Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 87 (2.11.1937)
- Date
- 1937-11-02
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 87, 2. XI. 1937 GESTALTEN 3 u di $ cVitv lXe r<3 an ge hK e it II. Debora Persönlichkeit, Die ersten zwei Jahrhunderte jüdiecher Geschichte auf dem Boden Palästinas — die sogenannte ,,Richterzeit“ (12. und 11. Jahrhundert v. Chr.) — waren von harten Kämpfen mit der Landesbevölkerung erfüllt. Aus dieser Sturm• und Drangperiode wird uns die Erinnerung an eine gottesbegeisterte Frau bewahrt, die durch die Kraft tiefgläubiger Frömmigkeit Retterin ihres Volkes in schwerster Schicksalsstunde wurde. Debora, Frau des Lapidot, war eine der in der Bibel als ״Richter“ (Scliofetim) bezeichneten Heldengestalten, die in diesem Zeitalter, von Gott er* weckt, sich an die Spitze einzelner Stämme oder zeitweiliger Verbände von Stäinmen stellten, um Israel zu ״richten“ und das Volk aus der Hand seiner Feinde zu befreien. Sie war Prophetin und Führcrin, Dichterin und ״Mutter in Israel“. ״Sie saß 1unter der Debora-Palme zwischen Rama und Bet-El im Gebirge Ephraim, und die Kinder Israels gingen zu ihr hinauf zu Gericht“ (Jud. •1, ö). Peter i'ingesun: ״Debora“ 1 oto; Herbert J'nunenMd _ Werk. Durch überragende kriegstechnische Ausrüstung (,,eiserne Wagen״) hatten die Stadtbewohner des nördlichen Kanaan in jener Zeit die israelitische Bauernbevölkerung in der Jesreei-Fbene (Einck) und in Galiläa sich dienstbar machen und jeden bewaffneten Widerstand im Keime ersticken können. Da trat D cbora auf den Plan und rief im Namen des Gottes Israels zum heiligen Kampf gegen die Bedrücker auf. Durch ihr unerschütterliches Siegesvertrauen hauchte sie den Vcrzagten neuen Mut ein. Barak, Sohn Abinoams, Führer des Stammes Naftali, folgte ihrem Ruf. ihm schlossen sich andere Stammeshäuptlinge, ehe Stämme selbst mit fortreißend, an. Deboraschlacht. Am Bach Kischon, zwischen dem Berge Tabor und den kanaanitischen Burgfesten Meggido und Taanach (Tcl-Ta-Anek) traten die israelitischen Bauern, DEBORA-SCHLACHT caJsraclitan «1 Kanaanäei- 'Aus: Auerbach: ״Wüste und Gelobtes Land“, I. Bd. Schocken-Verlag. mit Barak an der Spitze, dem unter dem Feldherrn Sissera stellenden Heere der nordkanaanitischen Koalition entgegen. Die Schlacht endete mit einer vernichtenden Niederlage der Kanaariäer (in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts). Dad u r c 11 w a r der A u s g a 11 g des Kampfes z w i s c 11 c ת den Israeliten und den Kanaanäern um d i e B e - 11 c r r s c h 11 n g des Landes endgültig e n t s c 11 i e - den. Der israelitische Bauer wurde vom Frondienst fremder Herren befreit. In der jüdischen Geschichte Pa- 1 a s t i 11 a s begann eine 11 c u e E p o c h e. Wertung. Die Bedeutung Deboras kann nicht hoch geling eingischät/t «•erden. Sie selbst war keine Kriegs- Heldin, sondern ״Seherin“ und Geistesheldin. Sie steht als Frau einzig in der jüdischen Geschichte da. Dal) sie eine solche führende Rolle im jüdischen Volksleben spielen konnte, ist für die Stellung der Frau im alten Israel höchst kennzeichnend. Wichtiger als die national-politischen Folgen ihrer Tat war ihre g e i s t i g - r e 1 i g i ö s e Wirkung. Durch die Glut ihres Glaubens an den alten Gott Israels vermochte sie den im Volk weitverbreiteten Einfluß der Baalsreligion zu überwinden. Im Augenblick schlimmster Gefährdung des jüdischen religiösen Gedankens lebt in Debora der Geist Moses wieder auf. Sie erweckte das Selbstbewußtsein des jüdischen Volkes — das Bewußtsein seiner Einheit kraft des Sinai-Bundes. -ך Die religiöse Erneuerung bedeutete auch eine sozial-rechtliche Neuordnung und eine Neugestaltung des Volkslebens auf G r u n d d e r von Mose verkündeten ״Satzungen und Rechts- Spruch e.“ Debora-Lied. Das als ״Debora-Lied“ bekannte Siegesgedieht (Jud. 5) ist wohl nicht von Debora selbst verfaßt, stammt aber unzweifelhaft aus ihrer Zeit und atmet ihren heldisch-gläubigen Geist. Fs ist eines der ältesten Denkmäler der jüdischen Dichtung und gilt ״als schönstes Heldenlied der Hebräer“. Das unschätzbare kulturgeschichtliche Dokument spiegelt die inneren Zustände und die religiösen Vor- Stellungen jener heroischen Zeit wider. Das Lied schildert anschaulich das Elend und den wirtschaftlichen Niedergang des israelitischen Bauerntums: ״In Schamgars Tagen, des Sohnes Anats, In den Tagen Jacls, Stockten die Wanderzüge, Und die der Wege zogen, Gingen krumme Pfade. Es gab keine Richtergewalt mehr in Israel — Gab nicht mehr! Bis du aufstandest, Debora, Aufstandest — eine Mutter in Israel! Der Gott Israels, der sich seinem Volke am Sinai oftenbart hatte, ist der gewaltige Gebieter der Natur und der Heerscharen, zugleich aber auch ein Gott der Gerechtigkit und Gnade: ״Gott, als Du auszogest aus Seir, Einherkamst aus dem Gefilde Edoms, Da bebte die Erde, Es troffen die Himmel, Da troffen die ,Wolken von Wasser vor Gott, — Briefe an die Redaktion Betrachtungen rum ״Golem“ Berlin, den 25. Oktober Sehr geehrte Redaktion! Mit der Aufführung des ״Golern“ ging cs mir so: Abgesehen von der bekannten Sage um Rabbi Low, war mir der Film und die Aufführung vor zirka achtzehn Jahren erinncrlieh. Damals schien ein Sclirekkeil von der Gestalt des Golem auszugehen, nur ein Grauen, hervorgerufen durch die ungebändigte Tierkraft, die dem mechanish lebenden Wesen eignete. Die heuiige Aufführung ist wirklieh eine Offenbarung. liier ist Golem das Geschöpf, der Mensch ülrerhaupt. Sein Leben ist unser Leben. Sein Ringen, sich loszulöscn von der erdgebundene-n .Materie zur strahlenden Kraft des Lichtes, unser eigener Versuch, zur Klärung zu gelangen. Im Golem sehen wir die Urkraft ringen mit der platz-!ich vorhandenen Umwelt, und vir sehen sie wieder daran zugründe gehen. Alles ander« ist Berlin-Schöneberg, 26. Oktober Sehr geehrte Redaktion! Die Ang.alren des Herrn Kloetzel in Nr. 85 Ihres Blattes über die Scgclflugexpedition zur 11. Makkabiadc rmiß ich dahin richtigstellen, daß nicht Herr Feige oder Rappaport der Gründer und Leiter war, sondern ich. Schon zur I. Makkabiade hatte ich Begleiterscheinung: der Ehrgeiz und die Willenskraft des ihn führenden Rabbi, das Volk, das immer staunend, ablehnend und verängstigt der Kraft des F:cmden gegenüber steht. Gestört in seinem Stichen nach dem geistigen Licht, wird sein Bewegen zerstörend. In der Verwirrung entzieht sich ihm der letzte Halt. Der Rabbi selbst, ratlos vor der entfesselten Gewalt, gibt den Golern der Erde zurück. Es hat mir leid getan, daß viele der Zuschauer sich dem Eindruck der großen Lehre dieses Spiels entzogen. Es tat mir leid für beide Teile: für die, die in bester Form uns dies Erleben boten, für die anderen, die mühselig und beladen sich fürchteten vor der Erkenntnis. Und ich stehe auf dem Standpunkt, daß gerade unsere Mensehen heute an ernsten Themen sich stärken können. Hochachtungsvoll Felicia Guggenheim dasselbe versucht, blieb aber allein. Die ersten Mitglieder waren der alte Jagd- Und Segelflieger Jacob I.edermann und meine drei Mitarbeiter an meinem Flugzeug: Meyerstein, Thallcr und Braunhardt. Die übrigen Mitglieder holte ich mir aus ganz Deutschland zusammen. Herr Feige, der zuerst nach Ecuador auswandern wollte, kam erst ungefähr vier Monate vor der Makkabiah durch Herrn Meyerstein zu uns. Er sollte die Expedition als Me• tcorologe begleiten. P01101 die holte ich aus Dresden. Die Expedition, die aus Man• gel an Unterstützungen zu sohei• fern drohte, wurde in letzter Minute durch Herrn Bernstein ermöglicht, der auf Veranlassung von Feige zwei Granau ־ Baby Flugzeuge und vierzehn Freiplatze auf der ״Tel Aviv“ stiftete. Kurz vor der Makkabiade teilte ich mit Herrn Feige auf seine Bitte hin die Leitung. Die Flugleitung hatte ich. mein Vcrtxeter war Weinstein. Die beiden Flieger Weinstein und Rappoport stellten in wenigen Tagen den Landesrekord von sechs Stunden auf. Die Mitglieder der Gruppe in Palästina waren: Meyerstein, Breslau 1, den 29. Oktober Sehr geehrte Redaktion! Man kann darüber streiten, ob der von Stein in Ihrer Zeitung Nr. 82 gemachte Vorschlag mit einem kleineren Risiko als der von der Kommission geplante Judenstaat verbunden ist. Ich muß aber dagegen Protest erheljcn, daß von verantwortlicher Seite das Argument, der Unfähigkeit der Juden zum Sclbstregieren in die Diskussion hinein• getragen wird. Wenn wir nicht an unsere Fälligkeit glauben, Thallcr, Braanhardt, Feige, Rosenthal, Juliusburger, Wachsner, Weinstein, Rappoport, Lcvy, Schragenheim und Sultan. Später gingen aus Palästina fort: Weinstein nach Südafrika, I evv nach Südamerika, Braunhardt nach USA, und Rosenthal nach London. Vor zirka acht Tagen besuchte mich Herr Rappoport vor seiner Rückfahrt nach Warschau. Er hat inzwischen einen Flug Warschau—Schwarzes Neer in einem Tag gemacht und hofft jetzt, eine Maschine von Warschau nach Palästina auf dein Luftwege zu bringen. Ueber die Vorgeschichte der Scgelfktggruppe, ihre Arbeit in Palästina wäre noch sehr viel zu sagen, aber das bleibe einer späteren Zeit Vorbehalten. Ergebenst Di, Martin Sultan werden wir weder in dem von Stein vorgescltlagenen Mandatsgebiet noch in einem Judonslaat unser Ziel — die Erlösung Israels — erreichen. Mit Zion.sgruß! Dr. E. Urbach Dozent arn jiid.-theol. Seminar * , * Der Gedanke der ״Hehrzeit“, der vom Völkerbund ausgeht, braucht u. E. in Anbetracht der Umstände nicht als kränkender Zweifel an der Fähigkeit der Juden empfunden za werllen. (Red.) Segelflug in Palästina Sind die luden staatsfällig? Der Sinai da vor Gott, Dem Gott Israels. Mein Herz gehört den Gesetzgebern Israels, Den sich willig Hingebenden im Volk. — Die ihr auf weißen Eselinnen reitet, Die ihr auf Teppichen sitzet, Die ihr des Weges wandert — Erzählt es! Horch: Taktschlagende zwischen den Schöpfbrunnen! Dort wechselsingen sie die Gerechtigkeit Gottes, Die Gerechtigkeit seines Richtcrtunis in Israel. Da schritt zu den Toren das Volk Gottes.“ In wuchtigen Zügen wird der Sieg Israels über die Feinde Gottes gepriesen: ״Vom Himmel her stritten die Sterne, Von ihren Bahnen stritten sie gegen Sissera. Der Bach Kischon spülte sie fort — Der Urzcitsbach — der Bach Kischon, Spanne dich, meine Seele, mit Kraft! Da stampften die Hufe der Rosse Vom Galopp, Galopp ihrer Renner.“ Literatur. Ausführliche kritische Analysen des Bibelberichtcs über Debora und die Debora-Schlacht sind in den sogenannten ״Einleitungen zum Alten Testament“ (von Cornill, Kaulen, Sellin u. a. m.) und in den Kommentaren zum Riehterbuch von Nowack, Budde, Zapletal u. a. enthalten. Der dunkle und scheinbar mehrfach verdorbene Text des Debora- Liedes bietet an vielen Stellen fast unüberwindliche Schwierigkeiten. Als wissenschaftliche Deutungs- und Verdeutscliungsversuche sind die von V. Zapletal (Debora-Lied, 1903), E. Kautzsch, Martin Buber und H. Torczyner (in ihren Bibel- Übersetzungen) zu nennen; sie wurden z. T. für die obige Uebersetzungsprobe benutzt Dr. J, H. Beginn der Konzert •Saison in Holland. Unser hollä ndischer RL.-Berichterstatter schreibt uns: Der Violinist Carl Flesch war der Solist im ersten Sonntagmittagkonzert desConcertgebouw in Amsterdam, bei dem Mengelberg auch Mahlers vierte Symphonie zu Gehör brachte. Im Haag wurde die Reihe der Konzerte des Residenz-Orchesters von lsay Dobrowen eröffnet, der sich hier bereits einen ausgezeichneten Namen erworben hat. Vor allem bei der Wiedergabe von Strawinskys ״Petruschka“ lionnte er die starke Dynamik urid das ausgeprägte Gefühl für Kontraste — die besonderen Kennzeichen seiner Stabführung — in hohem Maße zur Geltung bringen. Nathan Mi!stein, der Solist des Abends, erntete außerordentlichen Beifall für sein zugleich virtuoses und warmes Spiel. Reim Violinkonzert von Tschaikowsky erwies sich das Zusammenspiel beider Künstler als besonders fruchtbar. Nathan ,Milstein eröffnete auch die Mcisterserie des Amsterdamsdien Kunstkreises ״Voor Allen“. Die Serie von Pianokonzerten begann mit einem Abend der Cembalistin Wanda Landowska, die mit ihrem meisterhaften Spiel die frühe Musik den Zuhörern lebendig machte. Vom Palästinakalender. Das in dieser Woche im Palästinakalender gezeigte Bild .,Eukalyptusbäume im Sturm“ stammt von Dr. Mandowsky, Breslau (nicht, wie irrtümlich angegeben: Foto Stern). Herr Dr. Baruch Kahane bittet uns, auf diesem Wege seinen Dank für die zahlreichen Aufmerksamkeiten anläßlieh seines 70. Geburtstages zu übermitteln, da er aus gesundheitlichcn Gründen nicht in der Lage ist, allen Gratulauten einzeln zu danken. Persönliches. Am 4. November begeht Dr. Franz Leppmann seinen 60. Geburtstag. Leppmann ist mit mehreren Publikationen hervorgetreten. Seit 1934 wirkt er am Landschulheim Florenz. D'e Jüdische Buch-Vereinigung, Berlin W 15, PariserStr.7, bringt als vierte Veröffentlichung des Jahres 1937 den Roman von Karl Esch er ״Zwischen Gestern und Heute“. Dieser Roman gewährt einen Einblick in das gesellschaftliche Leben der Juden Berlins um die Jahrhundertwende. Die Buchhandlung A. Packter, Amsterdam, 2de Bocrhaavestraat 78, hat soeben ihren Katalog Nr. 6 veröffentlicht, der Hebraica und Judaica enthält, darunter auch eine neue Rubrik von Neuerscheinungen, durch die eine regelmäßige Verbindung zwischen Autoren und Lesepublikum geschaffen werden soll. Postschlüsse nach Uebersee Vom 2. bis 10. Nwember 1937 (ohne Gewähr) Die angegebenen Zeiten sind die A b g a n g s Zeiten der Züge bzw. Flugzeuge aus Berlin, Die Sendungen müssen in Berlin so rechtzeitig aufgegeben werden, daß sie diese Anschlüsse erreichen, d. h. sie müssen 1—1«/: Stunden vor Abgang bei der zuständigen Bahnhofspostanslalt (Flugpost beim Postamt SW 11) vorliegen oder unmittelbar zu den angegebenen Zügen oder Flugzeugen gebracht ־«־erden. Anschluß im Reich entweder bei Durchgang der Züge bzw. Flugzeuge oder durch Sendung nach Berlin oder direkt an die Zwischenstationen. Bei der Aufschrift empfiehlt sich die Anbringung von Leitvermerkeo. Palästina: 2. Anh, Bhf. 21.58 n. Niimbg. Anh. Bhf. 22.12 n. Frkf./M 4. Brindisi (״Galilca“) 8. Haifa 3. Anh. Bhf. 21.53 n. Niimbg. via Belgrad-Istanbul-Aleppo 9. Haifa 5. Anh. Bhf. 21.58 n. N'ümbg. via Belgrad-Istanbul• Alqrpo 10. Haifa 7. Anh. Bhf. 21.20 n. Leipzig via Belgrad-Istanbul-Aleppo 12. Ilaifa 9. Anh. Bhf. 21.58 n. Niimbg. Anh. Bhf. 22.12 n. I'rkf./M.; 11. Brindisi (״Gerusalemme“) 15. Ilaifa 10. Anh. Bhf. 21.58 n. Niimbg. via Belgrad-Istanbul-Aleppo 16. Ilaifa Luftpost: Jeden Dienstag, Donnerstag, Sonnabend: Flug 8.30 nach Rom, 11.25 München, an Palästina nach 2 Tagen (Linie Amsterdam—Bandocng über Neapel). Jeden Sonntag: Flug 8.30 nach Rom, 11.25 München, an Palästina nach 2 Tagen (Linie London—Singapore I über Brinsidi). Vereinigte Staaten von Nordamerika: 2. Chbg. 11.20 nach Hannover; 3. Le Havre (״Normandie*‘); 8. New York. — 5. Chbg. 11.20 nach Hannover; 6. Cherbourg (״Bremen“); 11. New York. — 9. Chbg. 11.20 nach Hannover; 10. Cherbourg (״Queen Mary“); 15. New York. Südamerika! 2. Potsd. Bhf. 23.42 nach Kassel; 4. Genua (״Augusftis“); 16. Rio; 20. li. A. — 4. Chbg. 23.58 nach Hannover; 6. Boulagnc (״Highl. Monarch“); 22. Rio; 26. B. A. — 6. Chbg. 0.32 n. Hannover; 6. Bremer haven (,,Gen. üsorio“); 24. Rio; 29. I!. A, Luftpost: 3. Postschi. SW 11 21.60; 4. 5.00 Frkf./M.; 6. Rio; 7. B. A. (Dtsrh. Luftp.). —• 6. Postschi. SW 11 9.30. 14.55 ICüln; 9. Rio; 10. B. A. (Frz. Luftp.). — 10. Poslschl. SW 11 21.00; 11. 5.00 Frkf./M.; 13. Rio; 14. B. A. (Dtsch. Luftp.), Südafrika: 3. Anh. Bhf. 22.12 nach Frkf./M.; 5. Marseille (״Duilio“); 20. Kapstadt: 4. Friedrichstraße 13.58 nach Hannover; 5. Southampton (״Dunvegan €“); 22. Kapstadt. Luftpost: Jeden Dienstag und Sonnabend: Flug 8.30 nach Rom, 11.25 München, an Kapstadt nach 7 Tagen (Linie London—Kap- Stadt über Brindisi). Juden und Jüdisches im Rundfunk Mittwoch, 3. November: Prag20 ,(470) ־: Mozart-Konzert, Dir.:Bruno Walter. — Donnerstag, 4. November: Prag II (249). 14.20; Preßktrg (299), 15.30: Sendungen anlii Mich des 90. Todestages von Mendelssohn. — Prcßburg (299), 10.30: Reportage aus dem Ghetto. —• Riga. 22.10: Gedächtnisfeier anläßlich des 90. Todestages von Fcliz Mendelssohn. — Sonntag, 7. November: Engl. Kurzwellensender (16.86. 19.76, 19.82, 31.55 m); 22.20: Aus dem Gottesdienst der jüdischen Kriegsteilnehmer, geleitet von Chiefrabbi Hertz. — 22.35: Hebräische Schallplatten. Das Büro für Statistik der Juden, das im Jahre 1901 von Dr. Arthur Ruppin begründet wurde und seine Tätigkeit vorübergehend eingestellt hatte, ist jetzt in Frag (Dlouha41) unter der Leitung von Dr. Bruno B 1 a u wieder eröffnet worden. Mit der Sichtung und Bearbeitung des umfangreichen amtlichen statistischen Materials, das sich in den letzten Jahren angehäuft hat, wurde bereits begonnen. Im Erholungsheim Lehnitz des Jüdischen Frauenbundes findet man Erholung auch im Spätherbst. Reizende Spaziergänge führen von dort in ruhige Kiefernwälder und an den nahen See. Eine geschützte Veranda mit VValdblick bietet Gelegenheit zu Liegekuren. Anmeldung: Verband Berlin des •Jüdischen Frauenbundes, Grunewald, Königsallee 11a, Dienstag von 16—18 Uhr, Freitag von 11—13 Uhr. Telephon: 9.3/46 oder Oranienburg 2043. In Kaunas wurde eine Initiativgruppe gebildet, die sich die Gründung eines jüdischen Opernhauses zum Ziel gesetzt hat.