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Jüdische Rundschau · 1937-06-18 · Heft 48 (18.6.1937) · page 16

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 48 (18.6.1937)
Date
1937-06-18
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Pokalspiele In Südwestdeutschland Die erste Runde der Pokalspiele des ״Spie lau 5* Schusses jüdischer Sportvereine Siidwestde u ts ch I a n d s“, zu denen alle Makkabi- und Sportbund•■ Vereine des Bezirks gemeldet haben, hat am vergangenen Sonntag begonnen. Da nach dem k, o.-System gespielt wird, scheiden im F u II ball der Gruppe Main durch ihre Nieder• lagen am 13. Juni die Mannschaften des Schild Mainz, des Bar Kocliba Offenbach und Bar Kochba Frankfurt 11 aus dem weiteren Wettbewerb aus. Alle Spiele zeigten — eine Folge der Hitze und des mangelnden Trainings — ein sehr niedriges Niveau. Wenn in Franklurt z. B. auch Bar Kochba Frankfurt 1 den Schild Mainz I mit 6:0 (2:0) Toren schlagen konnte, Makkabi Petach *Tlkwah in Deutschland Berlin 23. Juni, 20.30 Uhr: Teeabend. 24. Juni, 13 Uhr: Empfang durch die Zionistische Vereinigung für Deutschland; 19 Uhr: Abendsportfest, Leipzig 27. Juni: Groß-Sportfest des Bar Kochba Leipzig, Frankfurt a.M. 29, Juni: Abendsportfest des Bar Kochba Frankfurt a. M. Makkabi Petach •Tlkwahsiegt in Polen Vor dem Start in Deutschland absolvierte der Makkabi Petach-Tikwah einige Spiele beim Makkabi Polen. Sowohl im Handball wie auch im Korbball konnte Petach-Tikwah alle Spiele in Lodz, Groduo und Wilna für sich entscheiden. Bei dem Trciteii m Warschau am Sonntag wurden folgende Ergehn iss e erzielt: Dior Lemberg gegen Makkabi Petach* Tikwah im Korbbail 11:28; Drur Lemberg gegen Makkabi Petach-Tikwah im Handball 0:10; Makkabi Warschau gegen Petach-Tikwah im Korbbali 18:21; Makkabi Warschau gegen Petach-Tikwah in! Handball 1:14; Makkabi Czenstochau gegen Petach-Tikwah im Korbball 10:24. so dürfen aus diesem Torunterschied doch keine voreiligen Schlüsse gezogen werden. Auf beiden Seiten gab es keine guten Leistungen zu sehen, und von der als sehr spielstark eingeschatzteii Fraukfuiter Makkabi-Elf hatte man eine ganz, andere Zusammenarbeit erwartet. Die ״Neuerwerbung'* des Bar Kocliba, der Stürmer Paul Sommer (bisher Schild), versagte zur allgemeinen Ueberrasehung vollständig; dafür imponierte der jugendliche Mittelstürmer Paul May um so mehr durch seine zielbewußte Arbeit. In Hanau blieb der Platzverein, der J J B. Hanau, Sieger über die Reserve des Bar Kochba F r a n k f u rt, die bei ziemlich gleichwertigen Leistungen mit 2:5 (2:3) Toren nach Hause kam. — Sehr knapp, mit 2:3 (1:0) Toren verlor Bar Kochba Offenbach! gegen S c 11 i 1 d Frankfurt!, die durch den Zugang mehrerer Darmstädter Schildsportlcr (sämtliche Durmstiidter Aktiven sind zum Schild Frankfurt übergegangen) bedeutend verstärkt sind. — Die Schülereinheit des reaktivierten Makkabivereins Hakoah Frankfurt spielte unentschieden gegen den Schulsportverein Philanthropin Frankfurt; das Treffen ging vollkommen torlos ans. —• Die Begegnung des J TB. Frankfurt I und Schild Frankfurt AH. endete mit einem Mißklang. Beim Stande von 1:1 mußte das Spiel wegen verschicdencr unerfreulicher Vorkommnisse und Unsportlichkeiten vom Schiedsrichter abgebrochen werden. Weitere Fußballergehn isse im Jugendsport: JTB. Frankfurt Jugend gegen Schild Frankfurt Jugend 3:0 (2:0): JTB. Frankfurt Schüler 1 gegen Schild Frankfurt Schüler I 2:4: JTB. Frankfurt Schüler 11 gegen Schild Frankfurt Schüler II 1:0. Im Handball endeten die Pokalspiele der letzten Woehe mit dein Ausscheiden sämtlicher Wiesbadener Mannschäften (Herren, Damen und Jugend) und der Herrenreserve des SchikJ Frankfurt. Die erste Mannschaft des BarKochha Frankfurt leistete sich gegen S c 11 i I d Frankfurt Herren II ein Training für die Begegnung mit dem paläsfinensischcn Landesmeister Makkabi Petach Tikwah am 29. Juni in Frankfurt. Es war ihr ein Leichtes, mit den Frankfurter Schild-Leuten beim Stande von 15:3 (0:1) Toren fertig zu werden. — Die Dameneinlieit des Bar Kochba Frankfurt mußte stark ״verjüngt'‘ werden; ihr!:O-Sieg gegen Bar Kochba O f f e 11 b a c h, den vorjährigen Klassenmeister, muß also als Erfolg gewertet werden. — Die erste Herrenelf des Schild Frankfurt erfocht einen beachtenswerten 8:6 (4:4)-Sicg gegen Schild Wiesbaden, während die Frankfurter Dameneinlieit Wiesbaden mit 11:0 und die Jugendmannschaft des Schild Frankfurt die Wiesbadener langen gar mit 11:2 abfertigten. Die Frankfurter erwiesen sich bei allen Mannschaften von Anfang bis Ende stark überlegen, bedeutend schneller und schlagfertiger als ihre Wiesbadener Gegner. ־ Dr. Hans Frfedenthaf, Ehrenvorsitzender des Bar Kochba• Hakoah Berlin. Der älteste und grüßte: Makkabiklub Bar Kochba- Hakoah Berlin hielt am 12. Juni seine Generalversammlung ab. Aus dem gedruckten Rechenschaftsbericht geht hervor, daß der Verein im vergangenen Jahre durch Auswanderung924Mitglieder verloren hat. Diesem Verlust stehen jedoch 1200 Zugänge gegenüber, so daß die Mitgliederzahl von 2700 bereits überschritten ist. — Dr. Hans Fricdenthal, der in den letzten 4’• ״ Jahren an der Spitze des Vereins gestanden hat, mußt« wegen Arbeitsüberlastung sein Amt niederlegen. Unter stürmiseb.cm Beifall der Versammlung wurde ihm die in hebräischer Sprache abgefaßte Ernennungsurkunde zum Ehren- Vorsitzenden überreicht. Zum neuen Vorsitzenden wurde Rechtsanwalt Martin E x i n e r gewählt. Makkabi-Sportfest in Berlin Vor großem Publikum wickelte der JSG. Hagibor Berlin sein Sportfest ab. Zum erstenmal in diesem Jahre sah man wieder eine Reihe bekannter Leichtathleten des Berliner Bar Kochba am Start, die dann auch die meisten Wettbewerbe gewannen. Eine Ausnahme bildeten nur die Jugend- Dia 4 X lW-m-btaffel für Damen ♦W«r»A «**, im«!.•יי vlt Wettbewerbe, wo überraschenderweise der Bar Kochba Lelpzig mit vielversprechendem Material aufwarten konnte. Mit Schattmanns Start im lOO-tn-Lauf stand zwar der Sieger schon von vornherein fest. Doch überraschte die große Oeberlegenheit des Berliner Bar Kochbaner. der mit 4 m Vorsprung die recht gute Zeit von 11.2 Sek. herauslief. Sieradski, Leipzig, der hier an zweiter Stelle endete, sicherte sich dafür den Sieg im Weitsprung mit der achtbaren leistung von 6,22 m, lieber 5000 m machte sich Werthen wieder einmal schon nach kurzer Zeit selbständig, um das ganze Feld weit hinter sich liegen zu lassen und mit 300 m Vorsprung vor Levy — der einzige Läufer, der nicht überrundet wurde — in der ausgezeichneten Zeit vo16:59 ״ Minuten durchs Ziel zu gehen. In den Jugendwettbewerben schuf Tombowski (BK. Berlin) im Kugelstoßen die beste Leistung des Tages mit 13,45 m. Bei den Frauen überraschte die erst 13jährige Ruth Goldstein (BK. Leipzig), die die 100 m ziemlich leicht in 14,3 Sek. gewann und durch ihr glänzendes Laufen ihrer Mannschaft auch zum Siege in der 4 mal 100-m-Staft'el verhalt. Die heiß umkämpfte Herzi-Staffel der lugend wurde eine Beute des Bar Kochba Leipzig, während die Olympische Staffel eine interne Angelegenheit des Bar Kochba Berlin war und erst durch die 400-m-Leute entschieden wurde. Ergebnisse: 100 1v>: 1. Schattmann (BK. Berlin) 11,2 Sek., 2. Sieradski (Leipzig) 11,6 Sek., 3. Krautenberg (BK, Berlin). —1 200 m: Jugend: 1. Holzer 25,3 Sek., 2. Braun 25,4 Sek. (beide BK. Leipzig), 3. Griinbaum (BK. Berlin) 26.3 Sek. — 1000 m: Jugend: 1. Berger 3:02 Min., 2. llpch berget3 ,־. Wcißnmnti (samt- '!ich BK. Berlin). — 5000 m: 1. Werthen (BK. Berlin) 10:58 Min., 2. Levy (BK, Berlin), 3. Hirsch. — KugeLtoßcn, Jugend: 1. Tombowski 13,45 m, 2. Cohn (beide BK• Berlin), 3. Braun (BK. Leipzig). — Wcitsprung: 1. Sieradski (BK■ Leipzig) 6,22 m, 2. Sternheim 6,03 m, 3. Samuel 6,00 m (beide BK. Berlin). — Frauen: 100 m: 1. Goldstein (BK, Leipzig) 14,3 Sek., 2. Sußman 14,4 Sek-, 3. Smedresmann 14,8 Sek. — Diskuswerfen, Frauen: 1• Schulmann (BK. Berlin) 30,90 m, 2. Rosenfeld (BK. Leipzig) 26,75 ni, 3. Kramer (BK. Leipzig) 21,20 ni, — 4 mal 100-m-Staffel Frauen: 1. Bar Kochba Leipzig 59,0 Sek., 2. Bar Kochba Berlin I, 3. Bar Kochba Berlin II. Das F U ß b a 111 u r n i e r, das unter Beteiligung von Bar Kochba-Hakoah, Bar Kocliba Leipzig, JSK. und Hagibor vor sich ging, ergab folgende Paarung: Bar Koehba-HaKoah ginge noch immer eine starke ״Einheit geblieben ist. Ha* Koalt hatte zu kämpfen, um erst in der Verlängerung mit 2:1 zu siegen. JSK. legte durch einen Freistoß ein Tor vor und erst in der zweiten Halbzeit konnte Hakoah gleichzichen. In der vierten Minute der Verlängerung erzielte Hakoah das siegbringende Tor. Im zweiten Vorspiel standen sich zwei j?1e1chwertige Gegner gegenüber. Auch hier endete die reguüire Spielzeit 2 :2. Hagibor kannte dann in der Verlangerunp das siegbringende Tor erringen. Um den dritten und vierten Platz spielten nunmehr JSK. und Bar Kochba Leipzig. Ueberraschenderv/eise konnte JSK. mh 2; 1 den dritten Platz erringen. Um den ersten und zweiten Platz standen sich Bar Koch ba •H a ko ah und Hagibor gegenüber. Wie immer waren beide Mannschaften bemüht, den Sieg zu erringen. Hakoah spielte zuflächst mit der Sonne im Rücken und war nieist die tonangebende Partei. Sämtliche Angriffe scheiterten jetloch au der hervorragenden Arbeit des Torwarts Nathan. Erst nach dem Wechsel konnte Hakoah durch zwei aufein* ander folgende Tore den Sieg und damit den ersten Prei* im Turnier erringen. An den Handballspielen nahmen BK. Leipzig, BK. Berlin komb., Maccabi und Hagibor teil. Im ersten Spiel schlug BK. Leipzig die kombinierte Bar-Kocliba-Mannschaft 6: 0, im zweiten Spiel schlug Maccabi I die Mann» Schaft des Veranstalters 1 :0, nachdem Hagibor in der zweiten Der Verteidiger wehrt ab Foto,: 11«rb«r1 SanneaM* -־,Jß ife:• p *■**־*&; •j f Halbzeit mit nur 9 Spielern antrat. Im Endspiel um den Turniersieg schlug Leipzig, die mit der stärksten Mannschaft antrat, Maccabi i nur 5 : 0, im Kampf um den dritten Platz gab es eine Rieseniiberrascluing, Der Hagiborelf gelang es, die Berliner BK.-Elf 3; 2 (0 : 2) zu besiegen. 1. Bar Kochba Leipzig, 2. Maccabi Berlin, 3. Hagibor Berlin, 4. Bar Kochba Berlin, Was bringt der Sonntag? Beuthen O.-S. Makkabi-Bezlrlmportfest 13.15 Uhr auf dem Schulsportplatz (am Ende der Promenade). Startbertchtlgt: Nur Inhaber des Mas Hamakkabi-Ausweises 1937, Dresden. Sportfest des 1TSV. Bar Kochba Dresden aui der Radrennbahn Reick. Vorkämpfe 10 Uhr, Hauptkämpfe 15 Uhr. Festansprache: Dr. Kurt Lewin, Berlin. Frankfurt •- M. Pokalspiele des ״Spielausschusses״; Handball: Sportplatz Sondershauser Straße, 17 Uhr: Bar Kocliba Frankfurt I! gegen JJB. Hanau I; Sportplatz Bornheimer Hang, 16 Uhr: Hakoah Frankfurt Damen gegen JJB. Hanau Damen. — Freundschaftsspiele, Sportplatz Sondershauser Straße; Fußball: Bar Kochba Frankfurt I u. II gegen Schild Mannheim 1 u. II. Köln a. Rh. Leichtathletisches Bezirkssportfest der Makkabivereine Westdeutschlands auf dem Sportplatz des SC. Hakoah Köln am Fort Deckstein. Kflnlgsbarg. Auf dem Sportplatz Steifeckstraße leichtathletisches Sportfest unter Beteiligung von BK. Königsberg und Danzig und Schild Königsberg und Tilsit. Vereinsmehrkämpfe, Fußballspiel, Frauen Handballspiel. Beginn der Hauptkämpfe 14 Uhr; Beginn der Spiele 16.30 Uhr. Mannheim. Pokalspiele des ,,Spielausschusses“, Gruppe Süd, 1. Runde, Handball: 16 Uhr: Bar Kochba Mannheim I gegen Schild Stuttgart I; 17.15 Uhr: Bar Kochba Mannheim Damen gegen Schild Stuttgart Damen, mm L PELZHAUS TAUENTZIEN Inh. FriU WtlBltr riesen-auswahl eleganter pelzmodelle Günstige Preise Berlin W 50, Nürnberger Straße 18;N -J —NÄCHSTER KIRSCH- Der gute Likör Maglstar-Liktirf abrlk, München VII. In Btrlfn 1u bezieh, durch dis WelngrcBhsrtdlung Bernhard Brauen, Burgetraße 9 / Rufi 9149 40 Jüdischer Sport aus aller Welt Klubmeisterschaften des Prager Hagibor. Recht früh ver• anstalten diesmal die Leichtathleten des Prager Hagibor ihre Klubmeisterschaften. In Abwesenheit des verletzten Engel gelang es Fischmann, die 100 rn in 11,7 Sek. vor Petachau und Wasser zu gewinnen und außerdem über 300 m mit 40 Sek. die beste Zeit herauszulaufen. Ueber 1000 m siegle Goldschmied nach schönem Kampf iti 2:43,5 Min. vor Schwarz, der 2:45,1 Min. benötigte. Im Hoch- und Weit• Sprung sicherte sich Wasser, früher Bar Kochba Berlin, den 1, Platz mit 1,66 m bzw- 6,21m, während im Stab• hochsprung Borger mit 2,70 m der Sieg nicht zu nehmen war. Petschau dominierte diesmal in den Wurfübungen, Disku* 33,80 m, Kegel 11,23111. Freund wirft Diskus 40,33 m. Bei einem Leichtathletik• klubkanipt Hagibor gegen A. C. Sparta gelang es Paul Freund, den Diskus 40,33 m zu werfen und im Kugelstoßen 12,08m zu erzielen. Auch Petschau schuf mit 37,71 m Diskus eine anerkennenswerte Leistung. Erwäh• nensvvert wäre im Stabhochsprung Borger mit 2,92 m. Hecht Im Davispokal weiter erfolgreich. Die Tschecho• Slowake! bat gegen Jugoslawien das Seniinale in der Europa* zone des Davispokals siegreich beendet. Zu diesem Erfolge hat wieder der jüdische Tennischampion Hecht durch seinen Sieg über den Jugoslawen Puncec mit 7:5, 6:2, 6:3 beigetragen und außerdem mit Menzel als Partner ebenfalls im Doppel eine ausgezeichnete Form an den Tag gelegt, im Zonenendspiel trifft die tschechoslowakische Mannschaft nun auf Deutschland. Die Begegnung wird vom 9.—11. Juli in Berlin durchgeführt. Der SAeke! ist das Bekenntnis zum jüdischen Volk und zum neuen Palästina. Die Zahl der verkauften Schekalim bestimmt die Größe der Delegation zum Zionistenkongreß, der für die Zukunft der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland von entscheidender Bedeutung ist. Der Schekel ist gleichsam die Kopfsteuer des jüdischen Volkes; er bahnt den Weg zur nationalen Freiheit und hilft hei der Gestaltung einer selbständigen Zukunft. — Darum bedenkt das Schicksal Eures Volkes und erfüllt Eure Pflicht ZAHLT DEN SCHEKEL - WERBT FÜR IHM *

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