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Jüdische Rundschau · 1937-08-24 · Heft 67 (24.8.1937) · page 10

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 67 (24.8.1937)
Date
1937-08-24
Page
– (sequence 10)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU BERLINER RUNDSCHAU — Henrietta Szold In Berlin Das war ein Abend, der sie alle einte — die Ja-Sager tind die Nein-Sager — aus allen Richtungen der Judenheit: im nie verlorenen, nur manchmal verschütteten Bewußtsein des gemeinsamen grollen und schönen Ziels. Eine festlich erregte, von innen 11er durchgüihtc Menge im Brüdervereinshaus; Vertreter der jüdischen Gemeinde und Vertreter der jüdischen Organisationen, vor allem des Kinderheims Aliawah, dem ja Miss S/olds besondere und tätige Teilnahme seit jeher g’lt. Eltern der Olim, der hundert Jugendliehen, die jetzt zur Alijah gelangen — Eltern der K;ndcr, die schon früher gingen und der Kinder, •die bald zu gehen hotfen. Und ... Kinder, Kinder, Kinder. Mitten unter ihnen die ״kleine Frau mit dern grölten Herzen“, die im vollen Bewußtsc n ihrer Vorantwortung in unseren Kindern ihre Kinder seht. Kinder begrüßten den Gast mit hebiäisehen Liedern — frisch verjüngte stell in ihren Stimmen das ״Haschiwenu" aus der Tef 11a (״Führe uns zurück zu Dir!'*) und einte sich mit dem Jugcndlied, das sie immer singen: ״Amt hanu Ar/ah-liwnoth ulhibanoth .. .“ Dann umriß Eva Stern, die getreue Mitarbeiterin der Jugend- Alijah, in eindrucksvollen Worten den Begriff der Arbeit und der Aufgabe, die Eltern und Kimlern über den schweren Alischied liiinv ctg hilft. Ergreifend schlicht und gereift legte dann einer von den Sechzehnjährigen, die ausziehen, Zeugnis ah von den Gefühlen, die ihn und seine Chawjerim beseelen: schwer fällt ihnen der Abschied von den Eltern und von allem, was bis jetzt iiire sechzehnjährige Welt ausmachte; aber glücklich leuchten die Augen: denn sie wissen um die Bedeutung ihres Tuns und erkennen und bejahen ihr Juden- Schicksal, dem sie in unerhörter Anstrengung alle ihre Kräfte weihen. ״Chasak weerna/!" rief er den Chawerim und Chaweroth zu; ״Lehitraotli bearzeiut!" damit wandte er sich zu den zurückbleibenden Eltern. Lichtbilder zeigten dann den Tag der Jugend-Alijah; Rudolf Melitz begleitete sie mit knappen Erklärungen: den Miss Szold bei ihrer Ansprache Foto; Herbert Sonnenfrld arbeitsreichen Morgen bei der Arbeit auf dem Felde oder im Pardeß, den nicht minder arbeitsreichen Nachmittag beim Unterricht im T’nach, in Palästinakunde und in Jüdischer Geschichte — und die fröhliche Freizeit des Abends bei Spiel und Tanz oder stiller Muße. Und dann endlich trat — stürmisch begrüßt — Henrietta Szold ans Rednerpult. Den Gruß des Landes entbot sie uns, des Landes, dem unser aller Liebe gehört. Von der Jugend- Alijah sprach sie, voll bewußt der hohen Verantwortung für das kostbarste Gut, das die Eltern ihr und ihren Helfern anvertrauten. Als sie vor zwei Jahren zum letzten Male hier war, da konnte sie nur von einem Anfang und einer Hoffnung berichten; unterdessen aber ist mitten in allen Gefahren, die unser Land umdrohten, auch diesem Werke Erfüllung geworden. Seit dem Februar 1934 sind fast 1700 Jugendliche ins Land gezogen; die überwiegende Mehrheit von ihnen (etwa drei Viertel) beschäftigt sich mit Landarbeit, viele sind Handwerker geworden, einige bilden sich als Lehrer aus, noch andere sind nach den zwei Jahren der Vorbereitung, die sie alle eint, zu ihren Eltern in die Einzelwirtschaft zurückgekehrt. Gewiß ist das Werk ein schweres; aber es tröstet Eltern und Kinder der Gedanke, daß die Jugend in einem Alter, wo ihr das Einwur/eln in den altncuen Boden noch möglich ist, ins Land der Väter kommt; daß die jungen Kräfte mit allen Poren frinche Nahrung und neues Blut aus der ihnen bald vertrauten hebräischen Kultur saugen — und daß sie am Ende (das tot ihrer aller Hoffnung) auch die Eltern nach sich ziehen werden. Freilich liegt dies Ziel noch weit; freilich sollen ihnen die Eltern nicht die Zeit der Eingewöhnung durch allzuviel Klagen erschweren: wissen sie doch, daß aus den Kindern, die sie ins aite Land schickten, tüchtige Menschen werden, froh der Arbeit, die sie sich erwählten und wertvollste Bürger eines neuen jüdischen Gemeinvvesens. Arbeit und Gemeinschaft: das sind die Grundgesetze ihres Lebens. Arbeit aber im Sinne des ״Kibhusch Awodah“: das Bestreben zu zeigen, daß jüdische Hände jede Arbeit zu leisten gewillt sind — die schwere Arbeit wie die leichtere. Aus ihren eigenen Erlebnissen der letzten Monate heraus erzählte Miss Szold ein und das andere Beispiel von (fiesem unbeugsamen Arbeitswillen der Jugendliehen, die sich etwa die schwerste Arbeit bei der Weinernte in bichron Jaakob statt der leichteren Arbeit in einer anderen Siedlung wählten, beseelt von der Unbedingtheit ihres Arbeitswillens und dem Willen, jede Arbeit an/.ugreife״. was es auch sei. Henrietta Szold weiß im eigenen mütterlichen Herzen, wie schwer der Verzicht der Eitern lastet; aber das Bewußtsein darf sie trösten, daß ihre Kinder von liebevoller und geschulter Hand betreut werden. Auch die Worte Miss Szolds atmeten jene schwer erkämpfte und unverrückbare Zuversicht auf die Zukunft unserer Kinder und unseres Landes. Bertha Badt-Strauß Aus den Vortragssälen Abenteurer In drei Jahrtausenden. Im Kulturbund sprach Dr. Arthur Eioesser über ״Abenteurer in drei Jahrtausenden jüdischer Geschichte“. Es ergab sich dabei, daß die jüdischen Schicksale zwar oft abenteuerlich waren, ja daß auch die Bibel reich an Abenteuerlichem ist, z. B. die josefsgeschichte, daß aber den meisten Helden dieser Abenteuer das Merkmal des Abenteurers fehlt. In der Bibel ist eigentlich nur Simson als Abenteurer zu betrachten, in der Zeit, als er den Kampf um des Kampfes willen sucht und liebt, sobald er aber aus moralischen Gründen handelt, ist er schon kein Abenteurer mehr. Aus dem gleichen Grunde sind auch die Helden der falschen Messias-Bewegungen keine eigentlichen Abenteurer, da sie von der mystischen Grundlage ihres Glaubens überzeugt sind. Interessant waren die Beruhrungspunkte jüdischer Abenteurer• mit den großen Schariatauen des 17. und IS. Jahrhunderts. Eva Frank, die Tochter des Sektengrimders Jakob Frank, kannte Casanova. Als den einzigen echten Abenteurer bezeichnet Dr. Eioesser den Dichter Lorenzo da Ponte. Von seinem Vater her jüdischer Abstammung, aber wie seine can/e Familie später Katholik geworden, flieht er aus Venedig nach Dresden, kommt dann nach Wien. Er bearbeitet Beaumarchais’ ..Figaros Hochzeit“, schreibt auch das Libretto zu ״Don Juan׳‘ und zu ״Cosi tan tutte“, hat aber überall als Theaterunternehmer geschäftliche Mißerfolge und flieht seiner Schulden wegen nach London. Im Alter gelangt er auch nach New York. Fünf Generationen jüdischer Schauspieler. Im Kulturbund begann Julius Bah einen neuen Vortragszyklus: ״Fünf Generationen jüdischer Schauspieler (von Dawison bis Pallenberg)“. Angefa’iigen bei den Größen des 19. Jahrhunderts, den beiden' jüdischen Genies des französischen Theaters, der Rachel und Sarah Bernhard, zeigte Bab die Porträts von Virtuosen wie German und Dessoir und auch den Unterschied von Kunst und Virtuosität. Mit der Schilderung der grollen Kunst des ostjüdischen Schauspielers Dawison war der Vor¬ Veranstaltungen der Bezirke und Gruppen der BZV Oliv« Mittwoch, 25. August, 20.30 Uhr BZV-lfeim, Kantstr. 54 Irene Ttigendreich j Nach dem Kongreß Hansa Mittwoch, 25. August, 20.30 Uhr Konditorei Hansa, Flensburger Str. 19 Dr. Josef ,Weis■ ז Nach dem XX. Kongreß •— Vor dem Kampf an» die Entscheidung Weisen••• Donnerstag, 26. August, 20.30 Uhr Weißettse,\ W'Örthstr. 20 (Dauerheim) Philipp Cahn: Bericht von einer PaUstinaredie ■־ Das jüdische Volk lebt. Anschließend : Lichtbilder Zentrum-Nord (fungar Aktivkrei») Sonnabend, 28. Angast, 20.30 Uhr BZVHmm, Rosenthaler Str. 44 ״Jüdische jujfend* spricht *ur Situation — Referaten t Dr. Hans Capeil« Kurt Klappholz« Dr. S. Loansr Zentrum-Nord Sonnabend, 28. August, 21 Uhr BZV-Hcim, Rosenthaler Str. 44 חרג עברי Prlodrlchehaln Sonnabend, 28. August, 20.30 Uhr BZV Hem, Landsberger Str. 87 Onejf Schabhat Erwin Zimet spricht Aber ״Land and Gesetz:* — Musikalische Umrahmung? Kantor Bernhard ChrzcHtier (Gesang), Erna Fenchel (Klavier). Jugendchor 11111!1m111u111(1i111m1m11i(11m11111111111111t1(H1111mt(11(111(1n11!11m1(111m1(!m1111111111m1111111111 Klavierstimmer PEREZ / Ruf: 7219 20 HiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiimmiiiiiiuiiiiiiiiiMHiiiiiiiiiuiiimiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiuiimiuiiiiitmiiiiiiNi tragssaal restlos vergessen. Die Dämonie, die Theaterleidenschaff, die rastlose Unruhe dieses wandernden Mimen wurde zum hinreißend geschilderten Porträt. Ein ganz anderes Talent war Sonnenthal, nicht Dämonie, sondern ruhiges Hineinwachsen in eine Gestalt kcnn/eichncte seinen Stil, der zugleich der Stil des Burgtheaters wurde. Auch Etnanuel Reicher kam aus dem Osten und wurde dennoch ein Meister der Bühne. Auf Reinhardts phantastisch prächtiger Bühne war Schildkraut lange Zeit die überragende Gestalt. Ebenfalls bei Max Reinhardt begann aucli Alexander Granach seine Bühnenlaufbahn. Bunt, miisikhewegt, wort- und stimmungmalend schilderte Julius Bab Max Pallenberg. In schlechten, nichtssagenden Stücken der Inflationsjahre war er der ״nihilistische“ Zerreder der Worte und Sätze, aber wo er den großen Dichter spürte, bei Raimund oder im Borkma!!• von Ibsen, war er der ernste große Schauspieler, R. M. ״Der Kampf beginnt“. Am Schabbatausgane lud die BZV. in die Musikerfestsäle, wo Dr. David Schloßberg — soeben aus Zürich zurückgekehrt — einen Bericht über den XX. Zionistenkongreß erstattete. Das Hauptmerkmal des diesjährigen Kongresses sei cs gewesen, daß die Parteigebundenheit der Delegierten weit zurücktrat, daß nicht das ״Ja“ oder ,,Nein“ die Parteien schied, vielmehr jeder einzelne ganz persönlich um die Entscheidung zu ringen hatte, lieberzeugend legte Dr. Schloßberg dar, wie das Plenum gar nicht anders konnte als der Exekutive die Vollmacht zu geben, die bei genauer Prüfung zeigt, wie vorsichtig sie ahgefaßt ist und viel weniger Bindendes enthält, als man im allgemeinen glaube. Jetzt erst beginne der eigentliche Kampf: einerseits die Verhandlungen mit der englischen Regierung, andererseits die Erhaltung der jüdischen Positionen in Erez Israel während der Uebergangszeit. S. G. In den Anlagen am Teutoburger Platz in Berlin NO sind von den dort belindlichen hundert Promenadenbänken 92 mit der Aufschrift ״Für Juden verboten“ versehen worden. Die übrigen 8 Bänke wurden für Juden reserviert. Gottesdienst der Berliner Zionistischen Vereinigung und des MIsrachi an den hohen Feiertagen In den Räumen der ZVID Melnekesfr. IO K a r f e n zum Preise von AM 1.50, 2.50, 4.—, 5.—. Vorverkauf in der Anzeigenannahme der Jüdischen Rundschau, MelnekesfraSe 10, von 0—13 und 10—lö Uhr Ferner Veranstalter die BZV Gottesdienste nach allem Ritus in ihren Heimen Kanlstr. 54 Karten zu M 1.— bis 4.— im Vorverkauf in der Anzeigenonnahme der jüdischen Rundschau, Melnekesfr. 10, und im BZV-Heim, Kanfstr. 54 BrUcken&fr. © Karten zu AM. 1.- bis 3.— bei Hepner, inselsfraße Sa} Schitfan, Prtnzensfrofte 74 Rotenlhaler Sfr. ■44 Karten zu AM 1.- bis 3.— bei Adlersteln, Alte Schönhauser StraSe 53; Buchhandlung Salles, Grenadierstr. 30 Ankündigungen Friuen-Arbeltagemeinichaft für Paüsiini. Am 24. August, 1630 Uhr, Wizo-Nachmittag, Wittcnbcrgplatz 3 a, Rabb. Dr. Alfred Jospe: ״Die Feiertage — Sinn und Brauchtum“. Gäste willkommen. — Am 31, August• Irene Tugendreich: ״Der XX. Kongreß und di« 0. Wizo-Konferenz“. Jüdisch» Lehrhaus. Arbeitsgemeinschaften: ״Bau und Leben von Pfia nzen und Tieren“. Leitung: Otto Treitel, am 31. August, 20.30 Uhr, Marburger Str. 5, III. — Photo• Arbeitsgemeinschaft: Am 1• September, 20.30 Uhr, Marburger Str. 5, III: ״Entwickler und Entwickeln“. — Sprachkurse: In alle stattfinrlenden Kurse in Englisch, Spanisch und Portugiesisch (Marburger Straße, Kurfürstendämm, Prinzregentenstraße, Halen sec, Fasanenstraße, Linden Straße) können Teilnehmer noch aufgenommen werden; ein Anfängerkursus in Portugiesisch beginnt am 2. September, 20 I hr. Fasanenstr. 80. — Intensiv-Kursus (Englisch): In (len Kursus (Montag bis Freitag von 9—13 Uhr), Marburger Str. 5. III, können Teilnehmer mit Vorkenntnissen noch aufgenommen werden. Hebräische Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde. Anmeldungen für die neuzueröffnenden Kurse für Anfänger wie auch für alle bestehenden Kurse für Mittlere und Fortgeschittene: Große Hamburger Straße 27, Montags und Mittwochs, Klopstockstraße 58, Dienstags und Donnerstags von 17.30 bis 18.30 Uhr (Tel.: 93 14 90). Als nächste Premiere bringt der Kulturbund Ibsens ״Stützen der Gesellschaft“. Regie: Herbert Ouinbaum. Inden Hauptrollen: Jenny Bernstein, Lilly Kann, Gerda Klein, .Anncli.se Töpfer, Alfred Berliner, Fritz .Melchior, Fritz VVi-tcn. Bühnenbild: Helmut Metzger. ״Der große Bilderbogen" ist der Titel eines Klcinkunstprogramms, das nach den Feiertagen von der Künstlerhilfe in einer Inszenierung von Nicolai Eljaschoff zur Uraufführung gelangt. Manuskript: Leo Hirsch. Uraufführung von ״B'reschith", von Oskar Guttmann, am 26. Sep■ tember, 11 Uhr, in der Neuen Synagoge, unter Leitung von Chemjo Winawcr. Das Orchester der Künstierhilfe wurde auf 40 Musiker verstärkt, Solisten: Paula Salomon (Lindberg) und Oberkantor Hanns John Jacobsohn. An der Orgel: Werner Baer. Das Jüdische Museum wird am 1. September. 10 Uhr, wieder geöffnet. Die Abrabanel-Ausstellung findet noch bis zum 19. September statt. Die Ausstellung der Privaten Lehrgänge von Jakob Knolier, Fiensburger Str. 5, wird verlängert. Besichtigung am 24. August von 17—19 Uhr, am 26. August von 16—19 Uhr, am 29. August von 10—17 Uhr. Der ״Privaten jüdischen Lehranstalt für handwerkliche und gewerbliehe Ausbildung auswanderungswilllger Juden, des ״Ort" in Berlin'* soll im Oktober eine Abteilung für llerrenschneiderei (Lchrdauer: 3 Jahre) angegliedert werden. Es werden aufgenommen 25 jüdische Jugendliche von 14—18 Jahren, die nachweislich auszuwandern beabsichtigen. Aufnahmegesuche bis 30. August an die Gesellschaft ״Ort“ (Abteilung Deutschland), Berlin NM' 87, Siemcnsstr. 15. Gottesdienst zu den Hohen Feiertagen im Brüdervereinshaus (Kurtürstemtr. 115-116). Karten bei E. Schtity (Aschaffenburger Str. 6, Tel. 87 37 01) und in der Jacob-Tcitcl-Mittclstandsküche (Prinzregentrnstr. 6, Tel. 87 73 84). Der Erlös ist für WohLfahrtsrwecke bestimmt, Das Wohlfahrts- und Jugendamt teilt mit: Die Kleiderkammer wird vom 15. September ab bis zur Eröffnung der Winterhilfe für den Fublikutrisverkchr geschlossen. Die noch in den Händen der Hilftbedürftigen befindlichen Bekleidtingsanweisungcn werden hiermit zur Einlösung aufgerufen. Sämtliche bis dahin noch nicht in der Kleiderkammer vorgclegten Bekleidungsanweisungen verlieren mit diesem Zeitpunkt ihre Gültigkeit. Vereine Verein gesetzestreuer jüdischer Lehrer. Am 24. August, 20.15 Uhr, im großen Saale der Konditorei .,Hansa“, Flensburger Str. 19, Vortrag Rabbiner Nobel über: ״Haus und Schule in Erwartung der hohen Feiertage“. Familien-Nachrichten Herr Hugo Blum, W 15, Pariser Straße 21-22, begeht and 26. August den 70. Geburtstag. Frau Mathilde Glaser, Joachimsthaler Str. 23 (bei Cron), begeht am 24. August den 80. Geburtstag. Die Reichsvertretung. In der Gruppe Charlottenburg der BZV. gab Dr. Franz Meyer einet: Einblick in die Aufgaben und die Tätigkeit der Reichsvertretung. Er bczeichnete schon allein das Zustandekommen einer Vertretung aller Parteien als ein wichtiges Ereignis. Als Vorlauter der Reichsvertretung sind die Einrichtungen zu betrachten, die schon 1920 für das damals aktuelle Ostjudenprobtetn geschaffen wurden, so z. B. das Arbeiterfürsorgeamt. Trotz des Einströmens erheblicher Geldmittel kam und kommt es darauf an, vor allem durch Sei b s t h i 1 f e den aktuellen Problemen zu steuern. In der Hauptsache konzentriert sich die Tätigkeit der Reichsvertretung darauf, der Jugend zu helfen. So beträgt der Jahresetat für Berufsumschichtung etwa eine Million Mark. Die weiteren Hauptarbeitsgebiete sind die Wanderung, Darlehnskassen und Schulfragen. S.G. Dienstag, 24. August, 20.30 Uhr Tempelhof, Mussehlstr. 22 Dr. DAVID SCHLOSSBERQ Bericht vom XX. Zionistenkongreß Berliner Zionistische Vereinigung Bezirk Tempelhof/Kreuzberg WIZO-NACHMITTAGE im Heim, Berlin W, Wittenbergplatz 3a11 Gilt« zu allen VananstaKungen wlllkomman Dienstag, 24. August,!6.30 Uhr Rablsliier Br. ALP*■» JOIPI Die Feiertage — Sinn und Brauchtum Dienstag, 3t. August, 16.30 Uhr 1*111■ TU6INDNIICH Der XX. KongreB und die IX. Wizo• Konferenz FRAUEN-ARBEITSGEMEINSCHAFT FOR PALÄSTINA (WIZO) B r 11 n W 19, M•In ak aatra Bt 10 / Ruf StBOSI

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