Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 86 (29.10.1937)
- Date
- 1937-10-29
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit« 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 86, 29. X. 1937 Die Pflicht der Judenheit Bin Appell leib Ja-ffes Der Direktor des Keren Hajessod, Leib Jaffe, hat Vertretern der Presse einen Aufruf übergeben, in dem es heißt: Wir appellieren an die gesamte Judenheit, eine große Anstrengung zu machen, um dem Jischuw die Kraft und die Mittel zu gehen, über die schwere Zeit himvegzukommen und unsere Wirtschaftlichen Positionen zu stHrken, damit eine Krise vermieden werden kann. Die neuen Siedlungen müssen befestigt, jeder erreichbare Winkel besiedelt und Sicherheit für den Jischuw in seiner großen politischen Arbeit gewährleistet werden. Zu diesem Zweck muß der Reren Hajessod 600040 Pfund aufbringen. Jedes Land muß die Quote zur Verfügung stellen, die auf es entfällt. Die Juden müssen sich ihrer ungeheuren Verantwortung in einer Zeit bewußt sein, in der die nationalen Fonds alle Lücken ausfüllen müssen. im Verlaut seiner Rede vor den Pressevertretern in Jerusalem sagte Jaffe u. a.: Wenn heute das Problem des Zionismus die Führer der Völker und Länder bewegt, wenn heute die Stimme des jüdischen Volkes, das nach seiner Renaissance strebt, im Weltall zu hören ist, wenn man heute im Berichte der Royal Commission über unsere Bewegung und unser Werk in einem Stile spricht, wie man noch nie vom jüdischen Volke gesprochen hat, mit Respekt und Achtung sich vor unserem werke neigt, so geschieht das, weil wir in zwanzig Jahren seit der Balfour-Deklaration über 300 000 Menschen ins Land gebracht, ein lebendiges arbeitendes Volk geschaffen haben. Wir haben das Aussehen des Landes verändert. Wir bauten 180 neue Dörfer. Wir errichteten auf Sanddünen Tel Aviv mit seinen 150 000 Einwohnern, mit seinem jugendlich pulsierenden Leben. Wir schufen eine Welt der Arbeit, der Kultur, neuen Lebens. Die Welt sah dies, verstand es und ließ sich besiegen. Manchmal zögerte sie noch, sie war jedoch gezwungen, mit unserem Werke zu rechnen. Es gibt ein jüdisches Sprichwort: ״Die Tatsachen besitzen die stärkste Hartnäckigkeit“. Was aber wäre erst gewesen, hätten wir den Jischuw in den letzten zwanzig Jahren auf eine Million Juden gebracht, hätten wir das Land mit weiteren Hunderten von Dörfern bedeckt und uns in ihm ausgebreitet, hätten wir nicht nur dieses Tel Aviv, sondern zehn Städte gebaut! In diesem Falle würden heute nicht andere, sondern wir selbst unser Schicksal bestimmen. Werden wir aus all dem, was wir erlebt haben, die Lehre ziehen? Werden wir begreifen, was wir in dieser Schicksalsstunde, in dieser Stunde furchtbaren Ringens zu tun haben? Wir werden jetzt an das jüdische Volk den Rut richten, dem Jischuw zu Hilfe zu kommen, sich zu einer großen Anstrengimg für seine Sicherheit und sein Aufbauwerk zu vereinigen. Wir müssen dem Jischuw die Kraft geben, daß er die schweren Tage bestehen kann. Wir müssen die wirtschaftliche Lage befestigen. Wir müssen eine Krise vermeiden. Wir dürfen unter keinen Umständen zulassen, daß Arbeitslosigkeit uns schwächt. Wir müssen das Werk unserer landwirtschaftlichen Kolonisation, die Industrie und alle Zweige der Wirtschaft Palästinas schützen. Wir müssen jeden Winkel des Landes, der in unseren Besitz gelangt und von uns bisher nicht besiedelt worden ist, besiedeln. Tausende, von jungen Leuten sind von Sehnsucht danach erfüllt, den Boden zu besetzen, zu bearbeiten und zu beleben. Wir müssen 19 Siedlungs punkte, die wir in der letzten Zeit an den verlassensten und einsamsten Plätzen des Landes geschaffen haben, die Grenzpunkte und Stützpunkte sind, befestigen. Wir müssen ihnen sichere Häuser und sichere Zufahrtsstraßen zukommen lassen. Die Botschaft von der Gründung der neuen Siediungspunkte, die im Laufe eines Tages errichtet wurden, belebte die Diaspora. Aus diesen Dörfern, die in Tiefen unter dem Meeresspiegel, in sumpfigen und verdorrten Gegenden errichtet •wurden, wehte ein friscfier Bergwind hinüber in das graue und elende Leben der jüdisehen Massen. Wir haben für die Sicherheit des Jischuw Sorge zu tragen, müssen große, weit verzweigte politische Ai beit leisten. All dies gehört zu den Aufgaben des Keren Haj e s s o d in dieser Zeit, neben all den normalen Aufgaben, die er erfüllt, und gewaltige Mittel sind zur Erfüllung all dieser Aufgaben notwendig. Die Bedeutung des Keren Hajessod ist in dieser Zeit noch größer geworden. Das private kapital zögert und weicht in schwierigen Zeiten, in Zeiten, in denen keine Sicherheit für Investitionen besteht, zurück. Es wird heute in einer Zeit der politischen Unsicherheit nicht kommen. Der Keren Hajessod hat die Pflicht, in j e d e Bresche unseres Lebens und unserer Arbeit hineinzuspringen. Eine gewaltige Arbeit, wie es sie noch nie gab, lastet auf den Schultern jedes Einzelnen von uns. Angesichts der heutigen Situation haben die Exekutive der Jewish Agency und das Direktorium des Keren Hajessod beschlossen, in diesem Jahre eine außergewöhnliche Aktion, eine Aktion, die das Volk in der ganzen Diaspora zu dringender Anstrengung und Aufopferung aufrütteln soll, zu veranstalten. Der Monat November wird in der ganzen Welt als Monat der ״Sammlung des jüdischen Volkes um den Zionismus und den Aufbau Palästinas“ proklamiert werden. Dieser Monat wird als Monat der zwanzigjährigen Wiederkehr der Balfour-Deklaration und des vierzigjährigen Bestehens der Zionistischen Organisation bezeichnet werden, ln jedem Lande werden Palästina-Konferenzen zusammentreten und Sonderdelegierte aus den besten Teilen des Jischuw und den führenden Persönlichkeiten der Bewegung werden hinausziehen, um an diesen Konferenzen teilzunehmen und ihnen die Botschaft Palästinas und des Kampfes des Jischuw um Sicherheit und Aufbau bringen. Diese Aktion wird erneut eine Aktion für ״Bizz.aron uwitachon“ werden, sie wird jedoch im Rahmen der Keren Hajessod-Arbeit vor sich gehen, und wir werden von jedem Lande fordern, daß es dieses Jahr das aufbringe, was es im abgelaufenen Jahre für den Keren Hajessod und die Bizzaron-Aktion zusammen aufgebracht hat. Die große Sammelaktion des Keren Hajessod muß in diesem Jahre £ 600000 cinbringen. Wir sind überzeugt davon, daß die Juden aller Länder ihre Pflicht erfüllen und aufbringen werden, was wir ihnen auferlegt haben. __ Keine Erwähnung Palästinas in der englischen Thronrede Im englischen Unterhaus wies der Abg. J. Maxton daraut hin, daß in der Thronrede Palästina nicht erwähnt worden ist. Obwohl Palästina, so sagte der Abgeordnete, den wichtigsten Teil der allgemeinen Verantwortlichkeit dieser Regierung ausmacht, sei niemals gesagt werden, daß dort täglich Gewaltakte sich ereignen una zur Aufrechterhaltung der Ordnung Maßnahmen getroffen werden, die anscheinend weit über das Notwendigste hinausgehen, In ganz England sei man hierüber besorgt. Tegart, dem der Ruf eines erstklassigen Fachmannes für die Bekämpfung von Terrorakten vorausgeht. Während dieser Niederwerfungsaktion will man offenbar keinen neuen Stoff für politische Agitation bieten, um den gemäßigten Arabern die Kooperation zu erleichtern. Ob diese Hoffnungen sich erfüllen, muß abgewartet werden. Jedenfalls ist es richtig, daß die Ruhe und Ordnung im Lande zunächst wieder völlig gesichert s-ein muß. Schon mit Rücksicht auf die internationale Lage kann England (und auch Frankreich, das in Marokko gerade ebenso scharf durchgreift wie England in Palästina) die durch die 15 Jahre lang befolgte Politik der ״Versöhnlichkeit״ nur vergrößerte Unruhe und Unbotmäßigkeit nicht länger dulden. * Der geflüchtete Mufti aus Jerusalem ist noch immer von einem Sagengewebe von Gerüchten umgeben. Die (nach seiner Flucht u. a. auch von uns geäußerte) Vermutung, daß er nach seiner Flucht sich mit anderen im Auslände befindlichen palästinensischen Araberfüll־ rern in Damaskus vereinigt und von dort die arabische Propaganda weiterführen wird, hat sich zunächst nicht bestätigt; vielmehr hält er sich in Beir u t auf und wird anscheinend von den französischen Behörden überwacht. Ob diese Abstinenz eine dauernde sein wird, läßt sich noch nicht voraussehen; es ist wohl auch schwer festzustellen, welche unterirdischen Verbindüngen von dem Mufti und den anderen in Syrien befindlichen palästinensischen Araberfiiluern zu ihren Anhängern in Palästina und zu den arabischen Terroristen gehen. Daß der Mufti nicht mehr über die Wakf-Geldcr verfügt, mag seine Macht schwächen. Die letzte Ausspräche im englischen Unterhaus hat jedenfalls Klarheit darüber gebracht, daß England den Mufti endgültig fallen läßt. Der verantwortliche Minister hat auf eine Anfrage geantwortet, er sei überzeugt, daß der Mufti während seiner ganzen Amtszeit ein Feind Englands war und gegen England gearbeitet hat. Es bedeutet schon eine große Selbstüberwindung, wenn ein Minister zugibt, daß der Mann, der von Engiand mit so großer Macht ausgestattet worden ist und — zumindest indirekt — fünfzehn Jahre lang von den Engländern gestützt wurde, ein geheimer Revolutionär war, der die Politik der Regierung geschickt durchkreuzte. Nachdem dies offen ausgesprochen worden ist, kann die Regierung gewiß nicht mehr zurück. Es handelt sich jetzt darum, andere Vertrauensmänner der arabischen Be- Völkerung zu finden, mit denen eine Zusammenarbeit möglich ist. Soll die palästinensische Politik allmählich in die Bahn ruhiger Verhandlungen und Vorbereitung der Zukunft übergeleitet werden, dann ist es notwendig,daß die englischen und französischen Behörden eine Einflußnähme von Syrien aus und eine Einwirkung der emigrierten Araberführer einschließlich des Mufti dauernd verhindern. Und dann kommt es darauf an, eine neue konstruktive Politik zu finden, die den gemäßigten Arabern eine positive Haltung und auch Zusammenarbeit mit den Juden möglich macht. Vielleicht ist eine solche Lösung gerade im gesamtarabischen Rahmen zu finden. Denn es ist nicht anzunehmen, daß ein arabischer Volkssplitter sich auf die Dauer hermetisch von der panarabischen Bewegung abschüeßen läßt. Die einzelnen arabischen Länder haben heute, wie wir in den letzten Wochen mehrfach darstellten, mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen; die neubegründeten Staaten müssen innerlieh gefestigt werden, und ihre eigenen staatlichen Aufgaben dürften sie mehr in Anspruch nehmen als die panarabischen Ziele. Trotzdem wird schon gefühlsmäßig, aber auch als politischer Gärungsstoff, die panarabische Idee weiter eine Ralle spielen. Die einzelnen Phasen sind nie genau vorauszusehen. So ist z. B. Nuri Pascha, einer der alten arabischen Staatsmänner des Irak, der einzige Ueberlebende des Triumvirats (Nuri-Dschaffar-Haschimi), das mit Lawrence und König Feisal zusammengearbeitet hat, eben aus seiner Verbannung nach Irak zurückgekehrt. Nuri Pascha hat bekanntlich während der Palästina-Unruhen 1936 eine Vermittlerrolle zu spielen versucht, die schließlich ergebnislos blieb. Auf dem letzten Kongreß hat Dr. Weizmann darauf angespielt, daß auch jüdische Kreise, die von der Jewish Agency nicht autorisiert waren, mit Nuri Pascha in Verhandlungen getreten sind, bald darauf aber habe Nuri (nach dem Staatsstreich im Irak) in die Verbannung gehen müssen. Das neuerliche Auftauchen eines Mannes wie Nuri ist nicht nur für den Irak, sondern für die ganze arabische Welt von Bedeutung. Er gehört zu der sogenannten ״england-freundlichen“ Gruppe der Araber, die im Krieg mit den Engländern kooperiert hat und weiß, daß die Araber ihre Freiheit (und den Irak-Staat) den Engländern verdanken. Vielleicht wird wieder einmal der Versuch auftauchen, angesichts der Schwierigkeiten der palästinenslschen Situation bei Verhandlungen über die Neugestaltung Palästinas über den Rahmen des Landes Palästina selbst herauszugreifen. Die Juden sollten jedenfalls die Möglichkeiten, die gerade in so einer Konzeption liegen, nicht bagatellisieren. * Der Mord an A v i n 0 a m Y e 11 i n ist eines der furchtbarsten Verbrechen in der Reihe der arabischen •Terrorakte. Vor einigen Tagen schien es, als ob der Verwundete sich wieder erholen könnte (noch in unserer vorigen Nummer brachten wir eine uns zugekommene hoffnungsvoller klingende Nachricht, da uns, infolge eines technischen Versehens, die Todesnachricht bei Schluß der vorigen Nummer noch nicht erreicht hatte). Die Tat hat weit über die jüdischen Kreise hinaus Entrüstung und Trauer hervorgerufen, war doch der junge Yeüin ein überaus begabter und sehr beliebter Mann, eine der in Palästina nicht allzu zahlreichen Figuren, die wirklich geeignet waren, eine Brücke zwisehen englischer Administration, Judenheit und arabischer Welt herzustellen. Gebürtiger Palästinenser, hatte er in England studiert und war dann in den Staatsdienst eingetreten; sein Amt des Regierungsinspektors der Hebräischen Schulen war ein überaus delikates, da diese BBIEfMABKEN ■ FrITZ LeWIN LUtzowstr.SIA Schulen ängstlich über Ihrer Autonomie wachen, und ein Jude, der ihnen gegenüber die Regierung zu vertreten hat, leicht in Konflikte geraten kann. Yellin hat seine Aufgabe mit größtem Takt und Sachkenntnis gelöst und auf beiden Seiten Vertrauen genossen. Es ist keine Phrase, wenn in den ihm gewidmeten Nachrufen von hoher englischer Seite betont wird, daß er eine nicht wieder zu füllende Lücke hinterläßt. Es ist eine merkwürdige Erscheinung, daß die arabische Mörderhand eine ganze Reihe von jüdischen Persönlichkeiten hingestreckt hat, die sich besonders liebevoll um das Arabertum, um arabische Kultur und Sprache bemühten, darunter im Jahre 1929 Harold Wiener, 1936 Dr. Billig und 1937 Avinoam Yellin. Der Familie Yellin, die in Palästina großes Ansehen genießt, vor allem dem alten Vater David Yellin, dem ehemaligen Direktor der Hilfsvereinschulen und später Vorsitzenden des Waad Leumi, der jüdischen Welt auch außerhalb Palästinas wohlbekannt, wendet sich die tiefe Teilnahme der gesamten Judenheit zu. Die jüdische Situation unserer Tage scheint uns oft ausweglos. Die Bedrohung der jüdischen Existenz in vielen Teilen der Welt, die Schwierigkeiten der Wanderung, die Widerstände, die sich jedem Versuch einer für die Juden erträglichen, wenn auch mit schweren Opfern erkauften Lösung entgegenstellen, lassen uns oft fragen: Kann das jüdische Volk diese Krise überdauern? Wenn wir den Anforderungen dieser Zeit Standbalten wollen, bedürfen wir fürwahr einer gewaltigen seelischen Kraft, auch der Kraft der Selbstbeherrscliung, und der Fähigkeit zu schweigen, selbst wenn wir meinen, daß uns unrecht geschieht. Diese Kraft können wir aus keiner Quell« besser schöpfen als aus der Lektüre der jüdischen Geschichte. So ist die kleine dreibändige Ausgabe von Dubnows ״Weltgeschichte des jüdischen Volkes״ (Jüdischer Verlag Berlin), deren ersten Band wir in Nr. 46 angezeigt haben, ein höchst willkommenes und man könnte sogar sagen: aktueiles Buch. Der zweite Band, der den Titel führt ״Europäische Periode״, umfaßt die Zeit von den Anfängen der abendländischen Diaspora bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts. Er beginnt mit dem Entstehen der ältesten jüdischen Siedlungen in allen Teilen Europas; das jüdische Volk hat in der Tat die entscheidende Ent- Wicklung der abendländischen Kultur von allem Anfang an miterlebt, wenn auch die Juden stets ein deutlich abgesondertes Element waren. Auch haben die einzelnen Splitter der Judenheit, trotz ihrer engen inneren Verbindüng untereinander, eine selbständige Entwicklung genommen, und die geistige Hegemonie wandert von Spanien zu den Juden Deutschlands, dann nach Polen und schließlich in der Aufklärungszeit wieder nach Mitteleuropa. Diese zehn Jahrhunderte, über die der neuerschienene Band berichtet, sind ausgefüllt mit Verfolgungen, Vertreibungen, Leiden und Märtyrertum sondergleichen. Jahrhundert auf Jahrhundert bringt irgendeine Katastrophe, die Lage der Juden ist immer eine höchst labile, und wo Gewalt herrschte, bedurfte man kaum der stichhaltigen Begründungen, um grausamste Vernichtung vorzunehmen. Ein Land nach dem anderen ist der Schauplatz solcher Ereignisse. Und doch hat sich nach allen diesen Schlägen die Judenheit wieder erholt, sich aus völliger Zermürbung aufgerafft, ihre Kräfte zusammengenommen; in einem unerschütterlichen Glauben sich wieder zum Dienst an der jüdischen Idee und zur geistigen Arbeit erhoben. Gerade in der gedrängten Zusammenfassung des ״Kleinen“ Dubnow, der diese ganze Periode eines Jahrtausends auf einen Band reduziert, stellt sich diese wunderbare Wirkung ein: Der jüdische Leser sieht ein grandioses, fürchterliches und zugleich doch stärkendes und hoffmmgweckendes Schauspiel an sich vorüberziehen. W i r sind die Nachkommen der Mensehen, die all das erlebt, erlitten und überwunden haben! Das ist ein Bewußtsein, das jedem Juden heute not tut. Verantwortlich«! Redakteur: Dr. Robert W e 111 c h, Beriin-Charl 0 (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter: Kurt Loewenatein, Berlin W15. Anreigenleiter und verantwort• lieh für den Inhalt der Anzeigen: Hermann Finn, Berlin W 15. Gültig Anzeigen - Preisliste 5 vom 1. April 1938. Verlag und An- «igenverwaltung: Jüdische Rundschau, Berlin W15, Meinektstr. 10. D.A, IJI/1937 25 804. —>Druck: Siegfried Schoten, Berlin-ScbSneberg. t 1 t.