Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 51 (29.6.1937)
- Date
- 1937-06-29
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nf. 51, 29. VI. 1937 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seit® 7 Wie gestalte Ich den Schabbat? Für Schabbat, 3־ Juli Wochenabschnitt: ״Pinchas״ (IV. B. M. Kap. 25, 10-30, 1) Zum Wochenabschnitt Da* 27. Kapitel unseres Wochenabschnitts erzählt von den Töchtern Zelafchads und ihren besonderen Problemen, die zu einer interessanten Regelung des jüdischen Erbrechtes führten. Hinweise über die besondere Stellung der Frau im jüdischen Recht finden sich im 1. Rundbrief der Mittelstelle für Erwachsenenbildung aus der Feder von Ernst Simon. — Im gleichen Kapitel wird von der Einsetzung Jeho- 9chuas als Nachfolger Mosches erzählt. Die Einrichtung der ״Semicha“, der Rabbinatsautorisation, hat hier ihren Ursprung. Zum Vorlesen verweisen wir auf das Kapitel: ״Des Propheten Dämmerung“ in ״Moses" von Edmond Fleg. Klganachaftan, dl• dar Mensch erstreben •oll III Der Mensch soll möglichst viel schweigen und nur Worte der Lehre reden oder Dinge sagen, die für sein Leben notwendig sind. Und sogar über diese Dinge soll er nicht zu viel Worte machen, wie schon unsere Weisen sagten: ״Wer viel Worte macht, bringt die Sünde herbei“ und ferner: ״Ich habe für den Körper nichts Besseres gefunden als das Schweigen“, Raba sagte: ״Was bedeutet der Schriftvers: ,Tod und Leben liegen bei der Zunge?‘ — Wer leben will — es liegt in der Macht seiner Zunge. Wer den Tod will — es liegt in der Macht seiner Zunge.“ (Nach dem ״Kibbuz Schuichan Arueh“). 1. E. Die Entwicklung der Aggadah (XX) ,Volksdichtung und Sammlungen (7) Das jüdisch-deutsche ״M a a s s e * B u c h“ gehört der Gattung der Predigt- oder Exemnla-Literatur an, die im christlichen Mittelalter besondere Verbreitung gefunden hat. Die jüdischen Schriftsteller und Sammler verfolgten, ebenso wie die christlichen, das Ziel der Belehrung und der sittliehen Erbauung. Man ging daran, das Leben der großen Männer aus der jüdischen Vergangenheit zu verklären, ihre frommen Taten und Werke zu glorifizieren. Ihr Leben und Wirken sollte dem Gedanken der Erbauung und der religiösen Erziehung dienstbar gemacht werden. Aus jeder Geschichte fließt irgendeine Morallehre, die meistens in Form einer volkstümlichen Sentenz am Schluß der Erzählung zum Ausdruck gebracht wird. Das Maasse-Buch mit seiner Welt voll phantastischer Wunder auf der einen Seite, sowie mit seiner echten Volkstümlichkeit und Schlichtheit auf der anderen Seite, gehört in das polyphone Gefiige der altjüdischen Aggadah, die zu allen Zeiten im Volke lebendig war. Das Novum dieser Sammlung bestand nicht zuletzt darin, daß der Verfasser eine ganz bestimmte Schicht im Auge hatte, für die er das Buch angelegt hat. Es wäre nämlich jene unliterarische Schicht des Volkes, die mit der hebräischen wie aramaischen Aggadah nicht vertraut war und einen vollwertigen Ersatz in der Umgangssprache benötigte. Es war die Lektüre de* schlichten Volksmenschen, der Hausfrau und der lugend. Neben dem talmudisch-midraschischen Teil weist das Maasse- ז Buch noch wertvolles jüdisch-mittelalterliches Erzählungsgut ‘auf Sowie orientalische und abendländische Novellen und ,Märchen. Eine geschickte Auswahl des Stoffes hat Ludwig ,׳«Strauß getroffen in seinem ״Geschichtenbuch“ (Schocken Bücherei, Nr. 18). Im Nachwort (S. 74 f.) wird auch die ein- *chlägige Literatur besprochen. Erwähnen wollen wir noch die von Berta Pappenheim unter dem Titel ״Allerlei Ge- *chichten“. Frankfurt 1929, besorgte Uebersetzung des Maasse- Buches, die allerdings auf Grund einer späteren Ausgabe (1723) gemacht worden ist. Reich an aggadischen Traditionen ist fernerhin die jüdischdeutsche didaktische Literatur (Mussar-Literatur), die viel wertvolles und köstliches Volksgut aufbewahrt hat. Ein Volkskundlich wie kulturgeschichtlich interessantes Buch ist der ״B r a n d s p i e g e I“, der sein Hauptaugenmerk auf die Unter- Weisung der Frau richtet, sie belehren und erziehen will. Aehnlicn ist das ethische Volksbuch ״Ssimchat ha-Nefe*ch, das neben einem großen Teil alter jüdischer Parabeln und Erzählungen viele Geschichten und Mären aus nichtjüdischen Quellen aufzmveisen hat. — Eine gewisse Parallele zum Maasse-Buch bildet die Ende des 17. Jahrhunderts in Amsterdam erschienene Sammlung Wormser Legenden unter dem Titel ״Maasse Nissim“ von Jospe b. Naftali, dem Synagogendiener in Worms (das in einer deutschen Uebersetzung vorliegt). Dieser Zyklus, der uns sehr altes Legendengut, das bis in das tiefe Mittelalter hinaufführt, aufbewahrt hat, atmet den eigentümlichen Geist des jüdisch-mittelalterlichen Worms mit seinen wundersamen Ueberlieferungen einer weiten Vergangenheit. Echte Volkstümlichkeit, poetische Schönheit sowie trauliche Schlichtheit zeichnen auch diese Legenden und Sagen aus. Die goldene Kette der Aggadah fand auch hier ihre sinnreiche Fort- Setzung. J. M. ANTWORTEN DER REDAKTION Chamtah Margarete Sacht, Nikolassee. — Als ״älteste Zionistin Deutschlands“ ergänzen Sie in Ihrer interessanten Zu- •chrift die Erinnerungen, über die einige von den ersten Vorkämpfern der Bewegung in unserer Nummer 48 anläßlich des 40iährigen Jubiläums der ZVfD. berichtet haben. Mit Recht heben Sie hervor, daß in jenen Zeiten, schon vom Jahre 1895 an, eine kleine Gruppe ״das Glück und den Kampf zurück in* Judentum miterlebte“, und Ihre Hervorhebung der Verdienste von Willy Bambus, Heinrich Loewe u. a. wird gewiß bei allen Kennern jener Zeit Zustimmung finden. Notatand in mlnjanlosen Gemeinden. Soeben gab die Ritualienbeschaffungsstelle der Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums in Frankfurt a. M. gemeinsam mit dem Verein zur Wahrung der Interessen des gesetzestreuen Judentums in Baden, Sitz Mannheim, die schon früher erschienene Broschüre ״Kein Minjan“ in einer Neuausgabe heraus. Da die kleinen Gemeinden heute mehr und häufiger denn je durch das Anfhören ihres Minjans davon absehen müssen, den Gottesdienst in gewohnter Form abzuhalten, wird ihnen das Heft einen wichtigen Dienst leisten können. Es ist zum Preise von 15 Pfg. gegen Voreinsendung des Betrages zu beziehen bei der Ritualienbeschaffungsstelle der Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums, Frankfurt a. JA; Schwanenstr. 4 (Postscheckonto Nr. 9822, Frankfurt a. M.), oder beim Verein zur Wahrung der Interessen des gesetzestreuen Judentums in Baden, Mannheim, Akademiestr. 3 (Postscheckkonto Nr. 7449, Karlsruhe). Der ״Jüdische Musikalien-Katalog" ist von Julius Sachs zuaammengestellt und im Verlag Jakob B. Br and eis, Breslau I, «schienen. Briefe an die Redaktion Zahl der Juden im YWkriegs-Palasttna Tel Aviv, 10. Juni Sehr geehrte Redaktion! Zu dem Bericht iilxir eine Diskussion in der ״Near and Middle East Association“ in London in der Xr. 45 Ihres gr-rhä:zten Blattes möchte ich folgendes bemerken: Seit Monaten operiert die arabische Propaganda mit dem Argument, die jüdische Bevülkerung Erez. Israels halte vor dem Kriege nur 7 Prozent ausgemacht. X'un ist zwar diese Behauptung (iir die Ansprüche der Juden auf Erez Israel prinzipiell ohne Bedeutung, nichtsdenotveniger sollte sie als unwahr nicht unbestritten hleil.cn. Die Gesamt bevölkerungszahl Cisjoulanicns (das ja nur äugenblicklich für Vergleiche in Hetrsirht kommt) wurde vor dem Kriege zwischen 500 000 bis 600 000 Seelen geschätzt. Die Zahl den׳ Juden in derselben Zeit wurde mit 100 000—120 000 angenommen. Das macht bei Annähme einer Gesamtl e.ölkeiung a) von 500 000 Seelen 20 bis 24 00׳>!,) von 600 000 Seelen zirka 17—20 «0 aus. Wenn manchmal vor dem Kriege jüdischerseits dieser Prozentsatz niedriger angegeben wurde, so geschah es vor allem, weil man einerseits, ohne die sehr rege jüdische Einwanderung in den letzten Jahren vor dem Kriege zu beachten, auf frühere Bercchnungcn zimickgriff, anderer, seits aber weil man, von Erez Israel sprechend, auch Trans- Jordanien in Betracht zog. Der Krieg brachte e, durch Einlietu ung jüdis her Soldaten, du'ch Ausweisungen sowie freiwilliges Verlassen des Landes, durch vermeinte Sterblichkeit (Hungersnot und Seuchen sowie Evakuierung), endlich durch Verkleine: ung des natürlirhcn Zuwachses dazu, daß die Zahl der Juden von über 100 000 im Jahre 1914 auf 55 000 Seelen im Jahre 1919 zurückging. Diese Nac■hkriegszahl haben wob! die Araber im Auge, wenn sie den Piozetit-atz der Juden vor dem Kriege auf 7 °V, berechnen, wobei s>e augen-rheinlich die Zahl (ler Ge-anitbevollsc״ ung vor dem Kriege auf 600 000 Seelen annehmen, auch Tran-jordanien heider.-eils des Varmuk, d. h. inki. das französische Ostjordangebiet, in Betracht ziehend. Es ist aber klar, dal! der Prozentsalz von 7 ganz falsch ist. Mit Zionsgruß Dr. B e r i s c 11 Knopf Der ״Pcvsner-Pnrk“ Haifa, 20. Juni Sehr geehrte Redaktion! In der Nr. vom 11. Juni macht G. Naumann einige Angaben über den ״Pcvsncrpark“ in Haifa. Der Park hat mit Pevsncr nichts zu tun, sondern wird nur von der Bevölkerung so genannt, weil er an der Pevsncr Str. liegt. Pevsnei hieß gar nicht Benjamin, sondern Samuel. Der Park heißt Gan Benjamin nach B c n j a m i n G o 1 d!1 e r g, dem 1029 ennordeten Sohn des bekannten, kürzlieh verstorbenen Plantagenhesilzers J. L. GoMhcrg, der den Borlen zum Andenken an seinen Sohn gestiftet hat. Ihr ergebenster י M. P 1 e ß n c r ״Generation der Wüste“ Leipzig. 14. Juni Sehr geeinte Redaktion! Auch das Resümee des Herrn Dr. Pol lack aus meiner in N"r. 46 der ״Jüdischen Rundsehan“ nur im Auszug verölfentlichten und dadurch entstellten Erwiderung beschönigt nicht den po'iti-rhcn und ge-innungsmäßigen Lapsus der ihm in seinem Artikel unterlaufen ist. Seine Ausführungen und Vorschlüge stellte er unter den Leitgedanken: Wir Juden sind als Summe isolierter Individuen kein Volk und kennen in Ermangelung einer Heimat weder ein gemeinsames Volkse:lebnis. noch ein gemeinsames Staatsbewußtsein. Und weil wir weder das eine noch das andere besitzen, sind wir auch noch nicht reif, einen eigenen Staat zu haben, sondern müssen als Generation der Wii>te unsere Wiistcnwande: ung fort setzen. Eine nach I hcotie und Praxis unmögliche ״Was sind Worms, 23. 6. 37 Selir geehrte Redaktion 1 Mit Jccke oder Juck bczeichnet der Ostjude den Juden aus Deutschland, aber nicht nur dieseit, sondern auch seinen eigenen landsmännischen G laubensgenossen, wenn er in Gc-innung und Moral westeuropäische Tendenz zeigt. Beide \\ ö!!er kommen vom Osten und haben bestimmt nichts mit dem kölnischen ״liiek‘• zu tun, da man den luden au, Deutschland weder fiühor noch jetzt für ״jäck“ gleich ״verlückt" halt; im Gegenteil hat man in fast allen oü jüdischen These und dem jüdischen Gedanken abträgliche Konsequenz, die unschwer erkennen laßt, welch frommer Wunsch hier Vater des Gedankens war. lnwieweit Juden, die solchen Wünsehen nachhängen, noch berechtigt sind, sich Zionisten zu nennen, hat Herr Dr. Pollack aus meinem Brief bereits erfahren. Dr. Walter Leopold * , * Wir geben dem Einsender nochmals das Wort, obwohl u. E. ein Mißverständnis vorliegt. Damit schließen wir aber diese Debatte, — Red. ,Jedkes‘?“ Kreisen vor dem Wissen und Können des westlichen Juden die größte Hochachtung. Es wird so sein, daß ״Jeckc“ von ,Jacke“ herkommt, um den Un• terschied in der Klei״ düng zu betonen, da ja der Ostjude in dem Augenblick, wo er den langen Kattun mit der westeuropäischen Jacke vertauschte, fa,t als verloren für da, gcsetzcstrcuc Judentum in den Augen .seiner Landsleute gab. 1״ gehässigem oder ver. ä''hlliebem Sinne wird das Wort ״Jecke" nicht gebraucht. Hochachtungsvoll L. D a n k o w j 11 4t Ilaibcrstadi, 23. Juni Sehr geehrte Redaktion! Ich glaube, daß die Version, die sich auf den ״Juck“ im Rheinland authauen .soll, tehl geht. Als Adam im Paradiese sündigte, vernahm er Gottes Ruf ״Ajeko" (Wo bist Du?). Die Chussidinr im Osten glaubten daher, die Juden des Westens dadurch zu kennzeichnen, daß sic die Wcsljudcn nach die-ern, zum ersten Male heim Sündigen Adams vernommenen göttlichen Ausruf benennen. Späterhin haben sielt auch die Mi-nngrlim diese Benennung der Westjuden zu eigen gemacht, und nannten weiterhin die Westjuden ״Jek e 1“. Als aber die Maskilim (Aulgeklärte) im Ostjudentuin entstanden, suchten sie, um sicK selbst dadurch nicht zu diskreditieren, nach einer anderen \er,״n. Sic merkten, daß die Wc-tjudcn — mit kleinen Ausnahmen — sieh damals für etwabesonderes hielten, im \ erhältnis zu den Ostjurien. Daratnhin sagten diese Ostjuden: ״Ajcko? Wo und wer bist du, daß du dich so benimmst und gibst, als wenn du etwas an. dcies und feineres als der un• vemilsclite Jude des Ostens wärest?" So fanden sie auch eine Begründung hierfür, um den durch die Chassidim ins Leben gerulenen ״Jekei“ anwenden 1t] können. Hochachtungsvoll Karl Spindel Mitteilungen des Kongreßbüros Das Büro des XX. Zionisten-Kongresses in Zürich macht u. a. folgende Mitteilungen für Besucher des Kongresses: Pässe und Visa. Das eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement hat dem Kongreßbüro in bezug auf die Einreise der Kongreßteilnehmer folgende Bestimmungen bekanntgegeben: a) Inhaber gültiger Pässe aller Staaten mit Ausnahme der unter b) genannten Länder benötigen kein Schweizervisum, sondern nur gegebenenfalls ein Durchreise- Visum durch zwischenliegende Länder, b) Inhaber von Pässen der Staaten Polen, Rumänien, Jugoslawien, Bulgarien, üriechenland, Spanien und der Türkei (Rußland stehe lit. d) erhalten das Schweizervisum von den zuständigen Schweizer Konsulaten unter Vorweisung der Kongreß-Legitimation gebührenfrei, c) Auch ״S c h r i f t e n I os e“, d. h. solche, die keine gültigen von der Schweiz anerkannten Ausweispapiere haben (staatenlose Inhaber von Laisser passers usw.), ausgenommen Sowjetrussen, erhalten gleichfalls gegen Vorweisting der Kongreß-Legitimation das Schweizer Visum von der zuständigen Schweizer Behörde ohne weiteres und gebührenfrei, wenn ihre Rückreise in den Herkunftsstaat oder die Weiterreise in einen dritten der Schweiz angrenzenden Staat gesichert ist. d) Kongreßteilnehmer, die Sowjetrussen sind, müssen zur rechtzeitigen Erlangung des Einrcisevisums spätestens bis zum 15. Juli 1937 ein Einreisegesuch an den Zionistischen Verband ihres Landes, in welchem sie wohnen, richten, der das Gesuch an das Kongreßbüro weiterleitet. Kongreß-Legitimationen. Kongreß-Legitimationen sind zum Preise von 50 Cts. oder deren Gegenwert bei den zionistisehen Zentralstellen des Wohnlandes der Kongreßteilnehmer, in außerordentlichen und dringenden Fällen direkt durch das Kongreßbüro zu beziehen. Ermäßigung der Palästina-Schiffahrt. Die Kongreß-Teilnehmer aus Palästina erhalten auf Grund der Legitimation eine 30°,oige Ermäßigung auf den Schiffen der Adriatica. Genauere Informationen erteilt die Zionistische Eexkutive in Jerusalem. Gastkarten. Die Preise für Einlaßkarten für die Kongreß- Verhandlungen sind: Permanenzkarten: Kat. I Frs. 100, Kat. II Frs. 60, Kat. III Frs. 35; Eröffnungssitzung, Frs, 45, 30 und 20. Die Besteller von Pcrmanenzkarten genießen den Vorzug vor den Bestellern von Tageskarten (Er- Öffnungssitzung). Desgleichen genießen bei Zuteilung von Plätzen Zionisten einen Vorzug, falls eine Berücksichtigung aller nicht möglich sein sollte. Stehplätze und Tageskarten von der zweiten Sitzung an. werden nur an der Tageskasse ausgegeben. Bestellungen sind an das Büro des XX. Zianisten-Kongresses zu richten. Wohnungsamt. Das Kongreßbüro vermittelt Logisbeste!- hingen. Es stehen Zimmer in Privatlogis ab Frs. 2, in Hotels ab Frs. 4,50 bis 14 zur Verfügung. Näheres enthält das ״Informationsblatt“ des Kongreßbüros, welches beim Kongreßbüro erhältlich ist. (Rückporto beilegen.) Kongreß-Postamt. Im Kongreßgebäude wird ein eigenes Postamt errichtet werden. Kongreß-Teilnehmer lassen ihre Post am besten adressieren: ״NN per XX. Zionistenkongreß, Zürich“. Publikationen. Berichte der Exekutive, des Keren Hajessod und des Keren Kajemeth (hebräisch, englisch oder deutsch) Frs. 5; Kongreß-Zeitungen erscheinen (in hebräischer uno deutscher Sprache) während des Kongresses und der Tagung des Councils der Jewish Agency täglich. Abonnements in der Schweiz SFrs. 4, in de» übrigen Ländem SFrs. 5, Postschlüsse nach Uebersee Berlin: Postamt C 2; Frankfurt am Main: Bahnpostamt 1B oder Flughafen: München: Bahnpostamt 1 oder 2 (Flughafen)j Hamburg: Postamt 1; K5|n: Bahnpostamt 10 und Flughafen, Di« Sendungen müssen so eingeworfen werden, daß sie tu den angegebenen Zeilen heim Postschluß,1n:t vorließen oder das Schiff mindeste«] im letzten curopäi Palästina 29. Berlin 19.30 sehen Haien erreichen können. (30. München 9.30) 1. 7. Brindisi 5. 7. Haifa 30. Berlin 19.30 ( 1. München 9.00) Bahn 6. 7. Haifa 2. Berlin 19.30 ( 3. München 9.00) Balm 7. 7. Halft 4. Berlin 18,00 ( 5. München 9.00) , Bahn 9. 7. Haift 6. Berlin 19.30 ( 7. München 9.30) 8. 7. ßiindisi 12. 7. Haifa Luftpost 30. Berlin 3.00 via Athen ca. 2!/־ Tage 30. Berlin 9.30 (München 18.00) vja Brindisi ca. 3 Tage 2. Berlin 6.00 via Athen ca. 2 Vs Tage 3. Berlin 3.00 via Athen ca. 214 Tage 3, Beilin 9.30 (München 18.00) via Bundisi ca. 3 Tage 5. Berlin O» o G via Athen ca. 21/2 Tage Vereinigte Stuten von Amerika 30. Beilin 8,00 1. I.e Havre (..Manhattan**) 8. 7. New York 1. Berlin 8.00 2. Cherbourg (,.Deutschland“) 9. 7. New York 6. Berlin 8.00 7. Le Havre (״Normandie) 12. 7. New York Luftpost 29. Berlin 18.00 (30. Köln 9.30) Flug z. ״Europa“ 5. 7■ N. Y« Südamerika 30. Berlin 20.00 1. Hamburg 6.00 (,,Cap Arcona“) 14. Rio; 17. B. A’. 1. Berlin 18.00 (2. Frankfurt 8.00) 3. Boulogne 19. Rio; 23. B. A, 2. Berlin 20.00 3. Bremen 8.00 (״Cap Nofte“) 21. Rio; 26, B. A. Luftpost 29. Berlin 21.00 (Frankfurt 24.00) 3. Rio; 4. B. A. 3. Berlin 13.30 (Frankfurt 15.00) via Paris 6. Rio :7. B.A, Südafrika 30. Köln 21.00 2. Southampton (,.Dunvegar C.“) 19. 7. Kapstadt 5. Köln 21.00 7. Southampton (״Windhuk") 22. 7. Kapstadt Luftpost 1. Berlin 9.30 (München 18.00) via Brindisi ca. 8 Tage 2. Berlin 6.00 via Athen ca. 8 Tage 2. Berlin 9.30 (München 18.00) via Brindisi ca. 8 Tage 3. Berlin 6.00 via Athen ca. 8 Tage 5. Berlin 9.30 (München 18.00) via Brindisi ca. 8 Tage 6. Berlin 6.00 via Athen ca. 8 Tage Juden und Jüdisches Im Rundfunk Diemtag, 29. Junis Belgrad (Kurawellensender). 21.30: Kammer, musik. (Es spielt die Pianistin Sophie Selzmann.) — Brünn, 17.3S: \ortrag von Dr. Felix Langer: ״Irr: Frieden Wachsamkeit“. — Sotten», 18.15: Arthur Schnabel spielt Beethoven. — Paris PTT., 20.30: Violinkonzert Hans Bassermann. Mittwoch, 30. Juni: Straßlnirg, 20.30: Uetrcrtragung eines Konzertes von Bruno Waller aus Wien, — Prag, 20.40: Mendelssohn-Konzert, Donnerstag, i. Juils Wien, 19.25: Der unbekannte Ottenbach. In der Jüdischen Blindenanstalt für Deutschland, Steglitz, wurden bei der Vorstandsänderung gewählt: Zum 1. vor• sitzenden: Dr. med. h. c. Paul Perl*, zum 1. Schriftführers Rechtsanwalt Dr. Franz Eugen Fuchs.