Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 79 (5.10.1937)
- Date
- 1937-10-05
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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% JÜDISCHE RUNDSCHAU SM $ Nr. 79, 5. OKTOBER 1937 Dichter bitten ums Wort Dichter und Publikum brauchen einander. Um beide zusammenzuführen, werden im Rahmen der Künsllerhilfe unter dem Titel ״Ungehörtc Stimmen" sechs Abende veranstaltet, an denen Erna Leonhard (Feld) und Leo Merten (Menter) Werke neuer jüdischer Dichter zu Gehör bringen werden. (Red.) Was sollen uns jetzt die Dichter? Hat nicht jeder von uns mit sich selbst genug zu tun? So hören wir immer wieder. Die Worte sind nicht neu; sie sind nicht einmal an unsere Zeit gebunden. Und doch gab es immer Menschen, die den Dichter suchten, die seinen Worten lauschten, weil sie ihnen das gaben, was der Tag allein nicht zu geben vermochte. Und immer waren Dichter da, Menschen, die tief in die Zeit schauten und den Herzschlag ewigen Lebens in ihren Werken festhielten. Auch heute ist es nicht anders. Es ist daher müßig, zu fragen, ob wir nicht andere Sorgen hätten, als den Dichtern zuzuhöre». Und ebenso überflüssig ist es, literarische Streitfragen zu entfesseln, ob die Zeit dazu angetan sei, große Werke reifen zu lassen. Nim, es leben Dichter unter uns. Kommende Geschlechter mögen über den Ewigkeitswert des heute Geschaffenen richten. Für uns bleibt die Verheißung*- volle Gewißheit, daß unter uns Menschen sind, die tief erfühlen, was uns nur ein Tasten ist, die gestalten, was in ,uns noch nach Klarheit drängt und uns die ganze Weite unseres Daseins erkennen lassen. Es wird nicht wundernehmen, wenn in der Dichtung unserer Tage immer wieder religiöse Themen auftaucheii. Wieviel Weisheit und Liebe׳, welch ungeheures Geschehen und welch immer neues Erkennen wächst nicht aus dem Buch der Bücher. Es ist nicht Abkehr vom Tage, was uns allen die heilige Schrift, das malte jüdische Buch, wieder lebendig werden läßt. Es ist das Erfassen, und für so viele die neue Erfahrung, daß auch anderes uns ganz erfüllen kann, als das Leben für den Tag allein. Aber vielleicht ist der Name religiöse Dichtung überhaupt falsch. Ist Religion nicht überall? So, wenn unsere Dichter in den Kosmos greifen, ja, um Trost, aber auch um Weisheit aus den Sternen zu holen. Und wie das Himmelsgewölbe wird der Baum, der Ruf eines einsamen Tieres wieder zum Wunder des Lebens. Das ist die Größe der Dichtung, das sie alles in uns und um uns aufblühen läßt. Was uns Geheimnis bleibt, der Dichter allein kann es uns lösen. Er kennt uns, unser Tun, unsere Freuden; er kennt auch unser Leid. Und es hilft doch, zu wissen, daß wir cs nicht allein tragen. Wir sind eine Schicksalsgcmeinschaft geworden. Wir sprechen nicht mehr aneinander vorbei. Wir lernen wieder — über alles Trennende hinweg — den anderen verstehen. Gedanken, seit langem nicht mehr gedacht, kehren zurück, und wie vielen hat sieh nicht jetzt erst die ganze Fülle des inneren Reichtums offenhart, der uns Juden innewohnt. Brauchen wir da die Dichter nicht mehr als je? Ocffnen sich unsere Herzen nicht wieder leichter? Die Dichter suchen uns und rufen uns. Kehren wir ein bei ihnen. Leo Merten Die Arbeit der Jugendpflegeabtellungen im Winter. Im Mittelpunkt der iugcndpflcgerischen und fürsorgerischen Arbeit der Gemeinde steht im verstärkten Maße die Erfassung der unorganisierten Jugend, ihre geistige und berufliche FortbildMtig, wie auch ihre Einordnung in das jüdische üemeinschaftserlcben. Die gewonnenen Erfahrungen haben veraniaßt, daß man in erster Linie die Gcmcinscliaftsabende veranstaltet, religiöse Feierstunden werden abwechseln mit Gesprächen über die Palästinafragen und Probleme der Auswanderung, Judentuniskunde und Geschichte des Zionismus ergänzen uie auf Erweiterung jüdischer Bildung hinzielende Arbeit. Außerdem führen die sieben Abteilungen neben ihrer jugciiclpflegerischen Arbeit, die sich auf die Beratung der Eutern und schulentlassenen Jugendlichen erstreckt, ihre Kurse und Arbeitsgemeinschaften zur Förderung zusätzlicher Berufsbildung• (Sprachen, Stenographie, Schreibmaschinc) fort. Tcilnahmeberechtigt an diesen Veranstaltungen der Jugcndpflegeabteilungen sind Jugendliche von H bis 21 Jahren, die in dem betreffenden Bezirk wohnen brw. von einem anderen Bezirk überwiesen werden. Die Aufnahme erfolgt in den unten angegebenen Sprechstunden. Mit der Anmeldung ist zugleich auch die Verpflichtung zur regelmäßigen Teilnahme verbunden, Fernerhin stehen zur Verfügung: fünf Büchereien für die ältere und vier Kinder-!westuben für die schulpflichtige Jugend. Beide Einrichtungen werden in steigendem Maße in Anspruch genommen. In den Kinderlcscstuben ist es den Kindern zudem möglich, unter Beaufsichtigung ihre Schularbeiten zu machen, sowie mit Gleichaltrigen ihre Freizeit zu verbringen. — 1. Jugendpflegeabteilung: Mitte, Auguststr. 17 (Tel. 4224 60), Mittwoch von 19—'20 Uhr. 2. Jugemipflegeabteilung: Süden, Thidach- Ufer 1016 (Tel. 68 3505), Donnerstag von 17—IQ Uhr. 3. ]ugcndoflcgcahtcilung: Norden, Schönhauser Allee 23/25 (Tel 45 27 63), Dienstag von!7—19 Uhr. 4. Jugendpflegeabteilung; Südwest, Münchener Str. 37 (Tel. 26 03 31), Mittwoch 13—20 Uhr. 5. Jugendpflegeabteilung: NW-Charlottenbürg, Blcibtrcustr. 2 (Tel. 31 26 35), Dienstag 18—20 Uhr. 6, Jugendpflegeabteilung; Osten, Blumenstr. 97, Donnerstag 17—19.30 Uhr. 7. Jugendpflegeabteilung: Weißensee, Berliner Allee 2343 (Tel. 67 59 76), Mittwoch 18-20 Uhr. Die Auskunftsstelle nichtarischer Rechtsanwälte befindet sich ab 1. Oktober Berlin-Cliarlotlenburg, Niebulirstr. 3, Grth. II. Tel.: 91 IS OS. Sprechstunden von 16.30—18.30 Uhr. Vor einem Menschenalier 9 9 9 Ein Kongreß für Hebräisch in Berlin In den Jahren vor dem Weltkriege wirkte in Berlin eine ״Organisation für hebräische Sprache und Kultur“ (״Histadruth l’safah ul’tarbuth haiwrith“). Ihre beiden ״Säulen“, um midi des Ausdrucks von Achad-Haam in einem seiner Briefe zu bedienen, waren der im Jahre 1905 nach Berlin aus Rußland cingewandcrte hebräische Schriftsteller Sch. J. Hurwitz und Martin B u b e r. Es war ja damals die Zeit der sogenannten jüdischen oder genauer hebräischen ,,Renaissance“, und ähnliche Organisationen entstanden fast in allen Ländern der jüdischen Zerstreuung. Aber auch sie selbst blieben zerstreut, ohne Verbindung miteinander, ohne einheitliche Leitung. Es war daher ein richtiger Gedanke der Berliner ״Organisation“, auf eine Vereinheitlichung der Kräfte und der Arbeit hinzuwirkeu. Etwa im Herbst des Jahres 1908 wandte sie sich daher mit einem Aufruf zur Einberufung eines Kongresses für hebräische Sprache und Kultur an eine große Reihe hervorragender geistiger Repräsentanten des Judentums in verschiedenen Ländern. Sie erhielt fast ausnahmslos Zu- Stimmung und Unterschrift sowohl bei Schriftstellern (Mendclc, Achad-Haam, Bialik, Nordau, Ehrenpreis, — um nur einige Namen zu nennen, ja merkwürdigerweise sogar beim Vorkämpfer des Jiddisch Chaim Shitlowski in New York) als auch bei Gelehrten (Simonsen-Kopenhagen, Bacher-Budapest, Kraus-Wien, auch Hermann Cohen-Marburg u. a.). Hierauf wurde, unter Teilnahme von Achad-Haam, Prof. E. Mittwoch, Leo Motzkin und anderen, im Januar 1909 ein Ausschuß zur Vorbereitung dieses hebräischen Kongresses eingesetzt. Wenn hierbei die Wahl des Kongreßortes auf Berlin fiel, so sprach hierfür sicher nicht nur der Umstand, daß die Veranstaltcr (mit Ausnahme Achad-Haams) alle hier wohnten, sondern auch der, daß Berlin geographisch im Zentrum der Ost- und der Westjudenheit lag, somit also die besten Chancen für das angestrebte Zusammentreffen bot. Diese Erwartung täuschte nieilt. Am 19. Dezember 1909, dem Tag der Eröffnung des Kongresses, oder, wie er sicli selbst bescheidener nannte, der Konferenz, kamen in den Sophien-Sälen am Bahnliof Börse rund 150 Teilnehmer, einschliclich der Gäste und Journalisten, zusammen. Sie waren aus Deutschland, Rußfand und Galizien, aber auch aus Rumänien, der Schweiz und der Türkei gekommen, und der die Tagung eröffnende Bcrliner Rabbiner J. Baneth sah sich veranlaßt, den Vielen zti danken, die ״der Mühsal des Weges nicht achtend, aus entlernten Ländern kamen, um unsere schwachen Hände zu stützen“. Die Verhandlungen dieses Kongresses bieten für uns nicht nur ein historisches Interesse; vielmehr können wir an ihnen auch die seither zurückgelegte Strecke auf dem Wege der hebräischen Sprache und Kultur ermessen. Denn jene Zeit war, wiewohl die der ״Renaissance“, also der Wiedergeburt, in Wahrheit noch erfüllt von Geburtsschmerzen, von Zweifeln, ja teils von Verzweiflung. All das kam wohl in Martin Bubers Rede am deutlichsten zum Ausdruck: ״Ist es denn möglich, eine Sprache zu ,machen‘? So hören wir immer wieder von verschiedenen Jjciten . .. fAllein heute handelt es sich ja nicht um das tacken unserer Sprache, sondern um ihre Verbreitung. Diese ablr Hegt fm menschlichen Willen. Gelang es den Eroberern fremder Länder (!), ihre Sprache den Unterworfenen aufzuzwingen, so spricht die Wahrscheiniichkeit dafür, daß es uns mit unserem eigenen Volke gelingen würde... Aber die Rolle des Willens muß um so größer sein, als für unser Volk die ernstesten Augenblicke nahen, in denen Leben und Tod, Hoffnung und Verzweiflung eng beieinander sind...“ Zum Schluß regt Buber, neben anderen Maßnahmen, auch die Schaffung eines besonderen ״Organs von Sachverständigen zur Vervollkommnung der Sprache“ an, — ein Gedanke, den wir heute im ״Waad halaschon“ verwirklicht Bilden. In bezug auf die Aufnahmefähigkeit, d. 11. die Verhreitungafähigkeit des Hebräischen, feilte aber Buber die Judcnhcit in drei Stufen ein: die palästinensische, die östliche und die westliche, wobei er aus seinem Skeptizismus dieser letzteren gegenüber kein Hehl machte. Ist schon in dieser Grundhaltung eine für die damalige Zeit kennzeichnende Mischling aus Hoffnung und Skepsis zu erblicken, so war das Auftreten Achad-Haams vollends das eines Zweiflers. Es war ein recht paradoxes Schauspiel, den Vorkämpfer für die hebräische Sprache, der ja dazu, wie erwähnt, an der Vorbereitung des Berliner Kongresses selbst mit teilnahm, nun, da er stattfand, die Berechtigung der ganzen Veranstaltung anzweifcln zu sehen. Aber wer sieh einen klaren Begriff über Achad-Haams seelische' Grund- Haltung, seine Nüchternheit, seine ständige Unterscheidung zwischen ,,Wollen und Können“ usw. gemacht hat, der wird vielleicht verstehen, daß die (vor allem, wie wir sahen, in der Rede Bubers ncrausgestellte) Betonung des Willens als Faktor der Verbreitung des Hebräischen Achad-Haam als ein künstliches Element der ganzen Bewegung erscheinen und ihn auf den Plan rufen mußte. ״Vielleicht müssen noch die Körner im Boden ruhen, bis sie reifen; vielleicht werden sie durch vorzeitige Entblößung verfaulen. Vielleicht empfindet das Volk noch kein Bedürfnis nach geistiger Befreiung durch Vereinheitlichung der Kräfte, die die Sprache pflegen... Ihr kommt ja aus den Ländern der jüdischen Zerstreuung, bitte, saget uns, ob es im Volke Kräfte gibt, die auf sich diese Arbeit nehmen würden? Ich dachte, unter denen, die zu dieser Konferenz gekommen sind, auch solche anzutreffen, die die Notwendigkeit eines (allhebräischen) Kongresses und seine Möglichkeit Bezweifeln würden, Nun, würde eine Minderheit sagen: ״Die Stunde dafür ist noch nicht gekommen“, eine Mehrheit aber das Gegenteil behaupten, so würde ich mich dieser anschließcn; jetzt aber, da alle sagen: ״Die Stunde ist gekommen“, ist es ein Zeichen, daß sie nicht gekommen ist.“ Als unbedingte Ja־Sager auf diesem Kongresse traten demgegenüber, neben den Intellektuellen, die Zionisten und die henräischen Lehrer auf. Motzkin nannte in seiner Erwiderting Achad-Haams Ton ״weinerlich“. Er legte dar, daß cs auf den zionistischen Kongressen stets eine kleine Gesellschaft gab, die auch für die hebräische Kultur eintrat. Allein die Zionistische Weltorganisation konnte, im Hinblick auf die vielfältige Zusammensetzung ihrer Mitgliedschaft, ein derartiges Organ nicht schaffen; um so mehr ist dies die Aufgabe einer speziellen Organisation. In seinem Referate aber entwickelte Motzkin ein System von notwendigen Maßnahmen, u. a.: Aufstellung eines hebräischen Lehrprogramms für indische Schulen und dahingehende ״Beeinflussung der Genieinden“, versuchsweise Einführung des Hebräischen auch in Kindergärten, Schaffung hebräischer Lesebücher für Schüler, Festigung der hebräischen Lehrerorganisationeil usw. In der Tat waren damals die hebräischen Lehrer die wichtigsten Vorkämpfer auf diesem Gebiet in der Praxis. Das kam auf der Tagung besonders durch David Florentin aus Saloniki zum Ausdruck, über dessen Auftreten der offizielle Bericht, ״Bericht über die Tagung für hebräische Sprache und Kultur in Berlin" (hehr., Warschau 1910) charakteristischer« weise bemerkt: ״Ein sefardischer Jude wird mit langdauerndem Klatschen empfangen. Er spricht mit wohlklingender *elardinchcr Aussprache — (das war also damals noch sehr auffallend. E. H.) —, die auf die Versammelten starken Eindruck macht.“ Dieser orientalische Delogierte erzählte nun, wie einer seiner Landsleute nach Palästina reiste, ik’ii-Jchnda besuchte, hörte, wie in dessen Hause sogar das arabische Dienstmädchen ״ein reines Hebräisch mit angenehmer Ausdrucksweise" sprach, und durch seinen brieflichen Bericht darüber seine Freunde in Saloniki so begeisterte, daß sogleich ein Verein ״Kadimah“ für die hebräische Sprache aus drei Mitgliedern entstand, mit Hilfe der Lehrer aber nacli und nach sich so entwickelte, daß er Einfluß auf die örtliche Talmud- Thora nehmen konnte, in der an 1200 Kinder lernten, und dadurch das Hebräische auch die Schulen in Monastir, Uesküb und anderen Städten eroberte. Diese durch Tatsachen gesättigten Berichte der Lehrer bildeten einen recht optimistischen Abschluß der Tagung. Es wurde beschlossen, eine Zcntralorganisation für die hebräische Sprache und Kultur für alle Länder der Zerstreuung zu schaffen und einen zweiten Kongreß für den gleichen Zweck, aber auf erweiterter Grundlage, abzuhalten. Allein, wegen der Konkurrenz zwischen Berlin und Palästina, konnte inan sich nicht über den Ort einigen. In den Debatten wurde das Für und Wider beider in die Waagschale geworfen: bei Palästina als Für der natürliche Boden für das Wachstum des Hebräischen, als Wider — die weite Entfernung; bei Berlin als Für die zentrale Lage und die Möglichkeit, ״viel Geld aufzubringeii'‘, als Wider aber die Indifferenz des Berliner Judentums. Und so wurde die Frage dem vorbereitenden Ausschuß überlassen. Zu diesem zweiten Kongreß ist es freilich nicht mehr gekommen. Aber die Berliner Tagung, die erste in ihrer Art nach der von Czernowitz, wurde nach dreitägiger Dauer, wie es im Berichte heißt, ״unter stürmischen Beifallskundgebungen in gehobener Stimmung“ geschlossen. _ Elias Hurwicj Die hebräische Ssichoth der BZV. im Heim Kantstraße wurden mit einer Reihe von Vorträgen wieder auf genommen. Dr, Kaliko kündigte an, daß die Ssichoth künftig in regelmäßigen Abständen stattfinden und so gehalten sein sollen, daß auch fortgeschrittene Anfänger daran teilnehmen können. Am ersten Abend sprach Dr. Josef Heller über den kommenden Juden Staat, Dr. Kaliko über die Erziehung[ des iüdisehen Menschen zum staatlichen Denken. Am zweiten Abend referierte Dr. Jacobsohn aus Anlaß des 25jährigen Be- Stehens des Technikums in Haifa über dessen Entstehen 1:11a Entwicklung. Dr. Kaliko untersuchte in seinem Vorfrag die letzten Ereignisse in Palästina. A. D, Das Vorlesungsverzeichnis der Lehranstalt für die Wissen- Schaft des Judentums für das am 17. Oktober beginnende Wintersemester ist wiederum sehr reichhaltig. Alle Gebiete der Wissenschaft des Judentums sind mit gewohnter Vollständigkeit vertreten, die Vorlesungen zur Bibchvissensehaft und hebräischen Sprachlehre sind wiederum vermehrt, in der Religionswissenschaft kündigt i)r, Baeck eine Vorlesung über die ״Apokalypse des Johannes in ihren jüdischen Gedanken“ an, Dr. Wiener ״Dehlingen über Spinozas Ethik'•, Sehr zahlreich sind die allgeniein-wissenscnaftlichcn Vorlesungen in Philosophie und Pädagogik, Geschichte, Gesellschaftslehre, klassischer und semitischer Sprachwissenschaft sowie Islamkünde. Neben den bisherigen Dozenten, unter denen wir Franz Oppenheimer, Täuhler, Rerney, Friedländer und Liebeschütz nennen, werden Kammergerichtsrat i. R. Dr. Caro, Dr, Epstein, Dr. .Moses Goldmann lesen. Ein großer Teil der allgemein-wissenschaftlichen Vorlesungen ist gemeinsam mit dem Rabbiner-Seminar angekündigf. Veranstaltungen der Bezirke und Gruppen der BZV Zaninim-Nord Sonnabend, 9. Oktober, 20,30 Uhr BZV-HeJm, Ronenihater Str. 44 (siehe Anzeige) הוג עניי n׳r v• קאלקו! רעיון המדינה בישראל ״21 ui *ehönabnra Montag, 11■ Oktober, 10,30 Uhr D7. V-neim, Qettzitr, 21 ־ Dr. Han« Frtedentkal: Die neue Wendung in PaUUHna j Donnerstag, den 7. Oktober, 2 0.15 Uhr, BZV• Helm Rojenthaler Straße 44,1 GEORG JOSEPHTHAL unsnra Situation in und um Palästina HECHALUZ / Deutscher Landesverband / Snif Berlin Klavierstimmer PEREZ / Ruf: 7Z19 SO lonnibtnd, 9, Oktober, 20.30 Uhr Im B 7 V -H ■ Im, Ratrnthsler Streß« 44 KLEINKUNSTABEND Aufführung da■ Einakter« ״Dl© E Z " van Sahelam Al«|ch«m MHwIrhandt. M. Wittalao*״ / N. Raleh Z S. Lalalnar Walt Walntrauk (Qaiga) s Jullua Raaanthil fKiaviar) Eintritt 75,” ואוו BERLINER ZIONISTISCHE VEREINIGUNG, BEZIRK ZENTRUM-NORD KAPITALMARKT GESCHÄFTS-VERKÄUFE Existenz in London Elektrotechnische Firma in London Sucht zwfvks Krweiteruny £ 2500, Fschkennlmgse nicht erforderlich, EngHtch erwöfischt, doch nicht Be• dingung. Zvisdhr, an Reehteanwllte Durnford 4 Bon, I, King• tarnt! Walk, London E. C. 4 m raHrmatiM von tpeziaiartixain de« tag!. Bedarf« *er, Ai1!kfs.-Batig. gti. Off.״. T 328 an Am.־ Abt. d. Jüd. Rundschau Einzel-Anzslgen nur gagan Vorautmhlung Glänzende Existenz für tüchtigen Arzt! Altrenommierte■ Kurhaua X. Range■ mit *Uotl, Lizenx, an dar itah Riviera, Hydro* u. elektro-tWapoutitche AnllffORt p«r «of. um V9n»i9t*B. Nötiges Kapital für Uebernahme RM15(XX). Solvente Interessenten erhalten Auskunft durch Pft«l Blgler, Royal-Hotd, Onjjedaletti-Lifure. Paul Crohn Anu. Verkaufs-Vermittlung industrieller Betriebe u. 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