Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 94 (26.11.1937)
- Date
- 1937-11-26
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seife 2 JöDISCHE RUNDSCHAU Nr. 94, 26. XL 1937 ׳־ Menschen mögen dazu nicht fähig sein, aber die Jungen können es. Sie stehen vor neuen Verhältnissen, oft auch vor ungewohnter und unerwarteter Verarmutig. Tapfer schlagen sie sich durch die Welt und ringen um einen Platz an der Sonne. An diesem Cha* nukkahfest gedenken viele Eltern in Deutschland mit Liebe ihrer Kinder, die in fernen Ländern lernen und leben, den Lebenskampf führen oder sich dazu rüsten. Oft können die Eltern ihren Kindern nicht viel helfen. Sie gehen andere Wege, sprechen eine andere Sprache, der Bruch zwischen den Generationen erstreckt sich auf alle Lebens Verhältnisse. Nur das Band der Liebe, das Bewußtsein des Zusatnmengehörcns über alle räumliche Entfernung hinweg umschlingt sie, und die Segenswünsche begleiten die Jungen auf ihrem Weg. Mögen sie, wo immer sie sind, auch jüdische Gemeinschaft finden, die warme Atmosphäre eines Chanukkahfestes! Was wir ihnen geben können, ist etwas von dem kostbaren jüdischen Erbe: dein Optimismus und dem Glauben. * Vor 2102 Jahren ist Jerusalem von Juda M akkabi eingenommen worden. Vor 20 Jahren ist am 21. Kislew, dem Vorabend des Chanukkahfestes (damals 9. Dezember), General Alletiby in die Heilige Stadt eingezogen. Es war kein Zufall, daß — nachdem die Stadt schon einige Tage in englischer Hand war — der Feldinarschall diesen Tag für den Akt der symbolischen Besitzergreifung wählte. Er ahnte, was Weizmann ihm später sagte: daß seine Tat nur dann unvergänglich in die Geschichte eingehen wird, wenn zwischen ihr und jener Chanukkah- Geschenke FECTA Sirümple. SiPicHwiaren; ®ln*־Sc״P^ob£ Culii wasche, Handschuhe * ׳ ן Grunewaldstr. 56 a. Bry.PI. lei. 71 3B13 Tenipclvveihe Jerusalems, die am selben Tage 2032 Jahre früher erfolgte, ein ideeniiafter Zusammenhang besteht. Nach mehr als zwei Jahrtausenden feiern Menschen in der ganzen Welt, feiert ein Icbcnswilliges Volk das Andenken an Juda Mnkkabi. Wird die Eroberung Jerusalems von 1917 auch noch in Jahrtausenden gefeiert und besungen werden? Das hängt zum Teil von uns ab. Wir stehen mitten in Ereignissen, die eine Fortführung und Krönung der Kriegstat Allenbys bringen sollen. Auch das nächste Schicksal Jerusalems, der Heiligen Stadt, soll sich in diesem Jahre entscheiden. Wir durchleben eine Zeit der Wirren i!1 Palästina, aber für die rückschauende Nachwelt wird das, was jetzt als die neue Form der palästinensischen Wirklichkeit unter Krämpfen entsteht, unmittelbar an Allenbys Kriegstat anschließen. Am 20. Jahrestage dieser Eroberung stehen wir zum ersten Male vor der realen Möglichkeit eines neuen jüdischen Staates, des ersten jüdischen Staates seit dem der Makkabäer. Ist das nicht wie ein ״Wunder“, — ein Wunder unserer Tage? Aber das Wunder ist noch nicht vollendet. Die Vollendung bedarf unseres Mittuns, sie hängt von den Juden ab; man könnte auch sagen: von dem Glauben der Juden. Immer bestand das jüdische Volk — wie eigentlich jedes Volk — nicht nur aus Gläubigen, sondern auch aus Kleinmütigen. Wir können beobachten, wie die Mensehen auf jede Wendung im Ablauf des Geschehens reagieren, oft übertrieben jubilierend, oft übertrieben niedergeschlagen, ja wie auch ihre Beziehung zu einer Sache sich nach den jeweiligen Umständen richtet. Wir haben z. B. in Deutschland (ähnlich ist es in anderen Ländern) beobachtet, wie vor vier oder drei Jahren, als Palästina für viele Juden aus Deutschland ein schneiler Ausweg aus einer unvorbereiteten Notlage schien, sich plötzlich auch solche der Palästina-Idee zu wandten, die bis dahin keine innere Beziehung dazu gehabt haben. Sie haben inzwischen Zeit gehabt, die tieferen Gründe der 50 Jahre alten Palästina-Bewegung kennenzulernen f*!d sich einzureihen. Nun sind schwere Zeiten für Palästina gekommen, und die Menschen dort führen einen harten Lebenskampf. Manche sind schwankend geworden. Weil die meisten Auswanderer jetzt, während Palästina umkämpft ist, in andere Länder gehen müssen, verlieren sie das Interesse an Palästina. Ja handelt es sich denn nur darum, einen persönlichen Zufluchtsort zu finden? Steht nicht Größeres auf dem Spiel? Sogar wenn man in Not ist, darf man doch nicht alles nach der persönlichen direkten Ausnutzungsmöglichkeit beurteilen. Es ist einer der Momente, wo es darauf ankommt, Treue zu halten. Nicht zufällig ist im Hebräischen ״Treue“ und ״Glaube“ dasselbe Wort (״Emunah“). Das heißt nicht: blind sein gegenüber Palästinas Schwierigkeiten. Im Gegenteil, wir alle wissen, daß Scharfsinn und guter Wille, Standhaftigkeit und gesunder politischer Sinn — und viel Geduld! — dazu gehören, der heutigen Lage Herr zu werden. Wir wissen auch, daß Fehler geschehen sind, auf allen Seiten, und daß ein eng verschlungener Knoten entwirrt werden muß. Aber jenseits aller Einzelheiten und Meinungen steht das Gebot der Treue und des Glaubens. Lord Allenby konnte Jerusalem nicht ״für die Juden“ erobern, weder das irdische noch das himmlische. Die Juden können Ihr Jerusalem nur selbst schaffen. Ein unaussprechlicher Glanz• und eine ehrfurchtgebietende Hoheit verbindet sich mit dem Namen, Es ist kein Zufall, daß wir den Einzug Juda Makkabis in Jerusalem durch Anzünden von Lichtern feiern. ״Zuerst muß es hell werden in den Köpfen“, schrieb Theodor Her21 anläßlich des Chanukkahfestes vor 40 Jahren. Wenn es uns gelingt, in Erez Israel allmählich (das ist keine Sache weniger IVir sind so allein -Sind wir so allein? Freundschaft im Glück bedeutet noch nicht Freundschaft Im Unglück. Das ist eine alte Erfahrungstatsache, die wohl jeder Mensch ln seinem Leben erprobt hat. Wir Juden stehen heute als Gemeinschaft wahrlich nicht in einer Zeit des Glücks, sondern des Unglücks, wenn wir auf die Schauplätze des Geschehens in der Welt blicken. Es entsteht daher hei uns oft der Eindruck, daß wir in der Welt allein stehen, daß unser Schicksal die Herzen der anderen nicht berührt, und der einzelne Jude, der von den Schicksalsschlägen der Zeit betroffen ist, glaubt seinerseits, daß die jüdische Gesamtheit ihm nicht zur Seite stehe. Das Gefühl der Vereinsamung des Menschen überwiegt heute, wenn wir in uns selbst blicken. In der Tat ist dieses Gefühl in gewissem Sinne berechtigt, gibt es doch zwar Hilfe im Aeußeren, im Materiellen, und Wege des Trostes im Seelischen; aber das eigentliche Schwere, das Wesen der Erlebnisse muß jeder Mensch selbst tragen, und niemand, auch nicht der Nächste und ihm Vertrauteste vermag es ihm abzunehmen. Dennoch glauben w׳ir, daß die Frage: Sind wir wirklich so allein, wie es uns in manchen Stunden dünkt? — auch ihre Berechtigung hat. Gerade in einer Periode schwerer Er- Iebnisse zeigt sich ja die Kraft der Gemeinschaft, es zeigt sich die Hilfsbereitschaft des Einzelnen gegenüber dem anderen, und wir haben selbst erlebt, daß 2. B. die Judenheit Deutschlands von den Juden der Welt in dieser Zeit eine Hilfe gefunden hat, die es großen Teilen, besonders der jungen Generation möglich machte, die Grundlagen einer neuen Existenz aufzubauen. Auf dem Widerspiel von letzter Einsamkeit der Seele und Geborgenheit im Bezirk der Gemeinschaft beruht ja das menschliche Leben überhaupt; in Zeiten der Ruhe und der langsamen Entwicklung ist dieses Widerspiel kaum spürbar, weil der Wellengang des Lebens flach ist, aber in einer Zeit wie der heutigen werden wir erneut auf die Gesetzlichkeit unseres Lebens gestoßen und wir empfinden voller Schmerz, aber auch voller Erstaunen über die Werte des Daseins, die sich gerade unter schwierigen Bedingungen erst offenbaren, seine Eigenart. Dabei gilt es vielleicht nicht nur im Sozialen und Wirtschaftlichen neue Maßstäbe zu gewinnen, sondern in einem tieferen Sinne eine neue Ausrichtung auf die Werte des Lebens zu suchen. Die Jugend hat in stiller Entschlossenheit den Weg gefunden, der zur produktiven physisehen Arbeit führt, und hat damit ein neues soziales Ideal in unserer Mitte aufgerichtet. Von dort aus kann — vielleicht ־— der Weg gefunden werden, der unser Leben wieder freudiger werden läßt. Es besteht ja die Gefahr, daß unter dem Eindruck der Sorgen, die von der materiellen Seite her auf uns einstürmen, eine Atmosphäre der Freudlosigkeit sich ausbreitet, die die Tatkraft unserer Generation zu lähmen droht. Gewiß sind[ manche Freuden uns Heutigen verschlossen, die früheren Generationen offenstanden; gewiß führt die Verarmung im Aeußeren dazu, daß beschcidenere Maßstäbe auch auf manchen geistigen Gebieten notwendig sind. Dennoch steht ums die ganze Weite tiefsten menschlichen Erlebens offen und kann "uns niemals genommen werden, weil wir sie in uns selbst besitzen und aus uns heraus entwickeln müssen. Wir meinen jene Freude, die der Mensch empfindet, wenn er sich selbst als einen Träger der großen Gemeinschaft natürlichen Lebens spürt, wenn daraus auch eine neue Art der Gemeinschaff unter den Menschen erwächst, die htaübergreift In den Bezirk der lebendigen Natur. Auch die Hoffnung hierauf ist in unserer arbeitenden Jugend als Triebkraft vorhanden, wenn sie auf dem Boden Erez Israels den Versuch macht, neue Menschengemeinschaften zu bilden, deren Aufgabe die Verknüpfung des Menschen mit der Natur durch das Medium der Arbeit ist. Ein französischer Schriftsteller hat dieser Art menschlicher Freude einen ergreifenden dichterischen Ausdruck gegeben, indem er die Sehnsucht des Menschen unserer Zeit schildert, der sich von den natürlichen Grundlagen des Lebens weit entfernt hat und der — seiner selbst überdrüssig — Freuden sucht, die auch dem kritischen Blick dessen standhalten, der die Aeußerlichkeiten unserer Lebens durchschaut hat. Es ist die Landschaft und die Menschen des südlichen Frankreich, die Giono in seinem Roman ״Que ma joie demeure“ zeichnet, dennoch ein Beispiel, das über das Lokal- Gebundene hinaus Geltung besitzt und gerade uns anspricht, die wir neue und tiefere Quellen der Lebensfreude suchen. Es kann sich bei uns nicht darum handeln, daß diese Freude ״bleibt“; sie soll uns erst wieder befruchten, d. h. wir müßten daran gehen, in unserer Beziehung zum kreatürlichen Leben der Natur, in die wir als Gemeinschaft tief eingebettet sind, den wahren Sinn des Lebens umd seine echten Freuden zu erkennen und zu empfinden. Wird diese Zeit dazu führen? Niemand kann es sagen, und niemand kann vorausschauen, welche Kräfte sich im Leben unseres Volkes durchsetzen werden. Heute schreit an dem Punkte, wo am stärksten Gedanken dieser Art ins Leben drängen, nämlich in Palästina das Blut der Opfer zu uns, die im Lande gefallen sind, und es erscheint uns wie eine dunkle Wolke, die vor dem freudigen Licht dahinzieht, das wir in Palästina zu entzünden glaubten, nicht nur für uns — das jüdische Volk — sondern darüber hinaus für die Kulturmenschheit. Wir glauben nicht, daß dieses Blut (wie manchmal gesagt wird) diese oder jene ״anklagt‘*. Jener Konflikt ist viel tiefer gelagert, um den es in Palästina heute geht, und so gewiß es ist, daß in der Vergangenheit und bis in unsere Tage hinein vieles versäumt worden Ist, sowohl vom jüdischen Volk, das sich nicht genügend stark für Palästina einsetzte, wie von seinen Führern, die vielleicht in einer früheren Epoche die Kraft hätten haben sollen, auch unpopuläre Maßnahmen auf dem Oehiet der nationalen Verständigung durchzusetzen, von der britischen Verwaltung, die nichts tat, um das schwelende Feuer rechtzeitig auszulöschen, und von den arabischen Führern, die das Volk verhetzten — all diese Schuld reicht nicht aus, um jenen tragischen Konflikt zu erklären, der so viele Opfer gefordert hat. Vielleicht wird die Zukunft lehren, welchen Sinn diese Opfer gehabt haben; heute aber stehen wir fassungslos vor ihnen, weil wir diesen Sinn nicht begreifen können, Wir glauben, daß das jüdische Werk in Palästina ein Werk des Lebens ist, das nicht den Tod von Menschen — jüdischen und arabischen — verlangt, das keine Opfer fordert, die auf irgendeinem imaginären Altar dargebracht werden sollen. Und wir wünschen nichts so sehr herbei, als daß die Kräfte des Lebens im Lande wieder die Oberhand gewinnen, damit das Element in unserem Volksleben wieder vor uns und aller Welt sichtbar wird, das wie kein anderes bestimmt ist, Freude zu verbreiten, die Herzen der Menschen zu entlasten und in den Sorgen des Alltags zu zeigen, daß wir wieder den Versuch machen, als Menschen, als volle Menschen zu leben. K. L. Jahre!) ein neues Zentrum jüdischen Lebens und jüdlsehen Geistes aufzubauen, das, so ״national“ es seinem Wesen nach sein wird und sein muß, doch im Zeichen einer universalen Idee stehen wird, und diesen Cafe - Restaurant Silberbach lfm hl Die gepflegte jüdische Gaststätte Glockengasse 2 (5 Min.vom Hauptbhf.) Kalte und warme Speisen, Getränke _ Cafö und Konditorei Bau mit einem großen Werk des Friedens zu krönen, dann werden künftige Geschlechter vielleicht ihr Chanukkahfest zur Erinnerung an zwei Ereignisse begehen. Wir selbst waren Zeugen des einen — und wußten es kaum. % Das jüdische Volk, das jetzt zu einer Staatsgründüng berufen wird und dessen Reife — wie ein Zitat in unserer heutigen Nummer zeigt — von englischen Staatsmännern hoch bewertet wird, hat in den letzten 50 Jahren eine gewaltige innere Wandlung durchgemacht, und dieser Prozeß wird gekennzeichnet durch die Lebensarbeit einer Reihe von großen Persönlichkeiten, die in dieser oder jener Form Träger dieser Entwicklung waren. An diesem Chanukkahfest gedenken wir zweier Toter, deren Todestag mit dem Feste zusammenfällt. Vor zwanzig Jahren, in derselben Nacht, in der Ailenby in Jerusalem einzog, starb in Odessa im Alter von 81 Jahren der ״Großvater“ der modernen hebräischen und jiddischen Literatur: Mendele Macher Sforim. Die ״Jüdische Rundschau“ hat anläßlich des 100. Geburtstages von Mendele (in der Nummer vom 24. 12. 1935) den Versuch gemacht, diese einzigartige Figur auch der westjüdischen Welt nahezubringen. Er war der große Zauberer, der dem Volk nach einer jahrhundertelangen Erstarrung wieder Leben eingeflößt hat, indem er ihm sein eigenes Wesen wie im Spiegel zeigte. Das jüdische Leben in der engen Gasse des Ghettos war erfüllt von Kummer und Not, und geistige Erhebung fand man durch völlige Negierung der Wirklichkeit, durch eine Versetzung in die rein geistige Sphäre und in die heroische Welt der Bibel. Mendeles gütiget Blick entdeckte die menschliche Komödie dieses eigenartigen Lebens, er gestaltete sie mit aller Liebe eines echten Dichterherzeng, und plötzlich schien die Wirklichkeit nahe, und unter all den Verzerrungen sah man den Menschen. Mit Mendele beginnt das neue Schrifttum, das später noch andere größere Früchte zeitigte, lind ohne dessen umgestaltende Wirkung auf das Volk auch die politischen Ereignisse unserer Tage unmöglich gewesen wären. Eine Gestalt ganz anderer Art ist Zwi Perez Chajes gewesen, der vor zehn Jahren viel zu früh — er war erst 51 Jahre alt — die Augen für immer schloß. Chajes war ein großer Gelehrter, ein wirksamer Redner und Prediger, ein universeller, humanistischer Geist, ein unermüdlicher Organisator und vor allem ein vor Leidenschaft glühender Zionist; aber wenn man sagen will, was sein eigentliches Wesen und seine Größe ausmachte, dann wäre es dies: er war einer der seltenen Menschen mit wirklichem Adel des Herzens. Wir haben nicht viele seinesgleichen, und er hätte gerade in dieser Zeit, wo das jüdische Volk Erzieher braucht, noch viel wirken können. Es war ihm und uns nicht bestimmt. Das Chanukkahfest vor zehn Jahren stand im Zeichen der Trauer um diesen plötzlichen Verlust. Die jüdische Krise der letzten zehn Jahre hat Chajes nicht erlebt, aber, so darf man wohl sagen, er wußte um die Größe unserer Zeit, ln ailem, was er tat, war er von einer fiebernden Erregung erfüllt, von der Erregung darüber, in dieser Zeit zu leben, und von der Sorge, ob wir ihr gewachsen sein werden. Das jüdische Volk ist nicht arm, wenn es solche — voneinander so ganz verschiedene, ganz ander« Lebenskreise und Ausdrucksformen repräsentierende — Gestalten besitzt wie diese beiden Toten, die noch unser lebendiger Besitz sind. Diese Toten schufen Leben, und noch heute spüren wir ihre lebenspendende Gegenwart. Ihr Herz war bei den Jungen, die die Zukunft erarbeiten. Die Jungen — auf sie hoffen wir alle. Jedes Jahr hat sein eigenes Chanukkah. In den großen Gedenktag an das Ereignis der Tempel weihe verflechten sich Ereignisse und Gedenktage aus einer langen Kette von Jahren nach ihm. Sie alle werden zu« sammengehalten im Zeichen des Glaubens und der Treue, Sie zu überliefern und weiterzugeben, sind wir da. Verantwortlicher Redakteur; Dr. Robert Weltach, Berlin-CharL I (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter! Kurt Loewe n stein, Berlin W 15. Anreigenleiter and verantwort lieh für den Inhalt der Anreigen! Hermann Flau, Berlin W 16 Gültig Anzeigen Preisliste 8 vom 1. Aprü 1938. Verlag und An reigenverwaltung! Jüdische Rundschau, Berlin W15, Mdnekertr. 10 D.A. III/1937 28 «04. — Druck! Siegfried Scholem, Berlin-Schöneberg.