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Jüdische Rundschau · 1937-09-24 · Heft 76-77 (24.9.1937) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 76-77 (24.9.1937)
Date
1937-09-24
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JODlSCHE RUNDSCHAU Nr. 76/77, 24. IX. 1937 einbrechen muß, daß es auch uns gehört, und wir nehmen es würdig und dankbar auf.!)er Einzelne steht immer einsam vor Qott, steht immer vor den letzten Fragen; aber zugleich lebt der Mensch unumstößlich und unauslösbar ia der Gemeinschalt, abhängig von ihr und mitbeteiligt an ihrem Wesen und ihrer Gestalt. Er ist auch Genosse und Nachbar anderer Menschen, in einer Situation, die historisch durch eine lange Entwicklung so oder so geworden ist, aber schließlich als Lebens- Tatsache dasteht. Für die meisten heule lebenden Juden heißt Leben in der Gemeinschaft eine Fülle von Beziehungen zu Juden, aber auch zur nicht jüdischen Welt. Seit mehr als zweitausend Jahren sind außerjüdische Gemein- Schaftskräfte auch für den Juden mitbestimmend, der so, besonders in der neueren Zeitepoche, eine Mischung darstellt, ob deren er oft sein eigenes Wesen vergäll und sich verlor. Anders wird es vielleicht in einem künf• tigen Judenstaat sein, und daher die Fülle der neuen Probleme, die an den Kern der Lebensform reichen. (Freilich, wenn das jetzt lancierte Projekt verwirklicht wird, dann wird auch der iiri Judenstaat lebende Teil der Juden nicht allein sein, auch dort wird ein anderes Volk mitleben, aber die Gnuidposition ist eine neue.) Und darum besinnen wir uns während der Debatten und Gespräche der letzten Wochen immer wieder der Tatsache und der Bedeutung des Lebens mit den Valkern. Hier geht es nicht um Theorien uni Doktrinen, sondern um Erkenntnis der Wirklichkeit. Die Diaspora hat verschiedene Formen in unserer Zeit. Ein großer Teil der Juden — schwer zu entscheiden, uh die Mehrheil oder die Minderheit •׳ - ist in .•!,'gestuften Graden assimiliert und nimmt volle ה Anteil am Leben und kulturellen Schaffen der anderen. Wir sehen das sinnfällig z. B. im Bereiche der Kumt. Bei Weltveran. t:!ltungen, auf denen der Blick der Welt ruht, fällt es auf. Erst kürzlich hat einer uiiover Mitarbeiter darauf hingewiesen, wie relativ stark bei der Pariser Weltausstellung der Anteil der Juden an der Ausgestaltung der Pavillons einiger Länder ist. Achnliches — in anderer Weise — gilt z. B, von den Salzburger Festspielen, bei denen Juden sich in die Reihe der Mitgestalte!■ einfügeu; und es ist ein ei;zntiimliches Zusaimnentreffen, daß die zentrale Figur dieser Festspiele, Toscanini, bei uns unw illkürlich die Erinnerung an seinen Palästina-Besuch weckt. Dali dieser Künstler, der im November wieder im Lande erwartet wird, mit einem nur aus jüdischen Musikern bestehenden Orchester vor jiidiscliern Publikum im Lande unseres ,,Nationalheims“ Werke unsterblicher Meister (vor allem Beethoven und Brahms) dirigiert, ist ein Sinnbild der Beziehung der Juden zu den Schöpfungen des Genies, — eine Maiiifestation, wie sie in dieser Art nur im ״jüdischen Land“ möglich ist. Dies führt uns einen (gewiß nicht den wichtigsten!) der Aspekte dieser jetzt vor uns stellenden Problematik vor Augen. Die Assimilation, unnötig es an dieser Stelle zu sagen, erzeugt Erscheinungen und Gesinnungen, die wir menschlich und jüdisch a b 1 e h n e n. Die Selbst- Bejahung des Juden steht am Anfang unseres Denkens und Fühlens, am Anfang des Werdens des neuen Juden. Und gerade wenn wir uns so gefunden haben, fühlen wir alle, daß wir ,'111f den Austausch kultureller Werte und Mitwirkung im Kulturleben angewiesen sind. Ein Volk mit jahrhundertealtem eigenständigem Leben mag auf geistige Erzeugnisse anderer Herkunft ■verzichten — keines wird es tun, aber theoretisch könnte es vielleicht; wir können cs nicht. Wir werden es auch dann nicht, wenn wir in 11 liserem Staat — wir trüu« nien jetzt — unsere eigene weltliche Kultur geschaffen haben werden. Es!nag sein, daß Juden früherer Zeitepochen sich schroff gegen Fremdes abschließen xvollten; uns Juden dieses Zeitalters, und ger.ade auch uns Nationaljuden, ist der Gedanke der geistigen Enge qualend; auch die Vorstellung eines Judenstaates, der unduldsam, kleinlich und eripher/ig wäre. Aber wo wir mit den Völkern leisen, entsteht ein natürlicher Prozeß des Gebens und Nehmens, wie Atemzüge, die aus- und eingehen, Werfen wir einen Blick in die Welt, in die heutige zersprengte jüdische Welt, so sehen wir, daß es so ist, trotz allen Anomalitäten und Verzerrungen. Viele Juden haben sicli dabei leider der Uebersclirei- <ung der Grenzen und der Verletzung der gebotenen Distanz schuldig gemacht; das war die Hauptsünde der Assimilation, und mancherorts in der Welt sehen wir sie leider noch heute, und die jüdische Gesamtheit, auch wo sie bessere Einsicht hat, ist gegen Einzelne!nachtlos. Es gibt eben noch kein einheitliches jüdisches Selbstbewußtsein. Die ״Symbiose“ hat ihre großen Gefahren, vor allem seelische und charakterliche. Aber die Bewertung von Einzelerscheinungen darf uns nicht blind machen gegen diese Grundtatsache des jüdischen Lebens, die wir als die dankbare Anteilnahme an den Werken der Weltkultur bezeichnen möchten. Zurückhaltung in der aktiven Mitwirkung iin Kulturleben anderer Völker ist für Juden, besonders dort, wo entweder der klare Wunsch der anderen oder Motive des Taktes und der Delikatesse es erfordern, geboten; die rezeptive, bewundernde und genießende Anteilnahme, das lebendige Interesse an allem Geschehen der Mitwelt aber ist ein natürlicher, fast automatischer Vorgang. Wir Juden in Deutschland sind seit mehr als vier Jahren in einer besonderen Position. Wir wissen das, die Welt weiß es, und wir erfahren es immer von neuem. Der Begriff des ״deutschen Staatsbürgers jiidisehen Glaubens“ ist vor nun genau zwei Jahren durch die Nürnberger Gesetze beseitigt worden, und wenn trotzdem manche Juden, die in ihrem Privatleben nicht oder noch nicht unmittelbar betroffen sind, es vergessen Auswanderung vor dem Völkerbund Oe nt, 19- September. (JTA.) In einer am Sonnabendnachmittag abgchaltenen Sitzung beriet die VI. (politische) Kommission des Völkerbundes über die für 1938 in Aussicht genommene Auflösung des Nansen-Amtes, des Oberkommissariats für Auswandererschutz. Der Präsident des Verwaltungsratcs des internationalen Nansen-Amtes, Richter Hansson, der zu dieser Sitzung cingeladen worden war, gab bekannt, da» demnächst auch der Oberkommissar für die Auswanderer aus Deutschland, Sir Ncill Malcolm, vor der Kommission erscheinen werde. Zur Behandlung des Aliswandererproblems wurde eine Unterkommission eingesetzt, der Vertreter von 16 Staat m angehören. Den Vorsitz in der Ihiferkoinmission führt der Schweizer Bundesrat M o 11 a. Der norwegische Außenminister Ko 11t betonte, es sei die Pflicht des Völkerbundes, das Aus wandererhilfs werk tortzusetzen, da aus den Berichten der beiden Aemter zu ersehen ist, daß das Flüchtlingsproblem nicht, wie man 1031 glaubte, bis zum nächsten Jahre gelöst sein wird. Die Arbei für Flüchtlinge, gleichgültig welcher Herkunft, müsse vereinheitlicht werden. Der schwedische Außenminister? a n d* ler v i s ebenfalls darauf hin, daß durch Ereignisse, die vor zehn );111 ci nicht vorhergesehen werden konnten, neue Probl eine entstanden sind. Die Ansichten der schwedischen Regierung über die Liquidierung des Nansen-Amtes sei in einer Note an den Generalsekretär des Völkerbundes dargelegt worden. Der Außenminister von Lettland, M unters, forderte eine klare Politik des Völkerbundes, durch die gezeigt wird, welche Verantwortung er zu übernehmen bereit fst. ’ Es sei eine Reform des Nansen-Amtes auf neuer Grundläge notwendig. Der Vertreter Englands, Lord Cranborne, schloß sich den Ausführungen des norwegischen Außenministers an. Es sei unmöglich, die Liquidierung des Nansen-Amtes. zu behandeln, ohne andere Pläne für die Regelung des Problems zu betrachten. Man müsse entscheiden, ob die beiden Aemter grundsätzlich zur Fortführung ihrer Arbeit ermächtigt werden sollen. Aus den beiden Berichten geht hervor, daß beide Aemter noch viel unvollendete Arbeit vor sich haben. Die Fortsetzung der Arbeiten, von denen manche einen quasi konsularen Charakter tragen, sei notwendig, und es se! zu hoffen, daß in diesem Jahre eine Entscheidung in diesem Sinne getroffen werden wird. Die Völkerhundsversammlung müsse allgemeine Grundsätze für eine solche Organisation festlcgen. Ansiedl 11 ng und Hilfsarbeit seien ,von den rechtlichen Seiten der Frage zu trennen. Wichtig sei die Wahrung des Grundsatzes, daß für die beiden ersten Zwecke keine Völkerbundsmittel verwendet werden. Dagegen würden die rechtlichen Angelegenheiten in das Gebiet der Völkerbundsarbeit fallen. Die Britische Regierung halte es für verfrüht, Vorschläge für eine neue Organisation •jetzt zu unterbreiten, werde aber sicherlich zu geeigneter Zeit solche zu machen haben. Sie seiüberzeugt, daß die Völkerbundsarbeit auf diesem Gebiet fortgesetzt werden soll. Nach Reden der Delegierten Dänemarks, Ungarns und Neuseelands führte der französische Delegierte Grumbach aus, es müsse eine grundsätzliche Entscheidang aut der Völker!)undstagung von 1938 getroffen werden. Es gäbe noch hunderttausende Flüchtlinge, die geschützt werden müssen. Es sei zu bedauern, daß in dem Bericht des Nansen-Amtes fest ״erteilt wurde, daß vor! den Regierungen wenig für die Ratifizierung der Konventionen getan und auch sonst wenig Hilfe geleistet worden sei. Er glaube, daß dieser Vorwurf Frankreich nicht treffe. Die Kommission solle sich sobald wie möglich mit konkreten Problemen befassen, ob es eine oder mehrere Einrichtungen für Auswandererschütz geben solle und durch welche technischen Maßnahmen die Beziehungen zwischen den Aemtern für Auswandcrerschutz und dem Völkerbund verstärkt werden könnten. Er glaube, sagte Grumbach, daß der Völkerbund sich nicht unmittelbar mit der Verwaltung der Auswanderer-Angelegenheiten befassen solle. Zum Schluß betonte er, daß der Auswandcrerschutz eine rein humanitäre Sache sei, die mit der politischen Seite des Problems nichts zu tun habe. Nachdem noch eine Reihe weiterer Mitglieder der Kommiss io n die Notwendigkeit betont hatten, daß sich der Völkerbund auch in Zukunft mit Auswanderer-Angelegenheiten befasse, trat die Unterkommission zusammen, tun ihr Arbeitsprogramm festzu'egen. Vor der vierten (Budget-)Kommission des Völkerbundes erstattete der Direktor des Internationalen Arbeitsamtes, Butler, Bericht und behandelte dabei auch das Wand e ru n gs p r obl em. Er erklärte, das Internationale Arbeitsamt sei darauf aufmerksam gemacht worden, daß einige Länder neue Einwanderer zulassen wollen, während andere bestrebt sind, für ihre Auswanderer Platz zu finden. Das Internationale Arbeitsamt habe darum beschlossen, in nächster Zeit eine Konferenz von Sachverständigen einzuberufen, die sich mit diesem Problem befassen soll. Der polnische Vertreter, Minister Koinarnicki, erklärte, Polen werde gern an dieser geplanten Konferenz teil• nehmen, doch sei ihr Erfolg zweifelhaft, da Fachleute aus denjenigen Ländern, die eine Auswanderung großen Stiles finanzieren könnten, nicht eingeladen worden seien. Im übrigen werde von polnischer Seite die Atiswanderungsfrage noch in der zweiten Völkerbundskommission ausführlicher behandelt werden. möchten, so werden sie fühlbar daran erinnert, wenn sie z. B. sehen, daß etwa in einem Park eine gelbe Bank für Juden bestimmt ist. Der Jude in Deutschland hatte eine seelische Transformation durchzumachen, die sein Inneres tief aufgewühlt hat und bei vielen noch nicht beendet ist, vor allem weil dabei die Furcht vor geistiger und kultureller Enge immer wieder als Gespenst vor dem Bewußtsein auftaucht. Inneres Leben und außeres Leben sind zweierlei. Die Sonderstellung der Juden in Deutschland ist eine historische Tatsache, die uns Juden eine Fülle neuer Pflichten gebracht hat und durch die das jüdische Leben in ungeahntem Maße intensiviert wurde; gilt es doch, Solidarität und Disziplin zu zeigen, den aus dem Wirtschaftsieben Ausgeschalteten Hilfe zu bringen, gemeinsame Zukunftsfragen wie Auswanderung und Erziehung zu bearbeiten. Auch für die Vorstelhmgswelt des OesamtiudentumR in der Welt ist die historische Erfahrung in Deutschland tiefgreifend gewesen, es wird in seiner Grundhaltung nicht mehr zu dem naiven Optimismus des liberalen Fortschrittsglaubens zurückkehren dürfen (auch hier ist die Entwicklung noch lange nicht so weit gereift). Das Judentum in Deutsch- Land spielt bei einer Gesamtbetrachtung eine immer geringere Rolle, da es zahlenmäßig rapid zusammen• schrumpft, gar nicht zu sprechen von seinen Ressourcen, Das in die politische Debatte geworfene Wort vom Judenstaat hat unser ganzes Denken revolutioniert und alle Probleme unseres Daseins in ihrer Wirk• lichkeit neu aufleuchten lassen. In einer Zeit, in der vorwiegend von Debatten und Resolutionen berichtet wird, in,der die jüdische Zeitung ihrer Pflicht genügt, spaltenlange Berichte über vorsichtige und oft sehr diplomatische (und manchmal auch ziemlich inhaltsarme) Reden zu bringen, müssen wir einmal aussprechen, daß das wirkliche Leben, auch bei uns Juden, sich nicht in diesen Dingen erschöpft, sondern in seiner ganzen menschlichen Fülle vor uns steht und ohne Pause bewältigt werden will. Erst dann, wenn wir über konventionelle Formen hinweg spüren, daß die wahre Kraft aus dem Innern kommen muß, dann werden wir auch den politischen Aufgaben gewachsen sein, deren die kommende Zeit nicht wenige und nicht leichte vor uns stellen wird. Und je stärker wir im lebendigen Werden das Pulsierende, im Geistigen das Verbindende, in der Gemeinschaft das Gestaltende, im Werk die sich immer erneuernden schöpferischen Kräfte spüren, um so mehr werden wir auch imstande sein, im Bereich des Politischen die Besonnenheit, die Einsicht und Voraussicht walten zu lassen die dort an! Platze und unentbehrlich sind. R.W. Die Minderheiten in Rumänien Der rumänische Minister für Handel und Industrie, Pop, hat ein Rundschreiben an alle Industrie- und Handelsgesellschaften gerichtet, in dem er sie auffordert, innerhalb von drei Monaten die Zahl der rein rumänische« Angestellten auf 50 und 75 v. H. zu steigern. In dem Rundschreiben heißt es: ״Wir sind der Ansicht, daß es Ihre (der Unternehmer) Pflicht ist, auch unter materiellen Opfern, in den Unternehmungen, die Sie leiten, die Angestellten vßlkisch-rumänischen Ursnrungs zu fürder!!. Wir fordern Sie also auf, bis zum Ende dieses Jahres den Prozentsatz der Beechäftigtm auf mindestens 59 v. H. für alle Angestellten und qualifizierten Arbeiter‘und auf 75, v. H. für aie tttchtaualifinerten Arbeiter zu Steierern.“ Jüdisches aus Belgien Von unserem Berichterstatter P. R., Brüssel, 20. September 1:1 der Hauptsvnagoge von Brüssel gedachte am Jom Kippur der Qroßranbiner Belgiens, Dr. Wiener, des Präsidenten Masaryk. Die belgische Presse berichtete über die Gedenkrede. Vom 29. September bis 1. Oktober werden in Antwerpen f'. ' ' . " . an der die Juden hervorragenden Anteil haben. Mit der Feier wird die Gründung und der 1. Kongreß der Weltvereinigung für Diamantenhandel und -Industrie verbunden werden. Die Weltvereinigung, deren Gründung auf dem internationalen Kongreß der Juweliere in Paris beschlossen Wirde, wird ihren ständigen Site in Antwerpen hahen, Die Diskussionen über die Teilung Palästinas haben in Belgien auch für andere Fragen des jüdischen Lebens Interesse hervorgerufen, das in der belgischen Presse zum Ausdruck gelangt. — ״Le Vingtieme Siccle“, ein bedeutendes katholisches Blatt, hat eine große Artikelreihe ״Israel en Exil“ gebracht. Erscheinungen des ostjüdischen Lebens werden in lebhaften Farben geschildert. Allerdings läßt die reportagehafte Aufmachung kein tieferes Verständnis zu. — ״L’Indenendance Beige“, die der Regierung nahe steht, veröflentticht in mehreren Artikeln eine ausgezeichnete Studie ״La Race Juive et le Thöätre“ (von Camille Poupeve). Der Autor zeigt die gleiche genaue Kenntnis der hebräiseben und jiddischen wie der französisch-jüdischen Literatur; als besonders Intcressicre-'d weist er auf die wenigen Schriftsteiler in französischer Sprache hin, die jüdische Probleme aus spezifisch jüdischem Milieu entwickeln, wie J. Schulsinger (Antwerpen!, dessen Werke ״Le SeptGiaire“ und ״La Genttflexion d’Alenou“ er hervorhebt. Der Wirtschaftschemiker Prof. Hermann Groß mann (früher an der Universität Berlin) beging in Brüssel seinen 60. Geburtstag. Pariser Notizen Von unserem Berichterstatter K. Paris, iin September Die Synagoge in B a y o n n e hat ihr lOOjähriges Be• stehen gefeiert. Zahlreiche französische Rabbiner, unter ihnen der Leiter der rabbinischen Schule in Paris, Liber, sowie die Großrabbiner von Bordeaux und Toulouse wohnten der Feierlichkeit bei. Der Generalsekretär des Coinites France-Paiestine, Henri Hertz, ist von der französischen Regierung zum Ritter der Ehrenlegion ernannt worden. Mit Henri Hertz ist eine der prominentesten französisch - zionistischen Person* lichkeiten geehrt worden. Neben seiner zionistischen Tätig• kelt hat Henri Hertz eine große Anzahl literarischer Werke in französischer Sprache verfaßt und sich als Kunstkritiker betätigt. Louis Ass eher, der Bruder des kürzlich verstorbenen Joseph Asseber und Leiter des Komitees des Palästina-Pa• vlllons der Weltausstellung, ist vom Keren Kajemeth in das Goldene Buch eingetragen worden. Wegen der Feiertage erscheint dl• nächste Ausgabe 78 am Freitag, dem 1. Oktober Farn il len-Ne oh richten nehmen wir bis zum Tage vor Erscheinen gegen Mittag entgegen Verantwortlicher Redakteur: Dr. Robert W e 1 t s c h, Berlin-Charl. 9 (auch verantwortlich für die Aufnahme ren Bildern). Stellvertreter; Kurt Loewenatein, Berlin W 15. Ameigenleiter und verantwortlieh für den Inhalt der Anzeigen: Hermann Pinn, Berlin W 15. Gültig Anzeigen» Preisliste 8 vom 1. April 1936. Verlag und An• zeigen Verwaltung! Jüdische Rundschau, Berlin W 18, Meinekestr. 10. D.A. 11/1937 3031«, — Druck: Siegfried Scbolem, Berlin-Schöneberg.

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