Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 84 (22.10.1937)
- Date
- 1937-10-22
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 10 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 84, 22.X. 1937 Preisausschreiben für die Blaue Beitragskarte 1938/39 Die Reichsverlretung (Zentrahvohlfahrtsstelle) wendet sich aucli in diesem Jahre an die jüdischen Künstler mit der Aufforderung zur Teilnahme an einem Preisausschreiben für die Wohlfahrtsmarken des 5. Sammcljahrcs der ״Blauen Beitragskarte“, die der Mittelbeschaffung für Hilfe und Aufbau dient. Die Mittel finden Anwendung für die Unterstützung der Armen, die Pflege und Gesundheit der Kinder, die Fürsorge fiir die Alten, die F.rhattuiig jüdischer Schulen, die Förderung von Berulsuinsehichtung und Auswanderung, Rat und Kredithilfe für den jüdischen Kaufmann. Die Spenden werden durch Marken von 0,23 bis 5 RM. quittiert. Die Marken des 1. Beiiragskarlenjahres zeigten die einzelnen Gebiete der sozialen Arbeit, die des 2. Beitragskartenjahres die jüdischen Feiertage, die des 3. Bcitragskarlenjahres die jüdischen Stämme und die des 4. Beitragskartenjahres biblische Gestalten. Wir fordern die jüdischen Künstler auf, für das 5. Jahr Entwürfe für die neuen .Marken einzureichen. Bestimmungen für das Preisausschreiben: 1. Jeder Kunst-!er, der Mitglied des Rcichsverbandes der jüdischen Kulturblinde ist, darf sich an diesem Preisausschreiben beteiligen. 2. Fiir jeden Monat des Jahres ist ein Entwurf einzurcichen. 3. Das Jahr der ״Blauen Beitragskarte“ beginnt mit dem 1. Apri1!038. 4. Der Entwurf muß Angaben über das vorgesehene Druckverfahren enthalten. 5. Jede Marke muß außer der gewählten Darstellung die Bezeichnung des Monats deutlieh tragen und genügend Raum für den Eindruck vorsehen. 6. Die Marken haben eine Größe von 30x40 mm. 7, Die Anschrift für alle Einsendungen zu die cm Preisausschreiben lautet: Reidisvertretung der Juden in Deutschland, Abteiiung Zent ralwohlfahrtsstclle (Blaue Beitragskalte) Charloticnburg, Kantstraße F5S. 8. Die Entwürfe sind mit einem Kennwort zu verseilen, dgr Name und die Adresse des Einsenders sind mit dem Kennwort zusammen in einem besonderen versch'ossenen Briefumschlag ciu/ureivheii. 0. Letzter Termin für die Ein- Sendungen ist der 10. Dezember 1037. 10. Es sind 3 Preise von 30fi, 2fK) und 100 RM. ausgesetzt. II. Die Prüfung der Entwürfe und die Entscheidung über die Zuteilung der Preise erfolgt unter Ausschluß des Rechtsweges durch die Reichs- Vertretung in Gemeinschaft mit Sachverständigen und Personliehkeiten aus den jüdischen (Organisationen. 12, Die preisgeh unten Entwürfe bledten Edgentum der ZentralwohPahrtsstelle, die damit das Recht der Vervielfältigung erwirbt. El. Die Preisträger werden bis zum 31. Dezember von der Zentralwolilfahrtsstelle durch Brief benachrichtigt. Offene Auslandsstellen (zur Besetzung genehmigt durch das Latidesarheitsamt Brandenburg). Es werden gesucht: 1. Fiir die Tschechoslowakei ein jüngerer jüdischer Ingenieur oder Techniker aus der Auto- oder Wagenbaubranche; 2. Für Dänemark für eine Installationsmaterialien-Großhandlung ein jüdischer Fachmann für die Fabrikation von Kohlenbadeöfen (Spcz.ial-Kohleubadeofcn Spengler) zur Einrichtung und Leitung der Fabrikation. — Ausführliche Bewerbungen, nur auf Dimnluftpostpapier, sowie Zeugnisabschriften, Lebenslauf und Paßphoto werden weitergcleitet durch die Jüdische Gemeinde, Berlin SW 10, Lindcnstr. 48,30. Bewerbungen auf gewöhnlichem Papier werden nicht mit ״Luftpost“ befördert. Ankündigungen aus dem Reich Frankfurt am Main! Chug Iwri, Escherslicrmcr I.andstr. 65. Der Vortrag von Dr. Rand über: ״Mosche Smilanski“ findet erst am 30. Oktober statt. — Köln! Zion. Vereinigung. Am 26. Oktober: Kurt ('■oldmann: ,.Die Kibbuzim in Palästina — Das I.cbcn der Landarbeiter“. Am 28. Oktober: Arbeitskreis. Beide Vcranslalttingen um 20.45 m״, Cäeilicnstr. 18-22. — Cltug l«׳ri. Sonntag 20.30 Uhr, Jugendheim, Matiritiusstcinweg. — Stettin! Art! 30. Oktober, 20.30 i hr. Rosengarten 9-10. Vortrag Dr. Haus Fiiedcntha! (Berlin): ,,Der Judenstaat -—• Ende einer Illusion oder neue Wirklichkeit?“ Familien - Nach richten Frau Rnsalic W e i ß, Wcitieusee, Ettersburger Weg 3, begeht am 25. Oktober den 80. Geburtstag. Barmizwah-Termine! Am 6. November (2. Kislcw): Fred ife&, Sohn von Julius ließ. ()bcrniain, Anlage 24. — Hans Höchster, Sohn von Nathan Höchster, Lautcrbaeh (Hessen). Prüfung für das höhere Lehramt an jüdischen Schulen. Die Schulabteilung der Reichsvertretung gibt bezüglich der Prüfung für das höhere Lehramt folgendes bekannt: Jüdische Antragsteller und Antragstellerinnen werden zur Abiegung der wissenschaftlichen Prüfung für das höhere Lehramt an jüdischen Schulen sowie zur Prüfung für das Handelslehramt und zur Prüfung für das künstlerische Lehramt von Fall zu Fall vor besonderen staatlichen Priifungsaus- Schüssen zugelassen. Ferner können jüdische Kandidaten und Kandidatinnen, die vor einem besonderen Prüfungsausschuß oder früher nach den allgemeinen Vorschriften die wissenschaftliche oder künstlerische Prüfung für das höhere Lehramt abgelegt haben, von Fall zu Fall zur Ablegung der pädagogischen Prüfung vor einem besonderen Prüflingsausschuß zugelassen werden, um die Fälligkeit zur Anstelhing an höheren jüdischen Schulen zu erhalten. — Meldutigen zu den Prüfungen können der Schuhabteilung der Reichs- Vertretung zwecks Weiterleitung an die staatlichen Prüfungsämter eingereicht werden. — Die Schulabteilung nimmt in Aussicht, für diejenigen Antragsteller, welche sich zur wissenschaftlichen Prüfung 711 melden beabsichtigen, jedoch infolge Unterbrechung ihrer Studien sich zur Zeit den Prüfungsanfordemngen nicht gewachsen fühlen, Repetitionskurse einzuricliten. Kandidaten, die bereits die Wissenschaftliehe oder künstlerische Befähigung für das höhere Lehramt erworben haben, können zur Vorbereitung auf die pädagogische Prüfung jüdischen höheren Schulen zugewiesen werden. -- Examenskandidaten, die sich auf die wissenschaftliche oder die pädagogische Prüfung vorbereiten, könneu mit Rücksicht auf schwierige wirtschaftliche Verhältnisse von der Schulabteilung auf Antrag in mäßigem Umfang Untcrhaltszuscliiisse erhalten. — Sämtliche Zuschriften und Anfragen a!1: Reidisvertretung der Juden in Deutschland, Schulabteilung, Bcrlin-Charlottenburg 2, Kantstr. 138. Wie vom Jüdischen Musikverein Breslau mitgcteilt wird, hat Intendant Dr. Kurt Singer die Leitung eines der nachsten Orchesterkonzerte übernommen. Todesfall. In der Nacht zum 21. Oktober verschied nach einem längeren Leiden die frühere Mitarbeiterin unserer Anzeigenverwaltung Anneliese Stein im jugendlichen Alter von 25 Jahren. Wir werden diesem fröhlichen, immer hilfsbereiten Menschen ein ehrendes Andenken bewahren. Briefe an die Redaktion Orthodoxe Juden für KKL Köln, 18, Oktober Sehr geehrte Redaktion! Wie die palästinensische reitglösc /.eit Schrift .,Hahcd“ in ihrer Elul - Nummer berichtet, kam es nach langwierigen Vcrhandhtngm zwischen dem Misrachi und dem Ilapoel llamisrachi einerseits und dem KKL andererseits za einer Vcreinhartrng. dcrztifolgc alle Gelder, die aus Sammlungen der ßethän-ct und .Spenden orthodoxer Juden stammen, auf einem Sonderkonto geführt. a115s'h!ie(j!ich zum Bo• donrrwerb für die Andcdhrrig religiöser Juden verwandt wer• den sollen. ,.Hahcd“ begrüßt die-0 Entwicklung und bringt Belichte über Zusammenkünfte von Bctliausvorstehern und reli gio-en Funktionären in den verschiedencn Stadien. in denen u. a. auch O! xirrabbmcr Herzog sprach. Außerdem wird ein Aufruf der reigmsen Siedlungen veröifemlk'ht, der unter Bezugnähme auf diesen Heskem zur taiktäftigen und opferwilligen Unterstützung des KKI. atiffordort. Dies wiul gewiß auch die religiösen Kreise Ihrer Leser interessieren. Leon Führer Krisis der Organisation Karlsbad, den 17. Oktober Sehr geehrte Redaktion! Mit großem Jntcrcs■* habe ich den Artikel von 11. F. ״KrisU der Organisation‘‘ gelesen. Bereits im Jahre 1922 habe ich eine Reihe von Aufsätzen ver־ offentlirht. in welchen ich eine ,./,weit eihing der Organisation‘‘ verlangt, habe. Auch in meinen Beit.räge-n zur Organhations-Fnquete der Jahre 1929 bis 1931, vorher schon in Aufsätzen in der ,.Jüdischen Rundschau־‘ im Jahre 1935 und in verschiedenen Fxpo^s der letzten Jahre habe ich versucht, eine Möglichkeit zur Lö-ung dieser unserer .st hwiengsten Frage zu gehen. Auch ich glaube, daß die 70rustisehe Oigani-ai i.־m auch in. Zukunft eine bedcu ende Rolle zu spielen haben wird als das Kraftrc-ervoir, aus welchem d<*1n entstehenden Staate nicht mir materielle Iliile zugeiiihrt wer* den, soiulern vor allem Menscheu gebracht werden sollen, welche eine Frzichung zur Ar* beit Ihr die Organisation, d. h. für den Staatsgcdanken mitgemacht liulxMi. Fm die Organisation in den Stand 711 setzen, diese Aufgabe zu erfüllen, muß ihre Stabilität und Unabhängigkeit vorn Parteiwc-en dadurch gesichert ״sein, daß neben der und cingcschachteil in die poliiisdic Organisation» an deren Spitze der Kongreß im Sinne Herds zu stehen hatte, eine A rbeitsorganisali o n geschaffen wird, die unabhängig von Parteischwan* kungen und politischen Sirömungen sich orgnuisrh von der niedi igsfen Einheit der Ortsgruppe;uh bis zu den Ressortchefs in der F.vekutive aufbauen müßte. In dieser Arbrit.-organisalion " iinl־׳n alle hinge —־ stets in kleinen Gremien — durchgeführt verden, die die Stabilität und di<' Wirkung'iühigkeit. 'der Organi-alion ermöglichen. Wie in der ״J. R.״ bereits gemeldet wurde, veranstaltet der t^cheiFiO-dow akUche Landesvcrband irn Spiüherb-ä. dieses Jahres eine Organisation* ־ Ausstellung, deren l.eitnng mir als dem Initiator übertragen wurde. In dieser Aufteilung versuche ich u. a.t den Aufbau einer derartigx>״ Arheit -org anisation plastisch dai'zu-iellen. Auf jeden Fall sollte die Diskussion über die zukünftige Form der Organisation nicht so bald wieder aus unserem Inter* essenkrei'C verschwinden. Ifochachtung>voll Dr. W. ICohner Jliniscner Jtm׳.er M0nn 21 J-, 1,80 gr., arbeitsam, intelligfist, von ruhig., ausgcgl. Wesen u. gut.Charakter, wünscht Einheirat In lea-Famllls die in absehbarer Zeit auswandert. Wichtanonyme Zuschr. mit Bild erb. u, T 529 ». d. Am.*Abt. d. Jüd. Rundsch., Berlin W 15 Reprasem.. guiausseh. mann Jude, mit guter Existenz und Eiyen* Krim, sucht iw. Heirat wlrkl. gutamssehende, schlanke, junge Dame bis 27 Jhr., in gleich. Lebens* Verhältnissen. 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