Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 53 (6.7.1937)
- Date
- 1937-07-06
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 53, 6. JULI 1937 Kulturbund-Premiere: ״Hoffnung Ift Von einem jüngeren ungarischen Dramatiker jüdischen Blutes ist der Kulturbund zu dem altbewährten Henri Bernstein übergegangen mit einem fünfaktigen Schauspiel ״Hoffnunc“, das zu seinen letzten und in Paris meistgespieltcn Werken gehört. Aber Stücke von Bernstein waren immer erfolgrekh, und schon die Tatsache, daß der Sechzigjährige noch in Paris ein eigenes Theater leitet, spricht für die Unerschütterlichkeit seiner Stellung, auch nachdem er von sensationellen Unternehmungen, die man ruhig als Reißer bezeichnen kann, zu einer sehr viel stilleren Produktion übergegangen ist. Der alte Kritiker Francisque Sarcey hat eine sehr simple Dramaturgie hinterlassen: Es handelt sich darum, 1500 Personen in einem Raum zusatnmenzubringen und sie drei Stunden festzulialten, ohne daß sie Lust bekommen, davonz.ulaufen. Nur e i n Interesse hält den Zuschauer: die Neugierde; er will wissen, wie es ausgeht. Es kann gleich vorweggenommen werden, daß die 700 oder 800 Zuschauer des Kulturbundes nicht davonliefen, daß sie im Gegenteil nach dem fünften Akt noch eine ganze Weile stehen blieben, um für Darsteller und Regisseur viel Beifall dazulassen. Der Praktikus Bernstein und der Theoretikus Sarcey haben also wieder einmal recht gehabt, und das, obgleich seit Jahren, seit Jahrzehnten schon eine ersichtliche Abwertung in der Schätzung der französischen Bühnenliteratur eingetreten ist. Henri Bernstein hat auch jüdischen Problemen mehrere Stücke gewidmet oder dem, was man damals darunter verstand: es handelte sich meist um Konflikte zwischen Geldaristokratie und Geburtsaristokratie. Eins davon ist mir noch erinnerlich, es war ״La Rafale“ (Der Windstoß) und die Angelegenheit einer reichen jüdischen Erbin, der ihre Familie einen Grafen kauft. Beide taugten nicht viel und sie endeten auch schlimm. Was ich sonst von Bernstein gesehen habe, könnte ich so leicht nicht wiedererzählen; man weiß nur noch, daß die Spannung, die Sarcey verlangt, immer eintrat und daß das höchstinteressierte Publikum am Ende tief Atem holte. Wenn aber Bernstein mit dem, was man Reißer nennt, die Bretter erobert haben sollte, so hat er sich auf ihnen im bedächtigeren Alter mit der Pflege des stilleren Sittensfückes noch wohl gehalten. Im Sittenstück handelt es sich zunächst um Unsitten oder Unsittlichkeit. Was davon in seiner Familie vorgeht, davon bemerkt Herr Emile Goinart am wenigsten, wenn er nicht die Augen zudrücken sollte. Ein gütiger Greis mit dem Schmuck des weißen Haares und meistens auch dem einer weißen Weste, sehr nachsichtig, sehr geduldig gegen seine Familie, die für den Vereinsamten nur noch wenig Zeit übrig hat. Willy Prager spielt ihn mit vieler Würde und mit dem angemessenen milden Greisenton, der sich dann allerdings über fünf Akte etwas gleichförmig hinzieht. Der sogenannte dramatische Nerv kommt durch die Frau ins Zucken. Therese ist viel jünger als der Mann, aber doch auch schon in den Jahren, die die unternehmende Karin Michaelis einmal als das ״Gefährliche Alter“ gestempelt hat. Therese hat einen jungen Liebhaber, als der Fritz Benscher vorübergehend auftaucht; sie amüsiert sich, wo sie kann, und zuweilen wohl auch, wo sie nicht darf. Weil sie Angst vor dem Altern hat, lebt sie ganz, im Augenblick, im Heute und mit. kindsförmiger Nachgiebigkeit gegen ein Temperament, däS' ihr keine Ruhe läßt. Jenny Bernstein hat diese Fahrlässigkeit, diese Unberechenbarkeit mit einer vollen Ladung weiblichen Instinkts hcrausgebracht, wobei es an manchen Stellen allerdings zu fürin'iclien Explosionen kam, so zwischen Weinkrampf und Lachkrampf. Mit diesem verschwenderischen Aufwand hätte sie eine Phädra oder sonstige hohe Tragödie bestreiten können, und es fehlte da wohl an einer Leitung oder Zügelung durch den Regisseur Dr. Hans Buxbaum, der auch die anderen Darsteller, jeden in seiner Gangart, laufen ließ. Hübsch war die von Gina Friedmann als der Tochter Goinart, die in dieser Erziehung keine anderen Sorgen als Sport und Flirt kennenlernt, die einen Kurmacher gleichmütig gegen den anderen vertauscht und damit in die Bahn ihrer zweiten Mutter zu geraten droht. Gina Friedmann gab dem Mädel ein sehr eigenes Gesicht von vergnügtem Leichtsinn und einen Anflug von Humor, der sie harmloser und leidlicher machte. Indessen das Stück heißt ״Hoffnung“, und die Hoffnung ist doch bei der Jugend, «׳ofem sie die Tugend walten läßt. Der junge Thierry (recht sympathisch mit Bert Baer) geht von dem Sportmädel zu der stilleren Catherine über, die zwar die leibliche Tochter der ״mere coupable“, aber sonst ihr Gegenteil ist, die einzige auch, die sich um den alten Papa oder Stiefvater kümmert. Die beiden jungen Menschen werden Kameraden sein, werden in der Ehe auch eine sittliche Aufgabe anerkennen und, wie es scheint, sogar zusammen arbeiten. Damit käme eine neue Zeit. Aber aas französische Drama, wenigstens wie es Bernstein noch pflegt, hat es meistens mit den Sorgen der Reichen zu tun gehabt, die eine besonders gefährdete Existenz zu führen scheinen. Unklar bliebe nur, warum die stille anspruchslose Catherine, die nicht einmal als jugendliche Rivalin auftritt, von ihrer eigenen Mutter so gehaßt und als Aschenbrödel behandelt BZV Mittwoch, 7. luli 1937, 203 Uhr Aula, Joadümsthalcr Straße 13 Rabb.Dr. Max Nußbaum Dr. Hans Friedenthal 1IEK/L BIALIK Träumer undVerwirklicher der jüdischen Renaissance Die Auswanderung aus Berlin Gemäß Erhebungen des Statistischen Amtes sind im Laufe des Jahres 1936 7127 Juden nach Berlin zugezogen und 12 094 Juden aus Berlin abgewandert. Es ergab sich somit ein Mehr von 4967 fortgezogenen Juden (Glaubensjuden). Von den aus dem Reich zugewanderten Juden kamen die meisten aus Preußen (3446 oder 75,9 0;״). Das wichtigste Herkunftsgebiet war die Nachbarprovinz Brandenburg einschließlich Grenzmark mit 998 oder 29 ״'» aller aus Preußen zugewanderten Juden. Aus dem Ausland «•änderten insgesamt 1607 Juden, also weniger als ein Viertel des üesamtzuzuges, nach Berlin ein. Aus Polen kommen 204 Juden, aus Oesterreich 160, aus der Tschechoslowakei 153, aus Frankreich % und aus Großbritannien mit Irland 78. Von der Gesamtzahl aller aus Berlin abgewanderten Juden zog über die Hälfte, 7008 oder 57,9 «0 ins Ausland. An erster Stelle unter den Aus wänderungsländern steht Palästina, wohin 1664 Juden oder 23,7 ";0 aller von Berlin ins Ausland Abgcwanderten gezogen waren. Nach dem europäischen Ausland «׳änderten 3195 Juden oder 45,6 ®/o aller ins Ausland Fortgezogenen aus. Der am meisten bevorzugte europäische Staat war Großbritannien, der 573 Berliner Juden aufnahm. Bemerkenswert gering war die Abwanderung nach Rußland (30) und Spanien (45). Nach dem amerikanischen Kontinent «׳anderten insgesamt 1649 Juden oder 23,5 '״ ab, davon entfielen auf die USA. 523 und auf Brasilien 517 f ortgezogene, auf Argentinien 194 und auf Paraguay 157. Der Rest verteilte sich auf Mexiko, Cuba, Chile. Peru, Uruguay, Columbia, Venezuela und Guatemala. Der Fortzug von Berliner Juden ins Reichsgebiet stellte sich auf 2395 oder nur 19,8 0״ des Gesamtfortzuges. wird. Aschenbrödel sind schwer zu spielen, und das Publikum pflegt sich nun einmal für die minder Tugendhaften mehr zu interessieren. Elfriede B o r o d k i n hat dieses Vorurteil widerlegt. Ihre feine Innerlichkeit mit ihrer sicheren Schauspielerischen Erziehung sind über die Oblate glücklich hinausgekommen bis zu einem seelenhaften und warmen Frauenwesen. Das Stück hat nach einer alten französischen Tradition, die nichts von dekorativem Aufwand erwartet, nur einen Schauplatz, den Salon der Familie Goinart, der nun allerdings in der Condellschen Ausführung mit einem richtigen Pariser Salon wenig Aehulichkeit hatte und der auch sonst mit seiner Langgczogenheit nicht mehr intim wirkte. Der Regisseur Dr. Buxbaum hat außerdem die in einer Unglückliehen Stunde über das Theater verhängte Gewohnheit, seine Personen bei wichtigen Geständnissen auseinanderzuhalten und über das ganze Zimmer weg sagen zu lassen, was man sich vielleicht mit mehr Recht ins Ohr flüstern könnte. Aber wie gesagt, der alte Praktiker Henri Bernstein hat wieder seine Treffsicherheit bewiesen. Das Publikum war gespannt, cs wollte wissen, ״was daraus wird“, zeigte sich am Schluß sehr befriedigt und mit vielem Beifall erkenntlich. Arthur Eloesser Veranstaltungen Intenslv-Kurse fllr Englisch. Das Jüdische Lebrhaus Berlin teilt mit: Anfang August wird ein neuer engli.scher Intensiv-Kursus beginnen. Die Intensiv- Kurse des Jüdischen Lehrhauses bezwecken, durch einen täglichen — Montag bis Freitag — Unterricht von fünf Stunden die Teilnehmer nach regelmäßiger Mitarbeit in vier Monaten so weit in die englische Sprache einzuführen, daß sie nach ihrer Auswanderung sich mit der Bevölkerung des Einwanderungslandcs vollständig verständigen und am beruflichen Leben teilnehmen können. Täglich fünfstündiger Unterricht in Grammatik, Syntax, Phonetik, Konversation und Vorträge m englischer Sprache gibt den Teilnehmern Gelegenheit zu praktischen Sprech- und Diskussionsübungen. Die monatliche Kursusgebühr beträgt 30 RM. Für die mit Beginn am 2, August in Aussicht genommenen neuen Intensiv-Kurse erbitten wir umgehend Meldungen an das Sekretariat: Berlin W50, Marburger Str. 5/111, Telephon: 24 55 87/24 04 84. Möglichst persönliche Anmeldungen erbeten während der Sprechstunden Montag bis Donnerstag von 10 bis 13 und 16 bis 18 Uhr. Talmud und corpus juris. Zwei Kulturdenkmäler der ausgehenden Antike, (len Talmud und die römische Gesetzes- Sammlung des Kaisers Justinian, behandelte R.-A. Dr. Abra• ham Loeb im Rahmen der Vortragsreihe des Ratnbam• Lehrhauses. Das römische Recht hat eine tausendjährige Entwicklung hinter sich, bis es seine klassische Form annahm. Es wurden immer neue (ieset/e und Novellen erlassen oder wieder abgeschafft im Gegensatz zum jüdischtalmudischcn Recht, wo das Gesetz als solches immer dasselbe bleibt, da cs nicht Menschenwerk ist, sondern göttliche Offenbarung. An Hand der talmudischcn Diskussion bleibt uns für alle Zeiten die Möglichkeit erhalten, auftretende moderne Rechtsfälle im Sinne altjüdischen Rechtsempfindens zu entscheiden. — Bei den Römern war die Rechtsprechung Angelegenheit einer bestimmten Kaste, im Judentum Sache des Volkes, das sich seine Richter zu wählen hatte. Das jüdische Recht ist aufgebaut auf göttlicher Gerechtigkeit, nicht auf menschlicher Ratio. Gleichheit vor dem Gesetz ist oberster Grundsatz. Ein festgesetzter Ruhetag ist weder bei den Römern noch bei den Griechen zu finden. Das ganze Sklavenrccht, die großen sozialen Gedanken, wie sie sich z. B. in den Einrichtungen des Schmilfa und Jobei, in den Arbeiter-Schutzgesetzcn oder im Fremdenrecht dartun, kennt das alte römische Recht ebensowenig wie die Respektierung des geistigen Eigentums, das im Talmud eine große Rolle spielt. Unsere Aufgabe sei es, so schloß Dr. Loeb, in einem etwaigen jüdischen Staatsgehilde der Jüdischen Rechtsprechung auch wieder die ihr gebührende Geltung zu verschaffen. Siegfried Geller Die Arbeitsgemeinschaft für die Errichtung thoratreuer Volksschulen innerhalb der Jüdischen Gemeinde zu Berlin hat an die maßgebenden jüdischen Stellen ein Memorandum versandt, in dem noch einmal die Forderung einer konservativen Schule in Berlin begründet wird, als deren Erziehungsziel angegeben ist: ״der heran wachsenden Jugend eine feste religiöse Basis zu geben“. Das Memorandum führt aus, daß dieses Ziel in der Einheitsschule nicht erreicht werden könne. Deshalb wird die konservative Oemeindcschule _ gefordert b/w., falls die Gründung neuer Schulen zur Zeit nicht möglich sei. die Umwandlung einer der bestehenden Schulen in eine konservative verlangt.' Veranstaltungen der Bezirke und Gruppen der BZV Hermannpiatz Dienstag* 6. Juli, 20.30 Uhr BZV-Heim, Seukölln. fägerstr. 6 Der angekündigte Vortrag fällt aas. West(. Oruppan Mittwoch. 7. lall, 20.30 Uhr!oachimsthaUr Str. 13 (Aula) s. Anzeige. Zentrum-Nord Dienstag, 6. }uli, 20.30 Uhr UZV-tUim, Rose nt Haler Str. 44 Mitgliederversammlung. Dr. David SehloBberg: Die politische Situation der zionistischen Bewegung. Georg Joel: Praktische Fragen der Palästina ־ Wanderung. Adolf Locker: Unsere Arbeit In der Gemeinde. Leo Sternberg: Aufgaben unseres Bezirks. Zutritt nur für Mitglieder. SfldoBt Donnerstag, 8. fuli, 20.30 Uhr BZV-Heim, Krürkenstr. 9 Dr. Hans Capeili Zwei Jahre tioniatiache Politik — Versuch einer Bilanz zwischen zwei Kongressen. Dr. Alfred Lehmann: Die Forderungen des thoratrenan Zionismus. Anschließend : Vorführung des hietorisehen Bildstreifens ״Träger des Aufbau*״. PHotogruppe Dienstag* 6. fuli, 20.30 Uhr T’munah RZV-Heim, Kantstr. 54 Hans S. Levy: Hilfsmittel der Photographie* Hansa Donnerstag, 8. full, 20.30 Uhr Konditorei Hansa, Flensburger Str. 19 Dr. David SchloBberg: Die rechtlichen Voraussetzungen für eine Aenderung des PatSatina-M&ndat«. PrladltchBhaln Mittwoch, 7. }uli, 20.30 Uhr RZV-Heim, Landsberger Str. 87 Hugo Wolfermann: Die Pallstlna-SlHiaHoB im Sommer lfS7. Zfl»ntrum-Nord Sonnabend, 10. full, 21,30 Uhr (junger Aktlvkrela) BZV-Hebn, Rosenthaler Str. 44 Oneg Schabhat. Hs spricht! Kurt Klappholi. 7 Pf. an 37 Mod. Opel P4, Kadett, Olympia, AM l Itf. Lur-Xjbr.-Llm. CourtilärntraB* 10. Ecke Klelststr. BSp SP■• Klavierstimmer Pern Ruf: 7219 20 KaMesM uiitieisbach Inh. Oskar Aberbach, Bayerischer Platz 2 Rflichhaltis?׳'« Miitfig-und Abenrjmcnu von RM 1,10 an. ||X Bi»*re, Weine, Eis in großer Auswahl. Angenehmer J Terraw-en-Auf enthalt. Separate Räume f. Feierlichkeiten• In* und ausländische Zeitungen, Schuch-, Spiel* u. üiüardräume. Verlangen Sie bitte In den von Ihnen besuchten Hotels und Gaststätten die JÜDISCHE RUNDSCHAU Im letzten, enti&eldenden Stadium der Schekel-Aktion, kurz vor ihrem Abschluß, rufen wir noch einmal alle unsere Mitglieder auf, die energischsten Anstrengungen zu machen, um einen vollen Erfolg der Aktion zu sichern, Wer an der organisierten Besuchsaktion beteiligt ist, muß sie bis zum letzten Augenblick mit größter Hingabe durchführen. Alle anderen sind ebenfalls verpflichtet, bis zuletzt bemüht zu sein, nicht nur bei ihren Freunden, Bekannten und Verwandten, sondern auch bei Ihren jüdischen Nachbarn Schekel abzusetzen. Niemand beruft sich darauf, daß er keinen Sdiekelblodc mehr In Händen Habel Von dem Berliner Ergebnis hängt Entscheidendes für den Erfolg der Schckel-Aktlon ln Deutschland ab. Jeder Zionist kennt deren Tragweite, jeder tue deshalb seine Pflicht. Letzter Abrechnungstag lat der 8. Juli. Später eingehende Schekelblocka *erden bei der Mandatsberechnung nicht mehr berücksichtigt. BERLINER ZIONISTISCHE VEREINIGUNG Frauenarbeitsgcmelnsdiaft för Palästina (Wlzo> Berliner Miaradil- Gruppe JTSC. Bar Kochba י Hakoah Deutscher Makkabikreis (Bezirk Berlin-Brandenburg) Brith Chaluzim Datiim und Brith Hanoar Jüdische Jagendgemeinschaft Habonim Jüdischer Pfadfinderbund M&fckabi Hazair Jüdischer Jugendband Werkleutc Snif Hechaluz Jüdischer Pfadfinderbund Haschomer Hazair Junggruppen der BZV