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Jüdische Rundschau · 1937-11-09 · Heft 89 (9.11.1937) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 89 (9.11.1937)
Date
1937-11-09
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 89, 9. XU 937 JD D ISCHE RUNDSCHAU Seile f Palästina am Balfour - Tag Von unserem palästinensischen Korrespondenten gl. T e I A v i v, 2. November 1937 Die Artikel, die die jüdische Presse in Palästina zum zwanzigjährigen Jubiläum der Balfour-Deklaration bringt, sind charakteristisch für die Mentalität im Lande und die politische Einstellung in der gegenwärtigen Wartezeit. Es sind nicht übliche Jubiläumsartikel. Dafür sine! die politischen Tagesfragen zu unklar, das Schicksal der Balfour-Deklaration und des Mandates selbst zu sehr in Frage gestellt. Die Artikel geben einen Rück bl ick über die vergangenen zwanzig Jahre mit ihrer intensiven kolonisatorischen Arbeit und Ausblicke in die heute so unklare Zukunft. Zwei Momente, die in verschiedenen Blättern wiederkeh• ren, sind charakteristisch für die Haltung sowohl der Zeitungen wie auch des Publikums und verdienen daher beson* ders registriert zu werden. Es wird darauf hingewiesen, daß nicht so sehr der arabische Terror und die damit verbundene Unsicherheit als Grund für die bestehende sorgenvolle Hai* tung anzuselien ist, als vielmehr die Unklarheit der Situation und die Aussicht, daß noch etliche Zeit vergehen mag, bis wir wieder festen politischen Boden unter den Füßen haben. Insbesondere wird (iie Erklärung Ormsby-Gores im englischen Parlament kritisiert, daß London nicht daran denken könne, die erwartete Kommission nach Palästina zu schicken, ehe wieder Ruhe im Laude hergestellt sei. Unter den gegebenen Umständen, wo die Politik der Araber dahin geht, ihre Gegnerschaft gegen alle von den Engländern gemachten Vorschläge, insbesondere den Teilungsplan, durch Gewaltakte zn demonstrieren, müsse eine derartige Erklärung eher dahin wirken, den Terror anzuspornen, als ihn zu entmutigen. Denn da die Araber an der Kommission und an der Teilung nicht interessiert sind — jedenfalls nicht die extremistischen und die ihnen nahestehenden terroristischen Gruppen —ך kann eine solche Erklärung sie nur in ihrer Ha!- tung der Sabotage bestärken. Es besteht im Lande die Empfindung, daß derartige Erklärungen in London viel weniger Gewicht haben als hier in Palästina, wo jede Aeußerung der Minister und Parlamentsmitglieder doppelt und dreifach unter die Lupe genommen und interpretiert wird. So wirken unter Umsländen einfache Informationen, die in London auf Fragen erteilt werden, ganz anders und viel stärker als sie beabsichtigt werden. Weitere Bemerkungen der Presse befassen sich mit der Berichterstattung der ausländischen j ii d i - sehen Presse über Palästina. Dabei wird an der Dar- Stellung, die über Ereignisse im Lande gegeben wird, scharfe Kritik geübt, Es wird zwar zugegeben, daß nicht etwa von Schüssen berichtet wird, die nicht gefallen oder von Bornben, die nicht geworfen wurden. Dagegen beklagt sich die hebräische Presse, daß der Gesamtei n druck, der sich aus der Wiedergabe der richtigen Nachrichten ergibt, insfesamt ein schiefer und geeignet ist, ein falsches Bild von er Gesamtsituation zu geben. Wenn die Presse draußen in jeder Nummer eine Zusammenstellung der in Palästina vorgekommenen Gewaltakte gibt, so verschwindet dabei notwendigenv eise der Fluß des normalen Lebens, der trotz allen Schießens nicht aus seinem Lauf abgewendet worden ist. Es fehlt jener Widerhall des normalen Lebens, das trotz allem Terror, aller politischen Unsicherheit und allen Wirtschaftsschwierigkeitcn überall im Lande vorhanden ist. Es wird in der palästinensischen Presse zugegeben, daß dieser falsche Eindruck im Auslände fast un v erm eidlic h ist, weil der Terror dort eine stärkere Resonanz findet und gerade die normalen täglichen Dinge nicht einfach wiederzugehen sind. Gerade an einem Tag der Umschau wie dem 2. November, an dem die Gedanken besonders auf den Schwierigkeiten weilen, ist es charakteristisch, daß Palästina darauf bedacht ist, der Gallith zu zeigen, daß die Juden hier die Dinge mit einer charakteristischen Ruhe ansehen, darauf bestehen, ihr Leben und ihre Arbeit soweit wie möglieh normal zu leben und damit den Weg in klarere und aktivere Zeiten offenzuhalten. Strafmaßnahmen Im Hinblick auf die wiederholte Beschießung der Eisenbahnstation Lydda hat der Rcgicrungskoinnussar von Rande die Besitzer der in der Nähe gelegenen Plantagen vorgeladen und ihnen initgcteilt, es würden iin Wiederholungsfall 30 m breite Straßen durch die Oangenplanfagen gelegt werden. Der Rcgiciungskominissar weigerte sich, eine Gegenerklärung entgcgenzuneliinen und betonte, daß dies die unwiderruflich letzte Warnung sei. Der stellvertretende Polizeikommandant von Beer Scluwa hat den Bürgermeister, die Mitglieder des Genieinderates, den Kliadi, den Mufti und andere mohammedanische Geistliche auf gefordert, bei der Wiederher- Stellung von Ruhe und Ordnung mitzuwirken. Den Notabein wurden scharfe Maßnahmen für den Fall der Fortdauer der Unruhen angedroht. In der Umgebung von T ulk er em, wo vor kurzem eine Militärpatrouille beschossen wurde, ist eine Razzia durchgefiilirt worden. Siebzehn Araber wurden verhaftet, mehreren Dörfern sind Kollektiv-Strafen auf erlegt worden. ״Fclestin“ meldet, daß die 2000 Pfund, die die Ortschaft Da 11 r v a bei Hebron zu zahlen hat, zur Durchführung öffentlicher Arbeiten verwendet werden. ״El L i w a a“ berichtet, daß nach einer Unterredung des Distriktskommissars von Jerusalem mit dem Distriktsbcamten von Hebron die Dauer der strafweisen Besetzung von Dalirya durch einen Polizeiposten von drei Monaten aut einen herabgesetzt worden ist. Die fünf Mitglieder des Wakf-Komitees in Ikba bei R a m 1 e h sind unter der Beschuldigung, 1500 Pfund Wakf-Gelder veruntreut zu haben, verhaftet worden. Sie erklärten, daß diese Geldsumme, die für die Errichtung einer Moschee bestimmt war, ohne ihr Verschulden verloren gegangen sei. Die Mitglieder des Obersten Moslcruitischen Rates sind verständigt worden, daß der Direktor des Wakf-Fonds, lzzat Darwaza, der nach Syrien geflüchtet ist, seines Postens enthoben worden sei. Die Rückkehr nach Palästina wird ihm nicht gestattet. Aus dem Gefängnis von Akko sind zwei politische Gefangene, Ketnal el Hadsch Tahr und Dr, Fakhri ed Din, krankheitshalber entlassen worden, Abreise Wauehopes verschoben High Commissioner Sir Arthur Wauch ope hat sich in• folge seines Gesundheitszustandes genötigt gesehen, die für diese Woche in Aussicht genommene Rück kehr nach Palistina zu verschieben. Er beabsichtigt nunmehr, sich am 10. November im Flugzeug nach Palästina zu begeben, um noch an der Feier des 19. Jahrestages des Waffenstillstandes im Weltkrieg teilnehmcn zu können. Am Waffenstillstandstag nimmt der High Commissioner alljährlieh die Parade über die Truppen der Jerusalemer Garni• son ab. In dem Befinden des High Commissicners Sir Arthur Wauchope, dessen Gesundheitszustand in den letzten Tagen zu Besorgnis Anlaß gab, ist eine leichte Besserung eingetreteiu Das Neueste in Kürze Politische Nachrichten Zu der Verhaftung Chamdi el Husseinis, eines Mitgliedes der Familie des Mufti, wird mitgeteilt, daß er ein Führer der arabischen Kommunisten ist, den die Polizei seit langem gesucht hat. Chamdi el Husseini hat zwei Jahre lang in Moskau an dem Institut für Propaganda unter den asiatischen Völkern studiert. Die in Haifa erscheinende arabische Wochenschrift ״El Garmel“ ist für die Dauer von vier Wochen verboten worden. Die in englischer Sprache erscheinende arabische Wochen- Schrift ״Pa lest ine and Transjordan“ ist für drei Monate verboten worden. Die von ausländischen Sendern verbreitete Meldung, daß m Damaskus ein Armenier unter dem Verdacht der Ermordung des Distriktskommissars von Galiläa, Louis Andrews, verhaftet worden sei, ist durch den palästinensischen Rundfunk amtlich dementiert worden. Der britische Rundfunk beabsichtigt, ln spaiiischer, portugiesischer und arabischer Sprache Nachrichten zu senden. Mit dem Sendedienst in arabischer Sprache will der britische Rundfunk dem italienischen Sender von Bari entgegenwirken. Die arabische Zeitung ״Feiest!«״ meldet, die Irak!- sehe Regierung habe der britischen mitgeteilt, daß sie Keren Kajemath Lejlsrael Berlin W15 Postscheck 28247 1׳ Ä * J liül 7/ Jetzt erste Büchsenleerung 5698 gewillt sei, bei 11er Lösung der augenblicklichen Schwierigreiten in Palästina zu vermitteln, jedoch unter der Bedingung, daß den Arabern, die ans Palästina verbannt sind, die Rückkehr gestattet würde. Eine Abordnung der Mohammedaner Aegyptens hat der britischen Gesandtschaft in Kairo einen Protest gegen die Balfour-Deklaration üb erreicht. Acgyptischcn Pressemeldungen zufolge hat der Emir von Ko weit dem Komitee zur Unterstützung der Araber Palästinas in Bagdad seine Unterstützung zugesagt. Von den nach den Seycliellcn-inseln d e p o'rt i e r t e n arabischen Führern ist in Jerusalem ein Bericht ein* getroffen, in dem sie mittcilcn, daß sie bei voller Gesundheit sind und sehr rücksichtsvoll behandelt werden. Das Amtsblatt kündigt einen neuen Erlaß an, wonach an Verwandte und Erben von Polizisten, die im Dienst getötet wurden oder starben, Pcnsionsgelder ausgczalilt werden sollen. Laut ״Fcleslin“ sollen in allen Kreisen englische D i s t r i k t s b c a in t e mit den wichtigeren Funktionen betraut werden, während den arabischen und jüdischen Distriktsbeamten nur noch die Einziehung der Steuern und die Behandlung landwirtschaftlicher Fragen überlassen bleiben soll. Wie die Tageszeitung ,,El Dschamea e! Islamie“ berichtet, hat der Staatsanwalt M וו s a el A I a m i, der auf Vorschlag der Kgl. Kommission durch einen britischen Beamten ersetzt wurde, die Uebernalime eines anderen Regierungspostens abgelelmt. Er will in den Ruhestand treten. In dem neugevväliltcu G e s c t z g ebenden Rat Tr a n s- Jordaniens besitzen die Anhänger Emir Abdullahs die absolute Mehrheit. Die Opposition hatte die Wahl boykottiert. Jussut Jassin, der Privatsekretär des Königs Ihn Saud, traf zu einem offiziellen Besuch in Da in;1 s k u s ein. Man vermutet, daß sein Besuch die Vorbereitung eines Freund- Schaftspaktes zwischen Syrien und Satidia gelter! sollte. Nach Zciiuiigsmcldtingen wird jassin seit der syrischen Ucberschwcmmungskatastropiie vermiß t. Der britische Richter in Safed hat 56 Juden wegen ״illegaler Einwanderung“ zu Gefängnis und Landesverweisung verurteilt. Wirtschaft Der Budget -Voranschlag der Palästina-Regi erung für 1038 sieht Ausgaben von mehr als sechs Millionen Pfund vor, darunter einen zusätzlichen Beitrag von 95 000 Pfund für die Polizei. Ueber Haifa wurden bisher in dieser Saison 116 000 Kisten Grapefruit und Zitronen, zu in größten Teil nach England, verschifft. In den Monaten Juli bis September wurden itn Tel- Aviver Hafen 27 791 t, in Jaffa dagegen nur 24901 t gelöscht. Irt Haifa trafen 28 japanische Matrosen mit einem Kapitän ein, um das Schiff ,,Tel Aviv“ nach Japan zu befördern. Das Schiff wird den Japanern diese Woche endgültig übergeben. In Beirut wird es die japanische Flagge hissen und Fracht nach Japan auf nehmen. Nach dem Bericht der Regien! ngsabteüung für Statistik sind in den letzten acht Monaten 50000 Dun am Boden in Palästina von Juden erworben worden. Hiervon sind jedoch von Arabern bloß 18 00(1 Dunam gekauft worden, während die übrigen 32 000 Dunam ihre jüdischen Besitzer gewechselt haben. Einem Bericht zufolge haben die Einnahmen des Keren Kajcmeth in Palästina im Jahr 5697 £ 10 6 00 betragen. Der städtische Haushalt von P et ach Tikwah sieht für das Finanzjahr 1937-38 Einnahmen in der Höhe von 34 611 u11d Ausgaben in der Höhe von 33 103 Pfund vor. Die Paiastinaregierung hat die Aufnahme einer Anleihe von 3000 Pfund durch die Stadtverwaltung von Safed bei der Barclavs Bank zur Versorgung der Stadt mit elekirischer Beleuchtung genehmigt. Die Tcl-Avivcr Stadtverwaltung hat ein Grundstück von 300 Dunam am gegenüberliegenden Ufer des Jarkon bestimmt, auf dem ein Flugplatz für die Stadt Tel Aviv errich« tet werden soll. Line Anzahl von Juden hat sich bereit erklärt, Kapital für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen, Sobald die Zustimmung der Regierung vorliegt, wird mit den Arbeiten begonnen werden. In den nächsten Tagen wird in Jerusalem eine neue Textilfabrik eröffnet werden, in der 60 Arbeiter beschäftigt sein werden. Ferner wurden in Jerusalem zwei weitere jüdische Fabriken gebaut, davon eine zur ׳Fabrikation von Asphalt, die 20 Arbeiter beschäftigen wird. Die zweite Unternehmung ist eine (irießmiihle. 111 Kürze wird ferner die Jerusalemer AHirniiiininfabrik ihre Tätigkeit wieder auf« nehmen. (Palcor.) In den nächsten Wochen beginnen in Haifa die Arbeiten für die Errichtung einer neuen grollen, modernen Molkerei der ״Tiiiiwa“. Aut Anregung führender Wirtschaftsfachleute fand itn Saale des Industriellenverbandes in Tel Aviv eine Versa mm* lang statt, in der beschlossen wurde, einen w irt Schafts* politischen F a c 11 v e r b a n d f ii r Palästina zu gründen. Der Verband will durch gründliche Untersuchungen in verschiedenen Wirtschaftszweigen die Entwicklung einer Planwirtschaft fördern. Die Palästina-Regierung hat zur Unterstützung der Opfer der Uebersehwcmmuiigen im Beer Scheba-ücbiet einen Betrag von 500 Pfund bewilligt. Die Tageszeitung ״A Difaa“ meidet aus Bagdad, daß dort Verhandlungen zwischen den Regierungen des Irak, Syriens und Transjordanicns über Abschaffung des Paßzwanges und über die Aushebung der Zollschranken im Ver* kehr zwischen den drei Landein geführt werden. Vermischtes Nach der letzten Zählung hatte Haifa mit Vor• Städten Anfang September insgesamt 107 000 Einwohner, darunter ca. 60 000 Juden. Die Juden bilden also 57 0 0 der Gesamtbevölkerung. 111 Haifa fand die Grundsteinlegung zu einem neuen großen Gebäude statt, in dein das Ein wände« rungsamt der Jewish Agency, das sich vorläufig in Bat Galim befindet, imtergebradit werden soll. Wie dem ,,Haboker“ von zuverlässiger Seite mitgetcilt wird, soll vom 1. April 1038 an ein erhöhtes Budget für die Polizei, für das ürenzkorps und fur die Grenzwachen in Palästina und Transjordanicn bewilligt werden. Aut der Straße von Petaeh Tikwah nach Tel Aviv über« schlug sich ein Militär-Lastkraft w a g e n, wobei drei englische Soldaten verletzt wurden, von denen einer schwer verwundet ins Beilinson-Krankenhaiis geschafft wurde. Der zur Polizei in Nazareth gehörige berittene Polizei« Offizier Murphy wurde in der Nahe von Tantara an der Südgrenze Palästinas erschossen a 11 f g c f u n d e 11. Ne« ben der Leiche lag ein Revolver; es scheint Selbstmord vor« zuliegen, Iler Distriktskomnnssar von Jerusalem, Geoffrev McLa« ren, tritt einer Meldung der ״A Difaa“ zufolge am 1. Januar 1938 in den Ruhestand. McLaren, der im 55. Lebensjahr steht, ist seit 1920 in der Palästiiiaverwaltnng tätig. Der Leiter der Kriminalpolizei (Criminal Investigation Department), Albert John K i n g s 1 e y ־ H c a t h, ist zurückgetreten. Kingsley-Hcath war siebzehn Jahre lang bei der Palästinapolizci tätig. Aus nichtjüdisclicr Quelle in London wird dem ״Dawar״ berichtet, daß in einer Versammlung der Heilsarmee die Möglichkeit arabisch-jüdischer Zusammenarbeit in Galiläa zur Schaffung einer Siedlung 11״ ichtari scher C 11 r i ־ sten“ aus verschiedenen europäischen Ländern erörtert worden ist. Die Jüdische Meeresiiga arbeitet einen Plan zur Er- Öffnung von z w c i M a r i n c s 1:11 u 1 c 11 aus. Die eine Schule soll dem jüdischen Technikum in Haifa, die zweite der Max Pein •Fachschule in Tel Aviv angegliedert werden. Von den höheren jüdischen Regierungsbeamten wird ge* plant, eine Sammlung zur Pflanzung eines Avitioam* Hains des Jüdischen Nationalfonds 7um Andenken an den ermordeten Oberinspektor des jüdischen Schulwesens, Avi« noani Yetlin, ein/ulntcn. Das Zentralkomitee des Hebräische 11 Welt ver« ha!!des hat beschlossen, zum Frühjahr 1‘US einen Kongreß des Verbandes eiimiberufcn, der mit einer hebräischen Killturausstcllung und einer Schau über das hebräische Er* ziclmngswcsen verbunden sein soll. Der hebräische Dichter Jacob Steinberg feierte seinen 50. Geburtstag. Unter dem Vorsitz des französischen Konsuls in Jaffa, Pcricux, fand im Hotel San Rcmo in Tel Aviv die Gründtitißsversammlung der ״Union F r a 11 c a i s e “ statt, die die in Palästina!ebenden französischen Staatsbürger erfassen will. _ Debatte über Teilung. Die Hitacbduth Olej Ger« in a 11 i a veranstaltete in j e r tts a 1 e n! einen Ausspracheabend über das Referat von Kurt B 111 nt e n f e 1 d zur Teilungsirage, C, Z. Klötzel behandelte die Frage: ״Was bedeutet Palästina für die Engländer?“ Dr. Engen Mever (früher Frankturt a. M.) nahm gegen den Teilungsplan Stellung. Dr. Wer* ner Senator glaubte, daß immer noch die Möglichkeit des binationalen Staates gegeben sei, indes die Herren Richard Licht heim, A. Berger und Kurt Blumenfeld selbst für rasche Verwirklichung des Teilungsprojektes eintraten, Herr A. Käst ler, Korrespondent des ״News Chronicle“, berichtete über seine Unterredungen mit den Führern der ara« bischen Parteien und dem Herrscher von Transjordanien, Emir Abdullah. Alle arabischen Parteiführer, führte Herr Köstler ans, seien zu einer Rouint-Tablc-Konfcrenz mit den Juden bereit, unter der Bedingung, daß der Jischuw niemals mehr als 30 ״•! der Gesamtbevölkerung ausmache und die Juden in Palästina keine staatspolitischen Aspirationen verfolgtcn. Emir Abdullah äußerte die Ansicht, daß kein arabischer Herrscher der Teilung eines arabischen Landes zustimmen würde, aber, vor ein lait accompli gestellt, würde inan ein neues Verhalten an den Tag legen. Die Vereinigung ״Beth Haam“ in Jerusalem, welche zu den Schabbatvormittagen populärwissenschaftliche Vorträge zu veranstalten pflegt, lud ihre zahlreichen Freunde zu einem künstlerisch-geselligen Abend, auf dem Professor Harrv Torczyner über die Bestrebungen der Vereinigung sprach und die Jerusalemer Geigerin Edith Bluhm zur musika* lischcn Ausgestaltung des Abends beitrug. Institut für Außenhandel. Die Jewish Agency hat ge« mcinsam mit der Anglo-Palcstine Bank, der palästinensischen Industriebank, und dem Industriellcnverband ein Institut für Außenhandel gegründet, dessen Aufgabe es ist, die Möglichkeiten des Außenhandels zu studieren und in allen den Export betreffenden Fragen Ratschläge und Hilfe zu erteilen. Das Institut befindet sich in Tel Aviv, 73, Rechow Nachlath Benjamin (P.Ü.B. 2001, Tel. 530). (Schluß des Palästlnatcils)

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