Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 74-75 (17.9.1937)
- Date
- 1937-09-17
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 74/75, 17. IX 1937 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seife 3 Zum Tode Masaryks Der Altpräsident der Tschechoslowakei, Thomas G. Masary k, ist am 14. September im Alter von 87 Jahren gestorben. Mit ihm ist ein Mann dahingegangen, der auch für die Geschichte des jüdischen Volkes Bedeutung besitzt. Wie Masaryk selbst berichtete, wuchs er in seiner Jugend in einem judenfeindlichen Milieu auf und glaubte z. B. an die Ritualmordlegende. Tiefen Eindruck machte auf ihn ein Erlebnis in seiner Jugend, als der einzige jüdische Mitschüler in seiner Schulklasse auf einem Ausflug verspottet wurde, aber zur Zeit der Gebetstunde abseits stand und sein Gebet verrichtete. Diese ruhige Haltung machte aut den jungen Masaryk starken Eindruck, und er begann über Juden und Judentum nachzudenken und änderte seine Meinung über das Judentum. Seitdem bekämpfte Masaryk den Antisemitismus. Zur Zeit des sogenannten Hilsncr-Prozesses im Jahre Alasargk bei seinem Besuche in Palästina im Jahre 1927 in der Emek-Siedlung Beth Alpha, Foio: Archi* 1899 verfocht er die Sache der Juden, gegen die damals eine Welle des Antisemitismus im Zusammenhang mit der Ritualmordbeschuldigung gegen Leopold Hilsner anbrandete. Das Urteil gegen Hilsner hielt er für ein Fehlurteil; es wurde damals ein Brief Masaryks in der ״Neuen Freien Presse“ verölfentlicht, der heftige Angriffe gegen ihn zur Folge hatte. Daraut vvurdea seine Vorlesungen von Studenten gestört, und die gegnerische Presse behauptete, er sei von Juden bestochen worden. Die Lage wurde für Masaryk so kritisch, daß -er sich mit dem Gedanken trug, seine Heimat zu verlassen. Auch für den Zionismus faßte Masaryk schon verhält- Jiismäliig früh Interesse. Im Jahre 1900 nahm er in einem Buche über ״Zionisten und Christen“ eine positive Haltung zum Zionismus ein. Damals sagte er, daß er den Zionismus hauptsächlich von der sittlichen Seite aus begreife. Er sehe in ihm ״einen Tropfen vom Oele der Propheten“. Als der Krieg sich seinem Ende zuneigte, drückte Masaryk den amerikanischen Zionisten seine Sympathien für die zionistische Bewegung aus, und er hat ihr nach dem Kriege, als er das Amt des Präsidenten der Tschechoslowakei antrat, dieses Interesse bewahrt. Der neue Staat anerkannte die Juden als eine eigene Nationalität. Als erster der europäischen Staatslenker besuchte Masaryk nach dem Kriege im Jahre 1927 Paiästina.um das zionistische Aufbauwerk kenncnzulernen. Auch dort hatte er ein offenes Auge für die Leistungen und für die Mängel und spendete dem, was er kennen lernte, großes Lob. Anläßlich seines 80. Geburtstages im Jahre 1930 wurde in der Nähe der Siedlung Sarid, die von Chaluzim aus der Tschecho- Slowakei gegründet worden ist, ein Wald auf seinen Namen angelegt. Auch eine Kolonie wird in Palästina nach dem Beschluß der tschechoslowakischen Zionisten anläßlich seines 85. Geburtstages den Namen Masaryks tragen. Mit Masaryk ist eine Gestalt aus dem Leben geschieden, die in besonderer Eigenart der! Versuch einer Verknüpfung von -Wissenschaft, Ethik und Politik darstellte. Er gehörte der Generation der Vorkriegszeit an, die einen Nationalismus verkörperte, der stark mit humanitären Idealen durchsetzt war, wenn auch in der Zeit, als die Verwirklichung dieses Nationalismus sich anbahnte, in der Realität sich nicht all das offenbarte, w׳as ihm in der Idee vorgeschwebt hatte. Masaryk, der auch Kritik an der nationalen Bewegung des eigenen Volkes zu üben verstand — wir erinnern an seinen Kampf gegen die tschechischen Extremisten in der Sache der Königinhofer H andschrift — begriff auch das Wesen anderer Nationen, und obwohl sein Lebenswcrk die Schaffung des Staates für das tschechische Volk war, wußte er über die Grenzen seines Volkstums hinausniblicken; so empfand er für das Judentum und seine konstruktiven Aufgaben wartne Sympathie, die seiner Person gegenüber von jüdischer Seite entsprechend erwidert wurde. Trauer in Prag Prag, 14. September Am Dienstag war, unmittelbar nachdem die Todesnachrieht bekanntgeworden war, eine Abordnung des Präsidiums des Oberrates der jüdischen Gemeinde verbände der historisdien Länder, bestehend aus dem Präsidenten des Oberrafes, Dr. Joseph Popper, und Dr. Norbert Adler, ferner der Präsident der Prager Jüdischen Gemeinde, Dr. Emil Kafka, lind der Stellvertreter des Oberrabbiners, Dr. Ala'dar Deutsch, in der Kanzlei des Präsidenten der Republik, Dr. Bcncsch, und in der Kanzlei des Ministerpräsidenten erschienen, um der Trauer der jüdischen Bevölkerung der Tschechoslowakei über den Tod des Altpräsidenten Ausdruck zu geben. Die Präsidien des Oberrates und der Gemeinde haben am Dienstag mittag Trauersitzungen abgehalten und Abordnungen für die öffentliche Trauer in den Synagogen entsandt. Das zionistische Distriktskomitee in Prag trat gleich am Morgen des 14. September zu einer T rauerkundgebung zusammen, an der die Vertreter sämtlicher zionistischen Vereine und Institutionen tcilnahmen. Dr. Felix Resck hielt die Gedenkrede für Masaryk. — Die Zionistische Organisation hat Beileidstelegramme an die Familie Masaryk und die tschechoslowakische Regierung gerichtet. — In allen Synagogen wurde zu Jom Kippur ein Sondergottesdienst eingeschaltet. Die Debatte im Völkerbundsrat daß, während schon so viele Untersuchungen und Befragungen stattgefunden haben, der Nachdruck auf die Notwendigkeit gelegt werden wird, die Vertreter der Araber Und der Juden, die so unmittelbar und direkt betroffen sind, an den Verhandlungstisch im Geiste der Vernunft 711 bringen. Wir unterstützen den Vorschlag, den Herr Eden dargelegt hat. Pierre Orts (Vorsitzender der Mandatskommission): Da Sie, Herr Präsident, so freundlich waren, mich zum Reden aufzufordern, möchte ich die Gelegenheit benutzen, einiges zu sagen, um die H altung der Mandatskonimission in dieser Angelegenheit klarzustellen. Die Mandatskommission wurde vom Rat aufgefordert, die Regierungs־ erklärung der Mandatarmacht für Palästina zu prüfen und ebenso die Schlußfolgerungen der Königlichen Kommission, die im Jahre 1936 in das Land entsandt wurde. Die Mandatskommission glaubte, den Wünschen des Rats Rechnung zu tragen, wenn sie versuchte, die Vorteile und Nachteile der verschiedenen Lösungen zu zeigen, die bei dem Problem Palästinas beachtet werden müssen. Es gibt jedoch zwei vorläufige und grundsätzliche Punkte, über die die Mandatskommission eine formelle Meinung ausgesprochen hat. Ich wiederhole hier in gewissem Umfang den Inhalt des Berichts, aber ich glaube, daß dies nützlich sein kann angesichts der Erklärung, •die wir eben vom Vertreter Englands gehört haben. Es bestanden zwei vorläufige Punkte von grundsätzlicher Bedeutung. Der erste war die Feststellung, daß das gegenwärtige Mandat in seiner Anwendung unmöglich geworden zu sein scheint. Ueber diesen Punkt nahm die Mandatskommission eine Haltung ein, die vollkommen klar war und besagte, daß mit Bezug auf das gegenwärtige Mandat es klar sei, daß seine Ausführung fast unmöglich sei, und daß dies in dem Augenblick so geworden sei, als die Königliche Kommission, die von der englischen Regierung eingesetzt war und alle Autorität für einer, unparteiischen Und einmütigen Bericht hinter sich hatte, feststellte, daß dies der Fall sei, und als die Regierung der Mandatarmacht selbst eine ähnliche Feststellung machte. Auch bei einem anderen Punkt erreichte die Mandatskommission einen Beschluß und drückte formell ihre Meinung aus. Die Mandatskommission war der Ansicht, daß der Verwaltung und Einteilung des Landes und den verschiedenen Lösungen, die vorgebracht wurden, Beachtung geschenkt werden sollte und sprach sich im Prinzip günstig für eine Lösung auf Grund einer Teilung des palästinensischen Gebiets aus. Die Erklärung, die jetzt vom englischen Vertreter abgegeben worden ist, steht daher völlig im Einklang mit den Schlußfolgerungen der Mandatskommission. Die Mandatskommission hat sich auch günstig zu dem Vorschlag der Königlichen Kommission ausgesprochen, daß die heiligen Stätten aus der Souveränität beider Staaten, deren Schaffung beabsichtigt ist, herausgenommen werden. Ich möchte daher betonen, daß diese Zustimmung im Prinzip natürlich insoweit ausgesprochen worden ist, als das neue Regime, das die heiligen Stätten beherrscht, sich in Uebereinstimmung mit Artikel 28 des gegenwärtigen Mandats befindet. Ich glaube, daß diese Ausführungen genügen, die Haltung der Mandatskommission klarzustellen. Die Mandatskommission hat in ihre Verhandlungsprotokolle die Aeußerung der Mitglieder der Kommission über die relativen Vorteile und Nachteile der verschiedenen Lösungen mit aufgenommen und tat dies in der Hoffnung, daß diejenigen, die dazu berufen sind, das Problem zu lösen, darin eine nützliche Information finden. Der Vertreter Englands bezog sich auf die Bemerkungen der Mandatskommission bezüglich der jüdischen Ein- Wanderung. Diese Bemerkungen wurden zwischen den besonderen Bemerkungen über die Verwaltung Palästinas und Transjordaniens gemacht. Die Mandatskommission erfuhr von der Entscheidung der Mandatarmacht, die Zahl der jüdischen Einwanderer nach Palästina für die acht Monate ab 1. August 1937 auf 8000 herabznsctzen — d. h. eine Herabsetzung auf 1000 pro Monat für jene achtmonatige Periode. Während der Erörterung über diese Frage erfuhren wir, daß «diese Entscheidung tatsächlich am 1. August in Kraft etreten ist. Die Mandatskommission erörtert nicht die crechtigung der Mandatarmacht, solche Maßnahmen unter den besonderen Umständen des Falles zu ergreifen. Wir haben immer gesagt, daß es die erste Pflicht einer Mandatarmacht ist, diejenigen Maßnahmen zu treffen, die notwendig sind, die Ordnung aufrecht zu erhalten, und ich glaube, zu haben in den guten Fachgeschäften VienatHrgemässt Tnssbekleidnnq daß es völlig klar ist, daß die Mandatarmacht ermächtigt wird, solche Maßnahmen, wie sie nötig sind, zu ergreifen, obgleich sie, soweit sie ausdrücklichen Bestimmungen des Mandats zuwidcrlaufcn, natürlich nur zeitweiligen und vorläufigen Charakter haben. Herrn Edens Bemerkungen haben die Tatsache bestätigt, daß die Beschränkungen zeitweilig auferiegt sind, und die Kommission stimmt damit überein, da sie sieht, daß diese Maßnahmen außergewöhnliche sind und infolge außergewöhnlicher Umstände getroffen und überdies nur vorübergehender Art sind. Die Mandatskommission hielt es für notwendig, die Aufmerksamkeit auf diese Angelegenheit zu lenken wegen des großen Interesses, das mit der Frage der Einwanderung verbunden ist. Seit der Zeit der Balfour-Deklaration und der Errichtung des Mandats war der Schwerpunkt dieses ganzen Problems immer die Frage der jüdischen Ein- Wanderung. Alles, was mit dem Problem der jüdischen Einwanderung in Palästina verknüpft ist, muß daher als von besonderem Interesse beachtet werden. Es ist von besonderem Interesse in bezug auf die Gefühle des Volkes des Landes selbst. Das arabische Element im Lande neigt dazu, einer solchen Einwanderung sich zu widersetzen, während das jiidische Element natürlich hofft, daß die Einwanderung so stark wie möglich werden kann. Die Mandatskommission hob diese Angelegenheit auch noch aus einem anderen Grund hervor. Die Maßnahmen, auf die Bezug genommen wird, waren tatsächlich ergriffen worden, bevor irgendeine Entscheidung bezüglich der Zukunft Palästinas getroffen worden war. Der akkreditierte Vertreter von der Mandatskommission sagte, daß mangels jeder anderen und besseren Lösung die Fortdauer des gegenwärtigen Mandats geprüft werden muß, so schwierig diese Fortdauer auch sein konnte. Wenn es nun dazu käme, daß das gegenwärtige Mandat in seiner jetzigen Form fortdauerte, würde O Ewiger, mein Fels und meine Burg Und mein Erreller mir, Gort meines Felsens, bei dem Ich midi berge, Mein Schild und meines Helles Horn; Mir Fesle, Zududif, Helfer mein. Der vor Gewalttat Du mich schützest. ״Gerühmel", - ruf Ich - .Ewiger', - Da isf vor meinen Feinden mir geholfen, Denn mich umfingen Todesbrandungen, Die Flüsse schreckten mich des Nimmerseins. Die Slricke der Sdieol umwanden midi. Des Todes Schlingen jagten vor mir hin. Da mir so angst, rief aus ich ״Ewiger“, Zu meinem Gölte rief idi. Und er erhört aus seinem Tempel meine Stimme, Mein Schrei - ln seinen Ohren. Aus der Hattarah für Sdiabbat, 18־. September II. Samuel Kap. 22, 2-7. Uebers.v. Harrv Torczyner das Ergebnis eine Einschränkung der Einwanderung sein ent« gegen dem Prinzip, das der Rat im Jahre 1930 auf Vorschlag der Mandatarmacht seihst bekräftigte, und diese» Prinzip war, daß die Zahl der Einwanderung von der wirt• schaftlichenFassungskraftdes L andes bestimmt sein söll. Dieses Prinzip würde für die ganze Periode aufgehoben worden sein, die am 1. August begännt und bis zu dem Zeitpunkt läuft, da endgültig entschieden ist, ob das Mandat in seiner jetzigen Form fortdauern soll. Auch aus diesem Grunde hielt es die Kommission für ihre Pflicht, die Aufmerksamkeit auf die — wie wir hoffen —׳ zeitweilige Entscheidung der Mandatarmacht zu lenken, und ich glaube, es ist klar, daß eine solche Entscheidung nicht endgültig werden kann, wenn sie nicht durch eine neue Entscheidung, die vom Völkerlnmdsrat in Abänderung der bereits 1930 getroffenen Entscheidung zu füllen ist, sanktioniert wird. Dies, Herr Präsident, ist, wie ich glaube, alles, was ich über diese Sache im gegenwärtigen Augenblick zu sagen habe. Einsetzung eines Resolutions - Ausschusses Der Präsident: Ich erkläre die Diskussion für geselltessen. Ich möchte dein Vorsitzenden der Mandatskommission für seine Hilfe danken, und möchte den Ausschuß, dfflP aus den Vertretern Lettlands, Rumäniens und Schwedens besteht, bitten, eine endgültige Reso« 1111 i o n vorzubereiten, die, wenn möglich, dein Rat bei seiner nächsten Tagung vorgelegt werden kann. י * Dr. W e i z m a 11 n und Dr. G o I d mann hatten am Diens« tag eine Unterredung mit dem Vertreter Italiens, Signor Bovascoppa, der den Verhandlungen des Völkerbundes als Beobachter beiwohnt, und mit dem Vertreter Neuseelands, Mr. Jordan. Dr. W e i z in a n n hatte ferner eine Unterredung mit dem englischen Außenminister Eden. Dr- Goldnann, der Vertreter der Jewish Agency in Genf, stellt in dauernder enger Verbindung mit den Gesandten aller Länder, die an Palästina und Zionismus interessiert sind. Ein Kommentar der ״Times“ Die ״Times“ vom 15. September betont in ihrem Kont• mentar zu der Ratssitzung, daß die Palästinafrage seit der Beendigung des Aufstandes des letzten Jahres mehrere Stadien durchlaufen hat und schildert die Bemühungen, die seit Entsendung der Königlichen Kommission unternommen wurden. Der Vorschlag der Mandatskommission, Palästina iit zwei getrennte Gebiete zu teilen, deren jedes unter einem besonderen englischen Mandat stehen solle, ,,bis die Zeit gekommen sei, da es genügend Beweise für seine Fähigkeit geliefert habe, sich selbst zu regieren“, habe hei dem Völkcrbundsrat keine Gegenliebe gefunden, obgleich er möglicherweise in einem späteren Stadium bei den Vorbereitungen für die Teilung erörtert werden kann. Inzwischen ist es die klare Pflicht, «cor der die Regierung stehe, sobald ihre Vorschläge vom Rat angenommen sind, einen praktischen T c i 1 ti 11 gs p 1 a n für die Zustim» mutig des Parlaments und des Rats auszujrbeiten. Dieser Plan wird den großen Grimdzugcn der Vorschläge der Königlichen Kommission folgen, obgleich er ihnen nicht in jeder Einzelheit folgen muß. Es muß liinzugefügt werden, daß von den von der Mandatskommission vorgeschlagenert Älternativplänen die Kantoni.sieruiig von der Königlichen Kom« mission erörtert und für mangelhaft befunden worden ist. Der Plan der zwei parallelen Mandate ohne zeitliche Be- Schränkung, die von dem Vorsitzenden Orts vorgeschlagcn wurde, unterscheidet sieh von der Teilung durch die Ver» zögerung des Zeitpunkts der Emanzipation und teilt Palästina in zwei Staaten von gleichem Umfang, ein« Teilung, der die Araber sicherlich sieh widersetzen würden. Die neue Kommission, die Palästina besuchen wird — es ist zu hoffen, mit einem Minimum an Verzögerung —« wird viele Schwierigkeiten antreffen. Wahrend eine Mehrheit der Delegierten des Zionisfcnkongresses die Zionistische Exe* kutive bevollmächtigte, mit der englischen Regierung über die genauen Einzelheiten ihres Plans zu verhandeln, bleibt eine aktive Minderheit einschließlich einer Zahl palästinensischer Juden, die bedingungslose Gegner der Teilung sind. Die meisten Araber in Palästina sch,einen ebenfalls die Idee abzulehnen, und die öffentliche Meinung in den unabhängigen arabischen Staaten hat sie darin unterstützt. Jedoch die jüdischen lind arabischen Kritiker haben keine echte Alternative anzubieten, und ihre negative Haltung kann die Regierung nicht davon abhaltcn, ihre Vorbereitungen 7.U beschleunigen; während im Fall weiterer Unruhen in Palästina zu erwarten ist, daß die lokalen Behörden sich die Fest- Stellung im Bericht der Mandatskommission zu Herzen nehmen werden, wo es heißt: ״Die Fähigkeit einer Regierung, Frieden und Eintracht zwischen denjenigen zu schaffen, die sie regiert, ist proportional dem Vertrauen zu sich selbst und ihrer Politik; und die Wahrscheinlichkeit, daß sie zur Gewalt Zuflucht nehmen muß, um ihren Willen durchzusetzen, ist proportional der Unsicherheit ihrer Absichten.״ Daher sollte keine solche Unsicherheit bestehen. Die Kgl. Kommission kam nach voller Betrachtung der bekannten Tatsachen und Möglichkeiten zu der unwiderleglich begründeten Schlußfolgerung, daß die Teilung das einzig brauchbare Heilmittel sei. Unter den bestehenden Bedingungen wird keine andere Lösung so weit gehen, gleicherweise die Hauptfragen der zionistischen Sache und di« Notwendigkeiten arabischen Fortschritts und arabischer Sicherheit zu befriedigen, die beide der Völkerbund wie auch die Mandatarmacht zu sichern verpflichtet sind. Gold- und Silberschmiede AUCH ANKAUF BERLIN Wl, Unlar dan Clndan 65 (Hotel BrUtol) C.B. 1188?42 j