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Jüdische Rundschau · 1937-08-24 · Heft 67 (24.8.1937) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 67 (24.8.1937)
Date
1937-08-24
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 jüdische Rundschau Nr. 67, 24. VII11937 Arbeitsfragen 1. Forderung nach einer dringenden Tätigkeit zur Erlekhterung der gegenwärtigen Situation In Palästina. Die äugenhi ick lieh auf dem Arbeitsmarkte Palästinas vorhandenen Schwierigkeiten Fordern besondere Anstrengungen für eine sofortige Behebung der Schwierigkeiten, und der Kongreß appelliert an die ganze zionistische Bewegung, die Tätigkeit zur Erhöhung der Einnahmen der nationalen Fonds zu verstärken. Der Kongreß stellt mit besonderer Hoehschiitzung die internen Anstrengungen fest, die von der organisierten Arbeiterschaft zur Erleichterung der Lage der Arbeitslosen durch die glänzende Aktion von ״Pidion Haawodah“ und durch umschichtige Arbeiten zur Verhinderung von Entlassungen gemacht worden sind. Der Kongreß fordert auch von den übrigen Kreisen des jiselmw eine tatsächliche Mobilisicrung zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation. Die Exekutive der Jewish Agency soll Anstrengungen m dieser Richtung machen und diese Tätigkeit fördern. Der Kongreß beschließt, L'P 25 000 neben dem regulären Budget des Arbeitsdepartements für die Erhöhung des Aktienkapitals der Oeselischaft ״B i z u r“ und für die Schaffung eines besonderen Garantiefonds für die Durchführung dringender öffentlicher Arbeiten, für die Bedürfnisse des ״Misch’an“ usw. aufzubringen. 2. Meeresdienst und Häfen. Der Kongreß begrüßt die Anfänge des jüdischen Hafens Tel Aviv und weist mit Genugtuung auf die psychologische und finanzielle Mobilisation des jischmv für die Durchführung dieses lebensnotwendigen Unternehmens bei Beginn der Unruhen hin. Der Kongreß würdigt und anerkennt die Anstrengungen, die von der Exekutive der Jewish Agencv zur Durchführung des Gedankens eines Hafens in Tel Aviv und des Werkes selbst gemacht werden sind, und ermutigt sie und den Jischuw zur Aufbringung neuer Mittel für die »Weiterung und Festigung der. Hahns. Der Kongreß weist mit großer Genugtuung aut die Anstrengungen des jischuw und der Histadruth für die Eroberung der Arbeiten auf dem Meere und im Hafen von Haifa und au{ die Festigung der eroherten Positionen hin, die wahrend der I ,!!ruhen in beträchtlichem Maße zur Festigung der Position ries Jischmv und zur Fortsetzung seiner wirtschädlichen Arbeit beigetragen haben. Der Kongreß weist mit großer Genugtuung auf die Entwicklung der jüdischen S c 11 i f f a 11 r t' > g e sei! s c h a f t e » hin und gibt der Zuversieht Ausdruck, daß die Exekutive der Jewish Agency, der Jiselmw und die ganze zionistische Bewegung der Förderung der jüdischen Schiffahrt und des jüdischen Fischfangs, ihrer Erweiterung und Festigung ihre volle Hilfe werden zuteil werden lassen. Der Kongreß begrüßt die Gründung der ״Jüdischen Al c e r e s 1 i g a", die um die ersten See- Unternehmungen eine Atmosphäre öffentlicher Hingabe und Aktivität geschaffen hat, und appelliert an die Massen, des Volkes in Palästina und der Diaspora, sich um die jüdische Meeresliga zu sammeln, um sie zu stärken und zu festigen. 3. Jüdische Arbeit in den Kolonien. Der Kongreß. weist mit großer Genugtuung auf die Ausdehnung der Jüdischen Arbeit in den Kolonien im letzten Jahre hin. Der Kongreß wiederholt und unterstreicht, daß die Jüdische Arbeit in den jüdischen Kolonien die Grundlage für den Aufbau Palästinas und der entscheidende Faktor für das Schicksal der Ein- Wanderung ist. 13er Kongreß blickt gleichzeitig mit großer Besorgnis auf die Abnahme der Jüdischen Arbeit in vielen Kolonien im letzten Monat und auf das Sinken der Arbeitslöhne in den Kolonien. Der Kongreß bestärkt das Arbeitsdepartement der jewish Agency bei seiner auf eine Stärkung der Jüdischen Arbeit in den Kolonien gerichtete Tätigkeit und beauftragt das Departement, seine Tätigkeit auf diesem Gebiete mit allen der zionistischen Bewegung zur Verfügung stehenden Kräften fortzusetzen. 4. Jüdische Steinbrucharbeit. Der Kongreß stellt mit großer Anerkennung die Anstrengungen fest, die im letzten Jahre gemacht wurden, um in Palästina, besonders in Jerusalem, das Steinbruchgewerbe zu entwickeln. Der Kongreu stellt fest, daß diese Pionieranstrenguiigen der palästinensisehen Arbeiterschaft einen bedeutsamen Faktor für die Fortdatier des indischen Bauwesens in der Zeit der Unruhen gebildet und zur Aufrechterhaltung des Lebensstandards des jüdischen Arbeiters in Jerusalem und an andern Plätzen beigetragen haben. Der Kongreß bestärkt die Exekutive der Jewish Agency darin, der Entwicklung des jüdischen Meinbruchgewerbes die erforderliche Hilfe zuteil werden zu lassen, und ermutigt die in diesem Gewerbe Tätigen. Jugend- und Kulturiragen I. Jugendfragen 1. Der Kongreß verpflichtet die Exekutive, gemeinsam mit den Direktorien des Keren Kajemeth Lejisrael und de» Keren Hajessod bei der Exekutive eine Jugendzentrale zum Zwecke der Zentralisierung der Tätigkeit und Förderung der zionistischen Jugendbewegung zu schaffen. 2־. Die Jugeudzentrale hat die Aufgabe, den Jugendverbanden erzieherisch, organisatorisch und materiell m allen notwendigen Formen zu helfen sowie alle Parteien und zionistischen Verbände in den einzelnen Ländern dazu zu bewegen, daII sie der Jugend die für sie notwendige geistige u.'uV organisatorische Hilfe in vollem Umfange zuteil wer־ den lassen. Zu diesem Zwecke werden in den einzelnen Ländern Landeszentralen geschaffen, die nach dem Muster der Zen• trale bei der Exekutive und in völliger Zusammenarbeit mit ihr wirken sollen. 3. Die Tätigkeit dieser Zentrale soll in der Förderung der selbständigen Tätigkeit der Jugendverbände und in der unmittelbaren Tätigkeit, die allen Jugendverbänden ange• paßt ist. vor sich gehen. 4. Bei der Zentrale soll ein Rat, zusammengesetzt aus den Vertretern aller Weltjudenverbände, und zwar je ein Vertreter auf jede Organisation, geschaffen werden. Die Zentrale soll ihre Tätigkeit in ständiger Zusammenarbeit mit diesem Rate führen, 5. Bei jeder Landesjugendzentrale soll ein Landesrat unter Beteiligung von Vertretern der in dem betreffenden Lande vorhandenen Jugendverbände nach dem Muster des Rates bei der Weltjudenzentrale geschaffen werden. 6. Der Kongreß verpflichtet die Zionistische Exekutive, der Jugendzentrale ein entsprechendes Budget zu bewilligen und "appelliert an die Direktorien der nationalen Fonds, für die Erhaltung der Jugendzentrale gleichfalls Beiträge zu bewilligen, II. Kulturarbeit 7. Der Kongreß hält es für besonders erforderlich, heute nach der Periode der Masseneinvvanderung der letzten Jahre zu proklamieren, daß es die Pflicht der Zionistischen Organisation und ihrer Organe ist, dafür zu sorgen, daß die hebräische Kultur des Jischuw Palästinas unversehrt bleibt, und zwar dadurch, daß die hebräische Sprache und Kultur den neuen Einwanderern aller Linder, Kategorien und Lebensalter vermittelt wird. S. Diese Tätigkeit soll iin Kulturdepartcment beim W’aad Leumi zentralisiert werden. Dieses Departement soll für die Vermittlung der Sprache, Verbreitung der Literatur und Pflege der Kunst sorgen; es soll Abendkurse für Erwachsene in den Städten, Kolonien und Arbeitersiedlungen einrichten, die Kulturtätigkeit innerhalb der schulentwachsenen Jugend erweitern, die Bildungsarbeit unter den orientalisehen Juden fördern und für die kulturelle Konsolidierung des gesamten Jischuws sorgen. Das Departement soll diese Arbeit unter Wahrung der kulturellen Autonomie aller drei Richtungen (der allgemeinen, der religiösen und der Arbeiterströmung) führen, deren kulturelle Tätigkeit in der Zionistischen Organisation ancrkannt ist. Der Kongreß legt der Zionistischen Exekutive die Pflicht auf, Bestand und Entwicklung dieses Departements zu fördern. Der Kongreß hat mit großer Genugtuung von der Leistung des Bialik-Instituts Kenntnis genommen und beschließt, aus seiner Mitte fünf Mitglieder zu wählen, die in die Leitung des Instituts kooptiert werden sollen. Der Kongreß hält es für eine der Aufgaben des Bialik- Instituts, öffentlich für die hebräische Literatur zu arbeiten und ihr innerhalb der Massen des Volkes und der Jugend Palästinas und der Diaspora größere Verbreitung zu geben, und zwar durch Herausgabe der besten klassischen und neuen Literaturwerke in Ausgaben, die alle befriedigen. 10. Gemäß dem Ansprüche jeder Richtung, von der Zionistischen Exekutive für ihre besondere Kulturtätigkeit finanziehe Hilfe zu erhalten, beschließt der Kongreß, das ״Raw Genf oder London? Et ist gleich, wo Ihre Freunde und Verwandten wohnen. Wollen Sie eine wichtige Famillen-Nachrieht bekanntgeben — es genügt eine Anzeige, wenn sie in einer Zeitung steht, die überall gelesen wird. In 64 Ländern beziehen Juden die JÜDISCHE RUNDSCHAU K11 k ״ I n s t i t u t‘־, das der wissenschaftlichen, der Thora dienenden Arbeit der religiösen Richtung gewidmet ist, zu fördern. 11. Der Kongreß weist unter besonderer Würdigung aut die künstlerische und erzieherische bedeutsame Tätigkeit der T h e a t e r, der Habimah und des Haohel in Palästina und der Diaspora hin und beantragt, die Subvention für diese Institute 711 erhöhen. 12. Der Kongreß begrüßt die Schaffung der Weltzentrale für hebräische Musik in Palästina, die dazu bestimmt ist, die schöpferischen Kräfte auf dem Gebiete der hebräischen Musik zu sammeln und zu aktivieren, und appelliert an die Bewegung, die Tätigkeit der Zentrale zu fördern. III. Das Erziehungswesen Palästina» 13. Das Erzieliungsnetz der Knesseth Israel Palästinas ist in den letzten beiden Jahren um 42 0״ gewachsen: Von einer bchülerzahl von 32 788 in den Instituten des Erzichungsnetzes zu Ende 5685 sind wir im Jahre 5687 zu einer Ziffer von 46767 gelangt. Das Gesamtbudget dieses Erziehuugswerkes beträgt £P 335 802, während die Exekutive der Jewish Agency sich an diesem Budget nur mit einem Betrage von £P 20 000 befeiligt, d. h. dem gleichen Betrage, mit dem sie sich an der Erhaltung des Erziehungswerkes in den letzten Jahren vor seinem Uebergange auf die Knesseth Israel beteiligt hat, als die Schülerzahl nur 23 000 betrug. Der Kongreß beschließt daher, die Beteiligung der Exekutive der Jewish Agency am Erziehungsbudget zu erhöhen. IV. Kulturarbeit in der Diaspora 14. Der Kongreß fordert die Durchführung des Be- Schlusses früherer Kongresse, daß bei der Exekutive ein besonderes Departement für Erziehung und Kultur geschaffen werden soll, das die hebräische Erziehung der Jugend und der Erwachsenen in der Diaspora, unter Wahrung der erzieherischen Autonomie aller drei in der zionistischen Bewegung anerkannten Richtungen, fördern, vereinigen und organisieren soll. 15. Der Kongreß erkennt die hebräisch-nationalen Er- Ziehungsinstitute als Grundlage für die zionistisch-chaluz.ische Erziehung an und ersucht die Exekutive, die Erziehungszentrale in der Diaspora durch Subvention für Lehrerausbiidungsinstitute, Kontrolle der hebräischen Erziehung, Herausgäbe von Lehrbüchern und Kinderliteratur usw. zu fördern. 16. Der Kongreß blickt mit großer Besorgnis auf das fapfere Ringen der hebräischen Bewegung in der Diaspora um den Bestand und die Entwicklung ihrer Erziehungs- und Literaturinstitutionen. Der Kongreß appelliert an die Zionistische Exekutive, die Landesverbände, die Parfeien und Institutionen, sich dieser Tätigkeit der Vermittlung der hebräischen Sprache an die junge Generation und der Verbreitung des hebräischen Buches in der Diaspora zu widmen und dieser Tätigkeit die erforderlichen Menschen und Mittel zur Verfügung zu stellen. Zu diesem Zwecke beauftragt der Kongreß die zionistischen Verbände aller Länder, Landeskulturdepartements zu schaffen. Diese Departements sollen aus Vertretern aller zionistischen Richtungen des betreffenden Landes zusammengesetzt sein und von ihnen allen für ihre Tätigkeit die entsprechenden Budgets erhalten- 17. Der Kongreß ersucht die Zionistische Exekutive, für die Verwirklichung des Beschlusses des XIX. Kongresses betreffend obligatorische Kenntnis der hebrä• isehen Sprache bei den Einwanderern Sorge zu tragen. 18. Der Kongreß erkennt die Bestrebungen des ״H e bräischen Weltverbandes“ an und ersucht die Zionistische Exekutive, seine Tätigkeit durch moralische und materielle Hilfe zu fördern. V, Literarischer Nachlaß Sokolows 8. A. 16. Der Kongreß legt der Zionistischen Exekutive die Pflicht auf, alle notwendigen Anstrengungen für die Ordnung des literarischen Nachlasses Nahum Sokolows s. A. und für die Herausgabe einer Auswahl seiner Schriften zu machen. Verfolgung der Zionisten in RuBland Der XX. Zionisten-Kongreß protestiert energisch gegen die unaufhörlichen Verfolgungen der Träger des zionistischen Oedankens in Sowjetrußland, Verfolgungen, die bereits 17 Jahre dauern. In den letzten Jahren sind die Verfolgungen immer schlimmer geworden, viele wurden verhaftet und wegen ihrer unverbrüchlichen Treue zu Zion erneut verbannt, und bis heute schmachten in Gefängnissen und in der Verbannung Hunderte von Gesinnungsgenossen, die mit Sehnsucht auf die Verwirklichung des zionistischen Werkes schauen und danach streben, sich ihm einzugliedern. Der XX. Zionisten-Kongreß ermutigt die in Rußland verfolgten Gesinnungsgenossen in ihrem heroischen Leiden ob ihrer Treue zu Zion und entbietet ihnen den Gruß der ganzen Zionistischen Bewegung. Arbeit der Fonds ln dieser Entscheidungsstunde für das jüdische Volk und seine historische Heimat betont der XX. Zionistenkongfeß die besondere Wichtigkeit der Fortsetzung des Aufbauwerkes in Ercz Israel, in erster Reihe mit Hilfe der beiden nationalen Fonds — Keren Kajemeth Lejisrael und Keren Hajessod. In jeder Situation und unter allen Umständen waren und bleiben die nationalen Fonds unsere wichtigsten Instrumente des Aufbaues. Ihre Bedeutung wird sich steigern in dem Maße, als die Notwendigkeit wachsen wird, durch Leistur!- gen des praktischen Aufbaues eine feste Basis für die poli• fische Lage im Zionismus zu schaffen. Die Schaffung von neuen, großen und starken Tatsachen im Aufbau von Erez. Israel wird die Aufgabe der nationalen Fonds in der nächsten Zukunft sein. Aufgabe des Keren Kajemeth wird es sein, für die rasche und energische Erwerbung von neuen Bodenflächen zu sorgen, um so eine feste Grundlage für den Aufbau der jüdischen Heimat zu schaffen. Aufgabe des Keren Hajessod wird es sein, die bestehenden Siedlungen auszubaucn und neue Siedlung»- punkte zu gründen, neue wirtschaftliche Positionen zu gchaffen und überhaupt die ökonomische Lage des jischuw im Lande zu befestigen. Für die energische und ununterbrocheno Verwirklichung dieser Grundaufgaben werden die Aufbaufonds weit größere Mittel als bisher benötigen. Deshalb ruft der XX. Zionistenkongreß das jüdische Volk in der ganzen Welt auf, sich mit erhöhten Anstrengungen und Opferwilligkeit in den Dienst des Keren Kajemeth Lejisrael und Keren Hajessod zu stellen, um sie in vollem Maße instand zu setzen, die zentralen Aufgaben des Aufbaues zu verwirklichen, die in der heranriiekenden entscheidungsschweren Stunde von ihne» verlangt werden, Keren Kajemeth Lejisrael Der XX. Zionistenkongreß stellt mit Genugtuung fest, daß die Einnahmen des KKL in den letzten zwei Jahren über vier Fünftel des von der KKL-Weltkonfcrenz und dem XIX. Kongreß in Luzern aufgestellten Kontingentes von einer Million Pfund erreicht haben. Im Hinblick auf die großen Aufgaben, vor denen der KKL im gegenwärtigen Zeitpunkt steht, fordert der Kongreß alle Zionisten zur Erfüllung ihrer Pflichten gegenüber dem KKL auf und gibt der Erwartung Ausdruck, daß das erforderliche Kontingent für die nächste Kongreßperiode zur Gänze erreicht wird. Die Erwerbung der Hule-Ländereien und der auf mch* rere Jahre sich erstreckende Plan für die Erlösung großer, zusammenhängender Bodenflächen in Obergaliläa hat die Leitung des KKL bewogen, seine 1t. Kongreßbeschluß für den Monat Mai festgesetzte Sonderaktion unter der Parole ״H1 - g a 11a h“ durchzuführen. Der starke Widerhall, den diese Parole schon jetzt gefunden hat, läßt erwarten, daß die für die Erwerbung dieser wichtigen Bodenflächen erforderlichen, zusätzlichen Mittel aufgebracht werden. Der Kongreß begrüßt diese bedeutsame Aktion und erwartet von der ganzen zionistischen Welt die stärkste Unterstützung derselben. Keren Hajessod Der XX. Zionistenkongreß stellt angesichts des Ernstes der gegenwärtigen Situation für Erez Israel und das jüdische Volk fest, daß es mehr denn je Aufgabe sämtlicher Zio־ nisten ist, in ihrer Opferwilligkeit für den Aufbau von Erez Israel dem ganzen jüdischen Volk voranzugehen und ihre KH-Leistung zu erhöhen, wie es die entscheidende Stunde verlangt. Der XX. Zionistenkongreß begrüßt die in der abgelnfc־ fenen Berichtsperiode erfolgte Erhöhung der Nettoeingänge des KH von 507 000 Pfund auf 707 000 Pfund und stellt fest, dab die durch den KH durchgeführte Aktion des Mifal Bizzaron we Bitachon zu einer teilweisen Deckung der außerordentlichen Erfordernisse geführt hat, die sich aus den Ercignisscn des Jahres 1036 ergeben haben. Der XX. Zionistenkongreß stellt fest, daß das ihm für die kommende Arbeitsperiode vorgeschlagene aus KH-Mitteln zu deckende Budget, dessen Höhe aus Rücksicht auf die Notwendigkeit einer zuverlässigen Budgetbalancierung bestimmt worden ist, ein Minimalbudget darstellt, in dessen Rahmen für entscheidende Erfordernisse ökonomischer Arbeit, einschließlich der landwirtschaftlichen Siedlung und der Industrieförderung, für lebenswichtige soziale, Kulturelle und politische Aufgaben keine ausreichende Vorsorge getroffen Ist. Der ZionLstenkongreß beauftragt infolgedessen die Exekulive und das Direktorium des KH, durch eine außerordentliche Erhöhung der KH-Einnahmen auf mindestens 600000 Pfund im kommenden Budgetiahr für die Befriedigung der lebenswichtigsten Notwenaigkeiten zu sorgen und vor allem die Finanzierung aller Siedlungen zu sichern, die im Verlauf der letzten Monate auf dem and des KKL errichtet worden sind. Der Zionistenkongreß fordert die gesamte zionistische Organisation auf, mit Rücksicht auf diese Siedlungen, deren Zukunft ganz auf erhöhten Einnahmen des KL beruht, Opferleistungen auf sich zu nehmen, die diese Pioniersiedlungen sichern, ebenso die Ansiedlung solcher pionierhaften Kräfte, die mit eigenem Kapital zur Seßhaftmachung streben. Der Zionistenkongreß beauftragt das Direktorium des KH, 'die kommende Kampagne mit Rücksicht auf diese außerordentliche Aufgabe durchzuführen. Gemeinsame Propaganda von KKL und KH Der XX. Zionistenkongrefi nimmt mit Befriedigung davon Kenntnis, daß die Hauptbüros des KKL und KH entscheid dende Schritte für die Durchführung der beiden Fonds gemeinsamen Propaganda-Aufgaben unternommen haben und gibt der Erwartung Ausdruck, daß diese Kooperation au*• gebaut wird. Störungen der Arbeit Der XX. Zionistenkongrefi stellt mit Bedauern die in der abgelaufenen Kongreßperiode erfolgten erheblichen Störungen der Arbeit des KKLund KH durch Sammlungen für palästinensische Institutionen oder Zwecke fest, die nicht im Rahmen der Beschlüsse des XiX. Zionistenkongresses über die Regelung der Sondersammlungcn geführt werden. Der XX. Zionistenkongreß erklärt, daß die nach den Be- Schlüssen des XIX. Kongresses eingerichteten oder einzurichtenden Fondskommissionen für die strikte Durchführung dieser Beschlüsse zu sorgen und unter allen Umständen die Priorität der Sammlungen des KH und des KKL zu wahren haben. Die Resolutionen der Kommissionen für Aiijah und Organisation sowie ein Teil der Anträge der Kommission ffir Arbeitsfragen wurden dem Aktlons-Comitt als Material zur weiteren Behandlung Ubergeben. Die ־ vom Aktkms-Comite eingesetzte Politische Kommission hat ihre erste gemeinschaftliche Sitzung mit der Zionistischen Exekutive aogehälten. Von den Mit* gliedern der Kommission nahmen an der Beratung Lord Melchctt, Harry Sacher, Prof. Namier, Rabbi Berlin, Bert Kaznelson und Dr. Wise in Vertretung von Prof. Frankfurter teil,

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