Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 83 (19.10.1937)
- Date
- 1937-10-19
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 83, 19. X. 1937 Flüchtige Araberführer ausgewiesen In einer Sonderausgabe der ״Palestlne Gazette“ ist bekanntgegeben worden, daß auch diejenigen Mitglieder des Arabischen Komitees, die sich bei der Aullösung im Ausland befanden, ausgewiesen werden und nicht mehr nach Palästina zurückkehren dürfen. Von dieser Verfügung sind außer dem Präsidenten der Palästinensisch-Arabischen Partei, Dschemal el Husseini, gegen den schon früher ein Haftbefehl erlassen worden war, noch die folgenden Araberführer betroffen: der Vorsitzende der lstiklal(Unabhängigkelts-)Partei, Auni Bey Abdul H a d I, der frühere politische Hauptmitarbeiter des Mufti, Izzat Darwaza, der Führer der christlichen Gruppe In der Mufti-Partei, Alfred Rock, und Abdul Latif Sale 11, einer der Führer des ״Nationalen Blocks“, dem die extremistischen Elemente der arabischen Jugend angehören. Durch die Regierungsverordnung erhält der High Commissioner gleichzeitig die Vollmacht, politisch unerwünschten Personen die Einreise nach Palästina zu verbieten. Scheich Emin Effet!di, ein Mitglied des Obersten Mohammedanischen Religionsgcrichtes, ist verhaftet worden. Mit ihm wurde auch eine größere Zahl von Scheichs und Ulemas nach Akko gebracht. Anschlag auf den Flughafen Strafmaßnahmen gegen die Stadt Ludd Am Sonnabend ist aut den Flughafen in Ludd (Lydda) von Terroristen ein Anschlag verübt worden. Eine Reihe von Gebäuden der noch nicht vollständig fertiggestehlen Anlagen des Flughafens sind in Brand gesteckt worden. Der angerichtete Schaden wird auf 7 0 0 0 Pfund geschätzt. Die Radio-, die Zolistation, die Gebäude der polnischen Fluglinie ״Lot“ und der holländischen Fluglinie ״KLM“, die Polizeistation, die Zweigstelle des Einwanderung»- Amtes und Hoteis sind vernichtet worden. Der Oberkommandierende der brit sehen Truppen In Palästina, Generalmajor Wa v e 11, hat persönlich auf dem Flugfeld von Ludd eine Inspizierung durchgeführt. General Wavell hat eine Reihe strenger Anordnungen erlassen. In Ludd wurde der Ausnahmezustand verkündet und nur eine Stunde des. Tages für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Während der übrigen 23 Stunden darf sich niemand ohne besondere Erlaubnis in den Straßen zeigen.!Mehrere arabische Häuser sind auf Befehl des Oberkommandierenden mit Dynamit gesprengt worden. I ׳1׳• Regierung hat beschlossen, die während der Unruhen des Jahres 19:56 der Stadt Ludd auferlegte, bisher aber gestundete K o! 1 e k t i v s t t a f e von 5000* Pfund einzuziehen. Zunächst sollen 250 Pfund erhoben werden._ Die arabischen Terroiisten versuchen auch weiterhin den Luftverkehr von und nach Palästina zu stören. Sie wollen verhindern, dali die Flug/enge der holländischen Luftlinie und der polnischen Liittlinie ״Lot“ auf dem Flugfeld in der Nähe der Siedlung Kala » ü r i a landen können, bis die Wiederlierstcllungsarbeiten i!1 Ludd die Wiederaufnahme des Verkehrs in diesem Flughafen gestatten. Offenkundig in dieser Absicht sind die Siedlungen Kalandria, Atarot und Ncwe Jaacow heftig beschossen worden. Die jüdische Hilfspolizei erwiderte das Feuer und vertrieb die arabischen Banden. Verkündung des Kriegsrechts? Die Spannung im ganzen Lande ist während des Wochenendes auts höchste gestiegen. Auch ln amtlichen .Kreisen rechnet man jetzt mit der Möglichkeit eines allgemeinen Aufstandes. Die Vorbereitungen zur Verkündung de« Kriegsrechtes in diesem Falle sind getroffen. ״Manchester Guardian“ berichtet, daß der stellvertretende High Commissioner nach Besprechungen mit den Kommandanten der Polizei und der Truppen beschlossen habe, das Kriegsrecht nur 7,u verhängen, wenn sich die Lage wesentlieh verschlechtert. Im ganzen Lande werden neue Hilfspolizisten ausgeliobeii. Die Hilfspolizisten liegen in Schulen, _ Sportheitnen und sonstigen öffentlichen Gebäuden in Bereitschaft. Sie sollen nötigenfalls nach gefährdeten Punkten gesandt werden. Nach Meldungen aus Jerusalem bestätigt es sich, daß die Unruhen für die Palästiua-lNgienmg nicht unerwartet gekommen sind. Sie war von den Vertretern jüdischer Organisntimien, wie es heißt, auch von dem Vorsitzenden des Jüdisehen Nationalrats, Ben Z v i, rechtzeitig darauf aufmerksam gemacht worden, daß die arabischen rerrorverbände umfassende Vorbereitungen treffen, in den Dörfern die Jugend mobilisieren und die so gebildeten Abteilungen ins Gebirge entsenden. Die Zeitungen melden, daß das Mitglied des Obersten Arabischen Komitees, Dscliemal el Husseini, der nach dem Erlaß eines Haftbefehl;, gegen ihn angeblich ins Ausbind geflohen war und von dem es einmal hieß, daß er sich in Syrien, das andere Mal, daß er sich in Bagdad aufhalte, sich noch in P a I ä s t i n a befinden soll. Ihr wird die Organisierung der neuen Unruhen /»geschrieben. Der Oberkornmandierende. der britischen Truppen In Palästina, Generalmajor Wavell, hat am Montag alle Distriktskommissare nach Jaffa zu einer Beratung über die Verkündung des Kriegsrechte* in Palästina berufen. Die Distriktskorninissare sollen auf Grund ihrer Beobachtungen ihr Urteil darüber abgeben, ob die Proklamierung des Belagerungszustandes für ganz Palästina oder einzelne Distrikte ratsam sei. Das Zentrum In Damaskus Die Londoner ״Times“ vom 16. Oktober bemerkt in einem Leitartikel, daß die Gewalttaten in Palästina offensichtlich ein Teil eines verabredeten Versuchs _seitens der Gelieimbünde seien, die Moral ihrer Anhänger wieder herzustellen, die durch die Deportation bzw. Verhaftung verschiedener arabischer Führer erschüttert gewesen sein muß. Wenn ein neuer Versuch zur Wiederbelebung des vorjährigen Aufstandes gemacht werden sollte, dann werde man hoffent• lieh nicht zögern, die Vollzugsgewalt Palästinas mit Vollmachten zu versehen, die sie instandsetzen, wirksam gegen den Terror und seine Anstifter vorzugehen. Auch die Ermutigung des palästinensischen Terrors von Syrien her, so schreibt das Blatt, müsse die Aufmerksamkeit der englischen Regierung finden. Mehrerc der arabischen Führer, denen die Rückkehr nach Palästina verboten wurde, sollen nach Damaskus gegangen sein, das wohl ein neues Zentrum antibritisclier Intriguen werden wird. Das künftige Vorgehen der Pan-Araber in Damaskus muß sorgfältig beobachtet werden; aber es besteht aller Grund zu der Hoffnung, daß die französischen Behörden in Syrien, die bisher mit der palästinensischen Verwaltung i-11 der freundschaftlichsten Weise zusammen-gearbeitet haben, sich nicht an der Fortsetzung dieser Zusammenarbeit hindem lassen werden. Es ist gewiß zweifelhaft, ob die syrische Regierung allein imstande ist (obgleich sie den Wunsch hatL der Tendenz, den I’an-Arabismus für antizionistische umi antibritische Zwecke zu benutzen, einen Riegel vorzu• schieben. Aber die von außen kommende Unterstützung der Die neue Terrorwelle Ausnahmezustand in Jerusalem Die Terrorakte haben mit einem Anschlag auf einen Zug in der Nacht zum Freitag begonnen. Zwisehen Kalkilieh und Ras el Ain legten Araber eine Bombe aut die Schienen. Der darüber hinwegfahrende Zug brachte sie zur Explosion. Dabei entgleisten vier Eisenbahnwagen. Eine Bande bewaffneter Araber drang in einen Wagen ein und versuchte ihn auezuplündern. Zwei von ihnen wurden durch einen britischen Polizisten getötet. Im Zuge befanden sich dreißig Fahrgäste, von ihnen ist keiner verletzt worden. Ein zweiter Anschlag wurde auf einen englischen Militärzug verübt, ln der Nähe von Jerusalem wurden HufehV Safad Ist HAIFA Liberi as Qalqilya Tel Aviv fi-' ,JAFFA/־!Ramallah \ Jerichoc Ramf! Hebron aut den Zug Schüsse abgefeufcrt. Es kam Jedoch niemand zu Schaden. Der Zug sollte ein Bataillon des Süssex-Regi* men tos nach Aegypten bringen. Das Bataillon sollte in Palästina durch ein anderes abgelöst werden. ,Mit Rücksicht auf die große Erregung, die infolge der letzten Terrorakte im Lande herrschte, wurde der Truppentransport dadurch gesichert, daß ein Panzerwagen mit einer Maschinengewehrabteilung vorausgeschickt wurde. Die engen Gebirgseinschnitte, die der Transport zu passieren hatte, wurden durch Scheinwerfer erleuchtet. Trotz der umfassenden Maßnahmen ist der Transport im Gebirge beschossen worden. Noch in der Nacht ist der Eisenbahnverkehr im ganzen Lande eingestellt worden. Am Freitagvormittag gab es neue Zwischenfälle. Schüsse wurden auf Autobusse und englische Polizisten abgegeben, Bomben wurden aut Autos geworfen und jüdische Siedlungen beschossen. In Jerusalem wurden durch Schüsse und Bomben auf einen Autobus drei Juden verletzt. Sie wurden in das Hadassah-Krankenhaus eingeliefert, ln der Kolonie M o z a ist ein arabischer Fahrgast eines Omni- Busses getötet worden, acht Juden wurden verletzt. In Hebron sind zwei englische Polizisten durch Schüsse aus dem Hinterhalt getötet worden. Die beiden Polizisten begleiteten eine aus sechs Wagen bestehend« Autokolonne. Als diese von einer Terroristenbande beschossen wurde, erwiderten die Begleitmannschaften das Feuer. Man vermutet, daß mehrere Angreifer verwundet oder getötet worden sind, doch wurden diese von den Fliehenden fortgeschleppt. Die beiden getöteten Polizisten sind erst vor kurzem in den Dienst eingestellt worden. Sie waren aus England gekommen und hatten einen Kursus in der Polizeiachule in Jerusalem absolviert. Auf Chedera Und Ramat Hakowesch sind Schüsse abgegeben worden, Personen- und Sachschaden ist jedoch nicht zu beklagen. Ferner wutden auf eine Reihe anderer Siedlungen, wie Roacla Pin ah, Qinegar, Newe Jacob bei Jerusalem und Migdal Zedek Feuerüberfälle verübt. Auf jüdischer Seite haben diese Beschießungen keine Opfer gefordert. Das Feuer wurde überall von der Hilfspoltzei beantwortet. Bei Ar za wurden der Wächter Jizchak Wischtje wski und der Hilf*- Polizist Jacob Cohen verwundet. Am Freitagvormittaß wurde für Jerusalem der Autnahmezustand verkündet. Durch Anschläge an den Mauern und Säulen wurde bekanntgegeben, da» zwisehen 6 Uhr nachmittags und 5 Uhr morgens der Verkehr unterbunden wird. In Jerusalem sind alle wichtigen Punkte durch starke Polizeiabteilungen besetzt. Die Tore der Altstadt werden streng bewacht. Alle Passanten werden durchsucht, Verdächnge festgenommen. Ein Araber, der in der Nähe des Jüdischen Altersheims in Jerusalem einen Bombenanschlag ausführen wollte, wurde dabei in Stücke gerissen; es handelte sich dabei um den Führer der arabischen Pfadfinder in Jerusalem. Bei der Polizeistation in Jerusalem, wo im Juni der Anschlag aut den Generalinspektor Spicer verübt wurde, ko!mten drei Höllenmaschinen wenige Minuten vor der zu erwartenden Explosion unschädlich gemacht werden. Der seit einigen Tagen in der Umgebung von Safed verkündete volle Ausnahmezustand ist wieder aufgehoben worden. Vierundzwanzig Araber in Safed wurden verhaftet und in das Gefängnis von Akko gebracht. In Jaffa wurden polizeiliche Haussuchungen in den Wohnungen und Geschäftsräumen vieler arabischer Notabein vorgenommen. Im Verwaltungswege wurden die Wohnungsinhaber zu dreimonatiger Festungshaft in Akko verurteilt. Auch in N a b 1 us wurden drei arabische Notabein nach Haussuchungen verhaftet, in Haifa ist die Lage gespannt. Die Polizei ist für etwaige Unruhen gerüstet. Bisher ist es zu keiner Ruhe- Störung gekommen. In Nazareth haben vier bewaffnete Araber am־' hellen Tage einen Anschlag auf den Distriktsbeamten Moussak Khamiss versucht. Khamiss verjagte die Angreifer durch Revolverschlisse; sie konnten bisher nicht festgenommen werden. Aus Beth Alpha wurde telephonisch gemeldet, daß aus der Gegend von Kaukad, wo die Irak-Petroleumlinie durchläuft, ein mächtiges Feuer zu sehen sei, das die ganze Gegend erhellt. Ein Feuerüberfall wurde auf das Haus des britischen Polizeikommandos in Dschenin unternommen. Im Zusammenhang mit diesem Angriff, der keinerlei Opfer gefordert hat, sind fünf Araber in die Festung Akko eingeliefert worden. Ferner sind zahlreiche Notabein in Hebron verhaftet und ebenfalls nach Akko gebracht worden. Die syrisch-palästinensische Orenze ist gesperrt worden. Durch Militärabteilungen verstärkte Polizei hat das Dorf Tajiba bei Tulkerem nach verborgenen Waffen durchsucht. Während der Durchsuchung wurden zwei Araber ergriffen, die aus dem Dorf fliehen wollten. Einer, der «ln Gewehr trug, wurde verhaftet. In der vor kurzem gegründeten Siedlung Ti rat Zwi wurden Juden auf dem Felde von einer ISköpfigen arabischen Bande Überfällen. Die Araber wollten die Juden verhindern, den Boden weiter zu pflügen und b& haupteten, er sei rechtmäßiges arabisches Eigentum, Es folgte ein* Schlägerei, bei der ein Hilfspolizist drei Schreckschüsse in die Luft abgab. Er wurde von den Angreifern entwaffnet, vier Juden wurden verletzt. Später konnten zehn Araber festgenommen und das entwendete Gewehr zurückgebracht werden. Auf der Fahrt nach Tel Aviv ist Montag in der Nfiha der jüdischen Siedlung Moza ein Autobus beschossen worden. Drei Passagiere wurden verletzt, zwei davon, ein gewisser Otto Weiß und eine jüdische Frau, deren Name noch nicht mitgeteilt worden ist, schwer. Auch in Jeru* salem wurde aut einen Autobus ein Anschlag verübt, bei dem mehrere Personen verletzt wurden. In dein christlichen Viertel von Jerusalem sind von arabischen Terroristen Schüsse abgegeben worden, durch die ein junger Araber getötet worden ist. Beschießung von Talplot Das Stadtviertel T a I p I 01, einer der modernen Jüdl« sehen Stadtteile des neuen Jerusalem, ist einer heftigen Beschießung ausgesetzt gewesen. Während der Beschießung haben Bewohner dieses Stadtviertels vergeblich versucht, die Regierung zum sofortigen Einschreiten zu veranlassen. Schließlieh gelang es, sich mit Distriktskommissar Mac Laren persönlich in Verbindung zu setzen, der einige Beamte zur Untersuchung an Ort und Stelle entsandte. palästinensischen Unruhestifter wird nicht sehr wirksam sein, wenn die Vollzugsgewalt in Palästina selbst gestärkt wird und die Londoner Regierung in ihrer Ueberzeugung fest bleibt, daß gegenüber Juden und Arabern die Wiederherstellung der Ordnung von Dan bis Berscheba die erste Pflicht jeder Verwaltung ist, die dieses Namens wert ist. RegriertmgübernlmmlW akfVerwaltung Die Palästina-Regierung hat am Sonnabend amtlich bekanntgegeben, daß die Verwaltung de* W a k f, des mohammedanischen Religionsfonds, über den der Mufti bis zu seiner Absetzung zu verfügen hatte, selbst übernommen hat. Es wird angenommen, daß die auf 65 000 Pfund geschätzten Einnahmen des Wakf, über die der Mufti bisher verfügte, zur Finanzierung des arabischen Terrors mitverwendet worden sind. Gefecht an der syrischen Grenze Die palästinensische Grenzwache stieß am Sonntag an der syrischen Grenze auf eine starke arabische Bande, die nach Palästina eindringen wollte. Nach kurzem Gefecht wurde die Bande gezwungen, sich nach Syrien zurück- 1. u z i e h e n. Im Verlauf des Sonntags sind ht verschiedenen Teilen des Landes Terrorakte durch Araberbanden durchgeführt worden. Einem besonders heftigen Feuerüberfall war das Jemenitenviertel von Ness Z io na ausgesetzt. Eine Kugel drang in das Haus eines Jemeniten ein und traf den elfjährigen Knaben Sherhabl, der bei seinem Vater schlief. Die jüdische Hilfspolizei wehrte schließlich den Angrift ab. Im B re n n er - V i e rt e 1 in Tel Aviv wurde eine Bombe geworfen. Schaden ist nicht angerichtet worden. Die Kolonie Bat Schlomo wurde beschossen. Verletzte wurden nicht gemeldet Ihn Sauds Haltung Keine Grenz-Zwischenf&lle Wie der Mailänder ״Corriere della Sera“ aus Alexandrien meldet, hat die englische Regierung angesichts der entschlossenen Haltung Ibn Sauds, der seine Rechte in Akaba, das zu Transjordanien gehört, aber von Ibn Saud für sich beansprucht wird (vgl. Nr. 80 der ״J. R.״), selbst mit den Watten geltend machen will, und der dadurch entstehenden Gefahr für Transjordanien und Palästina beschlossen, Sir John Philby als persönlichen Freund und Ratgeber ibn Sauds zu beauftragen, Verhandlungen mit dem wahabitenherrscher zu einer iriedlichen Lösung der Frage zu führen. Von der Orenze Transjordaniens werden weitere Truppenansammlungen gemeldet. Diese Truppen sollen die Ankunft des Prinzen Faisal, des Sohnes Inn Sauds, abwarten, der das Kommando der Truppen von Nedschd übernommen hat und nach der Grenze unterwegs ist. Vor einigen Tagen hat sich dort ein Zwischenfall ereignet. Wahabitische Krieger haben ein englisches Militärflugzeug a b ge - schos *en. Hierzu teilt die Palästina-Regierung offiziell mit, daß Zwischenfälle zwischen dein Hedschas und Transjordanien nicht vorgekommen seien. Es entspräche nicht den Tatsachen, daß Wahabiten die Orenze nach Transjoedanien überschritten und daß englische Militärflugzeuge zur Bekämpfung der Wahabiten nach dm Grenzen entsandt worden seien. Verantwortlicher Redakteur! Dr. Robert Weitech, Berlin-Chart. 9 (auch r«־antwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter! Kurt Lo ewenstein, Berlin W 15. Anreigenleiter und verantwortlieh für den Inhalt der Anreigen! Hermann Finn, Berlin W 15. Gültig Anzeigen - Preisliste 5 vom 1. April 1836. Verlag und Anzeigenverw altung 1 Jüdische Rundschau, Berlin W 16, Meinekestr! 10. D.A. III/1937 23604.—Druck! Siegfried Schokm, Berlin-Schöneberg.