Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 42 (1937)
- Issue
- Heft 50 (25.6.1937)
- Date
- 1937-06-25
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 50, 25. VI. 1937 wachsenden Wanderung ohne Ziel drohende Formen annehmen. Es handelt sich hier aber keineswegs um eine bloß jüdische Frage. Wie auf anderen Gebieten, sind auch auf diesem die Juden nur ein Spezialfall einer größeren Zeiterscheinung. Es ist ein W e itpro b 1 e m, sich ergebend aus den Verhältnissen dieser neue Formen suchenden Zeit, und überall können Völkersplitter Opfer dieses Prozesses sein. Dies ist gerade in den letzten Tagen ins Bewußtsein getreten, als in Genf der Norweger H a n s s o n, Präsident des sögenannten ״Nansenamtes״, seinen Plan für die allmähliche Auflösung dieser Einrichtung vorlegte. Das Amt ist von dem unvergeßlichen norwegisehen Forscher und Menschenfreund Fritjof Nansen als Betreuungsstelle für die durch die russische Revolution und ähnliche Nachkriegsereignisse aus ihrer Heimat vertriebenen Menschen, die Opfer des Bolschewismus, errichtet worden. Nach Hanssons Bericht gibt es gegenwärtig etwa 700 000 Flüchtlinge (Refugies), von denen 600000 aus Russen, Armeniern, Assvrern, Assyro-Chaldäern und Türken bestehen. Die Mehrzahl dieser Menschen bedürfe der Unterstützung durch das Nansen-Amt und werde, wie der Bericht sagt, auch nach 1938, d. h. nach der geplanten Auflösung dieses Amtes, Unterstützung brauchen, ״wenn sie nicht Hungers sterben oder zu Verzweiflungstaten getrieben weiden sollen, die sie zu einer Gefahr für die öffentliche Ordnung machen.“ Eine große Zahl dieser Flüchtlinge, so heißt es weiter, büße frühzeitig Gesundheit und Körperkraft ein, und dadurch werde sie immer mehr versorgungsbedürftig. Es erhebt sich die naheliegende Frage, wie das Schicksal dieser Menschen sein soll, denen in den meisten Ländern A u f e n 111 alts- und Arbeitserlaubnis nicht erteilt wird. Sie sind nicht nur ohne Vaterland, sondem auch ohne Staatsangehörigkeit, und eine ganze Reihe von ihnen werden zwischen verschiedenen Ländern, die sie nicht behalten wollen, hin- und hergeschoben. Die Londoner ״Times“ behandelt in einem Leitartikel, den sie an den Bericht von Hansson anknüpft, die Frage, ob es möglich sei, diese Frage durch Kolonisation zu lösen. ״Wo aber“, so schreibt das Blatt, ״läßt sich eine Kolonie finden? Südamerika ist erfolglos in dieser Beziehung untersucht worden; andere Gebiete, die man vorgeschlagen hat, erwiesen sich als ungeeignet für Nordeuropäer. Und sogar wenn sich ein Gebiet finden ließe und wenn alle politischen Schwierigkeiten beseitigt würden, dann bliebe noch das Problem der Kosten des Transportes und der Ansiedlung, die auf nicht weniger als 200 Pfund pro Familie geschätzt wurden.“ Damit erledigt sich in den Augen der Zeitung dieser Vorschlag von selbst. Kolonisation von Einwanderern wird überhaupt auch In England heute für äußerst schwierig gehalten. Auch die letzte Empire-Konferenz, die nach der Krönung im Mai in London stattfand, hatte in der sehr vvichtigen Frage der Wanderung magere Ergebnisse. Viele britische Dominions haben große unerschlossene Gebiete und sind, verglichen mit anderen Ländern, sehr dünn bevölkert. Trotzdem gelingt es nicht, eine nennenswerte Auswanderung, z. B. aus den übervölkerten Elcndsgebieten Englands, nach Ucbcrsce zu bringen. Bei einem Bankett, das vorige Woche in London dem kanadischen Einwanderungsminister gegeben wurde, kam diese Frage zur Sprache, und ein englisches Parlamentsmitglied richtete an den Minister die Frage, welche Schritte getan werden könnten, um einen ständigen Zufluß von Auswanderern aus England nach Kanada und ihre Ansiedlung dort zu bewerkstelligen. Der Minister antwortete, die Haltung der Regierung sei die der Vorsicht. Nicht weil sie gegen solche Einwanderung sei, sondern wegen der praktischen Schwierigkeiten. Die kanadische Regierung, auf der die Last der evtl. Arbeitslosenunterstiitzung für die städtische Bevölkerung (die Hälfte der Bevölkerung Kanadas) laste, könne zu den Kosten eines solchen Ansiedlungssystems nichts beitragen. Könne man ein Projekt vorlegen, das keinerlei finanzielle Beiträge seitens der kanadischen Regierung bedürfe, so werde sie dies in Betracht ziehen. ״Es. muß aber klar sein, daß die Einwanderer aufs Land gebracht würden und der Regierung müßte nachgewiesen werden, daß sie eine Chance des Erfolges haben. Die Einwanderer müßten auch voll informiert werden über die Schwierigkeiten, denen sie entgegengehen.“ Wenn man diese skeptischen Worte liest, begreift man, daß die Bestrebungen nach innerer Kolonisation im Britischen Empire in den letzten Jahren nur sehr langsam vorwärts kommen, und man versteht zugleich die Bewunderung, die gerade von britischen Fachleuten der jüdischen Kolonisation in Palästina gezollt worden ist. Von uns Juden wird häufig beklagt, daß die Mehrheit der jüdischen Einwanderer in Palästina sich in den Städten konzentriert. Demgegenüber sollte aber niemals vergessen werden, welche gcwaltige, beinahe beispiellos dastehende Leistung das aller kolonisatorischen Erfahrungen bare jüdische Volk in den letzten 20 Jahren in Palästina vollbracht hat. Während in Kanada und anderen überseeischen Dominions die Regierung den Siedlern Boden zur Verfügung stellt, muß in Palästina jeder Fußbreit Bodens schwer bezahlt wer« den, und cs ist kein Wunder, wenn der Preis dieses in dem kleinen Land nur in begrenztem Maß zur Verfügung stehenden höchsten Produktionsgutes immer mehr steigt. Die Erklärung für den Erfolg der jüdischen Kolonisation ist nur darin zu suchen, daß hier eine Idee die Mensehen beseelt und sie in ihrem Ziel der Besitznahme des Bodens auch unter großen persönlichen Schwierigkeiten mit aller Zähigkeit festhalten läßt. Aus der Budapester Gemeinde Von unserem Berietterstatter Budapest, 20. Juni ln einem Heft von 70 Seiten legt der Vorstana der Fester Israelitischen Qemeinde Rechenschaft ab über das Jahr 1936, wobei auch auf die allgemeine Lage des ungarischen Judentums manches Licht fällt. Von den 60 000 steuerpflichtigen Mitgliedern der Pester Gemeinde zahlen mehr als die Hälfte kaum 10 Pengö Jahressteuer, und nur 2800 Steuerzahler, also 4,7«/0, mehr als 100 Pengö. Der Bericht führt die von Generalsekretär A. Eppler seinerzeit zusammengestellten Daten über den ״Aussterbe-Etat“ der ungarischen Juden an. Demnach überstieg die Anzahl der Sterbefälle in den Jahren 1930—1935 die der Geburten mit 21 °/0, während bei den übrigen Konfessionen eine natürliche Zunahme der Bevölkerung zu vermerken war. Symptomatisch muß es gewertet werden, daß während vor 20 Jahren die Anzahl der von der Gemeinde mit Religionsunterricht versorgten Jugendlichen 30 407 betrug, diese heute aut 17 154 gesunken ist, da der allgemein zu beobachtende Geburtenrückgang (35 ס/יי) bei den jüdischen Müttern nicht weniger als 65 0'״ ausmacht. Einen anderen fühlbaren Ausfall bedeuten die in Zunahme befindlichen Mischehen (35 vom Hundert ln Budapest) und die Taufen, deren Anzahl sich seit 1931 von 387 auf 921 erhöht hat. Der Jahresbericht kommt dann auf die Juden frage zu sprechen und präzisiert seinen Standpunkt mit den programmatischen zwei Zeitungsartikeln des Gemeindepräsidenten, Hofrat Samuel Stern, die auch wir seinerzeit verzeichnet haben. Bezüglich der innerpolitischen Erscheinungen wird an erster Stelle der Palästina-Arbeit Erwahnung getan, worüber es wörtlich heißt: ״Mit Bedauern müssen wir feststellen, daß es uns nicht gelungen ist, mit unseren zionistischen Brüdern ein Abkommen zu finden, das ein einmütiges Vorgehen in der Palästina-Arbeit, die wir unter den heutigen Umständen ebenfalls als außerordentlich wichtig betrachten, ermöglicht hätte. Wir werden natürlich eine harmonische Zusammenarbeit mit den Leitern der großen zentralen Palästina-Arbeit anstreben, in erster Reihe aber unseren ungarischen Brüdern im Heiligen Lande eine Existenz zu schaffen suchen.“ (Die Einigung ist bekanntlich gescheitert, weil die Gemeindeführer die völlige Ausschaltung der ungarischen Zionisten aus der Palästina-Arbeit forderten, ein Ansinnen, dessen Unannehmbarkeit auf der Hand liegt. — A. d. R.) Die Generalversammlung der Gemeinde, die am 20. Juni unter Vorsitz Hofrats Samuel Stern stattfand, nahm den Jahresbericht ebenso wie die ohne Defizit abschließenden Schlußrechnungen für 1936 einstimmig zur Kenntnis. Die Debatte wurde zum größten Teil von den Vertretern der Zionisten geführt, die der Gemeindeleitung ebenfaljs Anerkennung zollten, aber durch positive una kritische Hinweise manche Anregung boten. R.-A. Dr. Nissan Kahan bemängelte die UeberdTmensioniertheit der Gemeinde-Institutionen, wogegen z. B. die sozialen Ausgaben kaum das Minimum erreichen. * Da» äußere Bild Budapests wird in nächster Zeit eine — wenn auch nicht sehr merkliche — Veränderung erfahren. Bisher gab es noch in manchen Gassen des Judenviertels Bücher-, Lebensmittel-, aber auch Textilwarengeschäfte, die mit Rücksicht auf ihre schon längst ausgebliebene ober* ungarische Kundschaft auf ihren Firmenschildern und -tafeln Inschriften mit hebräischen Lettern zeigten. Nun soll — wie ״U j s d g“ meldet — Bürger* meister Szendy den Vorstehern der beiden Gemeinden nahegelegt haben, diese Inschriften zu entfernen. Der Plan soll allgemeine Zustimmung gefunden haben und in kürze* ater Zeit durchgeführt werden. Vom 5.—10. Juli wird der Internationale Juden* Christen-Verband (International Hebrew Christian Alliance) seine alle drei Jahre stattfindende Universalkonfe* renz in Budapest abhalten. Sie wird sämtliche die Christliehe und jüdische Gemeinschaft interessierende geistige Fragen in den Kreis ihrer Beratungen ziehen, sich u. a. auch mit der Ansiedlung heimatlos gewordener christusgläubig» Juden in Palästina und mit dem Problem des Antisemi* tismus beschäftigen. * Eine jüngst erschienene Broschüre des Statistiker« Dr. Desiderius Zentay: ״Sprechende Zahlen“ gibt eine Uebersicht über die Eigentümer des ungarischen Großgrundbesitzes. Unter den 62 Fideikomissen des LandeSj die ins* gesamt 822 162 Katastraljoch umfassen, befindet sich natür* lieh kein Jude, auch unter den noch bedeutenderen Lati* fundien von über mehr als 100 historischen Familien finden sich nur 7 von Familien jüdischer Abstammung mit kaum 60 000 Joch Gesamtbcsitz. Dr. A. F, Wenn man jedoch einen Ausweg für die jüdisehen Massen in anderen Ländern sucht, so wird man an den Erfahrungen in bezug auf landwirtschaftliche Kolonisation von Auswanderern und an den zurückhaltenden sachverständigen Urteilen nicht achtlos vorübergehen dürfen. Die Schlußfolgerung, die die ״Times“ in dem zitierten Artikel bezüglich des Schicksals der bisher vom Nansen-Amt betreuten Emigranten verschiedener Nationalitäten zieht, daß nur durch eine Verbesserung der wirtschaftlichen Gesamtlage in der Welt, durch Beseitigung der internationalen Spannungen und produktive wirtschaftliche Kooperation der Völker auch das Los dieser in fremde Umgebung versprengten und so schwer wieder einzuordnenden Mensehen gebessert werden könne, gilt in hohem Maße auch für die jüdischen Auswanderer. Wir beobachten, daß in manchen Teilen der Welt, wo die wirtschaftliche Lage sich bessert, auch Auswanderer eher eine neue Existenz finden können. Inzwischen hat, da alle Versuche einer internationalen Regelung durch den Genfer Ankauf Juwelen - Uhren verkauf SOMMERFELD, Barlin W8, Leipziger Straße 113 Völkerbund oder andere Institutionen versagt haben, die private Wohltätigkeit und Fürsorge eine gewaltige Aufgabe, und gerade was die Juden betrifft, ist sich die Gesamtheit dieser Verpflichtung in hohem Maße bewußt. Aber auch abgesehen von der humanitären und wirtschaftlichen Seite des Problems steht die Tatsache vor uns, daß als Folge der Nachkriegsverhältnisse in vielen Ländern fremde Volkssplitter vorhanden sind, die ein Problem der Assimilation bzw. des Volk« liehen Sonderlebens bieten, ähnlich wie dies bisher bezüglich der Juden der Fall war. Die Welt wird von dieser Seite her vor ein Gesamtproblem — die ״Times“ nennt es ein Problem des Gewissens — gestellt, innerhalb dessen die Judenfrage (die freilich noch andere Seiten hat) ein Teilproblem darstellt. Durch den Bericht des Nansen-Amtes ist diese offene Wunde wieder ins Bewußtsein getreten. Innerhalb der großen Neuordnungen, die sich heute vollziehen, wird diese Sache nicht vergessen werden dürfen. Der Vorsitzende des Oberrates der Israeliten Badens, Prof. Dr. Nathan Stein, hat am 23. Juni folgend^ Schreiben an die Reichsvertretung der Juden in Deutschland z. Hd. des Präsidenten Dr. Leo B a e c k gerichtet: ״Der Oberrat der Israeliten Badens hat heute in seiner Vollsitzung einmütig beschlossen, sich der Vertrauenskundgebung, die der Rat der Reichsvertretung in seiner Tagung vom 15. Juni d. J. dem Präsidenten der Reichsvertretung, dem Präsidialausschuß, Herrn Dr. Otto Hirsch und seinen Mitarbeitern ausgesprochen hat, atizitsehlieBen.“ Auch während Ihres Urlaubs können Sie unsere Zeitung pünktlich Im In- oder Auslande erhalten, wenn Sie bei unserer Vertriebsabtlg., Berlin W15, Meinakestrafte 10, rechtzeitig Nachsende-Antrag stellen Jüdisches aus Holland Von unserem Berichterstatter R L. D e n H a a g, 20. Juni Anläßlich der Anwesenheit der Königlichen Familie in Amsterdam war auch das Juden viertel festlich geschmückt. Die jüdische Bevölkerung hatte das Be■ dürfnis, auch ihrerseits der Königin und dem prinziiehen Paare ihre Anhänglichkeit an das Haus Oranien zu bezeugen, das stets den Juden Hollands Schutz und Freiheit gewährt hat. Auf dem Jonas Daniel Meyer-Plein, an dem aie berühmte Portugiesische Synagoge und auch die große Neue Synagoge liegen, inmitten des Judenviertels von Amster* dam, brachten 1200 jüdische Kinder unter Leitung des Dirigenten $. H. Engländer der Königlichen Familie eine Gesangshuldigung dar. Königin Wilhelmina, Prinzessin Julian« und Prinz Bernhard brachten in herzlichen Worten ihren Dank zum Ausdruck. (Siehe das Bild auf S. 3.) Die Liberale Jüdische Gemeinde in Amsterdam beging die feierliche Einweihung ihrer ersten Synagoge in Amsterdam. Namens der Berliner Jüdischen Gemeinde über* brachte H. Stern einen wertvollen alten Schofar als Oe* schenk. Dr. A. van R a a 1 te, holländischer Kommissar de* J. N. F., eröffnete in der Buchhandlung P. A. Hemerijck in Amsterdam eine Ausstellung ״Das neue Palästina im Bild“, die Photos der beiden palästinensischen Photographen Z. Kluger und J. Gai Eser brachte. Die Zeitschrift für Ökonomische Geographie enthielt in ihrer Juni-Ausgabe Beiträge von Dr. J. A. Colthof über ״Palästina und da* Petroleum im Nahen Osten“ und von I)r. R. Levy über ״Die Handelsbeziehungen zwischen Holland und den Ländern des Nahen Ostens“. Das Komitee zur Förderung de* Handels zwischen Holland und Palästina erstattete kürzlich seinen Bericht über das Jahr 1936, der ausführlich über die wirtschaftliche Entwicklung Palästinas, insbesondere auf dem Gebiete des Außenhandels und der Industrie, im vergangenen Jahre informiert. Auf der mehrtägigen ״Manifestation Niederländischer Tonkunst" wurden u. a. die zweite Symphonie von Bertus van Li er, ein Chorwerk von Sem Dresden, der auch als Dirigent der Haarlemsehen Motett- und Madrigal-Vereinigung mitwirkte und Orgelwerke von M. Monnikendam zur Aufführung gebracht. Auf dem ersten der Volkskonzerte, die unter Leitung von Ignaz Neumark stehen, spielte der 13iährige Violinist Theo Olof das Violinkonzert von Tschaikowski und — als Zugabe — ein ״Caprice“ von Paganini. Keine Umzöge Im Londoner East End. Der englische Innenminister hat am 21. Juni im Unterhaus eine verordnung bekanntgegeben, nach der ein bestimmter Teil des Londoner East End für politische Umzüge für 6 Wochen gesperrt wird. Der Orund ist der beabsichtigte Marsch der englischen Faschisten am 4. Juli, von dem der Minister befürchtet, daß er, wie im letzten Jahr, zu Unruhen im jüdischen Viertel Londons führen könnte. ־ Universitäts-Aktion In Finnland. Unser schwedischer H. R.- Berichterstatter schreibt uns: Im Verlaufe seiner Universitäts- Aktion in Nordeuropa besuchte Dr. Kaplun-Kogan auch Finnland. Infolge der vorgerückten Sommerzeit wurde eine Aktion nur ln wyborg vorgenommen, die mit Unter* Stützung des Vorsitzenden der Gemeinde, Herrn M. Kaplan, recht gut verlaufen ist. Ein Vortrag von Dr. Kaplun-Kogan fand volle Aufmerksamkeit. In Helsin gfors konnten nur organisatorische und propagandistische Fragen besprochen werden; außerdem wurde Fühlung mit den finnischen Hoch* schulen zwecks Herstellung eines Kontaktes mit der Universität Jerusalem genommen. Die Hauptarbeit ist auf den Herbst verschoben worden, und man darf sich, bei der positiven Einstellung der finnischen Juden, zufrieden• stellende Resultate versprechen. Hauptachrlftleiter: Dr. Robert Weits ob, Berlin ■ Charlottenburg 9 (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter! Kurt Loewenatein, Berlin W 15. Anteigenleiter und verantwortlieh für den Inhalt der Anzeigen! Hermann Pinn, Berlin W 18. Gültig Anteigen - Preisliste S vom 1. April 1938. Verlag und Au- *eigenverwaltung: Jüdische Rundschau, Berlin W18, Meinekeatr. 10. D.A 1/1937 33 818. — Druck: Siegfried Schoiem, Berlm-Schöneberß.