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Jüdische Rundschau · 1937-10-29 · Heft 86 (29.10.1937) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 86 (29.10.1937)
Date
1937-10-29
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 86 19 X 1937 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seife 5 Freie Tribüne Der Zionismus in Holland Der Vcrsitzendedes Niederländischen Z io* ni st e nbund e s sendet uns zu den Bemerkungen der ״Jüd, Rundschau" in Nr. 82 über die Krise, die im holländischen Zionismus ausgebrochen ist, eine längere Entgegnung, der wir Nachstehendes (in gekürzter Fassung) entnehmen: Die Redaktion glaubt, daß es sich hier um eine Opposition handelt, welche die Existenz der Bewegung in diesem Lande gefähraet. Ich möchte, möglichst unter Vermeidung jeder pojemischen Note, lediglich die Frage auiwerfen, ob man denn wirklich geglaubt hat, daß die politische Resolution des letzfen Kongresses ohne die tiefste Rückwirkung aut die Organisation, die Landesverbände und ihre Arbeit bleiben konnte. In derselben Nummer der ״J. R.“ steht ein langer Autsatz unter dem Titel .,Krisis der Organisation?" Liest man diesen Artikel aber mit der richtigen kritischen Einsteihing, so ivird man — wenn man von technischen Dingen absieht — erfahren, daß er dieselben Probleme berührt wie sie hierzulande aufgetaucht sind, d. 11. daß *die Krise in Holland, welche die Redaktion so beunruhigt, im Wesen in der ganzen Weltorganisation besteht. Es kann ja gar nicht anders sein. Stehen wir doch vor der vollendeten Tatsache, daß die zionistische Bewegung durch die Akzeptierung der Teilung Palästinas ihre Ziele und damit ihren ganzen Charakter völlig feändert hat. Jedenfalls droht die Akzeptierung so stark, aß wir damit für die nächste Zukunft als eine Realität rechnen müssen. Dann aber erheben sich die Probleme: Was soll die — ihrem Ziele und ihrem Wesen nach geänderte — zionistische Bewegung weiter? Was soll die Organisation? Es nützt nichts, diesen Fragen auszuweichen. Die Zionistische Organisation hat die im Volke schlummernden nationalen Kräfte erwecken und sammeln wollen, nicht als Selbstzweck, sondern weil sie diese Kräfte auf die n ational-pol itisehen Ziele zu richten hatte. Die in der Organisation zusammengefaßten Kräfte sollten dazu dienen, das national-politische Programm jeweils zu formulieren, politische Rechte zu erwirken und in Palästina Vorbedingungen zu schaffen, welche die Grundlage bilden sollten für die cndgültige Lösung der Judenfrage. Darum, und darum allein, konnte die zionistische Bewegung zu einer nationalen werden. Es war diese nationale Aufgabe par excellenc«, welche ihre ganze Tätigkeit bedingt hat, und sogar die weitere jüdische Arbeit, auch insofern diese nicht auf die Lösung der Judenfrage im zionistischen Sinne hinzieite, beseele» konnte. Wie aber heute? Das politische Programm des Zionismus heißt nicht mehr ״Lösung der Judenfrage“, sondern Beitrag — und sogar bescheidener Beitrag — zu dieser Lösung. Nehmen wir an, daß man dies noch als ein nationales Programm bezeichnen kann, so muß man doch zu gleicher Zeit zugtben, daß es — in politischer Hinsicht — erfüllt ist durch die Gründung des Judenstaates. Weitere politische Rechte sind nicht mehr zu erwirken. Zwar ist die Judenfrage nicht gelöst, das politische Programm des Zionismus 1*st jedoch zu Ende, und die zionistische Propaganda hat damit Ihren wesentlichen Zweck verloren. In dieser Notlage kann man gewiß die Zionistische Organisation in eine Art jüdisch-nationale Partei verwandeln, und ich gebe zu, daß dieser Prozeß bereits früher, und zwar bevor von Teilungsplänen die Rede war, eingesetzt hat. Sogar lat die Tatsache, daß die Zionistische Organisation, vielmehr jüdisch-nationale Partei, als politisch-zionistisches Instrummt geworden war, die Entscheidung des letzten Kongresses nicht wenig begünstigt. Man sollte sich aber nicht wundem, daß es zu den heftigst denkbaren Krisen kommt, wenn solche historische Wandlungen in die Phase der offenbaren Praxis treten, und als solche nicht geduldet, sondern bewußt als Grundlage der weiteren zionistischen Entwicklung gewählt werden. Die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau'1 hat darauf erwidert, indem sie schrieb: ״Zionismus ist etvas anderes als vor vierzig Jahren und muß sich mit einer gewissen Elastizität den jeweils gegebenen Umständen anpassen.“ In seiner Allgemeinheit ist das unbedingt richtig. Der Zionismus hört aber auf, Zionismus zu sein, wenn er aut die Lesung der Judenfrage verzichtet, wie er es — leider Gottes -- getan hat. Und kein jüdischer Nationalismus — wie auch geartet -- ist in der Lage, den Zionismus zu ersetzen. Daher die Krise. Die ״jüdische Rundschau" sollte verstehen, daß eine derartige Erkenntnis allem anderen eiier entspricht als dem Wunsche ״besonders radikal zu erscheinen". Nichts liegt uns ferner als der Wunsch nach Radikalismus. Eine bodenlose Erschiitteiung geht durch die jüdische Welt, und ich sehe nicht ein, wein damit geholfen wird, wenn man die furchtbare Krise, welche sie mit sich bringt, damit zu erledigen glaubt, daß man sie für eine ״Verärgerung" hält, die ״schon vorübergehen wird". Man untergräbt immer seinen eigenen Ernst, wenn man den des Gegners in Zweifel zieht. Und wenn ein Todesschrei erklingt, soll man nicht spotten, sondern horchen. Abel J. Herzberg, Amsterdam Nachbemerkung der Redaktion! Wir möchten es vermeiden, in eine unfruchtbare Polemik über den Teil unserer Bemerkungen cinzutreten, die nicht prinzipielle Gegenstände betreffen. Der Klärung halber sei nur (zu einigen Einwänden und zu der Entgegnung des ״Joodsehe Wächter“) fcstgestellt: Der Hinweis auf die unzufriedenheit der holländischen Zionisten über ihre Stellung in der Gesamtorganisation war von uns in keiner Weise aggressiv gemeint; jeder Kenner der inneren Vorgänge der Bewegung weiß, daß diese Mißstimmung einfach darin ihren Grund hat, daß durch das Anwachsen der zionistischen Bewegung zu einer Massenbewegung die sogenannten ״kleinen Landcsverbände‘‘ zurückgedrängt sind, eine Tatsache, die man ebenso bedauern kann Wie die Ausschaltung mancher zionistischen Einzeljiersönlichkeiten, die keiner Partei angehören. Der Streitpunkt, um den es sich handelt, ist im Grunde kein neuer, sondern nur ein neues Stadium eines Meinungs- Streites, der schon lange durch die zionistische Bewegung feht und gerade im holländischen Zionismus in Wort una chrift häufig Ausdruck gefunden hat. Es ist in der Tat ein Problem, das an die Grundfesten d^r Bewegung rührt. Die Diskussion dauert bereits vierzig Jahre und ist niemals endgültig ״entschieden“ worden; nur das Leben kann sie entscheiden. Ein Teil der Zionisten — ob Mehrheit oder Minderheit lassen wir dahingestellt — ist in der Tat der Meinung, daß eine ״Lösung“ der Judenfragc im vollen buchstäblichen Sinne, so wie Herr Herzberg es versteht, in un- 6erer Oeneration nicht zu erreichen ist. Es besteht also die Wahl, entweder den Zionismus als rein ul opistisch und deklaratorisch ohne jede konkrete Vcrwi.klichung aufzufassen oder in unserer Zeit das zu verwirklichen, was in dieser realen Welt erreichbar ist. Wenn es dem Zionismus gelingt, eine Renaissance des Judentums, eine Zusammenfassung des jüdischen Volkes und die Oründung eines territorialen Zentrums mit jüdischer Massensiedlung — nach der letzten Entwicklung spricht man offiziell vom ,Judenstaat“ — zu erreichen, so ist dis eine geschichtliche Tat, eine prinzipic-lle Umformung der Grundlagen der jüdischen Existenz, wie sie seit Jahrtausenden nicht da war. Diese Errungen- Schaft zu bagatellisieren zugunsten'radikaler Ziele (nur in diesem Sinne sprachen wir von ״radikal“), die außerhalb der Wirklichkeit liegen, scheint uns nicht der richtige Weg zu sein. Ebenso irreal erscheint es uns, wenn die Tatsache, daß Palästina kein leeres Land ist und daher die Gründung eines Judeustaates nach der Herzl-Formel ״Das Land ohne Volk dem Volk ohne Land“ nicht durchgeführt werden kann, nicht zur Kenntnis genommen wird. Diese Tatsache war es ja, die eine Modifizierung der ursprünglichen zionistischen Gedankenjänge bedingte, denn der Juaenstaat soll doch auf dieser Erde und nicht im Wolkenkuckucks־ heim entstehen. Die holländischen Zionisten waren in ihrer Mehrheit stets besonders scharfe Gegner des Gedankens des ,.binationalen Staates", d. h. jener Konzeption, nach der die Juden als Staalsnation gemeinsam mit der arabischen Staatsnation einen gesamt-palästinensischen (also nicht rein ״jüdischen“) Staat aufbauen sollen; danach ist es nicht ganz verständlich, warum sie die in Aussicht gestellte Gründung eines Judeustaates auf einem solchen Territorium, wo die Bildung einer jüdischen Mehrheit in absehbarer Zeit möglich ist, zurückweisen. Ehrengericht gegen Großmann Der Kongreßanvvalt Dr. Aron Barth hat dem Ehrengerieht der Zionistischen Organisation eine Anklage gegen den Vorsitzenden der Judenstaatspartei, Meir Großmann, aut Grund der Beschlüsse des XVIII. Kongresses nach § 1 des Statuts des Ehrengerichtes überreicht. Die Anklage wird wegen der Veröffentlichung des Dokuments über die Besprechungen zwischen Weizmaim und Kolonienminister Ormsby-Gore durch Meir Großmann während des XX. Zionistenkongresses in Zürich erhoben. * Die Nachricht, daß Kongreßanwalt Dr. Barth die Anklage gegen Meir Großmann erhoben hat, wird in allen zionistischen Kreisen, ungeachtet der Unterschiede der Ge• sinnung, Befriedigung Hervorrufen. Was Großmann durch die Weitergabe eines (auf rätselhafte Weise in seinen Besitz gelangten) vertraulichen Dokumentes an die Presse angcrichtet hat, würde in jedem normalen Gemeinwesen schwer geahndet werden und dem Mann aus der politischen Gemeinschaft ausschließen. Es handelte sich bei diesem Berieht über die Unterredung von Weizmann mit Ormsby-Gore um eine persönliche Notiz, wie sie zur Stütze des Gedachtnisses nach politischen Unterredungen für das Privat-Dossicr gemacht zu werden pflegt; solche Notizen sind höchstens für den intimsten Kreis der zuverlässigen Mitarbeiter bestimmt und können nur durch ein ״Leck“ herausgekomineri sein. Die Veröffentlichung in der englischen Presse mußte die Folge haben, die jüdischen Unterhändler zu diskreditieren und eine offene Aussprache von Ministern mit Vertretern der lewisli Agency zu erschweren. Auch wer die Politik der Leitung bekämpft, darf nicht so weit gehen, Methoden zu wühlen, die unter Umständen nicht nur dieser Leitung, sondern jeder jüdischen Vertretung den Weg zu politischen Verhandlungen verrammeln können. Wenn dies überdies von seiten einer Partei geschieht, die weit größere politische Ansprüche an England stellen zu können meint, so ist die Widersinnigkeit solchen Vorgehens in die Augen springend. Auch im politischen Kampfe muß es Grenzen gehen, die durch das Interesse der Gesamtheit bedingt sind. Man muß hoffen, daß bei der Verhandlung vor dem Ehrengericht auch die Frage geklärt wird, wie dieses Dokument in die Hände Großmanns gekommen ist. Vom Wanderungsausschuß der Reichsvertretung. Der Wamlerungsatisschuß der Reichsvertrelung hat in einer Sitzung unter dem Vorsitz von Dr. Julius L. Seligsohn und Dr. Franz Meyer die Zuwahl folgender Persönlichkeiten in den Ausschuß beschlossen: Dr. Alfred Hirschberg, Dr. Georg Josephthal, Hanna Karminski, Dr. Arthur Prinz, Dr. Werner Rosenberg, Moritz Rosenthal, Fritz Schwarzschild, Dr. Hardi Swarsensky, Dr. Michael Traub, Dr, Mark Wischnitzer. Zu stellvertretenden Vorsitzenden des Wand-crungsausschusses wurden der Wanderungsreferent der Reichsvertrelung, Dr. Paul Eppstein, und das Vorstandsmitglied des Hilfsvereins, Dr. Werner Rosenberg, gewählt. anmiiiiHiiiiMiiuiimMiiiiiuiiiiiiittiiiiiiistiiMiiiiiiiiiiniiiiiMiHiiiiiMiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiMiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiii 25 puiüei... An dieser Stelle veröffentlichen wir jeweils ln der Freitag-Ausgabe einige charakteristische Notizen aus der ■entsprechenden Ausgabe der ״Jüdischen Rundschau“ vor 25 Jahren. (Red.) Aus der ״Jüdischen Rundschau״ vom 25. Oktober 1912: Aus der palästinensischen Kolonie Sichron-Jaakow wird geschrieben: Seltsam ist es, daß die Juden in Europa vielfach hervorragende Getreidehändler sind, während sie hier vorläufig fast keinen Einfluß auf diesem Gebiete haben. * Die Konstautinopeler Regierung hat dem H e b ז ä - ischen Gymnasium in Jaffa das Oeffentlichkeitsrecht verliehen, * Unter den 17 Freiwilligen der juristischen Fakultät In Konstantinopel sind zwei Juden, Jecheskiel Rabinowitz und Zewi Cohen. Andere Juden, darunter russische, haben sich als Freiwillige für den Roten Halbmond eintragen lassen und gehen aut den Kriegsschauplatz ab. * Vor einigen Tagen hat in Kiew Justizminister Stscheglowitow geweilt una sich mit dem Ritual mordprozeß beschäftigt. Man hat allgemein mH Bestimmtheit damit gerechnet, daß die Anwesenheit des Justizministers endlich die Freilassung des des Ritualmordes angeklagten Beilis zur Folge haben würde. Statt dessen ist eine Wendung zum Schlimmen eingetreten. * Lord Roths child hat zu einem Denkmalsfonds für den verstorbenen General der Heilsarmee, Booth, £ 1000 gestiftet. * Aus Danzig wird berichtet: Gemäß dem Beschluß des Posen er Delegiertentages wurde beschlossen, durch die Ortsgruppe für «amtliche Mitglieder ah 1. Januar 1913 auf die ״Jüdische Rundschau“ zu abonnieren. Oppenheim Das bekannte Spezialftaus für Kleiderstoffe Charlottenburg, WiSmersdorfer Str. 115-116 Wollstoffe Samt Seidenstoffe Die .Auseinandersetzung zwischen den beiden Hauptgruppen im Zionismus, der formal-politischen und der praktiscri-synthetisclien (wie die hergebrachten Bezeichnungen lauten) wird sicherlich weitergehen, auch nach dem letzten Kongreßbescliluß und sogar nach der Gründung des Juden- Staates. Vorläufig ist übrigens dieser Judenstaat noch keineswegs ins Leben getreten, und j ctzt die Bewegung aufzulösen, weil das politische Programm ״erfüllt“ sei, — d, h. gerade in dem Zeitpunkt, wo eine besonders grolle Anspannung aller Kräfte not tut, die Tätigkeit einzustellen, — scheint uns auch vom Standpunkt derer, die grundsütz'ich disrentieren und mehr verlangen, geradezu paradox. Obwohl wir uns zu der einen Anschauung im Zionismus bekennen, haben vir den Anhängern der anderen Anschauung niemals den Platz in der Bewegung bestritten; um so erstaunlicher scheint cs uns, wenn solch« Konsequenzen gezogen werden, wie sie eine führende Gruppe der holländischen Zionisten gezogen hat, und wir halten uns für berechtigt, dieses Erstaunen zum Ausdruck zu bringen, und ebenso die Hoffnung, 4aß die holländischen Freunde die Krise, die gewiß nicht leichtsinnig hcraiifbesclnvorene (das haben wir nie behauptet) uazjapj uiazm-S pui jap,־HA\ ipm pun uapuiMjaqn ‘asu>| in die zionistische Kampffront einreihen werden. Zersprengt in der Welt Die ״Jüdische Rundschau“ iai.it Adressen sueben Aus Leserkreisen erhalten wir die Anregung, die ״Jüdische Rundschau‘‘ in den Dienst der Wiederherstellung persönlieber Verbindungen zwischen Juden, die infolge Emigration einander aus dem Blickfeld verschwunden sind, zu steilen. Durch die Auswanderung großer Massen von Juden aus Deutschland, darunter vieler aus ein und demselben Orte, häufig auch durch Weitenvariderung aus den ersten Ankunftsorten in andere Länder, kommt es vor, daß Juden die Adressen ihrer alten Bekannten, oft sojar Verwandten, nicht mehr kennen, und auch nicht wissen, wo diese autziifiiidcn sind. I)11 rdi die ״Jüdische Rundschau“, die in 62 Ländern der Weit und besonders auch von ausgewanderten Juden aus Deutschland gelesen wird, kann ein Wiederfinden der Gesuchten erleichtert werden. Leser, die ausgewanderie Bekannte suchen, könnan durch eine Veröffentlichung in dieser Rubrik entweder den Gesuchten persönlich erreiche» oder die Mithilfe solcher Leser in Anspruch nehmen, die die Adresse des Gesuchten kennen. Wir werden solche Wünsche unter der Rubrik ״Gesuchte Adress en" veröffentlichen. Zur Spesenvergütung sind jedem dieser Anliegen zwei internationale Antwortscheine neizulegen. Im Falle des Erfolges erwarten wir, daß dar Einsender durch eine Spende an den Keren Kajemeth LejisraeL seine Erkenntlichkeit beweist. Mitteilungen über den Gesuchten sind an die ״jüdische Rundschau“ zwecks Weiterleitung zu senden. Wir veröffentlichen heute die erste derartige Bitte, die wir laufend numerieren werden. 1. Carlos Mevcr, Santiago de Chile, sucht Rudi Bernstein (früher Berlin), zuletzt Ejn Charod, Chewratli Hanoar. Bernhard Tag gestorben. Im Alter von 73 Jahren ist im Altersheim der wiener Kultusgemcinde Bernhard Tag gestorben. Er war in seiner Jugend Sekretär der von Theodor tierzka geschaffenen Freilandbcwegung. Nach dem Erscheinen des ״Judenstaat“ schloß er sich Theodor Herzl an. Tag hat mehrere Bücher veröffentlicht, die von tiefer Religiosität zeugen. Persönliches. Dr. lohiss Bernstein begeht am 31. Oktober seinen 70. Geburtstag, Er ist einer der ältesten Zionisten in Deutschland und der Begründer der Zionistischen Ortsgruppe Wuppertal-Elberfeld. Auf mehreren Vorkriegs- Kongressen ist er als Delegierter atifgeirefen. Offene Ausland stelle (mr Besetzung genehmigt durch das 1 andesarbeitsamt Brandenburg). Für New Zcaland wird eine jüdische Dame zur selbständigen Leitung eines Küchenbetriebes für ein Hospital, bei freier Kost, Wohnung und Berufskleidung und einem Gehalt von £ 3 p. Woche gesucht. Nur Bewerberinnen, die nachweislich eine Tätigkeit im Großbetrieb hatten, kommen in Betracht. Ausführliche Bewerbangen, nur aut Dünnluftfxistpapicr, sowie Zetignisabschriften, Lebenslaut und Paßphoto werden weitergeieitet durch die Jüdische Gemeinde, Berlin SW 10, Lindeiistr. 48/50. Ankündigungen aus dem Reich Chemnlti! ZOG. Am 8. November, IR.40 und 20.30 Uhr. Saal, Muiarhmamristr. fl, Tonfilm: ״Weg in die WirkhVhkeit“, Ansprache: Predig«■ Günsberg (Zwickau). — Dnrmst.idt! ZOG. Am 8. Nevembe!r, Dr, Hans Poineranz: ,,Die Polink des judüohrn V»lkes“; am 15. November, Ihr. Kurt Licht: ,.Als:i 1 j der zionistischen Ideengeschieht«“; am 22. Noveotlxr. Waller Stein: ,.Palästina-Monatsschau". — Frankfurt am Main! Hing Iwri. Eschenheimer Lande Straße 65. Am 30. Oktolxrr, 16 Ehr, Dr. Rand: ,,Mosche Smilanski". •— K81n! Bachad. Am 8. November, 16.30. 19.15 und 21.15 Uhr, Gemeindehaus, Cäciiiensrr. 18-22, Tonfilm: ״Weg in die Wirklichkeit“, Antprache: Dr. J. Burg (Berlin), — Magdeburg: ZOG. Am 3. November. 16.30 und 20.30 Uhr. Gemcindesaal, Große Schul- Straße. Tonfilm: ״Weg in die Wirklichkeit“, Ansprache: Dr. J. Burg (Berlin). — Rostock: ZOG. Am 2. November. Vortrag Rabbiner Dr. Richter (Stettin): 20״ Jahre nach der Balfoui- Deklaration“. Familien - Nachrichten Oberlehrer Eiaamiel Strauß, Weiden (Obpf.), begeht am 1. November sein 40j:ihriges Dienstjubiläum als Lehrer der Israelitischen Volksschule und Kantor. _____ Barmliwah-Termine! Am 30. Oktober (25. M,irrhoschwan): Max Ehren b erg, Karlsruhe, Zirkel 17. — Am 6. Novemlx-r (2. Kislew): Rali Simon, Sohn von Verwaltungsdirektor Simon, Mannheim, C 7, 11. — Am 13. November (9. Kislew׳): Hans Kaufmann, Sohn von Albert Kaufmann, Frankfurt am Main, Sofiens», 30. ANTWORTEN DER REDAKTION ״Wohlwollender Abonnent“, Berlln-Charloltenburg. Wir bitten Sie um Angabe Ihrer Adresse, damit wir auf dl« von ihnen erwähnten Punkte, die uns sehr interessieren ebigctten können.

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