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Jüdische Rundschau · 1937-11-16 · Heft 91 (16.11.1937) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 91 (16.11.1937)
Date
1937-11-16
Page
– (sequence 7)
Language
German
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JÜDISCHE RtJNnSCHAU Nr. ▼16 ז. XI. 1937 Seife 7 Weltzentrum für Jüdische Musik Von Dr. Salli Levi, Jerusalem Aut «lern XX. Zionistenkongreß in Zürich wurde auf Vorschlag der Kulturkommission folgende Resolution vom Plenum angenommen: ״Der Kongreß begrüßt die Schaffung der Weltzentrale für hebräische Musik in Palästina, die dazu bestimmt ist, die schöpferischen Kräfte auf dem Gebiete der hebräischen Musik XU sammeln und zu aktivieren und appelliert an die Bewegung, die Tätigkeit der Zentrale zu fördern." Diese Resolution wurde durch ein Memorandum eines Initiativ -Komitees angeregt, das sich im Oktober vorigen Jahres in Jerusalem zu dem Zwecke konstituierte, ein Weltzentrum für jüdische Musik mit dem Sitz in Erez Israel zu schaffen*). Das Memorandum war unterzeichnet von namhaften jüdischen Komponisten der Weit, von zahlreichen Persönlichkeiten des kulturellen Lebens Palästinas, sowie der Kulturabt ei iung und des Erziehungs-Departements des Waad Leumi, der kudturabteihiiig der Histadruth, der Vereinigung der Musiker und Musiklehrer, der Komponisten und Autoren, der Schriftsteller und Journalisten von Palästina, dem Radio Jerusalem, dem Habimah-Theater, dem Brith. Haiwrith Haolamith, dem ״Neuen Bezalel“ und der Wizo. Die ersten Bemühungen, eine neue jüdische Musik zu schaffen, fanden vor 30 Jahren in Rußland ihren Ausdruck durch die Gründung der ״G e s e 11 s c 11 a f t für jüdische Volksmusik“, a.11 deren Spitze die Komponisten Joel Engel, Alexander Krein, Achron, Millncr, Saminsky, Gnessin, Rosowsky u. a. standen. Die Arbeit dieser Männer konnte infolge des Weltkrieges nicht erfolgreich weitergeführt werden und litt seit dem Tode Engels unter einer empfindlichen Stagnation. Auch die Bemühungen Joachim Stutschewskys, der die propagandistische Arbeit Engels mit großer Leidenschaft fortsetzte, blieben, als die Arbeit eines Einzelnen, ohne die verdiente Resonanz. Dm den abgerissenen Earien wieder neu zu knüpfen, hat sich das Initiativkomitee gcbildet, in dein Glauben, sie um so erfolgreicher durchführen zu können, weil die erstmalige Zentralisierung der Arbeit in Palästina die Basis schafft, auf der allein eine fruchtbare Entfaltung gewährleistet ist. Es trat mit einem Memorandum vor die jüdische (")Öffentlichkeit, dessen Hauptpunkte hier noch einmal kurz zusammengefaßt seien: 1. Erfassung und Sammlung des gesamten bisher Geschah fenen, auch ungedruckter Werke; 2. Herstellung des Zusammenschlusses aller jüdischen Musikschaffenden in der ganzen Welt; 3. Gründung eines jüdischen zentralen Musikverlages; 4. Gründung einer Zeitschrift für jüdische Musik; 5. Zusammenfassung aller Kräfte des Musiklebens in Erez Israel; 6. Schaffung von ״Komitees zur Pflege und Förderung der jüdischen Musik“ in allen wichtigen Musikzentren der Welt; 7. Schaffung von regelmäßigen Kongressen mit Musikfesten. Als Endziel und Ergebnis aller dieser Arbeiten sieht das Initiativ-Komitee an: Schaffung einer nationalen jüdischen Musik. Die Veröffentlichung dieses Programms hat einen starken Widerhall gefunden. Viele namhafte jüdische Komponisten haben ihre aktive Mitarbeit zugesichert. Ein Teil von ihnen hat bemerkenswerte Vorschläge und Anregungen eingcrcicht. Aus der Fülle der Zuschriften seien folgende Namen genannt: Joachim Stutschewsky, Lazare Saminsky, Darius Milhaud, Ernest Bloch, Max Ettinger, Kami Rathaus, Heinrich Schabt, Kurt Weill, Jakob Weinberg, Mario Castelmiovo-Tcdesco, Paul Dessau, Bcrthokl Goldschmidt, Hugo Adler, Julius Chajes und Herbert Fromm. Als der zunächst wichtigste Punkt dieses Programm«! ist die Herausgabe einer mehrsprachigen ״Zeitschrift für jüdische Musik“ anzusehen. Durch diese Zeitschrift soll ein Forum geschaffen werden, auf dem alle aktuellen Fragen, die mit dem Thema ״Jüdisch« Musik“ in Zusammenhang stehen, behandelt und׳ diskutiert werden. Sic soll bclehrend und anregend wirken. Durch sie soll auch die Atmospltäre geschaffen werden, die die Voraussetzung für das Zustandekommen eines Weltkongresses der jüdischen Musiker ist, und endlich soll durch sie auch der Weg zu einem jiidi- Sehen Musikverlag geebnet werden. Eine besondere Bedentung kommt dem palästinensischen R u n et f 11 n k zu. Eine Reihe von Komponisten hat bereits Kompositionen teils gedruckt, teils ungedruckf, eiliges,־mdt und es ist ein Verdienst des Radio Jerusalem, diese Werke im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten aufgeführt zu haben. *) Die Idee eines solchen Zentrums stammt von der musikalischen Mitarbeiterin der ״jüdischen Rundschau“, Alice Jacob■ Locwcnsfin, die sich durch jahrzehntelange Bemühungen zu einer Zeit, da nur sehr wenige Leute Interesse für jüdische Musik haften, um die Verbreitung des Gedankens große Verdienste erworben hat, nicht zuletzt durch die Redak• fion unserer Beilage ״Von jüdischer Musik“ seit 1927, einer Publikation, in der das wertvollste Material über alle mit jiidischer Musik zusammenhängenden Fragen zusammengetragen wurde, als einzige Stelle innerhalb der westjüdischen Welt. - A. d. Red. Thcatron Iwri: Karl Schönherr; Das Theatron fwri bringt nach längerer Spielpause Schönherrs ״Weihsteufel“ heraus. Diese Wahl wird verständlich durch die Tatsache, daß es sich hier um ein mit Effekten nicht sparendes Stück handelt, in dem nur drei Schauspieler agieren und dessen szenische Anforderungen gering sind. Eine Beziehung des Tiroler Bauerndichters zu Palästina gibt es nicht. Was vom hiesigen Publikum kaum verstanden werden kann, ist des Dichters Spezialität: Figuren im Rahmen einer ganz bestimmten Landschaft. Schon che Unterstreichung durch den sprachlichen Dialekt muß in der Ucbersetzung verloren gehen, auch wenn diese, wie es hier der Fall ist, durch Nathan Alter mann auf das Gewissenhafteste hesorgt wurde. Alles, was im Original, eben durch besonderes Kolorit, noch den Anschein von Urwüchsigkeit, naturgetreuer Zeichnung hat, wirkt in der Transponierung oft gewollt. Was bleibt, ist also nur noch die Handlung, die uns weniger vom nichterischen her gesehen ״Scliicksalstragödie‘* zu sein scheint, als vielmehr eine Variation des so oft aufgcsteHten Rechcnexempels: eine Frau zwischen zwei Männern, wobei nur die einzelnen Größen einer näheren Beschreibung hedürfen und man für die Lösung der Aufgabe immerhin durch drei Akte interessiert wird. Die Frau, jung, triebhaft, lebenshungrig, ihrer Restimmung zur Mutter entzogen durch die bereits sechs Jahre währende Ehe mit dem alternden, kränklichen Mann, der in seinem Schmugglerberuf viel Geschick beweist und langsam ein Vermögen zusammenspart. Der Dritte, im Alter der Trau Aus der Wirtschaft Protestierte Wechsel 1m Jahre 1936 wurden, wie die Presse berichtet, in den vier Städten: Jerusalem, Tel Aviv, Jaffa und Haifa 10 111 Wechsel zum Protest eingcreidit gegenüber 7264 im vorangehenden Jahre, fm gegenwärtigen Jahre scheint die Zahl der zu Protest gehenden Wechsel nicht über die des Jahres 1935 hinaiisgclicn zu wollen, de 1111 in den ersten acht Alonatcn gingen 5095 Wechsel zu Protest gegenüber 7515 i/1 (Jen entsprechenden Monaten des Vorjahres. In J e r 11 - salem war die Anzahl der zu Protest gehenden Wechsel in den Jahren 1935 und 1936 ungefähr die gleiche (1127 und 1188). Im gegenwärtigen Jahre scheint sie zu sinken (während der ersten acht Monate 625 gegenüber 952 im letzten Jahre). In Jaffa gingen im Jahre 1935: 1552 Wechsel zu Protest — im Jahre 1936: 1770; in den ersten acht Monaten dieses Jahres 1088 — während derselben Periode des Vorjahres 1341. üc-r Einfluß des Streikes im Jahre 1936 scheint also geringer zu sein, als man angenommen hat. — ln Haifa gingen im Jahre 1935 1788 Wechsel zu Protest -- im Jahre 1936: 2253. In den ersten acht Monaten dieses Jahres sank ihre Zahl auf 1101 gegenüber 1635 im Vorjahre. Die Anzahl der in diesem Jahre in Haifa zu Protest gehenden Wechsel wird also voraussichtlich kleiner sein als jene des Jahres 1935. — In Tel Aviv gingen im Jahre 1935 2827 Wechsel zu Protest und im Jahre 1936 4909. In den ersten acht Monaten des gegenwärtigen Jahres sank ihre Zahl aut 2281 gegenüber 3617 im Vorjahre. 1111 ganzen läßt sieh sagen, daß die Anzahl der zu Protest gehenden Wechsel natürlich in den Handelszentren Tel Aviv und Haifa am größten war und dort auch in dem Jahre der Unruhen 1036 am meisten anschwoll. In diesem Jahre ist überall ein Sinken festzusiellen. Zum Problem der ,,Tnuwa“ lieber den Gegensatz zwischen dem landwirtschatt- Ichen Produzenten und seiner Verkaufsorganlsatlon Aus Td Aviv wird uns belichtet: Im Wirtsch.iltsteil des ,,,Haare/“ werden die Verhältnisse analysiert, die zu einer S p a!1 n u n g z \v i s c 11 e ״ d e 11 L a!1 d w i r t e n 11!1 d der großen Vcrknufsorgariisation ״T 11 u w;!'׳ geführt haben: Die Entwicklung der letzten Jahre hat den palästinensischen Landwirt dazu erzogen, seine Wirtschaft auf die vielseitigen Bedürfnisse des heiinisclien Marktes einzustellen. Wirklich wurde auf diesem Gebiete durch große Anstrengung viel erreicht und die Produkte wurden vielseitiger und verbesserten sich ständig. Audi der Absatz war im allgemeinen nicht schlecht, aber die Einnahmen blichen trotz allem weit hinter den Erwartungen zurück. Der Landwirt sieht, daß der Zwischenhandel sichere Einnahmen hat, während er selbst sich nicht ern ä!1 r e 11 k a n n. Dabei muß er erhebliche Investitionen machen und meist Schulden auf sich nehmen, seine Wirtschaft verursacht ihm große Mühe־, zuweilen muß er nachts arbeiten, tun den Versand der Milch rechtzeitig vommelimen, und doch bleibt der Ertrag für seine Miilie weit hinter dem zurück, was der Vermittler mit weit geringerer Arbeit verdient. Dabei zwingt die Wirtschaftskrise und die verminderte Kaufkraft noch zu einer Herabsetzung der Preise für die Erzeugnisse. — Wenn man in einer Kwuzalt oder sonst einer Siedlung fragt, welcher ihrer Arbeitszweige der ertragreichste sei, so erhält man jetzt überall die Antwort: die Außenarbeit. Das bedeutet, daß Arbeit in einem fre in den Betriebe lohnender ist als die Bearbeitung des eigenen! Erschwercud ist auch die geringe Elastizität des eigenen Betriebes. Gemüsebau kann man noch einstellen, wenn man merkt, daß er sieh nicht lohnt, eine Kuh aber kann man in den Zeiten, in denen der Kuhstall mit Verlust arbeitet, mir mit großem Schaden verkaufen. Diese Entwicklung belastet auch das seelische Verhältnis zur Landwirtschaft, die Schaffensfremde wird erstickt, wenn Gelingen keine Garantie für eine Existenzmöglichkeit Bietet. Es ist verständlich, daß die Landwirte nicht die einzigen sein wollen, von denen der jetzige schwere Zustand Opfer verlangt. Die Beamten, die sich mit dem Vertrieb der landwirtschaftlichen Erzeugnisse befassen, betonen freilich, daß ihre Gehälter verhältnismäßig niedrig sind. Demgegenüber liehen die Lnmhvirte den katastrophalen Niedergang ihrer eigenen Einnahmen hervor. Nach Angabe des ״Dawar‘‘ zählt die Tnuwa 212 Beamte, von denen 75 *0« Gehälter von ■t! 8,5—II monatlich beziehen. Das ist natürlich kein hohes Gehalt, aber viele der Erzeuger konnten seihst in den guten Jahren keinen ähnliche« Reingewinn erzielen. Seihst wenn sie anerkennen, daß man in der Stadt mit solchen Einkünften nur schwer leben kann, glauben doch die Landwirte, daß die allgemeinen Lehens- und Arbeitsbedingungen dieser Beamten viel besser seien als die, unter denen sie seihst leben. Fs ist natürlich schwer, eine bestimmte Beamtenkategorie. nämlich diejenige, die sich mit dom Vertrieb landwirtschaftlicher Produkte beschäftigt, schlechter zu stellen als alle anderen. Man!tat auch mit einigem Recht geltend gemacht, daß, wenn der Lebensstandard der ganzen Beamtenschalt sinken würde, die Verringerung ihrer Kaufkraft wieder der Landwirtschaft schaden müßte. Aber man vergißt dabei, daß auch der Landwirt ein Abnehmer ist, und wie sehr seine jetzige Lage die allgemeine Wirtschaft des Landes schädigt. Der Weibsteufel tind mit viel Bizeps, ist der Grenzjäg־cr, der den Schmugglern das Handwerk legen soll und dem die Frau das Handwerk legt, indem sie ihn sich gefügig macht, ihn hemmt, die Anzeige wegen Schmuggelei zu erstatten, ihn schließlich dazu benutzt, den Mann vom Leben in den Tod zu beför• dem (nachdem sie sich durch ein Testament, das sie dem Mann geschickt abnötigt, die Einkünfte aus der Schmuggelei gesichert hat) und den Jäger nach alledem der Polizei übergibt. Soweit es die Ifandmng, nicht das Kolorit angeht, ist dem Regisseur Alfred Wolf eine recht saubere Aufführung geglückt, deren Hauptstütze die Schauspielerin Rachel Markus ist. Es gelingt ihr, die Wandlung glaubhaft zu machen, die in der Frau durch das Auftauclien des Dritten ausgelöst wird. Einiges wäre zu mildern. Etwa ihre Scheinlieiligkeit heim Schreiben des Testaments. Das wird zu sehr für Zuschauer gespielt, während sie doch allein mit dem Mann im Zimmer ist. Aber alles in allem ist diese Leistung eine erneute Bestätigung schauspielerischen Könnens. Konstantiner als Orcnzwächter fehlt cs an jugendlicher, soldatischer Elastizität, gesunder Männlichkeit. Er wirkt von Anfang an schlapper als der Mann, weder vom Charme der Frau bezaubert noch von ihrer Teiillisdikcit behext. Der Schauspieler Freitag ais Mann kommt der Erfüllung seiner Aufgabe nahe, bleibt aber immer, im Spiel, Sprache und Maske um vieles zu betont. Anatol Gu re witsch zeichnet für die geschmackvolle Dekoration. Manfred Geis Es stehen sieh liier die Interessen Tausender Produzenten und Hunderter Vermittler gegenüber, und es scheint angebracht, dem Verlangen dieser Tausende nach einem Ausgleich der Interessen Beachtung zu schenken. ,Kooperativ - Bewegung unter den Arabern Ein Leitartikel im ״Bustcnai“ behandelt die Fortschritts des Kooperativ-Wesens unter den Arabern. Ein Bericht der Zentralbank für kooperative Institutionen in Palästina Hegt jetzt für das Jahr 1936 vor, ein Jahr, das ja zu seinem größten Teile eine Zeit schwerer Unruhen und Er.-cliüttcnin* gen in sich schloß. In diesem Jahre erreichten die arabtscheu Kooperativen die Anzahl 73 mit i;!-gesamt 300» Mitgliedern. Das ei,•!gezahlte Aktimkapilal betrug allerdings nur U 3000, aber durch Vermittlung der Regierung erhielten die Kooperativen von der Barciays-Bauk eme Auleihe in der Höhe von '2 51030. In dem Berichtsjahre• wurden nur zwei neue Kooperativen gegründet — eine Kredit- und eine Transport־( icseilschatt — während im voraus!;ebenden Jahre die Anzahl der Neugründimgen 30 war. Di« Zahl der durch die politischen Ereignisse^ verhinderten Nciignm« düngen wird von sachverständiger Seite aut etwa '31) geschätzt. Fis handelt sich dabei um dörfliche Kreditgenossen■• schäften oder um Vcrkaiitsgenosscnscliaftui für lamlwirtsäiaft« liehe Produkte. -- Der Bericht beklagt sich ausdrücklich darüber, drill die Regierung nichts unternommen habe, um eine Zusammenarbeit zwischen hi.!heben und arabischen Knoperati\ cii Im'rbei/ufulircii. Dabei könnten die jmksclien Kuuperativen, die über die Frtnhnmg vieler Jahre verfügen, beim Aufbau der arabischen s-e'1 r nut/heh sein. I )!e < ic-ami/.ihl der palästinensischen Kooperativen im Jahre 193(> war 8)3 mit insgesamt 215 000 Mit gliedern und einem Akticiikapk al von insgesamt 9 1 309 000 und mit Fmlagen v<>11 mehr ah- 5 Mil«!innen (. Trotz der sdnveteu I rdgmNse des!! ndUs!4hrCS sind alle Kooperativen ihren Verpliiclitimgcn mit gewöhnlieber Pünktlichkeit nachgekommen, und ׳die Zentralbank konuta unter diesen Umständen ihre T.dighdt erweitern. Bericht der Barciays - Bank Der letzte Wittsclialtshericht der Bnrch'ivs-l’ank stellt eine leicht e B e I e b 11 11 g d c s M a r k t c 5 nach den! Abschluß der Ernte und mit dem Beginn der Zbfr.'scNport- Saison fest. Der Weszenmarkt wo 11 a!׳; zat'rwdcu-teilend bezeichnet. Die Notierungen pro Tn1.' ■ '״׳egen sich zwisehen 9 und 10 Pfund. Der (־.׳:- ca.wirkt ist norm al. Die gegenwärtigen Preise sind 6 Ins (>111< 1 , ־ ml pro Tonne, Die Fxportsaison für Gerste ist jetzt zu Ende, hs wurden insgesamt rund 8000 Tonnen ausgeliilirt. \ ou der hcsriuicrnte ist jetzt etwa die Hallte auf den Markt gekommen, die Preise haben eine leichte Senkung erfahren, sie betragen U bis 17*2 Pfund pro Tonne. Auch der Durra-Markt ist mit einen! Tonnenpreis von etwa 0 Pfund normal. Im letzten Monat sind etwa 3509 t Durra nach Malta, Algier und /Antwerpen exportiert worden. Der ,Markt für Kolonialwaren \var_ normal, die Preise sind mit Ausnahme von Kaffi'c, der jetzt 52 Piund pro Tonne notiert, unverändert geblieben. Voll-, Seiden- und Baurnwollwaren liegen weiterhin flau. Auch auf dein Baumarkt ist, wie bisher, geringe Tätigkeit fest/!Mellen. Die Verschiffung־ von Grapefruit hat begonnen. D wurden bisher 3612 Kisten ausgcfülirt, außerdem 17 715 Kisten Zitronen. Der durchschnittliche Preis für Orangen an! Baum ist etwa 3 3 d geblieben. Die Kosten für Verparkungsmaterial, Fracht und Versicherung sind pro Kiste tun etwa 1/— höher als in der vergangenen Saison. Schwierigkeiten der jüdischen Schiffahrt. Wie mit geteilt wird, sah sich die jüdische 8 <• 11 j f f a I! r t s g e s e 11 s c h a f t ״Atid“ Ltd. wegen der scharfen Konkurrenz um! Preis- Unterbietungen seitens der anderen Gesellschaften genötigt, den Küsten-Schiffahrtsd ienst zwischen Palästina und den Nachbarländern e i 11 / ח s c!1 r a n k e 1t und zu liquidieren. Das Schilf ,,Alisa“ wurde verkauft, das Schiff ..Richard Burchard“ wurde nach Westeuropa geschickt. Nunmehr blieb mir noch die ,,Amal" als einziges Schiff tu!׳ ihm Kostendienst übrig. Statt wöchentlich wird dieser t-ebtlfsvetkehr mir zweimal monatlich anfrccIrter 11 altcn werden. —■ Diese Meldung׳ wirft erneut ein hiebt auf di״ Srbwii rigkrifen, diemit dem Aufbau einer eigenen judi-chen Srhi (fahrt m Palästina ver« blinden sind. In aller Erinnerung stellt noch der /.!:■-:!tnincnhrlieh der Pakstiiic Shipping < io., die das l’a-w!01! ״ schiff ״Tel A v i v“ auf der Linie Triest - •I iaifa betrieb. Fs wäre in der Tat an der Zeit, daß von den nationalen In-tan/en diesem (iebiet ein besonders starke- Intel 0—0 zu gewandt würde. Es gibt kein Fand, das eine eigen• >ch:!i׳d׳rf In :reibt und in dem nicht der Staat durch /ahlrckhe Malinnhmeti der Förderung, insbesondere durch finaii/ic'h• S>!h\ en'ioucn ihr zur Seife steht. Palästina biete! durch seine! age gewiß Aussichten für die Schaffung mul den Au-Ivm eines jüdischen Schilfahrtswesens, mul es sollte daher im Rahmen der vorhnmlrnril Mittel gerade diesem (iebkf bc-omlere AnImei'k־- samkeit geschenkt werden. Die Unter 11 rhmimgcn, du? in der Schiffahrt tätig sind, leisten heute eine Pionierarbeit, die, wie wir hoffen, in Zukunft ihre Fruchte fragen wird. Prof. Strauß in Palästina. Einer Finiadmig der Univer« sität Jerusalem und der Jüdisch-Medizinischen Gesellschaft Palästinas folgend, hielt sich Gehoimrnt Prof. S f r a u B, Direktor der Inneren Abteilung des Jüdischen Krankenhauses Berlin, im Oktober mehrere Wochen in Palästina auf. 10' hieb in Jerusalem zwei, in Tel Aviv und Haifa je einen Vortrag über Themen aus den Gebieten der Magen-, Niere״- und Stoffwr-chselkrankheiten. Int Anschluß an die Vorträge, die von einer für' palästinensische Verhältnisse ungewöhnlich großen Anzahl von Aerzten besucht waren, fanden oHi/iche׳ Begrüßungsabende der medizinischen (icseilschatt statt. (iclieimrat Strauß, der eine große Anzahl ehemaliger Schüler um! I rotinde im Lande vorfaml, wurde überall herzMclirt begrüßt und Ichhaft gefeiert. Außer den Städten und verschiedenen Sirdlmtgspunkten, wie Ramoth Hascbawini, Naharia, Jagur, Misehmnr Hacmck besichtigte der Gast besonders auch zahlreiche wissenschaftliche Institute des Landes, wie die Universität, die Krankenhäuser der Hadassah, die Privatkrank••nh.'iiiser Assutah in Tel Aviv und Rafael in Rannt-(ian, das neue Krankenhaus der Kupnth Chol im f״ Petach T'kwalp wie deren neues Ambulatorium in Tel Aviv, auf!e!dem das Sieff-Instifut in Rechowoth. Familien-Nachrichten Herr Gold borg und Flau. Haii.1, llctiumi-4 .״״. liege!100 am׳ 25. November die silberne Hochzeit. Bariniiwah-Terrnin! Am 27. November (23. Ki-Icui: Nathan (Guntcr) F r c i r i c 11, Selm von it. Ileimich Fieiuch, Tel \\ iv. 1.... denstialfe 79. (Schluß des Paläsfinatcils) r - -״- ׳fr' Z.V ■•.

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