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Jüdische Rundschau · 1937-08-27 · Heft 68 (27.8.1937) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 68 (27.8.1937)
Date
1937-08-27
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 68, 27. Vlfl. 1937 JÜDISCHE RUNDSCHAU Weltkongreß der Jugend-Alijah hs. Zürich, 25. August Der Eröffnungsabend Nun ist die letzte, aber nicht unwichtigste Gruppe der Teilnehmer am XX. Zionistenkongreß auf die waldige nähe von Zürich gezogen, auf den grün umwaldeten Dolder, wo, in einem Saal des Grandhotel, der zweite Weltkongreß d e r J u g en d-A 1 i j a h für drei Tage stattfindet. Neben dem Konfereijzraum hat, in einem größeren Saal, die zweite Jugend- Alijah-Ausstelhmg eine würdige Stätte gefunden, so wie diese Ausstellung nach Inhalt und Form selbst die Tagung würdig umrahmt. F.s ist von Anfang an um diese Zusammenkunft, die der Sorge um die jüdische Jugend, aber auch fühlbar der Freude an der Jugend und dem Stolz auf sie gilt, eine stille, herzliehe Feierlichkeit, fast die Atmosphäre einer großen, aber in sich geschlossenen Familie, die ihren ״Familientag“ abhält, um in ihre eigene Zukunft Ausblicke zu tun und neue Einblicke in ihren immer größer und dichter werdenden Kreis von Menschen und Aufgaben zu gewinnen. Der menschliche Zauber freilich, der dein Eröffnungs- und Begrüßungsabend (am Montag) seine Weihe gibt, geht vom Alter aus, nämlich vom gesegneten Patriarchentum der mütterlichen Betreuerin der Jugend-Alijah, der unermüdlichen Henrietta Szold, deren achtes Leben sjahrzchnt förmlich wie eine leuchtende Säule inmitten der Tagung steht und gebührend gefeiert wird. Neben ihr bezeichnet die Erscheinung Martin Btibers, des Erziehers, und die T>r. Ruppins als des Betreuers jeder Art von Siedlung das Programm und vor allem die menschliche Höhe der Tagung. Auch Marg. Reading und Dr. Lehman n, der Leiter von Beil Schemen, Waren anwesend. Das Präsidium wird rasch und unter allgemeiner Zustimmung gebildet. Zur ersten Vorsitzenden wird Frau Weißenbeck (Holland) gewählt, ihr treten Eva Stern, Lola Hahn-Warburg und Recha Freier zur Seite. Dann beginnt die Reihe der Begrüßungen und programmatischen Er- Klärungen, aus deren Tenor der einmütige Entschluß hervorgeht, das Werk der Jugend-Alijah, das noch in seinen, wenn auch bereits ansehnlichen Anfängen steht, zu jenem Umfang und zu jener Höhe zu führen, die dem Gesamt-Aufbauwerk in Palästina entspricht. Auch die Telegramme und Begrüßungsschreiben, die fast aus der ganzen Welt zu dem Eröffnungsabend einliefen, schließen sich zur Einstimmigkeit über die Wichtigkeit der Jiigemlliilfe und Jugend-Alijah zusammen und betonen die Entschlossenheit, zu helfen und zu fördern. Man fühlt aus all diesen Aeußerungen heraus, wie der Kampf Um und für die Jugend eine Herzensangelegenheit des Zionismus und überhaupt des Judentums in der ganzen Welt geworden ist. Natürlich ist auch insbesondere das Judentum der Schweiz vertreten, teils durch Redner, teils durch überaus warm gehaltene Handschreiben. Aus Palästina ist neben Miss Szold auch Dr. Landauer, der ״Firianzministcr“ der Jugend-Alijah, ferner Mosche Shertok für die Zionistische Exekutive und Dr. Senator für die Exekutive der Agency erschienen. Sie alle ergreifen das Wort, am bewegendsten und eindrucksvollsten Shertok, der hebräisch spricht, damit die Muttersprache auf dieser mütterlichen Tagung nicht fehle. Shertok bekennt sich mit der ihm eigenen eindringlich sachliehen, die Probleme rasch und scharf Hinreißenden Art zu dem Gedanken der Jugend-Alijah und gibt ein Bild seiner per- •sönlichcn Anschauung von ihr. r,,, Vorher hat Eva Stern das Wort zu einer programmatischen Erklärung ergriffen — als Vertreterin des Alijah- Werks und der Arbeitsgemeinschaft in Deutschland, aus dem ja heute der Jugend-Alijah der fast ausschließliche Aufgaben- Komplex erwächst. Eva Stern konnte mitteilen, daß gerade an diesem Vorabend der Konferenz die Abreise von 112 Jugendlichen aus Berlin stattfinde, was von der Versammlung mit lebhafter Freude zur Kenntnis genommen wurde. Sie erinnerte auch daran, daß es eine jüdische Frau aus Deutsch- ]and — Recha Freier — gewesen ist, die im Jahre 1932 den Gedanken der Jugend-Alijah gefaßt und zunächst allein den Kampf um seine Verwirklichung begonnen hat. Für die ZVfD. sowie für die Rcichsvertretung der Juden in Deutschland sprach Dr. Josephthal (Berlin), dem es gelang, mit wenigen Akzenten die Ideologie der jüdischen Jugendbewegung und Jugend-Alijah in dem großen zionistischen Kaum zu betonen. Was auch Shertok genügend unterstrich, ging erst recht aus josephthals Worten hervor: Die Jugend- Alijah ist bereits aus einer ״Institution“ zu einer geistigen ״Bewegung“ von eigenen Graden innerhalb des Zionismus geworden und geeignet, den zionistischen Ideenkreis menschlich zu vertiefen. Auch die andere Bemerkung Schertoks, daß die fruchtbare Planmäßigkeit der zionistischen Arbeit sich am überzeugendsten in der Idee der Jugend-Alijah manifestiere, fand in Josephthals Ansprache seine Bestätigung — insofern, als die Bedeutung der Alijah überhaupt für die Zukunft des jüdischen Volkes in der Jugend-Alijah ihre wörtliche und fast primitive Bestätigung finde. Nachdem noch Dr. Brecher für den Schweizerischen Keren Hajessod die Versammlung begrüßt hatte, erstattete Dr. R u p p i n das erste Referat. Aber er verwahrte sich dagegen, noch so spät am Abend alles das zu wiederholen, was den Teilnchmern gedruckt in dem Bericht der Jevvish Agency an den Kongreß und an den Council vorliege. Statt dessen gab er einen persönlichen und sehr reizvollen Bericht über seine Erlebnisse und Erfahrungen mit der Ansiedlung und Einordnung von Jugendlichen in Palästina. Auch er begann damit, wie 1932 Recha Freier mit ihrem neuen Gedanken nach Palästina und zu ihm gekommen und wie es ihr noch im gleichen Jahre gelungen sei, eine erste kleine Gruppe von Jugendlichen aus Deutschland hinüberzubringen. Von diesem mutigen, wenn auch noch bescheidenen Anfang verfolgte Ruppin den Weg bis zum heutigen Ziel, wo bereits 1700 Jugendliche in Palästina untergebracht sind, und zeichnete auch Jen Weg in die Zukunft, indem er seiner Ueberzeugung Ausdruck gab, daß noch Raum und Entwicklungsinöglichkeit für Tausende von Kindern vorhanden sei. Der Redner wies auf die generationsmäßige Bedeutung dieser jungen Landwirte hin. Sie füllen nämlich, wie er nachwies, eine Lücke zwischen den erwachsenen Siedlern und deren erst Heranwachsenden Kindern aus. Von hier aus entwarf Ruppin ein sehr anschauliches Bild von der Erziehungsaufgabe, die von den Kwuzotb an den ihrem Gemeinschaftsieben anvertrauten Kindern und Halbwüchsigen erfüllt wird. Es war ein höchst zukunftsfreudiges Bild, das dieser Er- Öffnungsabend darbot, der nicht nur, wie gesagt, seine eigene Feierlichkeit, sondern auch eine starke werbende Kraft entwickelte. Als Frau Wei ßenbeck ihn schloß, konnte sie die Teilnehmer einladen, sich nun die Illustration zu all dem bisher Gesprochenen anzuschaucn, nämlich die in der Ausstellung verkörperte vielseitige und vielstufige Kameradschaftsarbeit der Jugend-Alijah in Deutschland und der aus ihr erwachsenen palästinensischen Gruppen und Schulen, unter denen naturgemäß Ben Schemen, das ״Kinderdorf“, an erster Stelle steht. Referate und Diskussionen Die sachlichen Verhandlungen der Konferenz wurden durch ein Referat von Miss Szold eröffnet. Sie hatte schon, gerade aus Berlin gekommen, wo sie die letzte Jugend- Alijah-Gruppe an deren Ausgangspunkt als Vertreterin und im Namen des Ziels begrüßt hatte, am Begriiltimgsabend herzliche Worte für die jüdische Jugend und ihre Betreuer gefunden, und mm oblag es ihr, den Verhandlungen der Weltkcnfercnz eine gute Grundlage zu geben. Wie schlicht und wie menschlich eindrucksvoll sic das maclttc, braucht kaum geschildert zu werden. Sie sprach über das Schicksal der Jugendlieben in Erez Israel, sie sprach also im Grunde über ihr eigenes Schicksal, das sie in so vorbildlicher Weise mit dem der Jugend verbunden hat. Indem sie über ihr Werk der letzten vier Jahre sprach, gab sie zugleich Bekenntnis Oppenheim Das bekannte Spezialhaus für Kleiderstoffe Berlin-Charlottenburg, Wilmersdorfer Straße 115-116 Wollstoffe — Samt — Seidenstoffe und Erkenntnis, das in Palästina an der Entwicklung der Jugend Wahrheit und Wirklichkeit geworden ist. Was im Programm ״Aufgaben des Jugcnd-Alijah-Burcaus in Jerusalem“ hieß, wurde zu einer bunten,!ebenssprühenden Lebens- Schilderung, die sich bis ins innerste Wesen der zionistischen Idee und Bewegung erstreckte. Der Leitsatz ihrer Worte war: ״Mein Verhältnis zu der Jugend-Alijah bleibt das Verhältnis einer Mutter zu ihren Kindern." Dieser Devise ordnet sich alles andere unter. Aus einem ״Bureau“ wird ein geradezu lebendes, fühlendes Wesen. Und es war ein sehr glückliches Wort, das Henrietta Szold fand, als sie von der ״Magie des Unternelimens“ sprach. Diese Magie schließt jede Bürokratie, jede Schabionisierung aus. Der Weg von der individuellen Behändhing bis zu der Einordnung der ganzen Gruppe in die Chaluzhevvegtuig bleibt allem Schematischen fern. ״Wir sind״, so sagte Miss Szold, ״nicht imitier imstande, jedes einzelne Problem der Kinder zu lösen, aber gerade deshalb bleiben wir in engster Verbindung mit Deutschland, von wo uns jeder Fall und sein besonderes Problem genau beschrieben wird.“ A11 diese Rede s׳-h'os en ■-י׳'׳!! Mitteilungen Dr. Senators über die Frage der Zertifikate für Kinder und Jugendliehe sowie der Finanzbericht Dr. Landauers an. Dr. Senator beurteilte auf Grund jüngster Besprechungen die Blicke hernieder von deiner heiligen Wohnung und segne dein Volk Jisrael und den Boden, den du uns gegeben, wie du unseren Vätern geschworen — ein Land, das von Milch und Honig!liefet. Aus dem Wodienabsdmitt für Schabbai, den 28.August 5. B. tt.,Kap. 26, Vers iS. Uebers. von Harry Torczyner Zertifikatsaussichten für die Jugend-Alijah innerhalb des von der Palästina-Regierung aufgcstellteu allgemeinen Rahmens nicht ungünstig. Als dann zu ״Erzichtingsfragen“ übergegangen wurde, verstand es Adler-Rudel, London, ohne, wie er selbst sagte, im Rahmen dieses Themas zu bleiben, die Konferenz, sehr stark zu fesseln, indem er sich mit neuen Zuktinftsaspekfen befaßte. Aus dem pädagogischen Versuch von 1032 und 1933, sagic er, sei eine Bewegung geworden. Line pliilanthropisch gedachte Unternehmung sei im Zusammenhang mit der jüdischen Jugendbewegung, aber durch die Unterstützung von Kreisen, die dieser fernstatule!1, zu einer von einer Idee getragenen Tat und Bewegung geworden. Diese stehe heute an einem Kreuzweg. Die Situation der Juden in Osteuropa verlange die A u s d e 11 n u 11 g d e r J u g c 11 d - A 1 i j a 11 über Deutschland hinaus. Aber sie sei der Lösung dieses Problems nicht gewachsen. Gibt es nun, so fragte der Redner weiter, eine Idee, kraft deren die Jugend-Alijah wenigstens zur Lösung des Problems der Ostkinder beitragen könne? Und er gab darauf die Antwort: Nicht jedes Kind, nicht jode-- ungiückliehe und nicht jedes gefährdete Kind könne aus dem Osten erlöst werden, sondern mir an s g e w a h I t e Kinder mit besonderen Fähigkeiten und einer vor.uissidit'icl! bc-oiicleien Zukunft. Die Jugend-Alijah sei die schönste Leistung der Juden aus Deutschland in Palästina, weil sic eine Kernt nippe von außergewöhnlich begabten A!Instern und Meu-vhen geschaffen habe, und wenn die Jugend-Alijah jetzt ihren Kreis Seite 9 übe eitere, s־, olle sie das V r i n / 1! יז d u r A 11 w a h 1 11 1!1 d 1 s 1 e s e i bfson ders und noch st . 1 r k u r aX 1! M-l 1er 11110־ nun. der Jug o!d-Ali ia h treffi ' e i 11 e ־mlu X otvend 1g kuif der Fra ge einer tragei ulen I.l L'C 7\l<: imnu ח¬ -- dies sei (ilucksfal! ftu die Zukunf t der II cvvu4׳ur ■4׳ 1 Dr. F r e 11!1 <1, 13 erlin,! ■'.pracli < l;!nn m. ■hr 1׳. ח!■ pennu-ii: voll tr Erzie h u n gs ziel u n d L c h 0 n s : r ר) יי (.1־1־ Jug. eud״ jah. Er b e!1,1 nd eite die in divulüc! X 11n v j < o / i ׳!e 1 ־׳s v e 110l< ug 1 e ' Jugend(' r/ielmng in dei t lach־. uh •1 ruh wie in der AI. nah, rf viele 1 1 )HaiHrag! m auf , außer ie viel 0 /an ei־, fei und Beiken und wirkte mehr durch 1 .!ie Vit;ifaU t]■ er von ihm 'iilsrten P robieme; 1!s du! •cli die Sicht!).־ irmac hu ng von Lüigen. •Seil r wertvol!l und int eres sunt u vtren d ie einzcl Inen le, die D Freund .־: aus s einen i .rt'ahru: 117en he ■richtete, um psycholo gischen c eins ie: igkeiien der j ngenderziehung bei Id ihrer Umschulung zu beleuchten. Die Verhandlungen des ersten Tages wurden schließlich noch durch die Berichterstattung der Vertreterinnen aus Amerika, England und Holland ausgefiillt. Am späteren Abend vereinigte eine sehr herzliche Feier die Teilnehmer der Konferenz und viele andere Gäste. ״Times“ zum Genier Bericht fn einem redaktionellen Aufsatz bemerkt die ״Times“ vom 21. August, daß die Beschlüsse der Mandatskommission nur beratender Natur sind und den Völkerbundsrat keineswegs binden; aber nichtsdestoweniger werde ihr Rat allgemeine Achtung und Beachtung finden, nicht nur wegen seiner Unparteilichkeit, sondern auch deshalb, weil die Konimission ihre Informationen aus erster Quelle geschöpft habe. Die Kommission gehe, so heißt es ferner in dem Aufsatz, an die Wurzel des Uebels, wenn sie darlegc, daß die anfängliche Gegnerschaft zwischen Juden und Arabern durch Faktoren gesteigert worden ist, die außerhalb der Kontrolle beider Parteien lagen. Der ungeheuere Druck hinter der Forderung nach einer größeren jüdischen Einwanderung sei den Entwicklungen in Europa zuzuschreiben, die vor 15 Jahren nicht vorauszusehen waren. Auch konnte die Stärke und Schnelligkeit, mit der das nationale Gefühl der Araber anwuchs, von den englischen Beratern, die ihre Emanzipation leiteten, nicht vorhergesagt werden. Aber die Kommission kritisiere die englische Verwaltungspolitik. Sie spricht von einer ״gewissen Schwankung der Politik“, die dahin ging, die Ansicht zu ermutigen, daß Gewalt die jüdisehe Einwanderung auf halten könnte. An einer späteren Stelle jedoch erkenne die Kommission die Bemühungen der Verwaltung an. durch Methoden des Friedens und der Ueberredung eine Situation zu meistern, die durch Gewalt und Haß entstanden war. Bei der rückschauenden Betrachtung erscheine die Mäßigung als Schwäche und das Kompromiß ais Kapitulation. Es wird jedoch nicht — wie in gewissen Kreisen der zionistischen Bewegung — behauptet, daß das Mandat dennoch in seiner gegenwärtigen Form ausführbar sei, wenn Juden und Araber zu Verhandlungen gebracht werden könnten. Angesichts der Tatsache, daß die englische Regierung das Mandat als nicht ausführbar bezeichnet hat, war es außerhalb der Befugnisse der Mandatskommission, es dennoch für ausführbar zu erklären. Zu den Vo rschlägen der Kommission bemerkt der Aufsatz, daß sie zu unbestimmt für eine eingehende Kritik seien; aber der Plan der K a n to 11 i s i e r u 11 g schaffe keine Lösung des Problems der Ein w a n d e r 11 n g s - kon trolle, während der Plan der zwei getrennten Mandate es ermöglichen würde, den beiden neuen Staaten zu verschiedenen Zeiten Selbstregierung zu gewähren. Angesichts der Ungleichheit der politischen Erfahrung bei Juden und Arabern sei dies ein hervorragend guter Vorschlag. Andererseits könnte er die Verbitterung verlängern und das Mißtrauen vertiefen, das die arabischen und jüdischen Detcgationen in Genf gegenüber den englischen Absichten bekündeten. Dieses M i ß'tra 11 0 n zu überwinden und die V e r - bittcrung zwischen Juden und Arabern zu beseitigen, ist die grundsätzliche Aufgabe der Kommission. Wenn dir1 Beziehungen nicht verbessert werden, wird ein Gcbietswcchse! wertlos sein. Zum Schluß wird ausgeführt, daß, falls der Völkerbundsrat keine Einwendungen erheben sollte, der nächste Schritt die Einsetzung einer G r c n z ko m m iss io n sei, die die Einzelheiten der Teilung auszuarhriteii habe. Diese Einzelbeiten und die Arbeit der Grenzkomtnission müssen von der Britischen Regierung mit Juden und Arabern zum Gegenstand von Verhandlungen gemacht werden. Das ist eine langwierige und schwierige Sache, welche Entschcidüngen auch immer in Genf fallen mögen. Diese ganze Arbeit wird vergeblich sein, wenn das Ziel einer Aussöhnung aus den Augen verloren wird. Es gibt im Augen* blick kaum ein Zeichen für einen versöhnlichen Geist, obwohl der Zionistenkongreß und der Council der Jewish Agency sich für Verhandlungen und Freundschaff mit den Arabern ais eine Alternative zum T e i 111 n g s p I a n a 11 s g es ק r o c!1 e!1 haben. Das Oberste Arabische Komitee hat, schlecht beraten, bei den Eröffmingssitzungen der Mnndatsko״!mission ein starrkröpfiges negatives politisches Programm überreicht, das nicht gut tun könnte. Aber die Hartnäckigkeit der Araber ist zu oft ״durch jüdische Ungeduld über die Verzögerung und dm Auiscluib gefördert worden, die die M.umluisiiiachl im Interesse des Aufbaus des Nationaiiiemis sich aii/uwcmlen gezwungen sali". Die eindrucksvolle /um Schiul! erfolgte M a h - nun j! de r M a 11 il a 1 s k o m 111 i s s! <>!; sollte von beiden Parteien als der wohlerwogene Rat v<> werden, die unparteiisch, unpolitisch und Schaft sind. fr difcrn gehört von Leiden- Palästina im Kabinettsrat Der Londoner ״Daily Telegraph“ meldet, daß Ministerpräsident Chamberlai n, der seinen Ferienaufenthalt in Schottland unterbrochen hat und nach London zurückgekehrt ist, bei seinen Besprechungen auch P a Hl s t i ת a - fragen erörtern werde. Er werde mit Außenminister Eden, mit dessen Stellvertreter Lord Halifax und Kolonienm'nister Ormsby-Gore Beratungen über Palästina abhalten. Arabische VerständigtmgsVorschläge Basis: Bevölkerungssland 2:1 Wie der Jerusalemer Korrespondent der ״Times“ schreibt, gibt es tatsächlich erhebliche Anstrengungen unter den Arabern, zu einein Kompromiß mit den Juden zu gelangen, das die Teilung unnötig machen würde; aber ihre Verbandlungsbedingung sei die Anerkennung des gegenwärtigen Bevölkerungsstands durch die Juden — also 2:1 -- und die Regulierung der Einwanderung auf dieser Basis. Vorschläge in dieser Richtung, die von einer repräsentativen Gruppe einflußreicher Araber unterbreitet wurden, lagen kürzlich der Regierung vor. Aber die Juden würden natürlich diese Bedingungen nicht annehmen (siehe auch die Berichte auf Seite 9). Kindheit im Exil 1.80 DltBNOWi Mein Leben 4.80 WEUTHEIMF.n1 * Dienst anl den Hohen 4.80 SCHWERIN! Tobias (fjraph. Werft) 4.50 ED. Fl,EC 11. n.. Jüdische Welt 4.50 PICARD: Der Gezeichnete 4.50 LANDAUER! 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