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Jüdische Rundschau · 1937-09-14 · Heft 73 (14.9.1937) · page 11

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 73 (14.9.1937)
Date
1937-09-14
Page
– (sequence 11)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 73,14. SEPTEMBER 1937 ״B’reschith“ Zur Uraufführung am 28. September Das Werk ist ein Schöpfungshynmus für Soli, gemischten Chor, Orchester und Orgel. Die Musik von Oskar Outtmann ist mit lobender Erwähnung aus dem Musikpreisausschreiben des Reichsverbandes der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland hervorgegangen. Der Text zu ״B’reschith“ (״Im Anfang“) ist das 1. Buch Mos., Kap. 1 u, 2, 1—3. Er gliedert sich in sieben Teile, von denen jeder der Erzählung eines Schöpfungstages entspricht. Nach jedem Teil ist als eine Art Midrasch ein Chorsatz eingeschoben, dessen Text der Bibel entnommen ist mit Ausnähme des ״Adon olam“ im Anschluß an die Erzählung des zweiten Tages. Die Ergänzung zum dritten Tage bezieht sich in übertragener Weise auf das heutige Palästina, die zum sechsten (Erschaffung des Menschen) soll mit einer Totenfeier die Vergänglichkeit des Menschen aufzeigen. Ein Chasan leint solistiscn die Erzählung, der des öfteren in freier Behandlung die sefardischen Neginoth zugrunde gelegt sind. Von den eingelegten Chorstücken ist das ״Adon olam“ ein einstimmiger Hymnus, der eigentlich von der gesamten Kehilla mitzusingen wäre. Ein anderes Chorstück ist eine freie, kontrapunktisch gehaltene Passacaglia (eine alte Tanzform), der 19. Psalm (4. Tag) ein auf die erste pentatonisclie Tonreihe (c d f g a) komponierter feierlicher Tanz, der 150. Psalm (5. Tag) ein Präludium mit Fuge. Die Aufführung am 26. September (Hoschana rabba), vormittags 11 Uhr, in der Neuen Synagoge, umrahmt die Weihe eines neuen Scfer Thora, zu welcher Direktor Heinrich Stahl und Rabbiner van der 1. y l Ansprachen halten werden. Unter der Leitung von Chemjo Winawer wirken als Solisten mit: Paula Salomon (Lindberg) und Oberkantor Hanns John Jacobsolin. An der Orgel: Werner Baer. Ferner: das verstärkte Orchester der Künstlerhilfe und der Winawersche Clior. Die Aufführung wird von Künstlerhilfe und Kultusverwaltung gemeinschaftlich vorbereitet. An alle jüdischen Photographen! Die BZV. veranstaltet unter Leitung Ihrer Photogruppe T'munah Im November eine Licht bi Idausstellung. Es Ist daran gedacht, bildliche Darstellungen aus dem Jildisehen Leben In der Galuth (Hachsdiarah, Jugendbewegung, Sport und dergleichen) und Aufnahmen aus allen Arbeltsgebieten und der Landschaft Erez Israels zu zeigen, ferner Wiedergaben jüdischer Sujets, die durch ihren künstlerischen Wert bedeutsam sind. Alles Nähere ist aus einem Expose zu ersehen, das auf Wunsch bei der BZV., Berlin W 15, Melnekestraße 10, Zimmer 74, erhältlich ist. Persönliches. Vor kurzem starb in Berlin Rabbiner Dr. Heinrich Berger. Er bekleidete jahrzehntelang das Rabbinat in Krotoschin in der Provinz Posen und folgte dann, als er sich in Berlin niedergelassen hafte, einem Kufe der Tiergarten-Synagoge an der Potsdamer Brücke. Der Jugend war er ein vorzüglicher Lehrer und in seinen Vorträgen war er Meister. Sein Andenken wird noch lange wach bleiben. Veranstaltungen der Bezirke und Gruppen der BZV Zentrum-Nord Junptr Aktivkreis Donnerstag, 16. September, 20.30 Uhr BZV-Hcim, Rosenthalcr Str. 44 Dr, Han« Kleei Die aionUtUch• Situation nach dem Kongreß und der Tayun? de# Council der Jewish Agency SUdost Sonnabend, 18. September, 20.30 Uhr BZV’Meim, Briickenstr.9 Oneg Schabbat. I>r. 0#c«r Adler! ZioniimuB •1• Geainnun^afrtigre, VorHJHruny der PalBstinn« Monate* achau. Brjrlritvortray: Martin Wiener Hermannplatz Sonnabend, 18. September, 20.30 Uhr BZV'Heim, Neukölln, lägerstr. 6 Onejf Schabbat. Vorführung der Pallstine-Monateschau. Be^lftitvortrajr ־. Frau Dr. nüd« Salinger Zentrum-Nord Sonnabend, 18. September, 21 Uhr BZV'heim, Rosenthaier Str. 44 חרב י־*ברי SIMCHATH-THORA-FEIER Mittwoch, £9. September, #0.30 Uhr, BZV-Melm, Ooltzstr. 91 Der indische N 11 m o r MIT WIRKENDE: Max ptonlnakl (R«1itation1 Wilhelm SSulor (Grj«nj) / Am Klavier: Gustav Sabel Berliner Zionistische Vereinigung — Gruppe SchBnebsrg DIE NEUE AUFGABE Erlösung des Bodens von Obergaliläa Die Wirklichkeit von morgen Neue Siedlungen für jüdische Massen <וז//צד. KfA* fl rit• HAI I לדuan-rio YFSSOD HAMMl Spende mwnm’N m mtTH HASMAHAir irvmnum W/fAWAR WAYAftPf 0'jnn lAHNAm .ק/ר uw OOSHAIHA KEREN KAJEMETH LEJISRAEL Berlin W 1s Meinekesfraße 10 Postscheck-Konto: Berlin 28247 Ankündigungen Neue hebrSUche Anfängerkur«e der BZV. Dr. Kaliko: Interessenten werden gebeten, sich zwecks näherer Vereinbarung am 16. September, 19.30 Uhr, im Heim, Kantstr. 54, m melden. —• I,omas: Picn.-'agund Donnerstag 21 Uhr, Gollzstr. 21. — ln :wehster Zeit, beginnen je ein Anfänger- und ein Porlgesc!1rilte1)en-Kursus in den I leimen Brücken- Straße 0 und Landsberger Str. 87. .Meldungen: Kulturabteilung ihn• BZV., Mcinckestr. 10, Zimmer 75. Für den ״Großen Bilderbogen'', das Kleinkunstprogramm der Kiinstlerltillc, dessen Texte Leo Hirsch schrieb, und das von Nikolai Eljaschoff in Szene gesetzt und von O-ias Kollier ausge.dattet wird, wurde ab musikalischer Letter der Komponist Ismar Weiß verpflichtet. Barmizwah-Termine: Am 18. September (13. Tisehri): Rudolf Juliusburgcr, Sohn von Georg Juliusburger, Iranische Straße 2. — Am 21. September (16. TLsrhri): Kurt Gerechter, Sohn von Dr. Erich Gerechter. Gkirl., Frioehestr. 78. Aus den Vortragssälen Operettenkomponisten, Mit der zweiten Veranstaltung der ״jüdischen Meister der Operette“ schloß Dr. Anneliese Landau ihre Vortragsreihe ״Jüdische Musiker der tlcgenwart“. Ein Erinnerungsblatt fiel auf den kleinen Coupletfabrikanten Otto Linderer. Ludwig Renners Ideologie des Sdilagers wurde zitiert, eine Ideologie, die die geforderte einschlagende Wirkung bis zur Backpfeife wörtlich nimmt. Viktor Holländer, der ״Maestro“ der Operette, der Revue tritt auf den Plan, denkwürdig, da zu seiner Zeit die Wiener Operette ihre Domäne zugunsten Berlins verliert. Von Hambttrg her wird Jean Oilbert auf das Publikum losgclassen; zuerst in der Wahl seiner Mittel unbedenklich, reißt er sich zu bestechenden Leistungen wie ,,Keusche Susanne"״ ־I rau im Hermelin“ empor. Willy Rosen singt, spielt und schöpft aus sich eine Flut an Schlagern, mit denen er die Kabaretts, Revuen füllt. Die Revueoperette übersteigert ihre Aiiforderungen, wird Sinnbild einer farbigen, genußreichen Welt in Bilderbögen. Der Name Rudolf Nelson wird Schlagzeile, seine Theater bringen Spitzenleistungen, ein feines Ohr vermag in seinen Melodien, Rhythmen das Spötteln, den aufreizenden Cancanschritt Offenbachs herauszuhören. Die Jugend drängt nach. Außergewöhnlich begabt Micha Spolianski, der gcgebene Antipode seines Buch- und Chansonschreibers Marcell ns Schiffer. Von anderer Art, doch stark Friedrich Hol- Linder, der Farbe und Rhythmik dem aus Amerika iinportierten Jazz in Tanz und Lied entnimmt. Eine starke Reaktion aut die Uebersteigcnmj der Ausdrucksmittel dieser Zeit macht in der Rückkehr zur Natürlichkeit den Weg des ״Sclnvar/waldmädel" von Jcssel /um großen Erfolg• frei. Doch bleibt das ein Ein/clfall. — Der große Erfolg wurde mitbestimmt durch die Assistenz Her Künstler Rnili leb n b e rg, Max Kuttner und Wiihclin Alt mann. Dr. J. Sch. Der Schabbat im Spiegel der jüdischen Kunst, im Kulturbund sprach Dr. Irmgard S <11 ׳ u I c ן• über das Sdiabbaterlchuis im Spiegel der jüdischen Kunst, Der Vortrag, unterstützt von gut gewählten. 7u»n Teil bisher noch meid gczeigten Lichtbildern, begann als Luthihnmg mit dem Schabbaterlebnis im jüdischen Hans, wie es bei den jüngeren modernen Künstlern und Künstlerinnen im Bilde sichtbar gemacht wurde, Raitel Szalit, Ijlso ,Weidner; sie zeigte die behaglichen Schabbatsuibcn allerer Künstler: wir sahen von dem Dänen (ieskel Salomon zwei Trauen beim ..Lichtbenschen" und die bekannten Sehabhatscrien von ,W. I). Oppenheim, auch das schöne Bild vom Scliabbutnachmittag bei geschlossenem Ueschäft heim Atisruheii vor der (lausfür. Besonders schäm ist von den zwei neuen Bildern von Isidor Kaufmann: ein helles Zimmer, ein weißes Bett, ein kleiner Fenstertisch, und an ihm mtzt eine dunkelgekleidete Frau mit Kopftuch. Durch das Fenster mit den weilten Dardinen sieht man den hellen I limmel und die Straße. Schon diese wenigen Proben zeigen den Gegensatz der Zeitstile Biedermeier, Jahrhumiertemk׳, behagliches Leben, aulgewiihites seelisches Erlebnis und Not des Ostens oder, wie bei Kaufmann, eine neue Beruhigung in einer neuen Zeit. Aber der Vortrag von Fräulein I >r. Schüler wollte Wissen vermitteln, und so machten wir mit ihr einen Gang durch die Riten und zugleich durch die Jahrhunderte. Alte Sdiabbaflampen in alten Holzschnitten alter Diucke, sogar Lampen, die aut die Antike zurückgingen, wurden im Bilde gezeigt, ebenso Schabbatbeeher, Scltaltbatpokale, wie einmal in der bekannten Radierung von Hermann Struck oder in einer Haggadah aus dem Jahre 1526 ein an .Wichel Angela-Qestnlteii Jude mit einem Schabbatpokal. R. M. gemahnender alter Theaterabend der Klelnkunstgruppe des Bezirks Zentrum-Nord Dienstag, 28. September, 20.45 Uhr Kaiier-Willitlm-StraBe 31 (Mutikanrartinihaua) Der Traum der Braut von Goldfarb / Musik :W.Weintraub Lattung! F. Find«* / Ragla! M. WHtalaohn Kurten tu RM 0.75, 1.25 und 1.50 im Vorverkauf: Adletistein, Alte Schönhauser Str. 58; Konditorei Dobrin, An der Spandauer Bruck« 7} Budhdruckerei Lacher, Lothringer Str. 34; Wiener Cafe, Alte SehonhnuserStr.il; Buchhandlung־ Salles, Grenadierstr. 30; Restaurant Kimelfcld, Rosenthaler Str. 32 Die für den 21. August und 21. September gelüste■ Karten!»•halten Gültigkeit SIMCHATH-THORA-FEIER Dienstag, 28. September, 20.30 Uhr, BZV-Helm, Kantstr. 54 Ansprache: Rabb. Dr. Alfr.Jospe MIT WIRKENDE! Max Konlntkl (R'ziution) Wilhelm Blular (Gnu׳;,״) / Am Klavier: Gustav Sabel Karten im Vorverkauf bei Herrn Herxfeld, Kantstr. 54, und an Her Abendkasse Berliner Zionistische Veralnigung - Gruppen Charlottsnburg und Oliva Klavierstimmer PEREZ Ruf: 7219 20 FESTDICHTUNGEN aktuell Individuell E. Sandak, Bln.-Charlottbg. 4 Wft ■‘.♦rnßv 20 ul - 96 23 18 3UD. HEIRATSGESUCHE Margarete Bornstein B E R U N W 15 KurfOrstendamm 51 F.rnrut: «117 8S ' Xi f.T־ BADEN-BADEN Peters Hotei Zum Hirsch 14. bis 24. September FRANKFURTS. Main Hotel Carlton 8. 25. Sept. Vtrtr.Paris IX« 12,C1te Bergerr Sucht* für 110זו־!רו Toi-htrr, 25 ). mit, Hunkri, gut auKst'h., ftt;s gt. nid. Haute j, jjr.St. Nordsehl., gr^chnftst. u, hfitt«!, mogm, 5?L Ad lg mm• in־ hiidg־., kompl. Mohrlu. Wti5cl1*»tn*S'.t. nebst ,tw v.rm.pass.Leöensgotöiirten, 2s.:»j aU, tiifht, Handwerk. od. Kniifm. m. «•; w. Klip ml. F.xist., t'vtl. kommt Kinh.״r. i, KonL-ktii vי!■■-״• i■ י >»ee. in aösswi. zeiiKoramt ftuswand, nach Ueöersee l. Frage• 7.״« ״״ Ril.l ״M.T232 ״. Anr-AbtA J״cl.Ru״(is,-hau Achtung! Mitte 50, allcmbitd’ond, Jüdisch!»■ Dnn HM ,vm Von wuivwht Brkur F.vistr״/ hat, 50, allemstehet ent-lim«■* Amtßo t I I!׳rr!1. dm nm׳h Wur.h• mich mit *׳uw Ai,Sr n. An?, unter T233 nn < «irr lud. R»md׳,tl!r, u, iWI ־ Ar.7,. W 15 Bilder bitte zurückzusenden! In jedes jüdische Haus gehört der PALÄSTINA KALENDER תרצ״ח 5698 Ich beatalle bei Soobsn erschienen Vorwort: Joachim Prinz Umschlag: Heinz Condeil Herausgeber: Zionistische Vereinigung für Deutschland Verlag: Jüdische Rundschau ß.m.b.H. Buchvarlag und Buchvertrieb Berlin W15, Meinskestr. 10 Postscheckkonto: Berlin 715 70 Erhlltlich Im ]Gdlaohon Buchhandol. Auslieferung nur an Juden __Exemplare des Im Verlag der Jüdischen Rundschau erschienenen Fama-Kalender 5698 *um Preise von Reichsmark 1.90 Inland: zuzüglich 15 Rpf. Porto Ausland: zuzQf lieh 25 Rpf. Porto Nam• Ort und Land Straft• und Np.

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