-Eh empiebkm, (k׳r Mand.itann.H ht naehlo'g, •!- den Vorschlag zü unturbi c:!!>; ״Die Mamlatarnuif'ht wird kiiaftighin für jede:, dm 11 Ar..brr in p.1ki-!:1;a get-׳!e!eu Juden 50 und tür :eben vorfevi■ ׳ >!>;׳! ח 25 XertilikdU' u; ־er die;;1׳■an:! (* >;ge-etzte Za Ul ihn;oo z;; V< r fiigung 1!י!!['>'■־, \t;!,h :,!■ m m־ halten die K! 1 >c11־ de- ( eOOO M, der \daleem■ .Mer d-r kuf1׳. K,1 jcinei ii eia S ■ :1 k l.,r d .m י der!;׳•!all• öde: u d־!e:. N!■',,• Sie!1!mg ,mg:;;2־׳.:, in de! a:a biaihai (aemuuTc u.׳:!:t vmiiau• Bedin, 25- November In dem Au!U•] ü!״t d«m ..Ju diseimn \ erlag“׳ in Nr. 9:1 v׳׳m 12. November wird au׳ cd-mtet. da6 die ..Kd־,•!• lücmdc ' ־ho Vf' iag>!edig'd■ h c 11■- l Uh - g׳cw׳oen .-.ei. en; \■ ׳! i■!,! :e doch in keiner \\ e:-e den T.u Äaehcn. A's d-r Un1e17.ei־.־i1m te im Mai 1905 am \'c! mb i-mng David V ulma!,;1׳- die l.eitnng des U r;to׳ ncb. men t1!)ernahfn. wufdo eine re;ge \-cUag~f.f!!,:;Ivi! Begonnen. Jak־ibu5 Karins .,U;cz Israel“ erohioa neben ilemdern and! daiauf hin. ob es den allgemein-wirtsch.1 ft liehen Inter» ■es.ven des!..indes föiderluh isL Die A1! )!׳:' -r rlanbnis al- Arbeitnehnrer wird s׳Thm1 Emi» grauten in der Regel ”gegeben, die von der DitcrminUtrricllen Ivomnd-Öm ab> ITinh.Umge an* c:kaun? worden sind. Dr. Arthur Fuchs den, סג kann ein entsprechendes Grundstück auch außerhalb der beim•׳eten < Gemeinde enteig» ne! und den Bereeluigtcn ZUgewicM־!! werden. Die in die• ■ (’in Fade zu zahlende A'ergü• tung hat die *veidüchtigte Oenuindc;01 den durch die Ent-!ignung BetH'fdh'nen zu leisten.“ T’n den Aral>ern daran g€- h-geu i-t. die j!idi> 1׳ k* Einwanderung moglieh-t niedrig zu hal- :חס u; :■! Men Deberg.t!1g arabi. .11 ׳!{ י B• dcn■• an Juden zu vcr. bind( in. o dn 11 tc dume ^!aß• iniiihc am t־'!io0־en dazu l>«i• mm!, Au-•■ hi eitungeit zu verkm ’•־־! n.;׳ de! * dli-l Idervon Ui,: gm:., r! Wckung zu eru.tfJci;. ab■ v״a d< ־׳ Androining v1!י־ lode׳- un I Krciheit*strafen, Re 'Aalt Dr. Z e 11 ne ז n li Imoo .,^pr.mb׳; n der Ju-!ho /u1 ׳ 1 ־ ■ And ■•״H von Rujipins ,.Ju ic1׳ de- (;. gonv ,;H“. und zu M,:\ Nmdim 60. (':eburt^tag 1!r״c; ,.Redoi» und Schriften“ :1 ׳סי in!׳ Vmrt:h' Sokolows. In Ve b;b:1hj :ui' einer oster• umhoU) •1i im-hen SiudentenveTcinigung (:!■schien dann noch 1912 ein Nachfahre dos ..Almanach 5063״, der jü ü isclie Almanach 5673 und, wohl eine besondere wr!־ gci j.o be Tat. die deutsche Er-öauqgubo von Bia’iks Gedieh־ ten in der l.'ebersetzun״ von Ernst Müller. Karl Levy Einwanderung nach Belgien Mittel gegen Terror Der ״Jüdisdie A erlag” Ausländerrecht fn Schweden. Unser Stockholmer HR.• Berichterstatter schreibt uns: Ein Ausländer hat das Recht, sich drei Monate besuchsweise im Lande aufzuhalten. Derjenige, weicher ihn hei sich aufnimmt, hat ihn unmittelbar anzumelden. Eine Geldstrafe von 1000 Kr. ist jetzt dafür angekündigt, wenn dies unterlassen wird. Die Anmeldefrist ist von 12 auf 24 Stunden nach der Ankunftszeit herabgesetzt worden. Eine bedeutende Erhöhung der Strafe (Geldstrafe bis zu 5000 Kr.) ist festgesetzt für Arbeit 011 ne Genehmigung. Die Arbeitserlaubnis (die vom Arbeitgeber einzureichen ist) wird nur in den seltensten Fällen erteilt. Ah 1. Januar treten demgegenüber Erleichterungen der Gesetze für noli• tische Flüchtlinge ein. Man schätzt die Zahl der jüdischen Einwanderer in Schweden auf 800—1000. Der Präsident der Jüdischen Gemeinde in Charblrs, Dr. A. Kaufmann, drückte dem japanischen General Y a m a moto anläßlich seines Scheidens aus Charbin den Dank der jüdischen Bevölkerung für die tatkräftige Verteidigung ihrer Interessen aus. General Yamamoto führte in seiner Antwort aus, daß er seine freundschaftliche Beziehung zur jüdischen Bevölkerung fortsetzen wolle. Aktive Mitgliedskarten (Künstlerkarten) des Reichsverbandes der jüdischen Kulturbünde in Deutschland. Die aktiven Mitgliedskarten (grau) für die dem Reiehsverhand der jüdischen Kulturbünde angeschlossencn Künstler und Vortragende verlieren am 31. Dezember 1937 ihre Gültigkeif. Die Ausgabe der neuen Karten (Wau) für das Jahr U) 5S hat bereits begonnen. Die aktiven Mitglieder des Reichs• verbandes werden hiermit ersucht, zwecks Erneuerung ihrer Mitgliedschaft für 1038, ihr Lichtbild in Paßformat, sowie den Jahresbeitrag von 2 RM. auf das Postscheckkonto des Reichsverbamies der jüdischen Kulturbünde in Deutschland, Berlin SW 19, Stallschreiberstr. 44, Postscheckamt Berlin 3648, einzusenden. Soweit die Mitglieder ihre graue Karte zu Veranstaltungen im Dezember nicht mehr benötigen, wird um deren Einsendung an den Reichsverband gebeten. Bei Einsendungen von Lichtbildern muß auf der Rückseite der Name des Einsenders deutlich geschrieben sein. Hebräische Spiele. Im Verlage Hatekufa, Tel Aviv, sind eine Reihe ganz reizender hebräischer Spiele erschienen, die in Palästina gewiß sehr viele Freunde erwerben werden. Sie sind he rausgegeben von L. Awishaj und N. Melumaeh, während die Zeichnungen von Chana Epstein stammen. Es handelt sich um ein Bilderlotto, ein Ausschneidespiel und ein Malbuch. Alle drei Spiele benutzen dieselben Motive, nämlich in der Hauptsache Bilder von Feiertagen, die einmal im Mittelpunkt des Lottos stehen, dann die Vorlagen zum Ausschneiden und Aufkleben bilden und schließlich auch im Malbuch auftreten, Die Bilder sind sowohl in der Form wie in der Farbgebung sehr schön und entsprechen modernen pädagogischen Vorstellungen. Die Spiele zeigen in Anlage und Ausstattung, daß heute auch auf diesem Gebiete bereits vollwertige Leistungen in Palästina zu erzielen sind. — Die Bundesleitung des Esra Pirche Agudas Jisroel hat zugunsten der Unterstützung mittelloser Jeschiwabesucher für ihre Mitglieder ein Quartett unter dein Titel ״Arba mi jodea‘• herausgebracht, das hebräischen und deutschen Text enthält. Juden und Jüdisches im Rundfunk. X Am Dienstag, 7. Dezember: Preßburg (2920.20 .(9־: Hebräische Melodien. — Am Mittwoch, 8. Dezember: \J.-(,)slrau (270), 10.40: Poesie und Fit״.' ts.-heo!גischer jüdisch«־ D'f)>ter. — Am Donnerstag, 9. Dezember:!Wim! (325). 19.35: ״Pas ocloble LamL, Hö!-piel nash täuer NnvrlP von will. —!.von (463), 21.30: ,.Parker Leben" von Oli'enha11■.׳. -- M . Ostrau (270), 21.35: Professor Erwin Schulhoff spielt Beethoven. Selbstanzeige J. Malkiel: ״Einführung Ins Spanische für jüdische Auswanderer“. J. Malkle!: ״Einführung ins Portugiesische für jüdische Auswanderer“. Berlin 1037. Die beiden Bücher verdanken ihre Entstehung einer Anregung der R e i c 11 s v e r t r « t u 11 g, da die vorhandenen Werke den be-onderen Bediirlnissen der jüdischen Auswanderer kaum gerecht werden. Der Lesestoff berücksichtigt, ohne daß die allgemeinen Belange zu kurz kommen, hauptsächlich das B e r ti f s 1 e b n!. Erzählungen, Gespräche, Uebersefzungcti und Beispiele sind gleichmäßig auf dieses eine Ziel ausgerichtet, zeigen also den Siedler, den Kaufmann, den Handwerker, vor allem auch die Hausfrau und die Jugend bei Her Tagesarbeit. Dazu kommen knappe Berichte und Hinweise auf die Landeskunde Südamerikas, auf das jüdische GeineinschafLswcrk 11 er ICA, auf kulturelle Be- Ziehungen der Juden zu Spanien und Portugal. Das Ganze wird durelt Ausschnitte aus!im Zeitungen vervollständigt, wie denn auch der meiste St0ff einheimischen Quellen entlehnt ist. Die Sprachlehre ist schlicht dargestellt und setzt keine Kenntnisse in anderen Fremdsprachen voraus. Es wird versucht, statt einer Anhäufung von Regeln die wesentlichen Umrisse in gemeinverständlicher Form zu geben. Auel! die innereu Gesetze der Sprache werden angedeutet, freilich nur, wo dies eine wirkliche Entlastung bedeutet. So kann trotz des engen Raums ein beträchtlicher Wortschatz vermittelt werden (über ändert!talbtausend Vokabeln). Tabellen im Anhang sorgen für Uebersichtliclikeit und machen die Arbeiten auch zum N a e h s c h 1 a g e n brauchbar. Die Bücher sind 1'iir Kurse gvdachb können aber auch im Selbstunterricht mühelos durchgearbeitet werden, zumal die Aussprache erklärt, die Lösung der Aufgaben beigegeben ist. Auch als Ergänzurtg zu ausführlicheren Werken dürften sie verwertbar sein. M. ״Der jüdische Läufer“. Von Felix Pinczovrer. — Verlag Berthold Levy, Berlin. Sport gehört zu den Lebensgebieten, die man besser betreiben, als daß man Abhandlungen über sie schreiben sollte. Was den Sport ausmacht, über die bloße Ertüchtigung des Körpers hinaus, der Kampf mit seiner berühmten Ungewißheit und letzten Einsatzbereitschaft, ist in begrifflichen Darlegungen schwer zu fassen, und so sind von den vielen Sporthüchern die erfolgreichsten auch stets die gewesen, die sich nichts zur Aufgabe stellten, als das Erlebte n a cli z u er le b e n, es dorten, die nicht daran beteiligt waren, vor Augen zu führen und aufzubcwalircn. Der ״jüdtsehe Läufer“ ist eine theoretisch-historische Abhandlung und als Sportbucii ein Wagnis, aber er wendet sich nicht nur an die Sportler. Das Adjektiv im Titel ist das Wichtigere: es ist ein jüdisches Buch. Mit ungewöhnlicher Akribie und einem offensichtlich unermüdlichen Fleiß sind in diesem schmalen Büchlein alle Literaturangaben des jüdischen Altertums zusamruengetragen und nach verschiedenen Gesichtspunkten geordnet, die sich auf den Lauf, auf den Lauf als soziale Erscheinung in jedem Sinne, auch schon im Wettkämpf, beziehen. Es ist zugleich der Versuch gemacht, den modernen jüdischen Lautsport aus der jüdischen Welt zu begründen und ihm Rang und Steilung in der Tradition und unter den Aufgaben des neuen jüdischen Lehens anzuweisen. Da das Büchlein auf kürzeste Form gebracht ist und so den Leser trotz der Reichhaltigkeit seines Stoffes nicht übermäßig in Anspruch nimmt, ist seine Lektüre dem an der jüdischem Geschichte und am jüdischen Sport interessierten wohl zu empfehlen. Dr. L.

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