Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1937-06-18 · Heft 48 (18.6.1937) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
42 (1937)
Issue
Heft 48 (18.6.1937)
Date
1937-06-18
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2651273-2653625-2653671--30861-2685436
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 48, 18. VI. 1937 Organisationen das Prinzip gilt, mit öffentlichen Mittelti in der sparsamsten Weise um/ugehen. Freilich heißt das nicht, daß notwendige Arbeiten unterbleiben dürfen. Aus diesem (}runde wurde eine Kommission eingesetzt, die die Arbeitsweise und die Etats neuerlich zu prüfen und durchzuarbeiten hat. Der sachliche Gegensatz, der nach unserer Meinung noch nicht aus der Weit geschafft ist, besteht darin, daß die große ,NU'hriieit eine W e i t e r f ii 11 1' 11 n g der notwendigen Arbeiten durch die Reiehsvertretung — unter der selbdversfandlichen auch von der Rcichsvertretung׳ bejahten Voraussetzung öftcntliclier Finanz- und Vcrvvahungskontmlle — wünscht, wahrend die Opposition anscheinend auf dem Umweg über Verwaltungsmaßnahnicn die Funktion der Reielisvertretnng auf ein Mindestmaß beschränkt und ihre Machtmittel anderen (iremieti oder Personen überantwortet sehen möchte. Die Herren vom Berliner (iemcinde- Vorstand, deren Einwände gegen die Reichsvcrtretimg in der letzten Nummer des Berliner Gcmeindebkittes nochmals ausfulirüc'1 formuliert wurden, konnten sieb in der Sitzung überzeugen, daß;1 I I e V t r t r ei er ei er J u d e n heit a u ß e r - 11 a I b B e 1 I i n s eine! > r ii p o!1 d e r a 11 z der Berliner (icmcinilcver w u 11111; g in d e n zentralen G r e - m i c 11 nicht w 11 n s c 11 e 11, sondern die Notwendigkeit der jetzigen Reiehsvertretung uneingeschränkt bejahen. Des inneren Kampfes ist man freilich überdrüssig. Von allen Seiten wurde der Wunsch /tun Ausdruck gebracht, eine Einigung herhei/ufiihrcii. Aus diesem (irnmle versagen wir uns auch, auf die Ausführungen des Cienienuleblattes, die in vielen Punkten (/. B.;;!jeb was die Beteiligung der Zionistischen Organisation an der Reiehsvertretung betrifft) unhaltbar sind, noch nachträglich eiuzugclieii. Es heißt schon die ln-!eiligen/ der Berliner Juden erheblich untcscliät/en, wenn man meint, mit naivem um! reichlichem S e i b s 11 o b, das sich der Berliner (iemeimlevorstand (z. B. über seine Budgetfunrung) ohne Vorlage von sachlichem Material in seinem Organ sHb-t spendet, die Position zu klaren. Es wäre \v!!n whciisv, ei t, diese Art der Polemik jetzt ruhen zu lassen und der Rciehsvertretuiig die Möglichkeit zu sachlieber Arb!!‘ /u gönnen. Die Judenheit in Deutschland würde cs gewiß mit großer Befriedigung; empfinden, wenn es der emge-euten Kommis'ion gelänge, die noch übriggebliebenen Streitpunkte bei/111egen. Beamte und Juden Persönlicher Verkehr unzulässig Die außenlini-tliclien I’!lichten des deutschen Beamten nach der einheitlichen Neuordnung der Beamicngesct/gebuiig behandelt dir׳ Major dir SelnU/poli/ei,!tau me, vom Hauptam! ()rdmmg'poli/ei im Reich'- und Preußischen Ministerium des Innen! im ״D e 1! f s e I! e n P o 1 i / c i b e a 111 t c n“.!)er deutsche Beamte -- und das treffe für seine Angehörigen genau so zu - halte in seinem persönlichen Umgang mit Juden (Volljuden) liest i in in tc Oren/eii 71t ziehen und emzuhalten, um nicht gegen die nationalsozialistische Weltansdiauung, gegen Grundforderimgen des nationalso/ialistisehen Staates mul damit auch gegen die Beamtenpfliehteil zu verstoßen. J e d er p e r s ö 11 i i e h e Verkehr des B e a m - t e 11 111 i f ei 11 e 111 Juden (V o 11 j u d e n) sei d c m nach U n z 111 ii' s i g, wenn er iiiclit ausschließlich in geschältliehen Dingen (Jude als Hauswirt) stattfinde. Er müsse sich dann auf das iiiinmga!!gliche Maß beschränken. Jeder sonstige Verkehr und persönliche Umgang eines Beamten mit einem Voiljuden verstoße gegen die Pflichten eines Beamten im nalionalso/ialistisdH'n Staat, und dies könne strafrechtliche Maßnahmen nach sich ziehen. Das gelte für Besuchsverkehr, gegenseitige Einladungen, Vermietung von Wohnungen und Zimmern wie besonders in Kur- und Badeorten, für das Wohnen in jüdischen Pensionen und bei jüdischen i amilieii 11s\v. Das treffe ferner für die nicht durch einen persönlichen Notstand gerechtfertigte Inanspruch- 11 a 11 in e j 1111 1 s e her (i e s < i!;1 f t 1• und für die H e ran- 7. i e I! 11 n g j 11 d i s c 11 e r R e c 111 s a!1 w alte zu. Der Beamte halle die Pflicht ״״־ abge-elioit von Notstamisf.dleii wie sofortige I ter.iiiholimg ein׳.׳' •\rz:e; hei drohender Eetu ii'gefnhr -- v o r 11 e r f e ־• t / :! ' t e I 1 e!1, 1>b das betreffende Oesehaft oder der Ar/t arisch mich. OcraJe Beamte, die im fünften Jahre der mit 1011:11-0/1 >'!-־ti-e!1 i.-n l.rlieluing noch irgendwelche Verbiminiigeii mit Juden 11 itten, stellten sich in Ocgensat/ zur 11at:ona!.'0/.,al stmeheii Wödtan-cliaimiu׳׳ und den Beamtenptlielitcn. I.a-'C da- Verb,!!tcn des Beamten eine bewußte Miß,ichtung erkennt n, so mii-se er die Eolgen fragen, die sich in Dienstentlassung /ug'et) konnten. Diese Forderungen erstreckten sich nicht 11111 auf die b a in i i 1 e n a 11 g e h ii r i - gen, sondern auch auf etwaige noch zur 11 a u s g e!11 e i tischalt 1: 1 11 iß r e 11 d e I > e 1י- ׳ o n e 11, u ie I laii-gehilfen. Jeder Beamte müsse brau und Kinder mit allen Mitteln zu einem einwandfreien Verhalten bringen. Beim Verhalten gegenuber den indischen Mischlingen könne man eher vom persönlichen Tahtgei'iih! des einzelnen Beamten ausgehen. Um eine jüdische Fremdenpension ln einem Bericht de- ״(reiieralan/eigers“ in Duisburg über die Oeneliiiiigung der Errichtung einer nur für Juden bestimmteil Fremdenpension durch das Stadiverwaltnngsgericlit heißt es: Wenngleich die Ikolurfnisfrage für einen derartigen Betrieb von dem Vertreter eins öffentlichen Interesses verneint und auch die Zuverlässigkeit der Antragstellerin in Zweifel gezogen wurde, verschieß sich das Stadfverwaltiuigsgericht doch nicht der Tatsache, daß in anderen Gaststätten im allgemeinen Juden nicht erwünscht sind und man infoigedessen eine Unterhringungsmöglichkeit nicht ohne weiteres abichnen könne. Der Antrag wurde daher genehmigt. Sämtliche Nationaldemokraten, die wegen Teilnahme an den judcnfeindlichen Ausschreitungen in Ramien- Kos/yrski verhaftet waren, wurden freigelassen. Todesurteil in Brest-Litowsk Keine ״politische“ Note Warschau, 15. Juni. (JTAA Der Prozeß gegen den!?jährigen Sclilädilcrssohii Wolf szczerbotvski, der in Brest-l.itowsk den Polizisten Kcdziora erstochen hat, nahm nur einen Tag in Anspruch. Am Dienstagabend verkündete der Gerichtshof das Urteil, durch das der Angeklagte 7,11111 Tode durch den Strang und zur Zahlung des symbolischen Schadenersatzes von einem Ztotv an die Witwe des Ermordeten verurteilt wurde. Die Verteidiger haben gegen die Todesstrafe Berufung eingelegt. Die Versuche des V'ertreters der Privatbeteiligfen, des nationaldeniokratisciicn Anwalts Kowalski, dem Prozeß eine allgemein j u d e n f e i n d i i c 11 e Wendung zu geben, blieben erfolglos. Der Gerichtshof ging lediglich auf die p e r s ö n I i c 11 e S e 1111 I d f r a g e ein. Ebenso vermied es der Verteidiger, Rechtsanwalt Gabriel Lewin aus Warschau, allgemeine Gesichtspunkte unter Betonung des jüdischen Momentes in die Verhandlung hineinzutragen. Der nationaldemokraftsehe Anwalt Kowalski, der eine entgegengesetzte Taktik befolgte, mußte vom Vorsitzenden wiederholt aufgefordert werden, sich auf den Verhandlungsgegenstand zu beschränken, [)er Staatsanwalt Gozdzik sprach der Verteidi« einig in seinem Plaidovcr die Anerkennung für die bewiesene Zurückhaltung aus und erklärte, er selbst würde die Verteidigung in nicht anderer Weise geführt haben. Der Staatsanwalt leimte es ausdrücklich ab, alte Juden in diesen Kriminalfall hineinzuzichen. Er versicherte dem Gerichtshof, daß er mit ebensolcher Schärfe gegen die Schuldigen an dem Pogrom vorgehen werde, sobald es dazu kommen wird. Nach Verlesung der Anklageschrift bekannte sich der Angeklagte auf Befragen des Vorsitzenden als schuldig. Bei dem nachfolgenden Verhör wurden sechs Zeugen über den Streit zwischen dem getöteten Polizisten und dem Angeklagten und seinem Vater vernommen. Der nationaldemokratische Anwalt Kowalski versuchte, von den Zeugen Aussagen heratis/ubekonimen, wonach der Mord an Kedziora schon vor längerer Zeit von mehreren Juden geplant sein sollte. Diese immer wiederholten Bemühungen des Anwalts blieben ergebnislos. 1111 Laufe der Verhandlung wurde festgestellt, daß Szczerbowskis Mutier selbst das Versteck des Mörders angegeben hat. Aus den Zeugenaussagen ging weiter hervor, daß der Vater des Angeklagten, der Fleischer Isaak Szczerbowski, der durch einen von dem Polizisten Kedziora unmittelbar nach dem Anschlag abgegebenen Schuß am Bein verletzt wurde und jetzt aus Furcht vor einem Attentat Brest-Litowsk mit unbekanntem Ziel verlassen hat, in freundschaftlichen Beziehungen zu dem ermordeten Kedziora gestanden hat. Er pflegte ihm selbst vertrauliche Mitteilungen über Fälle illegalen Schachtens zu machen, bei denen Kedziora dann eingriff. Staatsanwalt Gozdzik baute seine Anklage auf eine Dar- Stellung der persönlichen Eigenschaften des Angeklagten auf und begründete seinen Antrag auf Verhängung der Todesstrafe damit, daß eine Besserung des Charakters Szczerbowskis von keiner noch so langen Freiheitsstrafe zu erwar• tcn sei. Der Myszleuice - Prozeß Vor dem Kreisgericht in Krakau hat am 14. Juni der Prozeß gegen den Führer der Nationaldemokraten im Kreise Krakau, Adam Doboszvnski, begonnen, unter dessen Führung 130 uniformierte Nationaldemokraten im vergangenen Jahre einen Putsch auf das Städtchen Myszleuice unternommen und jtideirfeimilidic Ausschreitungen begangen hatten, ln einem vor kurzem durchgeführten Prozeß sind Teilnehmer an diesem Putsch mit leichten Strafen davongekommen. In der ersten Verhandlung des jetzt begonnenen Hauptprozesses erklärte Doboszvnski, die Verjudung Polens und der in Minsk- Mazowieck an ’ dem Wachtmeister Bujak begangene Mord hätten ihn zu seinem Unternehmen veranlaßt. Die Forderung Doboszvnskis, die Vertreter der jüdischen Presse zu dem Prozeß nicht zuzulassen, wurde vom Gericht abgelehnt. ״V, B.“ über die Judeufrage in Polen Wir berichteten in Nr. 47 über zwei Autsätze des ״Völki sehen Beobachters“ zur Judenfrage in Polen. In der Ausgabe vom 16. Juni wird diese Artikelserie fortgesetzt. Es wird darin darauf hingewiesen, daß die Fragen der großen Politik mit der Position des Judentums in Polen verbunden seien. Die zukünftigen ״europäischen“ Staaten im Osten seien heute noch in ein durchsichtiges Halbdunkel gehüllt und bildeten daher weder kulturell noch machtpolitisch einen genügenden Grenz.wall gegen Osten. Solange weder der Bürgcr noch der Bauer Polens die jüdische Schicht durchstoßen haben und damit zu einem materiellen und geistigen Aufstieg gelangt sind, könne Polen zu seiner Funktion 1m Interesse Europas nicht befähigt sein. Die antijüdischen Abwehrmaßnahmen Polens seien spärlich und inkonsequent. Der Antisemitismus sei primitiv, d. h. ein Antisemitismus der ״zerbrochenen Fensterscheiben“. Erst allmählich käme sein Sinn zum Ausdruck, nämlich das jüdische Proletariat zur Auswanderung z ti treiben. Problematisch erscheine auch die Frage des Verhältnisses des Katholizisin us zum Antisemitismus. Die niedere katholische Geistliclikeit stehe dort in der antisemitischen Front. Der Verfasser meint, es möge im Osten vielleicht ohne eine den Vatikan erschütternde juristische Verankerung des Rassenprinzips gehen, Jedenfalls habe Polen als Volk bereits die antisemitische Kennmarke. Der Jude werde ohne Zwang Polen nicht räumen. Die Versuche, im guten das Ausland von der Notwendigkeit der jüdischen Abwanderung _ zu überzeugen, seien sinnlos. Das Weltjudentum braucht nicht nur ״ein jüdisch verseuchtes Polen“, sondern es brauche sogar die ״Pogrome“ in Polen, um in Westeuropa den Eindruck auf• rechtzuerhalten, daß die Kapitalherren des Westens Angehörige einer verfolgten Rasse seien. Palästina und die Dominions Erörterung auf der Empire-Konferenz Ueber die soeben geschlossene britische Empire-Konf eren z, die bekanntlich nach der Krönung zusammentrat mul in geheimen Sitzungen beriet, wird nun eine offi- Kielte Verlautbarung herausgegeben, in der die Ergcbnissc der Verhandlungen zusammengefaßt werden. Dabei wird nachträglich bekanntgegeben, daß bei Behandlung der kolonialen Fragen am 31. Mai auch das Palästina-Rrob 1 e m erörtert wurde. Kolonienminister Ormsbv-Gore gal! einen Uebcrblirk über die Kolonialfragen und berührte, wie es in dem Conummiqiie heißt, ״im besonderen die ״<>. genwärtigen Schwierigkeiten in Palästina, wo die beiden gegnerischen Parteien in immer stärkere Feindschaft geraten situi und zugleich die Verwaltung kritisieren, die die nicht beneidenswerte Aufgabe harte, nach beiden Seiten fair und gerecht zu sein“.!11 der Aussprache, so heißt cs weiter, betonte der indische Delegierte Sir Muhammed Zafrullah Khan das große Interesse, das Indien an der Zukunft Palästinas nehme und hob mit Nachdruck die Notwendigkeit einer gerechten Lösung des Problems hervor. Erklärung Sm Unterhaus Im Unterhaus fragte Abg. Mander, ob geplant sei, sich mit den Dominions als Unterzeichnern des Eriedensvertrages, und insbesondere mit der Südafrikanischen Union, über die Politik zu beraten, die auf Grund des Berichtes der Kgl. Kommission geführt werden soll, Minister 0 r in s b y-Go r e: Die Regierung des Vereinigten Königreiches trägt als die Mandatsregierung die alleinige Verantwortung für die Entscheidung über die Politik. Die Regierung der übrigen Dominions und die Regierung Indiens werde über alle Entwicklungen der Politik, die geplant ist, auf dem laufenden g e h a 11 e 11 werden. Abg. Mander: Hat der Minister die von General Smuts geäußerten Ansichten bemerkt, und will er sie in Erwägung ziehen? Der Kolonien m i n i s t e r: General Smuts, und wie ich hinzufügen kann, General Her t zog, haben sich wiederholt mit mir in Verbindung gesetzt, und dasselbe hat, wie der Abgeordnete sehen wird, die indische Regierung bei der Imperial-Konferenz getan. ln der Beantwortung einer Anfrage des Abgeordneten David Adams erklärte Koionienminisler Ormsbv-Gore am lö. Juni i!n Unterhaus, in Palästina herrsche nicht Mangel an Arbeitskräften, sondern ein Ucberfluß an ihm. Es gebe sowohl unter Juden als unter Arabern eine erhebliche A r b e i t s 1 0 s i g k e i t. In Beantwortung einer Frage von Sir Archibald Sincfair gab der Minister bekannt, daß der High Commissioner die wirtschaftliche Aufnahmefähigkeit für die vier Monate April bis Juli mit 670 Arbeitereinwanderern festgesetzt habe. Abg. A. T. Lennox Boyd (Kons.): Weiß der Minister, daß alle Maßnahmen zum Schutz der Interessen der arabischen Arbeiter in dem Lande eine überwiegende Unter- Stützung finden werden, und bedauert er es nicht, daß Fragen solcher Art vor der Veröffentlichung des Berichtes der Kgl. Kommission gestellt werden? Minister Ormsbv-Gore: Fs handelt sich um eine Frage der genauen Interpretation des grundlegenden Dokuments, nämlich des MacDonald-Briefes, der den Umfang jeder Art von Einwanderung nach Palästina festlegt. Abg. Adams: Ist der Minister davon überzeugt, daß wir nicht über unser Mandat hinausgelien? Minister Ürmsby-Gore: Unbedingt. Die Haltung der Inder Die ägyptische Tageszeitung ״El Ahr am“ (Kairo) veröffentlicht eine Unterredung ihres Jerusalemer Berichterstatten mit dem Vertreter des indisch-mohammedanischen Kongresses, Abdul R a 11 m a n S i d k y, der sich nach England begibt, um dort die Sache der palästinensischen Araber zu unterstütze!!, Abdul Rahman Sidky versicherte dem Mitarbeiter des Blattes, daß die Mohammedaner Indiens bereit seien, die schwersten Opfer zu bringen, um Palästina vor der ״jüdischen Gefahr“ zu retten. Die Mohammedaner der ganzen Welt, erklärte der indische Führer, würden damit einverstanden sein, daß den in Europa verfolgten Juden eine Zufluchtsstätte gewährt wird. Sie würden aber niemals sich damit abfinden, daß in Palästina ein Judenstaat geschaffen wird. Ein solcher Plan werde niemals verwirklicht werden können; England habe nur die Wahl zwischen der Freundschaft der Mohammedaner und der Unterstützung der Juden. Sollte der Bericht der Kgl. Kommission die Araber enttäuschen, dann würden die luder ihren Beschluß eines Boykotts englischer Waren verwirklichen. Selbst die Hindus seien bereit, den palästinensischen Arabern zu Hilfe zu kommen. Hauptschriftlcitcr: Dr. Robert W e 11 5 c h, Berlin - Charlottenburg 9 (auch verantwortlich für die Aufnahme von Bildern). Stellvertreter: Kurt L o e w e n s t e i n, Berlin W 15. Anzeigenleiter und verantwortlieh für den Inhalt der Anzeigen: Hermann F i n n, Berlin W 15. Gültig Anzeigen-Preisliste 5 vom 1. April 1830. Verlag und Anzeigenverwaitimg: Jüdische Rundschau, Berlin W 15, Meinekeatr. 10. D.A I'1937 33 816. — Druck: Siegfried Scholem, Berlin-Schöneberg. Das bekannte Spesialhaus für Stoße Wäsche Kleidung ״ Teppiche * Gardinen ״ Möbel Ausrufung für Palästina u. Übersee Bl« UN C 7 SPANDAU!R XON IG STR,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.