Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 82 (15.10.1937)
- Date
- 1937-10-15
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2651273-2653625-2653702--31381-2685987- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 82 15. X 1937 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seife 3 Krisis der Organisation? Kritisches Nachwort zum XX. Kongreß H. F. Der XX. Zionisten-Kongreß liegt nun hinter uns, und es ist nicht allein die Jubiläumszahl, die Veranlassung bietet, den Weg der Organisation zu überdenken Und in eine Prüfung darüber einzutreien, wie weit die Formen der Organi• sation auch in dieser Zeit ihre Gültigkeit behalten haben, und ob die Zionistische Organisation auch heute noch wirkliche Trägerin der zionistischen Bewegung ist. Die Frage stellen, heißt bereits, Zweifel in ihre volle Bejahung zu setzen. Die Organisation, die Theodor Herzl und die Männer seiner Zeit schufen, wurde gegründet in einer Epoche, da der Paiästina-Aufbau trotz der bescheidenen Anfänge nicht mehr war als der Traum in eine dämmernde Zukunft. Die praktischeu Funktionen dieser Organisation konnten daher nur kleinen Umfang haben. Es zeugt von dem Weitblick der zionistischen Führer, daß man bereits in jenem Zeitabschnitt an die Gründung des Keren Kajeineth Lejisrae! ging und den Fragen der praktischen Kolonisation, d. h. der zionistischen Verwirklichung ein Interesse entgegenbraclite, das aus den äußeren Umständen gewiß nicht erklärlich war. Die entscheidende Funktion der Zionistischen Organisation zu jener Zeit bestand in etwas ganz anderem als in der Verwiridichufig kolonisatorischer Pläne in Erez Israel. Die Organi• sation diente der Sammlung des Volkes und war ein Instrument zur Zusammenfassung der national bewuSten Kräfte. Die Mauern der Organisation waren gleichsam Mauern gegen die gewaltige Assimilationsströmung um die Jahrhundertwende und gegen den fortschreitenden Abfall vom Judentum. Das deutlichste Ausdrucksmittel dieser Tendenzen war der Zionisten-Kongreß. Seine Aufgabe bestand vor allem darin, w e! f o f f e n e Tribüne zu sein, auf der die Judenfrage aus ihrer Anonymität herausgezogen and vor den Ohren der Welt zur Diskussion gestellt wurde. Die großen Reden Herzls und Nordaus waren vor allem Analysen der Situation der Weltjuden heit. Das jüdische Volk, bisher ohne legitime Vertretung vor dem Forum der Völker, hatte sein Sprachrohr wiederbekommen, und es gab nun eine Tribüne, auf der ohne Heimlichkeit und ohne Angst die wirkliche Lage des jüdischen Volkes vorgetragen werden konnte. Je mehr der Zionismus sich seiner Verwirklichung gegenübersah, je stärker die Organisation mit sehr praktischen und realen Aufgaben betraut wurde, um so mehr wandelte sich auch das Gesicht des Kongresses. Aus der Tribüne für die Welt wurde das ״Parlament“ des ״Judenstaates unterwegs“. Budgetfragen traten in den Vordergrund, Kommissionen für Finanzen, Siedlung, Erziehung, Gesundheitswesen und Einwanderung zogen das Interesse der Delegierten auf sich. Der ICongrcß mit seinen Parteien spiegelte in allen seinen Phasen eine Parlamentssitzung wider,• auf der sehr oft, wie das nun einmal in Parlamenten manches Mal zu sein pflegt, Partei-Interessen den Interessen des Ganzen übergeordnet wurden. Der R i ß, der durch die Organisation geht, und der durch ihre doppelte Aufgabe erklärlich wird, ist schon seit einer Reihe von Kongressen deutlich geworden. Einerseits bleibt es dem Kongreß versagt, in einer großen Analyse die Lage des jüdischen Volkes in der Welt darzustellen und die Probleme der Galuth aiifznroilen. Andererseits ist es jedem Einsichtigen klar, daß ein ״Parlament“, das nur alle zwei Jahre Zusammentritt, um in einer 1-ltägigen Sitzung sich mit den oben genannten praktischen Aufgaben Erez Israels zu befassen und gleichsam die ״Regierung“, d, h. die Exekutive, zu beraten, seine Aufgabe nicht erfüllen kann. Dazu kommt, daß die Zionistische Organisation und ihr Kongreß heute nicht mehr Anspruch darauf erheben können, die Bewegung in ihrem vollen Umfange sowie ihre realen Aufgaben irn Lande zu umfassen. Die Bewegung ist größer geworden vnd hat die Grenzen der Organisation durchbrochen. Um nur aus der Fülle der Beispiele ein besonders charakte• ristisches hcrauszunehnten, sei erwähnt, daß der Kongreß in Zürich £P 85 000 für landwirtschaftliche Neukolonisation aus• gesetzt hat, während ein Vielfaches von anderen Institutionen, über die die Organisation keine Verfügungsgewalt hat, 80• wie aus privaten Quellen in Neiikolonisation investiert wird, Wir ״regieren“ also nur noch einen bestimmten Sektoi der palästinensischen Wirtschaft und des Lebens im Lande. Die Arbeitsfähigkeit des Kongresses, der schon an sich ein schwerfälliges Instrument darstellt, ist völlig untergraben worden durch die Tatsache, daß die Zahl der Delegierten so ungeheuer groß ist, daß der Kongreß eher einer Massenkundgebung als einer Arbeitssitzung gleichkommt. Die Parteien des Zionismus, entstanden unter Voraus• Setzungen, die heute keineswegs mehr zutreffen, sind zu Interessenvertretungen geworden. Jede Partei kämpft um Zertiiikat«, um ihren Anteil am Budget, um Siedlung, urn Schulen usw. Gegenseitige Vereinbarungen, die allzu deutlieh als gegenseitige Intcresscngeschäfte in Erscheinung treten, trüben das an sich schon komplizierte Bild der Kongreßmaschinerie. Sitze in der Exekutive sind ebenso Gegenstand solcher ״Vereinbarungen“ wie Zuteilungen aus dem Budget. An die Spitze der Organisation treten die geeignetsten und fähigsten Köpfe mir insoweit, als ihre Parteien Plätze zur Vertilgung haben. Die Doppelrolle des Kongresses aber tritt am deutlichsten in Erscheinung in dem Umstand, daß die Parteien eifersüchtig darüber wachen, daß die ihnen zustehende, nach einein komplizierten Schlüsse! ausgerechnete Redezeit bis zur letzten Minute ausgenutrt wird, und daß kein Redner darauf verzichtet, eine Möglichkeit zu erhalten, von der Kongreßtribüne zu irgendwelchen Fragen — meistens zu fast allen — zu sprechen. Da aber zu gleicher Zeit die Konimissionen ihre Arbeit zu erledigen haben und es hierbei ja um höchst reale und für die Arbeit im Lande wichtige Dinge geht, sprechen die meisten vor leeren Bänken, die sich nur bei besonders ״prominenten“ Rednern füllen, von denen man eine oratorische Sensation erwartet. Es stört niemanden, daß nur wenige Redner imstande sind, etwas Neues zu sagen. Daß gar jemand von einer Rede seine lange festgclegte und parfeigebundene Meinung beeinflussen läßt, kommt kaum vor. Es bedarf kaum der Erwähnung, daß diese kritischen Gedankengänge nichts Neues sind. Ihre Richtigkeit dürfte kaum angezweifelt werden. Trotzdem ״wurstelt“ man weiter, weil es in den Reihen der Organisation an Mut, Entschlossenheit uni Bereitwilligkeit zum Verzicht fehlt, um energisch Wandel zu schaffen. Die Fülle der politischen Aufgaben und der drängenden Probleme des Aufbau« haben schon seit langem die Fragen der Organisation und des Kongresses zurücktreten lassen. Die Zionistische Organisation ist das Sfiefkind des Zionismus; der Schrei nach Reform ist allgemein, aber wird unterdrückt. Die Methoden unserer Propaganda sind veraltet und werden nicht neu überdacht, ln dem Sturm jüdischen Lebens schwankt das zionistische Schiff dahin. Ist das Wetter günstig, sind seine Segel stolz gebläht und die Besatzung zahlreich; in Zeiten der Not scheuen sich viele, das altersschwache Schiff zu besteigen. Was ist zu tun? Kurt Blumenteid hat in Zürich ’mit Recht darauf hin• gewiesen, daß wir über ״Kib husch Haare?״ (Er• ober u n g des Landes) die n i c 111 minder wichtige Aufgabe von ״Kibbusc!! Haam“ (Eroberung des Volkes) vernachlässigt haben. Nie■ mand sollte glauben, daß mit der Gründung des Judenstaates die Rolle der Zionistischen Organisation an Bedeutung ver• lieren wird. Das Gegenteil ist richtig. Ihre Funktion wird sich wohl ändern, aber eine große, gefestigte und schlagkräftige Organisation tat noch nie so not wie jetzt. Das bedeutet sowohl die Klärung und Ueberprüfung unserer Aufgaben in der Diaspora, die Sicherung der Existenz des jüdischen Volkes in den Ländern der Zerstreuung wie auch ein organischer und gesunder Aufbau unseres nationalen Lebens in Erez Israel. Die Organisation muß sich entscheiden, oh sie das mündig gewordene Erez Israel weiterhin bevormunden will, oder ob sie nicht beginnen muß, ihre Funktionen dem Aufbau unferzuordnen und dienendes Werkzeug für die Gestaltung staatlichen Lebens in unserem Lande zu werden. Zweiteilung der Gewalten ist das Gebot der Stunde. Schon vor der endgültigen Konsfituiertmg des jüdischen Staates müssen die Partamentsaufgabcn an ein Gremium des Landes übergehen. Hier heißt es, die Funktionen der Exekutive mit denen des Waad Leumi sinnvoll zu verbinden. Aus den lebendigen Kräften des Landes soll c-in Parlament gebildet werden, das seine Zusammensetzung nicht aus den Parteien herleitet, die aus einer anderen Welt übernommen wurden, sondern das alle Elemente des Landes, die für den Aufbau unentbehrlich sind, vertritt. Das wirkliche Leben iin Lande hat schon längst die künstlichen Parteischranken durchbrochen. Der Schutz der einheimischen landwirtschaftlichen und gärtnerischen Produktion berührt die Kibbuzim ebenso wie die mittelständisclie Siedlung. Der Existenzkampf der Industrie ist ein Kampf nicht nur der Unternehmer, sondern ebenso der Facharbeiter. Das Verhältnis zum arabischen Volk und bald auch zu den arabischen Nachbarländern berührt alle Parteien; die Antwort auf dieses Problem wird gewiß nicht nach Parteidoktrinen gegeben werden. Die Spaltung des Erziehungswesens ist gefährlich und sinnlos. Die Durchsetzung der hebräischen Sprache ist eine Sorge für alle. Der Schutz des Landes durch jüdische Polizei und Armee wird gewiß nicht nach Parteigesichts• punkten entschieden werden. Der Aufbau einer jüdischen Handelsflotte, die im Judenstaat den Nutzen von Expert und Import bestimmen wird, geht alle an. Es wäre «in Glück für das Jüdische NationaHieiin und später für den judenstaat, wenn man bei der Zusammensetzung der Exekutive auf den Gebieten der Politik, Siedlung, Finanzer, וו!ווווווווו!1}1חוןןןוווווווווווווווווווווווו!ווווווווווווןןוווווווו!וווווווווווווווווו!וווווווווווווווווווווווו1ווווווווווווווווו!וווווווווו!ווווווווווווווווו Huliermans Befinden Lungenentzündung biczugetreten In der letzten Nummer haben wir von dem Flugze u gu n gi iiek berichtet, vor! dein Bronislav Huberman in Nieder!,indisch-Indicn betroffen worden ist, und unserer Freude Ausdruck gegeben, daß er nur oberflächliche Vrcrletzungcn, die als ganz leicht bezeichnet wurden, davongetragen hat. Kurz darauf stellte sich leider heraus, daß sich sein Gesundheitszusiand plötzlich verschlech tert hat, weil ein« Lungenentzündung hinzngetreten ist. Nachrichten von! Montag besagten sogar, daß die Aer/te sein Leben für gefährdet hielten. Inzwischen hat sich sein Befinden gebessert, tmd di« letzten hier eingelangten Reuter-Meldungen . besagen, daß er sicli auf d c in Wege der Genesung befindet. Die Lungenentzümdüng batte jedenfalls zur Folge, daß die von Prof. Reddingius vorgenommene leichte Operation an Hubermans Fingern nicht fortgesetzt werden konnte. Nach den ersten günstig lautenden Berichten über Hubermans Errettung, die wir in der vorigen Nummer wiedergegeben haben, ist ein Schatten der Besorgnis über die zahlreichen Verehrer des Künstlers gefallen, der sich jedoch glücklicherweise wieder zu lichten beginnt. Wir hoffen, daß seine Genesung weitere Fortschritte machen wird und daß er bald völlig unversehrt seiner Kunst zurückgegeben wird.. Oppenheim Das bekannte Spezialhaus für Kleiderstoffe Chorlettenburg, Wälmersdorfer Str. 115116־ Wollstoffe — Samt — Seidenstoffe Erziehung und des Handels die fachlich geeignet« sten holen würde, ohne nach ihrer Parteizuge־ hörigkeit zu fragen. Würden die Organisation und ihr Kongreß von den Aufgaben befreit werden, die nur eine Leitung und ein Parlament lösen können, die sehr oft und über lange Zeiträume in engster Nähe zu in täglichen Leben tagen und beraten, so könnte sich die Organisation endlieh wieder der Aufgabe zuwenden, die ihre eigene und von niemandem zu ersetzende darstellt: der Sammlung des Volkes, der Propagierung der zionistischen Idee und der großzügigen Erörterung der Judenfrage. Es kann nicht die Aufgabe dieser allgemeinen Betrachtungen sein, die technischen Reformen, die notwendig sind, im einzelnen zu erörtern. Die Reform des Schekels wird die erste sein müssen. Die Reform der Wahlen, die Beseitigung der Parteien und ganz gewiß des Parteischekels müssen folgen. Der technische Ablauf des Monstrums, zu dein der Kongreß geworden ist, bedarf einer gründlichen ״Ucber* holung“. Die einheitlichen Landesverbände müssen mit Beschlcunigung geschaffen werden, in den Ländern wären zionistische Zentralen zu schäften, besetzt mit den besten Männern, die den Propaganda- und Werbcapparat zu führen wissen. Die Jugend in den Bünden und Verbänden muß in die Organisation geführt werden und zu Trägern des ״Juden- Staates unterwegs“ werden. Es wäre zu wünschen, daß bald eine Konferenz einberufen wird, die der Erörterung aller dieser Fragen dient. Unsere Fonds sind an der Lösung dieser Aufgabe brennend interessiert. Auch ihre Entwicklung ist auf Gedeih und Verderb mit der Stärke und Ausbreitung der Zionistischen Organisation verbunden. Möge der XXI. Kongreß eine große und im Neuaufbau befindliche Organisation vorfinden, und möge er selbst eine neue Reihe von Kongressen einlciteu, die als Repräsentation des ganzen Volkes und aller seiner zukunitsbeiahenden Teile .sichtbar in Erscheinung treten. Der Aufbau des Landes geht in rascherem Tempo vor sich als die Eroberung des Volkes, Wir müssen das Versäumte nachholen. Rumänische Minderheiienpolitik Erklärungen von Ministerpräsident Tatarescu Die Grundsätze der r u m ä n i s c 11 e 1» Minderheit« npolitik wurden von Ministerpräsident Tatarescu in einer in Oradea Mare (Großwardein) gehaltenen Rede er* lautert. Der Ministerpräsident versicherte, es sei der Wunsch der Regierung, den Minderheiten die für ihre Entwicklung notwendigen Bedingungen zu bieten. Andererseits aber müßten die Minderheiten sich nicht ablehnend gegenüber den Bemühungen des Staates verhalten, die Lage der rumänischen Mehrheit zu verbessern. Wir wünschen, sagte Ministerpräsident Tatarescu, daß gegenseifiges Vertrauen und normale Beziehungen zwischen der Mehrheit und den Minderheiten hergestdlt werden, die seit Jahrhunderten innerhalb unserer Grenzen leben und jetzt für immer unserem Staate einverleibt sind. Wir wollen die notwendigen Bedingungen für die Entwicklung dieser Minderbeiten im Rahmen unserer Gesetze, die einem Geist der Billigkeit und Gerechtigkeit entsprungen sind, schaffen. Miß- Verständnisse und Schwierigkeiten, die sich im Verkehr zwischen Mehrheit und Minderheiten naturgemäß ergeben, können immer in einer Atmosphäre des Verständnisses und der Versöhnung bcigelcgt werden. Der Ministerpräsident betonte weiter, es sei die Pflicht der Minderheiten, sich die Interessen und Bestrebungen des Staates zu eigen zu machen, der Opfer bringt, um ihre Sprache, ihren Glauben und ihr Wohlergehen zu schützen. Sie dürften nicht mit. scheelem Blick auf die Maßnahmen zur F ö r d erun g d e s r u in ä n i s c!1 e n E 1 e m entes sehen, dem zu einem materiellen und kulturellen Niveau verholten werden müsse, auf das die Mehrheit in jedem Nationalstaat Anspruch habe. Diese Förderung des nimänisehen Elementes, eine Arbeit historischer Wiedergutmachung, sei von dieser Regierung in Angriff genommen und werde von allen kommenden Regierungen fortgesetzt werden. Sie sei nicht gegen die Minderheiten gerichtet. Die Unterdrückten von gestern wollen nicht die Unterdrücker von morgen werden. Andererseits müssen die ,Minderheiten Verstämiigungshercitschaft zeigen und im eigenen Iniersse aufrichtig an diesem Wiedergutmachungswcrke mitarbeiten. Auf diese Weise werden sie zur Beseitigung־ der letzten Spuren von Mißverständnis und Zwietracht mit der Mehrheit beitragen. Friede und Verständigung nach außen, schloß! der Ministerpräsident, Friede und Verständigung innerhalb des Landes, das ist die ständige Forderung, die das Leben des rumänischen Staates leiten wird. In politischen Kreisen Bukarests werden die Ausführungen des Ministerpräsidenten dahin interpretiert, daß die Regierung die Runiänisicrungsbestrcbuiigcn auf allen Gebieten fortsetzen, daher' aber gegen die Minderheiten nicht mit übermäßiger Schärfe vorgehe״ werde. Andererseits wird betont, daß auch die Tatsache, daß die Wahlen vor der Tür stehen, hei der Beurteilung der Rede Tatarcscus nicht über« sehen werden darf. Offenbar werde beabsichtigt, die Minderheiter! gerade zu diesem Zeitpunkt nicht vor den Kopf zu stoßen, Da fiel Abrain aut sein Angesicht, und Gott redete mit Ihm und sprach: ״Id!, steh, mein Bund bestellt mit dir, und du wirst werden zum Vater eines Heers von Völkern. Darum sollst du nicht mehr Abram heifien, sondern Abraham soll dein Name sein; denn rum Vater eines Heeres von Völkern (Ab hamon gojimi habe Id! dich bestimmt. Und ich mache dich fruchtbar Aber die Mafien und lasse dich werden zu Völkern: und Könige solten aus dir hervorgehen. Und ich errichie meinen Bund zwischen mir und dir und deinem Samen nach dir für ihre Geschlechter als ewigen Bund, Gott zu sein dir und deinem Samen nach dir. Und ich will dir geben, dir und deinen» Samen nach dir, das Land deines Aufenthalts, das ganze Land Kanaan, zum ewigen Besitz; und Ich will Ihnen Gott sein." Aua dem Wochenabachniit für Sdiabbai, 16. Oktober 1. n. Ti.. Kap. 17, 3-6. Uebeneizt von H. Torczyner l׳'oto; Archiv