Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 69 (31.8.1937)
- Date
- 1937-08-31
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 69, 31. AUGUST 1937 BERLINER RUNDSCHAU Die Berliner jüdische Kaufmannschaft ■ mH ihrA WArfrAilincy / Ein historischer Rückblick Una 11116 V 6nr61lill5 ' Von Dr. Hann« R 11 Sn i r, Berlin Die städtischen Kaufmanns g i I d e n, die sich im Mittelalter bildeten, waren umfassende örtliche Selbstverwaltungskörpcrschaften, bestimmt, den Zugang zur Gewerbeausübung zu regeln und die ständischen Interessen ihrer Mitglieder wahrzunehmen, und zwar auf e h r i s 11 i c h - konfessioneller Grundlage. Ohne Aufnahme in die Gilde keine Berufsbetätigung im Binnenwarenhandel. Juden wurden durch diese Sperre an den Rand des Wirtschaftslebens gedrängt, in die Oeldleihe, das Ffandgesdiäft und den Trödelhandel; oft stellte ihre Wirtschaftsbetätigung eine Verbindung von zweien oder allen diesen Sparten zugleich dar. Bezeichnenderweise handelt die älteste erhaltene Berliner Urkunde, in der Juden erwähnt werden, das Statut des Rates von Berlin für die Wollenweber vom 30. Mai 1289, von einem solchen Ausschluß. Im Wesen der örtlichen Zusammenschlüsse in den Gilden liegt es, daß der Sinn für größere Zusammenhänge ihnen erst später von außen, von der Staatsmacht her aufgedrängt werden mußte. Die Gilden blieben zwar zunächst bestehen, sanken aber zur Vertretung kleinhändlerischer Interessen herab. Neben ihnen erwuchsen seit dem Dreißigjährigen Kriege, vom Staate herangezogen und geschützt, Kaufmannslirmen, die, ohne gildenpflichtig zu sein, sich mit der Erzeugung neuer Waren und dem Absatz im großen befaßten. Hier fanden auch Juden auf Grund staatlicher Privilegien ein neues Feld der Betätigung. Fortan zerfiel die Berliner Kaufmannschaft in drei Gruppen, von denen zunächst jedoch nur die beiden älteren ein festes organisatorisches Gepräge hatten. Die Materialisten-Gildc, umfassend die Materialwaren- und Lebcnsmittelkriimcr, erhielt am 7. Januar 1715 ihr revidiertes Statut, die Gilde der Tuch- und Seidenhandlung ein ebensolches am 16. Dezember 1716. Beide schlossen Juden von der Mitgliedschaft und damit vom Handel mit den Gildcnmitgliedern vorbehaltenen Waren aus. Die dritte Gruppe, Fabrikanten und Händler in nicht gildengebundenen Sparten, entbehrte zunächst einer Waren organisatorischen Abgrenzung. An wirtschaftlicher Bedeutung war aber gerade sie als Träger des staatlicli gewollten Fort- Schritts doch so bedeutend, daß im Gcsamtrahmen des kaufmännischen Handels und Wandeis auf sie Rücksicht genommen werden mußte. Einen ersten sichtbaren Niederschlag stellt die Berliner Börsenverordnung vom 25. Februar 1739 dar, in der die Staatsmacht gegenüber den Vorschlägen der beiden Kaufmannsgilden bemerkenswerte Erleichterungen zugunsten der Juden vorsah. Ohne Mitglieder einer der beiden Gilden zu werden, die zusammen das Institut der (Waren- und Wechse!-)Börse trugen, durften die Juden sich doch zu den täglichen Versammlungen einfinden. Ferner durften sic bereits einen der ihren als Makler bestimmen, der neben den Christliehen Maklern von den Oberältesten der Gilden in Vcrpflich* tung zu nehmen war. Von Fall zu Fall drängten die staatlichen Bedürfnisse aber zu strafferer Zusammenfassung aller Einzelkaufleute. Als im Jahre 1733 der staatliche Bauplan für den südlichen Teil der Friedrichsstadt, von der Mauerstraße bis zum Belle- Alliance-Platz, aufgestellt wurde, sah dieser vor, daß ein Teil der Grundstücke von königlichen Beamten, ein anderer von verschiedenen Bcrufsständen zu bebauen war. Neben den Pantot'felmachern, Pfefferküchlcrn u. a. entfiel so ein Los, und zwar das Grundstück Nr. 225, auf die Kaufleute der Juden schaff. Ein anderer Zusammenschluß jüdischer Kaufleute in der Zeit nach dem Siebenjährigen Krieg entsprang zwar nicht direkt dem staatlichen Bedürfnis, richtete sich aber doch an die Obrigkeit als an die ansgleichende Instanz. Im Jahre 1769 beschwerten sich die Berliner Schneidermeister, daß Juden und andere Kaufleutc bei außerhalb der Zunft stehenden Pfuschern serienweise neue Kleider in Auftrag gäben, um sie billiger als Maßwerk zum Verkauf zu stellen. Der Streit darüber zog sich bis zum Jahre 1783 hin. In Eingaben an das königliche Kabinett trat als Gegengruppe ״die mit Kleidern handelnde hiesige lüdenschaft“ aut. ln ihrem Promemoria vom 30. November 1782 verwies sie 11. a. auf die durch ihre Be- Stellungen geleistete Arbeitsbeschaffung. Ein anderer zwar nicht fachlicher, sondern mehr loser Zusammenschluß Berliner jüdischer Kauflcute. erfolgte wenig spater, im Jahre 1795, in der Ressource, die ihren Mitgliedern innlich dem nachmaligen interkonfessionellen Verein junger Kauflcute die Möglichkeit des Gedankenaustauschs und geselligcr Zerstreuung bot. Die endgültige organisatorische Angleichung der beiden Gruppen von Börsenbesuchern, solcher, die zugleich Gildemitglieder waren, und derer, die außerhalb der Gilden standen, erwies sich alsbald als unumgänglich. In einer Versammlung der jüdischen Kaufmannschaft vom 15. September 1803 wurde duren einstimmigen Beschluß ein Komitee von 10 Mitgliedem gewählt, das alle Handelsangelegenheiten überlegen und über aen Eintritt jüdischer Kauflcute in die netizusehaffende vereinigte Börsenkorporation ähnlich entscheiden sollte, wie es durch die Aeitesten in den Gilden für deren Mitglieder geschah. Im Schoße des Zehnerkomitees sollte ein Ausschuß von fünf Personen zusamnientreten, der bei allen Ver- Handlungen in Börsenangelegenheiten im Namen der jüdisehen Kauflcute mit den Gildenältesten und dem Deputierten der ncuangcschlosscncti Elbschiffergilde (d. h. der Fiußspediteure) zu beraten lind nach Stimmenmehrheit zu beschließen hätte. Diese zusammen mit den zu wählenden Börscnvor- Stehern sollten die ״Repräsentanz der vereinigten Börs e n k o r p o r a t i o 11“ bilden. Dementsprechend sah das ״Börsenreglcment für die Kaufmannschaft und die vereinigte Börsenkorporation׳‘ vom 15. Juli 1805 vor, daß neben den Gildcnaugchörigen, die korporativ Mitglieder der Börsenkorporation wurden, auch die Elbschiffer, die staatlich privilegicrteil Fabrikanten und Kauflcute ihr beitreten konnten, ingleichen die Bankiers und Kaufleutc jüdischer Religion. Vier Börsen- Vorsteher waren zu erwählen, nämlich je ein Bankier und ein Großhändler von der christlichen und von der jüdischen Religion, Am 5. August 1805 wurden der Börsenversammlung durch den Gildenältesten Favrean die vier gewählten Börsen- Vorsteher vorgestellt, darunter die beiden jüdischen Herren, der Bankier Rüben Samuel Gumpertz und der Großhirn!- ler Jacob Herz Beer. Der eine christliche Vorsteher Möhring dankte im eigenen Namen wie in dem seiner Kollegen für das in sie gesetzte Vertrauen. Daran schloß sich eine Einladung an die ganze Versammlung zum Frühstück von seiten der Gildenältesten, dem jüdischen Fünferausschuß, dem Vertreter der Schificrgilde und den Börsenvorsfehcrn. ״Auch wurde dabei der Armen gedacht und diese Handlung höchst vergnügt beschlossen.‘׳ Die G c w e r b e f r c i 11 e i t, die Staatskanzler Hardenberg nach dein Zusammenbruch des alten Preußen mit seiner! Oesetzen vom 2. November 1810 und 7. September 1811 verktindete, nahm den Gilden das bisher ausgetibte Recht, den Zugang zur Oewerheausübung zu beschränken. Sie wurden dadurch, wie ihre Häupter es richtig atisdrtickten, ״gewissermaßen taeife aufgehoben“, llire Aufgabe als Besitzer und Unterhalter der Börse verblieb ihnen jedoch. Das Edikt vom 11. März 1812 ״betreffend die bürgerlichen Verhältnisse der Juden in dem preußischen Staate“ gab diesen unbeschränkte wirtschaftliche Freizügigkeit. Aber erst ein Statut vom 2. März 1820 zog die organisatorische Folgerung aus diesen gesetzeberischen Maßnahmen, indem es an die Stelle der bisherigen eiden Kaufmannsgilden und der sich mit ihnen teilweise überschneidenden vereinigten Börsenkorporation die einheitliche ״Korporation der Kaufmannschaft von B e r- I i n“ setzte. Zu ihr hatten Juden nicht mein־ aut dem Weg über das jüdische Zehiierkomitee, sondern direkt in ihrer Eigenschaft als Gewerbetreibende Zutritt. Das Statut besagte einfach: ״die Korporation bestellt aus allen Kaufleuten und Handeltreibenden in Berlin und dessen Polizeibezirk, welche die durch das Landrecht näher bestimmten kaufmännisehen Rechte... behalten und für die Zukunft erlangen wollen.“ Für kleinere Gewerbetreibende genügte als Voraussetzung der Berufsausübung allerdings bereits die Lösung eines bloßen Gewerbescheins. Verwaltungsbehörde der Korporation wurde eine Gruppe von 21 gewählten Mitgliedern. Wahlfähig war jedes männliche aktive Korporationsmitglied, ohne Bcschränkung auf einen besonderen Handelszweig, eine besondere Religion oder ein vormaliges Gildcreeht. Für dieses staatlicli beaufsichtigte Selbstverwaltungsorgan der Berliner Kaufmannschaft sind' auch Juden und Männer jüdischer Herkunft tätig gewesen. Präsidenten des Aeltesten-KoSIegiums der Kaufmannschaft von Berlin waren von 1881 bis 1887 Franz von Mendelssohn und von 1895 bis 1902 E x z e 11 e ח z. W i I h e 1 in H er/. Einführung des neuen Rabbiners in Pankow. Am 21. August fand in Pankow im Rahmen des Schahbatgottesdienstes die feierliche Einführung des vor einiger Zeit gewählten Rabbiners Dr. Aron Ohrenstein statt. Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin war durch Dr. Klee vertreten. Der Vorsitzende des Patikower Reiiionsvereins, Dr. Vogelsdorff, dankte der Gemeinde erlin für ihr Interesse. Rechtsanwalt Dr. Klee überhrachte die Glückwünsche der Berliner Gemeinde. Dann ergriff Rabbiner Dr. Ohren st ein das Wort zu seiner Festansprache, in der er die Berufung Jeremias und seine Zwiesprache mit Gott ausführlich behandelte. . Die Jugend zur Situation. Ein vom jungen Aktivkreis der BZV veranstalteter Vortragsabend galt den Problemen, die heute hauptsächlich die ältere jüdische Jugend beschliftigen. Dr, S. Losner sprach über die seelischen und materielien Nöte dieser Generation zwischen 20 und 35 Jahren, Es handelt sich darum, an diese Menschen hcranzukommen, sie nicht nur zu Ausspracheabenden über aktu* eile jüdische und zionistische Dinge eiimiladen, sondern ihnen auch gesellschaftlich etwas zu biete״. Mit Nachdruck setzte sich der Redner für eine positive religiöse Einstellung ein. Kurt Klapp holz behandelte anschließend das Thema ״Der Weg zur jüdischen Kultur“. Dieser Weg führe nur über die traditionellen Quellen, da eine Kultur nicht gemacht werden könne. S, G. Veranstaltungen der Bezirke und Gruppen der BZV •Od-Ost Di« för Diengtag, den 31. August, angekundigte Veranstaltung fäll♦ au» Wllm»r*darf Mittwoch, 1, September, 20.30 Uhr Ballenstedtir Str. 2 (Et«bl. BriH״. vnd SIm») Bericht ,am XX. ZlaaUtenkoafr•!. VorfUhrung der PBllttiaa-Moaalnchau. — Referent t Dr. David Sthlolber, W1ttanb«rflPl«U Mittwoch, /. September, 20.30 Uhr BZV-Heim, Qottzstr. 2/ Die Temiaf de• Council der jewlah Agencv. — Ref.1 Dr• Weiter GroS« — Vorführung der Pailatiae-Monataachau Ck«platt«nburg Donnerstag, 2, September. 20.30 Uhr BZV-Heim, Knntstr. 54 Bericht vom XX. ZionlatenkongreS und der Tagui» dee Council der Jewish Agency. —■ Referent! D׳r. David SchloSberg Mtdrlehthaln Die für Donnerstag, den 2. September, «gekündigt« Ver• anstalhmjf füllt aut SMtn1m-N0rd Sonnabend, 4, September 21 Uhr BZV-Meim, Roscnthaler Str. 44 חיו עברי Z*ntrum>Nerd Ju«(«r AHlvkrtli Sonnabend, 4. September, 20.30 Uhr BZV-Heim, Rosenthater Str. 44 Oac, Schabbat, - Geber die Bedeutunr der Hohen Feiertage. — Ref.: Kurt Klippholt, Jehoeehuah Wottt WIZO-NACH M ITTAG im Heim, BerlinW, Wittenbersplatz Ja“ Dienstag, 31. August! spricht Prass IRIN■ TUCINBRIICM die zum XX. Zionistenkongrett delegiert wer, (Iber das Thema: Nacli dem XX. Zlonisten*Kongrafl Nach dar IX. WIZO-Konferens Letzter WIZO-Nachmlttag vor den Pelertaaen Interessenten sind willkommen Beginn des Tee-Nachmittags 16'4 Uhr Beginn des Vortrags 17 Uhr pünktlich!,RAUEN-ARBEITSGEMEINSCHAFT FDR PALÄSTINA Synagoge Passausr Str. E. V. MaiiiFtilninir Abgabe der noch verfügbaren SynagogeopläUe Peraz findet statt: Ruf: 721120 Mittwoch! le September 18—19 Uhr Sonntag, 5. ,, 10—12 ״ imVorraumrirr Synagoge PaaeauerStr.2 Ankündigungen Frauen-Arbeif1gemeinsch*ft für Palästin*. Wizo-Nachmittag. Am 31. August, 16.30 Uhr, Wittenbergplatz 3 a. Irene Tugendreich: ״Nach, dem XX. Zionisttnkongreß; nach der IX. Wizo.Konferenz“■ •— Tcmpclhof: Am 1. September, 20,30 t'hr, bei Eppenstein. Schulenburgring 2, Dr, Wer« Mahler: ״Wizo-Arbeit und Wizo• Konferenz“. Zu allen Veranstaltungen Gaste willkommen. An alle jüdischen Photographen! Oie BZV. veranstaltet unter Leitung ihicr Tbotogruppe T'munah im November eine Lichtbildau^stellung. F־> .sollen Darstellungen aus dem jüdischen Leben in der Galuth (llaclischarah, Jugendl*:«egung, Sport und dergl.j und Aufnahmen au* allen Arbeitsgebieten und der Landschaft Erez Israels, jüdisch« Sujetn von künstlerischem Wert gezeigt werden. Alles Nähere ist aus einem zu ergehen, das bei der BZV., Berlin \V 15, Mei• neku.'tr. 10, Zimmer 74, eihahlirh ist, Hebräische Kurie. A!n 31. August, 21 l hr, beginnt im BZV..Heim, Goltzstr. 21, ein neuer hebräischer An!ange!kur> unter Leitung von Lomas. Kiu weiterer Anlangerkurs beginnt in Kurze im BZV.-Heim, KanNtr. 54, unter Leitung von Di. Kaliko. Anmeldungen nimmt entgegen die Kukurabteilung der BZV., Meinckestr. 10, Fermul 01 SO 31. Hebräische LehranMilt der Jüdischen Gemeinde. Neuaufnahmen rn die begehenden Klas-sen für Mntleie, Longc-schrittene und Weitfortgeschrittene, wir auch in die neueinzurichtendeu Amängerku;\se für Erwachsene und Jugendliche (Tel. 93 14 90). Jüdisches Lehrhaug. bpradikui ,e: Beginn <1י0ח portugiesischen An• längeikui*,: Am 2. Scptembet, 20—21.30 l/hr. Fasanenstraße 80. — 1:1 alle englischen, >}Mni>eh<׳n und poitugicm-chen Kur.-c können leiluchmcr n<nh;uiigmoinmen 'Avokm. ELrrr-'> werden tur den etigii-i'hen In'm^ivkutHis Meldungen no< h c-htgegenger.ommen. —- Arbe1t-.gn11e1n*.vha!ten: Bau und Lehen der Pflanzen und Tiere, Leitung: ()tu! Trebel; am 31. August, 20.30 Uhr, M׳־u Burger Str. 5. — Photo-Alben sgfm1 ־ n Lai ז : Am 1. ^ejitt-rribcr, 20,30 Uhr, Marbuiger Str. 5: ,,Entwickeln und Ent wt׳ kler״. Kulturbund - Spielplan; I heuu r in der Kommandantenst raße 57! 20.15 Ihr. Am 8. Septfmhei ,,stützen Her (;«!.ellsrhafc‘ (Abteilung 8. 18): Mi 0. Spptrmbtr .,Stülzen der GesHlsrhäÜ" (Abteilung 21, 31); am 11. September ,,Suitzen der Oe.elUchutr‘ (Abonnement und Ahtoüung <16(; am 12. '"■epteuüie! ..stüt2en der Oe.-ellrebatr' (Ab-!eilung 232 ,2־). — Herichiigtmg: Am 2. September ,,Csardasfurstin‘* (nicht .,Stütr.en der <; am 4. September ..stutzen der Gewllscbatp', Premiere (Abteilung 7, 17), nicht Abteilung 8. 18. Des Sekretariat für Bildende Kumt .!•■ Klubheim, Mar. buiger Sttaik 5, eine Aufteilung um Arbeiten t ngemior Künstler: Kuit ßialo-totzk). Malet, Berlin; Maria Burchardt (Brick), Bildhauet in, Berlin; O.ias Koiflei, Maier. Berlin. Die Ausstellung wird am 5. September erutfnei. Besichtigung täglich von 11—14 Uhr, Ausweis crlortleilich. Uraufführung von ״B'reechlth", von Oskar Guttmann, am 26. September, 11 t'hr, in der Neuen Synagoge, unter Leitung von Chemjo Winawer. Das Orchester der Ktinstlerhilie wurde auf 40 Musiker verstärkt. Solisten; Paula Salomon (Lindberg) und Oberkaator Hanns John Jacobiohn. An der Orgel: Werner Baer. Synagngenvcrein Frieacnstempel. Am 31, August, 20.30 Uhr, Synagogc Friedenstenipel: ״Einführung in unsere Feiertage, ihre Gebete und Gesänge". Vortrag Dr. van der Zyl, Gesänge: Oberkanten Neumann und der Chor der Synagoge unter Leitung von Dü. Wachwnann. Gottesdienst *11 den Hohen Feiertagen im Brüdervereinihaus (Kurfürstenstr. 115.116). Karten bei E. Schuty (Aschaffenburger Str. $, Telephon 87 37 01) und in der Jacob-Teitel-Mittelstandsküche (Prinzregentenstr. 6, Tel. 87 73 84). Der Erlös ist für Wohlfahrtszwecke bestimmt. Familien Nachrichten Frau Marie G o i d s c h m i d t, Jablomkistr. 26, begeht am 8. Sep. tember den 91. Geburtstag. Frau Martha ffendrinrr, \ 54, Lothringer Straße 3, begeht am 5. September den 70. Geburtstag. Barmiiwah-Teunin: Am 4. September (23. EluI): Arnold Zweig, Sohn von Georg Zweig, SW 19, SeydeLtr. 7. Dr. med. Karl Bornstein, Berlin, feiert an» 1. September sein goldenes Doktorjubiläum. Als Sozialarzt und Kulturhygieniker hat er jahrzehntelang mit bestem Erfolge im Inlande und mit großer Anerkennung auch im Auslande gewirkt. Er wurde am 19. Oktober 1863 in Gostvn (Prov. Posen )geboren. Am 1. September 1887 promovierte er in Breslau auf Grund einer Forschungsarbeit. Nach Spezial- Studien praktizierte er in Leipzig '1901—1917 als Facharzt für Ernahrungs- und Stoffwechselkrankheiten. Sein Interesse fur alle sozialen Fragen war stets groß. Die Kriegsküchen verdankten ihm ihre Entstehung. Sein Büchlein: ״Hygiene, Sozialhygiene, Kulturhvgiene“ ist weit verbreitet und fand eine gute Aufnahme. Die bis Ende 1933 erschienenen. ,,Blätter für Volksgesundheitspflege“ hat er 13 Jahre lang zur angesehensten hygienischen Zeitschrift entwickelt. — Ferner erschien sein Heft ״Diätetische Kuren“, ein Buch Über vernunftgemäße Ernährung. Die verbreitete ״Gesundheitslehre in der Schule“, 7.um Unterricht bestimmt, enthält Beiträge über Ernährung, über Alkohol und Tabak. H. K. FESTDICHTUNGEN aktuell « Individuell E. Sandale, Bln.-Charlottbg. 4 W.iUrtre#. 20 Ruf1 96 23 18 MAX «ml frml RI IGEL Li«f. d. Krunkenk. Mitgl.d. j.Hdw.-V. Nrtwr Str. fi 11׳ f<Nf»«r Plate) Raft* litt 3UD. HEIRATSGESUCHE Selb«♦. in'«reetinf Anfang 30, jugendlfasch« Erscheinung, viel!. gebildet, g*«ehafts|f*־wandt, leben*- bejahend, m. •npassunggfah. Charakter, sucht passend«■! hef*tnsgebiidet««, jüd. Lab»n«9*rihrtAN von angenehm.AeuBeren, aus guter Fam., m.sich. Existent (fvtl. %u<A Au»id.) Auaf. Blldoff. u.T?8 a. d.Anr.-Aht.Jüd.Rdieli Prf*•«!’• 28 Jak**' polnischer Jude, mit gutgehendem GtschKfi u. Vermögen, •acht 1- Friseuse nett« Erscheinung, iwgcki H •! r a ft. Briefe mit Bild an Ile Sdkant•*, Moor (Holland), Adkorsteenweg 21 Unfertig •m sntSdfennfen t >*• Dnr Spezialist % | für Familien-HeiraUauskunfte •iSerort*: 1 I *uverlfl#fijf, preiswert ntf», 1 I Bankier Huyt Ltvy,H«n»0ver,Bödekerstr.B5 I *״״...— RHvat1u«kMf1ftel ■*——I Für sei• charmante uerwandta Ml«, «0, gehr hübiehe, elejf. Erseheinuex, vtrwilw״ außerit tüehtig im Geschäft und Hauibalt, «ueh« nur sehr kultiv,, vemfig. Jfld. Qetten. Zuichriften unt. T 70 a. d. Anz.־Abt. der Jüd. Rundschau, Berlin W 15, Meinakestr. 10, Jg. Akademikertochter Jüdin, berufl. perfekt ausjebildet, hübsch, nicht unvermögend, mfet ■alU• Halrat im Ausland. Off. erb. unt. T 91 an di« Anz.» Abt d. Jüd. Rundichtu, Berlin, Mei&ckMtr.lQ