Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 79 (5.10.1937)
- Date
- 1937-10-05
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 79. 5.X. 1937 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seife 7 Notizen aus Holland Von unserem Berichterstatter Briefe £11) die Redaktion RL. Den Haag-, 2. Oktober 1937 Die Bemühungen um Einordnung der zugewanderten Juden aus Deutschland werden fortgesetzt. Die Niederländisch-israelitische Hoofdsynagoge tut viel, um ihnen diese Einordnung zu erleichtern. So wurden an den hohen FcicTtagen in einer Anzahl von Gottesdiensten Predigten in deutscher Sprache gehalten. In der Synagoge am Jacob Obrechtplcin wurden die Lcwandowskischcn Melodien eingeliihrt. Die Teilnahme der Juden aus Deutschland an den Festgottesdiensten war, wie die Kontakt-Kommission, die unter Leiturig von Jules Roms steht, mitteilt, sehr befriedigend und wird als Beweis dafür angesehen, daß sowohl auf seiten der!Juden aus Deutschland wie auf seiten der holländischen Oemeindc in Amsterdam der Wunsch nach ernsthafter Annäherung besteht. Auch an den Jugendfeiern zu Simchat Thora, an denen fast 3000 Kinder teilnahmen, haben sich viele Kinder aus Deutschland beteiligt. Eine neu ins Leben gerulene Vereinigung ״De Brug“ (Die Brücke) hat sich Uulturelle Ziele gestellt. Gemeinsam mit der Kontakt-Kommission veranstaltet sie am 6. Oktober im American-Hotel in Amsterdam einen Literarischen Gemeinschaltsabcnd, an dem Ilse Marienthal über ״Jüdische Völker im jüdischen Land“ sprechen und Emil Bernhard Cohn aus ungedruckten Werken lesen wird. Im Anschluß an die J u g e 11 d - A 1 i j a h - W e 11 k o n - ferenz in Zürich soll am 5. und 6. Oktober im Amstel- Hotel in Amsterdam zur Vertiefung der dort nur kurz behandelten Fragen eine Reihe von Vorträgai gehalten werden. Nach der Eröffnung durch die stellvertretende Vorsitzende Frau Dr. E. Mendei da Costa-Vet und Begrüßungsreden von Rabbiner Prof. Dr, M. Ehrenpreis und Eva Stern werden sprechen: Lady Eva Reading über ״Practical difficulties ot tfte Work“, Rabbiner Dr. Griinewald über ״Erziehungsziele der Jugend-Alijah“, Fr!. M. Ooldberg über ״Die Vorarbeit der Jugend-Alijah vom Standpunkte der Erwachsenen“, Mr. M. L. Kan über ״Bedeutung der Jugend-Alifah für die Jugend und für das Land“. Aut der 18. Allgemeinen Versammlung der Jugendföderation wurde nach einem ausführlichen Referat des Vorsitzenden Karel Hartog eine Resolution gegen jede Teilang Palästinas angenommen und ferner Fragen der Füllrererziehung, der Cbalnziuth, des Hebräischen und des Verhältriisses zu der neutralen jüdischen Jugendbewegung behandelt. Persönliches. Am 16. Oktober sind es vierzig Jahre, seitdem Rabbiner Dr. Rosenthal sein Amt in tter Synagogengemeinde Köln angetreten hat. ln diesen vierzig Jahren hat Dr. Rosenthai in Synagoge und Schule, Ritual- und Sozial-Bereieh seines Amtes belehrend und ermahnend zum Segen seiner Gemeinde gewirkt. Nach außen hin ist seine Stellung gekennzeichnet durch seine Zugehörigkeit zum Vorstand des Allgemeinen Rabbinerverbandes in Deutschland, und zum Verbandstag wie z.um Rate des Preu- Bischen Landesverbandes. Den Zeituinständen wie dem Wunsch des Jubilars entsprechend, wird zur Feier des Tages nur ein Festakt im Rahmen des Freitagabend-Gottesdienstes am 15. Oktober statt(Süden. Todesfall. Ludwig Silberstein, der erste Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Schweinfurt, ist vor wenigen Tagen plötzlich verschieden. Er fand als Fünfzigjähriger den Weg z\fr zionistischen Bewegung und hat ihr in den wenigen Jahren, die ihm noch vergönnt waren, mit großer Liebe gedient. Seinen Kindern ebnete er den Weg nach Erez Israel, in seiner Gemeinde war er das' moralische Gewissen und für die kleine, aber sehr aktive zionistische Ortsgruppe Schweinturt eine Stütze und ein tätiger Mitarbeiter des Keren Hajessod, dessen Vertrauensmann er war. Die zionistische Bewcgung in Deutschland trauert mit seiner, unserer Sache ver- Dundencn, Gemahlin und seinen Kindern. Der Privaten jüdischen Lehranstalt für handwerkliche und gewerbliche Ausbildung auswanderungswllliger Juden des ״ORT“ in Berlin soll im Oktober d. j. eine Abteilung für Herrenschneiderei (Lehrdauer 3 Jahre) ungegliedert werden. Die Scluilgebühreti sollen 20 RM. monatlich betragen. Es werden ausgenommen nur 25 jüdische Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren, die nachweislich auszuwandern beabsichtigen Aufnalimegesuche sind sofort an die Gesellschaft ״ORT“, Abt. Deutschland E. V., Berlin NW 87, Sictnenssfr. 15, einzureichen. Postschlüsse nach Uebersee (Ohne Gewähr) Die angegebenen Zeilen sind A b g a 1s 1׳ s Zeiten der Züge bzw. Flugzeug(׳ aus Berlin. Die Sendungen müssen in Berlin so rechtzeitig :minegeben werden, daß sie diese An-ehliisse erreichen, d, h. sie!Tiii-seii 1_—11 ׳, Stunden vor Abgang hei der zuständigen Bahnhof'poslanstalt (Flugpost beim Postamt SW 11) vorliegen oder tinmittelbar zu den angegebenen Zügen gebracht werden. Anschluß im Reich entweder bei Durchgang der Züge oder durch Sendung an die angegebenen Zwischen-tntinnen oder nach Berlin. Palästina (Ankunft nach ca. 8—10 Tagen): 5. zum Zug 21.58 Anh. Bhf. nach Niirnfrerg 5. zum Zug 22.12 Anh. Bhf. nach Ktan'knirt a. M 6. zum Zug 21.58 Anh. Bhf. nach Nürnberg 8. zum Zug 21.50 Anh, Bhf. innh Nürnberg 10. zum Zug 21.29 Anh. Hilf, nach Leipzig Luftpost: 5. 8.30!.!nie Anr-terd,חוו■ Bandnett 1 über Neapel 7. I.vdda 7. ß.30 Linie Ain-üerdam-Bandorn II iilicr Neapel 3. Lyclda 9. 8.'30 Linie Ain-terilmn-Bandoeii III über Neapel 11, I.vdda 10. 8.30 Linie Lumlmi-Sngapore I «her Brindisi 12. Gaza Vereinigte Staaten von Nordamerika! 5. Bhf. Chailotlenburg 11.20 (Hannover) 6. Cherbourg (״Af|uit.1ma“) 12. New York 8. Bhf. Charlotteiihurg 11.20 (Hannover) 3. Cherbourg (.,Europa") 14, New York Südamerika: 5. Pdm. Bhf. 23.42 (Kassel) 7. Genua (״Conte Grande“) 19. Rio 23. Buenes Aireß. Bhf. Chn!!. 23.58 (Hannover) 9. Bordeaux (״Massilia“) 21. Rio 24. Buenos Aire- 7. Bhf. Chari. 23.58 (!Hannover) 9. Boulogn« (״High!. Brigade“) 25. Rio 29. Buenos Aires Luftpost: 6. Deutsche Luftpost 21.00 7. Frank(./M. 9- Rio 10. Buenos Aires 9. Franz. Luftpost 9.30 12. Rio 13. B. Aires (nicht* nach Boliv.) Südafrika (Atikrmü nach ca. 2 Wochen): 6, zum Zug 23.58 Bhf. Chari. mich li atmen׳ er 7. zum Zug 13.58 Bhf. Friedtichsir. nach liannovr Luftpost: 5. 6.30 Linie lamdon-Kapstadt I über Brindisi 12. Kapstadt 9. 3.3p Lühe I.on!!1 m■ Kap.tmlt 111 über Biirttü.i 16. Kapstadt Darwin und das Prinzip ״der gegenseitigen Hilfe“ Berlin, 19. September Sehr geehrte Redaktion! In seinem Aufsatze ״Geduld“ in Nr. 74/75 schreibt Leo Hirsch: ״Nach Darwin hielt man den mörderischen Kampf um das Dasein für da. entscheidende Prinzip in der Natur, bis man ihm den Ausgleich, das Prinzip der gegenseitigen Hille entgegenstellte.“ Im Jahre 1912 tiihrtc ich in einem Aufsatze aus: ״Das Gesetz des Kampfes um das Dasein hat universelle Bedeu- Hing. Aber nie hätte eine wirkliehe Weit sielt bilden können, die Lebewesen hätten uussterben und zugrunde gehen tnü.sscn, wenn nicht von Anbeginn an als Korrelativ des Kampf!׳-■ um das Dasein das Prinzip der gegenscitigen Hilfe gewaltet hätte. Davon sprach schult Darwin, und Kropolkin hat es in seinem bekannten Werke ״Gegenseitige Hilfe in der Tier- und Menschemvelt“ mei-ierlk'h dargetan. 1932 schrieb ich: ״Kropotkin selbst bezcichnete in dem genannten Werk! das Gesetz der gegenseitigen Hüte als eine Fortcntwirk'ung der von Darwin in seinem Werke übet die Abstammutig des Menschen selbst ausgesprochenen Idee.‘1 ,,In der Abstammung des Menschen, schrieb Darwin, wie in zahlreichen T icrget-cllv haften der Kampf Um die Existenzmittel zwischen den einzelnen Individucn verschwindet, wie der Kampf ersetzt wird durch Zusammenwirken und wie dieser Ersatz schließlich zu der Ent- Wicklung der geistigen und moralisclten Fähigkeiten fuhrt, die der Art die besten Bedingungen des l'ebcrlcbcns sichert." ■So heißt es z. B. in dem Abschnitt in Darwins Werk über die Abstanunung des Menschen, worin er die Herkunft det moralischen Gefühle des Menschen darlegt: ״Tiere leisten sich auch noch wichtigere Dienste. so jagen Wolle und andere Raubtiere in Trupps und helfen einander heim Angriff auf ihre Beute. Pelikane fischen in Gemeinschaft.“ Indem Airschnitt mit der Uebcrschrift: ,,Der Mensch ein soziales Tier‘ heißt es: ״Nach Analogie mit der grüßten Zahl der Qttadrumancr. zu schließen, ist es wahrscheinli li, daß die frühen affenähnlichen Urorzcuger des Menscheu gleichfalls sozial waren." flncekel schreibt: ״Da »teilt sieh dann heraus, daß die sozialen Triebt: oder Instinkte schon bei den einzelligen Protisten vorliattden und auf Sympathie gleichartiger Zellen, auf gesellige Emplinduttßen und Bedürfnisse von Elcmcntaroiganismen einer und derselben Alt zuriiekzuführeit sind. Wahres Lebcnsgliick, Wohlstand und Zufriedenheit ist: nicht die Pflege des reinen Egoismus, sondern ge gen seilige Hilfe.“ Gerade itn An- Kibluß an 1) a r w i 1t hat Fticdrieh Albert Lange Heben 1865 da- Xa:urge-e:z de- K a in p f <• s vt in das Dasein und das der g'e g e n s e i t i g e u Ilill e als unnennbar zu-umme1u;!־hor!g erkannt und e.L <110 den weheren Eitlvv icklimg-prozel.'! de! .Mcrindiheit zu immer höheren und inensciunwiirdigere!1 Zuständen bedingenden Faktoren erwie-cn." im Zusammenhang hiermit 1<>״- len wir auch nicht vergessen, daß Spinoza in seiner ,.Ethik" sagt: ״Es ist daher dem Mm- »!dien nichts nützlicher als der Mensch. Nicht» Iä<׳--ercnieder■ hole ich, können die Meii-'hen zur Erhaltung ihres Seins wiinsehen, als daß alle in;11 lern »o übereinst immcti, daß die Gc'.slei־ und Körper aller gleich-atn eilten Gei't und einen Körper bilden und alle zugleich, soviel sie vermögen, ihr Sein zu etlichen streben und alle zugleich den geineimeliaftli hen Nutzen aller für sich sui'lien. — Die Menscheu werden doch die Erl altrung machen, daß sie durch gegenseitige Hilfeleis t u 11 g sieh das, was sie bediirfett, viel leichter verschaffet» Und nur durch vereinte Kräfte die Gefühlen, die ihnen überall drohen, vet meiden können.“ Hochachtungsvoll Dr. Otto Juliusburger Der Chug Iwri I’OIej Germania in Jerusalem 2. Zl. Amsterdam, 19. ScpU Sehr geehrte Redaktion! Der Bericht des Herrn F. M. Frankel iiber die Täiigkeii des Ch'ug Iwri l’Olcj Germania in Jerusalem (.J. R.“ vom 17. Scpt.) enthalt keine Angaben über den Besuch der einzelnen Yeranstaltungen. Leider wurde die Zahl der Hoier der Yoi trüge immer geringer. Bei ihrem Beginn 1m Oktober 1938 reichten die vorhandeiicn Räumlichkeiten hei walern nicht aus, um die Zahl der Hörer, wohl gegen 100, zu fasset!, ln den Monatei; Januar bis April 1937 aber betrug die Zahl der Anwesenden an manchen Aben* den kaum 15. obwohl die The* men der V01 trüge durchaus interC'sani und aktuell waren. Der Grund dieser betrüblichen Erscheinung beruht in der inangel• halten Organisation die.-(.־!׳ Zu- NninntH’nkünlte, die doch einen vorwiegend |>ädagogbchea Zweck verfolgen. Mit dic-cin. Zweck aber Kt es unvereinbar, wenn die Mehrzahl der Redner nicht dagrundlegende Erfordernis erüi il!, lernt, langsam und deutlich zu spreeben. 1\י!,י uüutn die inte!<n>*an• testen Erinnerungen, wenn der Redner sie sitzend und in einem Konvei-at ion-.ton vor! nipp, der nur den nächsten Um.siimnlen vernehmlich ist? .Anscheinend wurden die Referenten gar nuht darauf hingcwie>en, daß der größte Teil der Anwesenden noch weit entfernt davon ist, die Sprache zu buherryhen. her* ner bedienen .steh viele Redner einer Diktion, die Spraclmeu* IN ALLER KURZE Die am 1. November in Kraft tretenden neuen Bestimmutigen der kanadischen R 11 n d f u 11 k k o m nt i s s i o n stellen 11. a. fest, daß niemand beleidigende Aeußerungen gegen irgendeine Rasse oder ein Religionsbekenntnis durch aen Rundfunk verbreiten dürfe. ln einer beim Obersten Gerichtshof der Vereinigteil Staaten im Namen eines hervorragenden Gynäkologen cingcbrachtcu Klage wird beantragt, den State Board of Regents aufzuforderii, fünfzig aus Deutschland eingewanderten jüdischen Aerzten die ihnen mit der Begründung, daß sie die .Staatsprüfung nicht abgelegt hätten, bisher verweigerte Zulassung zur Praxis zu gewähren. Die Aufkiärungs- und Propaganda-Aktion im Rahmen des ״Erziehungsmonats“, der für die Zeit vom 16. September bis zum 15. Oktober in ganz Amerika proklamiert wurde, sind in vollem Oang'e. Ihren Höhepunkt werden sie in der ״jüdischen Erziehungswoche“ vom 9. bis 15. Oktober erreichen. Vor kurzem hat ln Paris die erste Konferenz des vereinigten Komitees Ort-Osc stattgefunden. An ihr nahmen zahlreiche Delegierte der Ort- und Ose-Verbünde in England, Frankreich, der Schweiz, Belgien, Südafrika, Aegypten, Argentinien, Australien, Polen, Lettland und Rumänien sowie eine große Zahl von Gästen teil. Die große psychoanalytische Bibliothek, die der im vergangenen Jahr verstorbene englische Zionistenführer und Arzt Dr. David Eder der Jüdischen National- und Univer- *itätabibliothek )unterlassen hat, ist jetzt nach Jerusalem überführt worden. Wie Franz Werfel mitgeteilt hat, hat das Projekt der Aufführung seines Bibelspiels ״Der Weg der Vcrheißung“ in Wien festere Formen angenommen, Hofrat Lothar würde zu diesem Zweck ein Wiener Theater, möglicherweise das Theater an der Wien, im Frühjahr mieten; Prof, Reinhardt soll auch hier die Regie führen. lingen durchaus unzugänglich Et. Ganz selten kam es vor, daß ein Redner z. B. einen techni-chen Ausdruck wenigstens sofort verdeutschte, weil er deutlieh wahrnahin, daß nicht einmal der Sinn seiner Ausführungen verbanden wurde. Die Leitung solcher Chugim gehört, wie ich es vor zwei Jahren in Haifa erlebte, in di« Hlinile eine* erfahrenen Pädagoge n, der die Redner über Form und Stil ihrer Ausführungnen ausreichend instruiert und vor allem dafür sorgt, daß die Diskussion ein Uebungslelü für die vielen Zaghaften?ei, und nicht ein Tummelplatz für immer die gleichen zwei oder drei Teihicltnicr, die der Hebung recht null!׳ betiurien. Auch wäre c, (hingen׳! zu wünschen, daß zu den Clmgitu als Redner, ebenso wie zu den Sprachkurs e n als L ehr c r, auch die aus Deutschland eingew andc! :en Rabbiner Itctangezogen werden, unter denen cs mehre! e Persönlichkciicn gibt, die in beiden Be- Ziehungen allen berechtigten An« s|mid1eu genügen. Sc'icdom L. F o e 1 d c r, Jerusalem Bevülkerungs ־ Austausch in Palästina Wien XIX, den 22. September Sehr geeinte Redaktion! Der Vorschlag her R״\al Commis-ion, hei der Aultvilui-.g Ibb.M in;tuinc en! •-jmvht׳nd(• l'nisD'dlung (h:r .11 ..!bK!;km! u;M jü ikrhen Bcvölkcrun״ anal u der seinerzeit ijjen Gm-audltm^ von Giirrhcn mul Türken vorzunuhmen, Kt nicht neu und heirits von Her?,! Y01'gm*<‘ben gewoen. In einem Charter - P.ntwuri, der .-ich im Uetz! Anhiv in Wien behnslfjt, heilh c> h. P->Lm ״DitzionMi-1:11c Hem eguiig“ I. S. 705.6; M>eine M. der Sudan gewährt und garantier! der J.U.L.C. 1 judu'h .. t Miom.tUM lm:1 Lam! - Compagnie) .... in . Da s Kerb! . 0 kf ■hi omisr he Fnkl. *\t.n ilwcs < יt ■hi1־h־ s . da. K'D־'■! Gnzu! au-rbt n, ili k 1־ dun. L;;;r: ׳ü rm<! rn pli'u׳ h -!01 N’ und pb'•‘׳"!; pH! e von ilii an zu ' b >!i- U'rnh‘ IGT :;;,D Üg i 1;Uh: Ir: cn P!ovi h?-■: 1 Uli 1י K;־nb T- ()!11.)• 111.in׳• •Gi.1־n Kl K l,t־s ubu 1R ׳(!, uml 1 i; 1 si'1 , IN JJCil : U 11 1־ ׳ 1 n 1 ...׳ 1 : in nur (hl• K״m ־;! iici׳ l'd *11 r iG diunp; aus R i c iu׳m ci *•£}׳- 1)ד. lulum *»Uri 1 zui hiiip .1 1 r מ ot- U 0 J1 1 י N(,:1 Wo.1. ü ml An- HP״! ödl ü ־: .vs . in i. p cn C>c- 1a:r mab ipi \ ־■ ׳ 'Tu- A nz h -!׳!!;ח in iDti 1 t .1 1 1! '1p .'11 rbt׳n K 1 n u! 13 vot kl 1.1- ־>״ 1! Vci'i ( :.P! uni.׳ über- M <.,><: gi \\ a!U ז SJ.a.W D!־. Gur ־; R u c: n t h a 1 Sommerkonzerte des Hubennan -Ordiesters Tel Aviv, im September Sehr geehrte Redaktion! Ge-t;1?!cn Sie, daß ich an den Briet über die Snmmcrkonzerte des IJubcrni.in-Orrhfstcro in dei Nr. 69 noch einige prinzipielle Bemerkungen knüpfe• Dabei sei vorausgrsrhirkt, daß Huherman.s Werk, mno man auch Linzelbeiten kii i*ch gegenüberstehen» die vollste Anerkennung und den höchuen Dank des Ji'chuws verdient. Kr hat in seinem Orchester einen wundervollen Klangkörper gex'b.ai!en. Aber wäre das nicht vielleicht auch mit Mittel!! zu eru׳p lun gewe-en, du■ dem GeM de-Zioni.siuus mehr entsptaelien? Schon bei der Bildung des Or che--tei-י hat יס M iiRt nnnnung erregt, da & «rerade hervo! ragende, in l’aktain.a a!f ei!!geM־>"־ne mul um das biedre Muhiklcont wrdiente Mu'iker nicht 1m:er den M i!gliedern zu finden w ,neu. M 1! einer gewRsen ()etenlauon winde der Import aus dem Audand hcvoizugi. Und bei der A :1 > wähl der D i 1 i g e n 1 e 11 w ,!r es ahn’ieln ln der v׳;!!gm \A'm• ter<aison durhe kein hiesiger Kapeilmci'ter ander Tau!)e am Dn igemeci.ult e: ־(!k inen. Nun >!eh1 der Weit Ix-rüiuntci G dnigenten vnie oder auch di» KngländeiN Sargt-n! auher l'iage. Aber ntui.Hc die Keittmg de* (*n hi -1cr> mr die grobe Meiirz.dil der Konzerte las! aU'-sTdiehR h in fremde i i.t:!de gelegt w cidrn? Wie in dem o.ueiien Brief über die Somme! konzertc. bere i!s angedriget wuuie, scliGut die i>1rck!1׳m siel! deianigi-n. vi! ilach geaubciten Buiie;;k1:n 1;i'. hl ganz versddossen zu!iahen. Sie gab einigen palästinensischen l)irigcnten in der ,,!!)tun Sai-on‘4 Ge{cg1׳nlu1־t. ihr Kunmn zu zeigen. wie GaMa.hl, schon U uh ikt, Unter ungünstigen Bedingtmgen. l)ie Benachteiligung lag dabei uiibt nur in den wenigen!hoben und der schlechten Akustik. Mit• dt■ 111 au!1 noch in andm!■1t i )ingen. wie z. B. in der —- wühl nimlge von 1 k-ml.iG a mm. n —־ srhwa־׳hen Bomtzun״ der Strci* eher. Ihn so hemei ken-werter war t <1.1 io d;*‘ Konzerte emigiT dif-er Gi igemen — ich dmike in ersn r I.mn: an Mark I- >! v r v u a׳ i am D ,111 י ~ eilt ImhC' Nive.ni erieiehun. Dieses l.du d, d. 1 יי d i 1 nur aU Jmic :! inöehle, W<|M ■ r bs U. ihnih t 1 ic ־•■t srku Ke-׳ Hui::־, diu Rh. 1־ : npraiiimc 1uivikiun :! uh■..1 ״ hu -e Dui- (.';1 dli )! : 'i | ׳ iei: 1! .nh-r ihm vn! v< n 1 ui!l! t י rn Auu »izicn der \v:n ' ('■: isHh/U!5־ ■■־ :׳:h!' i :! <■ 1 >e LUQ AG״! i iu u: : Nt U dir;1- 1Hv.tr׳!1־en K.,p GilU;•■('!, :;::.in ׳1! a Huh in die-v m W:an, 1 0:. 11.■s Gr-1s der K'Utzc!!1־ w a du־!r1־ anzieliU I10clu,־h!üng-v־dl Dr. i’.ml K a n d a u Juden und Jüdisches im Rundfunk Mittwoch, 6. Oktober! Pari'!1648), 12.50: Chronik der!und kali*eben Neuheiten mit Wundu I .und־׳)\v>k;>. -־ - Wien »507). 19 23: Schallplatten Gustav Mahiem ,.i.iyd von der Kr!unter!,«.;:ue.g \a!n Bruno Walter, Donnerstag, 7. Oktober: Koudm!! V;■ ־[ :(.־'m.!;z (hshoru und Max Ro-tal sj)itde!1 Mnzarl-׳}u• Synaien tu!׳ Klavier und \'ioiine, — Freitag, 8. Oktober: Paris (1648), 12.45; GraelitRrhe Kiauderei, — Strahburg!349), 15.30: Gucr>׳:hn1!t. durch die Werke des Kon\« })oni^ten Jacrjues Otienbach. - ■■■ Budapest, 18.30: Mu.s'ürg^ky-Ojjer; Dirigent: Ivmtv D^brouen. - Sonnabend, 9. Oktober: J.mdm. 20.30: Klaviervorträge \׳<m llarrv - - Rmdun (261), 22.35; Richard, Tauber mit dem IMKU.-Thouter-Orelustcr. Demonstrationen bei Prof. David Katz’ Antrittsvorlesung, Unser Stockholmer H. R.-Berichterstatter schreibt uns: Anläßlich Prof. Katz’ Antrittsvorlesung־ in der Stockholmer Hochschule kam es zu Demonstrationen, die von jugcndliehen Anhängern der Lindholni-Partei ausgingcii und wobei die Polizei tingreifen mußte. Vor der Hochschule wurde« Flugblätter verteilt, die Anklagen gegen den Kultusminister, die Regierung, den Rektor der Hochschule sowie die Stockholmcr Tagespresse richteten, die der Ernennung Prof. Katz׳ sehr freundlich gegenüberstehen. Als Rektor T tt n b e r g Prot. Katz in herzlichen Worten willkommen hieß, begannen Husten und Stampfen im Saale laut zu werden, was sich mehr und mehr während der Vorlesung bemerkbar machte. Einige junge Leute verließen nach und nach demonstrativ unter Lärm den Saal, so daß Prof. Katz mehrmals gezwungen war, seine Vorlesung zu unterbrechen. Atu Schluß spemiete das übrige Auditorium ihm herzlichen Beifall. In der Zwischenzeit hatten sich die Demonstranten in der unteren Halle der Hochschule versammelt, so daß der Rektor durch die Polizei die Massen auseinandertreiben ließ. Als Prof. Katr in ein Auto stieg, wurde er mit Pfeifen begrüßt. Der Rektor beklagt den’Vorfall und betont gleichzeitig, daß sich unter den Demonstranten keine Studenten befanden, sondern Anhänger der Lindholni-Partei.