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Jüdische Rundschau · 1937-08-17 · Heft 65 (17.8.1937) · page 4

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Salt• 4 Nf. 65, 17. VIII1937 H ■fr *0' ti'l JÜDISCHE RUNDSCHAU Die historische Sitzung Wie die Mehrheits-Resolution angenommen wurde Wir berichteten bereits in der vorigen Nummer kurz Über den Verlaut der Kongreßsitning von Mittwoch vormittag, in der die Abstimmung über die Resolution zur Frage des Peel-Berichtes vorgenommen wurde. Die Sitzung nahm einen dramatischen Verlauf. Die Nein-Sager hatten sich im letzten Augenblick bemüht, den Vorsitzenden zu bewegen, die Abstimmung unter der Losung: Für die Resolution der Ja-Sager oder für die Resolution der Nein-Sager durchführen zu lassen. Der Vorsitzende ließ jedoch diese Formtdiertmg nicht zu, weil durch sie der Anschein erweckt Worden wäre, als ob diejenigen Delegierten, die für die Ermächtigting stimm en, auch Anhänger des Teilungsplanes wären. Bei der Abstimmung wurde vielmehr die Resolution der Mehrheit ״Resolution A“, die der Minderheit als ״Resolution B״ bezeichnet. Die Entschließungen gehen somit unter diesem Namen in das Kongreftprotokoll ein. Das Wort ״Teilung“ wird dabei nicht erwähnt. Die Debatte vor der Abstimmung wurde durch den Be• rieht des Vorsitzenden der Politischen Kommission, lag. S. Kaplansky eingeleitct. Wir nehmen hier, sagte Kaplansky, eine schicksalnatte Abstimmung vor. Die Einteilung in Ja-Sager und Nein-Sager ist unzutreffend. Es gibt nicht einen Unterschied zwischen Anhängern und Gegnern der Teilung. Die Ja- Säger sind Gegner der Teilung Palästinas und die Nein-Sager sind doch nicht Gegner eines Judenstaates. Wir alle sind für die Einheit Palästinas. Im Laufe der Geschichte ist Palästina mehrmals geteilt worden, aber im Bevulitsein des jüdischen Volkes lebt es als eine jüdische Einheit. Ein geteiltes Erez Israel ist nicht denkbar. Für die Mehrheitsresolutioii ni stimmen, die der Exekutive die geforderten Vollmachten gibt, bedeutet darum nicht, grundsätzlieh für die Teilung Palästinas zu stimmen. Der Antrag der Minderheit wurde von Dr. Stephen Wiae begründet. Nach Verlesung der Minderhcitsentschlicßung wies der Redner auf die AeuBerungen Wei/manns in der letzten Alnmdsitzttng hin und beschuldigte Weiztnann, Angriffe auf die Mamlatarmaeht absichtlich abzuschwächen. Die Resolution der Mehrheit sei voll von herkömmlichen Phra- Sen, in denen bloll Liebe zu Palästina zum Ausdruck komme. Wir begnügen uns nicht init Liehe zu Palästina, rief Dr. Wise aus, wir sind entschlossen, es vor denjenigen zu retten, die es moralisch ersticken und vernichten wollen. Wir sind gegen die Teilung, aber nicht gegen den Judenstaat. Viele, die vom Judenstaat heute reden, fürchten sich in Wirklichkeit vor ihm. Wir waren für den Judenstaat, als einige der heutigen Führer sich noch gefürchtet haben, für ihn einzutreten. Wir sind für ein ungeteiltes, ungebrochenes, linzersplittert es Erez Israel. Einem weiteren Punkt der Resolution sich zuwendend, sagte Dr. Wise: Sie wollen der Exekutive Vollmachten geben, Sie brauchen das nicht zu tun, denn sie nimmt sie sich, ob Sie sie ihr geben oder nicht. Sie hat sie sich in den letzten sechs Monaten genommen und wird es wieder tun. Wenn sie sich Vollmachten genommen hat, bevor sie ein Recht hatte, dies zu tun, was wird sie dann tun, wenn Sie ihr heute die Macht geben, einen schrecklichen Irrtum zu begehen? Er habe Ben Cnirion gefragt: Angenommen, England hätte diese Teilung vor den Araber-Angriffen von 1936 angeboten, hätten Sie sie angenommen? Dr. Wise wandte sich an Ben Ottrion und wiederholte diese Frage. Ben G tt r i o n sprang von seinem Sitze auf und antwortete: Jawohl, mit größer Begeisterung. Daraufhin wandte sich Dr. Wise wieder an das Plenum und erklärte: Hatte er dies 1655 angenommen, er hätte fast allein gestanden, sogar in der Hlstadruth. Meine These ist einfach, fuhr Dr. Wise fort, Ich glaube, ׳Sie ist unangreifbar. Die Ausschreitungen der Araber im Jahre 1936 sollen nicht das jüdische Schicksal bestimmen, auch wenn die Mandatarregierurig sie zugelassen und manchmal ermutigt hat. Seit der Halfour-1 )eklaration ist die jüdisclie Bevölkerung Palästinas von 30 0!X) auf 425 WO gestiegen. ln den letz hui 15 Jahren wurden vor! Juden Schätzung*- weise 75- 100 Millionen Pfund in dem Lande investiert. Was bedeutet der Judenstaat? Was bedeutet die Tci- Jung — Gutes oder Schlechtes? Sie bedeutet die Uebcrnahme einer großen Verantwortung. Mit Verantwortung muß aber Macht gepaart sein. Macht ohne Verantwortung ist schlimmer als Verantwortung ohne Macht. Für die Arbeiterpartei Palästinas erklärte dann David Remez, dal! die Fraktion geschlossen f ti r den Entschließung»- antrag der Mehrheit stimmen werde. Audi Louis Llpsky ,trat namens der Mellt heit der Allgemeinen Zionisten, Gruppe A, und der amerikanischen Delegation für den Ermäcnticungsantrag ein. Die Zeiten hatten sieh seit der Veröffent- 'hchttng des Berichtes der Kgl. Kommission geändert. Die Juden müssen jetzt ־zwischen der Durchführung des Mandats, das nicht inehr so durchgeführt werden würde, wie .׳sie es wünschen, und einem kleinen eigenen Staat wählen. Der Vorsitzende des Misrachi-Weltverbandes, Rabbi Meir Berlin, griff die Mehrheits-Resolution scharf an und forderte den Kongreß auf, die Verhandlungsvollmachten zu verweigern. Ich fordere euch auf und flehe euch an, rief Rahbi Meir Berlin aus, der Exekutive keine Ermächtigung zu geben. Zerschneidet nicht Palästina, zerschneidet nicht die zionistische Bewegung, zerschneidet nicht das jüdische Volk! ' Für die Teilungsgegner in der Arbeiterschaft sprach der Amerikaner Chaim Greenberg. Er forderte auf, für die A-Re- Solution zu stimmen, denn sie stelle keine Entscheidung über die Teilungsfrage dar. Er erklärte weiter, er sei nicht sicher, daß Ben Ourion Dr. Wise aut seine heutige Frage, ob er die Teilung annehmp, auch vor 1036 eine bejahende Antwort gegeben hätte. Bei allem Respekt vor den Mitgliedern der Kgl. Kommission glaube er, daß es ebenso gute Männer in den zionistischen Reihen gibt. Wäre die Teihing eine so ausgezeichnete Lösung, wie die Kgl. Kommission es behauptet, warum sind dann Weizmann und Ben Ottrion nicht vor der Kgl. Kommission zu dem gleichen Schluß gekommen? Nachdem noch Ben Dov den ablehnenden Standpunkt des Haschomer Hazair begründet hatte, sprach als letzter Redner Ing. Robert Stricker für die Judenstaatspartei. Es war noch nie der Fall, so führte er aus, daß Vollmachten für die Exekutive etwas anderes waren als Vollmachten für Weizmann. Keine Exekutive hat jemals etwas anderes getan, als das, was Weizmann wollte. 1930, auf der Sitzung des Aktions-Comitcs in Berlin, haben wir eine Resolution für den Judenstaat verlangt. Damals hat Weizmann erklärt, er wolle keinen Judenstaat. Er sei dagegen und keiner wußte, was Weizmann morgen sagen werde. Auf dem Kongreß im Jahre 1931 war Weizmann gegen eine jüdische Mehrheit, jetzt ist er dafür. Und was er morgen wollen wird, weiß niemand. Weizmann ist auch gegen Tel Aviv aufgetreten. Er wollte keine ״Nalewki-Juden" in Palästina. Alles hat er auf Bauern und Arbeiter aufgebaut. Heute braucht er schon keine Bauern und Arbeiter mehr. Und niemand weiß, was Weizmann morgen sagen wird. Bevor die namentliche Abstimmung durchgeführt wurde, erklärte der Misrachist Wahrhaftig, die Mehrheitsresolution bedeute eine Verfassungsänderung der Zionistischen Organisation, deren Bestrebungen sich aut ganz Palästina und nicht aut einen Teil beziehen. Zu der Annahme der Resolution sei daher nach der Verfassung Dreiviertelmehrheit erforderlieh. Dieser formelle Einwand wurde von dem Kongreßanwalt Dr. Barth mit dem Hinweis darauf widerlegt, daß die Resolution selbst sich gegen die Teilung Palästinas ausspricht. Die Abstimmung Es wurden sodann die Eingänge zum Kongreßsaal geschlossen. Niemand konnte den Saal betreten oder verlassen. Der Namensaufruf erfolgte nach dem hebräischen AIphabet. Die Delegierten hatten auf den Aufruf mit A oder B, der Bezeichnung der beiden Resolutionen zu antworten. Der eintönige Verlauf der Abstimmung wurde durch mehrere Zwischenfälle unterbrochen. Der erste Delegierte, der erklärte, sich der Stimme enthalten zu wollen, war Professor Norman Bentwich. Als der Natne Ber! Kaznelson aufgerufen wurde, erfolgte keine Antwort. Ein Zwischenfall ereignete sich ferner, als die Tochter Nahum Sokolows, Dr. Celina Sokolow, aufgerufen wurde. Sie hielt ihre grüne Delcgiertcn-Karte m die Höhe und erklärte: ״Ich stimme für Resolution B, denn ich kann nicht für Teilung stimmen.“ Der Vorsitzende unterbrach sie mit der Bemerkung, daß die Delegierten nicht aufgefordert würden, die Gründe ihrer Entscheidung bekanntztigchen. Es dauerte über eine Stunde, bis die Liste der 487 Delegierten verlesen war. Ein Sturm wurde im Kongreßsaal entfesselt, als Ben Gurion während der Stimmenziihliing die Tribüne betrat, um eine persönliche Erklärung zu der von Dr. Wise in seiner Rede an Ben Gurion gerichteten Frage abzugehen. Ben Gurion erklärte, er weise die Unterstellung von Dr. Wise, daß er, Ben Gurion, seine Ansichten seit den Unruhen von 1936 geändert habe, zurück. Diese Unruhen seien für ihn nicht überraschend gekommen. Denn die Palästina-Verwaltung habe sich gegenüber den jüdischen Bestrebungen nicht besonders freundlich gezeigt, Der Redner fuhr fort, er sei für die Errichtung eines Juden- Staates als Anfang für die Erlösung der Juden, wurde aber durch heftige Zwischenrufe von den Bänken der Teilungsgegner unterbrechen. Vergeblich versuchte der Vorsitzende, die Ruhe wiederherzustellen. Die Teilungsgegner machten dem Vorsitzenden den Vorwurf der Parteilichkeit. Aus dem Lärm heraus war eine Stimme zu hören: ״Gehen Sie nach Genf, Onnsby-Oore wartet auf Sie.“ Der Lärm dauerte einige Zeit an. Er verstärkte sich, als Ussischkin von der Tribüne herabrief, es sei eine Provokation, Ben Gurion reden zu lassen. Obwohl der Vorsitzende klarzumachen versuchte, daß Ben Gurion als Vorsitzender der Exekutive das Recht habe, eine Erklärung abzugeben, dauerte die Unruhe auch während der Bekanntgabe des Abstimmungsresultates fort. Die Liste der Stimmen Für den Makrheitiantrig der Politischen KnmmUsiort stimmten 1 Abraham Arest, Israel Aroiwobn. Nathan Asch, I. Bimkower, Joseph Haiatz, .4, Barmak. I. Barpal, D. Bar-Rav.Jiiy. Dr. Isidor Darurlt, l.ilia Basiert־!«, II. Bassin, Joseph Bassin, Jorholied Bath- Rachel, Dr. 1, Beider. F. lk*m-D<m, David Üen-Gurion, Israel Ben-Sehem, Benjamin Ben-Zwi, Mrs. T. Bereut!, Salomo M. Ber- Band. David Hermann, Adolph Bernhard, Dr. S. Bernstein. Dr. Eduard Bloch, Flieset L. Bloch, Meier Braun, Frau l’ini Brada, Rahbi B. -Briekner. R. Bromberg, Benjamin Bur*ztrvn, Barsch* Lhabtts, X&chaina Chajuth, CU. Qambi, I. Chorin, Abba Günseln, A. Ch. Cohen, Mrs. H. BrasiLCohe״. David Cohen, M. I. Cohen. Mrs, Sara Cohen, Benno Colin. M. Cvlan, Debora Dajan, ärhmuel Daian, llillel Danzig, Srhmuel Demajo, Ignaz. Deutsch, Dliahn Dobkin, Nachum Dobrin, l)r. J. Donskv, Nathan Eck. R. Eiter, Boris Ei-ensiddt, Ben-Zion KLenstadt. Dr. Albert K. Epstein, Mrs. Sarah Fetter, S. Fe in«! »in. Jizchak Feniger, Ada Fischnumn, Jacob Fishman, David Florentin, Abraham Flore mal, Max Fried. Dr. Hans Friedcnlhal, Airs. Forgotson. Dr. M. Fuchs, Chajim Gabati, Hans Gärtner, Elieser Calili, -Mrs. M. Garlxer, Leih (iariunkel, Sch. (law'isch, I. Geller, Nathan Gesang, F. (! ingold, Leib Glanz. E. Glaubmann, Abraham Goldtrerg, S. Goldlwrjr. Dr. Angela Goldstern, Mrs. Bert Goldstern, Rabbiner Israel Goldstern, E. Golont, I. Oortinkel, Sehloino 7,. Gorlinkel, F, Goroehovsky, David Gottesfurcht, Paul Goodman, M. A. Grav. F.Iieser Grawitz.ky, Efraim Grinberg, Chajim Grinberg, Joseph Gritibergcr, Dr. Gruschkin, Dr. M. Griimvaid. Rah- Inner L. Gutei, A. Haft, Jacob Hu levy, Chajim Hatpenn, Jeehiel llalperin, Jizchak llamlin, N. 11arpas, Abraham Herzfeld, Dr. Jakob Heitmann, Dr. Mardorhai Heitmann, Chajim Ilenig, Magister S. Hering, Zw! Herschkiwits, M. Hindea, Kv!> Horhsinger, Dr, Chajim Iloffmann. Dov. Ilos, Elieser Hurwitz. Dr. Erleb Hurwilz, Frau Baba Idelson, R. Imber, Dr. Abraham Irrsler, Barnett Jänner, M. Jarblum, Sch. Jawnieli, G. Josephsthal, Seh. Karstadt, Dr. B. Katwan, Dr. Ren.Zion Kate, Bert Kaznelson. Kndicl Kaznelson, Dr. A. Katenelson, Nahum Kantorowitz, Sarah Kaplan. S. Kaplansky, P. Kapara, Jehixla Kalkstein, Prof. G. Klausner, Konrad Kaiser, Dr. Abraham Kissin, I. Kluis, \f. Kohl. Dr. M. Kolik, M. Kolodnv, I. Korn, 4. Kopelort'itz, I. Kosso, Dr. Ar je Kuhowkiky, Dr. Chajim Kugel, Chnsja Kuppcnrtint, Israel Kurfürst, Sch. Kusrhnir, Z. Kroy, Leo Kreindler, M. Kiaemer, In*. Naftali Landau, Dr. Georg Landauer, Sch. Lavi, Mirjam de Leuy.Gerson, Dr. Sch. I,event>erg, Fincha* I. uhianikcr. I.juba I.evin, Augujto Levy, Jacob Lewin, David Lifschitz, Mosche Limon, Louis I.ipsky, Menaehem I.ipscMtz, Ber! Locker, Kadi «eh Losinskv, Ilarrv Lourie. Jizchak Lutban, A. Lulu, Walter Lux, Dr, P. März, Dr. A. Mnrguües, Jacob Margulles, Frau Sola Marguliea, Dr. Krnst Marion, Otto May, M. Medzini, Jechic! Menacker, Leopold Metzger, I. Mercminsky, Harkochba Mayerowitz, Golde Mcyerson, Adolph Michaelis, Jizchak Mitrani, Dr. Siegfried Moses, Dr. B. Mossin-on, Melarh Ncistadt, M. N'emirowsky, Dcborah Nussowittky, Joseph Neuberger, Meier Pccker, Veehemia Perl, M. Perlmann, M. L. l’crlzweig, Jizchak Petziner, Dr. L. Pinner, Dr, Leopold Phschkes, D. l'odrusclmik. Hans Pomeranz, Aenne Fomeranz, Dr. de la Sola Pool, Isaak Rahinovitr. Salntan Rabinawitz, Joseph Rabinowitz, Jeeheskel Rabinowitz, Dr. J. Raiolosvitz, P. Rasch isch, David Razinskv, Hcdtvij Rcinhold, Anselm Reiß, David Reiner, 1. Resnitsehenko, A. Richtiger, Dr. Abram Riwkiml, Ch. Roehcl, S. Romanowxky, Gronja Rasch, Dr. M. Rosenbliith, Samuel Roscnhek, 7.. Rosenstein, Dr, Z. Rosmarin, Dr. X. Rotfeld, Salman Rubaschow, Schalom Sack, Joteph Safran, Chajitn Saleachlntky, Meier Sarchi, A. Salbe, Advokat Schoham, Salman Schocken, Dr, K. Schwarz, Mrs. S. Schwarz, Dr. M. Schweiger, Rahbi Je,.,c Sihwarz, Clujim Schürer, M. Seliawer, Israel Schönbauin, S, Schindler, I. Schiff, J. Schütz, David Schloßberg, Josef Schapira, D. Schafrir, Elieser Schupakicwitz, Bernhard Schelwin, Louis Segal, Wolf Senior, Schmuei Siegel, M. Singer, Dr. A4. Smoira, Benjamin Slor, Dr. S. Sole•!» A. SmoA'hkortitz, Mts. Mirj.nm Spinn, 4)r, Jeschajahu Spiro, Robert Silvetmann, 4. Staller, Hanna Steiner, Mrs. Ro־a Stoloff, Eliahu l). Stoue, Law. Stern, J, Strauß, Joseph Sprinzuk, Dr. Abraham Stupp, Hardy Swarsensky, Dr. S. J, Stern-Kochahi, Jizchak Tabenkin, A. Tarschisch, Dr. Benjamin Teich. Krume Tiger, Numa 'lörczvner, Dr. Michael Traut), A. Trebmann, Esra Tuba!, Frau Irene Ttigeiulreicli. Jacob Uri, Dr. Hugo Valentin, Dr. 4. Wachmann, Morris Weinberg, Eliahu Weiner, Bnnzia Weinstein, B. Weinstork, Joseph Weiß, S. Weill-I’etzenik, Dr. Theodor Weißeiberger, Jacolr Weiß- Wann, Schlmno Wellncr, N. Werlinskv, David Wertheim, Benjamin Wett, 1. Wilkansky, I. Winnik, Rabbiner Samuel Wohl, A. Ztsling, Sch. Zcmacli, Schmuei Zucliowiecky, I.. Zucker, Baruch Zuckermznn. Für die Minderheitirssalution der PolitUchen Kommlizlen stimmten: Raw M. D. Abramowitz, N. Aminoa, Ben Zion Atnizi, Mari« Apte, M. Bader, Dr. J. Becker, Mrs. I. X. Benjamin. Sch. Ben Schabbath, Mordechai Ben Tow. I. 4-. Berkmann, Rabbi Meir Berlin, Fritz Bernstein, Jeschajahu Bernstein. Bezalel Bieczynski, Aron Bin- Nun, Dr. Jakob Blech, Samuel Blum, Dr. Chajim Bogratschow, Isscr Braude, Rabbi Samuel Brod, Rabbi Israel Brodle, Gedalja Bublik, Dr. Josef Burg, I, Chainn, ■Dr. A. Chumet, Iimanucl Cohn, Cliajim Dann Ilersch, Dr. Josef Davidsohn, Taube Diamant, Ephraim Eckerling. M. Edelbaum, Mrs, B. Einen- »lein, Isidor Epstein, Mrs. M. 1"'. Epstein, 4L Farbätein, Dr. Jakob I'rond, Mrs. l'ranklin, Nachinann Frei, Rabbi A. M. Friedmann, Naftali Feingold, Dr. Ludwig l'odor, Mrs. Z. Gafriel, Rüben Gafny, Selig Geier, Gellia, Leon Gclrnann, A. M. Genacliowskv, Jacob Gesundheit, Mrs. Jessy Ginsberg, Albert Ginsberger, Z. Gluska, Rabbi Wolf Gold, Mrs. Louis Goldberg, Mosche Goldstein, Mre. leisy Gottesfekl, Levy Grinblatt, 4’inchas Groner, Rabbi A. H. Großwuchs, Elijahu Grünschlag, Elieser Hacohen, Rabbi M. M. Hager, Max IIagier, H. Hartwig, Dr. A. llerzberg, Dr. A. He*chelsohn, David Intriligator, Benjamin Ilzigsohn, Josef Janower, Dr, Jo«ef Joffe, Dr. S. Kahane, Meir Kantorowicz, Mosche Kellmer, Atirabam Kestenbaum. Rabbi Max Kirschbhim, Hans Klee, Rabbi 1. M. Kowalski, Philip!) Kozower, Joseph Kremcr, Mosche Z, Krona, Dr. I-, M. Kurz, Jacob 4-esto, Ch. I.ewenstein, Mrs. H. l.ewin, A. L. f.ichtinger, Guie Lurje, Z.«d Ltttje, I. M. Machower, Dr. Josepl! Mann, Rabbiner Dr. I. Mark, Sch. Markowitzi Klaja, . Menkes. Dr. J. Miklosrh, Jacob Miller, Rabbi Misler, Z. Mosa Morris, Max Nadler, M. Xerljah, Rabbi Mordechai Nurock, B. Olornotzky, Dr. M. Ostrowsky, Mrs. G. Pariser, Sabine Paßweg. kv, S. Petrikansky. Mrs. de Sola Pool, .Elieser Elieser Reich, Fritz Richter, 4. Riftin, Albert Romano. Dr. II. Rosenbluni, Mra. S. Rosen- Salomo Masur, Mrs M. Irving Miller, J. Kmantiel Newman, 1. Ornstein, Rabb! Rabbi D. I’ctegor» i’rai Jacob Radzinskv. Romano. Dr. Samuel bl 11 rn, Philipp Uoscnslcin. 8. Roscnthal, Mts. M. Rotmann, Alexander Rubin, Rabbi S. Sadow.-kv, L. Sa![)(׳ter, Rabbi S. Sambrowsky, Mrs. Abraham Schapira, Mordechai Sehenhabi, Jedidjah Schlifka, Schalom Schwarz, 4. Schwarzbart, Mrs. Mary Segall, Jeehicl Seit mann, Dr. Abba llillel Silver, Daniel Sirkis. David Skrotkowsky, Menaehem Sokal, Z. Stempel, Rabbi Levy Sternberg, Dr. Israel Sun», I. L. Szcxcransky, Mosche Szckelv, Robert Szold, Abraham Tabib, Rabbi P. Thorz, Jonathan Tursz, ÄJenachem Ussischkin, Samuel Ussischkin, S, Wahrhaftig, Mrs. R. Wechslet, Baruch Weinstein, R. Weintraub, Dr. A. Weiß, Dow Weiß, Arnold Wiener, Menaehem Wirt, Dr. Stephen Wise, Mrs. Stephen Wise, Mrs. R. Wulf, Mosche Zippor, Der Abiltmmung enthielten •Ich: l’rof. Norman Bcntwicii, Israel Idelsohn. Zw! Jehudi, DY. Markus Krämer, Josef I-udski, Zwi Michaeli, Dr, Celina Sokolow. Bei der Abstimmung waren nicht anwesend: Isi lvisner, Dcborah Ebner, Dr, Samuel Oruenberg, Jchutla Hader, Eugen ־Michaeli*, F. Nettier, Mosche Reich, Dr, Pinchas Rosenblueth, Rabbi I. Ruhimtein, Morton Rubinston, Mosche Sch»- piro, 1-con Simon, Mr». I. Sinkow, Dr. Paul Sulzberger, pjtl W. Williams, Dr. Oskar Wolfsberg, Tiliy Zuntz. Erklärungen dur Pari•(« Nach Verkündung des Ergebnisses wollte der Vorsitzende der Judenstaatspartei, Meir Großman, im Namen des Blocks der Teilungsgegner eine Erklärung abgeben. Es entstand abermals Unruhe. Es wurden Zwischenrufe laut, daß Oroßman zur Abgabe einer solchen Erklärung nicht bevoll-!•nächtigt sei, Qroßman verlangte nunmehr zur Geschäftsordnung, daß eine Pause von 15 Minuten eingeschaltet werde, damit die Fraktionen, die für die B-Resolution gestimmt haben, zu der geschaffenen Lage Stellung nehmen können. Die Mehrheit sprach sich gegen die Einschaltung c'ner Pause aus. Nunmehr gab Rabbiner Dr. Jacob Hoffmann für den Misrachi folgende Erklärung ab: Der Misrachl bedauert die Annahme der Mehrheits-Resolution. Diese Resolution bringt die Gefahr der Teilung Palästinas und der Entstehung eines arabischen Staates in dem jüdischen Erez Israel. Man muß um die Einheit der Zionistischen Organisation besorgt sein. Der Misrachi kann mit dem Standpunkt der Mehrheit, der der jüdischen Religion widerspricht, nicht einverstanden »ein. Der Misrachi wird den Kampf gegen diese Stellungnähme im Rahmen der Zionistischen Organi* sation führen und wird nicht ruhen, bis ganz Palästina das jüdische Land werden wird. Die Deklaration des Haschomer Hazair wurde von Dr. Prahl verlesen, ln ihr heißt es, daß der Haschomer Hazair nach Annahme der Resolution den erbitterten Kampf gegen die Abschattung des Mandats und gegen die Teilung Palästinas fortsetzen werde. Der Beschluß des Kongresses sei ein Attentat aut die Souveränität des jüdischen Volkes, das allein in dieser Frage entscheidungsberechtigt sei. Der Kon• oreßbeschluß bedeute eine Gefahr für die Schaffung eines Groß-Palästina. Der Haschomer Hazair werde gegen die Verflachung des Zionismus kämpfen und den Idealen des Zionismus treu bleiben. Er stelle fest, daß der Beschluß der Entwicklung guter jüdisch-arabischer Beziehungen Schaden bringen werde. Die Exekutive dürfe keine Verhandlunf'י ״ "״.י' ' ‘ ' zu diesem Zweck gewühlt worden. Für die Judenstaatspartei erklärte Dr. W»)nstein, die Debatte habe tiefgehende ideologische und politische Differenzen zum Ausdruck gebracht. Die von dem Kongreß angenommene Mehrheitsresolution bedeutet die grundsätzliche Annahme des Teilungsplanes. Für die Opposition bleibe nur noch ein Weg offen: den Kampf gegen die Teilungsgefahr fortzuführen. Es sei kein Geheimnis, daß die Frage der Beziehungen der Judenstaatspartei in der Zionistischen Organisation auf des Messers Schneide steht, Wir bedauern aber, sagte der Redner, daß dies der Fall ist. Die Judenstaatspartei wird ihren Kampf innerhalb und außerhalb der Zionistischen Organisation •führen. Nach diesen Erklärungen wurde die Sitzung geschlossen. Berichtigung. In unserem Bericht in der vorigen Nummer wurde erwähnt, daß vier Delegierte aus Deutsch* land für die Resolution B gestimmt haben. Hierzu ist riehtigzustellen, daß nicht vier, sondern fünf Delegierte für diese Resolution gestimmt haben, und zwar außer den bereits Genannten Dr. Blum, Emden; ferner Ist unrichtig, daß zwei Delegierte aus Deutschland außerhalb des Saales waren. Vielmehr waren es gemäß dem Protokoll f ü 111 Delegierte, und zwar außer den bereits Genannten (Dr. Sulzberger, Isi Eis ner)) auch Eugen Micha* ells, Dr. Samuel Grünberg und Tiliy Zuntz.

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