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Jüdische Rundschau · 1937-08-20 · Heft 66 (20.8.1937) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 66 (20.8.1937)
Date
1937-08-20
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seife 6 jüdische Rundschau Nr. 66, 20. VIII. 1937 Die ״Kenesslo Gedaulo“ Agudah-Tagung in Marienbad erHHnet Marienbad, 17. August. (JTA,) Im Marienbader Kur• saal wurde am 17. Aiigmd der Dritte Weltkongrcßder A g ud a s j i s ro c I (Ke n cs s Io O e d a U I 0) durch den Präsidenten der Organisation, Jacob Ho 8 eit he im, eröffnet An der Eröfjmings-dt/uiig 11,111 men 600 Delegierte und 120 Dole• gierte der Frauetiverbäntle teil. Begrüßungsansprachen hielten Vertreter der tschechoslowakischen Regierung, der polnischen Sind der englischen Gesandtschaft in Prag, der Stadtgemeinde in Marienbad und der Leiter des politischen Departements der Nenziuiiistisciien Organisation, Prüf, Dr. Benjamin Akzin, der die Grüße Jahotinskvs iiberbraehte. Jacob Rosen heim richtete in seiner Eröffnung*• ansprache scharfe Angriffe gegen den Zionismus, der dem jüdischen Volk die Seele gerauht habe. Der Redner gedachte des Cjriindungskongrcsses der Agudah, der vor 25 Jahren stattgeiunden hat. Zum Präsidenten des Kongresses ist der ehemalige rumänische Senator Oherrabbiner Zirelsohn aus CsiSinau (Kischinew) gewählt worden. bin Referat über das Thema ״Idee Und Weckruf des AglJtlismus in unserer Z.e;t“ hielt Dr. Isaac Breuer (Jerusalent). Er erörterte die Probleme, die die religiöse ludenheit heute beschäftigen, dabei insbesondere das Erziehung■«- problem des palästinensischen Jisehuw. Bündnis Agmdah- Jabotinsky? Iti der Politischen K n m m i s s I o n der Tagung soll Prof. A k / i 11 spieelioii. 1lieilit. dall Jabotinskv der Agudah die Z 11 י a m m e t! a r b e i t auf der Grundlage gemeilisainer Abli-Iiming der Teilung Palästinas, vorschlagt Vom Völkerbund sollen A:>udnli 111k! Netidonisüsche Organisation verlangen, dall die Je«i-h •\:«•nev durch Einbeziehung dieser beiden t )rgaiiis.itioiieti erweitert werde. Es wird ferner der von |acob Rosenlu’iin und Jabotinskv in einem .Schreiben ati Dr. \Veizmann niedmgelegt 1■ Vorschlag der Einberufung einer Routul T a h I e -K 1; n f e r 1• n / aller an dein Pakistina-Aufbän interessiuteit t )rgamsr1tim1t.11 erörtert. Brief aus Ungarn Von unserem Berichterstatter B ü d :1 p c s t, iS. August Puter der I fehersehralt ״ Aehast hu er“ befaßt sich im Sonntag-leitmiikcl des ״M a g v;1 r 11 i r I;1 p“ einer der älicsten und anerkanntesten PubH/wten Ungarn-, I g!1 o t u!י (der Sohn Leo Veigc'sbeigs), mit der Etage de- Jmtenstaates. Er sieht in ihr die einzig mögliche I.ösiuig der Judemiot in den europäischen Staate״. Allerdings könnte der heute von Eng- ]and vorgeschlagene Staat noch lange nicht den von Herzt erdachten und erträumten (iriuidhedingimgen: eilt Hehn und ein Zentrum des wandernden Achaseltwcr ZU sein, eftt* sprechen. Die Agitation der P f e i I k r e u z. i e r und der mit Ihnen verwandten Gruppen geht in den Sommermonaten Vorzuglieh auf literarischem Wege vor sich. Einer ihrer Führer, der Major Franz Szälasi, dessen Angelegenheiten seit Monaten die Gerichte beschäftigen, wurde dieser Tage von der königlichen Tafel auf freien Fuß gesetzt, worauf tr sofort wieder zur Feder griff. Das Blatt wurde aber ״Wegen Aufreizung zum Klasseiikampf und Verherrlichung des verbfechens" von der Staatsanwaltschaft konfisziert. Seit Wochen hat die Bewegung auch ihren Dichter. Der au* Siebenbürgen stammende Josef Erdelyi veröffcntlichte jungst ein auch in rechtsstehenden Kreisen mißliebiges Aufsehen erregendes Gedicht, in dem er die angeblich ermordete Esther Solzinnsty, die im Prozeß von Tisza- Es/Iar eme Rolle spielte, zur Heldin machte. Die ״Mär/front“ will daroh Erdelyi* ״( iesninniclte Werke" herausgeben; alsbald aber stellte sich her;! 11.-, daß dieser!lichter zu gleicher Zeit einer jüdischen Zeitung ein (iedicht über ״Moses“ eingesehickt hat, wahrem! der Romniumstcnherrschaft aber mit derselben Begeisterung die rote Fahne verherrlicht hatte. In Budapest verschied, 5() Jahre alt, der Sekretär der orthodoxen < iliewra Kadischa, Dr. Hermann Abrahamsoltit. Er amtierte auch als Rabhiner in t!<■ r Provinzgenieinde Särbogärd. ' Dr. A. F. Ausschreitungen in Ostrow - Mazowiecki Warschau, 17, August. (JTA.) Aus (!struw-Ma/owicclri wird berichtet, dall cs dort am Sonntag zu s e 11 w e r e tlj U - den f e 1 n tl 1 1 t h e n A u s s e 11 r e i i 11 11 g e n gekommen ist. Die Fen.-der der jüdischen I läu-er wurden zertrümmert. Viele Juden wurden miflliamlelt utnl verletzt. Die Ex/edenfen haben auch einen mit Mcblsäckeit heiadciieii Wagen umge.-ftir/t und die Säcke aiifgcscbiiitten. Am Montag blieben die jüdischen Geschäfte gesell!, >--1n. Die J1i;li-1 he Gemeinde führt eine Sclt.ideriserhebuitjj durch. Alis Mialy.-tok sind Polizeiverstafklingen eingetrolfen, um ein Wiederatifflackerti der Unruhen ZU Verhiiten. Pt W i s z k o w haheii N’ationaldemokraten versucht, jiidisch.e Passanten zu überfallen. An der Abwehr dieser Artgriffe beteiligten sich auch Nicht jaden. Berichtigungen.!11 dem JTA.-Berich{ in Nr. 65 der ״I, R.“ tlber die Kongreß-Sitzung, In der die politische Resolution angenommen wurde, ist mitgeteilt worden, daß, als der Ns nie Berl Ka/nclson aufgerufen wurde, keine Ant- Wort erfolgte. In Wirklichkeit hat Berl Kaz.nelson für den Mehrheitsantrag der Politischen Kommission gestimmt. Dies geht aus der Liste der Stimmen hervor, die wir gleichfalls in Nr. 65 veröffentlichten. Auch die Meldung über die Ahstininmng von Dr. Celina So ko low war ungenau wiedergegeben. Diese stimmte nicht für die Minderheitsresolution, sondern enthielt sich der Stimme, in dein Bericht über die Schlußsitzung des Kongresses in unserer vorigen Ausgabe ist ein Druckfehler unterlaufen; ca muß richtig heißen: ״Ussischkin appellierte an den Wähler zürn XXI. Kongreß, der über das Schicksal zu entscheiden haben wird.“ Offene Auslandsstellen (genehmigt durch das Landes- «rbeitsamt Brandenburg). Es Werden gesucht; 1. Jüdische Köchin, die gleichzeitig Hausarbeiten übernimmt, nach Londofl. — 2. Erstklassiger jüdischer Laboratoriutnstechniker für Gold- und Kautschuk,arbeiten für ein Zahnatelier nach Mai-!arid. —- 3. Jüdischer Bäcker, welcher auch einfache Zuckerwaten Herstellen kann, nach Irland. — 4. Jüdische Erzieherin, nicht über 25 Jahre alt, nach Portugal. ״- Ausführliche Be- Werbungen auf Dünn papier mit Lebenslauf und Zeugnis- Abschriften sowie Pnßphato werden weitergeleitet durch die Jüdische Gemeinde Berlin SW 19, Lindenetf. 48/M). Juden beim Inlernalionalen Pfadfindertreffen Seit seinem Bestehen hat das Madfindertum immer mehr und mehr Anhänger in allen Weltteilen gefunden. Zur diesmaligen Jamboree (Welt-Treffen) sind sie aus allen Himmelarlchttmgcn herbcigecilt. 30 000 Pfadfinder versammelten sich ln V 0 g e I s a n g bei Haarlem. Jüdische Pfadfinder waten schon Immer in den elnzelnen Gruppen der verschiedenen Länder zu finden, und auch Wettpfad findertref fena «״׳»< diesmal sind jüdische Teilnehmer bei den Engländern, aber auch bei den Gruppen aus Amerika, Holland, Frankreich, Poftüga! und Australien an/.utreffert. Daß Juden aber als solche eine autonome jüdische Gruppe darstellen, die anerkannt ist, geschieht In der Geschichte des Pfadfitidertttms dieses Jahr *tim ersten Male. Sie stellen auf der Jamboree eilt Kohtingcht von 40 Matin; es sind jüdische Pfadlhtder aus Frankreich. Itti Sub. Camp. 3 fallen gleich von weitem die beiden, hoch über dem Eingang des Camps hängenden Gesetzestafeln ins Auge, auf denen (11 hebräischen Buck staben die 10 Geböte zü lesen sind. Rundherum flattern unzählige bunte Wimpel und Papierblumen. Am inneren Eingang ist auf einer mannshohen Holztafel das Wappen des Camps atifgemalt. Dieser jüdische Camp Und seine Pfadfinder unterscheiden Sich in keiner Weise von den übrigen Und doch: Vom klein- Sten — und es sind Jungen voll 12 Jahren da hei —- bis zum größten und ältesten strahlen sie eine Freude, einen Stolz aus, der eine ganz eigene Atmo- Sphäre um sie herum schafft. Das macht das freudige Sclbsthcwußtacin, daß sie es vollbracht haben, als Juden dabeizuseifi. Uebervoll des Lobes sind sie für ihre holländischen Kameraden. Nicht genug konnten sie das Entgegenkommen der holländischen Juden loben, die ihnen sofort auf ihre Bitte ein Sefer Thora zur Verfügung gestellt halten. So ist es ihnen möglich, regelmäßigen Gottesdienst mit ihren Kameraden aus den anderen Lagern abzuhalten. Voll Stolz zeigt mir der Führer des Camps die ״Küche", d. h. ein paar große Steine, die kreuz und quer aufgeschichtet sind. Dazwischen lodert ein lustiges Lagerfeuer. Mit gekreuzten Beineu Kauert der Koch davor auf der Erde, mit Argusaugen das Essen bewachend, wobei er gemütlich aber kunstgerecht gefüllte Tomaten fabriziert. Rundherum stehen Koiiaervenhiichsen, Pakete mit Butter und Margarine, alles mit dem Stempel ״koscher“, sogar eine große Holzkiste voller Brote ist plombiert. Voller Begeisterung hält mir der jttgendliehe Assistent des Campsftihrers die, Bleiplonihr mit dem Stempel ״koscher“ vor die Nase. Es ist gerade Essenszeit, ln der Mitte des Terrains ist ein großes Viereck itn Quadrat abgeteilt, 11m das sieh rundherum ein schmaler Graben zieht. Im Nu sitzen die Pfadfinder, lassen ihre Beine In den Graben baumeln. Auf ein Zeichen des Aeltesten beginnen alle das hebräische Tischgebet. Die Zeremonien sind nunmehr beendet und schon springt ein flinker Junge herbei, def Itt einem Körbchen appetitlich gestrichene Butterbmte herumreicht und dazu auf einer Platte von «len gefüllten Tomaten an bietet. Die jüdischen Pfadfinder meinen, daß ihre offizielle Anerkennung nach der praktischen Seite mir eine Frage der Zeit ist und hoffen, sie Im Oktober Zu erhalten. Regina Mische!, Amsterdam Französisch-Jüdische Pfadfinder in ihrem Camp uiährend des : B, to«*(tlo, Amurdik # - fflgp Steuerfragen bet Auswanderung Wenn eine Auswanderung in deutschem Interesse erfolgt, tritt nach § 2 Nr. 3 RflStO. «ine Freistellung von der Reichsfluchttteuer ein. Nach ständiger Rechtsprechung des Relchsfinan/liofs ist hierbei nicht darauf abzustellert, ob das Herausgehen aus Deutschland Itn deutschen oder deutschvolkswirtschaftlichen Interesse liegt, vielmehr kt erforderlich, daß der Auswandernde im Auslande die deutschen Belange fördert. Schon in einer Entscheidung Vom 20. Dezember 1933 hat der Reichsfinanzhof ausgesprochen, daß bei Anwendung der bereits aus dem Jahre 1931 stammenden Reichsfluchtsteuervemrdnung die Rassezugehörigkeit des Steuerpflichtigen vollkommen ausschclden müsse. In Uebereinstimmung mit diesen Grundsätzen hat eine neuere Entscheidung des Reichsfinanzhofs vom 17. Juni 1937 den Hinweis eines jüdischen Beschwerdeführers darauf, daß aus dem nationalsozialistischen Staatsgefirhl heraus die Au9- Wanderung eines Juden grundsätzlich als im deutschen Interesse liegend erachtet werden müsse, als ebenso abwegig be» zeichnet wie die Behauptung, daß durch die Auswanderung des Beschwerdeführers Arbeitsmöglichkeiten für ein bis zwei arische Aerz.te geschaffen seien. Eine Freistellung von der Reichst!uclitstenier erfolgte also irt diesem Falle nicTit, — Eine andere Frage, die ebenfalls im Zusammenhänge mit der Auswanderung von Interesse ist, hat der Reichsfinanzhof in einer Entscheidung vom 24. Juni 4937 erörtert; es handelte sieh darum, ob nach erfolgter Auswanderung und Zahlung der Reichsflucht»teuer tm Falle des Ablebens des Ausgewanderten für einen in Deutschland verbliebenen Nachlall die Erb- Schafts*teuer zu entrichten ist. Nach § 8 Nr. 1 ErbStO. wird ein Erbanfall in Deutschland steuerpflichtig, wenn der Erblasser zur Zeit seines Todes ein Deutscher ist, es sei denn, daß er sich seit länger als zwei Jahren dauernd im Attlland attfgehalten hat, ohne seinen Wohnsitz im Inlande zu haben. Sofern dieser Äusrtnhmefall des mehr als zweijährigen Ausländsaufenthalts nicht vorliegt, ist also die Erbschaftssteuer ZU zahlen, Wenn der Erblasser bei «einem Tode die deutsche Staatsangehörigkeit, die lediglich durch Auswanderung nicht verloren geht, gehabt hat. Der Reichsfiitatizhol hat demnach für solche Fälle die Erbschaftsatcuerpflicht bejuht und der Tatsache der lediglich an die Auswanderung ankniipfenden Rcieliafluchtsteuererhebung keine Bedeutung beigemessen. Daß die Reichsflucht- Steuer Vielfach als eine letzte Abgabe des Ausgewanderten Oder als letzter Ausgleich für den Verlust der Steuerkraft bezeichnet wird, steht nach den Gründen dieser Entscheidung lediglich in Beziehung zu den laufenden Vermögens- und Einkommensteuern, deren Quelle dem Inland durch die Auswanderung verlorengeht, nicht aber zur Erbschaftssteuer, der das vermögen des Ausgewanderten nach der erwähnten Bestimmung noch mindestens zwei Jahre nach der Auswanderung Unterliegen soll. In diesem Zusamiltenhange weist die Entscheidung darauf hin, daß ebenso wie im früheren Recht auch nach dem keichsbürgergesetz der Ausgewanderte, Solange er die deutsche Staatsangehörigkeit noch besitzt, noch ״dem Schutzverband des Deutschen Reichs angehört und Ihm dafür besonders verpflichtet ist“. Wiener Notixen Neues Kabinett Im Irak Von unserem Berichterstatter jf. R,, Wie 11, im August Uhlversltätsprofeisor Dr. Julius Zappert wurde vom Bundcsprnsiilenten der Titel eines H ofrate» verliehen, Kommerzialrat Benno Lie, der sich insbesondere als Direktor der Konzertverelitigung Wiener Staatsöpernehor um LONDON II A a a m 6 o n N.W. 3 Mri, L. 8. BBNDHBIM Vornahme deulseh-engtisch« farflillenpenalon D 0 1 d Der irakische Ministerpräsident Hlkmal Su lei man ynd sein Kabinett sind zurückgetreten. Mit der Neubildung des Kabinetts ist der Senator Jammil Matfai beauftragt worden. Der neue Ministerpräsident, der bereits dreimal dieses Amt bekleidete, War ein Mitkämpfer Emir Fäisals itn Weltkriege. Der ehemalige Außenminister Huri Pascha el Said Ist entgegen den ursprünglichen Vermutungen nicht in die Regierung elngetfcten. das Zustandekommen offizieller Gastspiele, zuletzt in Rom und Florenz, Verdienste erwarb, wurde von dem Bundes- Präsidenten mit dem Ritterkreuz des österreichischen Verdienstordens ausgezeichnet. Laut dem ״Index Translaiioiium“, den das dem Völkerbund unterstellte ״Internationale Institut für geistige ZusammcnarheiJ“ herausgibt, sind Stefan Zweig, Edgar Wallace und Jack London die melstübcrsetztert Autoren. Was die Anzahl der Sprachen, in die die Bücher dieser Schriftsteller übersetzt wurden, alibetrlfft, überflügelt Stefan Zweig alle anderen. Ernst Deutsch Ist von Direktor Hellmer für die Rolle des Napoleon in der bevorstehenden Aufführung von ״Madame Sans Gene“ im Theater an der Wien engagiert worden. Auch In einer zweiten Rolle einer musikalischen Komödie soll Ernst Deutsch Int Laufe dieser Saison aufttefen und so erstmalig vor dem Wiener Publikum Chansons zum Vortrag bringen. Ein Juhiläumsktmgreß der Gesellschaften 08E für Oe* sundheittschutz dir Juden findet anläßlich der 25. Wiederkehr des Oriindunptsges der OSE vom 28. August bis 1, September In Paris statt. ״Chug Dali“ In London, tu Golders Oreen wurde vor einiger zeit eine Arbeitsgemeinschaft gesetzestreuer Jugend «gründet. Die meisten Chawerim und Chaweroth sind sräer, Mlsrachlsten oder Agudlsten. Der Chug ist bereits recht aktiv. Jede Woche findet ein Oneg-Schabbat, ein Chug Iwrl und Sclliuriiti statt. Es Ist dies einer der seltenen Fälle, daß junge Menschen mit einer ausgesprochen misrachistlachen b*w. agud!*tischen Weltanschauung zusammen* arbeiten, S. Eller 1t Dubnow« Mefflolrtn In deutsch« lleberscttung. Die Jiidische Buch-Vereinigung, Berlin W 15, Pariser Str. 7, bringt 019 dritte Veröffentlichung des Jahres 1937 die Lebenserinnerungen des Historikers Simon L) u b n o w heraus. Das Werk, das bereits In russischer Sprache einen großen Erfolg gehabt hat, Wird auch itt der deutschen iJebersctnin״ von Dr. Elias MurwlcZ und Dr. Bernhard Hirsch berg-Schrader Interesse erregen. DubtiovV erzählt seine Lebens geschichte von frühester Jugend an timl beschließt seine Erinnerungen in dem Augenblick, in dem er Rußland für immer verlassen muß. Seine Selbstbiographie gewährt elneh Einblick ln das kulturelle Leben der Juden des zaristischen und auch des nach׳* zaristischen Rußlands. TRATTNER-SCHUH BERLIN W15, KiftfeselteCkStr.4S/44 (1 NiftUt«vönDObrirt) Ruf! 916993 Der elegante Schuh, auch für empfindliche Füße Nach Maß u. fertig Auch Reparaturen Solide Preise

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