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Jüdische Rundschau · 1937-06-18 · Heft 48 (18.6.1937) · page 15

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 48 (18.6.1937)
Date
1937-06-18
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr. 48, 18. VI. 1937 J0Dl SCHE RUNDSCHAU Seite 15 UMSCHAU Soziale Arbeit / Marg.Turnowsky-Piim«■ Probleme der Jugendfürsorge Die palästinensische ()Öffentlichkeit ist In den letzten Jahren durch das Zunehmen der Kriminalität unter den Jugendlichen aufgeschreckt worden. Zahlen, Straftaten Einzelner, Bandenstreiche wurden bekannt und heftiger diskutiert als es sonst im Lande bei sozialen Fragen üblich ist. Man hatte früher vor den Zeichen jugendlicher Verwahrlosung die Augen eschlossen; jetzt erschreckte die unübersehare Tatsache jugendlichen Verbrechertums, und man begann ihren Ursachen näher nachzugehen. Bei der großen Mehrzahl der Fälle fand man den Grund in Fehlern des sozialen Milieus und der Erziehung, — und zwar vielfach Fehler, die spezifisch palästinensisch sind. Am schwersten wirkt sich die fehlende Schulpflicht aus. Trotz der Bemühungen der sozialen Stellen und der Unterrichtsabteilung des Waad Leumi um eine Abhilfe sind noch heute Hunderte von Kindern ohne jede Schulerziehung, und von den übrigen bleibt nur etwa ein Drittel bis zum Abschluß der Eiementarausbildung in den Volksschulen. Die Ausgeschulten kommen entweder vorzeitig in einen Beruf, oder sie lungern spielend, bettelnd und hausierend auf den Straßen herum. Naturemäß neigen diese Kinder zu Streichen und traftaten. Besonders die Debilen werden oft unter Anleitung der Begabtesten straffällig. (Nach früheren Untersuchungen von Dr. Brachjahu ist mehr als die Hälfte der vor die Gerichte gestellten Kinder debil.) Diese Debilen müssen nicht notwendig wertlose Glieder der Gemeinschaft sein; sie können sehr brauchbare Landarbeiter und Handwerker werden. Die Voraussetzung ist aber eine entsprechende Erziehung in Hilfsklassen, speziellen Haushalts-, Landwirtschafts- und Handwerkerschulen. Derartige Einrichtungen fehlen bisher im Lande fast vollständig, und das allgemeine Volksschulsystem zeigt einen stark intellektualistischen Schultyp und (außer in den Schulen der Arbeiterschaft) eine Vernachlässigung der praktischen Fächer, die schon für das normale Kind bedenklich ist, die Kräfte des Debilen aber völlig unentwickelt läßt. Die zweite spezifische Schwierigkeit in der jüdischen Gemeinschaft Palästinas liegt in der Verschiedenartigkeit der einwandernden Kreise. Die orientalischen Jugendlichen stellen einen weit überprozentualen Teil der jugendlichen Straffälligen. Es wäre abwegig, diese Tatsache aus einem asozialen Charakter dieser Bevölkerungsgruppe zu erklären. Die Masse der orientalischen Juden lebt in Armut und ohne Anschluß an die führenden europäischen Arbeiterschichten. Mit Recht ist aut die verwirrende Wirkung hingewiesen worden, die die europäische Neueinwanderung, und speziell die Einwanderung der letzten vier Jahre, in den alteingesessenen und den orientalischen Kreisen hervorrufen muß. Nur eine Ausdrucksform der Armut ist das Wohnungselend, das oft als Verwahrlosungsgrund besonders herausgehoben wird. Nach den Frankensteinschen Statistiken wohnten von den jugendlichen Straffälligen Jerusalems nur 19 °/0 allein oder mit höchstens zwei andern zusammen in einem Wohnrauin, alle übrigen in überfüllten Zimmern. Frau Dr. Britschgi-Schimmer berichtet auf Grund ihrer Untersuchungen in den Jerusalemer Armenvierteln, daß von 260 besuchten Familien (meist Sepharden und Orientalen) 76 °/0 nur einen einzigen Raum bewohnten, und daß In mehr als der Hälfte dieser Fälle 5—10 Personen in diesem einen Raum zusammen lebten. Dr. Brachiahu stellt interessante Statistiken über den Zusammenhang zwischen den Schulleistungen von Kindern und ihrem häusliehen Wohnrauin auf. Naturgemäß muß bei all diesen Feststellungen der Komplex der Verelendungserscheinungen und -folgen im Zusammenhang betrachtet werden. Von welcher Bedeutung aber allein die Errichtung zweckmäßiger Wohnungen ist, beweisen die Erfolge des sozialen Wohnungsbaus in England, Amerika, Deutschland und Holland, auf die Dr. Britschgi-Schimmer hinweist. Die Auflösung der Slums hat dort bei fast 90 °/0 der Umesiedelten zu einer Erhöhung des sozialen tandards und zu einer starken Reduktion der sozialen Uebel, also vor allem der Kriminalität, geführt. Wege der Abhilfe Liegen so die Garantien für die Ueberwindüng von Massenverwahrlosungserschcinungen unter der Jugend nur in weitreichenden Aktionen, so mußte doch zunächst damit begonnen werden, sichtbarste Fehler zu korrigieren und schon zu Tage tretende Schäden auszugleichen. Das 1932 geschaffene Amt des von der Reierung ernannten Probation Officers hat sich ewährt. Der Probation Officer hat die Aufgäbe, die persönlichen und häuslichen Umstände der straffälligen Jugendlichen zur Kenntnis des Richters zu bringen und dadurch auf eine gerechtere Beurteilung der Tat und eine zweckmäßige Straffestsetzung hinzuwirkcn. Er hat die Entwicklung des Jugendlichen dann weiter zu überwachen und durch Beratung, Betreuung und Arbeitsbeschaffung zu beeinflussen. Die sozialen Aemter des Waad Leumi haben sich sofort nach Veröffentlichung des Gesetzes dem Probation Officer zur Verfiigung gestellt, und es ist eine gute Art der Zusammenarbeit erreicht worden, fn Jerusalem und Tel Aviv wurden die leitenden Sozialbeamtinnen selbst als ehrenamt'iche Probation Officer anerkannt. Ueberall wird mit Hilfe von ehrenamtlich tätigen Kräften der Zusammenhang zwischen den Jugendlichen, ihren Familien und den Aemtern hergestellt und sehr oft durch dauernde persönliche Beeinflussung oder auch durch zweckmäßige Unterbringung in Schulen und Heimen eine bessere Entwicklung der Gefährdeten erreicht. Dies begrüßenswerte System zeigt an einer wichtigen Stelle einen Bruch: es gilt ausschließlich für K.nabcn, während die gefährdeten Mädchen der jüdischen Fürsorge ganz entzogen sind. Sie werden — Jüdinnen und Araberinnen gemeinsam — von einer englischcn Sozialbeamtin überwacht, die das Hebräische nicht beherrscht, keinerlei nahe Be- Ziehungen zu den jüdischen Mädchen hat, und der dadurch auch die Möglichkeit zu tieferer Einwirkung fehlt. Ein zweiter noch tiefer gehender Mangel bestand bisher darin, daß der Probafion Officer sich nur derjenigen Kinder annahm, die bei einer Straftat ertappt wurden. Für die weit größere Zahl der Gefährdeten wurde von der Regierung nichts getan. Dieser Fehler ist durch die am 1. Juli in Kraft tretende Juvenil Offenders Ordiance behoben worden. § 16 dieses Gesetzes macht es möglieh, auch gefährdete Kinder (jugendliche Bettler, Herumtreiber, Kinder erziehungsunfähiger Eltern usw.) vor den Jugendrichter zu bringen. Mit diesem Aufsichtsrecht wird zugleich eine gewisse Fürsorgepflicht der Regierung begründet. Nach dem zur Zeit vorgesehenen Budget sollen 1000 Pfund für die Heimunterbringung von 33 gefährdeten Jungen vom Probation Office bereitgestellt werden. Mit der gesteigerten Möglichkeit, gefährdete Jugendliche unterzubringen, wird aber zugleich die schon längst drängende Forderung nach einem geeigneten jüdischen lugendheim zentral wichtig. Die durch die Gerichte zu schwereren Gefängnisstrafen Verurteilten kamen bisher in das rein arabische Tul- Keremer Jugendgefängnis. In leichteren Fällen stellten die Richter den jüdischen Fürsorgestellen frei, die Jugendliehen in geeigneten jüdischen Heimen unterzubringen; aber schon bisher genügten die vorhandenen Möglichkeiten nicht. Das Jugendlandheim in Gwath Praktische Vorschläge für ein heilpädagogisch geführtes Landheim gingen zugleich von der Jugendpflege-Abteilung der Stadt Tel Aviv und der sozialen Abteilung des Waad Leumi aus. Tel Aviv sah, trotz der guten Entwicklung des vor 2 Jahren eröffneten ״Heims für arbeitende Knaben“, daß ein voller pädagogischer Erfolg nur bei einer ländlichen Erziehung erreicht werden kann, und wumschte die Ueherfiihrung seines Heims aufs Land. Der Waad Leumi vertrat die Notwendigkeiten der gesamten sozialen Arbeit im Lande. Nach wertvollen Vorarbeiten eines von den beiden Zentralstellen zusammengesetzten Komitees wurde die Arbeit Dr. Hans Lubinski übertragen, der sie in den letzten Monaten rasch förderte. Gelingt es, die Mittel für Bauten und Inventar in der vorgesehenen Weise zu bekommen, so kann das Heim zum Ende dieses Jahres eröffnet werden. Die Träger des Instituts werden neben dem Waad Leumi und der Stadt Tel Aviv sämtliche Kehilloth (Gemeinden) und Vertretungen der jüdischen Dörfer sein. Es ist das erste Mal, daß es gelang, den gesamten Jischuw zu einem sozialen Zwecke zu sammeln. Das Heim wird Jugendliche im Alter von 9—16 Jahren aufnehmen, und zwar drei Grupen von Kindern: normale Schwererzichbarc, eichtdebile und Milieugefährdete. Es wird zunächst für 120 Kinder eingerichtet werden (der Bedarf an Plätzen übersteigt 300), bietet aber die Möglichkeit zu einer späteren Er- Weiterung. Der Erziehungsplan sieht vor, die Kinder unter der Leitung von Landwirten, Handwerkern, Lehrern und Heilpädagogen landwirtschaftlich und handwerklich auszubilden. Der Schulunterricht wird für die Normalen und die Debilen in getrennten Klassen erfolgen. Steht das Heim als erste jugcndpflegerische Einrichtung des geeinten Jischuw, so sind die Wege für weitere Arbeiten geöffnet: für eine Erweiterung der inneren Alijah, die große Kreise der palästinensischen Stadtjugend auf das Land bringt, für die von Frau Szold angeregte Schaffung eines einheitlichen Jugendamtes und für eine großzügige, zentral durchorganisierte Seitlementtätigkcit in allen Städten. Touristik / Werner Bloch Nach der Saison Die diesjährige Touristensaison war besser, als man es hätte envarten dürfen. Diese Fest- Stellung bezieht sich besonders auf die Christliehe Palästina-Touristik, die auch in diesem Jahre viel stärker war als die jüdische. I)aß die christliche Touristik für das Land von bcsoliderer Bedeutung ist, zeigen die definitiven Besuchsziffern der Regierung für das Jahr 1936, Im Jahre 1936 haben 49 505 Touristen Palästina besucht; 14 137 Juden und 35 368 Nichtjuden. Die Unterlagen für die diesjährige Saison sind noch nicht zu beschaffen gewesen. Man kann noch nicht sagen, ob auch das Verhältnis der jüdischen zur nichtjüdischen Touristik wieder etwa 3:7 sein wird. Im Rahmen von Mittel mcer-Rundfährten haben 15 große Schiffe den Hafen von Haifa in der Frühjahrssaison angelaufcn. Es wurde an dieser Stelle bereits betont, daß derartige Gesellschaftsreisen einen Palästina-Aufenthalt von nur wenigen Tagen in ihrem Rundreiseprogramm enthalten. Die Schiffe biingcn dann gleich einige hundert Touristen für ein paar Tage ins Land; im April hat heispielsweise ein einziges Schiff 1050 christliche Touristen aus England für drei Tage nach Palästina gebracht. Trotz aller Bemühungen der jüdischen Stellen ist es bis jetzt nicht gelungen, bei den Reiseplänen dieser ״Cruises“ jüdische Siedhmgspunkte zur Aufnahme zu bringen. Vereinzelt trennen sich christliche Reisende von ihrer Gesellschaft und besuchen auf eigene Faust Tel Aviv und einige jüdische Siedlungen. Nur eine christliche Reisegesellschaft aus Dänemark hat während eines dreitägigen Palästina-Aufenthalts als geschlossene Gruppe einen halben Tag dem neuen jüdischen Palästina gewidmet. — Die christliche Touristik hat unter den Pressemeldungen des Auslandes über die Zwischenfälle in Palästina während der Monate Februar und März nicht so stark gelitten. Diese organisierte Touristik berührt ja Palästina nur. Der Teilnehmer einer solchen Gesellschaftsreise nimmt den kurzen Palästina-Aufenthalt in sein Programm genau so auf wie einen Ausflug in Rhodos, Athen, Beirut oder in Aegypten. Der jüdische Tourist hat Erez Israel als Reise- und Aufenthaltsziel für einige Wochen im Auge. Ihn haben die Pressenachrichten über ein mögliches Aufflackern der Unruhen im Lande von dem Plane einer dies- E'"hrigen Palästinareise häufig abgebracht. iese Hemmungen sind eigentlich nur dann überwunden worden, wenn der jüdische Tonrist Verwandte oder Freunde in Palästina hesuchen, sich das Land wegen späterer Ucber- Siedlung ansehen wollte oder aus zionistischein bzw. beruflichem Interesse die Reise ungern verschoben hätte. Im Rahmen der jüdischen Touristik war die Zahl der aus Deutschland Kommenden sicherlich die größte. Sie fällt im wesentliehen unter die Rubrik der ״Verwandten-Touristik“. Daneben gab es eine organisierte jiidische Touristik aus Deutschland, die zahlenmäßig viel kleiner war. Bis jetzt wurden sechs Gruppenreisen mit einer Teilnehmerzahl von 150 Personen durchgeführt. — Aus Südafrika haben in diesem Frühjahre zirka 20Ü Juden Palästina besucht. Diese Reisenden sind in zwei geschlossenen Gruppen gekommen, deren Organisierung die Zentrale der Zionistischen Organisation für Südafrika durchgeführt hat. — Verkehrswesen Am 1. April 1937 hat die Verwaltung der palästinensischen Eisenbahnen den seit den Unruhen verringerten Zugverkehr wieder aut den ״Friederisstand“ gebracht. Darüber hinaus ist die Zugfolge zwischen Haifa und der Haifa-Bay und auf der Strecke des westlichen Emek verstärkt worden. Die größere Dichte der jüdischen Bevölkerung in diesen Bezirken führt nach und nach zum Entstehen eines Vorortverkehres im Verkehrsgebiet von Haifa. — Die neuen jüdischen Siedlungspunkte bei Beth Schan, ״Hassadeh“ und ״Betli JoseJ“, haben sofort nach ihrer Errichtung Bahnstatio• nen erhalten. Der Flugverkehr von und nach Palä• stina ist wesentlich verstärkt worden. Die pol• nische Linie LOT hat eine Flugverbindung er• öffnet, die dreimal wöchentlich Palästina mit den Balkanländcrn und Osteuropa verbindet. Die italienische ״Ala Littoria“ hat einmal wöchentlich einen Flugdienst zwischen Haifa und Rhodos mit Anschluß nach Brindisi eingerichtet. Die Imperial Airways, die Holländische Fluglinie und die ägyptische ״Misr Air Lines“ halten ihre alten Fahrpläne aufrecht. Um die Dichte des palästinensischen Flugverkelires zu zeigen, seien die Anflüge und Abfliige der drei'Flughäfen Palästinas aufgeführt: Ludd hat 23 An- und 23 Abfluge pro Woche, Haifa 11 An- und 11 Abflüge pro Woche und Gaza 4 An- und 4 Abflüge pro Woche. Die Autostraße von Tel Aviv!1 a c h H a i f a ist bis Chedcra vollendet und dem Verkehr übergeben worden, Damit sind die jüdischen Siedlungen von Tel-Awiw durch den Scharon über N'athania und den Ernck Cliefer bis Chederah durch eine erstklassige Straße verbunden, die noch bis Kerkur und Pardeß Chanali ausgehaut ist. Für die Tonristik hat sich die Vollendung dieser Straße sofort positiv ausgewirkt. Mehrere neue Autobuslinien und ein stärkerer Autotaxi-Dienst ermöglichen in bequemer Weise die Besicbfigung dieses schönen und interessanten Gebietes. Der Ausflugsverkehr von Jerusalem in diese Gegend hat durch die Vollendung der Straße Tulkereni—N'athania ebenfalls einen Auf- Schwung genommen, weil es jetzt möglich ist, schnell und bequem von Jerusalem über Nab- Ins—Tulkereni nach N'athania und in den Emek Chefer zu kommen. Publikationen Das Survey-Department hat die Autostraßenkarte für Palästina (Motor Map of Palestine) in siebenter Auflage neu heratisgegebcn. Wie häufig hier im Lande, hat sich das Straßenbild schon wieder während des Druckes der Karte geändert. So ist die Straße Tel Aviv—■ Chederah fertig geworden, während sie in der Karte als Straße erster Ordnung nur bis zum Straßenkreuze bei Kfar Jona bezeichnet ist. Sonst ist die Motor Map ״up to date“ und gibt einen genauen Ueberblick der Straßen- und Wegeverhältnisse. Es ist nur bedauerlich, daß in der Karte relativ w'cnige jüdische Siedlungspuukte verzeichnet sind. (Preis der Karte, auf Leinen aufgezogen: LP 0 1003 Das ist um so erstaunlicher, als das gleiche Department eine neue ״Administration Map" publiziert hat, die all die jüdischen Orte enthält, die auch aut der Palästina-Karte der P. L. D. C. eingetragen sind. (Preis der ״Administration Map“: CP 0 100.) Zum 1. April erschien die neue Ausgabe (Sommer 1037) der ״Palestine General Time Tahlc־“ von Zwi Friedlämler. Dieser Fahrplan enthält die Flug-, Schiffs- und Eisenbahn- Verbindungen nach Palästina, den Fahrplan der ״Palestine Raihvays“ und die Verkehrs- Zeiten von 101 jüdischen und arabischen Autobusliriien. Auf den Wert dieses Fahrplans — dem eine Verkehrskarte Palästinas beigegeben ist — für jeden Palästina-Reisenden wurde bereits früher hingewiesen. (Preis des Fahrplans: £P 0 020.) Zur Förderung der Touristik nach Palästina ist zu Peßach die erste Nummer einer Zeitschrift ״Bcautiful Palestine (Das schöne Palästina)“ erschienen, die in zwangloser Folge weiterhin herausgegeben werden soll. Das erste Heft ist in ansprechender Form mit vielem gutem Bildmaterial in englischer und deutscher Sprache dem Publikum unterbreitet worden. (Schluß des Palästinateils) lilUillillüll RIIMIIIIillllllillilllllillli Tl\e Anglo-Pale^tine Bank Limited Die Bank wurde 1m Jahre 1002. gegründet Nach den ersten zehn Jahren Pionierarbeif belief sich ihr Kapital per Ende des Jahres 1013, vor Ausbruch des Weltkrieges, auf £ 100,000 und ihre Depositen auf £ 340,000. Ende des Jahres 193ö waren die Ziffern wie folgt: Kapital und Reserven £ 1,075,000, Depositen £ 7,035,000. Das Hauptbüro der Bank befindet sich in Tel Aviv. Sie unterhält ein Büro in London (10/12, Walbrook, E.C. 4) und folgende Filialen in Palästina: Tel Aviv; Jaffa; Jerusalem; Haifa; Hadar Hacarmel; Tiberias; Safed; Pefach-Tikvah; Chedera; Rechowofh. Die Bank betreibt alle üblichen Bankgeschäfte und hat sich in allen Finanz- und Wirtschaftslagen, die die deutsche Einwanderung betreffen, spezialisiert. Sie steht neuen Einwanderern mit Auskünften und bankmäßigen Diensten bereitwilligst zur Seife. 48234848482348894801910201485353010101000102010100000200234848000100010201000253484800020029534802000201535348535353534848484853535353234853534853484853532348532353535348484853894853915348535348534848235348532353482353235323485353234853535348532348

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