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Jüdische Rundschau · 1937-07-23 · Heft 58 (23.7.1937) · page 10

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 58 (23.7.1937)
Date
1937-07-23
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 58, 23. VII. 1937 vom Wagen herunter aut den Boden geschichtet. Hinter diesem provisorischen Wall wird ein Teü der Mauer, der schon brüchig ist, vollends eingerissen und sofort wieder stark befestigt aufgebaut, so dal} er bereits in der ersten Nacht eventuellen Angriffen wird stamlhalten können. Einige Wagen sind in den Jnncnhof gefahren. Die Baulichkeiten bestehen aus einem zweistöckigen Hans mit zwölf Zimmern und aus einigen kleinen Stallen. Es sind noch einige Araber in dem Hof, die den neuen Besitzern das Anwesen zu übergeben haben, bevor sie von hier fort und zu einem anderen Besitz ihres Herren gehen. Eines der Zimmer ist ausgeräumt. Dort bewirten sie uns mit Getränken. Man sitzt und liegt auf Teppichen, die an den Wänden entlang ausgebreitet sind. Ander den Arabern sind einige Vertreter von den zionistischen Siedlungsinstitutionen da und der englische District Commissioner. Die Wände im Zimmer Sind kahl, alle Bilder und Teppiche sind bereits abgenom* men. Nur in einer Ecke hängt noch eine kleine Photo* sraphie. Es ist ein Bild des Terroristenführers F a u z i Kaukji und seines Adjutanten. Auf dem Dach des Hauses stehen einige Schornrim und beobachten die Umgebung. Wer nicht draußen mit einer bestimmten Arbeit beschäftigt ist, wird jetzt in den Hof gerufen. Die Gebäude müssen gereinigt, sämtliche Zimmer neu gekalkt werden; außerdem ist die ganze Mauer zu befestigen. Da werden alle Hände gebraucht. Auf dem Dach sieht man Leib J a f f e, den Direktor des K. H., am Autbau der neuen Schlitzmauer mitarbeiten, hn Hof helfen Journalisten und Beamte der Jewish Agency Steine tragen, Schmutz schippen (der liegt im Hof einen halben Meter hoch) und Schutzwände verstärken. Ein Traktor kommt unter polizeilicher Bewachung an. Er hat einen Verbindungsweg im Westen von Beisan geschaffen, so daß diese Stadt bereits auf der Rückfahrt am selben Tage umgangen werden kann. Nun pflügt er ein Stück Boden um, den künftigen Gemüsegarten. So wird ohne Pause bis zum Abend fortgearbeitet. Wer gerade einige Minuten Zeit hat, geht zu einem im Freien aufgestellten Holztisch, wo zwei Mädchen dauernd belegte Brote bercitstellen, kalten Kaffee und Trauben. Das Dach ist befestigt. Nun wird ein zwei Meter hoher E i s e 11111 r m aufgestellt und ein Scheinwerfer darauf montiert. Eine bringe Frage beschäftigt alle Gemüter: Wird es möglich sein, mit den Siedlungen im Emek und im Jordantal Liclitmorsezeichcn zu tauschen? Die Elektrotecbniker bauen den Morseapparat auf und beginnen zu funken. Zuerst in der Richtung auf Ejn Cliarod im Emek; lange Zeit ergebnislos. Dann sieht man plötzlich durch das Fernrohr Lichtsignaie aus der Richtung von Beth Alpha. Die Funker sind dort mit ihrem Apparat auf den Oilboa gestiegen und begrüßen die neue Siedlung, Man freut sich darüber — aber man sucht weiter nach einer normalen Verbindung. Das Emek bleibt stumm. Wie sich später herausstellt, müssen dort die Morseapparate um einige Meter höher gebaut werden, dann wird man mit Ejn Charod und Hassadeh Verbindung haben. Plötzlich entdeckt einer im Norden einen unregelmäßig auftauchenden Lichtschein. Das sind Morsezeichen, aas kann nur eine jüdische Siedlung sein. Die Zeichen werden mit dem Fernrohr aufgenommen, und wirklich, es ist Beth Josef, das der neuen Siedlung Funkzeichen sendet: ״Masal Towl“ Keine Verhaftung des Mufti Kochverratsverfahren gegen seinen Hauptmltarbe Iter Die Gerüchte, das der Mufti verhaftet worden sei, oder daß seine Verhaftung unmittelbar bevorstehe, werden halbamtlich dementiert. Dagegen wird mitgeteilt, daß der Verwalter des!nohammedaniseheii Religionstonds (W'akf) in Safed, Subhi Bey el Khadra, einer der Hauptmitarbeiter des Mufti, wegen Oreanisierung. eines Aufstau des in Obergaliläa auf Grund des Aufruhrgesetzes wegen Hochverrat abgeurteilt werden soll. Khadra wurde bei der Haussuchung in den Büroräumen des Obersten Arabischen Komitees (vgl. ״Jüdische Rundschau“ Nr. 5!) in Haft genommen. Al- Khadra, ein prominentes Mitglied der Isiiklal-Partei, ist Direktor der Awqaf (religiöse Stiftungen) in Nordpalästina und hat seinen Wohnsitz in Safed. ln dem Bericht der Shaw-Kommission vom Jahre 1029 wurde an Al-Khadra wegen seiner hetzerischen '1 ütigkcit überaus starke Kritik geübt. Es verlautet, daß die Yeihaftung jetzt vorgcnommen Wurde, weil er eine Agitation gegen die Einverleibung Gabläas in der! jüdischen Staat organisiert habe. Die am Sonntag anläßlich der Kundgebung gegen die Abtrennung Jerusalems vom Judenstaat verhafteten Revfsio nisten sind aus der Polizeiaufsicht entlassen worden. Ihre Verhaftung war darum erfolgt, weil in Jerusalem Plakate angeschlagen worden waren, in denen zu Kundgehungert gegen die Teilung des Landes anfgefordert woraeu war. Wird Wauchope abberufen? Nach einer Londoner Meldung verlautet in London, daß der bisherige High Commissioner Sir Arthur Wauchope abberufen werden wird. Es heißt, daß das Kolonienministerium an der Spitze der Palastiua-X erwaitung einen Mann sehen möchte, der über bedeutende Erfahrungen im Kolonialdienst verfügt, und deshalb den früheren Fmanzberater des Irak, Sir Hubert Young, als Kandidaten in den Vordergrund schiebt. Andererseits drängen das Kriegsministerium, das Außenministerium und die Admiralität darauf, daß für den Posten des High Commissioners eine Persönlichkeit von besoliderem Prestige gewählt werde. Diese Stellen treten für die Ernennung des reidmarschalls Sir Philip Chetwode ein. Die Stellungnahme Aegyptens ln Beantwortung einer Interpellation seitens eines Mitglieds des ägyptischen Senats, das einen Resolutionsantrafe gegen die Teilung Palästinas unterbreitete, erklärte der Ministerpräsident, daß die ägyptische Regierung an Palästina und aen Heiligen Stätten interessiert, zugleich aber der Meinung sei, daß die Angelegenheit diplomatischer Behandlung unterstehe und nicht zum Thema von Öffentlichen Beschlüssen gemacht werden dürfe. Der Resolutionsantrag wurde zurückgezogen. _____ Das Handelsbulletin der Palästinaregierung veröffentlicht Ziffern über Ein- und Ausfuhr im ersten Vierteljahr 1937. Der Wert der Einfuhr betrug 4 201 767 Pfund (im März allein 1 396 208 Pfund), die Ausfuhr 2 844 398 Pfund (im März allein 1.047.772 Pfund). Der Schabbat im jüdischen Lande Loewe, Tel Aviv Von Heinrich Wenn man kürzlich einen Monat dazu bestimmt hat, für die Feier des Schabbat zu werben und im ganzen Lande Versammlungen abgehalten wurden, in denen die Heiligkeit des Schabbat verkündet wird, so klingt das beinahe wie ein Paradoxon. Ist doch keine Institution so sehr aus dem Judenturne herausgewachsen, wie der Ruhetag nach den sechs Tagen der Arbeitswoche. Wenn im neuen alten Lande der Schabbat zum Problem wird, so hat das Gründe, die mit dem Werden von Volk und Land und mit ihren Nöten zusammenhängen. Außerdem stellen wir alle, auf welchem Standpunkte wir auch weltanschaulich oder zionistisch stehen, an den Schabbat in Erez Israel ganz andere Ansprüche und Forderungen, als in den Ländern, wo die Beobachtung des Schabbat oft zu den großen Ausnahmen gehörte, und wo er meist nur unter großen Einbußen gehalten wurde. Das Judentum regelt seine Schabbatfeier durch Gesetze, Bräuche und Vorschriften. Und trotzdem ist der Schabbat kein Resultat gesetzlicher Anweisungen, sondern trägt sein Wesen in sich. So ist es selbstverständlich, daß am Schabbat in den Judenstädten des Auslandes und erst recht in Tel Aviv eine feierliche Stille herrscht. Man empfindet es als eine esetzlich nicht zu fassende, aber darum nicht minder flagrante ritweihung des Schabbat, daß seit einiger Zeit stundenlang die Zeitungsverkäufer der ״Bourse dgyptienne“ und der ״Patrie“ mit!läßlichem gellendem Schreien die Schabbafruhe stören. Außerdem gibt es noch manchen Anstoß, den die Beobachter und Freunde des Schabbat an manchen Dingen nehmen, die oft auch ohne Geräusch den allgemeinen Eindruck stören oder zerstören, den die vornehme Ruhe des Tel-Aviver Schabbat macht. Immerhin muß man feststellen, daß in europäischen Großstädten es doch höchstens 5 °/0 der jüdischen Bevölkerung sind, die den Schabbat in der vorgeschriebenen Form beobachten, daß dagegen in Tel Aviv es noch keine 5°/« sind, die aen Schabbat nicht halten. Dieser Teil der Bevölkerung hat freilich in der letzten Zeit zugenommen. Ein großer Teil der aus Deutschland kommenden Juden kannte in seinen früheren Wohnsitzen die Schabbatfeier nicht, und zum mindesten nicht In der Art, wie sie von Juden gehalten wird. Erst allmählich werden sie sich auch in dieser Beziehung einfiigen. Während die noch vor anderthalb Jahren in langen Zügen die Straßen von Tel Aviv durchfahrenden kleinen arabischen Wägelein nicht gesehen werden, ist das Straßenbild in zwei durchlaufenden Straßen- Zügen stundenweise von den Autos beherrscht, deren Führer und Insassen sich nicht der hebräischen Sprache bedienen. Dagegen ist die Zahl der am Schabbat durch die Straßen ratternden Motorräder einer anderen Einwandererschicht erheblich geringer geworden. Das Straßenbild hat sich nach dieser Richtung hin seit einem,, oder anderthalb Jahren völlig verändert. Im allgemeinen herrscht ein einheitlicher guter Wille, den Schabbat zu beobachten. Aber es wirken eine ganze Reihe von Tatsachen zu seinen Ungunsten. Selbstverständlich hat die aus den Ländern der Assimilation mitgebrachte Ein- Stellung an erster Stelle Einfluß. Und solche Assimilation gab es nicht bloß in W esteuropa. Aber andere Momente wirken viel tiefer. Tel Aviv hat keine oder kaum irgendwelche Erholungsplätze. Einstweilen ist der schmale Strand das einzige, was der Tel-Aviver hat. Und das soll ihm genommen werden. Das ״Gruenblatt-Proickt“ (vgl. ״J. R.“ Nr. 49) wird zwar kein einziges grünes Blatt für irgendeinen Erholungspark bringen, wird aber die einzige Stelle der Erholung unwiederbringlich vernichten. Das hieße die Bürger und Arbeiter zu zwingen, mit Wagen weit draußen am Schabbat, als dem einzigen Ruhetage, Erholung zu suchen. Das Rabbinat würde eine Unterlassungssünde begehen, wenn es nicht rechtzeitig dieser Zerstörung des Schabbat durch Zer- Störung des Strandes mit aller Energie entgegenträte. Ueberhaunt ist es nötig, bei der Schabnatbeobachtung aut tatsächliche Gegenwirkungen zu achten. Zettel mit der hebräischen Inschrift ״Der Schabbat ist die Seele des Judentums“ 1'n den Ladensehaufensfert! haben keine Wirkung. Ebenso ist es abwegig, im ״Beth-Am“, der Stätte der lebendigen hebräischen Sprache, deutsch sprechende Volksver- Sammlungen abzuhalten. Sie werden nur die das Hebräische liebende und in ihm lebende Jugend in einen Gegensatz gegen die so propagierten Grundsätze bringen. Zu den größten Schädigungen des Schabbat gehört es, daß es der einzige Ruhetag ist. Es ist natürlich, daß die Jugend an diesen Tagen Sport treibt, Ausflüge macht und andere Erholungen sucht, zu denen es an anderen Tagen keine Möglichkeit gibt. Will man die Beobachtung des Schabbat durchsetzen, so muß man die Möglichkeit geben, an einem anderen Tage der Woche Sport und Spiel 2u treiben und Ausflüge zu unternehmen. Daraus folgt ohne weiteres, daß man, um dem ״Schabbat Kodesch“ seinen Charakter zu erhalten, außerdem einen Alltags-Ruhetag, einen ״S c h a b ba t-Chol“, einrichten muß. Wenn man es beispielsweise konsequent durchführt, daß Beamte und Arbeiter außer am Schabbat einen Tag in der Woche frei haben, etwa am Mittwoch von 12 Uhr mittags an, so würden die Ausflüge, die Fahrten und die sportmäßigen Spiele und Konkurrenzen am Mittwoch nachmittag und abein} sfattfinden. Dann wird der Schabbat ganz von selbst seine Heiligkeit gewahrt sehen. Ohne ein solches Ventil wird man es nicht erreichen, daß die lebenskräftige Jugend am Schabbat die Ausflüge läßt und den Sport nicht übt. Freilieh — und da liegt die große Schwierigkeit, weil der menschliehe Eigennutz dem entgegensteht, — müßte vorgesorgt werden, daß die Arbeitsruhe am Mittwoch nachmittag den Angestellten ■und Arbeitern keine Minderung an ihrem geringen Lohn bringe. Ferner müßte man in der Stadt für solche Erholungsstätten sorgen, die es ermöglichen, am Schabbat frische Luft und Ruhe zu finden. Man kann die Erhaltung des Schabbat nur erreichen, wenn man reale Unterlagen im Leben schafft, die die Beobachtung de* Schabbat allen Kreisen ermöglichen und selbstverständlich machen. Von der Woche Politik Dfe Palästina-Regierung veröffentlicht eine offizielle Erklärung, in welcher die In der ägyptischen Zeitung ״AI- Ahram“ erschienene Meldung, aaß die Palästina- Regierung gegen die Einverleibung Galiläas In den jüdischen Staat Einwände erhoben habe, dementiert wird. Der Exekutiv-Rat der transjordanischen Rei e r u n g hat einen Beschluß angenommen, in dem gegen le Aeußerungen des Ministerpräsidenten von Irak betreffend die Teilung Palästinas Stellung genommen wird. Aus Bagdad wird berichtet, daß der dortige Besuch Auni Abdul Hadis mit dem Plan der Einberufung einer Pan-Arabischen Konferenz zusammenhängt, die gegen die Teilung Palästinas protestieren soll. Der Imam Jechia von Jemen hat an das Oberste Arabische Komitee ein Telegramm gerichtet, in welchem er versichert, daß er nicht verfehlen wird, gegen eine Teilung Palästinas zu protestieren. Er rät den palästinensischen Arabern eindringlich, die Ruhe zu wah• r e n, damit ihnen die Sympathien aller erhalten bleiben. Die Damaszener Tageszeitung ״UI-Arab“ wirft dem Ministerpräsidenten von Irak vor, daß er sich gegen die Teilung Palästinas geäußert hat, während er nichts unternommen habe, um im Streit um Aiexandretta eine befriedigende Lösung herbeizuführen. — ״Al• Anscha“ wiederholt ihre Anregung betreffend Entsendung einer Delegation aus den arabischen Staaten nach Palästina, um die dortigen Araber zu überreden, in Verhandlungen mit England und mit den Juden zu treten. Montag mittag wurde auf der belebten Nazareth-Straße im Zentrum von Haifa ein Araber von einem Unbe* kannten niedergeschossen. Der Ermordete war Landagent. Am selben Tag wurde Mohammed Ash-Shanti, ein mohammedanischer Landagent und Vetter des Herausgebers von ״Adifaa“, abends in der Hauptstraße von Jaffa erschossen. Der Ermordete war mit einer polnischen Jüdin verheiratet und hatte zwei Kinder; er lebte in Tel-Awiw. Auf eine Bahnwärter hätte nahe von Ludd wurde eine Bombe geschleudert. Drei Araber sind im Zusammenhang mit dem Anschlag verhaftet worden. Zwei Araber, die von der Polizei in Haifa nachts angehalten wurden, ergriffen die Flucht und ließen zwei unexplodierte Bomben zurück. Bei Bersheba wurde die Telegraphen-Leitung nach Tel Aviv auf einer Strecke von zwei Kilometern durchschnitten. Vermischtes In einer Sitzung des Waad L eumi wies der Vorsitzende, Ben Zwi, darauf hin, daß der Waad Leumi einen Teil seiner Aufgaben nicht bewältigen kann, weil manche Siedlungen ihre Steuerpflicht nicht erfüllen. Der stellvertretende Vorsitzende, Elijahu Berligne, teilte mit, daß z. B. große und reiche Kolonien wie Rechowoth, Petach Tikwan und Ramat Gan im vergangenen Jahre dem Waad Leumi überhaupt keine Mittel zur Verfügung gestellt haben, während Arbeitersiedlungen ihre Verpfiiehtungen erfüllen, wie Nahaial, das 10 Pfund, und Ejn Charod, das 16 Pfund beigesteuert hat. Mendel H a. n k i n, der Bruder Josua Hankins, starb Im Alter von 75 Jahren. Der Verstorbene war einer der ersten zionistischen Siedler in Palästina, wo er »eit 1883 lebte. Er wir einer der Gründer von C h e d e r a, sowie ein Direktor des Pardess-Verbandes und der Ahrai Bank. Zwischen Rumänien und Palästina ist ein neue* Handelsabkommen getroffen worden, in dem vor«- sehen ist, daß aus Rumänien nach Palästina im Jahre 1937—1938 Waren im Werte von 1 200 000 Pfund ausgeführt werden, während Rumänien in derselben Zeit Waren im Werte von 200000 Pfund aus Palästina bezieht. In Haifa sind Dieustag von einem Dampfer 800 Tou• risten gelandet worden. Einer Meldung des ״Haarez“ zufolge wird der Dichter Knut Hamsun demnächst Palästina besuchen. Nach den Aufstellungen der statistischen Abteilung der Palästinaregierung sind im Jahre 1936 in den vier jüdischen Siedlungen Pctacn Tikwah, Kischon le Zion, Rechowoth und Ramat Gan 230.000 Pfund in Neubauten investiert worden, gegenüber 695.000 Pfund im vorangegangenen Jahre. In den rein arabischen Städten sind die Investitionen in Bauten von 664 000 auf 287 000 Pfund gefallen. Wesentlich kleiner war der Rückgang in den Städten mit gemischter Bevölkerung in Jerusalem von 1 443000 auf 1 385 000 Pfund, in Haifa von 2.238.000 auf 2.172.000 Pfund. Unruhen im Irak dementiert Der Konsul des Irak in Jerusalem hat den palästinensischen Zeitungen eine Erklärung zugesandt, in der es in Abrede gestellt wird, daß in Bagdad judenfeindliche Ausschreitungen stattgefunden hätten. Die arabischen Demonstrationszüge hätten die jüdischen Viertel nicht passiert. Die Londoner ״Times“ meldete aus Bagdad (über Jerusalern), daß dort am 17. Juli bei antijüdischen Ausschreitungen (in Zusammenhang mit der Demonstration gegen den Peel» Bericht) zwei Juden getötet worden seien. Auch diese Nachricht wird durch eine Zuschrift des irakischen Gesandten in London dementiert. Sympathiestreik in Syrien abgesagt Im Anschluß an den Besuch des Mufti in Syrien hatte das dortige Paiästinaverteidigungs-Komitee, das aus seinen Anhängern besteht, einen Sympathiestreik für Mittwoch festgesetzt. Dienstag jedoch brachen in Damaskus im Zusammenhang mit Protestdemonstrationen gegen die hohen Brotpreise ernste Unruhen aus, im Laufe derer Regierungsgebäude in Brand gesteckt, ein Gendarm und zwei Demonstranten getötet und zahlreiche Personen verwundet wurden. Der Sympathiestreik ist auf unbestimmte Zeit aufgeschoben worden. Auni Abdul Hadi ist aus Bagdad per Flugzeug in Damaskus ein» getroffen. _ Da* Versuchsgymnasium der Hebräischen Universität in Beth Hakerem beendete das Sommersemester mit einem überaus gelungenen Sportfest, das mit dem feierlichen Aufmarsch der aus 40 Jungen und Mädchen bestehesden Sportf. dem das Hissen der blau-weißen Fahne unter Trompetenblasen folgte. Freiübungen und Geräteturnen sowie sportliehe Wettkämpfe zwischen Lehrern und Schülern der Anstalt stellten unter Beweis, daß die Versuchsschule der Hebräischen Universität neben der geistigen Ausbildung ihrer Zöglinge auch der körperlichen Ertüchtigung Rechnung trägt. (Schluß des Palästlnatefis) Aeußersta Preise tOr Teppiche - Gardinen - Läufer TEPPICHHAUS ZENTRUM Berlin CI, Spandauer Straße t• an der KSnlgetraße

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