Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 90 (12.11.1937)
- Date
- 1937-11-12
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Das jüdische Buch umfaßt im Grunde alle Lehensgebiete und alle Arten literarischen Schaffens. Die Zahl der jüdischen Bücher ist daher unübersehbar groß, seihst wenn man all das in Abzug bringt, was für das breitere Publikum infolge der erforderlichen Spezialkenntnissc oder aus Sprachlichen Gründen nicht in Frage kommt. An dieser Stelle kann daher keine erschöpfende Uehersicht gegeben werden; wir müssen uns vielmehr darauf beschränken, aus den hauptsächlichsten Gebieten dasjenige zu nennen, was in jüdischen Verlagen in Deutschland erschienen ist, um dem, der für sich selbst oder für Geschenkzwecke Bücher auswählen möchte, Anregungen zu vermitteln. Die Lebcrsichl zeigt, daß selbst im Rahmen dieser Beschränkung eine Fülle von Büchern aus allen Gebieten zur Verfügung steht, die den Gabentisch zu Chanukkah bereichern kämen. Den jüdischen Buchhandel zu stützen ist heute unabweisbare Pflicht. Von einer Wertung im einzelnen mußten wir hier absehen, da wir vor allem eine Aufzählung geben wollten, aus der jeder das für seinen Zweck Geeignete auswählen möge. (Redaktion.) P Die Zahl der Bücher, die zu zionistischen Problemen in deutscher Sprache er■ schienen sind, ist natürlich so groß, daß an dieser Steile keine auch nur einigermaßen erschöpfende Uebersicht gegeben werden kann. Es ist auch nicht möglich, eine scharfe Grenze zwischen der zionistischideologischen Literatur und den mehr geistesgeschichtlich oder gescliichtspliiiosophisch gerichteten Werken aus dem Gebiet der Judentumskunde zu ziehen, so daß auch auf diesem Gebiete manches auftaucht, was man zur zionistischen Literatur rechnen muß. ln erster Linie soll hier an die zionistischen Klassiker erinnert werden, die heute in einer Zeit, in der die aktuellen Probleme Palästinas so sehr im Vordergrund des jüdischen Interesses stehen, viel z.u wenig gelesen werden, obwohl ihre Kenntnis nicht nur für die jüngere Generation eine Quelle der Belehrung wäre, sondern jedem, der sich mit den heutifen Fragen auseinandersetzt, eine Fülle der Anregung und er Erkenntnis zu vermitteln vermag. In erster Linie ist hierbei auch heute Herzl zu nennen. Die fünfbändige Ausgabe seiner ״Gesammelten Schriften“, die auch die ״Tagebücher“ enthalten, sind in einer sehr repräsentativen Form im Jüdischen Verlag erschienen; daneben gibt es im gleichen Verlage einen Band seiner ״Zionistischen Schriften“ sowie den ״Judenstaat“. Das zum 25. Todestag erschienene ״Herzl-Gedenkbuch“ (Jüdischer Verlag) enthalt eine Reihe wichtiger Beiträge zum Verständnis seiner Persönlichkeit und seines Wirkens. Schließlich ist die Arbeit des Herzl-Forschers Nüssenblatt zu erwähnen, die unter dem Titel: ״Zeitgenossen über Herzl“ zahlreiche Aeußerungen zusammenfaßt (Verlag Rubin Maaß). Neben Herzl ist sein Antipode Achad Haam zu nennen. Leider ist eine vollständige Ausgabe seiner hebräisch geschriebenen Aufsätze noch nicht in deutscher Sprache vorhanden. Dennoch sind die beiden Bände ״Am Scheidewege“ (Jüdischer Verlag) eine wichtige Quelle zur Kenntnis seines Denkens und seiner Ansichten, deren Richtigkeit sich gerade in dieser Zeit in so vielen kritischen Lagen immer wieder erweist. Das Studium seiner berühmten Aufsätze stellt eine unübertreffliche Schule des konkreten und zugleich allgemeine Gesichtspunkte berücksichtigenden zionistischen Denkens dar. Anschließend erwähnen wir das Essay-Buch ״Im Zeichen der Wiedergeburt“ von Abraham Schlesinger (Keilern), das wohl die umfassendsten Arbeiten über Achad Haam enthält, die es in deutscher Sprache gibt. Wir erwähnen weiterhin ein Buch, das heute weitgehend unbekannt ist, obwohl es mehr als historisches Interesse auch in dieser Zeit besitzt; das sind die ״Zionistischen Schriften“ Max Nord aus (Jüdischer Verlag), des großen Mitkämpfers Herz.ls, dessen Reden zu den Höhepunkten der ersten Kongresse gehörten. Die,Grundlagen des Arbeitszionismus, der Bewegung also, die sich zum Ziel gesetzt hat, durch eigene Arbeit den Aufbau Palästinas zu bewältigen und eine neue Gesellschaft aut dem Boden der alten Fleimat zu schaffen, sind uns gleichfalls in guten deutschen Uebersetzunger! zugänglich gemacht worden. Von A. D. Gordon, dem geistigen und menschlichen Führer dieser Bewegung, liegt eine Auswahl aus seinen Schriften vor, die umfassender ist als die frühere Auswahl ״Erlösung durch Arbeit“ (beide Jüdischer Verlag). Daneben steht •die Auswahl aus ״A r I o s o r o f f s Schriften“, die ebenso wie eine Broschüre Chain! Arlosoroff ״Leben und Werk“ im Hechaluz-Verlag erschienen ist und uns die über den Anlaß hinaus bedeutsamen Gedanken dieses leider allzu früh vnn uns genommenen zionistischen Politikers und Denkers vor Augen führt. Vom entgegengesetzten Flügel der zionistischen Bcwegung stammt ein Buch, das durch seinen Gegenstand heute wieder besonderes Interesse gewonnen hat, nämlich die Schrift Jabot inskys ״Die jüdische Legion im Weltkriege“ (Jtkiischer Verlag). Mit dem Revisionismus setzt sich gegnerisch die Broschüre ״Wo steht der Revisionismus?“ auseinander (Hechaluz-Verlag). Fragen der zionistischen Tagespolitik ist eine Broschüre des Vorsitzenden der Exekutive der Jcwish Agency in Jerusalem Ben G urion gewidmet, die unter dem Titel ״Zionistische Außenpolitik“ im Hechaluz-Verlag erschienen ist. Mit der Geschichte des Zionismus beschäftigen sich eine Reihe von Büchern. Hier ist an erster Stelle das Werk von Adolf Böhm ״Die Zionistische Bewegung“ zu erwähnen (Jüdischer Verlag), dessen erster Band in einer sehr erweiterten Auflage vorliegt, während das Erscheinen des zweiten Bandes im Gange ist. Das Buch von Bölnn ist das Grundwerk der zionistischen Geschichte, zumal es mehr ist als eine historische Darstellung, indem es zugleich zu den einzelnen Phasen Stellung nimmt und immer wieder ihre aktuelle Bedeutung darstellt. Eine kurz gefaßte ״Geschichte des Zionismus“, aie eine gute erste Einführung abgibt, ist das Buch von Jakob Heller (Verlag Rubin Maaß). Einem Spezialthema ist die Biographie von Robinsohn über: ״David Wo! ffsohn, sein Leben und Wirken“ gewidmet (Jüdischer Verlag), die der Persönlichkeit des Nachfolgers Hcr/Is auf dem zionistischen Präsidentenstuhle ein Denkmal setzt. Das Buch von Cohn ״Von Pinsker zu Weizmann“ (Joachim Goldstern Verlag) versucht bedeutende zionistische Persönlichkeiten in kurzen Abrissen zu schildern. Besonders wichtig ist das Sammelbuch ״J i s r a e I, Vo I k und Land“ (Hechaluz-Verlag), das die unvergängliche Beziehung des jüdischen Volkes zu dem Lande seiner großen Vergangenheit in zahlreichen Dokumenten von der biblischen Zeit bis in unsere Tage hinein beleuchtet. Wichtigen dokumentarischen Wert haben die Protokolle der Zionistenkongresse. Einem Spezialzweig der zionistischen Arbeit gewidmet sind einige weitere Erscheinungen, nämlich das Thema der beruflichen Vorbereitung für Palästina, der Hach schar ah. Hier ist die Broschüre ״Hachscharah“ zu erwähnen (Hechaluz.- Verlag) und daneben die Sammelschrift von Melitz ״Das ist unser Weg“ (Joachim Goldstein Verlag), in der Briefe und Schilderungen Jugendlicher aus der Hachscharah zusammengestellt sind. L. Judentumskunde ist ein kaum abzugrenzendes Gebiet und vielleicht das wichtigste für uns, denn die Kenntnis des Judentums ist die erste Vorbedingung für alles, was wir als Gemeinschaft oder Einzelne jüdisch beginnen. Gewissermaßen ars der Schwelle dieses Gebietes und der Beschäftigung mit dem Judentum überhaupt stehen Bücher wie E. B. Cohns ״Aufruf zum Judentum“ (bei Scholeni) und ״Wir Juden“ von J. Prinz (bei Reiß), die feurigen Bekenntnisse zu Volk und Gesetz, deren Wirkung in zahllosen Fällen der Versuch war und bleiben wird, das Judentum und die Judenheit nun in Gesamt- und Einzeldarstellungen kennenzulernen. ״Das Wesen des Judentums“ findet man schön und gültig von Leo Baeck (bei Kauffmann) dargestellt und in ״Geist una Blut“ (Philo-Verlag) und ״Wege im Judentum“ (Schocken) des gleichen Autors noch in vielem ergänzt. Von anderer Warte gibt Bergmann einen Ueberblick über ״Das Judentum“ (bei Rubin Maaß). Daneben sind hervorzuheben die ״Jüdischen Schriften" von Hermann Cohen (bei Schocken), ״Heber Juden und Judentum“ von Steinthal (bei M, Poppelauer), die Auswähl ״Vom Bleibenden und Vergänglichen im Judentum“ von Steinheim (Vortrupp-Verlag) und vor allem die tiefgehende Gesamtschau in Rosenzweigs ״Stern der Erlösung“ (Schocken). Was die Religion betrifft, so kann man wohl S. R. Hirschs ״Schriften“ (Hermon-Verlag) als maßgebendes Buch der Orthodoxie ansehen; auf liberalem Boden stehen vyissen- Schaftliche Darstellungen wie Gutmanns ״Israelitische Religion“ (bei Poppelauer) und Friedlanders ״Jüdische Religion“ (bei Kauffmann) und pädagogische Versuche wie Jacobs ״Israelitische Religionslehre“ (bei Heller). Der Umschwung hat zwei Arten religiöser Literatur gefördert, die Besch reib ungderjüdischen Praxis und die Auseinandersetzung mit den Problemen der Gegenwart. Dies geschieht in Maybaums ״Parteibefreitem Judentum“ und ״Nene Jugend und alter Glaube“ (Philo- Verlag), in Munks ״Judentum und Umwelt“ (Hermon-Verlag), In Marx’ ״Judentum der Oegenwart“ (Goldstein), in den ״Predigten an das Judentum“ (Goldstein), ״Im Zeichen der Wiedergeburt“ von Schlesinger (Kedem), in Schoeps’ ״Jüdischer Glaube in dieser Zeit“ (Vortrupp) und Lemles ״Juden im Aufbruch" (Kauffmann). Eine ״Praktische Judentumskünde“ geben Leo Hirsch (Vortrupp), Swarsensky ״I las jüdische Jahr“ (jastrow) und Munks ״Welt der Gebete“ (Hermon). Historischen Ueberblick und Einzeldarstellungen findet man in ״Der wahre Talmudiudc“ und den ״Biograo''k׳'hen Charakterbildern“ von Katz (b i Poppelauer), in den Büchern von Schoeps ״Jüdisch-christliches Religionsgespräcl!“, ״Geschichte der jüdischen Religionsphilosophie der Neuzeit" und ״Gestalten an der Zeitenwende“ (Vortrupp) und in Wieners ״Jüdische Religion im Zeitalter der Emanzipation“ (Philo- Verlag). Ferner erwähnen wir das demnächst erscheinende Buch von Oberrabbiner Altmann ״Jüdische Volksseele“ (Berthold Lcvv Verlag). Die Darstellung der Judenheit ist ein wese ntiieher Bestandteil der Judentumskunde, sind auch hier gibt es eine Reihe vorzüglicher Werke. Die neueste und ebenso populäre wie umfassende Beschreibung der ״Juden in der Welt“ hat M. Wischnitzer gegeben (Reiß Verlag). Ruppins ״Sozjplogie der Juden“ (Jüdischer Verlag) ist die erste wissenschaftliche Gcsamtbehandlung des Themas, Silbergleits ״Bevölkerungs- und Berutsverhältnisse der Juden“ (Schocken) behandelt die Statistik der Juden in Preußen bis 1Q25. Von Beschreibungen, die Ausschnitte aus den! großen Gebiet behandeln, nennen wir Faitlovichs ״Quer durch Abessinien" (Poppelauer). * Was Martin Bub er als Persönlichkeit für uns bedeutet, was er in Schriften und Reden für uns und für die zionistisebe Sache im besonderen gewirkt hat, braucht hier nicht ausführlich dargetan zu werden. Seine Veröffentlichungen — die nun sämtlich der Schocken Verlag herausgibt — umfassen die verschiedensten Gebiete, und fast in jedem Abschnitt dieser Zusammenstellung müßte sein Name genannt werden. Indessen erscheint es Tätlicher, das Einzelne heraustusondern und das Wichtigste hier zu vereinen, um, wenngleich nur andeutend, auch die gemeinsame Linie fest« zustellen. Diese Linie ist mit den Worten Gemeinschaft und Ver« wirklichmig gekennzeichnet, etwa in dem Sinne, daß schon Geschehenes, Historisches, Gelebtes wie der Chassidismus zum Vorbild und Beispiel der Verwirklichung und Gemein- Schaft anzusehen ist, das Erzieherische, Philosophische, Ethische und Politische aber im Hinblick auf die zu verwirk• behende Gemeinschaft. So sind die Reden und Aufsätze aus der Frühzeit der zionistischen Bewegung wie aus den Nachknegsjahrcn weit mehr als gemeinhin Politik, sie sind ..Kampf um Israel“, wie die Reden und Schriften von 1021—!032 als Buch genannt sind, und die ״Reden über das Judentum“ sind die grundlegende Konzeption dessen, was für Bubcr ״Israel“ ist. ״Die Chassidischen Bücher“, die im einzelnen und einer Gesamtausgalie vorliegen, haben den Chassidismus zur allgemeinen Kenntnis gebracht und sind zudem das klassische Beispiel für jene Grundlinie, der die ״Ekstatischen Konfessionen" ein arabeskenhaftes Pendant beifügen. Diesem Fundament ist als ein Hauptstück die Veideutschung der Bibel bei/urcchncti. Von den verschiedensten Ausgangspunkten 11er kommen dam! die weiteren Schriften und Redet! zum läge dem großen Ziel entgegen, man mag sie philosophisch, psychologisch, pädagogisch, ethisch, religiös oder theologisch nennen: sie sprechen in der Krisis des Menschen dieser Zeit, zu deren l'eberwindung sie die Bereitschaft schaffen wollen wie ״Danicl. Gespräche von der Verwirklichung", ״Die Frage an den Einzelnen“, ״Die Rede, die Lehre und das Lied“, ״Die Stunde und die Erkenntnis", .,Ereignisse und Begegnungen“, ״Ich und Du“ and die ״Rede 11 her das Erzieherische". Und selbst die scheinbar nichts als wissenschaftlichen Werke wie das ,,Königtum Gottes״, dessen zweiter Band im Druck ist, oder die Parerga zur Bihelühcrtragung. zeugen bei aller überragenden Sachlichkeit von jenem Geist, den Hans Kohn in einem umfangreichen Opus ״Martin Buber, sein Werk und seine Zeit. Ein Versuch über Religion und Politik“ darstellt. H. flBERSETIUNGEN So notwendig es ist, das Wissen über die aktuellen Fragen des jüdischen Volkes und über seine Geschichte in immer weiteren Kreisen zu verbreiten, so klar muß es doch bleiben, daß diese Kenntnisse nicht das ersetzen können, was an geistigen Schätzen in unserer klassischen Literatur enthalten ist. Der Zugang zu ihr ist aus sprachlichen Gründen erschwert. Solange nicht alle Juden genügend Hcbräiscli können, müssen die Ueherset/ungen, die aus diesem großen, beinahe imüherscliharen Gebiet vorliegen, um so freudiger begrüßt werden, können sie doch wenigstens in gewissen! Umfange die Kenntnis der OriginalijUeilen ersetzen. Im Vordergrund steht natürlich die Bibel, der Tenach. Hier nennen wir das große Werk der Bibelübersetzung von Bubcr ־Rosenzweig (Schocken Verlag), das als Dokument unserer Zeit in die Zukunft eingeheii wird. Wir erwähnen weiterhin die Torczyncrsche Bibelübersetzung (Verlag J. Kauffmann), die für den praktischen Gebrauch besonders nützlich ist, die Bibelübersetzung vo״ Zimz (Verlag J. Kauftmanu), die Ueberset/ung von fternfekl (Verlag J. Kauffmann), ferner die •Pentateuch-Uebersct/ung von Bamberger, die Ueberset/ung der Spruche der Väter vom gleichen Verfasser (Verlag J, Kauffmann), die Ueberset/ung des Buches Esra von Breuer (Verlag J. Kan ff ru :»1111), die Psaimenübcrsetzung von Moses Mendelssohn (Verlag Kedem), die Uchcrsetzung des Pentateuch und der Haftaro'tl! mit Kommentar von Oberrabbiner I)r. Hertz (in Vorbereitung im jmlisrhen Verlag). Dann die Kommentare: Rascius Pentateuch-Kommentar iit deutscher Ueberset/ung (Verlag j, Kauffmann) und der Genesis-Kommentar von Jacob (Schocken Verlag). An diese Werke schließen sich die H a g g a d a h - S a m mlung von Lehmann (J. Kauf!mann Verlag) und die Haggadah-Samiiilung von Lewncr-tioitschalk (Verlag M. Poppelauer), der Bibel- und TalnnuLsehatz von Colin (Verlag J. Kauffmann), die Uebersetzung des babylonischen Talmud von Goldschmidt (Jüdischer Verlag) an. Schließlich heben wir zwei besonders bekannte und beliebte Bücher hervor, nätnlieh die ״Sagen der Juden“ und der ״Born Judas“ von Bin Gorion (bei(je Schocken Verlag), Sammlungen der schönsten Erzählungen aus der reichen Welt der jüdischen Hag• g a d a h. oe. ewerke Die Kenntnis all derjenigen Dinge, die mit Judentum zu tun haben, in allen ihren Verzweigungen ist ein enzyklopädisches Gebiet geworden. Es gibt selbstverständlich niemaiulen mehr, der auf allen geistigen und Lebeiisgebietcn, die in dieser Beziehung in Frage kommen, Bescheid weiß. Aus diesem Grunde ist das Bedürfnis an umfassenden Nach• schiagcwerken, um sich über jüdische Fragen zu informieren, ein außerordentlich großes, und es wird durch eine Reihe größerer und kleinerer Unternehmungen dieser Art befriedigt. In diesem Zusammenhänge nennen wir in erster Linie neben der Jüdischen Enzyklopädie (Verlag Esehkol), die nur unvollständig vorliegt, das vollständige Jüdische Lexikon (Jüdischer Verlag), das in seinen 5 Randen die Gesamtheit des Wissens vom Judentum darstellt und zu den Grundlagen einer jeden jüdischen Bibliothek gehören sollte. Als kleinerer Bruder dieses großen Unternehmens ist das einbändige Philo-Lexikon (Philo Verlag) hinzugekommen, das für die breite Masse der Benutzer ein vortreffliches Hilfsmittel beim Nachschlagen darstcllt. Weiterhin nennen wir in diesem Zusammenhänge das Jüdische ABC von Emil Bernhard Cohn (Verlag Rubin Maaß). —n.